
- Blogbeiträge
In unserem Blog teilen wir regelmäßig aktuelle Trends, bewährte Taktiken und praxisnahe Tipps aus langjähriger Erfahrung. Wir sind Expert:innen im Online Marketing und kämpfen für deinen Erfolg, wenn es um effektive Suchmaschinenoptimierung, gezieltes Social Media Marketing oder maßgeschneiderte Performance-Strategien geht.


- Blogbeiträge
In unserem Blog teilen wir regelmäßig aktuelle Trends, bewährte Taktiken und praxisnahe Tipps aus langjähriger Erfahrung. Wir sind Expert:innen im Online Marketing und kämpfen für deinen Erfolg, wenn es um effektive Suchmaschinenoptimierung, gezieltes Social Media Marketing oder maßgeschneiderte Performance-Strategien geht.

- Blogbeiträge
In unserem Blog teilen wir regelmäßig aktuelle Trends, bewährte Taktiken und praxisnahe Tipps aus langjähriger Erfahrung. Wir sind Expert:innen im Online Marketing und kämpfen für deinen Erfolg, wenn es um effektive Suchmaschinenoptimierung, gezieltes Social Media Marketing oder maßgeschneiderte Performance-Strategien geht.
Alle Kategorien
SEO
SEA
Social Media
Webanalyse
Growth Marketing
Künstliche Intelligenz
Success Stories
Inside internetwarriors
Agentic Commerce & Agentic Shopping 2026: Warum KI-Einkaufsagenten den Handel neu schreiben
30.03.2026

Moritz
Klussmann
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Die Welt des Online-Marketings dreht sich heute schneller als je zuvor. Während wir bei den internetwarriors bereits seit 2001 für Klicks und Conversions kämpfen, erleben wir gerade den radikalsten Umbruch unserer Geschichte. Der Auslöser: Agentic Commerce . Wir befinden uns im Übergang von der reinen Informationssuche zur aufgabenorientierten Ausführung. Ein Nutzer fragt heute nicht mehr nur nach Produkten, er weist einen KI-Einkaufsagenten an, den gesamten Kaufprozess autonom abzuwickeln. In diesem Artikel zeige ich dir, warum das Scheitern von OpenAIs „Instant Checkout" kein Ende des Hypes ist, sondern der Startschuss für eine neue technische Infrastruktur, die du als Händler jetzt kennen musst. Der OpenAI-Pivot: Vom Warenkorb zur Discovery-Plattform Im März 2026 beendete OpenAI seinen „Instant Checkout" – und löste damit eine der meistdiskutierten Debatten im E-Commerce aus. Scheitern oder Strategie? Was wirklich hinter dem Pivot steckt und was er für Händler bedeutet, zeigen wir hier. Was war Instant Checkout? Im September 2025 startete OpenAI gemeinsam mit Stripe das Agentic Commerce Protocol (ACP) und damit den „Instant Checkout" in ChatGPT. Die Vision: Nutzer finden ein Produkt im Chat und kaufen es direkt, ohne die Plattform zu verlassen. Etsy, Walmart und Shopify waren die ersten Partner – Shopify-Präsident Harley Finkelstein nannte es eine „neue Frontier" für den Online-Handel. Warum der direkte Checkout scheiterte Anfang März 2026 zog OpenAI die Reißleine. Was von Kritikern als Scheitern des Agentic Commerce abgetan wird, ist bei genauerem Hinsehen ein strategischer Pivot, aus dem wir viel lernen können. OpenAI unterschätzte die immense Komplexität des globalen Handels. Drei Killer-Faktoren machten den direkten Kaufabschluss im Chatbot unmöglich: Die drei technischen Killer: 1. Fehlende Echtzeit-Synchronisation: Die Inventardaten von Millionen Händlern ließen sich nicht in der notwendigen Geschwindigkeit abgleichen – veraltete Preise und Bestände brachen das Nutzervertrauen sofort. 2. Compliance-Hürden: Es fehlte an Systemen zur automatisierten Berechnung regionaler Steuern (in den USA allein tausende lokale Tax Jurisdictions) und zur Einhaltung lokaler Gesetze wie der Preisangabenverordnung (PAngV) in Europa. 3. Betrugsprävention: Agentenbasierte Transaktionen erfordern völlig neue Sicherheitsarchitekturen, um automatisierten Missbrauch zu verhindern. Ein weiterer Faktor, der in der Berichterstattung kaum erwähnt wird: Der Rückzug kommt unmittelbar nach Amazons 50-Milliarden-Dollar-Investment in OpenAI. Amazon kontrolliert 40 Prozent des US-amerikanischen E-Commerce und baut mit Rufus ein eigenes KI-Shopping-Tool. Ob Zufall oder strategisches Kalkül – der Zeitpunkt ist bemerkenswert. 🟢 Update: 25. März 2026 OpenAI hat gleichzeitig mit dem Checkout-Rückzug ein komplett neues Shopping-Erlebnis gelauncht: visuelles Product-Browsing, Side-by-Side-Preisvergleiche und Image-Upload zur Produktsuche. Sieben große US-Retailer – darunter Target, Sephora, Nordstrom und Best Buy – sind bereits live via ACP. Walmart betreibt eine eigene In-ChatGPT-App mit Loyalty-Integration und nativem Walmart-Payment. Das ist kein Rückzug – das ist ein Pivot. Die neue Warrior-Realität: OpenAI fokussiert sich über das ACP primär auf Product Discovery . Der Checkout wandert zurück zum Händler – doch die Entscheidung, welcher Händler den Zuschlag erhält, trifft zunehmend der Agent. Agentic Shopping funktioniert – nur noch nicht im Westen Wer glaubt, das Scheitern von Instant Checkout beweise, dass Agentic Shopping ein Hype ist, macht einen kategorischen Denkfehler. Alibabas Qwen-App schließt bereits heute Food-Bestellungen, Reisebuchungen und Produktkäufe vollständig in einer einzigen Konversation ab – und das at scale. Der entscheidende Unterschied: Alibaba besitzt das KI-Modell, den Marketplace, die Zahlungsinfrastruktur und die Logistik aus einer Hand. OpenAI versuchte, dasselbe zu replizieren, ohne diesen Stack zu besitzen. Das war strukturell zum Scheitern verurteilt. Google UCP: Das neue Betriebssystem des Handels Während OpenAI korrigiert, schafft Google mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) Fakten. Im Gegensatz zu geschlossenen Systemen ist UCP ein offener Standard, der es KI-Agenten ermöglicht, direkt mit den Backends von Händlern zu kommunizieren – von der Discovery über den Checkout bis zum Post-Purchase-Management. Für dich als Händler bedeutet das: Dein Google Merchant Center (GMC) wird zur entscheidenden Schnittstelle für KI im E-Commerce . Google hat neue Attribute eingeführt, um deine Produkte maschinell lesbar zu machen: · product_faq – direkt aus dem Feed extrahierbare Fragen und Antworten für KI-Agenten · product_use_cases – spezifische Szenarien, in denen dein Produkt die beste Lösung bietet · native_commerce – ein Schalter, der signalisiert, ob dein Produkt für den autonomen Checkout bereit ist Der Vorteil für Deutschland: Google Merchant Center und Google AI Mode sind in DACH bereits aktiv. Händler, die ihren Feed jetzt optimieren, sichern sich einen echten Zeitvorsprung. SEO allein reicht nicht mehr: Willkommen im Zeitalter von GEO Unsere Analyse von deutschen E-Commerce-Shops zeigt ein eindeutiges Bild: Ein Top-Ranking in der klassischen Suche garantiert keine Sichtbarkeit in KI-Antworten. Über 60 Prozent der in KI-Übersichten verlinkten URLs rangieren nicht in den Top 50 der klassischen Google-Suche. Die Regeln haben sich geändert. Hier kommt Generative Engine Optimization (GEO) ins Spiel – die Disziplin, die Inhalte nicht für den menschlichen Klick, sondern für die Extraktion durch KI-Systeme optimiert. Informier dich jetzt über unsere Studie und erfahre mehr zu dem Thema! Merkmal Klassisches SEO Generative Engine Optimization (GEO) Zielgruppe Menschliche Nutzer KI-Agenten & Large Language Models Primärer KPI Klickrate (CTR) & Rankings Mention-Rate & Zitations-Autorität Inhaltslogik Keywords & Lesbarkeit Semantische Tiefe & Fakten-Dichte Technische Basis Crawlbarkeit & Ladegeschwindigkeit Strukturierte Daten & API-Anbindung Erfolgsmessung Google Search Console (Rankings) Brand Mentions in LLM-Antworten Warriors-Insight: In Deutschland erscheinen KI-Übersichten (AI Overviews) bereits bei 33 Prozent aller Suchanfragen. Wer jetzt nicht auf GEO setzt, wird für den „Agenten-Kunden" unsichtbar – bevor dieser überhaupt auf eine Website kommt. Strategisches Warriors-Wissen: Markenmacht und die 95:5-Regel Im Agentic Web zählt nicht mehr nur das Keyword, sondern die Autorität deiner Marke als „Entity" – also wie ein Large Language Model deine Marke kennt, einordnet und empfiehlt. Die 95:5-Regel im B2B Nur 5 Prozent deiner Zielgruppe sind aktuell kaufbereit (In-Market). Die restlichen 95 Prozent müssen durch Thought Leadership und Vertrauensaufbau langfristig erreicht werden. KI-Agenten bevorzugen Marken, die in den Wissensgraphen der Large Language Models als Experten-Entitäten verankert sind. Wer nur auf transaktionale Keywords optimiert, verliert die Mehrheit seiner potenziellen Kunden, bevor sie kaufbereit sind. Wenn du mehr dazu erfahren willst, lies dir hier unseren Artikel dazu durch! Preferred Sources: Die Demokratisierung des Algorithmus Google erlaubt Nutzern mittlerweile, ihre bevorzugten Quellen aktiv zu markieren. Diese „Preferred Sources" erhalten einen dauerhaften Sichtbarkeits-Boost – unabhängig von Algorithmus-Updates. Das verändert das Spiel fundamental: Vertrauen ist die neue Währung. Du musst Nutzer dazu bewegen, deine Marke aktiv als vertrauenswürdig zu wählen – nicht nur gut zu ranken. Checkliste: So machst du deinen Shop jetzt Agent-ready Für deutsche Händler gilt: Die Grundlagenarbeit beginnt heute, auch wenn vollautonomes Agentic Shopping in DACH noch 12–24 Monate entfernt ist. Produktdaten-Exzellenz im Merchant Center: Pflege GTINs, präzise Attribute und die neuen UCP-Felder (product_faq, product_use_cases). Ein lückenhafter Feed ist das größte KI-Sichtbarkeits-Hindernis, das du selbst kontrollieren kannst. Technische Infrastruktur für KI-Agenten: Implementiere eine llms.txt-Datei (das robots.txt für KI-Crawler) und nutze konsequent JSON-LD – speziell die Schemata Product, FAQPage und Article. Das sind die Signale, die KI-Agenten priorisiert auslesen. API-First-Strategie: Stelle sicher, dass Bestände und Preise in Millisekunden über Schnittstellen abrufbar sind. Veraltete Daten waren der Hauptgrund für OpenAIs Checkout-Scheitern – und der gleiche Fehler wird Händler teuer zu stehen kommen, sobald Agenten aktiv buchen. Semantische Anreicherung mit dem Query Fan-Out Prinzip: Beantworte die Fragen, die eine KI stellt, wenn sie Produkte im Auftrag eines Kunden vergleicht: Für welche Anwendungsfälle ist das Produkt optimal? Welche Alternativen gibt es? Was sind häufige Kaufhindernisse? Diese Tiefe unterscheidet gecitete von ignorierten Inhalten. GEO-Strategie und Markenautorität aufbauen: Sorge dafür, dass dein Shop als Experten-Entität in relevanten Kategorien wahrgenommen wird – in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode. Mehr dazu in unserem GEO-Audit → DACH-Compliance frühzeitig sichern: PAngV und DSGVO gelten auch für KI-vermittelte Käufe. Preisreduzierungen müssen den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenz ausweisen – und das muss maschinell auslesbar sein. Kläre das frühzeitig mit deinem Rechtsberater. Fazit: Werde zum Leader der neuen Ära Agentic Commerce ist kein Science-Fiction-Szenario mehr – es ist die technologische Realität von heute, noch im Aufbau, aber unaufhaltsam. Was OpenAI mit Instant Checkout begraben hat, ist ein spezifisches Business-Modell: der Chatbot als Transaktionsvermittler zwischen Händler und Kunde. Was lebt – und gerade stark beschleunigt – ist die zugrunde liegende Logik: KI-Einkaufsagenten übernehmen die Discovery, filtern Optionen, bereiten Kaufentscheidungen vor. Das passiert bereits, täglich, für Millionen von Nutzern. Die Frage für Händler ist nicht mehr ob , sondern ob sie sichtbar sind, wenn der Agent entscheidet . Die Unternehmen, die in zwei Jahren vorne liegen, sind nicht die mit dem größten Budget. Es sind die mit den besten Daten, der stärksten GEO-Präsenz und dem klarsten Verständnis dafür, wie Künstliche Intelligenz im E-Commerce als Hebel statt als Bedrohung genutzt wird. Häufige Fragen zu Agentic Commerce Was ist der Unterschied zwischen Agentic Commerce und klassischem E-Commerce? Klassischer E-Commerce folgt dem Prinzip Suchen & Klicken : Der Nutzer sucht aktiv, vergleicht manuell und kauft selbst. Agentic Commerce folgt dem Prinzip Fragen & Erledigen (Ask & Done) : Ein KI-Einkaufsagent übernimmt Produktsuche, Preisvergleich, Verfügbarkeitsprüfung und – sofern autorisiert – den Kaufabschluss vollständig autonom. Was ist Agentic Shopping? Agentic Shopping ist die praktische Ausprägung von Agentic Commerce: Der Nutzer formuliert ein konkretes Ziel – etwa „Bestelle Druckerpatrone XYZ zum Bestpreis bis morgen" – und ein KI-Einkaufsagent führt alle Schritte eigenständig aus: Suche, Vergleich, Kauf. Warum hat OpenAI Instant Checkout eingestellt? OpenAI scheiterte an drei technischen Hürden: fehlende Echtzeit-Inventarsynchronisation über Millionen Händler, keine Infrastruktur zur Steuererhebung und keine Betrugsprävention für agentenbasierte Transaktionen. OpenAI pivotiert nun auf Product Discovery – der Checkout bleibt beim Händler. Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO? SEO (Search Engine Optimization) optimiert Inhalte für den Google-Suchalgorithmus und menschliche Nutzer – das Ziel ist der Klick. GEO (Generative Engine Optimization) optimiert für KI-Systeme und Large Language Models, die Inhalte extrahieren und als direkte Antwort ausgeben – ohne dass der Nutzer auf eine Website klickt. Beide Disziplinen ergänzen sich und bauen aufeinander auf. Ist mein Shop rechtlich sicher für KI-Käufe in Deutschland? In der DACH-Region musst du besonders auf DSGVO und PAngV (Preisangabenverordnung) achten. Preisreduzierungen müssen immer den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenz ausweisen – auch maschinell auslesbar für KI-Agenten. Kläre das frühzeitig mit deinem Rechtsberater, bevor du dich für Agentic Commerce-Protokolle registrierst. Wann kommt Agentic Commerce nach Deutschland? ACP und der neue ChatGPT-Shopping-Hub sind aktuell US-first. Das Google Merchant Center und Google AI Mode sind aber bereits in DACH aktiv – KI-Übersichten erscheinen bereits bei 33 Prozent aller deutschen Suchanfragen. Experten gehen davon aus, dass KI-Agenten im europäischen E-Commerce in zwei bis drei Jahren einen Marktanteil von 20–30 Prozent erreichen könnten. Die Vorbereitung beginnt jetzt. Ist dein Shop bereit für KI-Einkaufsagenten? Wir analysieren deine GEO-Sichtbarkeit, deinen Produktfeed und zeigen dir, wo du gegenüber KI-Agenten heute unsichtbar bist – und wie du das änderst. Jetzt GEO-Analyse anfragen → Quellen & weiterführende Links: CNBC, März 2026: „OpenAI revamps shopping experience in ChatGPT after struggling with Instant Checkout" – cnbc.com Forrester Research: ConsumerVoices Market Research Survey, März 2026 Gartner: Bob Hetu, Analyst, gegenüber CNBC, März 2026 The Information, März 2026: Erstbericht zum Instant-Checkout-Rückzug OpenAI Blog, März 2026: Offizielles Statement zu Instant Checkout und neuem Shopping-Erlebnis Google: Universal Commerce Protocol – Ankündigung Januar 2026
Marketing im Zeitalter der KI: Willkommen in der neuen Realität
05.09.2025

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Ein Gespenst geht um in der Marketingwelt – das Gespenst der künstlichen Intelligenz. Doch anstatt Furcht zu verbreiten, bringt es eine Welle der Transformation, die die Grundfesten unserer Branche neu definiert. Lange vorbei sind die Zeiten, in denen Marketing rein auf Intuition, manueller Segmentierung und breit gestreuten Kampagnen beruhte. Heute, im Jahr 2025, befinden wir uns mitten in einer Revolution, angetrieben von Algorithmen, maschinellem Lernen und Large Language Models (LLMs). Für uns bei internetwarriors ist klar: KI ist kein vorübergehender Trend, sondern das neue operative System für erfolgreiches Marketing. Doch was bedeutet das konkret? Was hat sich wirklich verändert? Wie musst du deine Strategien anpassen, um nicht nur zu überleben, sondern zu florieren? Und wie verändert sich die vielleicht wichtigste Komponente von allen – das Verhalten deiner Nutzer? Dieser Artikel ist dein umfassender Guide für das Marketing im Zeitalter der KI. Wir tauchen tief ein in die Veränderungen, zeigen dir praxiserprobte Strategien, beleuchten das neue Nutzerverhalten mit aktuellen Studienerkenntnissen und werfen einen Blick über den Tellerrand, um zu sehen, welche Zukunftstrends aus den USA und Asien schon bald unsere Realität sein werden. Das neue Spielfeld: Was die KI im Marketing fundamental verändert hat Künstliche Intelligenz ist mehr als nur ein weiteres Tool in deinem Werkzeugkasten. Sie ist die unsichtbare Hand, die Prozesse optimiert, Erkenntnisse liefert und Interaktionen in einer Geschwindigkeit und Präzision ermöglicht, die vor wenigen Jahren noch reine Science-Fiction waren. Die Kernveränderungen lassen sich in vier zentralen Bereichen beobachten: 1. Hyper-Personalisierung in Echtzeit: Früher war Personalisierung, einen Kunden mit seinem Namen in einer E-Mail anzusprechen. Heute bedeutet Personalisierung, dem Nutzer exakt den Inhalt, das Produkt oder die Botschaft zu präsentieren, die seinem aktuellen Bedürfnis entspricht – und das über alle Kanäle hinweg. KI-Algorithmen analysieren riesige Datenmengen aus Nutzerverhalten, Kaufhistorie, demografischen Informationen und sogar kontextuellen Daten (wie Wetter oder Standort) in Millisekunden. Das Ergebnis: Dynamische Webseiten-Inhalte, personalisierte Produktempfehlungen in Online-Shops und individuell zugeschnittene Werbeanzeigen, die nicht als Störung, sondern als relevanter Service wahrgenommen werden. 2. Predictive Analytics und datengestützte Prognosen: Marketing war lange Zeit reaktiv. Wir analysierten vergangene Kampagnen, um zukünftige zu optimieren. Marketing KI dreht dieses Prinzip um. Predictive-Analytics-Modelle können mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen, welche Kunden am ehesten abwandern (Customer Churn), welche Leads die höchste Kaufwahrscheinlichkeit haben (Predictive Lead Scoring) oder welche Produkte sich in der nächsten Saison am besten verkaufen werden. Diese Voraussicht ermöglicht es dir, proaktiv zu handeln, Budgets effizienter zu verteilen und deine Ressourcen auf die vielversprechendsten Segmente zu konzentrieren. 3. Automatisierung von Content-Erstellung und -Distribution: Die generative KI hat die Content-Erstellung revolutioniert. Tools wie ChatGPT, Jasper oder auch fortschrittlichere, branchenspezifische Modelle können mittlerweile hochwertige Texte für Blogs, Social-Media-Posts, E-Mails oder Produktbeschreibungen erstellen. Doch es geht weit darüber hinaus: KI-Systeme können auch Bilder, Videos und sogar Musik generieren. Für dich als Marketer bedeutet dies eine enorme Effizienzsteigerung. Routineaufgaben, die früher Stunden dauerten, sind nun in Minuten erledigt. Gleichzeitig ermöglicht es die KI, Inhalte für A/B-Tests in unzähligen Varianten zu erstellen und automatisch über die richtigen Kanäle zur richtigen Zeit auszuspielen. 4. Effizienz durch intelligente Automatisierung: Neben der Content-Erstellung automatisiert die KI unzählige weitere Marketingprozesse. Vom programmatischen Einkauf von Werbeflächen (Programmatic Advertising) über die intelligente Steuerung von Gebotsstrategien in Google Ads bis hin zur automatischen Segmentierung von Zielgruppen – KI übernimmt repetitive, datenintensive Aufgaben. Dies führt nicht nur zu einer massiven Zeit- und Kostenersparnis, sondern minimiert auch menschliche Fehler und optimiert die Kampagnenleistung kontinuierlich und datenbasiert. Die Marketingstrategie 2025: So navigierst du erfolgreich durch das KI-Zeitalter Eine neue technologische Realität erfordert eine neue strategische Herangehensweise. Es reicht nicht, lediglich ein paar KI Marketing Tools einzuführen. Deine gesamte Marketingstrategie KI muss neu gedacht werden. 1. Von Zielgruppen zu "Segment-of-One": Deine radikale Personalisierungsstrategie Deine zentrale Strategie sollte die Hyper-Personalisierung sein. Das Ziel ist nicht mehr, eine Zielgruppe zu erreichen, sondern jeden einzelnen Kunden als ein eigenes Segment zu behandeln ("Segment-of-One"). Praktische Umsetzung: Investiere in eine robuste Customer Data Platform (CDP), die alle Kundendaten an einem Ort zentralisiert. Nutze KI-gestützte Personalisierungs-Engines für deine Webseite, deinen Online-Shop und dein E-Mail-Marketing. Diese Systeme passen Inhalte dynamisch an das Klickverhalten, die Verweildauer und die Kaufhistorie jedes einzelnen Nutzers an. 2. Conversational Marketing: Der Dialog als neuer Funnel Nutzer wollen keine Formulare mehr ausfüllen oder in Warteschleifen hängen. Sie erwarten sofortige Antworten und einen direkten Dialog. KI-gesteuerte Chatbots und Voice-Assistenten sind hier die Lösung. Praktische Umsetzung: Implementiere einen intelligenten Chatbot auf deiner Webseite, der nicht nur Standardfragen beantwortet, sondern auch Leads qualifiziert, Termine bucht und Nutzer durch den Kaufprozess führt. Trainiere den Bot mit deinen Unternehmensdaten, um präzise und markenkonforme Antworten zu gewährleisten. 3. Content-Strategie: Qualität und KI-Optimierung Hand in Hand Im Zeitalter der Content Erstellung KI wird die schiere Menge an Inhalten explodieren. Um herauszustechen, sind zwei Dinge entscheidend: erstens eine herausragende, menschenzentrierte Qualität und zweitens die Optimierung für KI-Systeme. Praktische Umsetzung: Nutze generative KI als Werkzeug zur Ideenfindung, zur Erstellung von Entwürfen und zur Optimierung von Texten für SEO. Die finale Redaktion, die strategische Ausrichtung und die emotionale Tiefe müssen jedoch von menschlichen Experten kommen. Gleichzeitig musst du deine Inhalte so strukturieren (z.B. durch Schema.org Markup), dass sie von KI-Suchmaschinen wie Googles Search Generative Experience (SGE) leicht verstanden und in den Antworten prominent platziert werden können. 4. SEO und KI: Die Symbiose für deine Sichtbarkeit SEO und KI sind untrennbar miteinander verbunden. Googles Algorithmen, insbesondere RankBrain und BERT, sind tief im maschinellen Lernen verwurzelt. Die Zukunft der Suche liegt in der Beantwortung komplexer Anfragen, nicht nur im Matching von Keywords. Praktische Umsetzung: Konzentriere dich auf thematische Autorität (Topic Clusters) anstatt auf einzelne Keywords. Erstelle umfassende Inhalte, die Nutzerfragen vollständig beantworten. Nutze KI-Tools zur Analyse von SERPs, zur Identifizierung von Content-Lücken und zur Optimierung deiner Inhalte für die semantische Suche. Globaler Ausblick: Diese KI-Trends aus den USA & Asien definieren die Zukunft Während wir in Europa beginnen, das Potenzial der KI voll auszuschöpfen, fungieren die USA und Asien als "Zukunftslabore". Eine andere Regulierung, eine höhere Risikobereitschaft und eine tief verankerte "Mobile-First"-Kultur beschleunigen dort die Adaption von Technologien, die bald auch bei uns den Markt bestimmen werden. Trend 1 aus Asien: Das "Super-App"-Ökosystem & Social Commerce 2.0 In Asien, allen voran China mit Apps wie WeChat oder Alibaba , dominieren "Super-Apps" den Alltag. In diesen geschlossenen Ökosystemen findet das digitale Leben statt: Chatten, Shoppen, Bezahlen, Dienstleistungen buchen. KI ist hier der Klebstoff, der eine nahtlose, hyper-personalisierte Customer Journey innerhalb einer einzigen Plattform ermöglicht. Live-Stream-Shopping auf Steroiden: Vergiss QVC. In Asien sind Live-Streams interaktive Events. KI-Tools analysieren Zuschauer-Kommentare in Echtzeit, um dem Influencer Vorschläge für Produkte zu machen, während Algorithmen die Preise dynamisch an die Nachfrage anpassen. KI-gesteuerter Community-Handel: KI identifiziert potenzielle Käufer mit ähnlichen Interessen und führt sie zu Gruppen zusammen, um durch gemeinsame Großeinkäufe bessere Preise zu erzielen. Was bedeutet das für dich? Auch wenn wir keine direkten WeChat-Klone haben, wachsen Plattformen wie WhatsApp und Instagram immer stärker in diese Richtung. Der Trend geht unaufhaltsam zum Conversational Commerce . Deine Kunden sind bereits in den Messengern – hol sie dort ab! Ein KI-Chatbot, der nicht nur Serviceanfragen beantwortet, sondern proaktiv Produkte vorschlägt und Verkäufe abschließt, ist der erste, entscheidende Schritt in diese Zukunft. Trend 2 aus den USA: "Agentic AI" und autonome Marketing-Kampagnen Im Silicon Valley geht der Trend von der Unterstützung durch KI zur Autonomie . Sogenannte "Agentic AI" sind KI-Systeme, die nicht nur Befehle ausführen, sondern selbstständig Ziele verfolgen, Strategien entwickeln und Kampagnen umsetzen. Der autonome Marketing-Manager: Statt zu sagen: "Erstelle 10 Social-Media-Posts", lautet das Ziel: "Erhöhe die Leads für Produkt Y um 15 % im nächsten Quartal." Der KI-Agent analysiert daraufhin autonom den Markt, die Zielgruppe und die Performance. Er entscheidet selbst, ob er Blogartikel schreibt, Google Ads schaltet oder eine E-Mail-Kampagne startet. Er führt diese Aufgaben aus, überwacht die Ergebnisse und optimiert seine Strategie in Echtzeit. Was bedeutet das für dich? Dieser Trend ist technologisch anspruchsvoll, wird aber deine Rolle als Marketer radikal verändern. Deine Aufgabe wird es sein, diese Agenten zu orchestrieren, die richtigen Ziele (OKRs) zu definieren und die ultimative strategische Kontrolle zu behalten. Du kannst dich vorbereiten, indem du deine Dateninfrastruktur zentralisierst (z.B. mit einer Customer Data Platform). Nur mit einer sauberen, zugänglichen Datenbasis können zukünftige KI-Agenten fundierte Entscheidungen treffen. Trend 3 aus USA & Asien: KI-Influencer und die Ära der synthetischen Medien Virtuelle, KI-generierte Influencer wie Lil Miquela (USA) oder Ayayi (China) sind Superstars mit Millionen von Followern und Verträgen mit globalen Luxusmarken. Sie sind die Vorboten einer Revolution in der Content-Erstellung. Perfekte Markenbotschafter: KI-Influencer sind 24/7 verfügbar, frei von Skandalen und können visuell und charakterlich perfekt auf eine Marke zugeschnitten werden. Für Marken wird es immer einfacher und günstiger, eigene synthetische Persönlichkeiten zu erschaffen. Dynamisch personalisierte Werbung: Stell dir vor, ein Kunde sieht auf deiner Webseite nicht ein Standard-Model, sondern eine KI-generierte Person, die seinen demografischen Merkmalen und Stilvorlieben entspricht und das Produkt auf eine Weise präsentiert, die bei ihm persönlich am besten ankommt. Was bedeutet das für dich? In einem Markt, der Authentizität hoch bewertet, liegt der Schlüssel in der Transparenz und Kreativität. Statt echte Menschen zu ersetzen, können KI-Avatare als Fantasiefiguren, futuristische Botschafter oder in Branchen wie Gaming und Tech eingesetzt werden, wo Künstlichkeit Teil des Narrativs ist. Die Technologie dahinter ist jedoch universell einsetzbar: für skalierbare, personalisierte Video-Tutorials oder dynamische Werbemittel, die in Dutzenden Sprachen und Varianten ohne neuen Videodreh erstellt werden können. Das veränderte Nutzerverhalten: Höhere Erwartungen in einer KI-geprägten Welt Die allgegenwärtige Präsenz von KI formt unweigerlich die Erwartungshaltung und das Verhalten der Nutzer. Wer heute mit Netflix, Amazon und Spotify interagiert, erwartet ein ähnliches Maß an Personalisierung und Voraussicht von allen digitalen Diensten. Gibt es dazu schon Studien? Ja. Während umfassende Langzeitstudien noch in Arbeit sind, zeigen aktuelle Erhebungen klare Tendenzen: Erwartung an sofortige und relevante Antworten: Eine Studie von internetwarriors zu Googles AI Overviews zeigt, dass Nutzer bereits bei einem signifikanten Teil ihrer Suchen auf KI-generierte Zusammenfassungen stoßen. Dies trainiert sie darauf, direkte Antworten statt nur einer Liste von Links zu erwarten. Das klassische "Suchen und Klicken" wird zunehmend durch ein "Fragen und Erhalten" ersetzt. Wachsende Nutzung von KI-Assistenten: Eine Studie des bidt (Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation) von 2024 zeigt, dass die Nutzung von generativer KI in Deutschland, insbesondere bei jüngeren Altersgruppen, fest im Alltag verankert ist. Dieses an KI-Dialoge gewöhnte Nutzerverhalten KI überträgt sich auf die Erwartungen an Marken. Geduldsschwelle sinkt: In einer Welt, in der KI-Bedürfnisse antizipiert, sinkt deine Toleranz für irrelevante Werbung, komplizierte Check-out-Prozesse oder langsame Webseiten. Die Customer Journey KI wird fragmentierter, aber auch schneller. Nutzer springen rascher ab, wenn ihre Erwartungen nicht in Echtzeit erfüllt werden. Der Wandel des Marketers: Vom Spezialisten zum KI-Dirigenten Die KI nimmt dir nicht die Arbeit weg – sie verändert sie fundamental. Repetitive, manuelle Aufgaben werden automatisiert, was dir Kapazitäten für die Bereiche freisetzt, in denen der Mensch unersetzlich ist: Strategie, Kreativität und Empathie. So musst du dich auf die heutige Situation einstellen: Entwicklung von Datenkompetenz: Du musst kein Data Scientist werden, aber du musst lernen, Daten zu interpretieren, die richtigen Fragen an die KI zu stellen und die Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. Das Verständnis für die Funktionsweise von Algorithmen ist entscheidend. Fokus auf strategische Planung: Anstatt manuell A/B-Tests aufzusetzen, wird deine Aufgabe darin bestehen, die strategischen Ziele vorzugeben, die die KI dann durch unzählige Tests zu erreichen versucht. Du definierst das "Was" und "Warum", die KI optimiert das "Wie". Meister der Kreativität und des Storytellings: In einer Welt des KI-generierten Contents wird menschliche Kreativität zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. Emotionale, authentische Geschichten und starke Markenidentitäten können (noch) nicht von einer KI erschaffen werden. Prompt Engineering als neue Fähigkeit: Die Qualität des Outputs einer generativen KI hängt direkt von der Qualität des Inputs (Prompts) ab. Du musst lernen, präzise und kontextreiche Anweisungen zu formulieren, um die bestmöglichen Ergebnisse von KI-Tools zu erhalten. Lebenslanges Lernen: Die Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz ist rasant. Die Bereitschaft, dich kontinuierlich weiterzubilden und neue Tools und Methoden zu adaptieren, ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. Fazit: Die Zukunft des Marketings ist eine Symbiose aus Mensch und Maschine Das Marketing im Zeitalter der KI ist keine dystopische Zukunftsvision, in der Algorithmen die Kontrolle übernehmen. Es ist vielmehr eine aufregende neue Realität voller Chancen. Die künstliche Intelligenz befreit uns von zeitraubenden Routineaufgaben und gibt uns Werkzeuge an die Hand, um unsere Kunden besser zu verstehen und relevanter mit ihnen zu interagieren als je zuvor. Der Erfolg wird denen gehören, die diese neue Technologie nicht als Bedrohung, sondern als Partner begreifen. Die Gewinner werden die Marketer sein, die ihre menschlichen Stärken – strategisches Denken, Kreativität, Empathie und kritisches Urteilsvermögen – mit der analytischen Kraft, der Geschwindigkeit und der Skalierbarkeit der KI kombinieren. Bei internetwarriors sehen wir diese Zukunft als Gestaltungsauftrag. Begleite uns auf dieser spannenden Reise und gestalte mit uns gemeinsam die Zukunft des Marketings.
LLM Content-Fokus: Was ChatGPT, Perplexity und Gemini bevorzugen
21.08.2025

