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Inside internetwarriors
Google Ad Grants: Pro-Bono Projekt „Stiftung House of One“
24.04.2020

Katharina
Pfetsch
Kategorie:
SEA

Eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee unter einem Dach. Nicht nur einfach zum Anschauen, sondern als richtig gelebte Institutionen. Geht sowas? [caption id="attachment_25443" align="aligncenter" width="540"] Abb. 1: So soll das Projekt „House of One“ nach der Fertigstellung aussehen. Es beherbergt eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche.[/caption] Die Stiftung „House of One“ sagt: klar. Einen gemeinsamen Begegnungsraum schaffen für einen Dialog zwischen Religionen, Menschen und Ideen: Das ist das Ziel der Stiftung „House Of One“, die mit dem Bau eines Gebäudes in Berlin ein weltweit einzigartiges Friedensprojekt startet. Zum ersten Mal kommen drei Gemeinden des Christentums, des Islams und des Judentums zusammen, um ein gemeinsames Gebets- und Lehrhaus zu errichten. In den Augen der internetwarriors ein mehr als unterstützenswertes Projekt, denn auch bei uns legen wir hohen Wert auf Diversität und interkulturellen Dialog. Daher unterstützen wir seit 2019 die Stiftung „House of One“ bei ihrem Vorhaben als Pro-Bono Fall und bieten unsere Kompetenz im Online Marketing als Unterstützung. Mithilfe von Google Ad Grants und Schulungen helfen die internetwarriors Stiftungen und anderen gemeinnützigen Projekten Reichweite zu generieren und deren Angebot ausbauen zu können. Was verbirgt sich genau hinter “House of One”? „House of One“ ist eine spendenbasierte Stiftung, die einen langfristigen und konstanten interreligiösen Dialog durch das Errichten eines Gebäudes ermöglichen möchte. Dieses Gebäude beherbergt eine Moschee, eine Kirche und eine Synagoge. Alle drei Gebetshäuser können nur über einen gemeinsamen Vorraum erreicht werden. Hier kann unmittelbar ein Austausch in Form von Gesprächen entstehen; die Religionen kommen sich also nicht nur physisch, sondern auch im Geiste näher. Dabei sollen nicht nur Personen wie Gläubige der drei Religionen erreicht werden, die hier ihren Glauben praktizieren. Jede und jeder ist herzlich dazu eingeladen, sich an diesem Ort auszutauschen, die Gebetsräume zu besuchen, sich zu informieren und in Kontakt miteinander zu treten. Sich ein eigenes Bild zu machen und von der Diversität der Religionen und Kulturen inspirieren zu lassen, tragen doch alle drei Religionen dieselben Werte wie Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Gemeinschaft in sich. Das gegenseitige Helfen ist ein weiteres Kernelement, das verbindet. Abseits von politischen Geschehnissen soll ein neutraler Ort geschaffen werden, der ein unverfängliches und offenes Kennenlernen sowie Begegnen ermöglicht. Außerdem wird Religion sichtbar und erlebbar: Ein Ansprechpartner aller Religionen wird jederzeit anzutreffen sein und für Fragen und Anliegen zur Verfügung stehen. Daher ist das House of One nicht nur für die interkulturelle Kommunikation enorm wichtig, sondern auch erste Anlaufstelle bei Fragen zu religiösen Themen. Das „House of One“ stellt also einen Knotenpunkt zwischen Gläubigen, Interessierten, Medien und Gemeindemitglieder*innen da. Google Ad Grants und Pro-Bono Unterstützung der internetwarriors 2019 starteten die internetwarriors mit der Pro-Bono Unterstützung für das Projekt. Gemeinsam wurde die Option des Google Ad Grants Programmes besprochen. Das Google Ad Grants Programm ermöglicht Vereinen, gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen ein kostenloses Werbekonto bei Google zu eröffnen, bei dem die monatlichen Kosten von Google übernommen werden. Es müssen bestimmte Vorgaben und Richtlinien bei der Erstellung und Nutzung des Kontos eingehalten werden. Zudem müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Mehr zu diesem Thema finden Sie in diesem Blogartikel . Insbesondere bei spendenbasierter Finanzierung der Projekte können Organisationen mit wenig Personal jede Unterstützung bei der Beratung, beim Aufzeigen der Möglichkeiten und bei der Umsetzung der Marketingstrategien gebrauchen. Oft ist gerade für das Marketing wenig bis kein Budget vorhanden und dieses kann aufgrund fehlender Kapazitäten nur spärlich betrieben werden. Internetwarriors greift genau an dieser Stelle ein und unterstützt durch Branchenwissen die Projekte bei ihren Vorhaben. Trotz großzügiger Spenden von Bund und Land sowie Einzelspender*innen ist das Projekt auf die Zuwendung durch zusätzliche Spenden von Privatpersonen angewiesen. Durch Google Ad Grants sollen daher auch weitere Spender*innen weltweit gefunden werden. Momentan spendeten bereits Einzelpersonen aus über 60 Länder für den Bau. Möglich sind Spenden bereits ab 10 Euro, für die ein symbolischer Stein erworben wird. Mehr Informationen zu Spendenmöglichkeiten finden Sie auf der Webseite von „House of One“. Inwieweit können kostenlose Anzeigen von Google Ad Grants das Projekt unterstützen? Primär möchte die Stiftung ihre Reichweite ausbauen, um die Botschaft des Projektes zu verbreiten und größere Aufmerksamkeit zu erlangen. Die kostenlosen Anzeigen von Google Ad Grants bieten hier die perfekte Grundlage, da ein bestimmtes Budget pro Monat frei zur Verfügung steht. Das Interesse von Nutzer*innen kann geweckt werden und die Stiftung über das Projekt und die Absichten dahinter aufklären. [caption id="attachment_25445" align="aligncenter" width="540"] Abb.2: Mögliche Ziele von Google Ad Grants Kampagnen, die durch kostenlose Anzeigen erreicht werden können.[/caption] Doch natürlich ist die Stiftung auch auf Spenden zur Finanzierung des Baus angewiesen, wofür die kostenlosen Anzeigen mithilfe von Google Ad Grants ebenfalls genutzt werden. Das Angebot von Google wird gut angenommen und ist laut Kerstin Krupp, Pressesprecherin der Stiftung, eine „tolle Sache“. Pro-Bono Betreuung: Zusammenarbeit mit den internetwarriors Die Pro-Bono Betreuung mit der jahrelangen Expertise der internetwarriors empfand Kerstin Krupp als sehr angenehm. Durch das persönliche Anliegen am Erfolg des Projektes beschloss internetwarriors das Projekt Pro-Bono zu übernehmen und neben dem Erstellen des Kontos auch eine kostenfreie Schulung für die Stiftung anzubieten, damit diese auch langfristig von den Vorteilen des Programmes mit den kostenlosen Anzeigen profitieren kann. Natürlich sind wie bei herkömmlichen Google Ads Konten auch bei der Nutzung von Google Ad Grants einige Dinge zu beachten und Entwicklungen einzuschätzen sowie auszuwerten. Dieses Wissen mitzuteilen ist eines der Ziele der Schulungen. Auch von unserer Seite aus hat die Zusammenarbeit sehr viel Spaß bereitet. Die gemeinsame Arbeit an Projekten wie diesem, das die Integration von Kulturen und den Austausch von Religionen sowie deren Anhänger*innen fördert, sehen wir als wichtigen Bestandteil an der Gemeinschaft und bieten unsere Dienste daher gerne Pro-Bono an. Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung des Projektes und auf eine zukünftige Zusammenarbeit. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Frau Krupp von der Stiftung für das kurze Interview und die lieben Worte bedanken. Wir wünschen dem Projekt alles Gute für die Zukunft. Was wir für Sie tun können Wollen Sie mehr über das Projekt erfahren oder sind Sie selbst auf der Suche nach einer Betreuung oder Beratung für Ihr Projekt? Gerne können Sie uns hier kontaktieren und wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten der Betreuung für Stiftungen und gemeinnützige Projekte auf. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
Das Prinzip der Vertikalisierung im Online Marketing: Wenn der Hersteller auf den Kunden trifft
31.05.2019

Katharina
Pfetsch
Kategorie:
Growth Marketing

