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Markus
Beck
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Display-Kampagnen werden eingestellt – Was das für deine Google Ads Strategie bedeutet
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
Das Ende einer Ära: Google stellt eigenständige Display-Kampagnen als separaten Kampagnentyp ein. Die vollständige Migration zu Demand Gen wird bis 2027 abgeschlossen sein.
GDN bleibt erhalten: Das Google Display Netzwerk (GDN) verschwindet nicht. Es fungiert künftig als reines Inventar-Placement innerhalb von Demand Gen und lässt sich bei Bedarf weiterhin exklusiv ansteuern.
Ganzheitlicher Ansatz: Demand Gen bündelt das GDN, YouTube (In-Stream & Shorts), Discover, Gmail und Google Maps unter einem gemeinsamen technologischen Dach.
Performance-Plus: Laut Google-Daten erzielen Werbetreibende, die das GDN über Demand Gen nutzen, im Schnitt ein ROI-Plus von 9,5 %.
Handlungsbedarf: Google stellt ab Juni 2026 ein Upgrade-Tool bereit. Dennoch sollten Advertiser den Übergang proaktiv steuern, statt auf die automatische Migration zu warten.
Wer in Google Ads seit Jahren auf klassische Display-Kampagnen setzt, muss jetzt umdenken: Google hat offiziell das Ende eigenständiger Display-Kampagnen angekündigt. Bis 2027 wird die Migration abgeschlossen sein. Alle Display-Aktivitäten ziehen fest in den 2023 eingeführten Kampagnentyp Demand Gen um.
Dahinter steckt weit mehr als eine rein kosmetische Benennung. Es ist der finale Schritt einer strategischen Neuausrichtung: Weg von der starren, silobasierten Verwaltung einzelner Kanäle, hin zu einer KI-gestützten, plattformübergreifenden Aussteuerung visueller Assets.
Die Timeline: Was passiert wann?
Der Übergang erfolgt schrittweise, um Werbetreibenden ausreichend Zeit für Tests und Anpassungen zu geben:
Ab Juni 2026: Google rollt schrittweise ein integriertes Migrations-Tool in den Accounts aus. Berechtigte Werbetreibende können bestehende Display-Kampagnen damit direkt in Demand Gen-Strukturen überführen.
Im weiteren Verlauf: Die Funktion, komplett neue, eigenständige Display-Kampagnen anzulegen, wird deaktiviert. Updates und neue Features werden ab sofort ausschließlich für Demand Gen entwickelt.
Bis 2027: Die Pipeline der automatischen Migration wird final abgeschlossen. Alle verbliebenen Display-Kampagnen werden von Google systemseitig umgestellt.

Quelle: Google - https://blog.google/products/ads-commerce/google-display-ads-demand-gen/
Googles Begründung für diesen Schritt deckt sich mit der Realität im modernen E-Commerce: Nutzerpfade verlaufen längst nicht mehr linear. Potenzielle Kunden springen im Minutentakt zwischen YouTube-Shorts, den Discover-Feeds, Gmail und klassischen Blogs hin und her. Demand Gen wurde exakt dafür entwickelt, diese Touchpoints nativ miteinander zu verknüpfen.
Was ist Demand Gen und was bleibt vom GDN?
Kurz gesagt: Demand Gen ist darauf ausgelegt, aktiv Nachfrage zu generieren (Mid- und Upper-Funnel), anstatt nur bestehendes Suchvolumen abzugreifen. Die Anzeigen werden auf den reichweitenstärksten und visuell dominantesten Google-Oberflächen ausgespielt: YouTube, Discover, Gmail, Google Maps und das Google Display Netzwerk.
Wichtige Entwarnung für Pure-Display-Strategien: Wer aus Budget- oder Branding-Gründen ausschließlich im Google Display Netzwerk (GDN) werben möchte, behält diese Kontrolle. Über erweiterte Kanalsteuerungen innerhalb von Demand Gen lässt sich die Ausspielung bei Bedarf auf das reine GDN begrenzen. Der Umzug bedeutet also keinen automatischen Zwang zur Videoproduktion oder zur Nutzung von YouTube, sondern bietet dies primär als Option an.
Die zentralen Änderungen für Werbetreibende
Die Konsolidierung bringt strukturelle Verschiebungen im täglichen Kampagnenmanagement mit sich:
Algorithmus statt Mikromanagement
Klassische Display-Kampagnen erlaubten oft ein sehr granulares, manuelles Targeting auf Placement- oder Anzeigengruppenebene. Demand Gen verlagert den Fokus: Die KI übernimmt einen Großteil der Echtzeit-Aussteuerung. Der Hebel für Advertiser verschiebt sich damit massiv von technischen Einstellungen hin zur strategischen Zielgruppen- und Creative-Bereitstellung.
Markensicherheit und Ausschlüsse
Ein kritischer Punkt bei jeder automatisierten Umstellung ist die Brand Safety. Google sichert zu, dass bestehende Content-Ausschlüsse und Brand-Safety-Einstellungen bei der Migration über das Tool berücksichtigt werden. Dennoch gilt: Nach dem Upgrade sollten alle Ausschlüsse manuell im neuen Setup validiert werden.
Reporting und Datenlogik
Die isolierte Reporting-Ebene für reine Display-Daten falls weg. Zwar lassen sich kanalspezifische Daten im Demand-Gen-Reporting weiterhin herausfiltern, die Attributions- und Auswertungslogik folgt jedoch dem ganzheitlichen Multi-Channel-Ansatz von Google.