Nadine
Wolff
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Normale Suchmaschinenoptimierung war gestern – heute geht es zusätzlich darum, Inhalte so zu gestalten, dass sie auch von Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Perplexity und Google Gemini gefunden, verstanden und in Antworten integriert werden. Wer in KI-generierten Ergebnissen als Quelle genannt wird, profitiert nicht nur von Markenbekanntheit, sondern oft auch von wertvollen Backlinks. Doch jedes LLM hat eigene Schwerpunkte, wenn es um die Auswahl von Content geht. In diesem Artikel erfährst du, wie diese drei Modelle arbeiten und wie du deine Inhalte auf ihre Vorlieben abstimmen kannst. Die drei LLMs im Überblick Bevor wir in konkrete Taktiken einsteigen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Arbeitsweise der Modelle. Jedes LLM bewertet Inhalte nach eigenen Kriterien. ChatGPT punktet vor allem bei klar strukturierten Erklärungen, Perplexity legt sehr viel Wert auf Aktualität und Quellen, Gemini verwendet starke Signale aus dem Google Index und bevorzugt strukturierte sowie multimediale Inhalte. Diese Unterschiede bestimmen, welche Inhalte du priorisieren solltest. ChatGPT – Kreativer & dialogischer Content ChatGPT ist besonders stark darin, Inhalte in einer natürlichen, menschlich klingenden Sprache wiederzugeben. Es bevorzugt Texte, die leicht zu lesen sind, klare Erklärungen bieten und in einer logischen Struktur aufgebaut sind. Bevorzugte Inhalte: Storytelling, anschauliche Beispiele, Schritt-für-Schritt-Erklärungen Stil: dialogisch, zugänglich, für eine breite Leserschaft verständlich Datenquelle: Hauptsächlich Trainingsdaten, in der Pro-Version mit Webzugriff Erfolgsfaktor: Evergreen-Content, der auf vielen vertrauenswürdigen Seiten erwähnt wird, hat bessere Chancen, im Modell zu landen Perplexity – Recherche, Quellen, Aktualität Perplexity ist ein LLM mit integriertem Echtzeit-Webzugriff. Das Besondere: Es zeigt immer Quellen an und verlinkt diese direkt. Bevorzugte Inhalte: Aktuelle Studien, Statistiken, Fachartikel, präzise Analysen Stil: sachlich, faktenbasiert, prägnant Datenquelle: Live-Internetsuche + strukturierte Quellen Erfolgsfaktor: Klare Quellenangaben, Veröffentlichungsdatum, Autor, Impressum – und Inhalte, die direkt auf die gestellte Frage eingehen Extra-Tipp: FAQ-Formate und How-To-Anleitungen sind besonders sichtbar, da Perplexity Antworten oft in Q&A-Struktur präsentiert Google Gemini – Multimodal & SEO-getrieben Gemini ist stark mit dem Google-Ökosystem verknüpft und nutzt klassische Suchdaten, um Inhalte in KI-Antworten einzubinden. Zusätzlich kann es Text, Bild, Video und Audio kombinieren. Bevorzugte Inhalte: SEO-optimierte Artikel, Rich Snippets, strukturierte Daten (Schema.org) Stil: informativ, gut gegliedert, mit visuellen Elementen wie Infografiken oder Tabellen Datenquelle: Google Search Index + multimodale Analyse Erfolgsfaktor: Inhalte, die bereits im organischen Google-Ranking gut abschneiden, haben deutlich bessere Chancen, auch in Gemini zu erscheinen Content-Schwerpunkte im direkten Vergleich Zwischen den Modellen gibt es deutliche Unterschiede. ChatGPT bevorzugt lesefreundliche Erklärungen, Perplexity verlangt Aktualität und Quellen, Gemini honoriert SEO Struktur und Medienvielfalt. Nutze diese Matrix als Leitplanke für deinen Redaktionsplan. Kriterium ChatGPT Perplexity Google Gemini Art des Contents Erklärtexte, Beispiele, Storytelling Fachartikel, Daten, Primärquellen SEO strukturierte Artikel, Medienmix Aktualität eher Evergreen sehr hoch hoch, orientiert am Google Index Quellen indirekt über Trainingsdaten direkte, sichtbare Verlinkungen Google Signale, Rich Results, Markup Format Fließtext, Q and A Abschnitte FAQ, How to, Tabellen, Listen H2 H3 Struktur, Schema.org, Multimedia Sprache dialogisch, zugänglich sachlich, präzise informativ, suchintenzionsorientiert Optimierungsstrategien pro LLM Auch wenn sich Best Practices überschneiden, lohnt der Fokus auf die spezifischen Vorlieben der Modelle. So holst du mehr Mentions und Links heraus. Für ChatGPT optimieren Starte jeden zentralen Abschnitt mit der wichtigsten Antwort, gefolgt von kurzen Begründungen und mindestens einem Beispiel. Erkläre Fachbegriffe in eigener Sprache, ergänze eine kompakte Definition und verlinke bei Bedarf auf weiterführende interne Seiten. Struktur ist entscheidend. Nutze klare H2 und H3, formuliere häufige Nutzerfragen als Zwischenüberschrift und beantworte sie direkt im ersten Absatz darunter. Ergänze praxisnahe Beispiele, Checklisten und kleine Schrittfolgen. So erhöht sich die Chance, dass Passagen als fertige Antwort genutzt werden Für Perplexity optimieren Baue ein sauberes Quellenkonzept. Nenne Primärquellen, setze Zitate sparsam, aber präzise, und versieh Zahlen mit Link und Datum. Setze zu Beginn eines Artikels eine kurze Zusammenfassung mit drei bis fünf Kernaussagen. Markiere Veröffentlichungsdatum, Autor und Unternehmensangaben gut sichtbar. Aktualisiere Inhalte regelmäßig. Pflege einen FAQ Block mit echten Nutzerfragen und prägnanten Antworten von 40 bis 80 Wörtern. Füge Tabellen mit wichtigen Kennzahlen ein. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, direkt verlinkt zu werden. Ergänzend kannst du tieferführende Ressourcen bündeln und als Ressourcen Abschnitt am Ende bereitstellen. Für Gemini optimieren Setze auf saubere Onpage Grundlagen. Optimiere Title und Meta Description, richte eine klare Überschriftenhierarchie ein und nutze Schema.org Markup. Baue interne Links mit sprechendem Ankertext zu themennahen Seiten auf, zum Beispiel zu Ratgeberbeiträgen oder Leistungsseiten. Erstelle Medien, die Verständnis fördern, etwa eine Infografik mit Prozessschritten oder eine Tabelle mit Pros und Contras. Achte auf E-E-A-T Signale. Ein Autorenprofil mit Qualifikation, Referenzen und Kontakt schafft Vertrauen. Beispiele für Content Elemente, die LLMs mögen Kurze Definition zu Beginn, maximal zwei Sätze, direkt auf die Frage bezogen. Erklärungsteil mit einem Beispiel aus der Praxis. Mini Checkliste mit drei bis fünf Punkten, die eine Aufgabe lösbar macht. Tabelle mit Kriterien, etwa Vergleich von Methoden, Kosten oder Risiko. FAQ Bereich mit drei bis sieben echten Fragen. Diese Bausteine lassen sich in Blogposts, Leistungsseiten und Wissensartikeln verwenden. In Online Shops funktionieren sie auch auf Kategorieseiten als ergänzender Ratgeber. Häufige Fehler, die Mentions verhindern Einer der häufigsten Fehler ist eine unklare Struktur, bei der Nutzer*innen nicht sofort eine direkte Antwort am Beginn eines Abschnitts finden. Auch fehlende Quellen oder der Einsatz veralteter Zahlen wirken sich negativ auf die Glaubwürdigkeit aus. Wenn ein Thema zu breit gefasst auf nur einer einzigen Seite behandelt wird, sinkt die Relevanz und damit die Chance auf eine Erwähnung. Fehlen zudem Veröffentlichungsdatum und Autor, entsteht weniger Vertrauen in den Inhalt. Ebenso kann eine fehlende interne Verlinkung dazu führen, dass wichtige Kontextsignale ausbleiben und der Content von LLMs nicht als besonders relevant eingestuft wird. Um diese Hürden zu vermeiden, solltest du bestehende Inhalte regelmäßig prüfen, strukturiert aufbereiten und gezielt aktualisieren. Fazit Die Optimierung für LLMs ist keine Zukunftsmusik – sie ist bereits heute entscheidend, um in der neuen Suchwelt sichtbar zu bleiben. ChatGPT bevorzugt leicht verständliche, kreative und gut erklärte Inhalte Perplexity setzt auf aktuelle, faktenbasierte und quellengestützte Inhalte Gemini greift auf SEO-starken, strukturierten und multimedialen Content zurück Die Anforderungen von ChatGPT, Perplexity und Gemini unterscheiden sich – doch mit der richtigen Strategie kannst du in allen drei Modellen punkten. Wir unterstützen dich dabei, Inhalte zu entwickeln, die nicht nur von Suchmaschinen, sondern auch von KI-Systemen gefunden, erwähnt und verlinkt werden. Nimm jetzt Kontakt auf. FAQ – Häufige Fragen zum Content-Fokus Wie erkenne ich, ob mein Content in LLMs erwähnt wird? Bei Perplexity einfach – dort werden Quellen verlinkt. Bei ChatGPT und Gemini kannst du dies durch gezielte Abfragen testen oder über Monitoring-Tools verfolgen. Muss ich für jedes LLM separat optimieren? Ja, da die Modelle unterschiedliche Schwerpunkte haben. Es gibt jedoch Überschneidungen, z. B. bei klarer Struktur und hoher Quellenqualität. Wie oft sollte ich Content aktualisieren? Für Perplexity und Gemini regelmäßig, da Aktualität ein entscheidender Faktor ist. Evergreen-Inhalte für ChatGPT sollten ebenfalls gepflegt werden.
Der AIO- & GEO-Plattformen-Report 2025
13.08.2025

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Die digitale Marketingwelt steht vor ihrem größten Umbruch seit der Einführung des Mobile-First-Indexings. Künstliche Intelligenz, insbesondere in Form von generativen Antwortmaschinen, definiert die Spielregeln der Online-Sichtbarkeit neu. In diesem umfassenden Report analysieren wir die Landschaft der AI Tools , die speziell für diese neue Ära entwickelt wurden, und geben Ihnen einen strategischen Kompass an die Hand, um in der Welt der Generative Engine Optimization (GEO) nicht nur zu bestehen, sondern zu gewinnen. Kritische Bewertung und Einordnung der AI Tools Bei der Einarbeitung der neuen Tools wurde eine kritische Bewertung vorgenommen. Tools wie Superlines, Rankscale.ai, Kai, ALLMO.ai, Quno, Finseo, Scrunch, SEOMonitor, Ayzeo, LLM Pulse (Generative Pulse), Deepserp, AI Peekaboo und Evertune wurden als relevante GEO-Monitoring-, Content- oder Hybrid-Plattformen identifiziert und in die entsprechenden Abschnitte des Reports integriert. Andere genannte Tools wurden nach sorgfältiger Prüfung bewusst ausgeschlossen, da sie nicht dem Kernfokus der KI-Sichtbarkeitsanalyse entsprechen: Behamics ist eine E-Commerce-Revenue-Plattform, Advanced Web Ranking ein traditioneller Rank-Tracker ohne explizite GEO-Funktionen, 'Am I on AI'-Tools sind KI-Inhaltsdetektoren (die prüfen, ob ein Text von einer KI geschrieben wurde, nicht was eine KI über eine Marke schreibt). Diese Differenzierung stellt sicher, dass der Report sich ausschließlich auf die für die Generative Engine Optimization relevantesten und direktesten Lösungen konzentriert. Der Paradigmenwechsel im digitalen Marketing: Generative Engine Optimization Das Aufkommen der Generative Engine Optimization (GEO) stellt den bedeutendsten Paradigmenwechsel im digitalen Marketing seit der Einführung des Mobile-First-Indexings dar. Dieser Report bietet eine umfassende Analyse des GEO-Tool-Marktes, der Prognosen zufolge bis 2031 ein Volumen von 7,3 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Er beschreibt detailliert die Zweiteilung des Marktes in etablierte SEO-Anbieter (SE Ranking, Semrush) und spezialisierte Start-ups (Profound, Otterly.ai), bewertet deren Fähigkeiten und liefert einen strategischen Rahmen für die Implementierung. Die zentrale Erkenntnis ist, dass die Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten nicht länger optional ist; sie ist eine kritische, messbare und optimierbare Komponente der modernen Markenstrategie. Das neue Suchparadigma – Generative Engine Optimization (GEO) verstehen Dieser Teil schafft den strategischen Kontext, indem er den Wandel von der traditionellen SEO zur Optimierung für KI-gesteuerte Antwortmaschinen definiert. Er macht die Leser*innen mit der neuen Terminologie, den Prinzipien und den technischen Anforderungen vertraut, die notwendig sind, um in dieser sich entwickelnden Landschaft wettbewerbsfähig zu sein. Definition der Post-SEO-Landschaft: Von Suchmaschinen zu Antwortmaschinen Der grundlegende Wandel im digitalen Suchverhalten ist ein Übergang von einer Liste von Links (Search Engine Results Pages, SERPs) zu synthetisierten, konversationellen Antworten, die von generativen KI-Modellen bereitgestellt werden. Diese Entwicklung verändert die Customer Journey und die Ziele der Optimierung grundlegend. Während sich die traditionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf das Erzielen von Klicks konzentrierte, zielt die Generative Engine Optimization (GEO) darauf ab, Zitate in den Antworten der KI zu erhalten und die Darstellung der eigenen Marke innerhalb dieser Antworten zu beeinflussen. Die aktuelle Marktlandschaft ist von einer Vielzahl sich überschneidender Begriffe geprägt. Für die Klarheit dieses Reports werden die folgenden Arbeitsdefinitionen etabliert: AIO (Artificial Intelligence Optimization): Dies ist der breiteste Begriff, der sich oft darauf bezieht, Inhalte für Maschinen lesbar zu machen. AEO (Answer Engine Optimization): Ein spezifischerer Begriff, der sich auf die Strukturierung von Inhalten konzentriert, um direkte Fragen zu beantworten. Dies zielt auf Featured Snippets, „People Also Ask“-Boxen (PAA) und die Sprachsuche ab. GEO (Generative Engine Optimization): Dies ist der aktuellste und relevanteste Begriff. Er umfasst die ganzheitliche Praxis der Optimierung von Inhalten und Markensignalen, um in KI-generierten Antworten von Plattformen wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews zu erscheinen. Dieser Report wird GEO als primären Überbegriff verwenden. Dieser Wandel ist nicht nur theoretischer Natur. Die Datenlage bestätigt die Dringlichkeit und Bedeutung des Themas. Im März 2025 lösten bereits 13 % aller Google-Suchanfragen eine KI-Übersicht (AI Overview) aus – ein Anstieg von 72 % gegenüber dem Vormonat. Darüber hinaus prognostiziert Gartner, dass das Volumen der traditionellen Suchmaschinennutzung bis 2026 um 25 % und bis 2028 um 50 % oder mehr zurückgehen wird, da die Nutzer*innen zunehmend auf KI-Assistenten umsteigen. Die Koexistenz mehrerer konkurrierender Akronyme für ein ähnliches Konzept ist ein klassisches Anzeichen für einen aufstrebenden, sich schnell entwickelnden Markt. Dies deutet nicht auf ein Versäumnis im Marketing hin, sondern ist vielmehr ein Beleg dafür, dass sich die Praxis der KI-Optimierung schneller verfestigt, als sich die Branche auf einen einheitlichen Namen einigen kann. Kernprinzipien von GEO: Ein strategischer Rahmen für KI-Sichtbarkeit Die Formalisierung von GEO als Konzept in der akademischen Forschung liefert eine rigorose theoretische Grundlage. Eine der zentralen Erkenntnisse ist, dass die Einbeziehung von Zitaten, Anführungszeichen und Statistiken die Sichtbarkeit einer Quelle in KI-Antworten um über 40 % steigern kann. Die E-E-A-T-Prinzipien von Google (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) sind für GEO von überragender Bedeutung. KI-Modelle sind explizit darauf ausgelegt, glaubwürdige Quellen zu priorisieren. GEO erfordert zudem einen Wandel von isolierten Keywords hin zum Aufbau thematischer Autorität um Entitäten (Personen, Produkte, Konzepte). Eine entscheidende Taktik ist das Erlangen von nicht verlinkten Markennennungen (Co-Citations) in maßgeblichen Inhalten. Metrik Traditionelle SEO Generative Engine Optimization (GEO) Primäres Ziel Ranking auf der SERP Zitiert werden in der KI-Antwort Kerneinheit der Optimierung Webseite Marke/Entität Schlüsseltaktiken Keyword-Optimierung, Backlinking Semantische Strukturierung, E-E-A-T-Signale, Co-Zitate Primäre KPIs Organischer Traffic, Keyword-Rankings Share of Voice, Erwähnungshäufigkeit, Sentiment Inhaltsfokus Langform-Artikel Snippet-fähige, strukturierte Antworten Autoritätssignale Domain Authority, Backlinks Expertenzitate, Datenzitate, Bewertungen Die technische Grundlage: Die entscheidende Rolle von KI-freundlichem Schema und llms.txt Schema-Markup ist die wesentliche Infrastruktur, die Inhalte für KI-Systeme lesbar macht. Es liefert expliziten Kontext und hilft der KI, Fakten von Füllmaterial zu unterscheiden. Best Practices für KI-sichtbares Schema: Verwendung von JSON-LD: Das von Google bevorzugte Format. Priorisierung wichtiger Schema-Typen: Organization, Product, FAQPage, HowTo und Article sind besonders wirkungsvoll. Abbildung realer, sichtbarer Inhalte: Kein Schema für unsichtbare Inhalte hinzufügen. Vollständigkeit und Genauigkeit: Weniger, aber dafür vollständige Eigenschaften sind besser als viele unvollständige. Die Datei llms.txt entwickelt sich zum neuen Standard – vergleichbar mit der robots.txt – um LLMs klare Vorgaben zur Nutzung der Website-Inhalte zu geben. Sie lässt sich einfach mit kostenlosen Online-Tools oder WordPress-Plugins wie AIOSEO erstellen. Die robots.txt hingegen sollte unbedingt von erfahrenen SEOs eingerichtet werden, da schon kleine Fehler im schlimmsten Fall dazu führen können, dass LLMs komplett vom Zugriff ausgeschlossen werden. Marktanalyse und Zukunftsaussichten Dieser Teil bietet eine Makroperspektive auf den GEO-Markt, analysiert seine Größe, Wachstumstreiber und zukünftige Entwicklung. Marktlandschaft: Dimensionierung der GEO-Chance und Wachstumsprognosen Der globale Markt für Generative Engine Optimization (GEO) Services wurde 2024 mit 886 Millionen US-Dollar bewertet und wird voraussichtlich bis 2031 auf 7,318 Milliarden US-Dollar anwachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 34,0 % entspricht. Dieses Wachstum wird durch die schnelle Akzeptanz von KI-gestützter Suche durch die Nutzer*innen angetrieben. Die Diskrepanz zwischen den Wachstumsraten des GEO-Marktes (34,0 % CAGR) und des traditionellen AI SEO Tools -Marktes (12,6 % CAGR) signalisiert eine Marktdisruption. Budgets werden wahrscheinlich von traditionellen Kanälen umgeschichtet. Wer nicht in GEO investiert, riskiert aktiv die Erosion seiner bestehenden Suchsichtbarkeit. Investitionen & Innovation: Ein Blick auf das GEO-Startup-Ökosystem Das hohe Wachstumspotenzial hat erhebliches Risikokapital angezogen und zur Entstehung spezialisierter Start-ups wie Profound, Otterly.ai und BrandBeacon geführt. Diese Unternehmen sind von Grund auf für GEO konzipiert und treiben Innovationen in Bereichen voran, die für das AI Search Monitoring und die AI search tracking entscheidend sind, wie Echtzeit-Markenüberwachung in LLMs und Sentiment-Analyse von KI-Antworten. Die Zukunft der digitalen Entdeckung: Expertenperspektiven Experten sind sich einig: Der Wandel ist unumkehrbar. Eine der zentralen Herausforderungen ist die Messung von GEO-Erfolgen. Traditionelle Metriken verlieren an Relevanz. Neue KPIs wie die AI Search Visibility , der Share of Voice und die Zitationshäufigkeit etablieren sich. LLMs liefern „Meinungen, keine Listen“. Wenn eine Marke nicht unter den ersten Nennungen ist, ist sie praktisch unsichtbar. Vergleichende Analyse von AIO/GEO-Sichtbarkeitsplattformen Dies ist der Kern des Reports: ein detaillierter, funktionsbasierter Vergleich der wichtigsten AI Tools auf dem Markt. Bewertungsrahmen: Schlüsselmetriken und -fähigkeiten Um die Tools fair zu bewerten, haben wir einen Rahmen mit folgenden Kriterien definiert: LLM- & Plattform-Abdeckung: Welche KI-Engines werden überwacht? Kern-Sichtbarkeitsmetriken: Was wird gemessen? (z. B. Share of Voice, Sentiment) Wettbewerbsanalyse: Wie gut werden Wettbewerber verfolgt? Daten- & Analysefähigkeiten: Wie werden die Daten verarbeitet? Handlungsorientierung & Workflow: Hilft das Tool bei der Umsetzung? Benutzerfreundlichkeit & Zielgruppe: Für wen ist es gedacht? Preisgestaltung & Wert: Wie ist die Kostenstruktur? Die Etablierten: Wie sich SEO-Suiten an die KI-Ära anpassen Diese Akteure nutzen ihre bestehende Infrastruktur, um in den GEO-Markt einzutreten. SE Ranking AI Visibility Tracker: Eine All-in-One-Plattform, die traditionelles SEO und GEO kombiniert. Ideal für SEO-Profis und Agenturen, die eine integrierte Lösung suchen. Semrush AIO: Eine Enterprise-Lösung mit Fokus auf groß angelegtes Benchmarking und unübertroffener Datentiefe. SEOMonitor: Speziell für Agenturen entwickelt, um Workflows mit KI-gestützten Tools zu optimieren. Die Herausforderer: Ein tiefer Einblick in dedizierte GEO-Monitoring-Start-ups Diese Kategorie repräsentiert die "reinen" GEO-Plattformen, die oft innovativer und agiler sind. Profound: Eine Premium-Lösung für Unternehmen mit Echtzeit-Einblicken und erweiterten Funktionen wie dem "Conversation Explorer". Otterly.ai: Ein österreichisches Start-up mit starkem Fokus auf Markensicherheit und Risikomanagement. Peec AI: Eine spezialisierte Plattform für globale Unternehmen mit mehrsprachiger und länderübergreifender Unterstützung. Rankscale.ai: Bietet eine intuitive Benutzeroberfläche und KI-generierte Vorschläge zur Content-Optimierung auf URL-Ebene. Scrunch: Fokussiert auf die Optimierung der KI-Customer-Journey, inklusive Journey-Mapping und Persona-basiertem Prompting. ... und viele weitere, die in der Vergleichstabelle detailliert aufgeführt sind. Die große Vergleichstabelle der GEO-Tools Tool Strategischer Fokus Abgedeckte LLMs Abgedeckte LLMs Preismodell Ideales Nutzerprofil SE Ranking Integrierte SEO + GEO Google AIO, ChatGPT, Perplexity, Gemini Erwähnungen, Links, SoV Abonnement (Teil der SEO-Pläne) SEO-Profis, Agenturen, KMUs Semrush AIO Enterprise Monitoring Google AIO, ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini Erwähnungen, Sentiment Abonnement (Enterprise-Fokus) Große Unternehmen, E-Commerce-Marken SEOMonitor Agentur-Workflow-Automatisierung Google AIO, ChatGPT, Gemini AIO-Sichtbarkeit, GEO-Tracking Abonnement (ab 99 €/Monat) SEO- und Digital-Marketing-Agenturen Profound Enterprise GEO Intelligence ChatGPT, Perplexity, Gemini, Copilot, Claude Erwähnungen, Zitate, SoV, Sentiment Premium-Abonnement ($499+) Enterprise-Marken, datengetriebene Agenturen Otterly.ai KMU-Markensicherheit ChatGPT, Perplexity, Google AIO Rankings, Zitate, Brand-Safety-Warnungen Gestaffeltes Abonnement ($29+) PR-Teams, Marken in sensiblen Branchen Peec AI Globale GEO-Analyse ChatGPT, Perplexity, Gemini, Claude, Grok Positions-Score, Sentiment Gestaffeltes Abonnement (€90+) Internationale Unternehmen, globale Agenturen Rankscale.ai Umsetzbare GEO-Analyse ChatGPT, AIOs, Perplexity, etc. Rankings, Zitate, Sentiment Günstiges Abonnement (ab 20 €/Monat) SEOs, die schnelle Einblicke suchen Scrunch KI-Customer-Journey-Optimierung Führende LLMs (inkl. Grok, Claude) Sentiment, Wettbewerbsposition Unbekannt Agenturen, Enterprise-Marken Deepserp Technisches GEO-Audit ChatGPT, Gemini, etc. AI-Crawl-Verhalten, Zitate Abonnement (ab 99 $/Monat) Große Websites, technische SEO-Teams LLMrefs Freemium-Sichtbarkeit Wichtige LLMs LLMrefs Score, Erwähnungen Freemium ($0 / $79) Freiberufler*innen, kleine Unternehmen Die Spezialisten: Nischen-, integrierte und hybride Plattformen Diese Kategorie umfasst Tools, die GEO/AEO-Funktionen in ihre Kernangebote integriert haben. Wix AI Visibility Overview: Das erste große CMS mit einem integrierten Tool zur Verfolgung der KI-Sichtbarkeit, eine äußerst praktische Lösung für Millionen von Wix-Nutzer*innen. Content- & On-Page-Optimierungsplattformen (Rankability, Surfer SEO, etc.): Diese Gruppe konzentriert sich auf die Erstellung von Inhalten, die strukturiert und semantisch reich genug sind, um von der KI zitiert zu werden. PR-fokussierte Plattformen (LLM Pulse): Diese Lösungen zeigen auf, welche Medien und Quellen die Darstellung einer Marke in LLMs beeinflussen. Strategische Umsetzung und Empfehlungen Dieser letzte Abschnitt übersetzt die Analyse in eine umsetzbare Strategie. Auswahl der richtigen GEO-Plattform: Eine bedarfsbasierte Entscheidungsmatrix Die Wahl des richtigen Tools hängt von Ihren spezifischen Zielen ab. Nutzerprofil Primäres Ziel Top-Empfehlung(en) Alternativen Enterprise Brand Manager Umfassendes Marken-Monitoring Profound Semrush AIO, Peec AI SEO-Agentur Skalierbares Kundenmanagement SE Ranking SEOMonitor, Semrush KMU/Startup-Inhaber*in Kostengünstige Sichtbarkeitsverfolgung Otterly.ai Rankscale.ai, LLMrefs Content Marketer/Stratege Erstellung KI-optimierter Inhalte Rankability Surfer SEO, Finseo Technischer SEO Überwachung der KI-Crawlbarkeit Deepserp ALLMO.ai Aufbau einer GEO-zentrierten Content-Strategie: Vom Audit zur Umsetzung Schritt 1: Anforderungen definieren & Tools testen: Legen Sie Ihre Ziele fest und testen Sie eine Vorauswahl an Tools. Schritt 2: Baseline-Audit durchführen: Nutzen Sie ein Tool, um Ihre aktuelle KI-Sichtbarkeit zu messen und Lücken zu identifizieren. Schritt 3: Analytik integrieren: Verbinden Sie GEO-Daten mit Web-Analytics (z. B. GA4), um den ROI zu messen. Schritt 4: Technische Grundlagen implementieren: Erstellen Sie KI-freundliches Schema und eine llms.txt-Datei. Schritt 5: Content-Strategie umsetzen: Erstellen Sie strukturierte, autoritative Inhalte, die Nutzerfragen direkt beantworten. Schritt 6: Überwachen, iterieren und berichten: Verfolgen Sie die Leistung kontinuierlich und verfeinern Sie Ihre Strategie. Abschließende Analyse: Sichtbarkeit an der KI-Suchfront meistern Die Synthese der Ergebnisse zeigt: Der GO-Tool-Markt ist dynamisch und zweigeteilt,doch die zugrunde liegenden Prinzipien konzentrieren sich auf E-E-A-T und strukturiere Daten . Der Wandel von Such- zu Antwortmaschinen ist unumkehrbar, was Investitionen in diesem Bereich zu einer strategischen Notwendigkeit macht. Der erfolgreichste Ansatz wird ein hybrider sein: die Kombination aus tiefgreifenden Monitoring-Funktionen spezialisierter AI Tools und den Optimierungsfunktionen von AEO-fokussierten Plattformen. Die Gewinner*innen in der nächsten Ära des digitalen Marketings werden diejenigen sein, die die Kunst und Wissenschaft beherrschen, die glaubwürdigste, zitierfähigste und maschinenlesbarste Informationsquelle in ihrem Bereich zu sein. Bereit für die neue Suchrealität? Nutze jetzt den First-Mover-Vorteil in der Generative Engine Optimization. Wir unterstützen dich dabei, deine Marke sichtbar in KI-Antworten zu platzieren – mit fundierter GEO-Strategie, Tool-Setup und Content-Optimierung. Sprich mit unseren Expert*innen und sichere dir deine KI-Sichtbarkeit von morgen!
KI Tools für performance Marketing
26.02.2025