Inhaltsverzeichnis Vertikalisierung der Hersteller – wieso? Der Handel boomt, die Nachfrage und Kauflust der Konsumenten wachsen stetig, der Zugang und die Nachfrage zu Produkten ist größer als je zuvor. Da machen Hersteller sicherlich höchste Gewinne und Umsätze und haben rosige Zeiten, sollte man meinen. Dass man jedoch mit konventionellen Betriebsführungsstilen und klassischer Arbeitsschrittteilung jedoch schnell vom Markt gedrängt werden kann, mussten einige Unternehmen in den letzten Jahren leider schmerzlich erfahren. Denn es ist überaus wichtig, nicht nur als reiner Hersteller aufzutreten, sondern auch seine Kunden persönlich kennenzulernen. Weshalb das so ist und welche Ursachen dazu geführt haben, zeigen wir im Folgenden auf. Doch keine Sorge, wir haben auch Lösungen für Sie parat. Was ist Vertikalisierung überhaupt? Vertikalisierung per se beschreibt die Integration vor- und nachgelagerter Stufen des Wertschöpfungsprozesses. Dies bedeutet, dass sich die zuvor klar getrennten Rollen und Zuständigkeiten von Hersteller und Händlern immer mehr überschneiden und Grenzen fließender werden. Die reine Aufteilung zwischen Hersteller und Weitergabe der Produkte an Vertriebspartner ist längst nicht mehr zeitgemäß, wobei die Digitalisierung eine Ursache unter vielen darstellt. Nicht nur wird die Außenpräsenz eines Herstellers zunehmend wichtiger, sondern auch die Kundenbindung sollte durch offene Strukturen gestärkt werden. Im (Online) Marketing wird dies vertikales Marketing genannt. Bei der Vertikalisierung werden Hersteller zu sogenannten vertikalisierenden Herstellern – das heißt, die Produkte werden nicht nur von einem Unternehmen hergestellt, sondern es ist auch dafür verantwortlich, zusätzlich das Interesse potentieller Kunden zu wecken, Kundenbindungen aufzubauen und zu stärken. Zudem kommt eine beratende Funktion vor und nach dem Kauf dazu bis hin zum möglichen Direktvertrieb – der Hersteller nimmt also einen maßgeblichen Part in der Wertschöpfungskette ein, je nachdem wie die Machtverhältnisse zwischen den Akteuren ausgeprägt sind. Diese Vertikalisierung der Prozesse kann dabei in beide Richtungen laufen, also nicht nur vom Hersteller aus Richtung Vertrieb, sondern auch von Händlern hin zu Herstellern. Aus dieser Situation heraus sollten sich Unternehmen mit der Thematik der Vertikalisierung beschäftigen. Die Rolle der Customer Life Journey und des Herstellers Wieso sich die Integration von Prozessen in der Wertschöpfungskette in das eigene Unternehmen nachhaltig lohnt, hat etwas mit der Customer Life Journey zu tun. Diese beschreibt, wie ein potentieller Kunde auf die Marke aufmerksam (gemacht) wird, sich bei diesem ein Interesse für ein Produkt als auch eine Kaufbereitschaft entwickelt und der Kunde anschließend über ein Produkt sich informiert. Diesem Prozess folgt der Kauf und der Kunde wird im Nachgang betreut, sodass er oder sie bestmöglich erneut als Bestandskunde auftritt. Deckt ein Unternehmen möglichst viele Schritte bei dieser Reise ab, so steigt der Customer Life Value: Die Wahrscheinlichkeit für eine Rückkehr des Kunden durch die aufgebaute Kundenbindung und eines erneuten Kaufes steigen. [caption id="attachment_24507" align="aligncenter" width="906"] Abb. 1: Customer Life Journey und Customer Life Value im AIDA-Modell.[/caption] Doch bereits beim Erstkauf ist der vorgelagerte Schritt der Kundenbindung enorm relevant: Je besser die Branding Strategie eines Unternehmens im Vorfeld ist und ein Markenaufbau stattfindet, desto eher entwickelt sich der potentielle Kunde in einen Käufer und entscheidet sich gegen ein Konkurrenzprodukt. Wer kennt es nicht: Man sucht nach einem bestimmten Produkt und steht eventuell schon im Laden. Ein letzter Griff zum Mobiltelefon, um sich zu vergewissern und zusätzliche Informationen einzuholen. Eine gute Branding Strategie und optimierte Online Präsenz können nun ausschlaggebend sein für den Kauf des Kunden. Wer hier bereits gut investiert hat als Hersteller, kann den Kauf für sich entscheiden. Dabei muss nicht zwingend der Direktvertrieb als Kanal gewählt worden sein, sondern auch beim Verkauf über Vertriebspartner gilt das gleiche Prinzip. Branding Strategie – Wieso und Wie Doch wie kann ein Hersteller einen Markenaufbau vorantreiben? Die richtige Branding Strategie ist entscheidend. Vertikalisierende Hersteller bieten Produktservices auf den eigenen Seiten an, die einen engen und einfachen Kundenkontakt ermöglichen, stellen hochwertiges Informationsmaterial zur Verfügung sowie Produktpräsentationen mit hoch qualitativen Fotos und Videos, Zoom-Funktionen und attraktiven Produktbeschreibungen. All diese Services bieten dem potentiellen Kunden ein positives Marken- und Einkaufserlebnis, auch bereits vorab des Kaufes. Die emotionale Bindung und der Aufbau von Vertrauen zwischen Hersteller und Kunde trägt maßgeblich zur Identifizierung und Markenbildung bei. Abb. 2.: Der Gitarrenhersteller Fender (FMIC) zeigt Informationen und Bildmaterial mit Zoom-Funktion auf der Webseite und bietet Informationsmöglichkeiten zu Lieferzeiten. Ein zweiter wichtiger Punkt und Nutzen, der durch ein gutes Branding und den daraus entstehenden Kundenkontakt entsteht, ist das direkte Kundenfeedback, welches generiert werden kann. Hersteller haben endlich die Möglichkeit, direkt ihren Kunden persönlich kennenzulernen, die Bedürfnisse besser zu verstehen und diese wertvollen Informationen nicht nur für Produktverbesserungen, sondern auch für zusätzliche Serviceleistungen zu nutzen. Dadurch kann das komplette Kauferlebnis nachhaltig verbessert und die Bindung zwischen Hersteller und Kunde gestärkt werden. Durch gezieltes Marketing wird dieser Prozess zusätzlich unterstützt. Der Effekt des Zugehens auf den Kunden zeigt sich außerdem in der Produktentwicklung: Hersteller können durch den engen Kundenkontakt auf Wünsche der Kunden unmittelbar eingehen. Spezifische und personalisierte Produkte sind meist das Ergebnis dessen, welche wiederum zu einer noch besseren Reputation Ihres Unternehmens führen. Abb. 3.: Beispiel für die Personalisierung eines Produktes für Kunden der Schnullermarke „NUK“. Durch die individuelle Gestaltung wird die Kundenbindung gestärkt und Kundennähe aufgebaut. Wenn Partner zu Konkurrenten werden Ob und inwieweit eine Vertikalisierung vorangetrieben werden kann, hängt sehr von der Branche und vom Händlernetzwerk ab, in welchem Sie Ihre Produkte vertreiben. Wie bereits erwähnt, kommt es hier zu Verschiebungen der Machtverhältnisse nicht nur zwischen den Händlern untereinander, sondern auch unter Herstellern und Händlern. Wo einst der Vertrieb über Großhändler von Statten ging, wird heute oftmals in E-Commerce Shops nicht nur direkt mit anderen Marken auf der Seite, sondern im ganzen Netz konkurriert. Dieser potentielle Umsatzverlust für die Hersteller lockt die Unternehmen in den Direktvertrieb zu starten, um dem enormen Wettbewerbsdruck Stand halten zu können. Doch Vorsicht, ein zu schnelles Handeln könnte fatal sein. Man sollte hier nicht vergessen, dass die Händler zu diesem Zeitpunkt durch langjährige Kundenbeziehungen, Kundenkontakt und Verkaufserfahrung die Bedürfnisse der Käufer sehr gut kennen – die Hersteller stehen hier meist anfangs in einer schlechteren Position. Daher ist es dringend zu raten, Schritte der Vertikalisierung mit den Vertriebspartnern, gerade bei der Überlegung eines eigenen Shops, offen darzulegen und zu besprechen, damit das Händlernetzwerk nicht hintergangen wird und wegbricht. Zudem ist durch die unterschiedlichen Budgets der einzelnen Händler eine alleinige Übernahme des Direktvertriebes durch den Hersteller meist nicht zu empfehlen. Der Aufbau des Direktvertriebes und damit die Positionierung als Konkurrent bei den Vertriebspartnern sollte daher gut geplant sein und erst erfolgen, wenn genügend Endkunden-Kontakt und Markenaufbau vorhanden ist. Viele Hersteller wollen bei der Vertikalisierung nicht als solches in den Direktvertrieb gehen, sondern bieten in Online Shops daher z. B. eigens hergestellte, spezielle Produktlinien oder Marken an, die exklusiv erworben werden können. Abb. 4: Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli AG bietet in seinem Online Shop limitierte Editionen online an und wird so zum Verkäufer im Direktvertrieb.[/caption] Neben dem Verkauf von ausgewählten Bestsellern oder limitierten Editionen ist eine weitere Möglichkeit das Präsentieren der Produkte mit der Option der Händlersuche. Hier unterstützt der Hersteller den Händler bei der Kundengewinnung. Das Resultat: Das Hauptaugenmerk liegt hier also nicht im Aufbau eines E-Commerce Shops, sondern im Markenaufbau und in der Entstehung einer engen Kundenbeziehung. Vorteile bringt dies nicht nur den Herstellern, sondern auch dem einzelnen Händler. Abb. 5: Der Kalenderhersteller „paperblanks“ bietet auf seiner Internetseite nicht nur die Möglichkeit, einzelne Produkte online zu erwerben, sondern auch die Händlersuche für weitere Produkte. Auch der Technikhersteller „Fujitsu Limited“ bietet auf seiner Webseite die Möglichkeit, sich genauer über Produkte zu informieren und stellt hierfür einen Kundenkontakt zur Verfügung. Als Hersteller kennt Fujitsu seine Produkte am besten; der Vertrieb geschieht hier dennoch weiterhin extern durch Partner. Auf der Webseite hat jedoch der Kunde die Möglichkeit, sich genau und zielführend beraten zu lassen. Abb. 6: Fujistu führt mit Produktbeschreibungen und Story Telling interessierte Kunden an das Produkt heran und zeigt damit, dass das Unternehmen die Bedürfnisse der Kunden versteht. Durch Produktvideos wird das Story Telling auf der Produktseite dann nochmals vertieft. Außerdem hat der Kunde alle nötigen Informationen gebündelt auf einen Blick wie z.B. Produktauszeichnungen, die Partnersuche, die Nummer des Kundenservices und technische Details. Beim darauffolgenden Besuch des Händlers wird die Kaufentscheidung voraussichtlich von einer Kaufintention des Käufers für die Marke Fujistu Limited geprägt sein. Abb. 7: Bestandteile der Webseite, welche auf den Kunden ausgerichtet sind. Währenddessen darf nicht vergessen werden, dass sich die Machtverhältnisse zweiseitig zwischen Hersteller und Händler verschieben. Die Vertikalisierung geht hierbei nicht nur von der Herstellerseite aus, sondern kann auch vom Händler erfolgen. Hieraus ergeben sich zwei Szenarios: 1. Hersteller als Händler Wie eben vorgestellt nehmen Hersteller mehr und mehr die Funktionen des Händlers ein und vertreiben unter Umständen einzelne Produktlinien beispielsweise im Direktvertrieb. 