Quelle: Google - https://blog.google/products/ads-commerce/google-display-ads-demand-gen/
Lohnt sich der Wechsel? Ein Blick auf die Zahlen
Die ersten von Google veröffentlichten Leistungsdaten zeigen positive Tendenzen: Werbetreibende erzielen durch die Nutzung des GDN innerhalb von Demand Gen im Schnitt 9,5 % mehr ROI. In einer globalen Fallstudie des Fooddelivery-Dienstes GoFood führte das kombinierte Setup zu einer Senkung des CPA um 24 % bei gleichzeitig 19 % mehr Conversions.

Quelle: Google - https://blog.google/products/ads-commerce/google-display-ads-demand-gen/
Auch wenn herstellereigene Studien immer Idealbedingungen widerspiegeln, zeigt die Praxis: Demand Gen belohnt First-Party-Daten und hochwertige visuelle Assets. Wer über saubere Kundenlisten (Customer Match) und maßgeschneiderte Lookalike Audiences verfügt, wird durch die KI-gestützte Aussteuerung spürbare Performance-Vorteile sehen.
Strategischer Fahrplan: Was du jetzt tun solltest
Wer bis zur automatischen Zwangsmigration wartet, verschenkt wertvolle Optimierungszeit und verliert die Kontrolle über seine historische Datenbasis. Wir empfehlen folgende Schritte:
Auditierung des Ist-Zustands: Analysiere deine aktuellen Display-Kampagnen. Welche dienen dem Retargeting, welche der reinen Brand Awareness? Diese Clusterung bestimmt dein späteres Demand-Gen-Setup.
Zielgruppen-Infrastruktur stärken: Da Demand Gen stark auf Googles Audience Intelligence basiert, sollten Custom Segments, Customer Match und Lookalike-Strukturen fehlerfrei implementiert sein.
Asset-Produktion hochfahren: Auch wenn statische Banner vorerst ausreichen, entfaltet Demand Gen sein volles Potenzial erst im Zusammenspiel mit Video (z. B. Shorts). Nutze die Zeit, um kurze, visuell starke Video-Assets aufzubauen.
Parallele Testphasen starten: Setze frühzeitig eigene Demand Gen-Kampagnen parallel zu deinen Core-Display-Kampagnen auf, um Algorithmen anzulernen und direkte Performance-Vergleiche zu ziehen.
Fazit
Das Ende der eigenständigen Display-Kampagne markiert das Ende des manuellen Bannermanagements bei Google Ads. Doch das Google Display Netzwerk stirbt nicht, es zieht lediglich in ein moderneres, KI-getriebenes Ökosystem ein, das für die heutigen, fragmentierten Nutzerpfade deutlich besser gerüstet ist. Wer den Wechsel jetzt strategisch plant und seine Creatives anpasst, sichert sich frühzeitig einen spürbaren Wettbewerbsvorteil.
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FAQ – Häufige Fragen zur Display-Migration
Wann genau werden Display-Kampagnen eingestellt?
Der gesamte Prozess soll bis 2027 abgeschlossen sein. Ab Juni 2026 stellt Google ein Migrationstool im Interface bereit; im weiteren Verlauf wird das Erstellen neuer Standalone-Display-Kampagnen sukzessive deaktiviert.
Sollte ich auf das automatische Google-Tool warten?
Das Tool vereinfacht den technischen Übertrag von Budgets und Smart-Signals. Dennoch empfiehlt es sich, den Wechsel manuell oder eng begleitet zu steuern, um Zielgruppen-Setups und Creatives direkt an die veränderten Anforderungen von Demand Gen anzupassen.
Kann ich in Demand Gen weiterhin ausschließlich im GDN werben?
Ja, das ist möglich. Über die erweiterten Kanalsteuerungen (Channel Controls) lässt sich die Ausspielung gezielt auf das Google Display Netzwerk beschränken, sodass kein Zwang besteht, YouTube- oder Gmail-Inventar mitzubespielen.
Was passiert mit meinen bisherigen Ausschlüssen und Zielgruppen?
Beim Nutzen des offiziellen Upgrades werden bestehende Einstellungen und historische Signale in die neue Kampagnenstruktur übertragen. Eine manuelle Nachkontrolle der Brand-Safety-Vorgaben direkt nach dem Wechsel ist dennoch dringend ratsam.
Lohnt sich Demand Gen bei kleinen Tagesbudgets?
Ja, allerdings benötigen KI-gestützte Kampagnen wie Demand Gen eine gewisse Datenbasis, um die Lernphase zügig abzuschließen. Bei sehr kleinen Budgets sollte man der Lernphase mehr Zeit einräumen und die Performance nicht zu früh bewerten.
Wo finde ich offizielle Informationen zur Umstellung?
Aktuelle Updates, Best Practices und detaillierte Leitfäden zur Migration stellt Google kontinuierlich im offiziellen Google Ads Hilfe-Center sowie im Google Products Blog bereit.

Markus
Beck
Markus Beck ist Senior Online Marketing Manager und Teamlead für die ganze PPC Welt bei den Internetwarriors. Mit seinem tiefen Verständnis der Suchmaschinen-Algorithmen und seiner langjährigen Erfahrung im Online Marketing hilft er den Kunden dabei ihre Online-Präsenz zu verbessern und ihre Umsätz zu steigern. Gleichzeitig ist er ein wichtiger Ansprechpartner für sein Team und gibt mit großer Begeisterung sein Wissen an die Trainees der Agentur weiter.
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