Yasser
Teilab
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Die Landschaft des digitalen Marketings hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Mit schnellen Fortschritten in der Datenerhebung, -analyse und Zielgruppenansprache stehen Marketer*innen vor einer wachsenden Nachfrage nach intelligenten, personalisierten Strategien. Die Datenmenge nimmt stetig zu, und die Notwendigkeit für schnelle, präzise Entscheidungen war noch nie so groß. Hier kommt Künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel – ein revolutionäres Werkzeug, das Effizienz, Genauigkeit und Kampagnenleistung erheblich steigert. Wir zeigen euch, wie wir KI nutzen, um unsere Arbeitsabläufe zu optimieren, Kunden- und Kundinnen-Insights zu verbessern und bessere Ergebnisse zu erzielen. Die Rolle von KI im Performance Marketing KI spielt im Marketing mehrere Rollen – von der Datenanalyse und Erkennung von Kundenmustern bis hin zur Automatisierung von Prozessen und KI-gestützte Kampagnen. Durch die Integration von KI-basierten Tools erreichen wir: Schnellere und präzisere Datenanalyse Optimiertes und automatisiertes Kampagnenmanagement Verbesserte Zielgruppensegmentierung und Personalisierung Genaue Vorhersagen durch KI-gestützte Kampagnen Diese Vorteile führen zu mehr Effizienz, besseren Entscheidungen und letztendlich zu höheren Marketing Renditen. Verantwortungsvolle Anwendungsmöglichkeiten KI Bevor wir uns konkreten Anwendungsmöglichkeiten von KI widmen, sind zwei Grundprinzipien zu beachten: Datenschutz & Sicherheit – Wir geben keine Kund:innendaten an KI-Tools weiter, um die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen zu gewährleisten. Qualitätskontrolle – KI kann qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern, aber wir überprüfen und optimieren diese stets, um Fehler und Unstimmigkeiten zu vermeiden. Nun sehen wir uns die praktischen Einsatzgebiete von KI im Performance Marketing an. 1. KI-gestützte Marktforschung Ein tiefgehendes Verständnis des Marktes ist entscheidend für eine erfolgreiche Kampagnenplanung. Bei neuen Kund:innen oder Projekten starten wir mit einer umfassenden Marktforschung. Neben klassischen Kund*innenbriefings, die Informationen über das Unternehmen, Produkte, den Markt und Mitbewerber*innen enthalten, nutzen wir KI-gestützte Tools wie ChatGPT und Gemini, um eine zusätzliche Marktanalyse zu erstellen. Dies hilft uns: Potenzielle Lücken in der Erforschung zu identifizieren Neue Perspektiven auf das Kundenverhalten zu gewinnen Datengetriebene Annahmen zu validieren Ein Beispiel: Wir geben die URL einer Kund*innenwebsite ein und lassen KI eine Zusammenfassung des Unternehmens, der Wettbewerber:innen und der Markttrends erstellen. Dieses Ergebnis wird mit unseren internen Analysen abgeglichen, um seine Genauigkeit zu gewährleisten. 2. Entwicklung von Marketingstrategien KI verbessert maßgeblich die Entwicklung und Verfeinerung von Marketingstrategien. Wir nutzen KI insbesondere für: Detaillierte Zielgruppenanalyse & Segmentierung – KI hilft uns, Zielgruppen basierend auf Interessen, Verhalten und demografischen Merkmalen zu gruppieren, um gezieltere Kampagnen zu gestalten. Persona-Entwicklung – Durch KI-gestützte Analysen können wir detaillierte Kundenprofile erstellen und Marketingbotschaften personalisieren. Predictive Marketing & Analytics – KI-Modelle analysieren historische Daten, um zukünftige Entwicklungen vorherzusagen, sodass wir Strategien proaktiv anpassen können. Wir arbeiten aktuell an der internen Entwicklung eines KITools für Unternehmen, das Daten aus Google Ads, META und GA4 integriert, um Conversion-Raten vorherzusagen und Budgets optimal zu verteilen. 3. Content-Erstellung Content ist das Herzstück jeder Marketingkampagne, und KI erleichtert kreative Prozesse erheblich. Keyword-Recherche & Anzeigentexte KI-basierte Tools wie ChatGPT und Copy.ai helfen uns, relevante Keywords für die Kampagnen zu generieren. Diese Tools unterstützen uns beim Verfassen von Anzeigen, sodass sie den Best Practices entsprechen und die Markenstimme beibehalten wird. Erstellung kreativer Inhalte KI-gestützte Design-Tools wie Canva AI und Adcreative.ai ermöglichen die schnelle Erstellung von Bannern und Visuals. Einige Werbeplattformen, darunter Google Ads und META, integrieren bereits KI-generierte kreative Elemente direkt in ihre Kampagnentools. Obwohl KI die Content-Erstellung beschleunigt, überprüfen und optimieren wir stets alle Inhalte, um Konsistenz und Qualität sicherzustellen. 4. Kampagnenoptimierung & -management Über Strategie und Content hinaus spielt KI eine entscheidende Rolle bei der Optimierung laufender Kampagnen. Wir haben KI-gestützte Skripte und Tools entwickelt, um: Automatische Budgetanpassungen vorzunehmen – Ein von uns entwickeltes Skript hilft, Budgets dynamisch basierend auf der Performance zu verteilen. Zum Beispiel: Brand-Kampagnen mit einer CTR oder Conversion-Rate über 10 % erhalten 20 % des neuen Budgets. Erfolgreiche Non-Brand-Kampagnen erhalten 60 % des Budgets. Schwächer performende Kampagnen erhalten die verbleibenden 20 %. Performance-Prognosen zu erstellen – KI-gestützte Vorhersagemodelle helfen uns, zukünftige Trends zu erkennen. Durch die Analyse historischer Daten können wir abschätzen, wie Kampagnen in den nächsten 60 Tagen abschneiden werden. Diese KI-basierten Tools ermöglichen eine schnellere und genauere Kampagnenoptimierung als herkömmliche manuelle Methoden. Fazit: KI revolutioniert weiterhin das digitale Marketing und hilft Unternehmen, mit der steigenden Komplexität datengetriebener Kampagnen Schritt zu halten. Trotz aller Vorteile müssen Datenschutz und die Qualität der generierten Inhalte stets gewährleistet sein. Durch die Integration von KI in Marktforschung, Strategieentwicklung, Content-Erstellung und Kampagnenmanagement steigern wir unsere Effizienz und erzielen bessere Ergebnisse. Doch KI ersetzt keine menschliche Expertise – sie ergänzt sie, indem sie uns intelligenter arbeiten lässt. Interessiert an den Möglichkeiten von KI für Ihr Unternehmen? Kontaktieren Sie uns für individuelle Lösungen und lassen Sie uns gemeinsam Ihre Marketingstrategien optimieren!
Künstliche Intelligenz (KI) und der Datenschutz: Probleme & Lösungsansätze
23.10.2023

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz gehört zu den spannendsten digitalen Themen dieser Zeit. Neue Entwicklungen und Anwendungen erleichtern Unternehmen die Arbeit, zum Beispiel durch Automatisierung von Prozessen, etwa in der Leadgenerierung oder der Contentproduktion, sie bringen jedoch auch rechtliche Fallstricke mit sich. Die Sammlung und Verarbeitung von Informationen, die personenbezogene Daten enthalten können, muss immer unter dem Aspekt des Datenschutzes kritisch betrachtet werden. Ein Überblick über mögliche Probleme und Lösungen. Anmerkung: Dieser Artikel bietet einen Einstieg ins Thema und möchte dafür sensibilisieren, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine rechtliche Beratung durch Fachpersonen, die sich mit dem Thema KI und Datenschutz auskennen. Wie funktioniert Künstliche Intelligenz? Die Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz ist komplex, vereinfacht gesagt soll mit Hilfe von KI-Systemen menschliche Intelligenz simuliert werden. Ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz ist das sogenannte Machine Learning (maschinelles Lernen), das mit Hilfe der eingespeisten Daten und einem Algorithmus in der Lage ist zu lernen. Die Basis sind also Informationen und Algorithmen bzw. ein mathematisches Modell, das das menschliche Gehirn simulieren soll. Woher stammen die Daten und Informationen, mit denen KI gefüttert wird? Welche Daten konkret genutzt wurden, um die KI-Anwendung zu trainieren, hängt vom System ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Chat GPT zum Beispiel greift auf frei verfügbare Informationen zurück, etwa von Wikipedia, aus digital verfügbaren Büchern und frei zugänglichen Texten aus dem Internet. Zudem lernt der Chatbot aus den „Unterhaltungen“, die er mit Usern führt. Welche Rechts- und Datenschutz-Probleme können bei dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz auftreten? Mit dem Thema Datenschutz und Künstliche Intelligenz beschäftigen sich Datenschutzbeauftragte und Behörden schon seit Jahren. Bereits 2019 legte die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) ein Positionspapier vor, in dem sie technische und organisatorische Maßnahmen für eine datenschutzkonforme Gestaltung von KI-Systemen empfiehlt. Im Frühjahr 2022 veröffentlichte die französische Datenschutzbehörde CNIL zwei Leitfäden für die datenschutzrechtlichen Anforderungen und Bewertung von KI-Systemen. Eines der bekanntesten KI-Tools ChatGPT wurde in diesem Frühjahr zunächst von italienischen Datenschutzbehörden verboten und nach einer Erklärung des Anbieters wieder für die Nutzung in Italien erlaubt. Die Beispiele zeigen, dass sich bereits seit mehreren Jahren die Behörden verschiedener Länder damit auseinandersetzen, welche Probleme KI-Tools mit sich bringen können und ob sie sich datenschutzkonform nutzen lassen. Das Thema Datenschutz muss dann genauer betrachtet werden, wenn KI-Tools nicht-öffentliche persönliche Daten nutzen, zum Beispiel Kundendaten oder Informationen über Mitarbeitende. Zu den sensiblen personenbezogenen Daten gehören Namen, Adressen und Telefonnummern. Der Verarbeitung dieser Daten und dem Interesse des Unternehmens daran steht dem Recht auf informelle Selbstbestimmung der betroffenen Personen gegenüber. Bei besonders sensiblen Daten wie Gesundheitsdaten ist der rechtliche Rahmen übrigens noch strenger. Heikel wird es auch dann, wenn sensible, nicht-öffentliche Informationen innerhalb einer Anfrage in ein KI-System eingespeist werden, nicht wissend, dass diese genutzt werden und möglicherweise anderen Usern bei ihrer Anfrage offenbar werden könnten. Ein Beispiel ist die Aufgabe, vertrauliche Notizen aus einem Meeting zusammenzufassen oder Personendaten nach einem bestimmten Kriterium auszuwerten. KI und DSGVO Für die DSGVO relevant ist die Verarbeitung von Daten mit Personenbezug, beispielsweise die Nutzung von Datensätzen mit Personeninformationen oder die Verknüpfung des KI-Tools mit Kommunikationskanälen wie einem E-Mail-Programm. Es gilt auch hier das Grundprinzip der Datensparsamkeit: persönliche Daten dürfen nur in dem Maße erhoben und verarbeitet werden, wie für das Ziel erforderlich sind. Unnötige Sammlungen von Daten sind zu vermeiden. Im Zweifelsfall ist es auch sinnvoll nachweisen zu können, warum der Einsatz von KI bei der Verarbeitung dieser Daten notwendig ist. Personen, deren Daten verwendet werden, sollten darüber aufgeklärt werden (zum Beispiel über die Datenschutzerklärung), welche Daten erhoben werden, wie diese verwendet werden und wer Zugriff auf diese hat. Einen Unterschied in der rechtlichen Bewertung macht auch, ob diese Daten anonymisiert werden und ob die Daten ausreichend geschützt sind, zum Beispiel durch Verschlüsselung. KI und Urheberrecht Weniger diskutiert, aber dennoch relevant ist die Urheberrechtsfrage bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz. Durch KI erzeugte Werke sind nicht vom Urheberrecht geschützt, da sie nicht von Menschen geschaffen wurden, doch was ist mit den Inhalten, die KI-Anwendungen nutzen, um daraus neue Inhalte zu generieren? Diskutiert wird zum Beispiel die Frage, ob es zulässig ist, dass Bild-Datensätze ohne Einwilligung der Urheber*innen zum Training von KI-Tools verwendet werden. Die Funktion der bekannten KI-Tools, die auf eine Aufgabe ein Ergebnis liefern, erscheint zunächst ähnlich wie die Suche in einer Suchmaschine. Fragen beantworten beide, beide liefern Informationen. Allerdings zeigen Suchmaschinen nur eine Vorschau oder Auszüge der Inhalte in der ursprünglichen Form an. Im Allgemeinen werden diese Daten nicht verändert, es entsteht kein neuer Inhalt. Relevant für die Beurteilung ist, wie auch in der Offline-Welt, wie nah das neu generierte Werk (Text oder Bild) an einem Originalwerk ist. Dies ist bei der Verwendung eines KI-Tools nicht abzuschätzen, da die Quellen und damit die Originale nicht bekannt sind. Ein unkritisches Übernehmen von KI-generierten Inhalten kann damit urheberrechtlich problematisch sein. Welche Möglichkeiten gibt es, Künstliche Intelligenz datenschutzkonform zu nutzen? Dass Künstliche Intelligenz für Unternehmen zum Beispiel im Online Marketing einen großen Wert hat ( lesen Sie hierzu unter Whitepaper ), ist unumstritten. Viele Unternehmen nutzen zum Beispiel regelmäßig Chat GPT, um die Contentproduktion zu erleichtern oder zu beschleunigen. Angesichts der möglichen rechtlichen Probleme stellt sich die Frage, wie eine datenschutzkonforme Nutzung möglich ist und welche Ansätze es bereits dafür gibt. Es empfiehlt sich immer eine kritische Nutzung statt der unhinterfragten Verwendung von KI-generierten Texten oder Bildern. Auch wir zum Beispiel lassen uns von den Antworten aus KI-Tools inspirieren, unterziehen diese jedoch immer einer manuellen Prüfung und Bearbeitung. Wie Daten erhoben und genutzt werden, welche Quellen ein KI-Tool nutzt und welche Datenschutzvorkehrungen getroffen werden, unterscheidet sich zwischen einzelnen Anbietern. Das gilt vor allem für personenbezogene Daten – wie werden diese geschützt, werden sie anonymisiert, werden diese außerhalb der EU verarbeitet usw. Auch die Frage, wer im Rechtsfall verantwortlich ist (ist es der Tool-Anbieter?), sollte geklärt sein. Bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden, ist es daher sinnvoll, diese Punkte zu prüfen und sich im Zweifel rechtlich beraten zu lassen. Bei der Verwendung von KI-basierten Chatbots ist Sensibilität gefragt, was die Eingabe der Frage oder Aufgabe betrifft. Diese Informationen können unter Umständen vom System verwendet werden, um es weiter zu trainieren – auch persönliche Informationen, die nicht für die öffentliche Nutzung bestimmt sind. Je nach genutztem Tool kann der Verwendung der eingegebenen Daten widersprochen werden. Neben der Verwendung der Online KI-Lösungen, die auf ihre rechtlichen Voraussetzungen geprüft werden müssen, gibt es zwei alternative Ansätze, auf die wir kurz eingehen möchten. Lokale/Offline Nutzung von KI-Tools Verschiedene Anbieter arbeiten an lokal nutzbaren Lösungen ihrer KI-Anwendungen. Ein Beispiel ist GPT4All, ein Open Source Klon von ChatGPT. Dieser kann im eigenen Netzwerk genutzt werden und kommt ohne Internetnutzung aus. Wie hilfreich solche lokalen KI-Lösungen sind, hängt davon ab wie umfangreich das Modell dahinter ist, wie gut das Sprachmodell und für welchen Zweck sie genutzt werden sollen. Dem Tool eigene Daten zur Verfügung zu stellen, um diese zu verarbeiten, kann beispielsweise GPT4AAll nicht. Es ist jedoch anzunehmen, dass sich in der Entwicklung und Erweiterung der aktuellen Lösungen viel bewegen wird. Entwicklung eigener KI-Tools Eine vollkommen eigenständige Programmierung eines eigenen KI-Tools ist aufwändig und für kaum ein Unternehmen rentabel. Allerdings gibt es fertige Algorithmen bzw. KI-Modelle, die diese Arbeit erleichtern und auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Diese eigene KI-Lösung kann anschließend genutzt werden, um eigene Daten auszuwerten und Antworten zu erhalten oder Prozesse zu automatisieren. Mehr Aktuelles aus der Welt des Online Marketing und Online Business Die Entwicklungen der Online Welt beobachten wir bei den Internetwarriors laufend mit Spannung, teilweise schon seit Jahrzehnten. Wir informieren uns über neue Tools und technische Standards und prüfen diese auf Anwendung in unserer Arbeit. Unsere Kund*innen profitieren von aktuellem Wissen und davon, der Konkurrenz in der Einführung neuer Technologien und der Antwort auf wichtige Trends einen Schritt voraus zu sein. Möchten Sie immer auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren Newsletter , der Sie mit aktuellen Informationen versorgt. Wünschen Sie sich Unterstützung für Ihr Online Marketing? Sprechen Sie uns an!
KI im Marketing - Trends auf der diesjährigen Google Marketing Live 2023
23.06.2023

Markus
Beck
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Auf der diesjährigen Google Marketing Live (GML) stand vor allem ein Thema im Mittelpunkt des Interesses: Künstliche Intelligenz (KI) im Marketing. Ob KI-gesteuerte Chatbots oder generative KI-Funktionen – Eins steht fest: die Zukunft von Google (Ads) wird von KI geprägt sein. In unserem Blogartikel haben wir die wichtigsten Neuvorstellungen des Events für Sie zusammengefasst und für Sie eingeschätzt. KI Kampagne mit Conversational AI erstellen Die Integration von Conversational AI in die Kampagnenerstellung bei Google Ads bietet eine spannende und effiziente Möglichkeit, KI Kampagnen zu erstellen. Werbetreibende können die Unterstützung von künstlicher Intelligenz nutzen, um ansprechende Assets zu generieren, während sie gleichzeitig die volle Kontrolle über den Prozess behalten. Such- und Shopping Anzeigen in SGE Die Search Generative Experience (SGE) wurde kürzlich auf der Google I/O vorgestellt und ist ein weiterer Schritt in Richtung personalisierte Suche. Auf der Google Marketing Live 2023 wurde angekündigt, dass Google daran arbeitet, Anzeigen direkt in die SGE zu integrieren. Dies eröffnet Werbetreibenden neue Möglichkeiten, ihre Anzeigen in den Suchergebnissen zu platzieren und ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Die SGE nutzt generative KI, um Suchanfragen effizienter zu verstehen und relevante Informationen bereitzustellen. Durch KI im Marketing und die Integration von Anzeigen können Werbetreibende ihre Zielgruppe noch gezielter erreichen und ihre Markenbekanntheit steigern. KI-Funktionen in Google PMax Durch die Integration von generativer KI für die Erstellung von Text- und Bildmaterial wird der Funktionsumfang von Google PMax erweitert. Zusätzlich wird AI Marketing eingesetzt, um kreative Inhalte für bild- und videobasierte Kampagnen zu generieren und so den Zielkunden optimal anzusprechen. AI Marketing-Tool für Google Product Studio Mit dem neuen Tool Google Product Studio wird Händlern die Möglichkeit geboten, ihre Produktfotos mit Hilfe von KI zu bearbeiten und zu verbessern. Durch die KI-gestützte Bildverarbeitung können Produktbilder mit dynamischen Hintergründen versehen, unattraktive Hintergründe entfernt und sogar niedrig aufgelöste Bilder schärfer dargestellt werden. Auf diese Weise können Händler hochwertige Produktabbildungen erstellen, die potenzielle Kunden eher ansprechen und die Conversion Rate erhöhen, ohne dass hohe Kosten für professionelle Unterstützung anfallen. Google stellt neue Version des Merchant Centers vor Google wird das Merchant Center ab 2024 durch das Google Merchant Center Next ersetzen. Mit dem Google Merchant Center Next können Händler ihre Produktinformationen auf ihren Websites einfach verknüpfen und steuern, wie ihre Produkte auf Google angezeigt werden, ohne dass dies eine manuelle Feed-Erstellung erfordert. Außerdem finden Sie hier Informationen zu den meistverkauften Produkten, Price Benchmarks und wettbewerbsrelevante Informationen. Neue Kampagnentypen und AI Marketing Features bei Google Ads Google Ads erhält sieben neue Funktionen für mehr Transparenz und Kontrolle in den Kampagnen. Eine dieser Funktionen ist die markenbezogene Einschränkung im Broad Match, um die Markenidentität zu schützen. Auch das Smart Bidding wird weiterentwickelt, um automatisierte Gebote effektiver zu machen. Werbetreibende haben somit bessere Tools zur Optimierung ihrer Kampagnen und zur Erreichung ihrer Marketingziele. Mit den neuen Kampagnentypen "Video Views" und "Demand Generation" eröffnen sich Werbetreibenden neue Möglichkeiten, ihre Zielgruppe zu erreichen und ihre Marketingziele zu realisieren. Video-View-Kampagnen kombinieren verschiedene Werbeformate wie skippable In-Stream Ads, In-Feed Ads und Shorts Ads, um die Anzahl der Video-Views zu maximieren. Demand Gen-Kampagnen hingegen werden auf verschiedenen Plattformen wie YouTube Shorts, YouTube In-Stream, YouTube In-Feed, Discover und Gmail geschaltet, um Konversionen zu fördern. Diese Kampagnen ermöglichen es Werbetreibenden, potenzielle Kunden gezielt individuell zu targeten und ihre Produkte oder Dienstleistungen effektiv zu vermarkten. Verbesserte Integration von GA4 und Google Ads Eine der wichtigsten Neuerungen ist die verbesserte Integration von Google Ads und Google Analytics 4 (GA4). Die Verknüpfung der beiden Plattformen erhöht den Datenfluss und ermöglicht eine genauere Interpretation der Engagement- und Konversionsdaten. Die Integration von GA4 und Google Ads ermöglicht es Werbetreibenden, umfassende Analysen durchzuführen und ihre AI Marketing Strategie besser zu optimieren. Der Einsatz von maschinellem Lernen in GA4 ermöglicht es, fortgeschrittene Erkenntnisse zu gewinnen, Anomalien zu erkennen und Trends zu identifizieren. Durch die Integration von GA4 und Google Ads können Werbetreibende ihre Kampagnen besser verwalten und ihre Zielgruppen gezielter ansprechen. Fazit - Wie präsent ist Künstliche Intelligenz im Marketing? Insgesamt war die Google Marketing Live 2023 ein deutlicher Beweis dafür, dass Künstliche Intelligenz im Marketing nicht mehr wegzudenken ist. Die vorgestellten Innovationen bieten Werbetreibenden die Chance, ihre Kampagnen durch KI auf das nächste Level zu heben und ihr Publikum gezielter anzusprechen. Indem sie die Möglichkeiten der KI nutzen und Daten intelligent einsetzen, können sie ihre Marketingziele effektiver erreichen und bessere Ergebnisse erzielen. Die Integration von KI-basierten Technologien ermöglicht es Werbetreibenden, ihre Kampagnen effizienter zu gestalten und neue Möglichkeiten zu nutzen. Von KI-gesteuerten Chatbots bis hin zur generativen KI für Text und Bilder bieten die neuen Vorstellungen vielfältige Anwendungen, die Werbetreibende zum Vorteil nutzen können. Die Zukunft des Marketings liegt in der intelligenten Nutzung von Daten und der personalisierten Ansprache von Zielgruppen. Werbetreibende sollten diese Entwicklung aufmerksam verfolgen und KI-basierte Lösungen in ihre Marketingstrategie integrieren, um weiterhin erfolgreich zu sein. Wir unterstützen Sie, damit Ihre Marketingziele erreicht werden. Kontaktieren Sie uns!
Künstliche Intelligenz im Kanal SEA: Zwischen Smart Bidding und intelligenter Attribution
04.04.2019

Johannes
Stabel
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Wie wir bereits im vergangenen Beitrag über die Rolle der künstlichen Intelligenz in der Suchmaschinenoptimierung gesehen haben, setzt Google auf „AI First“. Dass dies auch den Bereich SEA beeinflusst, ist nicht verwunderlich, schließlich stammt ein erheblicher Anteil des Unternehmensumsatzes aus Google Ads-Einnahmen. Automation spielt schon seit Jahren für Google eine wichtige Rolle, der Einsatz vom maschinellen Lernen und AI-Systemen ist der logische nächste Schritt dieser Entwicklung. Wo dies bereits jetzt Anwendung findet und was es für die Zukunft des Kanals SEA bedeutet, beleuchten wir in diesem Artikel. Smart Bidding in Google Ads Machine Learning spielt schon seit vielen Jahren eine Rolle in der Entwicklung der Google Ads, beispielsweise in der Berechnung des Qualitätsfaktors. Bereits 2016 stellte Google mit Smart Bidding für Google Ads und Google Search Ads 360 (vormals DoubleClick Search) die Gebotsautomatisierung auf der Basis maschinellen Lernens vor. Wer ein Google Ads-Konto ab einer bestimmten Größe verwaltet, weiß aber schon länger, wie Google sich bemüht Werbetreibende zur Automatisierung ihrer Konten zu motivieren. An Stelle der manuellen Gebotsabgabe möchte Google das Bid Management anhand bestimmter KPIs selbst übernehmen. Mit Smart Bidding treibt Google diese Entwicklung weiter voran. Auf der Basis von Conversions werden Gebote automatisch angepasst. Das System analysiert eine Fülle unterschiedlicher Daten und erkennt zum Beispiel Muster und Ähnlichkeiten zwischen Landing Pages, Anzeigentexten oder Keywords. Das optimale Gebot wird anhand einer Vielzahl von Signalen ermittelt, etwa auch das Gerät oder den Standort. Google Ads Gebotsstrategien Kampagnen in Google Ads lassen sich auf unterschiedliche Ziele automatisiert aussteuern. Der Google Gebotsalgorithmus greift dabei neben vorhandenen Conversion-Daten auf Machine Learning zurück, um die Leistung der Kampagnen sukzessiv zu steigern. Ziel-CPA / Target CPA (Cost-per-Akquisition): Google versucht die Kampagne so auszusteuern, dass der anvisierte Ziel-CPA nicht überschritten wird. Dabei drückt der CPA Werte aus, wie teuer eine Conversion bzw. Akquisition im Schnitt sein darf. Ziel-ROAS / Target ROAS (Return-on-Advertising-Spend) Diese Bid Strategie berücksichtigt den Wert der erzielten Conversions (bei einem Onlineshop z.B. der Warenkorbwert der jeweiligen Bestellung). Der Algorithmus versucht die Gebote der Kampagne optimal auf den Ziel-ROAS einzustellen. Ziel ist also unter Berücksichtigung des Ziel ROAS maximalen Umsatz (einen maximalen Conversion Wert) zu erzielen. Klick maximieren / Maximize Clicks: Mit dieser Einstellung wird Google versuchen aus dem angegebenen Kampagnenbudget die maximale Anzahl an Klicks zu erzielen. Conversions maximieren / Maximize Conversions: Hier versucht das Smart Bidding aus dem Kampagnenbudget die maximale Anzahl von Conversions herauszuholen. Ähnlich wie bei Ziel-CPA und Ziel-ROAS wird durch Machine Learning und künstliche Intelligenz auf eine möglichst hohe Conversionrate optimiert. Ausrichtung auf Suchseitenposition / Target Search Page Location: Diese Option eignet sich gut für Brandingkampagnen, da durch die Suchseitenposition die Sichtbarkeit der Anzeigen gewährleistet werden kann. Die Ausspielung wird dabei nur durch das Kampagnenbudget begrenzt. Mögliche Zielpositionen sind die Top Positionen (1-4) und die erste Suchergebnisseite. Kompetitive Auktionsposition / Target Outranking Share: Die Positionssteuerung wird in diesem Fall abhängig vom Anzeigenrang des Wettbewerbers gemacht. Der Algorithmus wird versuchen die eigene Anzeige über der Anzeige der konkurrierenden Domain zu schalten. Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen / Target Impression Share: Der Anteil an möglichen Impressionen drückt prozentual aus, wie oft die eigene Anzeige für ein Keyword ausgespielt wurde und setzt dies ins Verhältnis zur absoluten Anzahl von möglichen Ausspielungen. Ein Impression Share von 50% bedeutet also, dass die eigene Anzeige nur für jede zweiten Suchanfrage ausgespielt wurde. Mit der Gebotsstrategie lässt sich dieser Prozentwert als Ziel vorgeben. Auto-optimierter CPC: Durch diese Option erhält Google die Kontrolle über eine automatische Gebotsanpassung von bis zu 30 % nach oben und bis zu 100 % nach unten (gemessen am maximalen CPC Gebot). Das bedeutet, dass das Gebot für Klicks mit einer höheren Conversionwahrscheinlichkeit bis zu 30 % über dem tatsächlich eingegebenen Gebot liegen kann. Berechnet das System dagegen aus semantischen Signalen für bestimmte Klicks eine geringere Wahrscheinlichkeit, dass eine Conversion erzeugt wird, kann das Gebot um bis zu 100 % gesenkt werden. Die Anzeige wird somit seltener oder gar nicht erst angezeigt. Durch diese Funktion sollen Conversions erhöht und das Budget effektiver genutzt werden. Automatisierung bietet viele Chancen, doch ist es entscheidend, das System dahinter zu verstehen und für mögliche Probleme sensibilisiert zu sein. Und letztendlich stellt sich auch die Frage des Interessenskonfliktes, wenn Google selbst Bids und Ausgaben bestimmt und anpasst. Möchte man Kontrolle hierüber tatsächlich komplett abgeben? Attribution: Datengetriebenes Modell Nicht nur bei der Steuerung der Gebote kommen mittlerweile Automatisierungen und Artificial Intelligence zum Einsatz. Wo bisher verschiedene fest definierte Attributionsmodelle (First Click, Last Click oder das sogenannte Badewannen-Modell) zum Einsatz kamen, ermöglicht Google in Google Ads die datengetriebene Berechnung des Conversionwertes. Anhand von Performancedaten lernt das System den Wert der verschiedenen Kanäle einzuschätzen und entwickelt das Attributionsmodell fortlaufend selbständig weiter. Hierzu werden Conversionpfade miteinander verglichen, Muster erkannt und Wahrscheinlichkeiten für die Conversions nach einzelnen Klicks berechnet. Es ist jedoch eine festgelegte Menge an Daten notwendig, weshalb die datengetriebene Attribution nicht allen Werbetreibenden zur Verfügung steht. Da Nutzer lediglich das Endergebnis der Berechnung sehen, bleibt unklar, wie dieses zustande kommt. Wir müssen uns also darauf verlassen, dass das System korrekte Wahrscheinlichkeiten ermittelt und deren Genauigkeit erheblich von der verfügbaren Datenmenge abhängt. Und letztendlich darauf, dass Google im Sinne der Advertiser agiert. Auch dies ist ein möglicher Interessenskonflikt. Im Vorteil sind hier große Unternehmen, die ausreichend Daten und Ressourcen zur Verfügung stellen und schon jetzt AI-gestützte Attributionsmodelle selber aufbauen. Kleinere Unternehmen haben diese Möglichkeit nicht und müssen auf das Googles System vertrauen. Weitere Einsatzgebiete für Artifical Intelligence Auch für die Anzeigen-Optimierung im Display (und Affiliate Marketing) bieten sich Einsatzgebiete für künstliche Intelligenz. Ein Beispiel ist das Unternehmen Jivox, das in 2016 eine Technologie namens „Neuron“ vorstellte , die durch maschinelles Lernen Anzeigen vorschlägt. Empfehlungen werden anhand einer Sammlung an Daten generiert, die beispielsweise Angaben darüber beinhalten, welche Farbe ein bestimmter User bevorzugt oder wie er auf animierte Anzeigen reagiert. Auch Mediaagenturen wie Havas Media , um perspektivisch effizienter Medien einkaufen und Content produzieren zu können. Zukünftig könnte also jeder genau die Banner angezeigt bekommen, auf die er oder sie am wahrscheinlichsten klicken (und anschließend konvertieren) wird. Personalisierung in Perfektion und höchster Effizienz. Herausforderungen: Der SEA Manager der Zukunft Wohin führt der Trend zur Automatisierung für Online Marketing Agenturen und SEA-Experten? Wie sieht das Berufsfeld des SEA Managers in Zukunft aus? Google zumindest drängt darauf, weniger manuell zu optimieren und mehr zu automatisieren. Einstellungsmöglichkeiten verschwinden oder werden eingeschränkt, die Kontrolle des SEA Managers schwindet zunehmend. Die operative Arbeit an Google Ads Accounts wird weniger, vielleicht verschwindet sie sogar vollständig, sodass Google künftig Konten selbständig verwaltet und fortlaufend selbstlernend optimiert: für eine größtmögliche (Kosten-)Effizienz für Advertiser und einen höchstmöglichen Gewinn für Google selbst. Bis zu einer vollständigen Automatisierung ist es aber noch ein weiter Weg. Die manuelle Optimierung ist und bleibt kurz- bis mittelfristig sehr wichtig. Insbesondere für neue Accounts, für die noch keine Daten zur Verfügung stehen, gibt es keine Alternative zur manuellen Einrichtung und Betreuung. Dies gilt auch für bestimmte Szenarien wie saisonale Schwankungen oder andere vorhersehbare Peaks. Die Arbeitserfahrung eines SEA Managers wird auch ein intelligentes System in naher Zukunft nicht ersetzen können. Was sich jedoch jetzt schon feststellen lässt: Wie auch im Kanal SEO liegt die Rolle des SEA Managers immer mehr in der Strategieentwicklung, im Verständnis der Kanäle und deren Interaktion. Auch bei AI-basierten Lösungen und zunehmender Automatisierung sind und bleiben Experten notwendig, die das System verstehen und es so „trainieren“ können, dass die Ergebnisse verlässlich sind. Auch hier ist also die Angst unbegründet, die intelligenten Maschinen könnten uns Online Marketing Experten zukünftig die Jobs kosten. Immer mehr operative Prozesse werden automatisiert ablaufen. Die Menschen, die dies alles verstehen und überwachen, bleiben aber wichtig. Notwendig sind qualifizierte Digital Marketers, die sich nicht mehr nur als Experte eines bestimmten Kanals begreifen, sondern ein umfassendes Verständnis und Erfahrung für Online Marketing vorweisen können. JETZT ANFRAGE SENDEN Was können wir für Sie tun? Brauchen Sie Unterstützung bei der Wahl und Implementierung der richtigen automatisierten Gebotsstrategie für Ihre Kampagnen? Haben Sie Fragen zum passenden Attributionsmodell für Ihre Strategie? Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrem Anliegen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage .
KI im Social Media Marketing: Von Social Bots und Objekterkennung
10.04.2017