2. Händler als Hersteller Doch auch die Händler nutzen ihr gesammeltes Wissen über verkaufte Produkte und der Kundenprofile. Niemand kennt seine Kunden besser als der Händler: Durch jahrelangen Kundenservice und Aufbauen von Vertrauen in die Dienstleistungen verfügen Händler und ihre Netzwerke über einmalige Informationen. Sie kennen die Vorlieben und das Verhalten der Kunden und nutzen dieses Wissen nun zunehmend für sich: Sie bauen eigene Marken und Branding Strategien auf und es entstehen neue Produkte. Diese stehen dann in direkter Konkurrenz zu den etablierten Marken. Abb. 8: Eine kleine Auswahl der etablierten Eigenmarken des Drogeriehändlers dm – drogerie markt GmbH & Co. KG, welche der Konzern über die Jahre aufgebaut hat. Die angepassten Produktartikel und Marken sorgen bei manch etablierten Herstellerunternehmen für Aufruhr, da sie sich unter Umständen übergangen fühlen, frei nach dem Motto: „Wir entwickeln Produkte und ihr nutzt eure Reichweite, um günstigere, aber ähnliche Produkte auf den Markt zu bringen.“ Allerdings ist dies selten der Fall, da die Eigenmarken eigene Produktentwicklungen betreiben und unterstützen. Letztendlich liegt es sowohl an Herstellern als auch Händlern, neue Branding und Marketing Strategien zu entwickeln, zu nutzen und in Symbiose anstatt gegeneinander zu arbeiten. Was das mit Online Marketing speziell zu tun hat Wie bereits erwähnt informieren sich Nutzer zunehmend vorab vor Kauf oder direkt im Laden per Smartphone auf Seiten der Hersteller über die Produkte und suchen nach Bewertungen und Empfehlungen. Gleichzeitig werden gerade im Omni-Channel-Ansatz im Marketing auch in der Online Präsenz Ladenbesuche immer wichtiger, um Kunden in ihrer Kaufentscheidung zu stärken und an sich zu binden. Ein gutes Konzept und eine gute Strategie im Online Marketing, die all diese Faktoren berücksichtigen, helfen Unternehmen, mit umfassenden Informationen und Optionen wie guten Services und sicherem Auftreten direkt auf Kunden zuzugehen und von sich zu überzeugen. Das Einführen von Online Shops bzw. einer B2C Webseite hilft, langfristig seinen Platz in Mitte der Konkurrenz zu sichern. Durch das Pflegen der Kundenbeziehungen auf der eigenen Webseite können die Kunden mithilfe von Webanalyse untersucht werden, die wichtige Einblicke für die Produktentwicklung und Potentiale liefert. Entscheidet man sich für Online Werbung mit z.B. Google Ads, gibt es einige Punkte zu beachten. Wie entwickeln sich die KeyWord Preise für bestimmte generische Produkte? Kann ich hier mit meinem Budget mithalten? Als kleineres Unternehmen empfiehlt es sich, mit spezifischen Produkten wie Top Seller zu beginnen und auf Longtail Keywords zurückzugreifen, um das vorhandene Budget bestmöglich zu investieren und gute Positionen zu sichern. Mit Online Marketing wird bewusst in die Customer Life Journey der Nutzer eingegriffen. Dies muss langfristig durchdacht, umgesetzt und entwickelt werden, um die Loyalität der Kunden zu sichern. Eine gute Marketing Strategie der Vertikalisierung bringt das Unternehmen voran, während eine schlechte Strategie das Gegenteil bewirken kann. Ein wichtiger Faktor bei der Vertikalisierung ist nicht zuletzt die Erweiterung der Reichweite. Der Kundenstamm kann durch perfekt abgestimmte Branding Strategien im Online Marketing ausgebaut werden. Durch die zunehmende Digitalisierung des Marktes wird insbesondere das Online Marketing ein wichtiger Bestandteil, denn: Der Online Handel wächst um ca. 10% jährlich. Nutzen Sie diese Entwicklung für sich! Branding Strategie oder Performance Schwerpunkt: Wie kann ich am Prozess teilhaben? Je nach Ausgangslage ergeben sich unterschiedliche Strategien. Stehen Sie noch am Anfang Ihrer Online Präsenz und möchten Ihre Reichweite erhöhen? Oder besitzen Sie bereits einen Online Shop? 1. Reine Produkthersteller Für Produkthersteller, die bisher noch keine eigene Online Präsenz besitzen, ist der Aufbau einer benutzerfreundlichen Webseite zu empfehlen. Zusammen mit der richtigen Branding Strategie im Online Marketing kann Ihre Marke weiter aufgebaut werden und Reichweite ausgebaut werden. Im Zuge dessen kann ein Online-Direktvertrieb aufgebaut werden. 2. Hersteller mit Direktvertrieb mit Suche nach Markterschließung Hersteller mit eigenem Direktvertrieb sind ebenfalls auf der Suche nach neuen Märkten. Wie können Sie weitere Kunden mit Ihrem Direktvertrieb ansprechen und Neukunden gewinnen? Wie können Sie Ihr Angebot weiteren potentiellen Kunden nahebringen und Ihr Unternehmen voranbringen? Durch Händlernetzwerke, aber auch gezieltes Einsetzen der richtigen Marketing Strategie und Werbemöglichkeiten gelingt Ihnen die Markterschließung neuer Zielgruppen. 3. Hersteller mit Kundenkontakt und Vertrieb: Prozessoptimierung und Ausbau des Online Handels Falls Ihr Unternehmen Kunden bereits nicht nur als Marke und Hersteller, sondern auch im Direktvertrieb und Händler bekannt sind, helfen die richtigen Marketing Strategien, Prozesse zu optimieren und den Online Handel weiter auszubauen. Viele Faktoren müssen berücksichtigt werden und mit dem Einsatz neuester Techniken und Werbemöglichkeiten ergeben sich laufend neue Möglichkeiten, die eigene Position zu stärken und den Nutzern ein einmaliges Erlebnis anzubieten. Neue Strategien helfen nicht nur bei der Umsatzsteigerung, sondern zeigen auch neue Potentiale auf. Andere Branchen, andere Sitten Bei der Vertikalisierung von Märkten hängt vieles von der Branche ab, in der man sich befindet. Während einige Branchen schon etablierter sind im Online Geschäft, ziehen andere Branchen erst Schritt für Schritt allmählich nach. Sind Fashion und Elektro Brands mit knapp 50% Marktanteil im Online Handel bereits fest etabliert im Online Geschäft, zieht die Gesundheitsbranche mit einem Anteil von 6,2% erst langsam nach. Bei jedem Markteintritt müssen natürlich auch immer rechtliche Grundlagen und Hürden geprüft werden, die bei manchen Branchen erst überwunden werden müssen. Das Potential ist jedoch in allen Branchen vorhanden und der Markt nicht gesättigt. Abb. 9: Apple Inc. bietet spezielle Bildungsrabatte auf der Webseite an und nutzt dieses als USP für den eigenen Online Shop.[/caption] Gerade in umsatzstarken Branchen ist der Direktvertrieb der großen Unternehmen von Händlern meist toleriert. Ein gutes Beispiel ist der Technikkonzern und -gigant Apple Inc., der sich im eigenen Shop zum Teil mit speziellen Rabatten wie Bildungsrabatte besonders gut positionieren kann. Während einige Händler bei einer Vertikalisierung von weniger bekannten Marken (einzelne) Produkte unter Umständen bei schlechter Kommunikation zwischen Hersteller und Händler aus dem Vertrieb nehmen, wird bei prominenten Unternehmen der Direktvertrieb toleriert. Daher sind eine gute Bindung und offene Kommunikation zwischen Hersteller und Händler enorm wichtig. Abb. 10: Der Technikhersteller Apple Inc. bietet auf seiner Webseite Produkte direkt zum Kauf an. Apple geht auf den Kunden direkt ein und versteht die Bedürfnisse: Durch einen besonders benutzerfreundlichen und kurzen Funnel wird der Kauf erleichtert. Es gibt viele Möglichkeiten, durch Vertikalisierung sein Unternehmen neu zu positionieren und auszubauen. Neue Strategien, aktuelle Techniken und Angebote im Online Marketing helfen enorm, diese Ziele zu erreichen. Nutzen auch Sie Vertikalisierung für sich! Internetwarriors GmbH – Ihr Partner mit Fachkompetenz und branchenspezifischen Lösungen Die internetwarriors GmbH hat sich auf individuelle Customer Solutions für den Online Handel spezialisiert. Ganz egal, ob Sie sich gerade im Markenaufbau befinden, neue Märkte erschließen oder Ihren Umsatz mit Online Marketing steigern möchten – wir bieten eine auf Sie persönlich zugeschnittene Lösung an. Unsere jahrelange Branchenerfahrung hilft uns dabei, die passende Strategie für Sie und Ihr digitales Geschäftsmodell zu finden. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage .