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Wie wir in den bisherigen Teilen dieser Reihe gezeigt haben, wird Künstliche Intelligenz im Online Marketing immer wichtiger. Dass auch die Social Media Welt davon beeinflusst wird, verwundert nicht. Neben Microsofts missglücktem Chat Bot-Experiment gibt es zahlreiche weitere Anwendungen, in denen KI längst Alltag ist. Von Nutzern oft nicht wahrgenommen, spielt KI-basierte Datenauswertung und Ausspielung personalisierter Inhalte eine wichtige Rolle. Doch wie sieht es mit der Produktion von Inhalten und der Kommunikation aus? Kann die Maschine den Menschen ersetzen? Wir werfen einen prüfenden Blick auf drei ausgewählte Plattformen, ihre Einsatzfelder für künstliche Intelligenz und die Entwicklungen, die wir in Zukunft erwarten können. Facebook Schon seit Jahren investiert Facebook in AI Research. Aktuell wird „deep learning“ beispielsweise zur Personalisierung von ausgespielten Anzeigen und vorgeschlagenen Seiten eingesetzt sowie zur Generierung des persönlichen Newsfeeds. Auch bei der Weiterentwicklung des Messengers zum Instrument für Kundenkommunikation spielt KI eine Rolle. Die Zukunft könnten zum Beispiel automatisierte Antworten auf Nachrichten sein, die abhängig von der Anfrage relevante Informationen, Produkte oder Bilder versenden.In der Bilderkennung sorgt Künstliche Intelligenz dafür, dass Facebook schon 2014 angab , Gesichter mit einer Trefferquote von über 97 % korrekt zuordnen zu können. Anhand des von Usern manuell vergebenen Taggings lernt das System fortlaufend dazu und erreicht so diese erstaunlich hohe Genauigkeit. Pinterest Dank ihrer Partnerschaft mit dem Startup Kosei seit 2015 verbessert auch Pinterest die Interpretation von Bildern mit Hilfe maschinellen Lernens. Die automatische Objekterkennung ermöglicht es der Plattform, personalisierte Pins und Produktvorschläge auf Basis von Relevanzberechnungen auszuspielen. In den Berechnungen werden nicht nur die Klicks und Repins eines Nutzers berücksichtigt, sondern auch die Sprache und Location (Land). Erst Anfang diesen Jahres gab das Unternehmen bekannt , das Related Pins Feature mit Hilfe von deep learning zu überarbeiten und so noch relevantere Ergebnisse und ein höheres Engagement der Nutzer zu erzielen. Die Objekterkennung soll es Nutzern zudem ermöglichen, Objekte, beispielsweise Produkte, in Bildern zu identifizieren – und zu kaufen.Um die Entwicklungen im maschinellen Lernen und im Bereich AI weiter voranzutreiben, wurde dieses Jahr Pinterest Labs ins Leben gerufen. Mit Hilfe renommierter Forscher und Wissenschaftler entwickelte Pinterest einen Algorithmus, der nicht nur für die Reihenfolge von Pins und Suchergebnissen verantwortlich ist, sondern auch relevante Anzeigen platziert, Spamcontent herausfiltert und den Inhalt der Pins verstehen lernt. LinkedIn Seit Microsoft im vergangenen Jahr LinkedIn kaufte , dürfte auch für dieses Business Netzwerk das Thema KI weiter an Bedeutung gewinnen. Seit 2014 wird mit der Bright-Technologie maschinelles Lernen dafür genutzt, Arbeitgebern passende Bewerber anzuzeigen und für Arbeitssuchende (und Freiberufler) relevante Jobvorschläge zu generieren. Auch hier entscheidet die Relevanz (anhand einer Vielzahl von Kriterien, wie dem Wohnort, den bisherigen Jobs und Schlagwörter im Profil) über den Erfolg. Ein selbstlernender Algorithmus kann anhand der Reaktionen auf die Vorschläge das Matching kontinuierlich verbessern und damit Arbeitgebern und -nehmern die bestmögliche Relevanz bieten – und die Chance auf einen passenden Job oder Bewerber erhöhen. Zieht Xing nicht nach, ist LinkedIn als Portal für die Suche nach Jobs und Mitarbeitern klar im Vorteil. Social Bots Der Vorteil, den Künstliche Intelligenz Social Media Plattformen (und dank höherer Relevanz von Inhalten und Empfehlungen auch den Nutzern) bietet, wird anhand der drei ausgewählten Beispiele deutlich. Doch wie können Unternehmen KI im Social Media Marketing einsetzen? Welche Möglichkeiten der Automatisierung bieten sich? Ähnlich dem Content Marketing stellt sich die Frage: Kann ein intelligentes System selbständig Social Media Accounts betreuen, Inhalte produzieren und verbreiten? Werden Social Media Manager damit überflüssig? Das Beispiel Microsoft, das im vergangenen Jahr durch die Presse ging, gibt zumindest zum aktuellen Zeitpunkt Grund zur Skepsis. Der von Microsoft erschaffene Chat Bot, der das künstliche Teenager-Mädchen Tay darstellen sollte, musste nach nur 24 Stunden abgeschaltet werden, da er rassistische und beleidigende Äußerungen von sich gab. Was war passiert? Da das System anhand der Kommunikation mit anderen Nutzern lernte und diese Nutzer sich einen Spaß daraus machten, „Tay“ anzügliche und andere moralisch fragwürdige Sprache und Aussagen beizubringen. Maschinen können letztendlich nur so „moralisch“ sein, wie die Datengrundlage es ihnen möglich macht. Sollten jemals KI-basierte Systeme eigenständig Accounts betreuen, so erfordert dies ein sehr kontrolliertes Training, die Definition von bestimmten Reizwörtern und Vorgaben in Bezug auf Tonalität und „Meinung“, um sicherzustellen, sodass die Unternehmensgrundsätze korrekt wiedergegeben werden und allgemeine Regeln des menschlichen Miteinanders nicht missachtet werden. Inwieweit oder wann Unternehmen ein solches Risiko eingehen werden, Aktivitäten in den sozialen Netzwerken vollkommen automatisiert durchzuführen, ist fraglich. Social Analytics Eine für den Unternehmensruf deutlich ungefährlichere aber dennoch nicht unkritische Anwendung von Künstlicher Intelligenz ist der Bereich der Social Analytics. Immer wenn es um die Auswertung großer Datenmengen geht, kommt die große Stärke von KI zum Zug. Eine vielversprechende Möglichkeit liegt darin, Daten zu Nutzern in Bezug auf bestimmte Themen, Produkte oder Unternehmen zu analysieren und Handlungsempfehlungen daraus zu generieren. Doch auch dies ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht unproblematisch: Die Auswertung von Statusmeldungen nach positiver oder negativer Stimmung ist fehleranfällig, denn nicht jeder untermalt zum Beispiel seinen Post bei Facebook mit einem emotionalen Statuscode. Humor, Ironie oder kulturelle Unterschiede können die Bewertung erschweren. Auch Differenzierungen sind schwer automatisiert einzuschätzen. Diese Herausforderung ist schon vor Zeiten von KI aus der Medienbeobachtung bekannt. Je weniger menschliche Kontrolle im Prozess vorgesehen ist, umso fehleranfälliger sind die Ergebnisse. Eine manuelle Qualitätskontrolle ist daher ein entscheidendes Kriterium für die Aussagekraft der Auswertung. Mit AI gegen Internet Trolle Neben der automatischen Erkennung von Spam gibt es eine weitere, reale Anwendung für Künstliche Intelligenz, von der Nutzer und Unternehmen gleichermaßen profitieren: Eines der Projekte der Google-Schwester Jigsaw beschäftigt sich mit der Bekämpfung von „Trollen“ und Cyber-Mobbing. Maschinelles Lernen könnte so Betreibern und Moderatoren im Social Media Marketing dabei helfen, Pöbelkommentare und Hetze herauszufiltern und anschließend zu löschen oder darauf zu reagieren. In diesem Szenario übernimmt KI nicht die Kommunikation mit Kunden, Fans und Followern, sondern unterstützt Social Media Manager dabei, ihre Accounts effektiver zu betreuen. Ausblick: der künstliche Social Media Manager? Social Media lebt, wie es der Name schon sagt, vom sozialen Aspekt und von Beziehungen, beispielsweise zwischen einer Marke und ihren Fans. Sollte künftig die Künstliche Intelligenz selbständig die Betreuung von Accounts übernehmen, hätte dies zur Folge, dass reale Menschen eine Beziehung zu einer Maschine aufbauen, das auf einer Datenbasis und den ihm beigebrachten Inhalten und Zusammenhängen aufbaut. Abgesehen von der Tatsache, dass ein erhebliches Maß an Vertrauen in die Technologie notwendig ist, um eine Marke von einer Maschine repräsentieren zu lassen, stellt sich die Frage: Geht ohne menschliche Komponente nicht die Persönlichkeit einer Marke verloren? Inwieweit ist eine künstlich erzeugte Persönlichkeit möglich? Zweifellos kann artificial intelligence Social Media Manager bei der Verbreitung von Inhalten und der Auswertung ihrer Performance unterstützen, bei der Aggregation von Userdaten, der Erkennung von Mustern und der Ableitung von Handlungsempfehlungen. Während die Echtzeit immer wichtiger wird (Kunden erwarten zügige Kommunikation), kann die KI-basierte Datenauswertung, das Filtern und Priorisieren von Anfragen und die Empfehlung von Antworten, wertvolle Ressourcen (und Zeit) einsparen, die Social Media Manager stattdessen für die strategische Ausrichtung, für den kreativen Aspekt des Social Media Marketings verwenden können. Die Maschine dürfte also auch hier den Menschen nicht überflüssig machen, sondern ihm ein Hilfsmittel an die Hand geben, effektiver und kundengerichteter arbeiten zu können.
Content Marketing: Künstliche Intelligenz statt menschlicher Redakteure?
03.04.2017

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Es wird so viel Content produziert wie nie zuvor: Blogposts, Social Media Beiträge, Tutorials, Whitepaper, FAQs, Case Studies, Erfahrungsberichte, Checklisten und Pressemitteilungen. Längst haben die meisten Unternehmen die Bedeutung von hochwertigem Content erkannt. In der Praxis ist dies sehr zeit- und kostenintensiv, was dazu führt, dass Inhalte mit mangelhafter Qualität und fehlender Originalität erstellt werden. Generischer Content ohne Nutzerbezug und Personalisierung hat in vielen Branchen überlebt; erfolgsversprechender sind jedoch passgenaue Inhalte. Lässt sich zumindest ein Teil der Aufwände im Content Marketing mit Hilfe von künstlicher Intelligenz automatisieren, so ermöglicht dies Unternehmen, sich mehr der Strategie und dem kreativen Prozess zu widmen. Vielleicht erstellen KI-Systeme in Zukunft sogar selbständig Content, optimieren und verbreiten diesen? Ein Blick darauf, wie viel von diesem Szenario bereits Wirklichkeit ist und was dies für die Zukunft bedeuten könnte. Maschinen schreiben und verbreiten selbständig Artikel? Gartner sagt voraus , dass bis 2018 schon 20 % des gesamten Business Contents von Maschinen erstellt wird. Darunter fallen Aktienberichte, Rechtsdokumente, Marktberichte, Pressemitteilungen, Artikel und White Paper.Und auch wenn es ein wenig nach Science Fiction klingt: Die von Robotern erstellten Texte sind bereits Realität in Online Shops und in der Medienwelt. So lässt beispielsweise The Associated Press die AI-basierte Plattform Wordsmith automatisch Finanzberichte verfassen . Weitere Anwendungsbeispiele sind Sportergebnisse oder Wetterberichte. Die Basis der Textautomatisierung ist eine Sammlung von Daten aus (unterschiedlichen) Quellen, die zu Inhalten aufbereitet werden. Mit „spheer“ geht das Unternehmen Kontrast Communication Services noch einen Schritt weiter: Content wird automatisch erstellt und mit passenden Bildern auf verschiedenen Kanälen verbreitet. Dabei lernt das System aus der Performance der Inhalte und kann selbständig zukünftigen Content optimieren. Braucht es angesichts dieser Entwicklungen in Zukunft überhaupt noch menschliche Redakteure? Die Erstellung von Content, der auf sachlichen Daten beruht, beispielsweise Sportergebnissen oder dem Wetter, lässt sich recht einfach automatisieren. Die menschliche Sprache ist zwar komplex, doch die KI-Technologie nähert sich immer weiter an automatisiert erstellte Texte an, die nicht mehr von real geschriebenen Texten zu unterscheiden sind. Ein Beispiel hierfür ist eine Studie die untersuchte, wie Testpersonen einen maschinell erzeugten und real geschriebenen Text vergleichen und den „Roboterjournalisten“ ausfindig machen können. Das Ergebnis: in einigen Bewertungspunkten schnitt der von einem Menschen erstellte Text zwar besser ab, insgesamt konnten die Versuchspersonen jedoch nicht unterscheiden, ob Mensch oder Maschine der Urheber war. KI kann also tatsächlich schon jetzt in der Generierung und Verbreitung von Content einen Beitrag leisten. Doch es kann auch menschliche Redakteure bei der Arbeit unterstützen. Datengestütztes Content Marketing Es ist bekannt, dass personalisierter Content größere Erfolgschancen hat als allgemeine Inhalte, die nur begrenzt auf die Situation und Intention des Users zutreffen. Doch wie lässt sich Content so persönlich gestalten, dass sich Besucher angesprochen fühlen? Die Basis hierfür ist die Auswertung von Daten, beispielsweise die Arten von Produkten, die ein Nutzer sich angesehen oder gekauft hat, von Interessen. Das Ergebnis kann nicht nur spezifischer, für den User ausgespielter Content sein, sondern auch die Interaktion mit einem intelligenten Chat Bot, wie sie vielen bereits von Siri und Cortana bekannt sind. Und hier liegt eine der großen Chancen in der künstlichen Intelligenz: in der Auswertung großer Datenmengen, der Erkennung von Mustern und der Vorhersage von Ereignissen – beispielsweise welche Inhalte ein Nutzer hilfreich finden wird. Unabhängig davon, wie viel des Inhalts also tatsächlich automatisch erstellt wird, kann KI nicht nur in der Recherche der passenden Grundlagen (und in dem Zusammenhang auch im Erkennen von Trends) einen wertvollen und notwendigen Beitrag leisten. Auch in der Bereitstellung der passenden Inhalte für die Zielgruppe auf dem jeweiligen Kanal werden selbstlernende Systeme eine wichtige Rolle übernehmen. Content Optimierung und Content Recommendation Das Ergebnis der automatischen Auswertung und Individualisierung der Inhalte der Zukunft ist hyperpersonalisierter dynamischer Content, der jedem Nutzer und jeder Nutzerin basierend auf den vorhandenen Daten genau die Inhalte ausspielt, die am relevantesten und erfolgversprechendsten sind. Indem das System Bedürfnisse oder Verhalten von Nutzern vorhersagt, wird die Wahrscheinlichkeit einer Conversion deutlich erhöht. Doch auch einen Schritt vorher findet sich ein Einsatzgebiet für künstliche Intelligenz: In der Analyse von bereit verfasstem Content. Automatisierte Empfehlungen, wie dieser verbessert werden kann, gehen über eine reine Rechtschreibprüfung hinaus. Es geht zum Beispiel auch um einen einheitlichen Sprachstil, der ein wichtiges Merkmal der Markenkommunikation ausmacht. Denkbar ist auch die automatische Übersetzung in verschiedene Sprachen, wie dies Facebook bereits testet (Posts werden automatisch in die passende Sprache des Nutzers übersetzt). Internationale Unternehmen könnten so effektiver Content generieren und für alle Sprachen ausspielen. Ein anderes Szenario ist die automatische Anpassung an die passende Sprache des Nutzers – einfache Sprache vs. Fachsprache, Umgangssprache vs. formeller Ton. Wo Künstliche Intelligenz außerdem jetzt schon Anwendung findet ist die personalisierte Empfehlung von relevantem Content – verwandte Artikel unter einem Beitrag beispielsweise. Ähnlich dem Retargeting werden auf Basis der bereits besuchten Seiten Content Recommendations ausgespielt, die eine besonders hohe Relevanz besitzen und damit eine große Wahrscheinlichkeit haben, vom Nutzer geklickt und gelesen zu werden. Das Nutzerverhalten auf der Seite wird damit deutlich verbessert (mehr Seiten/Besuch, höhere Verweildauer). Ein weiteres Anwendungsbeispiel, das Einfluss auf die Conversions nimmt, ist ein personalisierter Einkaufsberater, der automatisch relevante Produktempfehlungen anzeigt. Ob diese Hyperpersonalisierung im großen Stil vom Nutzer angenommen wird? Oder jeder zukünftig sein eigenes Internet mit genau den Artikeln, Produkten und Empfehlungen, die auf ihn oder sie zugeschnitten sind, erhält? Die Auswertung persönlicher Daten und Bereitstellung individualisierter Inhalte ist in der Bewertung sicherlich ähnlich zu sehen, wie das Retargeting: Es ist eine Frage der Dosis und Gewöhnung, wie Nutzer darauf reagieren und ob der Mehrwert oder die Privatsphärebedenken überwiegen. Ausblick: Ersetzt KI zukünftig Redakteure? Es ist abzusehen, dass künstliche Intelligenz zunehmend die aufwändige Recherche und Analyse vor der Erstellung der Inhalte übernehmen wird. Auch in der Contentproduktion finden sich immer mehr Anwendungsgebiete, in denen Maschinen die menschliche Arbeit ersetzen können. Bots übernehmen zum Beispiel schon jetzt einen Teil des Kundenservice, indem sie Anfragen auswerten und automatisch passende Antworten geben und Inhalte bereitstellen. Auch die oben beschriebenen Themenfelder aus dem Bereich der sachlichen Ergebnisberichte können von „Roboterjournalisten“ abgedeckt werden. Aber kann künstliche Intelligenz jede Art von Inhalten automatisch, ohne jede menschliche Intervention erstellen? Schauen wir uns die Strategie Storytelling an. Ein fortgeschrittenes KI-System kann sicherlich in Zukunft deutlich mehr als einen nüchtern geschriebenen Spielbericht verfassen. Mit Hilfe von Synonymen, Metaphern und anderen Elementen, die eine natürliche menschliche Sprache ausmachen, um Emotionen auszudrücken, kann auch eine „Maschine“ Content erstellen, der eine Geschichte erzählt, den Leser abholt und mitnimmt. Ein Schritt in diese Richtung ist das System Watson, das eine ganze Ausgabe des britischen Magazins „The Drum“ eigenständig mit Inhalt und Bildern befüllte . Sicherlich kann auch durch maschinelles Lernen ein Expertenartikel mit einer Meinung verfasst werden, sofern das System über ausreichend Informationen verfügt. Wenn es jedoch um tatsächlich persönlich Erlebtes eines realen Menschen geht, so lässt sich dies sicherlich schwer automatisieren. Emotional geprägte Erfahrungsberichte werden daher auch in Zukunft von Menschen verfasst werden. Für die Erstellung von Inhalten gilt grundsätzlich: Für das Ergebnis entscheidend ist die Datenbasis und die Richtlinien, die Menschen dem System vorgeben, denn von Hause aus bringt die Maschine keine Moral o. ä. mit. Eine bestimmte politische oder moralische Ausrichtung eines Unternehmens muss ein System erst lernen. Ebenso ist fraglich, inwieweit künstliche Intelligenz menschliche Kreativität, Emotionen und kritisches Denken ersetzen kann. Ein komplexer Algorithmus kann diese typisch menschlichen Eigenschaften sicher bis zu einem gewissen Grad imitieren, doch ob eine Maschine diese in absehbarer Zeit tatsächlich gleichwertig ersetzen kann, ist fraglich. Und vielleicht gehört es in Zukunft sogar zu den Qualitätsmerkmalen von Portalen, Blogs oder Magazinen: „Bei uns können Sie sicher sein, dass echte Menschen unsere Inhalte verfassen!“
Weitere Beiträge anzeigen
Performance Max Kampagnen: Erweiterte Strategien und Fallstricke 2026
13.07.2026

Yasser
Teilab
Kategorie:
SEO

Das Wichtigste in Kürze: Erweiterte Steuerung 2026: Performance Max ist dank kampagnenweiten Ausschlüssen, detaillierten Berichten zur Kanalleistung und granularen Asset-Metriken transparenter geworden, bleibt jedoch ein System, das enge Leitplanken benötigt. Wirtschaftlichkeit vor Algorithmus: Budgets und Kampagnen-Splits sollten nicht nach rein optischen Kategorien, sondern nach harten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie Margen, Produktlebenszyklen (Evergreen vs. Longtail) oder Kundenwert erfolgen. Wegweiser statt Targetings: Audience Signals, Suchthemen und Customer Match dienen der Google AI als Richtungsweiser und dürfen nicht als starres, exaktes Targeting missverstanden werden. Der Fokus muss auf hochwertigen First-Party-Daten liegen. Vom ROAS zum POAS: Ein hoher ROAS kaschiert oft unprofitable Umsatzsegmente. Werbetreibende sollten über den Warenkorb-Datenimport den Profit on Ad Spend (POAS) als primäre Steuerungskennzahl etablieren. Hybride Kontostrukturen: Standard Search (für exakten Brand-Schutz und präzisen Intent) sowie Standard Shopping (für granulare Produktsteuerung) behalten neben PMax ihre strategische Berechtigung. Performance Max Kampagnen sind im Jahr 2026 längst nicht mehr die intransparente Blackbox, über die SEA-Manager*innen in den Anfangstagen geflucht haben. Google hat technologisch massiv nachgelegt und Werbetreibenden Werkzeuge an die Hand gegeben, die eine feingranulare Justierung ermöglichen. Dazu gehören kampagnenweite auszuschließende Keywords, optimierte Suchbegriffsberichte, transparente Berichte zur Kanalleistung, tiefe Asset-Metriken, segmentierbare Reports für Asset-Gruppen sowie erweiterte demografische Ausschlüsse und Gerätesteuerungen. Google-interne Daten belegen, dass mittlerweile über eine Million Werbetreibende PMax-Strukturen nutzen. Trotz dieser technologischen Reife bleibt ein grundlegendes Prinzip bestehen: Eine Performance Max Kampagne optimiert sich niemals von selbst im Sinne Ihres tatsächlichen Geschäftsmodells. Das System agiert rein opportunistisch auf Basis der Daten, die ihm zur Verfügung gestellt werden. Wenn ein unqualifiziertes, fehlerhaftes Kontaktformular als erfolgreiche Conversion gewertet wird, skaliert die künstliche Intelligenz exakt diese minderwertigen Lead-Quellen. Wenn teurer Brand-Traffic den Return on Ad Spend (ROAS) künstlich aufbläht, greift der Algorithmus diesen dankend ab, ohne echten inkrementellen Umsatz zu generieren. Für anspruchsvolle SEA-Manager*innen und Marketing-Entscheider*innen bedeutet das: Die Optimierung findet heute nicht mehr primär über manuelle Gebote statt, sondern über das strategische Datenmanagement, das präzise Setzen von Leitplanken und eine ehrliche Erfolgsmessung. Budgetverteilung und Kanalleistung tiefgehend analysieren Sobald eine Performance Max Kampagne Leistungseinbrüche zeigt, neigen viele Marktteilnehmer*innen dazu, sofort Modifikationen am Ziel-ROAS (tROAS) oder den Ziel-Kosten-pro-Conversion (tCPA) vorzunehmen. Dieser Hebel greift in der Praxis meist zu früh und bekämpft lediglich Symptome statt Ursachen. Der erste Analyseschritt muss zwingend der Budgetverteilung über die verschiedenen Netzwerke gelten. Der dezidierte Bericht zur Kanalleistung legt offen, welche Budgetanteile in die Kanäle Search, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail, Maps oder zu den Suchnetzwerk-Partnern fließen. Obwohl dieser Bericht keine direkte, manuelle Budgetumschichtung erlaubt, macht er gefährliche Verschiebungen transparent. Wenn beispielsweise die Ausgaben im Display- oder YouTube-Netzwerk sprunghaft ansteigen und simultan die finale Lead-Qualität im Customer-Relationship-Management-System (CRM) einbricht, liegt die Ursache nicht in einer falschen Gebotshöhe. Vielmehr zieht die Kampagne minderwertige Klicks über visuelle Platzierungen an, weil das hinterlegte Conversion-Signal zu schwach oder zu leicht manipulierbar ist. Im Rahmen einer tieferen Performance Max Optimierung müssen die Suchbegriffe konsequent analysiert und nach Gesamtkosten priorisiert werden. Häufig sind teure Suchanfragen ohne jegliche Conversion-Aktion deutlich aufschlussreicher als die historischen Gewinner. SEA-Manager*innen sollten systematisch unpassende Suchbegriffe identifizieren und ausschließen. Typische Negatives, die in fast jedem professionellen B2B- oder E-Commerce-Konto hinterlegt werden sollten, umfassen Begriffe wie: „Jobs“, „Karriere“, „Gehalt“, „Support“, „Login“, „kostenlos“, „Anleitung“, „PDF“, studentische Recherchen, irrelevante Mitbewerbernamen oder rein informative Suchphrasen ohne kommerzielle Absicht. Strategische Kampagnenstruktur nach Wirtschaftlichkeit Die Strukturierung von Performance Max Kampagnen folgt in vielen Konten rein optischen oder katalogbasierten Kriterien. Das ist ineffizient. Eine Aufteilung in separate Kampagnen ist ausschließlich dann gerechtfertigt, wenn dieser Split eine gezielte operative Steuerung ermöglicht – sei es durch differenzierte Budgets, spezifische Ziel-Gebote, voneinander abweichende Conversion-Ziele, Margenstrukturen, regionale Schwerpunktsetzungen oder strikte Brand-Regelwerke. Segmentierungskriterium Ansatz im E-Commerce Ansatz in der Lead-Generierung Wirtschaftlichkeit & Marge Splits nach High-Margin (z. B. Eigenmarken) vs. Low-Margin (Handelsware). Fokus des Budgets auf Produkte mit echtem Ertrag. Unterscheidung nach Customer Lifetime Value (CLV) oder Auftragsvolumen (z. B. Enterprise-Deals vs. KMU-Selbstbedienung). Produkt- & Service-Dynamik Trennung von Bestsellern (High-Performer), Saisonware, Neuheiten und sogenannten Zombie-SKUs (Produkte ohne Klicks). Differenzierung zwischen margenstarken Kernleistungen und rein informativen Einstiegsangeboten (z. B. Whitepaper-Downloads). Datenbasis (Custom Labels / CRM) Steuerung über den Google Merchant Center Feed mittels definierter Custom Labels für Bestände und Margenklassen. Steuerung über verifizierte Offline-Conversion-Daten (MQL, SQL) statt reiner Online-Formular-Absendungen. Für die Lead-Generierung gilt exakt dasselbe ökonomische Prinzip. Die Segmentierung muss sich zwingend an der vertrieblichen Realität orientieren. Strukturieren Sie Ihre Asset-Gruppen oder Kampagnen niemals primär auf Basis von Zielgruppensignalen. Da diese Signale von Google lediglich als unverbindliche Empfehlung interpretiert werden, führt eine rein zielgruppenbasierte Kampagnentrennung fast immer zu internen Datenüberschneidungen und ineffizienter Budgetallokation. Suchthemen, Audience Signals und Customer Match präzise ausrichten Die Einführung von Suchthemen bietet eine hervorragende Option, der Google AI kontextuelles Wissen zu vermitteln. Dennoch dürfen Suchthemen keinesfalls mit klassischen Keyword-Match-Types verwechselt oder als vollständiger Ersatz für strukturierte Suchkampagnen betrachtet werden. Ihr strategischer Einsatzbereich liegt primär dort, wo das System auf zu geringe historische Daten zurückgreifen kann: bei der Markteinführung komplett neuer Produktlinien, bei hochkomplexen B2B-Nischenanwendungen, bei der gezielten Bewerbung von Wettbewerbsalternativen oder wenn die Landingpage aufgrund eines minimalistischen Designs zu wenig semantischen Textinhalt bietet. Obwohl Google die Hinterlegung von bis zu 50 Suchthemen pro Asset-Gruppe erlaubt, sollte dieses Limit im Sinne einer präzisen Performance Max Optimierung niemals wahllos ausgereizt werden. Die Best Practice erfordert wenige, prägnante Themen, die strikt nach der Suchabsicht (Nutzer-Intent) gebündelt sind. Im Nachgang müssen die generierten Suchbegriffsberichte engmaschig kontrolliert werden, um Fehlleitungen des Algorithmus sofort zu unterbinden. Analog dazu verhält es sich mit den Audience Signals. Sie stellen kein hartes, exklusives Targeting dar, sondern fungieren als initialer Katalysator für die Machine-Learning-Prozesse. Werbetreibende sollten hierbei konsequent auf First-Party-Daten (First-Party-Data) setzen. Die höchste Signalqualität erzielen Sie durch: Aktuelle Customer-Match-Listen aus Ihrem CRM (Käufer*innen mit hohem Kundenwert). Granulare Website-Besucher*innen (Warenkorbabbrecher*innen, wiederkehrende Nutzer*innen). Spezifische App-Nutzerdaten oder qualifizierte Newsletter-Abonnent*innen. Brand-Traffic isolieren und inkrementelles Wachstum sichern Es ist eines der häufigsten Phänomene in der SEA-Praxis: Eine Performance Max Kampagne liefert auf dem Papier herausragende ROAS-Kennzahlen, doch das reale Unternehmenswachstum stagniert. Der Grund liegt in der unkontrollierten Abschöpfung bestehender Nachfrage. Das System neigt dazu, gezielt Marken-Suchanfragen (Brand-Traffic), bestehende Remarketing-Zielgruppen und ohnehin konvertierende Stammkund*innen zu bedienen, um die vorgegebenen Effizienzziele mühelos zu erreichen. Zwar priorisiert Google identische Exact-Match-Keywords in regulären Suchkampagnen gegenüber einer parallelen PMax-Kampagne. Sobald die Suchkampagne jedoch in ein Budgetlimit läuft oder durch zu recht restriktive Einstellungen eingeschränkt wird, übernimmt PMax die Markenauktion. SEA-Manager*innen müssen daher in regelmäßigen Intervallen prüfen, welche Suchbegriffe innerhalb von PMax aktiv bedient werden und ob unerwünschte Kannibalisierungseffekte mit bestehenden Brand-, generischen oder Mitbewerber-Kampagnen auftreten. Um echten, inkrementellen Umsatz zu forcieren, sollten Markenausschlüsse direkt in den Kampagneneinstellungen verankert werden. Für den E-Commerce stehen zudem spezialisierte Search-only-Markenausschlüsse zur Verfügung. Diese Funktion unterdrückt reine Textanzeigen für Markenbegriffe innerhalb von PMax, gestattet dem Algorithmus jedoch weiterhin die Ausspielung von visuellem Brand-Shopping, was in den meisten Fällen hochgradig profitabel ist. Datenqualität im Feed und finale URLs optimieren Speziell im Einzelhandel (Retail) ist Performance Max strukturell oft wesentlich näher an einer klassischen Shopping-Kampagne als an einer allumfassenden Multikanal-Kampagne. Bevor weitreichende Gebotsanpassungen vorgenommen werden, muss die absolute Datenqualität im Google Merchant Center sichergestellt sein. Die Optimierung von Produkttiteln, Produkttypen, GTINs, hochauflösendem Bildmaterial, korrekten Sale-Preisen, dem präzisen Lagerstatus und Custom Labels bildet das fundamentale Fundament. Produkttitel dürfen nicht einfach aus den internen ERP-Systemen übernommen werden. Sie müssen zwingend jene Attribute abbilden, nach welchen Kund*innen aktiv suchen. Die optimale Strukturierung folgt meist dieser Logik: Marke + Produktart + Modellnummer + Material + Spezifikation (z. B. Größe, Farbe, Kompatibilität). Ein oft übersehener Fallstrick liegt in der unkontrollierten Aktivierung der finalen URL-Erweiterung. Diese Funktion erlaubt es Google, die hinterlegte Zielseite durch eine vermeintlich relevantere URL Ihrer Website zu ersetzen und passende Text-Assets automatisch zu generieren. Bei einer hervorragend strukturierten, rein vertriebsorientierten Website-Architektur liefert dies exzellente Ergebnisse. Das Setup wird jedoch hochgradig ineffizient, wenn informative Blogartikel, Support-Dokumentationen, Karriere-Seiten oder allgemeine Ratgebertexte ungewollt in den Anzeigen-Pool rutschen. Solche URLs müssen konsequent über explizite Ausschlussregeln blockiert werden. Bidding-Strategien an qualitative Conversion-Signale koppeln Die Wahl der richtigen Gebotsstrategie bestimmt maßgeblich den Erfolg einer Kampagne. Im E-Commerce gilt die Strategie „Conversion-Wert maximieren“ in Kombination mit einem definierten Ziel-ROAS als der absolute Goldstandard – vorausgesetzt, die Umsatzwerte werden absolut fehlerfrei und ohne zeitliche Verzögerung an das Google-Ads-Konto übermittelt. Ein zu aggressiv gewählter Ziel-ROAS entzieht dem Algorithmus die notwendige Liquidität und würgt das Kampagnenvolumen ab. Ein zu niedrig angesetzter Zielwert generiert zwar massiven Umsatz, der jedoch unter Berücksichtigung aller Kosten auf Margenebene nicht mehr wirtschaftlich ist. Im B2B-Segment und bei der Lead-Generierung ist die exakte Definition der Conversion-Aktion sogar um ein Vielfaches wichtiger als die eigentliche Gebotsstrategie. Wer das bloße Absenden eines einfachen Kontaktformulars als primäre Conversion definiert, zwingt PMax dazu, exakt diese quantitativen Abschlüsse zu maximieren. Das Resultat sind häufig massenhafte Spam-Leads oder Kontakte ohne echtes Kaufinteresse. Die Lösung liegt in der Umstellung der Optimierung auf qualifizierte, tiefer im Funnel liegende Offline-Conversions via CRM-Import. Optimieren Sie auf: Marketing Qualified Leads (MQL) nach erfolgreicher Erstprüfung. Sales Qualified Leads (SQL) nach direktem Vertriebskontakt. Generierte Pipeline-Opportunities oder finale „Closed-Won“-Vertragsabschlüsse. Ein vermeintlich günstiger Cost-per-Lead (CPL), der im Vertrieb zu keinen messbaren Abschlüssen führt, stellt keinen Marketingerfolg dar, sondern füttert das Machine Learning mit unbrauchbarem Trainingsmaterial. Inkrementalität mittels PMax-Experimenten validieren Da Performance Max herausragend darin ist, bestehende Nachfragekanäle zu kanalisieren, darf die Bewertung niemals isoliert im Silo des Kampagnen-Dashboards erfolgen. SEA-Manager*innen müssen zwingend den realen Mehrwert (Inkrementalität) isolieren. Hierfür bieten sich die integrierten Performance-Max-Experimente an. Google stellt diese als wissenschaftliche A/B-Tests bereit, mit denen sich strategische Einstellungen, kreative Ausrichtungen oder komplett neue Kampagnen-Setups statistisch sauber miteinander vergleichen lassen. Spezifische Uplift-Tests messen zudem präzise den realen Zusatznutzen von PMax im direkten Vergleich zu bereits aktiven Search-, Video- und Display-Kampagnen. Für eine valide Umsetzung in der Marketingpraxis müssen folgende Grundregeln beachtet werden: Keine Tests in Peak-Phasen: Führen Sie Experimente niemals während extremer saisonaler Schwankungen (z. B. Black Friday oder Weihnachtsgeschäft) durch. Ein-Variablen-Prinzip: Verändern Sie niemals simultan den Feed, das Budget und die Gebotsstrategie innerhalb eines Testlaufes. Ausreichend Laufzeit gewähren: Brechen Sie Experimente nicht nach wenigen Tagen ab; der Algorithmus benötigt eine adäquate Lern- und Konsolidierungsphase. Das entscheidende Erfolgskriterium ist niemals der isolierte ROAS einer einzelnen Kampagne, sondern die Frage, ob der Gesamtumsatz, der Netto-Profit und die qualifizierte Sales-Pipeline des gesamten Unternehmens signifikant steigen. Die Berechtigung von Standard Search und Standard Shopping Trotz der Omnipräsenz von PMax im Jahr 2026 wäre es ein fataler strategischer Fehler, das gesamte Werbekonto auf diesen Kampagnentyp umzustellen. Traditionelle Kampagnenformate behalten ihre fundamentale Daseinsberechtigung in einer ausbalancierten Gesamtstrategie. Klassische Standard-Suchkampagnen (Standard Search) sind nach wie vor unverzichtbar für eine lückenlose Brand Defense, die gezielte und aggressive Bewerbung von Mitbewerber-Keywords, rechtlich hochgradig regulierte Werbeaussagen sowie für spezifische B2B-Suchanfragen mit hoher Exaktheit. Über Exact-Match-Keywords stellen Sie sicher, dass die geschriebene Textanzeige perfekt mit der Suchabsicht des Nutzers korreliert – eine Präzision, die PMax systembedingt nicht garantieren kann. Ebenso bleibt Standard Shopping ein extrem mächtiges Werkzeug für die taktische Produktsteuerung. Wenn es darum geht, gezielte Abverkäufe von Restposten zu realisieren, sogenannte Ladenhüter (Zombie-SKUs) mit gezieltem Budget anzuschieben, Lagerbestände zügig abzubauen oder zeitlich stark begrenzte Promotion-Aktionen für exklusive Artikelnummern durchzuführen, bietet Standard Shopping die erforderliche granulare Kontrolle auf Produktebene. In den erfolgreichsten Werbekonten des Jahres 2026 etabliert sich daher ein hybrides Kontomodell: PMax fungiert als skalierungsstarke Basis für die breite Marktabdeckung, während Search den hochqualitativen Intent sichert und Standard Shopping für die chirurgisch präzise Feed-Steuerung eingesetzt wird. Der Paradigmenwechsel: Vom ROAS zum POAS (Profit on Ad Spend) Der klassische Return on Ad Spend stößt im modernen E-Commerce zunehmend an seine Grenzen. Er ist eine reine Umsatzmetrik. Der ROAS suggeriert Erfolg, wo unter Umständen finanzielle Verluste entstehen, da er den realen Bruttogewinn vollständig ausblendet. Ein Produkt, das 200 € Umsatz bei einer Marge von 20 % generiert, ist betriebswirtschaftlich völlig anders zu bewerten als ein Produkt, das 200 € Umsatz bei einer Marge von 60 % erzielt. Ein rein umsatzbasiertes Bidding behandelt beide Szenarien vollkommen identisch. An dieser Stelle setzt das concept des Profit on Ad Spend (POAS) an. Diese Kennzahl setzt den tatsächlichen erzielten Gewinn in Relation zu den investierten Werbeausgaben: POAS = Bruttogewinn aus Werbeinvestition / Werbekosten Um ein solches profitbasiertes Bidding in Performance Max zu implementieren, müssen detaillierte Warenkorbdaten sowie die exakten Herstellungskosten (COGS – Cost of Goods Sold) über das Google Merchant Center an Google Ads übermittelt werden. Da PMax naturgemäß darauf ausgerichtet ist, den maximalen Conversion-Wert innerhalb des Budgets zu realisieren, läuft das System ohne diesen Profit-Kontext Gefahr, margenschwache Bestseller massiv zu skalieren, während hochprofitable Produkte mangels anfänglichem Suchvolumen vernachlässigt werden. Ein hoher ROAS schützt somit nicht vor einer schwindenden Gesamtrentabilität. Fazit: Leitplanken setzen und die AI kontrollieren Performance Max präsentiert sich im Jahr 2026 als ein hochentwickeltes, exzellent steuerbares Marketing-Werkzeug. Die zentrale Aufgabe von SEA-Manager*innen und Marketing-Verantwortlichen besteht nicht mehr darin, jede einzelne Anzeigenauktion mühsam manuell nachzubauen. Ihre primäre Verantwortung liegt in der Definition glasklarer Leitplanken. Sie müssen definieren, in welchen Bereichen der Algorithmus lernen darf – und wo er rigoros blockiert wird. Wer Datenqualität, technologische Kontrollen und betriebswirtschaftliche Logiken wie den POAS intelligent miteinander verknüpft, transformiert Performance Max von einer unberechenbaren Blackbox in einen hochgradig profitablen Wachstumsmotor. FAQ zu Performance Max Kampagnen 2026 Sollte PMax 2026 Standard Search vollständig ersetzen? Nein. Performance Max ist hervorragend geeignet, um zusätzliche Reichweiten und inkrementelle Platzierungen zu erschließen. Es ersetzt jedoch keinesfalls dedizierte Suchkampagnen, bei denen Sie die absolute Kontrolle über Keywords, exakte Anzeigentexte und den Schutz Ihrer eigenen Marke benötigen. Sind Audience Signals in PMax mit einem harten Targeting gleichzusetzen? Nein. Audience Signals sind reine Orientierungshilfen für die Google AI, um die Lernphase zu beschleunigen. Sie schränken die Ausspielung nicht exklusiv ein. Um die Signalqualität zu maximieren, sollten Sie konsequent First-Party-Daten wie Customer-Match-Listen, CRM-Segmente und tiefe Webseiten-Interaktionen einspeisen. Wann ist der Einsatz von PMax-Experimenten ratsam? Der Einsatz ist immer dann dringend ratsam, wenn Sie die Inkrementalität Ihrer Kampagnen prüfen wollen. Experimente zeigen Ihnen schwarz auf weiß, ob PMax echten neuen Umsatz generiert oder lediglich Conversions verbucht, die ohnehin über Ihre organische Suche oder bestehende Search-Kampagnen eingelaufen wären. Warum verliert der ROAS als primäre Kennzahl bei PMax an Bedeutung? Weil der ROAS ausschließlich das Verhältnis von Umsatz zu Kosten misst. Da PMax autonom agiert, optimiert sie auf Umsatzvolumen. Wenn Ihr Sortiment unterschiedliche Margenstrukturen aufweist, führt dies oft dazu, dass unprofitable Produkte forciert werden. Der POAS (Profit on Ad Spend) ist hierbei die deutlich ehrlichere betriebswirtschaftliche Kennzahl. In welchen Zyklen sollte eine Performance Max Optimierung stattfinden? Ein wöchentlicher Rhythmus empfiehlt sich für das Controlling des Kanal-Mixes, die Auswertung von Suchbegriffen, das Hinzufügen von Ausschlüssen sowie die Überprüfung der Zielseiten. Monatlich sollten umfassende Audits der Markenausschlüsse, Analysen der SKU-Konzentration, die Aktualisierung der Assets und der Abgleich mit den CRM-Daten erfolgen.
E-E-A-T in der KI-Suche: Expertise und Autorität als Zitierbarkeits-Faktor
01.07.2026

Google-Rankings sind längst nicht mehr das einzige Ziel: Wer in KI-generierten Antworten auftauchen will, muss E-E-A-T neu denken. In unserer GEO-Studie haben wir über 100.000 Suchanfragen untersucht. Das Ergebnis: Die Spielregeln für Sichtbarkeit haben sich grundlegend verändert. Google AI Overviews, ChatGPT Search, Perplexity und andere LLM-basierte Systeme entscheiden eigenständig, welchen Quellen sie vertrauen; und die Parameter, nach denen sie entscheiden, entsprechen nicht immer denen, die wir vom klassischen SEO kennen. Wer in den Google-SERPs auftaucht, wird nicht automatisch auch von der KI zitiert und im schlimmsten Fall unsichtbar. Doch nach welchen Kriterien sollen Inhalte für LLM-Optimierung strukturiert sein? Und was bedeutet die SEO-GEO-Diskrepanz für altbekannte Konzepte wie E-E-A-T? E-E-A-T bezeichnet ein Prinzip, das Google schon seit Jahren in seinen Quality Rater Guidelines beschreibt – Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness. Spoiler: Auch in Zeiten von ChatGPT und Co ist das noch relevant. Warum, beschreiben wir in diesem Artikel. Das Wichtigste auf einen Blick: E-E-A-T bleibt relevant – aber die Kriterien verschieben sich. Nicht mehr die Domain ist das zentrale Vertrauenssignal, sondern der Mensch dahinter. KI-Systeme bewerten zunehmend den/ die Autor in, die inhaltliche Tiefe und den gesamten digitalen Fußabdruck statt einzelner Ranking-Faktoren. „Experience" ist das stärkste Signal in der KI-Ära. Echte Erfahrungsberichte, eigene Daten und konkrete Fallbeispiele sind für Sprachmodelle schwer zu imitieren – und werden deshalb bevorzugt zitiert. Generischer, redundanter Content wird dagegen ignoriert. Zitierfähigkeit erfordert KI-lesbare Inhalte. Klare Autorenprofile, strukturierte Daten (Schema-Markup), belegte Aussagen und in kleine „Chunks" gegliederte Absätze entscheiden darüber, ob eine Quelle in Google AI Overviews, ChatGPT oder Perplexity auftaucht. Was sich für Unternehmen konkret verändert hat Generative Engine Optimization (GEO) und Answer Engine Optimization (AEO) verändern, wie gesucht und gefunden wird. Klickzahlen rücken in den Hintergrund, Snippets und KI-Zitate treten an ihre Stelle. Diese drei Veränderungen machen E-E-A-T relevanter denn je: 1. Von der Seite zum Autor Früher war die Domain das zentrale Vertrauenssignal. Heute rückt der Mensch dahinter in den Vordergrund. Sprachmodelle versuchen zu verstehen, wer hinter einem Inhalt steht und ob diese Person als Expert*in auf dem jeweiligen Gebiet gilt. Anonyme Inhalte oder generische Unternehmenstexte ohne erkennbare Autor*innenschaft verlieren an Gewicht. 2. Von Quantität zu Tiefe Wessen bisherige Strategie es war, möglichst viele Inhalte zu möglichst vielen Keywords zu produzieren, stößt an neue Grenzen: KI-Systeme bevorzugen Content, der ein Thema wirklich durchdringt – mit echten Daten, konkreten Fallbeispielen und einer klar erkennbaren Meinung in kleinen, zitierbaren Absätzen („Chunks“). Flacher, redundanter Content wird ignoriert. 3. Von der Webseite zum digitalen Fußabdruck E-E-A-T beschränkt sich im KI-Zeitalter nicht mehr auf die eigene Website. KI-Modelle kennen das gesamte Web. Wer in Fachpublikationen zitiert wird, auf Konferenzen spricht, in Podcasts diskutiert oder in sozialen Netzwerken als Stimme zu einem Thema wahrgenommen wird, stärkt seine EEAT-Signale auch ohne direkte SEO-Maßnahmen. Wie wichtig ist E-E-A-T für LLMs? Das ursprüngliche Akronym EAT (Expertise, Authoritativeness, Turstworthiness) wurde 2022 von Google um ein zusätzliches „E“ für Experience erweitert. Seitdem steht das Modell für vier aufeinander aufbauende Qualitätsmerkmale, die zusammen bestimmen, ob ein Inhalt als vertrauenswürdig eingestuft wird: E EXPERIENCE Hat der*die Autor*in eigene, gelebte Erfahrung mit dem Thema? Echte Fallbeispiele und persönliche Einblicke sind ein starkes Qualitätssignal. E EXPERTISE Verfügt der*die Autor*in /die Organisation über nachweisbares Fachwissen? Fachliche Tiefe, korrekte Terminologie und belegte Aussagen zeigen Kompetenz. A AUTHORITATIVENESS Wird die Quelle von anderen anerkannten Stellen zitiert? Externe Verlinkungen, Erwähnungen in Fachmedien und Einträge in strukturierten Datenbanken stärken die Autorität. T TRUSTWORTHINESS Ist die Quelle transparent und genau? Angaben über Herkunft, Autor*innen, Quellen und mögliche Interessenkonflikte sind die Basis für Vertrauen. Besonders das erste „E" für Experience ist in der KI-Ära von zentraler Bedeutung: Sprachmodelle sind trainiert, generisches Wissen zu erkennen. Echte Erfahrungsberichte, spezifische Zahlen aus eigenen Projekten oder gelebte Praxis hingegen sind schwer zu imitieren und werden von KI-Systemen bevorzugt zitiert. Wie KI-Systeme E-E-A-T-Signale auswerten Klassische Suchmaschinen bewerten E-E-A-T primär über Links, strukturierte Daten und Seitenqualität. KI-Systeme gehen einen entscheidenden Schritt weiter: Sie lesen und analysieren Inhalte semantisch. Das hat weitreichende Konsequenzen. Statt nur auf Ranking-Faktoren wie zum Beispiel Keywords zu schauen, fragen KI-Systeme implizit: Welche Quelle würde ein menschlicher Experte empfehlen? Sie achten dabei auf Faktoren wie Kontext, Entität und Beziehung. Wer zitiert werden will, braucht also einerseits entsprechende Elemente und muss sie andererseits in einem Format präsentieren, das für KI-Modelle lesbar ist. LLMs untersuchen Inhalte unter anderem auf Folgendes: Autorenprofil und Biografie: Wird der*die Autor*in namentlich genannt? Sind Qualifikationen, bisherige Stationen oder Publikationen erkennbar? KI-Modelle verknüpfen Autor*innennamen mit dem Wissen, das über diese Person im Web vorhanden ist. Quellenangaben und Zitate: Inhalte, die andere verlässliche Quellen korrekt referenzieren, werden als sorgfältig wahrgenommen. Unbelegte Behauptungen hingegen sind ein Risikosignal. Konsistenz über Kanäle: Wer auf der eigenen Website, in LinkedIn-Artikeln, in Fachmedien und in Podcasts konsistent ähnliche Kernaussagen vertritt, baut eine kohärente Wissensidentität auf, die für KI-Systeme leichter greifbar ist. Strukturierte Daten/ Schema Markup: Von der KI lesbare Artikeldaten, lokale Angaben, Brand-Infos, Listicles und FAQ-Elemente helfen Sprachmodellen, Zusammenhänge zwischen Inhalten, Autor*innen und Themengebieten korrekt herzustellen. Je weniger die KI interpretieren muss, desto glaubwürdiger stuft sie den Inhalt ein. Erwähnungen in externen Quellen: Wenn anerkannte Fachmedien, Wikipedia-Artikel oder andere hochwertige Seiten eine Quelle nennen, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, von KI-Systemen als Autorität eingestuft zu werden. Was kann ich tun? Fünf E-E-A-T Maßnahmen für erfolgreiche LLM-Optimierung EEAT ist kein schnell umzusetzendes Taktik-Set, sondern eine strategische Positionierung. Wer frühzeitig beginnt, baut einen echten Wettbewerbsvorteil auf. Konkret bedeutet das: Autorenprofile einführen und pflegen: Jeder Inhalt sollte einem echten Menschen zugeordnet sein. Biografien mit LinkedIn-Profil, Qualifikationen und Themenschwerpunkten erhöhen die Glaubwürdigkeit. Eigene Studien, Daten und Fallbeispiele publizieren: Exklusive Insights sind eines der stärksten EEAT-Signals überhaupt. Eigene Umfragen, Kundendaten (anonymisiert) oder interne Analysen haben enormen Wert. Strukturierte Daten implementieren: Schema-Markup für Artikel, Personen und Organisationen hilft KI-Systemen, Verknüpfungen korrekt herzustellen. PR und digitale Erwähnungen aktiv steuern: Gastbeiträge in Fachmedien, Interviews, Wikipedia-Einträge: Externe Erwähnungen erhöhen die Autorität deiner Marke nachhaltig. Inhalte konsolidieren statt streuen: Wenige, dafür tiefe, klar strukturierte Inhalte zu abgegrenzten Kompetenzfeldern sind wirkungsvoller als viele oberflächliche Artikel zu breiten Themen. Fazit: E-E-A-T bleibt relevant – nur etwas anders Die KI-Suche verändert nicht, was gute Inhalte ausmacht. Sie verändert nur, wie diese Inhalte gefunden werden. E-E-A-T ist auch im GEO eine Grundzutat; sie ist nur nicht die Einzige: KI-freundlicher Aufbau und entsprechende Lesbarkeit der Inhalte sind ein wichtiger Zusatz. Wer E-E-A-T um diesen Grundsatz erweitert, schafft eine stabile Basis für Zitierfähigkeit. Häufige Fragen zu E-E-A-T in der KI-Suche Ist E-E-A-T in Zeiten von ChatGPT und Co. überhaupt noch relevant? Ja. Die KI-Suche verändert nicht, was guten Content ausmacht, sondern nur, wie er gefunden wird. E-E-A-T bleibt eine Grundzutat für Sichtbarkeit. Welches der vier E-E-A-T-Signale ist für LLMs am wichtigsten? Das erste „E" für Experience. Sprachmodelle sind darauf trainiert, generisches Wissen zu erkennen. Gelebte Praxis, spezifische Zahlen aus eigenen Projekten und persönliche Einblicke heben sich davon ab und werden von KI-Systemen bevorzugt herangezogen. Wie mache ich meine Inhalte für KI-Systeme zitierfähig? Eine erste Maßnahme kann das Einrichten von Autor*innenprofilen sein. Eigene Studien erhöhen die Zitierfähigkeit, während technische Optimierung für KI-Lesbarkeit sorgt. Auch die genaue Kuratierung der Inhalte und PR außerhalb der eigenen Domain können einen großen Effekt haben. Wie sichtbar sind Sie in der KI-Suche? Wir analysieren, wie LLMs Ihre EEAT-Inhalte bewerten und zeigen konkrete Maßnahmen, um Ihre Sichtbarkeit in Google AI Overviews, ChatGPT und Perplexity gezielt zu verbessern. → Jetzt kostenlosen GEO-Quickcheck anfragen!
Der Siegeszug von Agentic Commerce: Wie KI-Agenten den Handel 2026 spalten und wie Sie Ihre Marke durch GEO zukunftssicher machen
29.06.2026

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Growth Marketing

Alles auf einen Blick: Agentic Commerce: KI-Agenten übernehmen Produktsuche und Kaufabschluss autonom – die klassische Customer Journey existiert in dieser Form nicht mehr. Der deutsche E-Commerce wächst Q1 2026 um 3,6 % auf 20,4 Mrd. Euro (Quelle: bevh/BEYONDATA, April 2026) – trotz HDE-Konsumbarometer auf 3-Jahres-Tief (92,3 Punkte, Mai 2026). GEO (Generative Engine Optimization) ist der neue Optimierungsstandard für LLM-Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode – klassisches SEO allein reicht nicht mehr. Drei Umsetzungsstufen für den Mittelstand: AI Orchestrator, Customer Data Platform (CDP) und dedizierte GEO-Infrastruktur. Physischer Handel stirbt nicht – er transformiert sich zum multifunktionalen Erlebnisraum (Retail+). Die makroökonomischen Rahmenbedingungen für den deutschen Einzelhandel im Jahr 2026 verlangen Unternehmen ein Höchstmaß an strategischer Resilienz und technologischer Agilität ab. Die deutsche Wirtschaft startete im ersten Quartal 2026 mit einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Wachstum von nur 0,3 % gegenüber dem Vorquartal – getragen durch gestiegene Exporte im industriellen Sektor, während die privaten Konsumausgaben spürbar stagnierten. Die Belastungslage bleibt dabei für Konsumenten und Händler gleichermaßen angespannt. Die Inflationsrate lag im April 2026 bei +2,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Destatis), maßgeblich getrieben durch einen Energiepreisanstieg von +10,1 % infolge des Iran-Kriegs und seiner Auswirkungen auf die internationalen Rohölmärkte. Im Mai 2026 stürzte die Verbraucherstimmung folgerichtig auf ein neues Tief – das HDE-Konsumbarometer verzeichnete 92,3 Punkte, den niedrigsten Stand seit Februar 2023 (Quelle: HDE-Konsumbarometer Mai 2026, Handelsblatt Research Institute). Inmitten dieser Krise zeigt sich ein vertrautes, aber strukturell tiefgreifend verändertes Bild: Ausschließlich der digitale Vertriebskanal erweist sich als echte Wachstumsstütze. Der interaktive Handel mit Waren wuchs im ersten Quartal 2026 um 3,6 % auf rund 20,4 Milliarden Euro brutto (Quelle: bevh/BEYONDATA, April 2026). Dieses Wachstum ist 2026 kein rein quantitatives Phänomen mehr – es wird von einer technologischen Disruption getrieben, die weit über klassisches E-Commerce-Denken hinausgeht: Der Markt befindet sich mitten in der Transformation zum Agentic Commerce. Für den gehobenen Mittelstand bedeutet das einen unumkehrbaren Paradigmenwechsel in der Marktkommunikation. Wer digitale Kanäle, Produktdaten-Strukturen und Web-Infrastrukturen nicht für autonome, algorithmische Systeme optimiert, verliert die Sichtbarkeit – und damit den direkten Zugang zum Endkunden. Dieser Leitfaden analysiert die Potenziale dieser Entwicklung, beleuchtet organisatorische und rechtliche Barrieren und zeigt die konkrete Umsetzung unter den Gesichtspunkten von modernem Performance-Marketing und GEO (Generative Engine Optimization). Wie spaltet sich der deutsche Handel 2026 ökonomisch? Das Wachstum im deutschen Handel verläuft 2026 extrem heterogen und offenbart eine tiefe strukturelle Spaltung zwischen traditionellen Vertriebsformen und hochgradig automatisierten Plattformen. Ein Blick auf die Sektorperformance im ersten Quartal 2026 macht das Ausmaß dieser Spaltung greifbar: Sektor / Warengruppe Umsatz Q1 2026 Strukturelle Treiber E-Food (Online-Lebensmittelhandel) +12,3 % Zuwachs Etablierung digitaler Nachbestellroutinen; Akzeptanz automatisierter Quick-Commerce-Dienste; KI-gestützte Warenkorboptimierung. Digitale Drogeriewaren +10,1 % Flächendeckende Durchdringung des E-Rezepts katalysiert den digitalen Shift im Apothekenversandhandel. E-Pharma / Online-Apotheken +9,8 % (stärkstes Plus seit E-Rezept-Einführung) E-Rezept als struktureller Wachstumstreiber schafft krisenresistente Online-Frequenzen. Stationärer Mode- & Schuhhandel -3,8 % Umsatzrückgang Inflationsschock zwingt Verbraucher zu unmittelbarem Sparzwang im textilen Nicht-Alltagsbedarf. Signifikanter Frequenzverlust in Innenstädten. Asiatische Ultra-Fast-Commerce-Plattformen (Temu, Shein, AliExpress) +12,9 % Wachstum (990 Mio. Euro, Q1 2026) KI-gestützte Trend-Detektion in Echtzeit; vollintegrierte, algorithmisch gesteuerte Supply Chains. Marktanteil: 4,9 % des deutschen E-Commerce. Besonders die Expansion der asiatischen Akteure illustriert die veränderten Machtverhältnisse. Mit einem kumulierten Quartalsumsatz von 990 Millionen Euro kontrollieren Temu, Shein und AliExpress bereits knapp 5 % des deutschen E-Commerce-Warenmarkts – und wachsen dabei viermal schneller als der Gesamtmarkt (Quelle: bevh/BEYONDATA, April 2026). Ihr Wachstum basiert nicht auf klassischer Markenbildung, sondern auf der kompromisslosen algorithmischen Orchestrierung der gesamten Wertschöpfungskette. Parallel dazu konsolidiert sich der Markt auf etablierten Infrastrukturen: Reine Online-Marktplätze machen 2026 bereits über 56 % des digitalen Handelsvolumens in Deutschland aus – das entspricht einem Jahresumsatz von rund 46 Milliarden Euro (Quelle: bevh, Jahreszahlen 2025). Für klassische, isolierte Onlineshops ohne Marktplatz-Anbindung oder technologische Differenzierung wird die Luft in diesem hyper-kompetitiven Umfeld dünner. Fazit: Der digitale Kanal wächst strukturell, aber die Wachstumsgewinne fließen überproportional an algorithmisch optimierte Plattformen. Wer hier nicht mithält, verliert nicht nur Marktanteile – er verliert die Auffindbarkeit. Was ist Agentic Commerce? Definition und Abgrenzung Agentic Commerce bezeichnet die strukturelle Evolution des E-Commerce von menschgesteuerter, visuell basierter Suche hin zu maschinengesteuerter, autonomer Transaktion: KI-Agenten suchen, vergleichen und kaufen eigenständig – ohne dass der Konsument aktiv eingreift. Suchte der Konsument in den vergangenen zwei Jahrzehnten noch manuell über Suchschlitze oder klickte sich durch Filternavigationen in Onlineshops, delegiert er diese kognitive Last im Jahr 2026 zunehmend an persönliche KI-Assistenten und spezialisierte Software-Agenten. Diese KI-Agenten agieren nicht mehr rein reaktiv auf Basis einfacher Wenn-Dann-Befehle. Sie sind proaktiv, kontextbewusst und mit umfassenden Entscheidungskompetenzen ausgestattet. Ein typischer Kaufprozess 2026 läuft vermehrt über komplexe, mehrschichtige Prompts in natürlicher Sprache ab – zum Beispiel: „Welcher Siebträger passt in eine schmale Küche und heizt unter 5 Minuten auf?“ Die KI analysiert diese Anfrage, vergleicht Angebote plattformübergreifend, prüft Lieferzeiten und CO2-Bilanzen und bereitet den Kaufabschluss autonom vor. Das klassische Interface des Onlineshops – die grafische Benutzeroberfläche – verliert in diesem Szenario an Bedeutung. Es wird durch offene APIs und strukturierte Datenfeeds ersetzt, die von autonomen Einkaufsagenten direkt ausgelesen, bewertet und verarbeitet werden. Der Händler interagiert in erster Instanz nicht mehr mit einem menschlichen Auge, sondern mit einem Algorithmus, der unbestechlich Fakten, Strukturen und technische Verlässlichkeit prüft. Fazit: Agentic Commerce ist kein Zukunftsszenario – es ist der aktuelle Betriebsmodus der am schnellsten wachsenden Plattformen. Für den Mittelstand bedeutet das: Wer nicht maschinenlesbar ist, ist unsichtbar. Was bringt echte Hyperpersonalisierung im Zusammenspiel mit KI? Echte Hyperpersonalisierung bricht mit der Praxis, Kunden in statische soziodemografische Segmente zu pressen. Sie schafft eine dynamische, situative Eins-zu-eins-Kommunikation. Das setzt messbare Umsatz- und Kundenbindungspotenziale frei – vorausgesetzt, sie wird richtig umgesetzt. Kontextbezogene Echtzeit-Adaption der Customer Journey Moderne Hyperpersonalisierung fusioniert historische First-Party-Daten des Kunden – Kaufverhalten, Markenpräferenzen, Passformdaten – in Millisekunden mit situativen Umgebungsvariablen: lokales Wetter, Tageszeit, verwendetes Endgerät, Scrollgeschwindigkeit, Klickpfad. Besucht ein Kunde ein digitales Portal bei einem unerwarteten Kälteeinbruch, adaptiert die KI-gestützte Storefront Sortiment, visuelle Hierarchie und Argumentation vollautomatisch im Moment des Seitenaufbaus. Die implizite Intention des Nutzers wird antizipiert – Sucharbeit entfällt. Reduktion kognitiver Last durch intelligente Kuration In einer Welt permanenter digitaler Reizüberflutung leiden Verbraucher zunehmend unter "Choice Paralysis" – der Lähmung angesichts unüberschaubarer Produktmengen. Hyperpersonalisierte KI-Schnittstellen fungieren als verlässliche Filter: Sie präsentieren ausschließlich Produkte mit echter Relevanz für die individuelle Lebensrealität des Nutzers. Das messbare Ergebnis: Mittelständische Unternehmen, die KI-basierte Empfehlungs-Engines implementieren, steigern ihre Conversion Rates stabil um 15 bis 20 %, während Retourenquoten durch präzisere Bedarfsvorhersagen signifikant sinken. Der schmale Grat zum 'Creepy-Faktor' Technologische Machbarkeit ist eine Sache. Konsumentenverhalten eine andere. Aktuelle Studien von ECC Köln und Capgemini zeigen: Knapp 89 % der Befragten empfinden zu aufdringliche, scheinbar allwissende Ansprache als unangenehm und brechen den Kaufprozess umgehend ab. Wer das Gefühl erzeugt, digital belauert zu werden – etwa durch unaufgefordertes Einblenden von Rabatten für ein Produkt, über das der Nutzer kurz zuvor gesprochen hat – zerstört Markenvertrauen nachhaltig. Hyperpersonalisierung muss deshalb stets assistierend, diskret und mit unmittelbarem Mehrwert für den Kunden orchestriert werden. Das ist kein Widerspruch – es ist das Designprinzip. Was ist GEO (Generative Engine Optimization) – und warum kollabiert klassisches SEO? GEO (Generative Engine Optimization) ist der neue Industriestandard für digitale Sichtbarkeit in einer Welt, in der KI-Systeme die Suche dominieren. GEO optimiert Inhalte gezielt für die Retrieval-Systeme großer Sprachmodelle (LLMs) – damit Marken in den synthetisierten Antworten von ChatGPT, Google AI Mode oder Perplexity als verifizierte Primärquelle erscheinen, nicht nur in einer Linkliste. Wer Marketingbudgets weiterhin exklusiv für traditionelle SEO-Metriken wie Keyword-Dichten, starre Meta-Tags oder rein quantitativen Linkaufbau aufwendet, optimiert für ein Auslaufmodell des Internets. Der fundamentale Unterschied: Von der Linkliste zur synthetisierten Antwort Strategisches Kriterium Klassisches SEO GEO (Generative Engine Optimization) Zielmedien & Infrastruktur Traditionelle Suchschlitze (Google Core, Bing Core, Yahoo). Große Sprachmodelle (LLMs), konversationelle KI-Suchmaschinen, autonome Shopping-Agenten. Art des Nutzer-Inputs Fragmentierte Keywords (z. B. 'Premium Kaffeemaschine Test'). Komplexe, natürliche Sätze (z. B. 'Welcher Siebträger passt in eine schmale Küche und heizt unter 5 Minuten auf?'). Format der Ausgabe Fragmentierte Linklisten mit URLs, Anzeigen und Featured Snippets. Vollständig ausformulierte Direktantworten mit eingebetteten Quell-Zitaten. Zentrale Erfolgsmetriken Organische CTR, Keyword-Rankings Position 1–10, Impressions. Citation Share in KI-Antworten, Sentiment-Score innerhalb des LLM-Modells, Entity-Dominanz. Die vier GEO-Hebel für zukunftssichere Marken Um in der Ära des Agentic Commerce nicht in die digitale Unsichtbarkeit abzugleiten, müssen Unternehmen ihre Web-Inhalte und Produktdaten nach maschinenzentrierten Mustern aufbereiten. Diese vier Säulen bilden den Kern jeder erfolgreichen GEO-Strategie: Umfassendes Advanced Schema Markup: KI-Crawler benötigen standardisierte Datenformate, um Entitäten fehlerfrei zu mappen. Jedes Produkt muss mit verschachtelten Product-, Offer-, Brand-, Review- und Organisation, Schema-Auszeichnungen im Quelltext hinterlegt sein. Technische Spezifikationen, Materialzusammensetzungen, Herkunftsländer, Zertifizierungen und tagesaktuelle Lagerbestände müssen maschinenlesbar vorliegen – damit ein Einkaufsagent die logistische Machbarkeit einer Transaktion sofort verifizieren kann. Factual Authority statt Marketing-Floskeltext: Generative Answer Engines bevorzugen unumstößliche, empirisch überprüfbare Fakten. Werbliche Phrasen wie revolutionär oder unbeschreiblich wolkenweiches Laufgefühl werden von KI-RAG-Systemen ignoriert. GEO verlangt harte, strukturierte Evidenz: Zwischensohle aus E-TPU mit 4 mm Sprengung, 240 g in Größe 42, Obermaterial aus 80 % zertifiziert recyceltem Polyester-Gewebe. Ganzheitliches, plattformübergreifendes Rezensions-Management: KI-Suchsysteme scannen das gesamte digitale Ökosystem – Bewertungsportale, Verbraucherforen, Social-Media-Diskussionen, redaktionelle Testberichte. Der Sentiment-Score einer Marke innerhalb eines LLMs entscheidet, ob ein Produkt als Top-Empfehlung oder als Risikoauswahl ausgegeben wird. Zitierfähige, algorithmenfreundliche Content-Architekturen: Textinhalte auf Landingpages und Kategorieseiten müssen so strukturiert sein, dass KI-Modelle sie ohne großen Rechenaufwand fragmentarisch extrahieren können. Core-Statements direkt am Absatzanfang, HTML-Vergleichstabellen, logisch aufgebaute W-Fragen-Strukturen (FAQs mit klaren Antworten) – all das erleichtert es Crawlern, Ihre Inhalte direkt als Quelle auszuweisen. Fazit: GEO ist kein optionales Add-on zum SEO-Budget – es ist die neue Grundvoraussetzung für digitale Sichtbarkeit. Laut einer Studie der Princeton University und dem IIT Delhi erhöhen Statistiken mit Quellenangaben die LLM-Zitierwahrscheinlichkeit um bis zu 33 %. Was bremst den Mittelstand? Strukturelle Hürden bei der Umsetzung Trotz evidenter strategischer Vorteile zögern signifikante Teile des deutschen Mittelstands bei der konsequenten Implementierung von KI-Systemen und GEO-Strukturen. Diese Lähmung hat konkrete Ursachen: Der Investitionsstau: Modernisierung auf Eis Drastisch gestiegene Bau- und Finanzierungskosten haben viele Unternehmen in einen massiven Investitionsstau getrieben. Laut aktuellen KPMG-Daten zum deutschen Einzelhandel hat sich der durchschnittliche Komplettumbau-Zyklus für physische Ladengeschäfte auf 10,3 Jahre verlängert – im Lebensmitteleinzelhandel sogar auf historische 12 Jahre. Das inhärente Risiko: Wer aus betriebswirtschaftlicher Vorsicht auch die digitalen Transformationsbudgets einfriert, gerät in eine technologische Abwärtsspirale. Digitale Infrastrukturen altern 2026 nicht mehr in Dekaden, sondern in Monaten. Historisch gewachsene Datensilos In einer erschreckend hohen Zahl mittelständischer Unternehmen kommuniziert das ERP-System nicht in Echtzeit mit dem CRM. Das Onlineshop-Backend ist nicht synchronisiert mit den POS-Systemen der stationären Filialen. Für autonome KI-Einkaufsagenten, die auf millisekundenschnelle, synchrone Datenabfragen angewiesen sind, stellen solche Silo-Infrastrukturen ein unüberwindbares Hindernis dar – und führen zum sofortigen Ausschluss aus der algorithmischen Kaufauswahl. Regulatorische Verschärfungen durch den EU AI Act Mit dem vollständigen Greifen des EU AI Act in Kombination mit der DSGVO ist der Einsatz von Black-Box-Algorithmen im Marketing mit erheblichen Haftungsrisiken verbunden. Automatisierte Systeme für Dynamic Pricing oder personalisierte Rabattvergabe müssen transparent, auditierbar und diskriminierungsfrei sein. Mittelständische Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre MarTech-Infrastruktur die regulatorischen Vorgaben exakt erfüllt. Das Verkaufsflächen-Paradoxon: Stirbt der stationäre Handel wirklich? Wer aus dem Siegeszug des Agentic Commerce voreilig den vollständigen Tod des stationären Einzelhandels ableitet, erliegt einer Fehlinterpretation der Marktdaten. Die KPMG-Erhebungen offenbaren eine auf den ersten Blick widersprüchliche Anomalie: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die absolute Zahl der physischen Ladengeschäfte in Deutschland um 23,7 % auf rund 296.600 Standorte zurückgegangen – allein zuletzt schlossen bundesweit rund 4.900 Filialen. Trotz dieses Ladensterbens bleibt die kumulierte Gesamtverkaufsfläche mit rund 124,8 Millionen Quadratmetern absolut stabil. Diese Kennzahl beweist eine massive Marktkonzentration: Erfolgreiche Filialen werden physisch expandiert, weil sie eine neue strategische Funktion übernehmen müssen. Sie wandeln sich vom austauschbaren Point of Sale hin zu einem multifunktionalen Erlebnis-, Begegnungs- und Aufenthaltsraum – Retail+ –, der Gastronomie, Event-Konzepte, Co-Working-Bereiche und hochgradig personalisierte Fachberatung nahtlos miteinander verschmilzt. Die Kehrseite dieser Entwicklung: Bereits knapp jedes zweite deutsche Shopping-Center (47 %) kämpft mit einer strukturellen Leerstandsquote von über 5 % – im Vor-Corona-Jahr 2019 lag dieser Anteil bei nur 19 %. Zudem berichten 38 % der Centermanager von einer spürbaren Verschlechterung der Sicherheitslage im urbanen Umfeld. Intelligentes, KI-gestütztes Performance-Marketing nutzt First-Party-Daten, um Konsumenten online gezielt in physische Flagship-Stores zu lenken – weil eine tiefe, nachhaltige Markenbindung in einer rein digitalen Sphäre nachweislich nicht in gleicher Tiefe reproduzierbar ist. Fazit: Der physische Handel stirbt nicht – er transformiert sich. Die Flächen der Gewinner wachsen. Die Verlierer schließen. Entscheidend ist die Fähigkeit, digitale und physische Touchpoints nahtlos zu verzahnen. In drei Stufen zur KI-Exzellenz: Der Handlungsleitfaden für den Mittelstand Um den Wandel zum Agentic Commerce aktiv zu gestalten und maximale GEO-Sichtbarkeit zu generieren, sollten mittelständische Händler und Herstellermarken diese dreistufige Roadmap priorisieren: Stufe 1: Den Rollenwandel zum "AI Orchestrator" vollziehen Befreien Sie Ihre Marketing- und Content-Teams von manuellen Routineaufgaben wie dem Verfassen standardisierter Produktbeschreibungen oder dem manuellen Aufbau von Mailings. Etablieren Sie stattdessen die strategische Schlüsselrolle des AI Orchestrators. Die Kernaufgabe verlagert sich von der operativen Content-Kreation hin zur algorithmischen Steuerung, der Definition ethischer Leitplanken (Guardrails), der kontinuierlichen Performance-Überwachung und der Einspeisung von hochwertigem, proprietärem Datenmaterial. Stufe 2: Kompromisslose Etablierung einer Customer Data Platform (CDP) Brechen Sie historisch gewachsene Datensilos auf. Eine moderne CDP aggregiert sämtliche digitalen und analogen Interaktionspunkte eines Kunden – vom Klickverhalten im Onlineshop über Kundenservice-Interaktionen bis hin zu Transaktionsdaten an stationären Kassen. Erst wenn diese First-Party-Datenbasis in Echtzeit synchronisiert bereitsteht, können KI-Engines den Konsumenten situativ, hochgradig personalisiert und ohne "Creepy-Faktor" ansprechen. Stufe 3: Aufbau einer dedizierten GEO-Infrastruktur Stellen Sie Ihre Produktdaten-Infrastruktur von der Darstellung für menschliche Augen um auf primär maschinenlesbare Optimierung. Sichern Sie die semantisch logische Verknüpfung sämtlicher technischer Attribute über standardisierte Schema-Formate. Richten Sie Ihre Content-Marketing-Strategie konsequent auf die Beantwortung komplexer, relationaler Suchanfragen aus und etablieren Sie unanfechtbare Factual Authority in Ihrem Marktsegment. internetwarriors GmbH: Ihr zertifizierter Partner für GEO und Agentic Commerce Die tektonischen Verschiebungen der Handelslandschaft 2026 dulden keine strategischen Kompromisse mehr. Der Aufstieg autonomer KI-Einkaufsagenten, die räumliche Konsolidierung der Verkaufsflächen und der Wandel von SEO zu GEO zwingen den Mittelstand zu sofortigem, entschlossenem Handeln. Als spezialisierte, inhabergeführte Full-Service-Agentur für Online-Marketing begleiten wir mittelständische Händler und Herstellermarken Schritt für Schritt bei dieser Transformation – und verwandeln technologische Komplexität in nachhaltige, messbare Wettbewerbsvorteile: Ganzheitliche GEO- & AEO-Audits: Wir analysieren die Maschinengängigkeit Ihrer Datenstrukturen und optimieren Quelltexte und Datenfeeds gezielt so, dass Ihre Sortimente von ChatGPT, Google AI Mode und Perplexity als verifizierte Primärquelle zitiert werden. Skalierbare First-Party-Daten-Architekturen: Wir konzipieren, implementieren und überwachen DSGVO-konforme Customer Data Platforms, die das technische Fundament für rechtssichere Hyperpersonalisierung bilden. Hocheffizientes Omnichannel- & Performance-Marketing: Wir verknüpfen Ihre digitalen Kampagnen nahtlos mit Ihren physischen Standorten – durch datengetriebene Geomarketing-Strategien, die Kundenfrequenz und Customer Lifetime Value maximieren. Jetzt handeln – GEO-Erstgespräch sichern Sichern Sie sich den entscheidenden technologischen Vorsprung und machen Sie Ihre Marke unübersehbar für die Ära der KI-Agenten. Kontaktieren Sie die internetwarriors GmbH noch heute: www.internetwarriors.de | info@internetwarriors.de | +49 30 970 03 870 Quellen & Datengrundlagen bevh/BEYONDATA: Interaktiver Handel in Deutschland, Q1 2026, April 2026 (bevh.org) Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex April 2026, Mai 2026 (destatis.de) HDE-Konsumbarometer Mai 2026, Handelsblatt Research Institute im Auftrag des HDE (einzelhandel.de/konsumbarometer) KPMG: Studie Handel Deutschland 2025/2026 (kpmg.de) ECC Köln / Capgemini: Verbraucherstimmung Hyperpersonalisierung 2026 Princeton University / IIT Delhi: GEO – Generative Engine Optimization (SSRN, 2023/2024) internetwarriors GmbH: GEO-Studienreihe, 240 Prompts, 12 Branchen, 5.317 URLs, Deutscher Markt, 2026 (internetwarriors.de/geo)
Strukturierte Daten für die KI-Suche
22.06.2026