E-Commerce Berlin Expo 2019: Nicht ohne die internetwarriors!
22.02.2019

Katharina
Pfetsch
Kategorie:
Inside internetwarriors

Abb. 1: Die internetwarriors GmbH auf der E-Commerce Berlin Expo 2019. Wird die E-Commerce Messe Expo in Berlin etwa bald die neue dmexco (zumindest innerhalb Berlins 😉)? Betrachtet man die Entwicklung der Ausstellerzahlen und Besucher, ist die E-Commerce Expo Berlin tatsächlich auf dem besten Weg dorthin. JETZT KONTAKT AUFNEHMEN Kaum ein Sektor ist progressiver als der E-Commerce, dessen B2C Umsatz alljährlich um ca. 10 Prozent steigt. Mit erwarteten Umsätzen im Jahr 2019 von bis zu 58,5 Milliarden Euro ist der Online Handel ein boomendes Geschäft. Kein Wunder, werden doch immer mehr Unternehmen, Start-Ups und Anbieter im E-Commerce (neu) entwickelt, gegründet und etabliert, die sich auf den Online Handel stützen. Um im Austausch zu bleiben und neue Strategien zu entwickeln, trafen sich zahlreiche Fachleute auch dieses Jahr auf der E-Commerce Messe „Expo Berlin“. Da dürfen wir, die internetwarriors GmbH, als erfolgreiche Online Marketing Agentur natürlich nicht fehlen. Über 150 Aussteller: Die Nachfrage wächst. Die Expo Berlin bot in diesem Jahr deutlich mehr Ausstellern und Besuchern Platz und Möglichkeiten, auf dem neuesten Stand im Online Marketing zu bleiben und sich über Entwicklungen und Trends auszutauschen. Über 150 Aussteller und mehr als 5.000 Besucher waren auf der Messe, um den Online Handel noch stärker auszubauen. In diesem Jahr war die Messe außerdem auf zwei Hallen ausgeweitet worden. Vier Bühnen boten genügend Platz für viele interessante Vorträge, die u.a. von etablierten Speakern der Unternehmen zalando, Google Inc., idealo Internet GmbH und Facebook Inc. gehalten wurden. So sprachen z.B. „Aircall“ Gründer Jonathan Anguelov und „CrossEngage“ Gründer Markus Wuebben in ihren Vorträgen über aktuelle Omnichannel Strategien , während der Digital Marketing Manager der Swatch Group SA Nuno Batista erfolgreiche Praktiken mithilfe Künstlicher Intelligenz im Online Handel darlegte. COO der HolidayPirates GmbH Christoph von Bülow referierte dagegen über Brandbuilding im Social Media Marketing . Die großzügige Networking Zone zwischen den einzelnen Messeständen konnte nach Vorträgen für individuelle Gespräche genutzt werden. Als Abwechslung gab es zwischen den Hallen ein DJ Pult mit hipper Musik und Kaffee für die Gespräche zwischendurch. [caption id="attachment_23431" align="aligncenter" width="1024"] Abb. 2: Unser aufgebauter Stand B3.2. der internetwarriors mit Luftballons auf der E-Commerce Expo Berlin.[/caption] Unser Stand B3.2. befand sich in Halle 1 der Station Berlin und zog viele Interessenten an. Auch wir durften uns über zahlreiche neue, aber auch etablierte E-Commerce Händler freuen, die Nachfrage an unseren Dienstleistungen und jahrelangen Erfahrung hatten. Online Marketing auf der Messe: Nachfrage und Angebot Den Großteil der Aussteller machten nicht nur Online-Händler, sondern auch Software Anbieter für Bezahlsysteme, Logistik oder Analysen aus. Dazwischen verbargen sich Aussteller aus dem Kommunikations- und Kundenservicesektor, aber auch E-Shop Plattformen. Die Mischung aus allen relevanten Themen des E-Commerce machte die Expo erneut zu einer der wichtigsten Treffpunkte für Angehörige des Online Handels, die auf der Suche nach neuen Lösungen und Angeboten waren. Als Spezialist im E-Commerce und hochqualifizierter Google Premier Partner konnte die internetwarriors GmbH bereits in kurzen Gesprächen Fragen der Interessenten klären und sie über grundlegende Möglichkeiten im Online Marketing aufklären. Denn: Was bringt eine gut ausgebaute Infrastruktur, eine kundenfreundliche Plattform und ein optimiertes Bezahlsysteme, wenn der Traffic fehlt? An dieser Stelle treten wir als Ihr kompetenter Partner mit jahrelanger Erfahrung auf und begleiten Sie beim Prozess der Markteinführung sowie bei der Entwicklung neuer Strategien, um Ihre Marktposition weiter auszubauen und zu stärken. Egal ob etablierter Marktführer oder ob Sie noch ganz am Anfang stehen: Neue Strategien im Online Marketing führen stets zu optimierten Ergebnissen und Vorteilen. Wir helfen Ihnen dabei, Ihre geschäftlichen Ziele zu erreichen – und das individuell auf Sie und die Bedürfnisse Ihrer Firma abgestimmt. Abb. 3: Ein Teil unseres Teams auf der E-Commerce Expo beriet am Stand Interessenten aus der ganzen E-Commerce Branche.[/caption] Wir als kompetentes Team und Google Premium Partner Award Finalist kennen uns bestens aus in Sachen Online Marketing Strategien. Individuelle und persönliche Beratung liegt uns am Herzen, weshalb uns das Kennenlernen auf der Messe besonders wichtig ist. Hier haben wir die Möglichkeit, bei einem persönlichen Gespräch die Optionen aufzuzeigen und die Möglichkeiten durchzugehen. Dabei gehen wir auf jeden Kunden spezifisch ein und finden die beste Lösung für Sie. Gerne sprechen wir mit Ihnen auch telefonisch über Ihre Ziele und Strategien. Was wir für Sie tun können als E-Commerce Spezialist Sie stehen mir Ihrer Marke und Ihrem Geschäft noch ganz am Anfang und benötigen Hilfe beim Aufbau Ihrer Marke? Besitzen Sie bereits ein E-Commerce Unternehmen, sind aber noch auf der Suche nach der richtigen Strategie und passenden Beratung? Kein Problem! Wir stehen nicht nur beim Geschäftsaufbau, sondern auch bei Online Marketing Strategien mit unserer jahrelangen Erfahrung beratend zur Seite. Gemeinsam stellen wir sicher, dass Ihr E-Commerce richtig aufgesetzt und im Internet gut erreichbar für Ihre Zielgruppe ist. Sichern Sie sich mit uns gemeinsam wichtige Marktanteile und tragen Sie zum Wachstum des Online Handels bei. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage .
Responsive Search Ads: Textanzeigen durch KI weiterentwickelt
27.09.2018

Katharina
Pfetsch
Kategorie:
SEA

Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen, im Englischen „Responsive Search Ads “ und deshalb oft als Abkürzung „RSA“ zu finden, sind die neueste Innovation von Google für Suchanzeigen . Bei den Responsive Search Ads handelt es sich um einen Anzeigentyp, der durch automatische Optimierung unter Einbeziehung von Künstlicher Intelligenz (KI) von Google optimiert wird und dem Nutzer angepasste und relevante Ergebnisse liefern soll. Diese neue Art von Anzeigen haben das Ziel, sowohl die Performance Leistung des Werbetreibenden als auch gleichzeitig die Nutzererfahrung nachhaltig zu steigern. Im Mai 2018 stellte Google Inc. erstmals seine neueste Form der Textanzeigen vor. Zurzeit befinden sie sich noch in der BETA Version auf der Google Ads Plattform, jedoch sollten RSA spätestens ab Ende des Jahres von allen Google Ads Nutzern genutzt werden können. Vorerst ist diese neue Anzeigenform folglich nur ausgewählten Werbetreibenden zugänglich. Darüber hinaus sind Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen auch in der neuesten Version des Google Ads Editor verfügbar. Was sind Responsive Search Ads? Schon im Aufbau lassen sich die Unterschiede von Responsive Search Ads zu bisherigen Erweiterten Textanzeigen (ETA) erkennen. Statt festen Textanzeigen setzen sich RSA aus einzelnen Textbausteinen zusammen. Diese werden dann bei einer erfolgreichen Auslieferung von Google nach Algorithmen zusammengefügt und eine individuelle Suchanzeige erstellt. Abb. 1: Beispiel für eine klassische Erweiterte Textanzeige. Abb. 2: Beispiel für den Aufbau einer Responsiv Search Ad Wie bisher auch bestehen Responsive Search Ads aus Anzeigentitel und Beschreibungen. Der Unterschied liegt jedoch in der Anzahl und Länge. Demnach gibt es statt zwei jetzt bis zu 15 Anzeigentitel mit je 30 Zeichen. Dazu kommen bis zu vier Beschreibungen (bisher nur zwei!), welche sogar bis zu 90 Zeichen anstatt 80 Zeichen zulassen. Diese Neuerung gibt Werbetreibenden mehr Freiraum in der Gestaltung ihrer Anzeigen. Eine weitere Innovation stellt das freie Kombinieren der einzelnen Textbausteine zueinander dar. Bei RSA werden von Google Ads jedes Mal erneut die Anzeigentitel neu kombiniert und mit einer neuen Version von zusammengebundenen Beschreibungen zusammen ausgespielt. Bei Erweiterten Textanzeigen sind diese stets fest miteinander verbunden und werden als fixierte, vom Werbetreibenden vorgefertigte Anzeige ausgespielt. Dieses neue Konzept zieht also eine Umstrukturierung von bisherigen Werbetexten nach sich und sollte unbedingt vom Ersteller berücksichtigt werden. Wieso eine Einbindung von Künstlicher Intelligenz bei Anzeigenformaten so wichtig ist Das enorme Potential, das Künstliche Intelligenz nicht nur im Marketing mit sich bringt, ist für Google Ads unverzichtbar geworden. Durch maschinelles Lernen werden Anzeigen nicht nur personalisierter und relevanter für den Nutzer, sondern überzeugen auch durch eine höhere Qualität und optimale Nutzererfahrung. Maschinelles Lernen hilft nach einer kurzen Lernphase, Anzeigen bestmöglich zu optimieren und dem Nutzer individuell zugeschnittene Anzeigen, die in seinem Interesse stehen, anzubieten. Hierdurch kann noch besser auf unterschiedliche Zielgruppen eingegangen werden und diese optimal und individuell angesprochen werden. Mithilfe Künstlicher Intelligenz kann Kreativität mit Effizienz vereint werden und dem Nutzer ein besseres Werbeerlebnis geboten werden. Durch diesen Effekt werden bis zu 15% mehr Klicks generiert, was sich letztendlich unmittelbar auf den Werbetreibenden auswirkt. Künstliche Intelligenz bringt also nicht nur dem Nutzer in Form von Individualisierung Vorteile. Werbende profitieren ebenso in Form von finanziellen Vorzügen (z.B. bessere Budgetplanung, geringere CPCs), wobei jedoch klar die Verbesserung einer nahen Kundenbindung besticht. Wie funktionieren Responsive Search Ads? Bei Responsive Search Ads werden die vorher erstellten Anzeigentitel und Beschreibungen automatisch von Google kombiniert. Auf diesem Wege können auf den Nutzer zugeschnittene Varianten angeboten und die beste Modifikation ausgespielt werden. Daher gilt das Verfahren als sehr nutzerfreundlich. Bei der Erstellung werden bis zu drei der 15 vorgefertigten Anzeigentitel ausgewählt und anschließend zwei der vier Beschreibungen hintereinander angezeigt. Durch dieses Verfahren wird die Zahl der über 43.000 Kombinationsmöglichkeiten enorm gesteigert und es erfolgt eine erhöhte Ausspielungswahrscheinlichkeit. Abb. 3: Aufteilung der Anzeigentitel und Beschreibungen bei der neuen Anzeigenform der Responsiven Search Ads Gut zu wissen: Was bei einer Verwendung von Responsive Search Ads berücksichtigt werden muss Bisher sind RSA leider noch nicht von allen Werbetreibende nutzbar, sondern befinden sich noch in der BETA Phase. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass diese bis zum Ende des Jahres für jeden Werbetreibenden zugänglich gemacht werden. Das heißt jedoch auch, dass Nutzer der BETA Version die Performance stets gründlich überprüfen sollten, da noch Daten zur Performance Verbesserung gesammelt werden müssen. Die Grundidee der RSA besteht darin, dem Nutzer durch Künstliche Intelligenz angepasste Anzeigen aufgrund seines bisherigen Nutzerverhaltens anzubieten, um dessen Nutzererfahrung nachhaltig zu steigern. Demnach werden aber auch zum Zwecke einer besseren Sichtbarkeit auf mobilen Endgeräten oder frequentierten Suchergebnisseiten (kurz: SERP) nicht der ganzen Anzeigenumfang ausgeliefert. Abb.4 : Beispiel einer RSA in der mobilen Vorschau Auch wenn nicht unter allen Umständen alle Anzeigentitel und Beschreibungen ausgeliefert werden, so sollten doch wichtige Teile einer Anzeige wie ein Call-To-Action in allen Auslieferungsoptionen vorhanden sein, um eine hohe Qualität der Anzeigen zu gewährleisten. Um dies zu bewerkstelligen, ist es möglich, Anzeigentitel und Beschreibungen fest zu fixieren. Dazu kann sowohl auf der Google Ads Oberfläche als auch im Google Ads Editor die Reihenfolge der Anzeigentitel und Beschreibungen festgelegt werden. Diese werden infolgedessen stets an dieser Position ausgespielt und ermöglich eine kleine Form der Kontrolle seitens des Werbetreibenden. Abb. 5: Ansicht der Erstellung von Responsiven Search Ads im Google Ads Editor mit der Option der Fixierung Diese Fixierung verhindert jedoch auch neue wichtige Erkenntnisse der Auslieferung. Durch das Ausspielen von Google können z.B. beliebte und interessante Textbausteine herausgefiltert werden, welche den Nutzer besonders ansprechen, um diese dann anschließend auch in ETAs zu inkludieren. Die Fixierung von einem Anzeigentitel kann außerdem zu einer Reduzierung um 75%, bei einer Fixierung von zwei Titeln sogar um eine Reduzierung um 99 % der Austestmöglichkeiten führen und so das maschinelle Erlenen durch KI erheblich einengen, worauf letzten Endes RSA basieren. Bei zu vielen Fixierungen muss also von Verlusten an Daten, welche zur Performance Verbesserung beitragen können, ausgegangen werden. Am Ende sollte die Empfehlung von Google berücksichtigt werden, Responsive