Nadine
Wolff
Kategorie:
SEO

Das Wichtigste in Kürze Strukturierte Daten entscheiden heute mit, ob KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity und die Google AI Overviews deine Marke als Quelle erkennen und zitieren. Den Vorsprung bringen nicht FAQPage und Product , sondern die kaum genutzten Typen – allen voran DefinedTerm und sameAs (Wikidata/Wikipedia). Schema ist ein Verstärker, kein Zauberschalter: Das Markup muss zum sichtbaren Inhalt passen. Die Nutzung von strukturierten Daten war jahrelang ausschließlich für Google ein Thema. Unter dem Oberbegriff “Markup für Rich Snippets” hat Google auch weiterhin noch seine eigenen Regeln im Umgang mit den strukturierten Daten auf eine Website. Mit dem Aufstieg von ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und Google AI Mode (und weitere) ist daraus etwas anderes geworden: die Infrastruktur, über die KI-Systeme deine Marke als Quelle erkennen, einordnen und zitieren. Die spannende Nachricht für den jetzigen Umgang mit strukturierten Daten: Die größten Hebel liegen nicht mehr bei den klassischen Implementierungen für FAQPage und Product (die nutzt inzwischen jeder), sondern bei den schema.org-Typen, die fast niemand einsetzt. Genau dort entsteht gerade ein Vorsprung. Vom Rich Snippet zur Entity-Infrastruktur Wer SEO macht, kennt strukturierte Daten als Mittel zum Zweck: Markup integrieren, Sternchen-Bewertungen und FAQ-Akkordeons in der Google-Suche raus. Dieser Job existiert weiter und ist weiterhin wichtig. Aber die eigentliche Verschiebung passiert eine Ebene tiefer. KI-Suchsysteme synthetisieren Antworten aus mehreren Quellen, statt zehn blaue Links auszuspielen. Damit eine Marke/Brand in dieser Antwort überhaupt auftaucht, muss das System verstehen: Was ist das hier? Welche Entität? Welche Fakten gehören dazu? Ist die Quelle vertrauenswürdig? Genau diese Fragen beantwortet sauber implementiertes Schema-Markup. Der Wendepunkt kam im März 2025. Innerhalb weniger Tage äußerten sich beide großen Player zur Rolle von Structured Data für ihre KI-Systeme: Fabrice Canel (Principal Product Manager bei Microsoft Bing) bestätigte auf der Bühne beim SMX München, dass Schema-Markup Microsofts LLMs beim Verstehen von Web-Inhalten hilft (Quelle LinkedIn ). Kurz darauf betonte Google beim Search Central Live in New York (20. März 2025), dass strukturierte Daten für ihre KI-Systeme wertvoll seien. (Quelle Search Engine Roundtable ). Damit war die jahrelange Debatte, ob KI-Systeme Schema „überhaupt nutzen", zumindest für die Such-getriebenen Systeme (Bing Copilot, Google AI Overviews und AI Mode) offiziell beantwortet. Die bekannten schema.org Typen. Das Pflichtprogramm Bevor es um die spannenden Typen geht, kurz das Fundament. Diese gehören auf jede ernstzunehmende Seite. Man könnte sogar so weit gehen, dass die Pflichttypen kein Wettbewerbsvorteil mehr sind, weil sie mittlerweile Standard sind. Organization / LocalBusiness: verankert die Marke als Entität Article: mit Autor, Publisher und Datum als Glaubwürdigkeits-Signale FAQPage: Frage-Antwort-Paare, die LLMs gern direkt als Antworten nutzen Product / Offer: für E-Commerce Bereiche HowTo und BreadcrumbList: Prozess-Content und Seitenhierarchie Die unterschätzten Typen. Hier entsteht der Vorsprung DefinedTerm und DefinedTermSet Ist das mit Abstand am meisten unterschätzte Markup. Wenn du nur einen Typ aus diesem Artikel mitnimmst, dann diesen. Kaum eine Seite setzt ihn ein, für KI-Systeme ist er aber besonders wertvoll. Der Aufwand ist meist gering, weil die Glossar-Inhalte ohnehin schon auf der Seite stehen. DefinedTerm macht aus deinem Glossar eine strukturierte Key-Value-Ressource: Begriff, Synonyme, Definition, URL. Statt Fließtext zu parsen, bekommt das KI-System ein sauberes „Dieser Begriff bedeutet exakt das". Für jede Marke mit Fachvokabular (z.B. in den Bereichen B2B, SaaS, Nischenprodukte) ist das ein direkter Hebel auf Definitionsfragen. Ein Beispiel der Nutzung in JSON-LD { "@context": " https://schema.org ", "@type": "DefinedTermSet", "name": "GEO-Glossar", "url": " https://www.internetwarriors.de/glossar ", "hasDefinedTerm": [ { "@type": "DefinedTerm", "name": "Generative Engine Optimization", "alternateName": "GEO", "description": "Die Optimierung von Inhalten für die Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews.", "url": " https://www.internetwarriors.de/glossar/geo ", "inDefinedTermSet": " https://www.internetwarriors.de/glossar " } ] } Die Struktur hat zwei Ebenen: ein Container und seine Einträge: Die äußere Ebene = das Glossar selbst ( DefinedTermSet ) @context: sagt jedem Parser „das Vokabular hier ist schema.org". Steht praktisch immer ganz oben. @type: "DefinedTermSet": die Ansage „Das hier ist eine Sammlung von Fachbegriffen", also ein Glossar. name / url : Name und Adresse genau dieser Glossar-Sammlung: hier deine Glossar-Übersichtsseite. Die innere Ebene = die einzelnen Einträge ( hasDefinedTerm ) hasDefinedTerm: die eckigen Klammern […] machen das zu einer Liste. Hier liegen alle einzelnen Begriffe drin: Im oben genannten Beispiel nur einer, du kannst aber beliebig viele aneinanderreihen (jeweils durch Komma getrennt). Jeder Eintrag in dieser Liste ist ein DefinedTerm mit: @type:"DefinedTerm" : „Das hier ist ein einzelner definierter Begriff." name : der Begriff selbst: „Generative Engine Optimization". alternateName : Synonyme oder Abkürzungen, in diesem Beispiel „GEO". Das ist sehr praktisch, weil so die verschiedenen Suchanfragen abgedeckt werden. description : die eigentliche Definition des Begriffs. Aus diesen Inhalten zieht sich die KI oft die Info url : die konkrete Detail-/Unterseite (oder ein Anker) für genau diesen Begriff. inDefinedTermSet : der Rückverweis auf das übergeordnete Glossar (dieselbe URL wie oben beim Set). Damit ist der Eintrag eindeutig dem Glossar zugeordnet. Das schließt den Kreis zwischen beiden Ebenen. sameAs – die unscheinbare Property mit der größten Wirkung sameAs ist technisch gesehen kein eigener Typ in schema.org, sondern eine Property und ausgerechnet die wird fast überall verschenkt. Die meisten Implementierungen verlinken zum Beispiel auf LinkedIn und gut ist. Der eigentliche Mehrwert liegt woanders: Wikidata und Wikipedia. Wikidata ist die kanonische Wissensbasis hinter Google, ChatGPT, Claude und Perplexity. Wer seine Entität dort verankert, klinkt sich genau in die Quelle ein, aus der diese Systeme ihr Weltwissen ziehen. Das ist der am besten belegbare Schritt überhaupt. Nicht zuletzt, weil er direkt am Knowledge Graph ansetzt, nicht an vagen LLM-Vermutungen. Ein Beispiel der Nutzung in JSON-LD { "@context": " https://schema.org ", "@type": "Organization", "name": "internetwarriors GmbH", "url": " https://www.internetwarriors.de ", "sameAs": [ " https://www.wikidata.org/wiki/Q ...", " https://de.wikipedia.org/wiki/ ...", " https://www.linkedin.com/company/internetwarriors ", " https://www.crunchbase.com/organization/ ..." ] } Dataset - Wenn du eigene Daten hast, zeig sie als Daten Hast du eigene Studien, Benchmarks, Marktzahlen oder Auswertungen? Dann signalisiere mit Dataset , dass es sich um originäre Daten handelt und nicht um nacherzählte Fakten. KI-Systeme bevorzugen Primärquellen, weil sie das Halluzinationsrisiko senken. Genau hier hebst du dich von der Masse der Sekundär-Content-Seiten ab. Infos und Beispiele zur Implementierung unter: https://schema.org/Dataset ItemList und ClaimReview – Struktur für einzigartige Aussagen Mit ItemList machst du Rankings, Vergleiche und Aufzählungen maschinenlesbar z.B. etwa für „beste X für Y"-Artikel, nach denen Nutzer vor einer Kaufentscheidung suchen. Statt eine Liste aus dem Fließtext herauslesen zu müssen, bekommt die Suchmaschine die Reihenfolge sauber serviert. ClaimReview zeichnet einzelne, überprüfte Aussagen aus, ursprünglich für Faktenchecks gedacht. Bei Google ist der Funktionsumfang inzwischen reduziert, deshalb keine Wunder erwarten. Wer aber klar kennzeichnen will, worauf eine Aussage beruht, liegt damit nicht falsch. Infos und Beispiele zur Implementierung unter: https://schema.org/ItemList und unter https://schema.org/ClaimReview Größten Effekte erzielen: Typen kombinieren statt einzeln einsetzen Der größte Fehler ist, auf einen einzelnen „magischen" Typ zu setzen. Analysen deuten konsistent in eine Richtung: Es ist die Kombination, die wirkt. Ein gestapelter Ansatz aus Arictle + FAQPage + BreadcrumbList + DefinedTerm + HowTo schlägt in der Praxis Seiten mit nur einem Schema-Typ deutlich. Aber auch hier muss man realistisch sein: Viel hilft nicht viel. Ehrlich bleiben: Schema ist ein Verstärker, kein Zauberschalter Ein Wort zur Einordnung, weil der Markt gerade von Heilsversprechen überquillt. Vieles, was als „340 % mehr KI-Zitate"-Statistik kursiert, ist nicht unabhängig belegt und stammt oft aus Quellen, die genau diese Leistung verkaufen. Google selbst stellt klar: Schema allein garantiert keine Aufnahme in AI Overviews. Und es gibt einen wichtigen technischen Vorbehalt: Tests zeigen, dass LLMs JSON-LD teilweise schlicht als zusätzlichen Text auf der Seite lesen und nicht zwingend als geparste Struktur. Das heißt im Klartext: Ein guter Teil der Wirkung kommt nicht vom Schema- Label , sondern daher, dass dich strukturierte Daten zwingen, deine Fakten sauber, eindeutig und maschinenlesbar abzulegen. Das Label hilft den such-basierten Systemen wie Bing oder Google, der saubere Inhalt hilft allen. Das ist keine Schwäche der Strategie, im Gegenteil. Es bedeutet nur: Markup ohne sauberen, übereinstimmenden Seiteninhalt bringt nichts. Beides muss zusammenpassen. Du bist dir nicht sicher, ob deine strukturierten Daten für die KI-Suche fit sind oder deine Marke in ChatGPT, Perplexity und den Google AI Overviews überhaupt auftaucht? Genau da setzen wir an. Die internetwarriors prüfen dein bestehendes Schema-Markup, verankern deine Marke als Entität (Stichwort Wikidata) und zeigen dir die Hebel, die bei dir den größten Unterschied machen. Jetzt kostenloses Erstgespräch vereinbaren. FAQ Welcher Schema-Typ bringt für GEO am meisten? Der am stärksten unterschätzte und zugleich am besten belegbare Hebel ist sameAs mit Verlinkung auf Wikidata und Wikipedia, dicht gefolgt von DefinedTerm für Fachvokabular. Der größte Gesamteffekt entsteht durch die Kombination mehrerer Typen. Reicht JSON-LD oder brauche ich Microdata? JSON-LD ist das von Google und allen großen Plattformen bevorzugte Format. Microdata und RDFa funktionieren, sind aber nicht empfehlenswert. Garantiert Schema die Sichtbarkeit in KI-Antworten? Nein. Schema ist ein Verstärker, kein Schalter. Es macht deine Marke und deine Fakten eindeutig. Die Aufnahme hängt zusätzlich von Content-Qualität, Autorität und Übereinstimmung von Markup und Seite ab. Wie prüfe ich, ob mein Markup korrekt ist? Mit Googles Rich Results Test und dem Schema.org-Validator. Beide zeigen dir Fehler und Warnungen an. Ungültiges Markup bringt keinen Nutzen. Der Test sollte also vor jedem Livegang stehen. Hier findest du die Verlinkungen zu den Tools
Display-Kampagnen werden eingestellt – Was das für deine Google Ads Strategie bedeutet
01.06.2026

Markus
Beck
Kategorie:
SEA

Das Wichtigste in Kürze Das Ende einer Ära: Google stellt eigenständige Display-Kampagnen als separaten Kampagnentyp ein. Die vollständige Migration zu Demand Gen wird bis 2027 abgeschlossen sein. GDN bleibt erhalten: Das Google Display Netzwerk (GDN) verschwindet nicht. Es fungiert künftig als reines Inventar-Placement innerhalb von Demand Gen und lässt sich bei Bedarf weiterhin exklusiv ansteuern. Ganzheitlicher Ansatz: Demand Gen bündelt das GDN, YouTube (In-Stream & Shorts), Discover, Gmail und Google Maps unter einem gemeinsamen technologischen Dach. Performance-Plus: Laut Google-Daten erzielen Werbetreibende, die das GDN über Demand Gen nutzen, im Schnitt ein ROI-Plus von 9,5 %. Handlungsbedarf: Google stellt ab Juni 2026 ein Upgrade-Tool bereit. Dennoch sollten Advertiser den Übergang proaktiv steuern, statt auf die automatische Migration zu warten. Wer in Google Ads seit Jahren auf klassische Display-Kampagnen setzt, muss jetzt umdenken: Google hat offiziell das Ende eigenständiger Display-Kampagnen angekündigt. Bis 2027 wird die Migration abgeschlossen sein. Alle Display-Aktivitäten ziehen fest in den 2023 eingeführten Kampagnentyp Demand Gen um. Dahinter steckt weit mehr als eine rein kosmetische Benennung. Es ist der finale Schritt einer strategischen Neuausrichtung: Weg von der starren, silobasierten Verwaltung einzelner Kanäle, hin zu einer KI-gestützten, plattformübergreifenden Aussteuerung visueller Assets. Die Timeline: Was passiert wann? Der Übergang erfolgt schrittweise, um Werbetreibenden ausreichend Zeit für Tests und Anpassungen zu geben: Ab Juni 2026: Google rollt schrittweise ein integriertes Migrations-Tool in den Accounts aus. Berechtigte Werbetreibende können bestehende Display-Kampagnen damit direkt in Demand Gen-Strukturen überführen. Im weiteren Verlauf: Die Funktion, komplett neue, eigenständige Display-Kampagnen anzulegen, wird deaktiviert. Updates und neue Features werden ab sofort ausschließlich für Demand Gen entwickelt. Bis 2027: Die Pipeline der automatischen Migration wird final abgeschlossen. Alle verbliebenen Display-Kampagnen werden von Google systemseitig umgestellt. Quelle: Google - https://blog.google/products/ads-commerce/google-display-ads-demand-gen/ Googles Begründung für diesen Schritt deckt sich mit der Realität im modernen E-Commerce: Nutzerpfade verlaufen längst nicht mehr linear. Potenzielle Kunden springen im Minutentakt zwischen YouTube-Shorts, den Discover-Feeds, Gmail und klassischen Blogs hin und her. Demand Gen wurde exakt dafür entwickelt, diese Touchpoints nativ miteinander zu verknüpfen. Was ist Demand Gen und was bleibt vom GDN? Kurz gesagt: Demand Gen ist darauf ausgelegt, aktiv Nachfrage zu generieren (Mid- und Upper-Funnel), anstatt nur bestehendes Suchvolumen abzugreifen. Die Anzeigen werden auf den reichweitenstärksten und visuell dominantesten Google-Oberflächen ausgespielt: YouTube, Discover, Gmail, Google Maps und das Google Display Netzwerk. Wichtige Entwarnung für Pure-Display-Strategien: Wer aus Budget- oder Branding-Gründen ausschließlich im Google Display Netzwerk (GDN) werben möchte, behält diese Kontrolle. Über erweiterte Kanalsteuerungen innerhalb von Demand Gen lässt sich die Ausspielung bei Bedarf auf das reine GDN begrenzen. Der Umzug bedeutet also keinen automatischen Zwang zur Videoproduktion oder zur Nutzung von YouTube, sondern bietet dies primär als Option an. Die zentralen Änderungen für Werbetreibende Die Konsolidierung bringt strukturelle Verschiebungen im täglichen Kampagnenmanagement mit sich: Algorithmus statt Mikromanagement Klassische Display-Kampagnen erlaubten oft ein sehr granulares, manuelles Targeting auf Placement- oder Anzeigengruppenebene. Demand Gen verlagert den Fokus: Die KI übernimmt einen Großteil der Echtzeit-Aussteuerung. Der Hebel für Advertiser verschiebt sich damit massiv von technischen Einstellungen hin zur strategischen Zielgruppen- und Creative-Bereitstellung. Markensicherheit und Ausschlüsse Ein kritischer Punkt bei jeder automatisierten Umstellung ist die Brand Safety. Google sichert zu, dass bestehende Content-Ausschlüsse und Brand-Safety-Einstellungen bei der Migration über das Tool berücksichtigt werden. Dennoch gilt: Nach dem Upgrade sollten alle Ausschlüsse manuell im neuen Setup validiert werden. Reporting und Datenlogik Die isolierte Reporting-Ebene für reine Display-Daten falls weg. Zwar lassen sich kanalspezifische Daten im Demand-Gen-Reporting weiterhin herausfiltern, die Attributions- und Auswertungslogik folgt jedoch dem ganzheitlichen Multi-Channel-Ansatz von Google. Quelle: Google - https://blog.google/products/ads-commerce/google-display-ads-demand-gen/ Lohnt sich der Wechsel? Ein Blick auf die Zahlen Die ersten von Google veröffentlichten Leistungsdaten zeigen positive Tendenzen: Werbetreibende erzielen durch die Nutzung des GDN innerhalb von Demand Gen im Schnitt 9,5 % mehr ROI. In einer globalen Fallstudie des Fooddelivery-Dienstes GoFood führte das kombinierte Setup zu einer Senkung des CPA um 24 % bei gleichzeitig 19 % mehr Conversions. Quelle: Google - https://blog.google/products/ads-commerce/google-display-ads-demand-gen/ Auch wenn herstellereigene Studien immer Idealbedingungen widerspiegeln, zeigt die Praxis: Demand Gen belohnt First-Party-Daten und hochwertige visuelle Assets. Wer über saubere Kundenlisten (Customer Match) und maßgeschneiderte Lookalike Audiences verfügt, wird durch die KI-gestützte Aussteuerung spürbare Performance-Vorteile sehen. Strategischer Fahrplan: Was du jetzt tun solltest Wer bis zur automatischen Zwangsmigration wartet, verschenkt wertvolle Optimierungszeit und verliert die Kontrolle über seine historische Datenbasis. Wir empfehlen folgende Schritte: Auditierung des Ist-Zustands: Analysiere deine aktuellen Display-Kampagnen. Welche dienen dem Retargeting, welche der reinen Brand Awareness? Diese Clusterung bestimmt dein späteres Demand-Gen-Setup. Zielgruppen-Infrastruktur stärken: Da Demand Gen stark auf Googles Audience Intelligence basiert, sollten Custom Segments, Customer Match und Lookalike-Strukturen fehlerfrei implementiert sein. Asset-Produktion hochfahren: Auch wenn statische Banner vorerst ausreichen, entfaltet Demand Gen sein volles Potenzial erst im Zusammenspiel mit Video (z. B. Shorts). Nutze die Zeit, um kurze, visuell starke Video-Assets aufzubauen. Parallele Testphasen starten: Setze frühzeitig eigene Demand Gen-Kampagnen parallel zu deinen Core-Display-Kampagnen auf, um Algorithmen anzulernen und direkte Performance-Vergleiche zu ziehen. Fazit Das Ende der eigenständigen Display-Kampagne markiert das Ende des manuellen Bannermanagements bei Google Ads. Doch das Google Display Netzwerk stirbt nicht, es zieht lediglich in ein moderneres, KI-getriebenes Ökosystem ein, das für die heutigen, fragmentierten Nutzerpfade deutlich besser gerüstet ist. Wer den Wechsel jetzt strategisch plant und seine Creatives anpasst, sichert sich frühzeitig einen spürbaren Wettbewerbsvorteil. Du benötigst Unterstützung bei der Migration oder willst deine Google Ads-Struktur zukunftssicher aufstellen? Kontaktiere unser Paid Ads-Team für eine datenbasierte Migrationsstrategie ohne Reichweitenverlust. FAQ – Häufige Fragen zur Display-Migration Wann genau werden Display-Kampagnen eingestellt? Der gesamte Prozess soll bis 2027 abgeschlossen sein. Ab Juni 2026 stellt Google ein Migrationstool im Interface bereit; im weiteren Verlauf wird das Erstellen neuer Standalone-Display-Kampagnen sukzessive deaktiviert. Sollte ich auf das automatische Google-Tool warten? Das Tool vereinfacht den technischen Übertrag von Budgets und Smart-Signals. Dennoch empfiehlt es sich, den Wechsel manuell oder eng begleitet zu steuern, um Zielgruppen-Setups und Creatives direkt an die veränderten Anforderungen von Demand Gen anzupassen. Kann ich in Demand Gen weiterhin ausschließlich im GDN werben? Ja, das ist möglich. Über die erweiterten Kanalsteuerungen (Channel Controls) lässt sich die Ausspielung gezielt auf das Google Display Netzwerk beschränken, sodass kein Zwang besteht, YouTube- oder Gmail-Inventar mitzubespielen. Was passiert mit meinen bisherigen Ausschlüssen und Zielgruppen? Beim Nutzen des offiziellen Upgrades werden bestehende Einstellungen und historische Signale in die neue Kampagnenstruktur übertragen. Eine manuelle Nachkontrolle der Brand-Safety-Vorgaben direkt nach dem Wechsel ist dennoch dringend ratsam. Lohnt sich Demand Gen bei kleinen Tagesbudgets? Ja, allerdings benötigen KI-gestützte Kampagnen wie Demand Gen eine gewisse Datenbasis, um die Lernphase zügig abzuschließen. Bei sehr kleinen Budgets sollte man der Lernphase mehr Zeit einräumen und die Performance nicht zu früh bewerten. Wo finde ich offizielle Informationen zur Umstellung? Aktuelle Updates, Best Practices und detaillierte Leitfäden zur Migration stellt Google kontinuierlich im offiziellen Google Ads Hilfe-Center sowie im Google Products Blog bereit.
Wie Onlinehändler ihre Kostenstruktur neu ausrichten sollten
28.05.2026