Search Ads parallel zu Erweiterten Textanzeigen (ETAs) zu betreiben und sie eher als Zusatz zu verstehen. Dabei sollten pro Anzeigengruppe eine RSA und mindestens eine, bestenfalls drei ETAs eingesetzt werden. Überprüfen der RSA: Der Google „Ad Strength“ - Indikator Seit Anfang September führt Google Ads nach und nach den „Ad Strength“-Indikator ein, um Responsive Suchnetzwerk-Anzeige auszuwerten und erwartete Ergebnisse besser einschätzen zu können. Dies erfolgt durch eine Auswertung durch die Faktoren Relevanz, Quantität der Ausspielungen und Vielfalt der Textbausteine. Dabei wird im Gegensatz zum Qualitätsfaktor nicht auf eine numerische Bewertung von 1 bis 10, sondern auf eine Auswertung auf einer Skala von „poor“ bis „excellent“ zurückgegriffen. Zudem sollen Vorschauen der RSA-Anzeigen bald in der Google Ads Oberfläche möglich sein, um besser die Sicht des Nutzers nachvollziehen zu können und Optimierungen zu vollziehen. Abb. 6: Mithilfe des Google Ad-Strength Indikators kann die Qualität der RSA-Anzeigen verbessert werden Was sind unsere Tipps? Erfahren Sie hier die Best Practises Um Responsive Search Ads bestmöglich zu nutzen, haben wir Ihnen hier eine Liste an Tipps und Best Practices zusammengestellt. Wir empfehlen, mindestens fünf anstatt der erforderlichen drei Anzeigentitel einzustellen. Diese sollten sich jedoch in ihrer Qualität durch Diversität unterscheiden. Zusätzlich sollten in zwei dieser Titel ein Keyword enthalten sein. Probieren Sie unterschiedliche Längen der Anzeigentitel aus! Nutzen Sie nicht immer die volle Länge, da sonst auch eine Überforderung des Nutzers beim Leser entstehen kann. Achten Sie in den Beschreibungen auf unterschiedliche Inhalte, da sonst die Chance besteht, dass bei einer Kombination der Beschreibungen doppelte Informationen auftauchen und die Nutzererfahrung schwindet. Lieber sollte man darauf achten, unterschiedliche Aussagen bei den Beschreibungen bei einer Auslieferung zu garantieren, die je nach Ausspielung gut mit anderen Beschreibungsalternativen harmonieren. Redundante Informationen in Anzeigen führen zudem schließlich zu Einschränkungen im System von Google und werden im schlechtesten Fall nicht mehr ausgespielt. Lieber konzentrieren Sie sich auf verschiedene USPs, um den Kunden mit unterschiedlichen Vorteilen zu überzeugen. Responsive Search Ads verfügen dank ihrer Länge über einen großen optischen Umfang bei der Auslieferung. Infolgedessen wird mehr Aufmerksamkeit des Nutzers auf die Anzeige gelenkt. Nutzen Sie diese Aufmerksamkeit für sich! Vorsicht ist außerdem beim Umgang mit Call-To-Actions in den Beschreibungen geboten. Bei zu vielen Sonderzeichen wie etwa Ausrufezeichen etwa kann eine Auslieferung gefährdet sein. Zudem können zu viele Aufforderungen seitens der Anzeige einschüchternd auf den Nutzer als Käufer oder Interessierten Ihrer Anzeige wirken. Für weitere Richtlinien und Anleitungen zum Erstellen von Responsiven Suchnetzwerk-Anzeigen besuchen Sie die Google Ads Support Seite . Und wie sieht das Ganze in der Praxis aus? In der Praxis zeigt sich schnell, dass RSA Zeit brauchen, um sich einzuspielen und die passenden Daten an den Nutzer auszuspielen. Sobald ein Lerneffekt durch KI bei der Ausspielung geschieht, entwickeln sich wichtige KPIs erheblich in eine positive Richtung und dementsprechend können z.B. die Kosten pro einzelne Conversion nachhaltig gesenkt werden. Darüber hinaus lässt sich erkennen, dass die Absprungrate durch RSA sinkt. Eine größere Anzahl an nutzerrelevante Informationen, die in den RSA angezeigt werden, helfen dem Nutzer bei einer Entscheidung für einen weiterführenden Klick auf die Anzeige. Hierdurch kann infolgedessen von einer längeren Sitzungsdauer ausgegangen werden, da sich der Nutzer noch bewusster für die Anzeige entscheidet. Wie bereits erwähnt, sollten RSA unbedingt parallel zu ETAs genutzt werden, um eigene Entwicklungen zu erkennen und auszuwerten. Schon bald plant überdies Google auch ein Format für Responsive Display Ads, um das Konzept auch im Google Display Netzwerk anzuwenden. Bisher sind RSA zudem nur für ausgewählte Kunden und in der BETA-Version verfügbar. Auch wir konnten RSA schon bei unseren Kunden erfolgreich testen und Unterschiede zu ETAs feststellen. So können wir beispielsweise trotz kurzem Einsatz der RSA ebenfalls eine durch RSA hervorgerufene Steigerung der CTR von 5-15 % feststellen. Fazit: Anzeigenoptimierungen durch Künstliche Intelligenz: Der Google Trend zeigt sich nun anschaulicher denn je in Responsiven Search Ads. Das umfangreiche Potential dieser Anzeigen kombiniert mit Erweiterten Textanzeigen hilft Werbetreibenden, noch besser ihre Nutzer anzusprechen und deren Erfahrung im Netz zu steigern. Was können wir für Sie tun? Suchen Sie noch Unterstützung bei der Anzeigenoptimierung? Gerne beraten wir Sie zu dem Thema der Textanzeigenauslieferung und ihren Optionen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage .
E-E-A-T in der KI-Suche: Expertise und Autorität als Zitierbarkeits-Faktor
01.07.2026

Google-Rankings sind längst nicht mehr das einzige Ziel: Wer in KI-generierten Antworten auftauchen will, muss E-E-A-T neu denken. In unserer GEO-Studie haben wir über 100.000 Suchanfragen untersucht. Das Ergebnis: Die Spielregeln für Sichtbarkeit haben sich grundlegend verändert. Google AI Overviews, ChatGPT Search, Perplexity und andere LLM-basierte Systeme entscheiden eigenständig, welchen Quellen sie vertrauen; und die Parameter, nach denen sie entscheiden, entsprechen nicht immer denen, die wir vom klassischen SEO kennen. Wer in den Google-SERPs auftaucht, wird nicht automatisch auch von der KI zitiert und im schlimmsten Fall unsichtbar. Doch nach welchen Kriterien sollen Inhalte für LLM-Optimierung strukturiert sein? Und was bedeutet die SEO-GEO-Diskrepanz für altbekannte Konzepte wie E-E-A-T? E-E-A-T bezeichnet ein Prinzip, das Google schon seit Jahren in seinen Quality Rater Guidelines beschreibt – Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness. Spoiler: Auch in Zeiten von ChatGPT und Co ist das noch relevant. Warum, beschreiben wir in diesem Artikel. Das Wichtigste auf einen Blick: E-E-A-T bleibt relevant – aber die Kriterien verschieben sich. Nicht mehr die Domain ist das zentrale Vertrauenssignal, sondern der Mensch dahinter. KI-Systeme bewerten zunehmend den/ die Autor in, die inhaltliche Tiefe und den gesamten digitalen Fußabdruck statt einzelner Ranking-Faktoren. „Experience" ist das stärkste Signal in der KI-Ära. Echte Erfahrungsberichte, eigene Daten und konkrete Fallbeispiele sind für Sprachmodelle schwer zu imitieren – und werden deshalb bevorzugt zitiert. Generischer, redundanter Content wird dagegen ignoriert. Zitierfähigkeit erfordert KI-lesbare Inhalte. Klare Autorenprofile, strukturierte Daten (Schema-Markup), belegte Aussagen und in kleine „Chunks" gegliederte Absätze entscheiden darüber, ob eine Quelle in Google AI Overviews, ChatGPT oder Perplexity auftaucht. Was sich für Unternehmen konkret verändert hat Generative Engine Optimization (GEO) und Answer Engine Optimization (AEO) verändern, wie gesucht und gefunden wird. Klickzahlen rücken in den Hintergrund, Snippets und KI-Zitate treten an ihre Stelle. Diese drei Veränderungen machen E-E-A-T relevanter denn je: 1. Von der Seite zum Autor Früher war die Domain das zentrale Vertrauenssignal. Heute rückt der Mensch dahinter in den Vordergrund. Sprachmodelle versuchen zu verstehen, wer hinter einem Inhalt steht und ob diese Person als Expert*in auf dem jeweiligen Gebiet gilt. Anonyme Inhalte oder generische Unternehmenstexte ohne erkennbare Autor*innenschaft verlieren an Gewicht. 