Alexander
Steireif
Kategorie:
Growth Marketing

Der Onlinehandel hat in den vergangenen Jahren eine dynamische und meist positive Entwicklung erlebt. Während der Pandemie erreichten viele Unternehmen ungewohnte Wachstumsschübe. Budgets wurden ausgeweitet, Prozesse beschleunigt und Strukturen aufgebaut, die dem damaligen Marktumfeld entsprachen. Heute im Jahr 2026 hat sich die Lage jedoch gewandelt. Das Umsatzwachstum ist rückläufig, gleichzeitig bestehen Fixkosten aus Wachstumsphasen fort. Besonders stark wirken sich dabei zwei Bereiche aus: Software und externe Dienstleistungen bzw. Agentur-Partnerschaften. In beiden Feldern wurden in den Boomjahren Entscheidungen getroffen, die aus damaliger Sicht sinnvoll erschienen, heute jedoch zu einer hohen und oft unnötig komplexen Kostenbasis führen. Software wurde lizenziert, erweitert und ergänzt. Agenturen wurden beauftragt, um Wachstum und Projekte voranzutreiben. 2026 zeigt sich, dass viele dieser Ausgaben neu bewertet werden müssen, nicht aus Sparzwang, sondern um Budgets wieder konsequent an Wirkung auszurichten. Genau hier liegt das größte Potenzial, Effizienz zu steigern und Investitionen gezielt dorthin zu lenken, wo sie spürbaren Business-Impact erzeugen. Dieser Beitrag untersucht, wie Unternehmen im E-Commerce durch die Optimierung ihrer Softwarelandschaft und durch klare Agenturstrukturen ihre Profitabilität nachhaltig verbessern können. Der Fokus liegt darauf, wie Transparenz entsteht, welche typischen Fehler auftreten und welche strategischen Maßnahmen die Budgeteffizienz dauerhaft steigern. Der Status Quo: Hohe Fixkosten, geringe Transparenz Viele Onlinehändler sehen sich heute mit einer Kostenstruktur konfrontiert, die in Wachstumsphasen entstanden ist, aber nicht mehr zum aktuellen Umsatzniveau passt. Was ursprünglich als Investition gedacht war, hat sich zu einem dauerhaften Fixkostenblock entwickelt. Besonders im Bereich Software wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Lösungen gekauft, lizenziert und implementiert. Der Grund lag häufig im Bedarf nach Geschwindigkeit und Flexibilität. Im Agenturumfeld ist eine ähnliche Entwicklung sichtbar. Strategische Partner wurden beauftragt, um Aufgaben auszulagern, Know-how zu ergänzen oder Projekte schneller umzusetzen. Die dadurch entstandenen Budgets waren im Kontext steigender Umsätze vertretbar. Heute treffen die gleichen Kosten oft auf eine völlig andere Marktrealität. Zwei Faktoren eint beide Bereiche: Es fehlt vielen Unternehmen an systematischer Transparenz. Es existiert kaum eine etablierte Routine für Kostenkontrolle und Vertragsmanagement. Ohne Übersicht wird optimiert, ohne zu wissen, welche Programme, Leistungen oder Verträge überhaupt aktiv, notwendig oder redundant sind. Dies führt dazu, dass Kosten über Jahre wachsen, ohne dass eine bewusste Entscheidung dahinter steht. Software als unterschätzter Kostentreiber Software ist zu einem der größten Fixkosten-Posten im E-Commerce geworden. Das liegt nicht an den grundsätzlichen Anforderungen des Onlinehandels, sondern an der Art, wie Software eingeführt, genutzt und verlängert wird. Studien zeigen, dass knapp die Hälfte aller Softwarelizenzen in Unternehmen ungenutzt bleibt. Die Kosten dafür sind enorm, denn Software-Anbieter setzen auf automatische Verlängerungen, Stufenmodelle und nutzerbasierte Preise. In der Praxis bedeutet das, dass für Funktionen gezahlt wird, die entweder nicht verwendet oder nur von wenigen Mitarbeitenden genutzt werden. Typische Ursachen für hohe Softwarekosten Ungeplante Tool-Expansion: Teams kaufen Tools für spezifische Aufgaben, ohne vorhandene Lösungen zu prüfen. So entstehen Überschneidungen, Dopplungen und isolierte Systeme. Überlizenzierung: Viele Unternehmen zahlen für mehr Nutzer als benötigt. Onboarding erfolgt schnell, Offboarding selten. Unklare Verantwortlichkeiten: Es gibt häufig keinen definierten Software-Verantwortlichen. Dadurch wird nicht geprüft, ob ein Tool seinen Zweck erfüllt oder ob der Preis noch angemessen ist. Automatische Verlängerungen: Viele SaaS-Verträge verlängern sich jährlich oder monatlich automatisch, oft zu höheren Preisen als im Vorjahr. Fehlende Konsolidierung: In Wachstumsphasen wurden Tools ergänzt statt ersetzt. Das führt zu Funktionsüberschneidungen, die kaum jemand wahrnimmt. Warum Softwarekosten so schwer zu reduzieren sind Software gilt vielen Unternehmen als „notwendig“. Selbst wenn der Nutzen gering ist, scheuen Teams eine Kündigung, weil sie vermeintlich wichtige Prozesse beeinträchtigt sehen. In Wahrheit sind viele Tools austauschbar oder lassen sich durch bestehende Systeme ersetzen. Zusätzlich spielt Bequemlichkeit eine Rolle. Eine Lizenz zu kündigen bedeutet, Prozesse zu prüfen, Alternativen zu evaluieren und Verantwortlichkeiten zu klären. Ohne klaren Prozess wird es daher oft aufgeschoben. Agentur-Partnerschaften strategisch optimieren Neben Software sind Agenturen der zweite zentrale Kostenblock, der 2026 stärker unter strategischer Betrachtung steht. Agenturleistungen decken ein breites Spektrum ab: Strategieentwicklung, Marketing, Content, Tracking, UX, SEO und viele weitere Bereiche. Der Boom der letzten Jahre führte dazu, dass Unternehmen mehrere Agenturen parallel beauftragten, häufig ohne zentrale Steuerung. Retainer wurden ausgebaut, Zusatzprojekte umgesetzt und Leistungsmodelle über Jahre fortgeführt, oft ohne regelmäßigen Abgleich zwischen Zielbild, Prioritäten und tatsächlichem Business-Impact. Zentrale Herausforderungen im Umgang mit Agenturen Fehlende Leistungs- und Erfolgskontrolle: Viele Unternehmen erhalten monatliche Berichte, ohne klare KPIs, Zieldefinitionen oder Erfolgsmessung. Leistungen werden umgesetzt, aber nicht konsequent bewertet. Unklare Aufgabenteilung: Nicht selten übernehmen mehrere Partner Aufgaben, die sich überschneiden. Das führt zu Doppelarbeit und unnötiger Komplexität. Pauschale Retainer ohne konkrete Leistung: Ein fixer Betrag wird gezahlt, unabhängig davon, ob Leistung und Umfang klar nachvollziehbar sind. Fehlende Struktur in der Steuerung: Ohne klare Prozesse, Ansprechpartner und Prioritäten entsteht operative Reibung, und damit indirekter Aufwand auf beiden Seiten. Hohe Wechselbarrieren: Unternehmen scheuen einen Partnerwechsel, weil sie Wissenstransfer, Reibungsverluste oder Verzögerungen fürchten. Dadurch bleiben ineffiziente Strukturen bestehen. Warum Agenturverträge neu ausgerichtet werden sollten Die Marktsituation hat sich gedreht. Budgets werden in vielen Unternehmen gezielter geplant und stärker an messbaren Ergebnissen ausgerichtet. Dadurch entsteht die Chance, Agenturmodelle neu zu gestalten: klarer in der Leistung, transparenter in der Steuerung und stärker an Wirkung orientiert. Unternehmen, die ihre Agentur-Partnerschaften strukturiert überprüfen, schaffen häufig klarere Leistungsdefinitionen, bessere Planbarkeit und eine effizientere Budgetverteilung, bei gleichbleibend hoher Qualität und besserer Ergebnisorientierung. Hebel zur Optimierung von Softwarekosten Eine systematische Optimierung der Softwarelandschaft beginnt mit einer vollständigen Bestandsaufnahme. Ziel ist eine klare Übersicht über alle bestehenden Lizenzen, Kosten, Funktionen und Nutzungsgrade. Schritte zur Budget-Effizienzsteigerung Software-Inventar erstellen: Alle Tools, Lizenzen, Preise, Vertragslaufzeiten und Nutzer erfassen. Ein aktuelles Inventar ist die Grundlage jeder Entscheidung. Nutzung prüfen: Welche Tools werden aktiv genutzt, welche nur selten, welche gar nicht. Tools mit geringer Nutzung gehören auf den Prüfstand. Funktionsüberschneidungen erkennen: Viele Tools bieten ähnliche Funktionen. Eine Konsolidierung senkt Kosten und reduziert Komplexität. Lizenzmodelle prüfen: Enterprise- oder Premiumtarife werden oft bezahlt, obwohl Basisversionen ausreichen. Verträge aktiv verhandeln: Viele Softwareanbieter bieten Rabatte auf Nachfrage an, besonders bei längeren Laufzeiten oder höherem Lizenzumfang. Alternative Anbieter evaluieren: Open-Source-Lösungen, modulare Systeme oder Anbieter mit flexibler Preisstruktur bieten Kostenvorteile. Hebel zur Optimierung von Agenturstrukturen Agenturen sollten genauso strukturiert betrachtet werden wie Software. Ein professionelles Partner- und Vertragsmanagement kann die Budgeteffizienz erheblich steigern, ohne die Qualität zu senken. Schritte zur Optimierung Leistungs- und Zielabgleich durchführen: Was wird tatsächlich geliefert, wie zahlt es auf die Unternehmensziele ein und wie lässt sich Wirkung messbar machen? Retainer strukturieren: Fixe Budgets sollten klare Leistungsblöcke enthalten, die nachvollziehbar, messbar und steuerbar sind. Vergütungsmodelle modernisieren: Statt starrer Tagessätze rücken 2026 zunehmend wertorientierte Modelle in den Fokus. Entscheidend ist nicht die bezahlte Anwesenheit, sondern der messbare Beitrag zur Zielerreichung. So entsteht eine faire, transparente Budgetlogik, mit klarer Verknüpfung zwischen Aufwand, Ergebnis und Wirkung. Doppelstrukturen reduzieren: Wenn zwei Partner ähnliche Aufgaben erfüllen, entstehen parallele Kosten. Eine klare Aufgabenteilung verbessert Effizienz und Kommunikation. Leistungsbasierte Modelle prüfen: Erfolgsabhängige Vergütung schafft Fokus auf Ergebnisse und erhöht die Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit. Verträge flexibel halten: Sinnvolle Laufzeiten und klare Kündigungsfristen sorgen für Agilität und verhindern langfristige Abhängigkeiten. Warum Transparenz der Schlüssel zu jeder Optimierung ist Transparenz ist die Voraussetzung für jede Form der Kostensteuerung. Unternehmen, die alle Verträge, Tools und Kostenstellen zentral dokumentieren, treffen bessere Entscheidungen. Transparenz führt automatisch zu höherer Effizienz, da Verantwortlichkeiten klar zugeordnet und Entscheidungen begründet werden müssen. Ein professionelles Vertrags- und Kostenmanagement umfasst: automatische Erinnerungen bei Kündigungsfristen regelmäßige Kosten-Reviews Verantwortliche pro Vertrag klare Entscheidungskriterien für Verlängerung oder Kündigung Ohne diese Struktur lassen sich selbst große Hebel nicht systematisch nutzen. Eine klare, regelmäßige Analyse zeigt schnell, wo Doppelstrukturen vorliegen, wo Abos in teuren Enterprise-Plänen laufen, obwohl die Nutzung deutlich darunter liegt, und wo Verträge seit Jahren unverändert durchlaufen. Unternehmen, die hier konsequent aufräumen, verbessern nicht nur ihre Kostenbasis, sondern schaffen auch ein stabileres technisches Setup. Denn weniger Tools bedeuten weniger Komplexität, weniger Schnittstellen und weniger Risiko in kritischen Prozessen. Mit zunehmender Transparenz verschiebt sich auch die Art der Entscheidungen. Es geht nicht mehr darum, Tools aus Gewohnheit weiterzuführen oder Agenturverträge aus Bequemlichkeit zu verlängern. Es geht darum, jede Investition an Wirkung zu messen: Welche Tools schaffen echten Wert und tragen zu Umsatz, Effizienz oder Sicherheit bei? Welche Partnerschaften sind strategisch notwendig und welche binden Budget, ohne die Organisation voranzubringen? Was erfolgreiche Unternehmen 2026 anders machen Erfolgreiche Händler setzen nicht auf kurzfristige Kürzungen, sondern auf strukturelle Optimierung. Statt einzelne Tools oder Partnerschaften isoliert zu beenden, entsteht ein langfristiges System, das Budgets dauerhaft kontrollierbar macht. Die wichtigsten Merkmale sind: klare Softwarearchitektur definierte Prozesse für Tool-Evaluierungen transparente Agentursteuerung regelmäßige Vertragsgespräche quartalsweise Kostenanalysen vollständige Dokumentation aller Ausgaben Diese Unternehmen steigern nicht nur ihre Budgeteffizienz, sondern erhöhen auch die operative Schlagkraft. Optimierung ist daher nicht per se negativ, sie sorgt für Fokus, Stabilität und bessere Ergebnisse. Fazit Der E-Commerce steht 2026 vor einer klaren Herausforderung: Viele Kostenstrukturen stammen aus Wachstumsphasen, passen aber nicht mehr zum aktuellen Marktumfeld. Softwarelandschaften und Agenturmodelle haben sich zu großen, oft unkontrollierten Fixkostenblöcken entwickelt. Genau in diesen Bereichen liegt das größte Potenzial, Profitabilität und Effizienz nachhaltig zu verbessern. Die Optimierung beginnt nicht mit pauschalen Kürzungen, sondern mit Transparenz und klaren Entscheidungsgrundlagen. Wer weiß, welche Tools genutzt werden, welche Partner welche Leistungen erbringen und welche Verträge wann enden, gewinnt Kontrolle. Wer zusätzlich konsolidiert, verhandelt und klare Prozesse etabliert, erzielt oft fünf- bis sechsstellige Effizienzgewinne pro Jahr, ohne operative Leistungsfähigkeit oder Qualität zu verlieren. Kostenprobleme entstehen selten über Nacht. Sie entstehen in kleinen Schritten: durch fehlende Kontrolle und durch Strukturen, die nicht aktiv gepflegt werden. Die Lösung besteht darin, die eigenen Systeme bewusst zu gestalten. Software und Agentur-Partnerschaften sind dabei die zentralen Stellschrauben. Unternehmen, die diese Bereiche 2026 konsequent angehen, schaffen sich einen klaren Vorteil. Sie erhöhen ihre Profitabilität, gewinnen Flexibilität und können Investitionen wieder dorthin lenken, wo sie Wirkung erzeugen. Genau das entscheidet in einem Markt, in dem Wachstum schwieriger geworden ist. Für alle Onlinehändler, die ihre Kostenstruktur nicht manuell verwalten möchten, haben wir unseren Service für Vertragsmanagement und -optimierung entwickelt. Wir schaffen Transparenz, setzen klare Prozesse auf und unterstützen bei Verhandlungen, damit Budgets planbar bleiben und gezielt dort wirken, wo sie Profitabilität und Wachstum stärken. Text über den Autor: Alexander Steireif ist Gründer und Geschäftsführer der Strategie- und Technologieberatung Alexander Steireif GmbH. Seit über 20 Jahren unterstützt er mittelständische Unternehmen dabei, ihren Vertrieb zu digitalisieren, leistungsfähige E Commerce Lösungen aufzubauen und klare Strategien für nachhaltiges digitales Wachstum zu entwickeln.
Paid Landingpages – was muss man beachten? Tipps, Tricks etc.
29.04.2026

Josephine
Treuter
Kategorie:
SEA

Eine starke Anzeige ist nur die halbe Miete: Erst die richtige Landingpage entscheidet darüber, ob aus einem Klick auch wirklich eine Conversion wird. Wer in Google Ads, Meta oder LinkedIn investiert, sollte deshalb mindestens genauso viel Sorgfalt auf die Zielseite legen wie auf das Anzeigenmotiv. In diesem Artikel zeigen wir, was eine erfolgreiche Paid Landingpage ausmacht, welche Bausteine unverzichtbar sind und mit welchen Tipps und Tricks du das Beste aus deinen Kampagnen herausholst. Das Wichtigste in Kürze Eine Paid Landingpage (auch Conversion Page oder PPC Landing Page genannt) ist eine speziell für bezahlte Werbekampagnen erstellte Seite mit einem klaren Conversion-Ziel. Anders als eine klassische Webseite verzichtet sie auf ablenkende Navigation und fokussiert auf eine einzige Handlung, etwa einen Kauf, eine Anmeldung oder eine Lead-Generierung. Erfolgreiche Kampagnenseiten überzeugen mit klarer Headline, starkem USP, vertrauensbildenden Elementen und einem prominenten Call-to-Action. Mobile Optimierung, kurze Ladezeiten und ein konsistenter Message Match zwischen Anzeige und Landingpage entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. A/B-Testing und sauberes Tracking sind unverzichtbar, um die Performance kontinuierlich zu verbessern. Was ist eine Paid Landingpage? Eine Paid Landingpage, häufig auch als Kampagnenseite, Conversion Page oder PPC Landing Page bezeichnet, ist eine Webseite, die gezielt für eine bezahlte Werbekampagne entwickelt wurde. Anders als eine klassische Startseite verfolgt sie ein einziges Ziel: Besucher*innen, die über eine Google Ads-, Meta-, LinkedIn- oder andere Paid-Anzeige kommen, in Kund*innen oder Leads zu verwandeln. Der Zusatz „Paid" verweist dabei auf die Traffic-Quelle. Im Gegensatz zu organisch erreichten Nutzer*innen, die über Suchmaschinen, Social-Media-Posts oder Empfehlungen auf die Seite kommen, gelangen Besucher*innen hier ausschließlich über bezahlte Anzeigen auf die Landingpage. Jeder Klick kostet Geld und genau deshalb muss die Seite so konzipiert sein, dass dieser Klick möglichst zuverlässig in eine Handlung mündet. Der Unterschied zur klassischen Webseite Während eine Unternehmenswebsite viele Themen abdeckt und unterschiedliche Zielgruppen bedient, ist eine Landingpage minimalistisch und zielgerichtet. Es gibt keine Hauptnavigation, keine ablenkenden Links und keine überflüssigen Inhalte. Alles auf der Seite arbeitet auf einen einzigen Call-to-Action hin, sei es ein Kauf, das Ausfüllen eines Formulars oder ein Download. Auch in Sachen Erfolgsmessung unterscheiden sich beide Formate deutlich. Während eine Unternehmenswebsite an Kennzahlen wie Sitzungen, Verweildauer oder Seitenaufrufen gemessen wird, zählt bei einer Landingpage praktisch nur eine einzige Metrik: die Conversion-Rate. Jedes Element auf der Seite, vom Bildmotiv über die Headline bis zur Buttonbeschriftung, wird konsequent daran ausgerichtet. Warum braucht man eine eigene Landingpage für Paid-Kampagnen? Wer Anzeigen schaltet, zahlt für jeden Klick, unabhängig davon, ob daraus eine Conversion wird oder nicht. Schickt man Besucher*innen einfach auf die Startseite, geht oft viel Potenzial verloren: Die Botschaft der Anzeige wird nicht aufgegriffen, Nutzeri*nnen verlieren sich in der Navigation und springen ab. Eine dedizierte Lead Landingpage sorgt dafür, dass das Versprechen aus der Anzeige direkt eingelöst wird. Spezifische Kampagnenseiten erzielen in der Regel deutlich höhere Conversion-Raten als allgemeine Webseiten. Zusätzlich honorieren Werbeplattformen wie Google Ads die Relevanz mit besseren Qualitätsfaktoren, was wiederum die Klickpreise senkt und das Werbebudget effizienter macht. Die wichtigsten Bausteine einer erfolgreichen Landingpage Eine gute Conversion Page folgt einem klaren Aufbau. Diese Elemente sollten dabei nie fehlen: Klare Headline und überzeugender USP: Die Headline ist das Erste, was Besucher*innen sehen und sie entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie bleiben oder weiterklicken. Sie muss prägnant kommunizieren, welches Problem gelöst wird oder welcher Nutzen wartet. Direkt darunter konkretisiert eine Subheadline den Unique Selling Point. Überzeugende Visuals: Bilder und Videos transportieren Botschaften schneller als Text. Authentische Aufnahmen wirken stärker als austauschbare Stockfotos, und Produktvideos oder Erklärclips können die Conversion-Rate spürbar steigern. Ein prominenter Call-to-Action: Der CTA-Button ist das Herzstück jeder Kampagnenseite. Er sollte farblich hervorstechen, eindeutig formuliert sein („Jetzt kostenlos testen", „Beratungstermin sichern") und idealerweise mehrfach auf der Seite platziert werden, ohne aufdringlich zu wirken. Trust-Elemente einbauen: Vertrauen ist der entscheidende Faktor, besonders wenn die Marke neu für die Besucher*innen ist. Kundenstimmen, Bewertungen, Gütesiegel, bekannte Referenzlogos oder Auszeichnungen wirken Wunder. Auch transparente Angaben zu Datenschutz und Lieferbedingungen reduzieren Hemmschwellen. Mobile Optimierung und kurze Ladezeit: Über die Hälfte aller Paid-Klicks kommt heute von mobilen Geräten. Eine Landingpage muss auf dem Smartphone genauso gut funktionieren wie am Desktop. Ladezeiten über drei Sekunden führen zu massiven Absprüngen – jede zusätzliche Sekunde kann die Conversion-Rate um zweistellige Prozentwerte senken. Tipps & Tricks für mehr Conversions: Mit ein paar gezielten Stellschrauben lässt sich aus einer guten Landingpage eine richtig starke machen. Message Match: Anzeige und Landingpage müssen zusammenpassen: Wer in einer Anzeige eine kostenlose Demo verspricht, muss diese auch direkt auf der Landingpage prominent zeigen. Der sogenannte Message Match – also die inhaltliche und visuelle Übereinstimmung zwischen Anzeige und Zielseite – ist einer der größten Hebel für höhere Conversion-Raten. A/B-Testing als Pflichtprogramm: Selbst kleine Änderungen können große Wirkung haben: eine andere Headline, eine neue Buttonfarbe, ein anderes Bild. Mit A/B-Tests findest du heraus, welche Variante tatsächlich besser performt, statt dich auf das Bauchgefühl zu verlassen. Sauberes Tracking aufsetzen: Ohne valide Daten lässt sich nichts optimieren. Conversion-Tracking, Heatmaps und Session-Recordings zeigen, was auf der Seite funktioniert und wo Besucher*innen abspringen. Tools wie Google Tag Manager, GA4 oder Hotjar liefern dafür wertvolle Insights. Formulare so kurz wie möglich halten: Jedes zusätzliche Feld kostet Conversions. Frage nur ab, was wirklich gebraucht wird. Bei einer Lead Landing Page reichen oft Name, E-Mail-Adresse und ein, zwei spezifische Angaben für die spätere Qualifizierung. Häufige Fehler bei Kampagnenseiten vermeiden: Viele Unternehmen unterschätzen, wie schnell eine Landingpage scheitern kann. Klassische Stolperfallen sind: zu viel Text, unklare CTAs, fehlende mobile Optimierung, eine falsche Zielgruppenansprache oder Landingpages, die schlicht eine Kopie der Startseite sind. Auch fehlende Trust-Elemente oder unzureichende DSGVO-Hinweise wirken sich negativ aus. Ebenfalls problematisch: Paid-Kampagnen zu starten, ohne eine passende Zielseite vorzubereiten. Wer professionell wirken und sein Werbebudget nicht verbrennen möchte, sollte für jede Kampagne, oder zumindest für jede Hauptzielgruppe, eine eigene Seite aufsetzen. Fazit: Paid Landingpages sind kein Nice-to-have Eine durchdachte Landingpage ist der entscheidende Hebel zwischen Klick und Conversion. Sie spart Werbebudget, steigert die Performance deiner Kampagnen und sorgt für ein professionelles Markenerlebnis. Wer in Paid-Kanäle investiert, sollte deshalb mindestens genauso viel Aufmerksamkeit auf die Zielseite legen wie auf die Anzeige selbst, denn die beste Kampagne nützt nichts, wenn die Landingpage nicht überzeugt. Gleichzeitig ist eine Landingpage nie wirklich „fertig". Nutzer*innenverhalten, Plattform-Algorithmen und das Wettbewerbsumfeld verändern sich permanent, weshalb erfolgreiche Unternehmen ihre Kampagnenseiten als laufenden Optimierungsprozess begreifen. Wer von Anfang an strategisch denkt und Headline, Visuals, CTA, Trust-Elemente und Tracking sauber aufeinander abstimmt, macht aus teurem Traffic profitable Kund*innenbeziehungen und damit aus einer durchschnittlichen eine wirklich erfolgreiche Paid-Kampagne. FAQ Was ist der Unterschied zwischen einer Landingpage und einer Kampagnenseite? Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet. Eine Kampagnenseite ist eine spezifische Form der Landingpage, die für eine konkrete Marketingkampagne erstellt wird, etwa einen Produkt-Launch oder eine zeitlich begrenzte Aktion. Brauche ich für jede Anzeige eine eigene Landingpage? Idealerweise ja, zumindest pro Zielgruppe oder Angebot. Je relevanter die Seite zum Anzeigeninhalt passt, desto höher die Conversion-Rate und desto besser der Qualitätsfaktor auf Plattformen wie Google Ads. Wie lang sollte eine PPC Landing Page sein? Das hängt vom Angebot ab. Einfache Lead-Generierung kommt mit kurzen Seiten aus, erklärungsbedürftige Produkte oder hochpreisige Angebote benötigen mehr Inhalt, Argumente und Trust-Elemente. Wie messe ich den Erfolg einer Conversion Page? Über klar definierte KPIs wie Conversion-Rate, Cost-per-Conversion, Absprungrate und Verweildauer. Tools wie GA4, Google Ads und Heatmap-Software liefern die nötigen Daten für eine fundierte Bewertung.
AI Mode und AI Overview in Google Ads – Was ist zu beachten?
22.04.2026