2. Von Quantität zu Tiefe Wessen bisherige Strategie es war, möglichst viele Inhalte zu möglichst vielen Keywords zu produzieren, stößt an neue Grenzen: KI-Systeme bevorzugen Content, der ein Thema wirklich durchdringt – mit echten Daten, konkreten Fallbeispielen und einer klar erkennbaren Meinung in kleinen, zitierbaren Absätzen („Chunks“). Flacher, redundanter Content wird ignoriert. 3. Von der Webseite zum digitalen Fußabdruck E-E-A-T beschränkt sich im KI-Zeitalter nicht mehr auf die eigene Website. KI-Modelle kennen das gesamte Web. Wer in Fachpublikationen zitiert wird, auf Konferenzen spricht, in Podcasts diskutiert oder in sozialen Netzwerken als Stimme zu einem Thema wahrgenommen wird, stärkt seine EEAT-Signale auch ohne direkte SEO-Maßnahmen. Wie wichtig ist E-E-A-T für LLMs? Das ursprüngliche Akronym EAT (Expertise, Authoritativeness, Turstworthiness) wurde 2022 von Google um ein zusätzliches „E“ für Experience erweitert. Seitdem steht das Modell für vier aufeinander aufbauende Qualitätsmerkmale, die zusammen bestimmen, ob ein Inhalt als vertrauenswürdig eingestuft wird: E EXPERIENCE Hat der*die Autor*in eigene, gelebte Erfahrung mit dem Thema? Echte Fallbeispiele und persönliche Einblicke sind ein starkes Qualitätssignal. E EXPERTISE Verfügt der*die Autor*in /die Organisation über nachweisbares Fachwissen? Fachliche Tiefe, korrekte Terminologie und belegte Aussagen zeigen Kompetenz. A AUTHORITATIVENESS Wird die Quelle von anderen anerkannten Stellen zitiert? Externe Verlinkungen, Erwähnungen in Fachmedien und Einträge in strukturierten Datenbanken stärken die Autorität. T TRUSTWORTHINESS Ist die Quelle transparent und genau? Angaben über Herkunft, Autor*innen, Quellen und mögliche Interessenkonflikte sind die Basis für Vertrauen. Besonders das erste „E" für Experience ist in der KI-Ära von zentraler Bedeutung: Sprachmodelle sind trainiert, generisches Wissen zu erkennen. Echte Erfahrungsberichte, spezifische Zahlen aus eigenen Projekten oder gelebte Praxis hingegen sind schwer zu imitieren und werden von KI-Systemen bevorzugt zitiert. Wie KI-Systeme E-E-A-T-Signale auswerten Klassische Suchmaschinen bewerten E-E-A-T primär über Links, strukturierte Daten und Seitenqualität. KI-Systeme gehen einen entscheidenden Schritt weiter: Sie lesen und analysieren Inhalte semantisch. Das hat weitreichende Konsequenzen. Statt nur auf Ranking-Faktoren wie zum Beispiel Keywords zu schauen, fragen KI-Systeme implizit: Welche Quelle würde ein menschlicher Experte empfehlen? Sie achten dabei auf Faktoren wie Kontext, Entität und Beziehung. Wer zitiert werden will, braucht also einerseits entsprechende Elemente und muss sie andererseits in einem Format präsentieren, das für KI-Modelle lesbar ist. LLMs untersuchen Inhalte unter anderem auf Folgendes: Autorenprofil und Biografie: Wird der*die Autor*in namentlich genannt? Sind Qualifikationen, bisherige Stationen oder Publikationen erkennbar? KI-Modelle verknüpfen Autor*innennamen mit dem Wissen, das über diese Person im Web vorhanden ist. Quellenangaben und Zitate: Inhalte, die andere verlässliche Quellen korrekt referenzieren, werden als sorgfältig wahrgenommen. Unbelegte Behauptungen hingegen sind ein Risikosignal. Konsistenz über Kanäle: Wer auf der eigenen Website, in LinkedIn-Artikeln, in Fachmedien und in Podcasts konsistent ähnliche Kernaussagen vertritt, baut eine kohärente Wissensidentität auf, die für KI-Systeme leichter greifbar ist. Strukturierte Daten/ Schema Markup: Von der KI lesbare Artikeldaten, lokale Angaben, Brand-Infos, Listicles und FAQ-Elemente helfen Sprachmodellen, Zusammenhänge zwischen Inhalten, Autor*innen und Themengebieten korrekt herzustellen. Je weniger die KI interpretieren muss, desto glaubwürdiger stuft sie den Inhalt ein. Erwähnungen in externen Quellen: Wenn anerkannte Fachmedien, Wikipedia-Artikel oder andere hochwertige Seiten eine Quelle nennen, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, von KI-Systemen als Autorität eingestuft zu werden. Was kann ich tun? Fünf E-E-A-T Maßnahmen für erfolgreiche LLM-Optimierung EEAT ist kein schnell umzusetzendes Taktik-Set, sondern eine strategische Positionierung. Wer frühzeitig beginnt, baut einen echten Wettbewerbsvorteil auf. Konkret bedeutet das: Autorenprofile einführen und pflegen: Jeder Inhalt sollte einem echten Menschen zugeordnet sein. Biografien mit LinkedIn-Profil, Qualifikationen und Themenschwerpunkten erhöhen die Glaubwürdigkeit. Eigene Studien, Daten und Fallbeispiele publizieren: Exklusive Insights sind eines der stärksten EEAT-Signals überhaupt. Eigene Umfragen, Kundendaten (anonymisiert) oder interne Analysen haben enormen Wert. Strukturierte Daten implementieren: Schema-Markup für Artikel, Personen und Organisationen hilft KI-Systemen, Verknüpfungen korrekt herzustellen. PR und digitale Erwähnungen aktiv steuern: Gastbeiträge in Fachmedien, Interviews, Wikipedia-Einträge: Externe Erwähnungen erhöhen die Autorität deiner Marke nachhaltig. Inhalte konsolidieren statt streuen: Wenige, dafür tiefe, klar strukturierte Inhalte zu abgegrenzten Kompetenzfeldern sind wirkungsvoller als viele oberflächliche Artikel zu breiten Themen. Fazit: E-E-A-T bleibt relevant – nur etwas anders Die KI-Suche verändert nicht, was gute Inhalte ausmacht. Sie verändert nur, wie diese Inhalte gefunden werden. E-E-A-T ist auch im GEO eine Grundzutat; sie ist nur nicht die Einzige: KI-freundlicher Aufbau und entsprechende Lesbarkeit der Inhalte sind ein wichtiger Zusatz. Wer E-E-A-T um diesen Grundsatz erweitert, schafft eine stabile Basis für Zitierfähigkeit. Häufige Fragen zu E-E-A-T in der KI-Suche Ist E-E-A-T in Zeiten von ChatGPT und Co. überhaupt noch relevant? Ja. Die KI-Suche verändert nicht, was guten Content ausmacht, sondern nur, wie er gefunden wird. E-E-A-T bleibt eine Grundzutat für Sichtbarkeit. Welches der vier E-E-A-T-Signale ist für LLMs am wichtigsten? Das erste „E" für Experience. Sprachmodelle sind darauf trainiert, generisches Wissen zu erkennen. Gelebte Praxis, spezifische Zahlen aus eigenen Projekten und persönliche Einblicke heben sich davon ab und werden von KI-Systemen bevorzugt herangezogen. Wie mache ich meine Inhalte für KI-Systeme zitierfähig? Eine erste Maßnahme kann das Einrichten von Autor*innenprofilen sein. Eigene Studien erhöhen die Zitierfähigkeit, während technische Optimierung für KI-Lesbarkeit sorgt. Auch die genaue Kuratierung der Inhalte und PR außerhalb der eigenen Domain können einen großen Effekt haben. Wie sichtbar sind Sie in der KI-Suche? Wir analysieren, wie LLMs Ihre EEAT-Inhalte bewerten und zeigen konkrete Maßnahmen, um Ihre Sichtbarkeit in Google AI Overviews, ChatGPT und Perplexity gezielt zu verbessern. → Jetzt kostenlosen GEO-Quickcheck anfragen!