Markus
Beck
Kategorie:
SEA

Das Wichtigste in Kürze Google hat sich grundlegend verändert: Statt blauer Links dominieren KI-generierte Antworten die Suchergebnisseite – mit direkten Auswirkungen auf Google Ads. AI Overviews sind seit Frühjahr 2025 in Deutschland aktiv. Anzeigen können dort bereits oberhalb, unterhalb und teils innerhalb der KI-Antworten erscheinen. Ads direkt im Google AI Mode werden aktuell in den USA getestet und kommen bald auch nach Deutschland. Qualifiziert für diese neuen Platzierungen sind nur bestimmte Kampagnentypen – vor allem Broad Match, AI Max for Search, Performance Max und Shopping . Wer heute noch ausschließlich mit Exact Match oder starrer Kampagnenstruktur arbeitet, verliert in Zukunft Sichtbarkeit in genau den Momenten, die zählen. AI Max for Search ist derzeit das am schnellsten wachsende KI-Feature in Google Ads und zentraler Hebel für die neuen Placements. Wer jetzt seine Kampagnenstruktur, Datenqualität und Assets optimiert, sichert sich einen entscheidenden Vorsprung. Die Suche hat sich grundlegend verändert Wer heute bei Google sucht, bekommt immer öfter keine Liste von Links mehr, sondern eine direkte Antwort. Die Suchergebnisseite, an die sich Werbetreibende jahrelang gewöhnt hatten, sieht 2026 fundamental anders aus als noch vor zwei Jahren. Zwei Technologien treiben diesen Wandel: AI Overviews sind KI-generierte Zusammenfassungen, die seit dem Frühjahr 2025 auch in Deutschland aktiv sind. Sie erscheinen bei komplexeren oder informationalen Suchanfragen ganz oben auf der Seite und beantworten die Frage oft so vollständig, dass viele Nutzer*innen gar nicht mehr weiterscrollen. Das verändert, wo und wie Anzeigen wahrgenommen werden und welche überhaupt noch ausgespielt werden. Der Google AI Mode ist eine Stufe weiter gegangen. Seit Oktober 2025 in Deutschland verfügbar, handelt es sich dabei um eine eigenständige, konversationelle Suchoberfläche. Nutzer*innen tippen keine einzelnen Suchbegriffe mehr ein, sondern führen echte Dialoge, ähnlich wie mit einem KI-Assistenten. Die Absichten dahinter sind oft vielschichtiger, der Kontext komplexer. Für Google Ads-Werbetreibende bedeutet das: Der Weg zur richtigen Zielgruppe führt nicht mehr allein über präzise Keywords, sondern über das Verständnis von Absichten, Kontexten und Gesprächsverläufen. Die KI entscheidet und sie entscheidet auf Basis von Daten und Signalen, nicht von manuell gepflegten Keyword-Listen. Wo erscheinen Ads konkret – und welche Kampagnen sind qualifiziert? Das ist die praktischste Frage, die sich Werbetreibende stellen: Wo genau tauchen meine Anzeigen auf, und was muss ich dafür tun? In den AI Overviews Anzeigen können an drei Stellen rund um einen AI Overview auftauchen: oberhalb, unterhalb oder direkt innerhalb der KI-Antwort. Die Platzierung oberhalb und unterhalb ist bereits in allen Märkten verfügbar, in denen AI Overviews aktiv sind, also auch in Deutschland. Die Integration direkt in den Antworttext ist derzeit auf englischsprachige Märkte begrenzt. Wichtig zu verstehen: Es gibt keinen separaten Opt-in für diese Placements. Wer die richtigen Kampagnentypen nutzt und relevante Anzeigen hat, wird automatisch berücksichtigt. Genauso wenig lässt sich das Placement gezielt ausschließen. Google bewertet dabei sowohl die eigentliche Suchanfrage als auch den Inhalt der KI-generierten Antwort, um zu entscheiden, ob eine Anzeige passt. Das ist ein entscheidender Unterschied zur klassischen Keyword-Logik: Relevanz wird jetzt im Kontext der gesamten Antwort gemessen, nicht nur am einzelnen Suchbegriff. Im Google AI Mode Hier laufen aktuell Tests in den USA. Anzeigen erscheinen dort direkt in die Dialogantworten eingebettet – nicht als separate Blöcke, sondern als integrierter Bestandteil der KI-Antwort. Das ist ein noch engerer Kontext als bei den AI Overviews. Der globale Roll-out, auch für Deutschland, ist angekündigt, ein konkretes Datum steht noch aus. Welche Kampagnentypen sind überhaupt qualifiziert? Das ist der Punkt, an dem viele Advertiser*innen ins Stocken geraten. Nicht jede Kampagne wird automatisch in AI Overviews oder im AI Mode ausgespielt. Google hat klar definiert, welche Kampagnentypen dafür in Frage kommen: Search Ads mit Broad Match Keywords AI Max for Search Performance Max (PMax) Shopping Ads Kampagnen, die ausschließlich mit Exact Match oder Phrase Match arbeiten, sind für diese Placements nicht qualifiziert. Das ist eine strukturelle Weichenstellung: Wer heute noch auf hypergranulare Keyword-Strukturen setzt, verliert perspektivisch Impression Share in genau den Momenten, in denen Nutzer*innen am kaufbereitesten sind. AI Max for Search: Was steckt dahinter und warum ist es gerade so relevant? AI Max in Google Ads ist kein neuer Kampagnentyp, sondern ein Feature-Paket, das sich in bestehende Suchkampagnen integrieren lässt. Mit einem Klick in den Kampagneneinstellungen aktiviert, verändert es die Logik der Kampagne grundlegend. Konkret kombiniert AI Max zwei Ansätze: erstens die bekannte Broad Match Technologie, die Suchanfragen auch dann matcht, wenn die genaue Formulierung von den eingebuchten Keywords abweicht. Zweitens eine sogenannte keywordlose Aussteuerung – ähnlich wie früher bei Dynamic Search Ads, aber deutlich intelligenter. Die KI erkennt eigenständig, bei welchen Suchanfragen eine Anzeige thematisch relevant wäre, auch ohne hinterlegten Suchbegriff. Dazu kommen drei weitere Kernfunktionen: Automatische Textanpassung: Google generiert auf Basis bestehender Anzeigentitel, Beschreibungen und Landingpage-Inhalte neue Headlines und Descriptions – und wählt in Echtzeit die Kombination aus, die am besten zur jeweiligen Suchanfrage passt. Seit Februar 2026 sind dafür weltweit Text Guidelines für alle Werbetreibenden verfügbar: Dort lässt sich festlegen, welche Formulierungen die KI verwenden darf und welche nicht. URL-Erweiterung: Nutzer*innen werden automatisch auf die Seite der eigenen Website weitergeleitet, die zur Suchanfrage am besten passt – nicht zwingend auf die in der Kampagne hinterlegte URL. Bestimmte Seiten können vom System ausgeschlossen werden. Markensteuerung: Werbetreibende können definieren, bei welchen Marken Anzeigen erscheinen sollen und bei welchen nicht. Das ist besonders für Accounts relevant, die gezielt Wettbewerbs- oder Markenkampagnen steuern. Wann lohnt sich AI Max – und wann (noch) nicht? AI Max spielt seine Stärken vor allem in Accounts aus, die bereits ausreichend Conversion-Daten haben und breite Zielgruppen ansprechen. Im E-Commerce und bei B2C-Produkten mit hohem Suchvolumen sind die Ergebnisse erfahrungsgemäß am stärksten. In Nischenmärkten, bei sehr erklärungsbedürftigen B2B-Produkten oder Accounts mit wenigen täglichen Conversions sollte der Einstieg behutsamer erfolgen. Ein A/B-Test mit 50/50-Aufteilung zwischen der bestehenden Kampagne und der AI Max Version ist hier der sinnvollste erste Schritt. Was in jedem Fall gilt: Die Basis muss stimmen. Sauberes Conversion-Tracking, ein datengetriebenes Attributionsmodell und klare Conversion-Ziele im Account sind Pflicht. Wer AI Max ohne diese Grundlage aktiviert, überlässt der KI das Steuer ohne Karte und Kompass. Performance Max: Googles bevorzugter Kanal für AI Overviews Performance Max ist nicht neu, aber seine Rolle hat sich verschoben. Google betrachtet PMax zunehmend als das Hauptformat für die Ausspielung in KI-gesteuerten Oberflächen. Das liegt daran, dass PMax von Grund auf für datengetriebene, kanalübergreifende Aussteuerung gebaut wurde: Es liefert der KI Texte, Bilder, Videos und Audience Signals und überlässt ihr die optimale Kombination. Für Werbetreibende bedeutet das: Wer PMax bereits sauber aufgesetzt hat und regelmäßig Asset Groups pflegt, ist für AI Overviews und den AI Mode gut positioniert. Wer noch nicht damit arbeitet, sollte spätestens jetzt damit anfangen – mit klaren Zielvorgaben, ausreichend Assets und regelmäßiger Kontrolle der Suchbegriffe. Ein gutes Zeichen: PMax ist in den letzten Monaten deutlich transparenter geworden. Negative Keywords lassen sich inzwischen direkt hinzufügen, und das Channel-Reporting zeigt, welcher Kanal (Search, YouTube, Display, Gmail, Discover) welchen Beitrag zur Performance leistet – ohne zusätzliche Skripte oder Workarounds. Was das für die Kampagnenstruktur bedeutet Viele Accounts sind historisch gewachsen: strenge Match Type Trennung, Single Keyword Ad Groups, dutzende Anzeigengruppen für minimale Unterschiede. Das war einmal sinnvoll, um Kontrolle zu behalten. Heute arbeitet diese Struktur gegen die KI. Wer Daten auf zu viele Kampagnen aufteilt, liefert dem Algorithmus zu wenig Lernmaterial. Statt schnell Muster zu erkennen und zu optimieren, tritt er auf der Stelle. Der aktuelle Ansatz, der sich in der Praxis bewährt, sieht so aus: themenbasierte Kampagnen mit überschaubarer Anzahl an Keywords, Kombination aus Exact und Broad Match, Smart Bidding als Standard. Nicht maximal granular, sondern maximal datendicht. Das bedeutet nicht, die Kontrolle vollständig abzugeben. Negative Keywords, Audience Signals, Text Guidelines und regelmäßige Überprüfung der Suchanfragen sind weiterhin aktive Stellschrauben. Die Grundlage: Datenqualität entscheidet Hier wird ein Fehler gemacht, der sich durch fast alle Accounts zieht: Man diskutiert über Kampagnentypen und Features, bevor die Datenbasis stimmt. Dabei gilt: Garbage In, Garbage Out. Wer der KI schlechte Daten liefert, automatisiert nur sein Budget-Verbrennen. Server Side Tracking (SST) ist die Grundlage. Klassisches Browser-Tracking verliert durch Ad Blocker, Cookie-Beschränkungen und iOS-Updates zunehmend Daten. Server Side Tracking umgeht diese Hürden und liefert erfahrungsgemäß mindestens 12 % mehr verwertbare Datenpunkte – Signale, die Smart Bidding und AI Max für ihre Optimierung dringend brauchen. Darüber hinaus sollten Werbetreibende folgende Datenquellen aktiv nutzen: First-Party-Daten / Kundenlisten : Bestands- und Neukund innen lassen sich über Customer Match-Listen gezielt unterschiedlich bewerten. Im Bereich Neukundenakquise kann Smart Bidding dazu gebracht werden, Neukund innen höher zu gewichten – mit konkreten Auswirkungen auf die Gebotslogik. CRM-Daten (Offline Conversions) : Gerade im B2B macht es keinen Sinn, jeden Lead gleich zu gewichten. Wer CRM-Daten (z.B. aus HubSpot oder Salesforce) über Offline Conversions zurückspielt, gibt Google Ads das Signal, zwischen "schlecht" und "wertvoll" zu unterscheiden – und genau das ist die Voraussetzung für nachhaltig profitables Wachstum. Fazit: Jetzt handeln, bevor der Markt es tut Google Ads in 2026 ist ein datengetriebenes System, kein manuelles Tool. Die Frage ist nicht mehr, ob man AI Max, AI Overviews und moderne Trackingstrukturen einsetzt – sondern wann. Wer die Transformation jetzt aktiv gestaltet, sichert sich Sichtbarkeit in den Momenten, die wirklich zählen. Als erfahrene Google Ads Agentur begleiten wir dich durch genau diesen Prozess: von der Tracking-Infrastruktur über die Kampagnenstruktur bis hin zu AI Max und Performance Max. Jetzt Kontakt aufnehmen → FAQ Werden meine Google Ads automatisch in AI Overviews ausgespielt? Nicht automatisch. Ads erscheinen in AI Overviews, wenn die Anzeige sowohl zur Suchanfrage als auch zum Inhalt der KI-Antwort passt. Voraussetzung ist außerdem, dass du Broad Match, AI Max oder Performance Max verwendest. Was kostet Werbung im Google AI Mode mehr als klassische Search Ads? Es gibt kein separates Preismodell für AI Mode Ads. Das Auktionssystem von Google bleibt das gleiche – die Platzierung ergibt sich aus Relevanz, Qualitätsfaktor und Gebot. Kann ich meine Anzeigen aus AI Overviews ausschließen? Nein. Google bietet aktuell keine Möglichkeit, diese Placements gezielt zu deaktivieren. Bekomme ich separates Reporting für AI Overview Ads? Noch nicht vollständig. Aktuell werden Anzeigen in AI Overviews als "Top Ads" gewertet und erscheinen entsprechend in den Standardberichten. Ein dediziertes Segment-Reporting ist für die Zukunft angekündigt, aber noch nicht verfügbar. Wann kommen Ads im Google AI Mode auch nach Deutschland? Ein offizielles Datum gibt es noch nicht. Aktuell werden Ads im AI Mode in den USA getestet (Stand März 2026). Der internationale Roll-out ist angekündigt. Lohnt sich AI Max auch für kleinere Accounts? Das kommt auf den Einzelfall an. Grundsätzlich braucht AI Max eine solide Datenbasis – also ausreichend Conversions, sauberes Tracking und klare Ziele. Bei Accounts mit wenigen täglichen Conversions empfehlen wir zunächst einen kontrollierten A/B-Test, bevor die gesamte Kampagne umgestellt wird. Muss ich neue Kampagnen erstellen, um in AI Overviews zu erscheinen? Nein. Bestehende Kampagnen qualifizieren sich automatisch, sofern die richtigen Kampagnentypen und Match Types verwendet werden. Was ist der Unterschied zwischen AI Overviews und AI Mode? AI Overviews sind KI-Zusammenfassungen innerhalb der normalen Google-Suche. Der AI Mode ist eine eigene, konversationelle Suchoberfläche für komplexe, mehrstufige Anfragen – vergleichbar mit einem KI-Chatbot direkt in der Suche.
Agentic Commerce & Agentic Shopping 2026: Warum KI-Einkaufsagenten den Handel neu schreiben
30.03.2026

Moritz
Klussmann
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Die Welt des Online-Marketings dreht sich heute schneller als je zuvor. Während wir bei den internetwarriors bereits seit 2001 für Klicks und Conversions kämpfen, erleben wir gerade den radikalsten Umbruch unserer Geschichte. Der Auslöser: Agentic Commerce . Wir befinden uns im Übergang von der reinen Informationssuche zur aufgabenorientierten Ausführung. Ein Nutzer fragt heute nicht mehr nur nach Produkten, er weist einen KI-Einkaufsagenten an, den gesamten Kaufprozess autonom abzuwickeln. In diesem Artikel zeige ich dir, warum das Scheitern von OpenAIs „Instant Checkout" kein Ende des Hypes ist, sondern der Startschuss für eine neue technische Infrastruktur, die du als Händler jetzt kennen musst. Der OpenAI-Pivot: Vom Warenkorb zur Discovery-Plattform Im März 2026 beendete OpenAI seinen „Instant Checkout" – und löste damit eine der meistdiskutierten Debatten im E-Commerce aus. Scheitern oder Strategie? Was wirklich hinter dem Pivot steckt und was er für Händler bedeutet, zeigen wir hier. Was war Instant Checkout? Im September 2025 startete OpenAI gemeinsam mit Stripe das Agentic Commerce Protocol (ACP) und damit den „Instant Checkout" in ChatGPT. Die Vision: Nutzer finden ein Produkt im Chat und kaufen es direkt, ohne die Plattform zu verlassen. Etsy, Walmart und Shopify waren die ersten Partner – Shopify-Präsident Harley Finkelstein nannte es eine „neue Frontier" für den Online-Handel. Warum der direkte Checkout scheiterte Anfang März 2026 zog OpenAI die Reißleine. Was von Kritikern als Scheitern des Agentic Commerce abgetan wird, ist bei genauerem Hinsehen ein strategischer Pivot, aus dem wir viel lernen können. OpenAI unterschätzte die immense Komplexität des globalen Handels. Drei Killer-Faktoren machten den direkten Kaufabschluss im Chatbot unmöglich: Die drei technischen Killer: 1. Fehlende Echtzeit-Synchronisation: Die Inventardaten von Millionen Händlern ließen sich nicht in der notwendigen Geschwindigkeit abgleichen – veraltete Preise und Bestände brachen das Nutzervertrauen sofort. 2. Compliance-Hürden: Es fehlte an Systemen zur automatisierten Berechnung regionaler Steuern (in den USA allein tausende lokale Tax Jurisdictions) und zur Einhaltung lokaler Gesetze wie der Preisangabenverordnung (PAngV) in Europa. 3. Betrugsprävention: Agentenbasierte Transaktionen erfordern völlig neue Sicherheitsarchitekturen, um automatisierten Missbrauch zu verhindern. Ein weiterer Faktor, der in der Berichterstattung kaum erwähnt wird: Der Rückzug kommt unmittelbar nach Amazons 50-Milliarden-Dollar-Investment in OpenAI. Amazon kontrolliert 40 Prozent des US-amerikanischen E-Commerce und baut mit Rufus ein eigenes KI-Shopping-Tool. Ob Zufall oder strategisches Kalkül – der Zeitpunkt ist bemerkenswert. 🟢 Update: 25. März 2026 OpenAI hat gleichzeitig mit dem Checkout-Rückzug ein komplett neues Shopping-Erlebnis gelauncht: visuelles Product-Browsing, Side-by-Side-Preisvergleiche und Image-Upload zur Produktsuche. Sieben große US-Retailer – darunter Target, Sephora, Nordstrom und Best Buy – sind bereits live via ACP. Walmart betreibt eine eigene In-ChatGPT-App mit Loyalty-Integration und nativem Walmart-Payment. Das ist kein Rückzug – das ist ein Pivot. Die neue Warrior-Realität: OpenAI fokussiert sich über das ACP primär auf Product Discovery . Der Checkout wandert zurück zum Händler – doch die Entscheidung, welcher Händler den Zuschlag erhält, trifft zunehmend der Agent. Agentic Shopping funktioniert – nur noch nicht im Westen Wer glaubt, das Scheitern von Instant Checkout beweise, dass Agentic Shopping ein Hype ist, macht einen kategorischen Denkfehler. Alibabas Qwen-App schließt bereits heute Food-Bestellungen, Reisebuchungen und Produktkäufe vollständig in einer einzigen Konversation ab – und das at scale. Der entscheidende Unterschied: Alibaba besitzt das KI-Modell, den Marketplace, die Zahlungsinfrastruktur und die Logistik aus einer Hand. OpenAI versuchte, dasselbe zu replizieren, ohne diesen Stack zu besitzen. Das war strukturell zum Scheitern verurteilt. Google UCP: Das neue Betriebssystem des Handels Während OpenAI korrigiert, schafft Google mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) Fakten. Im Gegensatz zu geschlossenen Systemen ist UCP ein offener Standard, der es KI-Agenten ermöglicht, direkt mit den Backends von Händlern zu kommunizieren – von der Discovery über den Checkout bis zum Post-Purchase-Management. Für dich als Händler bedeutet das: Dein Google Merchant Center (GMC) wird zur entscheidenden Schnittstelle für KI im E-Commerce . Google hat neue Attribute eingeführt, um deine Produkte maschinell lesbar zu machen: · product_faq – direkt aus dem Feed extrahierbare Fragen und Antworten für KI-Agenten · product_use_cases – spezifische Szenarien, in denen dein Produkt die beste Lösung bietet · native_commerce – ein Schalter, der signalisiert, ob dein Produkt für den autonomen Checkout bereit ist Der Vorteil für Deutschland: Google Merchant Center und Google AI Mode sind in DACH bereits aktiv. Händler, die ihren Feed jetzt optimieren, sichern sich einen echten Zeitvorsprung. SEO allein reicht nicht mehr: Willkommen im Zeitalter von GEO Unsere Analyse von deutschen E-Commerce-Shops zeigt ein eindeutiges Bild: Ein Top-Ranking in der klassischen Suche garantiert keine Sichtbarkeit in KI-Antworten. Über 60 Prozent der in KI-Übersichten verlinkten URLs rangieren nicht in den Top 50 der klassischen Google-Suche. Die Regeln haben sich geändert. Hier kommt Generative Engine Optimization (GEO) ins Spiel – die Disziplin, die Inhalte nicht für den menschlichen Klick, sondern für die Extraktion durch KI-Systeme optimiert. Informier dich jetzt über unsere Studie und erfahre mehr zu dem Thema! Merkmal Klassisches SEO Generative Engine Optimization (GEO) Zielgruppe Menschliche Nutzer KI-Agenten & Large Language Models Primärer KPI Klickrate (CTR) & Rankings Mention-Rate & Zitations-Autorität Inhaltslogik Keywords & Lesbarkeit Semantische Tiefe & Fakten-Dichte Technische Basis Crawlbarkeit & Ladegeschwindigkeit Strukturierte Daten & API-Anbindung Erfolgsmessung Google Search Console (Rankings) Brand Mentions in LLM-Antworten Warriors-Insight: In Deutschland erscheinen KI-Übersichten (AI Overviews) bereits bei 33 Prozent aller Suchanfragen. Wer jetzt nicht auf GEO setzt, wird für den „Agenten-Kunden" unsichtbar – bevor dieser überhaupt auf eine Website kommt. Strategisches Warriors-Wissen: Markenmacht und die 95:5-Regel Im Agentic Web zählt nicht mehr nur das Keyword, sondern die Autorität deiner Marke als „Entity" – also wie ein Large Language Model deine Marke kennt, einordnet und empfiehlt. Die 95:5-Regel im B2B Nur 5 Prozent deiner Zielgruppe sind aktuell kaufbereit (In-Market). Die restlichen 95 Prozent müssen durch Thought Leadership und Vertrauensaufbau langfristig erreicht werden. KI-Agenten bevorzugen Marken, die in den Wissensgraphen der Large Language Models als Experten-Entitäten verankert sind. Wer nur auf transaktionale Keywords optimiert, verliert die Mehrheit seiner potenziellen Kunden, bevor sie kaufbereit sind. Wenn du mehr dazu erfahren willst, lies dir hier unseren Artikel dazu durch! Preferred Sources: Die Demokratisierung des Algorithmus Google erlaubt Nutzern mittlerweile, ihre bevorzugten Quellen aktiv zu markieren. Diese „Preferred Sources" erhalten einen dauerhaften Sichtbarkeits-Boost – unabhängig von Algorithmus-Updates. Das verändert das Spiel fundamental: Vertrauen ist die neue Währung. Du musst Nutzer dazu bewegen, deine Marke aktiv als vertrauenswürdig zu wählen – nicht nur gut zu ranken. Checkliste: So machst du deinen Shop jetzt Agent-ready Für deutsche Händler gilt: Die Grundlagenarbeit beginnt heute, auch wenn vollautonomes Agentic Shopping in DACH noch 12–24 Monate entfernt ist. Produktdaten-Exzellenz im Merchant Center: Pflege GTINs, präzise Attribute und die neuen UCP-Felder (product_faq, product_use_cases). Ein lückenhafter Feed ist das größte KI-Sichtbarkeits-Hindernis, das du selbst kontrollieren kannst. Technische Infrastruktur für KI-Agenten: Implementiere eine llms.txt-Datei (das robots.txt für KI-Crawler) und nutze konsequent JSON-LD – speziell die Schemata Product, FAQPage und Article. Das sind die Signale, die KI-Agenten priorisiert auslesen. API-First-Strategie: Stelle sicher, dass Bestände und Preise in Millisekunden über Schnittstellen abrufbar sind. Veraltete Daten waren der Hauptgrund für OpenAIs Checkout-Scheitern – und der gleiche Fehler wird Händler teuer zu stehen kommen, sobald Agenten aktiv buchen. Semantische Anreicherung mit dem Query Fan-Out Prinzip: Beantworte die Fragen, die eine KI stellt, wenn sie Produkte im Auftrag eines Kunden vergleicht: Für welche Anwendungsfälle ist das Produkt optimal? Welche Alternativen gibt es? Was sind häufige Kaufhindernisse? Diese Tiefe unterscheidet gecitete von ignorierten Inhalten. GEO-Strategie und Markenautorität aufbauen: Sorge dafür, dass dein Shop als Experten-Entität in relevanten Kategorien wahrgenommen wird – in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode. Mehr dazu in unserem GEO-Audit → DACH-Compliance frühzeitig sichern: PAngV und DSGVO gelten auch für KI-vermittelte Käufe. Preisreduzierungen müssen den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenz ausweisen – und das muss maschinell auslesbar sein. Kläre das frühzeitig mit deinem Rechtsberater. Fazit: Werde zum Leader der neuen Ära Agentic Commerce ist kein Science-Fiction-Szenario mehr – es ist die technologische Realität von heute, noch im Aufbau, aber unaufhaltsam. Was OpenAI mit Instant Checkout begraben hat, ist ein spezifisches Business-Modell: der Chatbot als Transaktionsvermittler zwischen Händler und Kunde. Was lebt – und gerade stark beschleunigt – ist die zugrunde liegende Logik: KI-Einkaufsagenten übernehmen die Discovery, filtern Optionen, bereiten Kaufentscheidungen vor. Das passiert bereits, täglich, für Millionen von Nutzern. Die Frage für Händler ist nicht mehr ob , sondern ob sie sichtbar sind, wenn der Agent entscheidet . Die Unternehmen, die in zwei Jahren vorne liegen, sind nicht die mit dem größten Budget. Es sind die mit den besten Daten, der stärksten GEO-Präsenz und dem klarsten Verständnis dafür, wie Künstliche Intelligenz im E-Commerce als Hebel statt als Bedrohung genutzt wird. Häufige Fragen zu Agentic Commerce Was ist der Unterschied zwischen Agentic Commerce und klassischem E-Commerce? Klassischer E-Commerce folgt dem Prinzip Suchen & Klicken : Der Nutzer sucht aktiv, vergleicht manuell und kauft selbst. Agentic Commerce folgt dem Prinzip Fragen & Erledigen (Ask & Done) : Ein KI-Einkaufsagent übernimmt Produktsuche, Preisvergleich, Verfügbarkeitsprüfung und – sofern autorisiert – den Kaufabschluss vollständig autonom. Was ist Agentic Shopping? Agentic Shopping ist die praktische Ausprägung von Agentic Commerce: Der Nutzer formuliert ein konkretes Ziel – etwa „Bestelle Druckerpatrone XYZ zum Bestpreis bis morgen" – und ein KI-Einkaufsagent führt alle Schritte eigenständig aus: Suche, Vergleich, Kauf. Warum hat OpenAI Instant Checkout eingestellt? OpenAI scheiterte an drei technischen Hürden: fehlende Echtzeit-Inventarsynchronisation über Millionen Händler, keine Infrastruktur zur Steuererhebung und keine Betrugsprävention für agentenbasierte Transaktionen. OpenAI pivotiert nun auf Product Discovery – der Checkout bleibt beim Händler. Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO? SEO (Search Engine Optimization) optimiert Inhalte für den Google-Suchalgorithmus und menschliche Nutzer – das Ziel ist der Klick. GEO (Generative Engine Optimization) optimiert für KI-Systeme und Large Language Models, die Inhalte extrahieren und als direkte Antwort ausgeben – ohne dass der Nutzer auf eine Website klickt. Beide Disziplinen ergänzen sich und bauen aufeinander auf. Ist mein Shop rechtlich sicher für KI-Käufe in Deutschland? In der DACH-Region musst du besonders auf DSGVO und PAngV (Preisangabenverordnung) achten. Preisreduzierungen müssen immer den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenz ausweisen – auch maschinell auslesbar für KI-Agenten. Kläre das frühzeitig mit deinem Rechtsberater, bevor du dich für Agentic Commerce-Protokolle registrierst. Wann kommt Agentic Commerce nach Deutschland? ACP und der neue ChatGPT-Shopping-Hub sind aktuell US-first. Das Google Merchant Center und Google AI Mode sind aber bereits in DACH aktiv – KI-Übersichten erscheinen bereits bei 33 Prozent aller deutschen Suchanfragen. Experten gehen davon aus, dass KI-Agenten im europäischen E-Commerce in zwei bis drei Jahren einen Marktanteil von 20–30 Prozent erreichen könnten. Die Vorbereitung beginnt jetzt. Ist dein Shop bereit für KI-Einkaufsagenten? Wir analysieren deine GEO-Sichtbarkeit, deinen Produktfeed und zeigen dir, wo du gegenüber KI-Agenten heute unsichtbar bist – und wie du das änderst. Jetzt GEO-Analyse anfragen → Quellen & weiterführende Links: CNBC, März 2026: „OpenAI revamps shopping experience in ChatGPT after struggling with Instant Checkout" – cnbc.com Forrester Research: ConsumerVoices Market Research Survey, März 2026 Gartner: Bob Hetu, Analyst, gegenüber CNBC, März 2026 The Information, März 2026: Erstbericht zum Instant-Checkout-Rückzug OpenAI Blog, März 2026: Offizielles Statement zu Instant Checkout und neuem Shopping-Erlebnis Google: Universal Commerce Protocol – Ankündigung Januar 2026
Budget-Killer im Account: Unrentable Kampagnen sofort identifizieren und Google Ads optimieren
23.03.2026

Karina
Nikolova
Kategorie:
SEA

Einer der Hauptunterschiede zwischen SEA und SEO ist die Zeit. Während SEO-Maßnahmen Zeit benötigen, um Wachstum und Leistungsverbesserungen zu zeigen, erfordern bezahlte Kampagnen schnelle Maßnahmen, da jede Verzögerung Geld kostet. Selbst wenn deine Kampagnen oberflächlich gesehen richtig eingerichtet sind, kann man sich nicht auf Hoffnung und ein gutes Bauchgefühl verlassen, wenn sie keine profitablen Ergebnisse liefern. Im folgenden Artikel demonstriere ich dir drei Anzeichen, an denen du unrentable Kampagnen auf den ersten Blick erkennen kannst und was dahinterstehen kann. Zusätzlich zeige ich dir konkret, wie du deine Google Ads Kampagnen in diesen Fällen optimieren solltest. Bevor wir jedoch dazu kommen, gibt es drei Punkte, die eine schnelle Erklärung für die schlechte Performance liefern können. Wenn deine Kampagnen trotz dieser Faktoren immer noch schlecht abschneiden, solltest du einen anderen Ansatz wählen, um die Zahlen zu verbessern und die Google Ads CPC’s zu senken. Dein Tracking funktioniert nicht Es ist ein häufig unterschätztes Problem: Unerwartete Änderungen auf deiner Website, wie die Erstellung neuer Landingpages oder die Migration zu anderen Datenplattformen, können dein Tracking durcheinanderbringen. Das kann dazu führen, dass deine Kampagnen 0 Conversions anzeigen. Der beste Fall wäre, dass die Google Ads-Manager im Voraus über solche geplanten Änderungen informiert sind, aber in der Realität ist das nicht immer der Fall. Ein Beispiel: Einmal hat ein Kunde von mir einen CPA-Button entfernt, den wir als ein Soft-Conversion-Ziel gemessen hatten. Meine Kampagnen begannen deutlich zu schwächeln und ich musste schnell eine Lösung finden, um die Google Ads Kosten zu senken. Im Endeffekt konnten wir keine Conversions sehen, weil es buchstäblich keine Conversion-Aktion auf der Website gab, die Conversions in Google Ads hätte auslösen können. Tipp: Überprüfe regelmäßig, ob dein Tracking korrekt funktioniert. Ohne ein funktionierendes Tracking kannst du deine Google Ads nicht optimieren. Es ist immer noch möglich, dass Conversions generiert werden, aber sie landen nicht in Google Ads, sondern nur im Backend. Sobald die Tracking-Probleme behoben sind, könnte deine Kampagne wieder gut laufen. Deine Kampagne befindet sich noch in der Lernphase Bezahlte Kampagnen brauchen Geduld, obwohl wir alle schnellstmöglich gute Ergebnisse sehen wollen. Das würde unsere Expertise beweisen und uns helfen, die Google Ads Kampagnen weiter zu optimieren und zu skalieren. Allerdings können neue Kampagnen nicht immer Wunder bewirken, da der Algorithmus Zeit benötigt, um zu lernen und die Leistung zu verbessern. Normalerweise dauert die offizielle Lernphase bis zu vier Wochen. Je nach Geschäftsmodell kann dieser Prozess auch kürzer sein, da je schneller die Kampagne Conversions generiert, desto schneller lernt der Algorithmus. Diese Entwicklung ist jedoch nicht immer garantiert. Zum Beispiel nimmt die durchschnittliche Customer Journey im B2B-Bereich allgemein mehr Zeit in Anspruch. Zusätzlich umfasst sie oft mehrere Touchpoints, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Tipp : Sei geduldig während der Lernphase. Dein Hauptziel ist nicht klar Unrealistische Erwartungen führen meist zu Enttäuschungen - nicht nur im Leben, sondern auch bei Google Ads. Wenn die Marketing Ziele vage sind, werden auch keine klaren Ergebnisse folgen. Wenn die Ziele klar sind, aber man nicht weiß, welche Kampagnentypen dafür geeignet sind, werden die Zahlen auch enttäuschen. Wenn du z.B. mit Display- oder Video-Anzeigen arbeitest, solltest du nicht automatisch erwarten, viele hochqualitative Leads zu erhalten. Und nicht, weil dein Setup falsch ist, sondern weil diese Kampagnentypen andere Ziele verfolgen. Sie sollen die Bekanntheit deines Produkts steigern und die frühe Phase der Kundenreise abdecken. Darüber hinaus sind die Anzeigenformate auf dieses Ziel abgestimmt - denk an überspringbare Anzeigen auf YouTube. Sie sind da, um deine Marke zu fördern und eine Botschaft zu übermitteln. Es ist jedoch nicht realistisch, gute Leads von ihnen zu erwarten, da sie, wie der Name schon sagt, wahrscheinlich übersprungen werden, ohne dass der Kunde eine weitere Aktion durchführt. Wenn deine Shopping-Kampagnen jedoch wochenlang keine Ergebnisse liefern, ist das zumindest alarmierend. Tipp : Definiere klare Zielvorgaben für jede Phase des Funnels und wähle die passenden Kampagnentypen aus. Nur so kannst du deine Google Ads Kampagnen effektiv optimieren. There is a Budget-Killer in the House Aber kommen wir zurück zu den drei klaren Anzeichen dafür, dass sich ein Budget-Killer in deinem Konto befindet: Kampagnen mit Traffic, aber ohne Conversions Steigende CPAs Sinkender ROAS Wenn dein Ziel Conversions sind und du keine oder immer weniger davon siehst, liegt ein Problem vor. Insbesondere, wenn dein Tracking funktioniert und die Lernphase abgeschlossen ist. Wenn die Kampagne dennoch nicht die gewünschten Conversions liefert, wirkt sich das nicht nur auf deine KPIs aus, sondern auch auf die Leistung deiner automatisierten Gebotsstrategien. Wenn du zum Beispiel auf tCPA oder tROAS optimierst, werden sinkende Conversions zu einem höheren CPA, einem niedrigeren ROAS und insgesamt zu Einschränkungen der Gebotsstrategien führen. Hier findest du eine Liste von Faktoren, die den Rückgang der Conversions erklären könnten, den du beobachtest. Dazu gehören: Landingpage – Jede Änderung, die die Benutzererfahrung verschlechtert, kann die Conversion-Rate sowie die Absprungrate negativ beeinflussen. Wettbewerb - Gerade im E-Commerce kann die Konkurrenz durch günstigere Preise die Conversion-Anzahl sowie die Conversion-Rate beeinträchtigen. Saisonalität - Wenn dein Geschäft während bestimmter Perioden signifikante Rückgänge erlebt, solltest du deine Marketingstrategie entsprechend anpassen. Irrelevanter Traffic - Achte darauf, dass deine Anzeigen nicht für irrelevante Suchanfragen erscheinen, um die Google Ads Kosten für schlechten Traffic zu senken. Dadurch lassen sich häufig auch die Google Ads CPC senken. Fehlerhaftes Targeting – Ein vernünftiges Kampagnensetup ist das A und O in Google Ads. Allerdings kann es sein, dass trotz optimalen Kampagnensetups bestimmte Zielgruppen oder Keywords weniger gut performen als erwartet. Aus diesem Grund sollst du das Targeting deiner Google Ads Kampagnen schnell optimieren, wenn die erwünschten Ergebnisse nicht da sind. Google Ads-Kampagnen sind nicht statisch. Das, was heute gut funktioniert, kann morgen schlecht abschneiden. Als Marketing-Manager*in solltest du das Geschäftsmodell und die Ziele genau verstehen, die passenden Kampagnentypen auswählen, KPIs festlegen und realistische Erwartungen setzen. Der Rest liegt in einer flexiblen und intelligenten Google Ads-Optimierung. Darüber hinaus geht deine Aufgabe über Google Ads hinaus, da die Gesamtleistung von vielen anderen Faktoren beeinflusst wird, die oben beschrieben wurden. Beispielsweise können dramatische politische oder wirtschaftliche Entwicklungen die gleichen negativen Auswirkungen haben wie eine schlecht optimierte Kampagne. Deine Google Ads-Expertise sollte Hand in Hand mit einer gründlichen Marktanalyse gehen, damit du das Gesamtbild siehst und die richtigen Maßnahmen ergreifen kannst. Wenn du dabei Unterstützung brauchst oder deine bestehenden Kampagnen skalieren möchtest, kann dich unser SEA-Team gerne beraten. Kontaktiere uns jetzt!
Weitere Beiträge anzeigen
Anschrift
Bülowstraße 66
Aufgang D3
10783 Berlin
Rechtliches
Newsletter
Anschrift
Bülowstraße 66
Aufgang D3
10783 Berlin
Rechtliches
Newsletter
Anschrift
Bülowstraße 66
Aufgang D3
10783 Berlin
Rechtliches
Newsletter