Der Siegeszug von Agentic Commerce: Wie KI-Agenten den Handel 2026 spalten und wie Sie Ihre Marke durch GEO zukunftssicher machen
29.06.2026

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Growth Marketing

Alles auf einen Blick: Agentic Commerce: KI-Agenten übernehmen Produktsuche und Kaufabschluss autonom – die klassische Customer Journey existiert in dieser Form nicht mehr. Der deutsche E-Commerce wächst Q1 2026 um 3,6 % auf 20,4 Mrd. Euro (Quelle: bevh/BEYONDATA, April 2026) – trotz HDE-Konsumbarometer auf 3-Jahres-Tief (92,3 Punkte, Mai 2026). GEO (Generative Engine Optimization) ist der neue Optimierungsstandard für LLM-Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode – klassisches SEO allein reicht nicht mehr. Drei Umsetzungsstufen für den Mittelstand: AI Orchestrator, Customer Data Platform (CDP) und dedizierte GEO-Infrastruktur. Physischer Handel stirbt nicht – er transformiert sich zum multifunktionalen Erlebnisraum (Retail+). Die makroökonomischen Rahmenbedingungen für den deutschen Einzelhandel im Jahr 2026 verlangen Unternehmen ein Höchstmaß an strategischer Resilienz und technologischer Agilität ab. Die deutsche Wirtschaft startete im ersten Quartal 2026 mit einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Wachstum von nur 0,3 % gegenüber dem Vorquartal – getragen durch gestiegene Exporte im industriellen Sektor, während die privaten Konsumausgaben spürbar stagnierten. Die Belastungslage bleibt dabei für Konsumenten und Händler gleichermaßen angespannt. Die Inflationsrate lag im April 2026 bei +2,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Destatis), maßgeblich getrieben durch einen Energiepreisanstieg von +10,1 % infolge des Iran-Kriegs und seiner Auswirkungen auf die internationalen Rohölmärkte. Im Mai 2026 stürzte die Verbraucherstimmung folgerichtig auf ein neues Tief – das HDE-Konsumbarometer verzeichnete 92,3 Punkte, den niedrigsten Stand seit Februar 2023 (Quelle: HDE-Konsumbarometer Mai 2026, Handelsblatt Research Institute). Inmitten dieser Krise zeigt sich ein vertrautes, aber strukturell tiefgreifend verändertes Bild: Ausschließlich der digitale Vertriebskanal erweist sich als echte Wachstumsstütze. Der interaktive Handel mit Waren wuchs im ersten Quartal 2026 um 3,6 % auf rund 20,4 Milliarden Euro brutto (Quelle: bevh/BEYONDATA, April 2026). Dieses Wachstum ist 2026 kein rein quantitatives Phänomen mehr – es wird von einer technologischen Disruption getrieben, die weit über klassisches E-Commerce-Denken hinausgeht: Der Markt befindet sich mitten in der Transformation zum Agentic Commerce. Für den gehobenen Mittelstand bedeutet das einen unumkehrbaren Paradigmenwechsel in der Marktkommunikation. Wer digitale Kanäle, Produktdaten-Strukturen und Web-Infrastrukturen nicht für autonome, algorithmische Systeme optimiert, verliert die Sichtbarkeit – und damit den direkten Zugang zum Endkunden. Dieser Leitfaden analysiert die Potenziale dieser Entwicklung, beleuchtet organisatorische und rechtliche Barrieren und zeigt die konkrete Umsetzung unter den Gesichtspunkten von modernem Performance-Marketing und GEO (Generative Engine Optimization). Wie spaltet sich der deutsche Handel 2026 ökonomisch? Das Wachstum im deutschen Handel verläuft 2026 extrem heterogen und offenbart eine tiefe strukturelle Spaltung zwischen traditionellen Vertriebsformen und hochgradig automatisierten Plattformen. Ein Blick auf die Sektorperformance im ersten Quartal 2026 macht das Ausmaß dieser Spaltung greifbar: Sektor / Warengruppe Umsatz Q1 2026 Strukturelle Treiber E-Food (Online-Lebensmittelhandel) +12,3 % Zuwachs Etablierung digitaler Nachbestellroutinen; Akzeptanz automatisierter Quick-Commerce-Dienste; KI-gestützte Warenkorboptimierung. Digitale Drogeriewaren +10,1 % Flächendeckende Durchdringung des E-Rezepts katalysiert den digitalen Shift im Apothekenversandhandel. E-Pharma / Online-Apotheken +9,8 % (stärkstes Plus seit E-Rezept-Einführung) E-Rezept als struktureller Wachstumstreiber schafft krisenresistente Online-Frequenzen. Stationärer Mode- & Schuhhandel -3,8 % Umsatzrückgang Inflationsschock zwingt Verbraucher zu unmittelbarem Sparzwang im textilen Nicht-Alltagsbedarf. Signifikanter Frequenzverlust in Innenstädten. Asiatische Ultra-Fast-Commerce-Plattformen (Temu, Shein, AliExpress) +12,9 % Wachstum (990 Mio. Euro, Q1 2026) KI-gestützte Trend-Detektion in Echtzeit; vollintegrierte, algorithmisch gesteuerte Supply Chains. Marktanteil: 4,9 % des deutschen E-Commerce. Besonders die Expansion der asiatischen Akteure illustriert die veränderten Machtverhältnisse. Mit einem kumulierten Quartalsumsatz von 990 Millionen Euro kontrollieren Temu, Shein und AliExpress bereits knapp 5 % des deutschen E-Commerce-Warenmarkts – und wachsen dabei viermal schneller als der Gesamtmarkt (Quelle: bevh/BEYONDATA, April 2026). Ihr Wachstum basiert nicht auf klassischer Markenbildung, sondern auf der kompromisslosen algorithmischen Orchestrierung der gesamten Wertschöpfungskette. Parallel dazu konsolidiert sich der Markt auf etablierten Infrastrukturen: Reine Online-Marktplätze machen 2026 bereits über 56 % des digitalen Handelsvolumens in Deutschland aus – das entspricht einem Jahresumsatz von rund 46 Milliarden Euro (Quelle: bevh, Jahreszahlen 2025). Für klassische, isolierte Onlineshops ohne Marktplatz-Anbindung oder technologische Differenzierung wird die Luft in diesem hyper-kompetitiven Umfeld dünner. Fazit: Der digitale Kanal wächst strukturell, aber die Wachstumsgewinne fließen überproportional an algorithmisch optimierte Plattformen. Wer hier nicht mithält, verliert nicht nur Marktanteile – er verliert die Auffindbarkeit. Was ist Agentic Commerce? Definition und Abgrenzung Agentic Commerce bezeichnet die strukturelle Evolution des E-Commerce von menschgesteuerter, visuell basierter Suche hin zu maschinengesteuerter, autonomer Transaktion: KI-Agenten suchen, vergleichen und kaufen eigenständig – ohne dass der Konsument aktiv eingreift. Suchte der Konsument in den vergangenen zwei Jahrzehnten noch manuell über Suchschlitze oder klickte sich durch Filternavigationen in Onlineshops, delegiert er diese kognitive Last im Jahr 2026 zunehmend an persönliche KI-Assistenten und spezialisierte Software-Agenten. Diese KI-Agenten agieren nicht mehr rein reaktiv auf Basis einfacher Wenn-Dann-Befehle. Sie sind proaktiv, kontextbewusst und mit umfassenden Entscheidungskompetenzen ausgestattet. Ein typischer Kaufprozess 2026 läuft vermehrt über komplexe, mehrschichtige Prompts in natürlicher Sprache ab – zum Beispiel: „Welcher Siebträger passt in eine schmale Küche und heizt unter 5 Minuten auf?“ Die KI analysiert diese Anfrage, vergleicht Angebote plattformübergreifend, prüft Lieferzeiten und CO2-Bilanzen und bereitet den Kaufabschluss autonom vor. Das klassische Interface des Onlineshops – die grafische Benutzeroberfläche – verliert in diesem Szenario an Bedeutung. Es wird durch offene APIs und strukturierte Datenfeeds ersetzt, die von autonomen Einkaufsagenten direkt ausgelesen, bewertet und verarbeitet werden. Der Händler interagiert in erster Instanz nicht mehr mit einem menschlichen Auge, sondern mit einem Algorithmus, der unbestechlich Fakten, Strukturen und technische Verlässlichkeit prüft. Fazit: Agentic Commerce ist kein Zukunftsszenario – es ist der aktuelle Betriebsmodus der am schnellsten wachsenden Plattformen. Für den Mittelstand bedeutet das: Wer nicht maschinenlesbar ist, ist unsichtbar. Was bringt echte Hyperpersonalisierung im Zusammenspiel mit KI? Echte Hyperpersonalisierung bricht mit der Praxis, Kunden in statische soziodemografische Segmente zu pressen. Sie schafft eine dynamische, situative Eins-zu-eins-Kommunikation. Das setzt messbare Umsatz- und Kundenbindungspotenziale frei – vorausgesetzt, sie wird richtig umgesetzt. Kontextbezogene Echtzeit-Adaption der Customer Journey Moderne Hyperpersonalisierung fusioniert historische First-Party-Daten des Kunden – Kaufverhalten, Markenpräferenzen, Passformdaten – in Millisekunden mit situativen Umgebungsvariablen: lokales Wetter, Tageszeit, verwendetes Endgerät, Scrollgeschwindigkeit, Klickpfad. Besucht ein Kunde ein digitales Portal bei einem unerwarteten Kälteeinbruch, adaptiert die KI-gestützte Storefront Sortiment, visuelle Hierarchie und Argumentation vollautomatisch im Moment des Seitenaufbaus. Die implizite Intention des Nutzers wird antizipiert – Sucharbeit entfällt. Reduktion kognitiver Last durch intelligente Kuration In einer Welt permanenter digitaler Reizüberflutung leiden Verbraucher zunehmend unter "Choice Paralysis" – der Lähmung angesichts unüberschaubarer Produktmengen. Hyperpersonalisierte KI-Schnittstellen fungieren als verlässliche Filter: Sie präsentieren ausschließlich Produkte mit echter Relevanz für die individuelle Lebensrealität des Nutzers. Das messbare Ergebnis: Mittelständische Unternehmen, die KI-basierte Empfehlungs-Engines implementieren, steigern ihre Conversion Rates stabil um 15 bis 20 %, während Retourenquoten durch präzisere Bedarfsvorhersagen signifikant sinken. Der schmale Grat zum 'Creepy-Faktor' Technologische Machbarkeit ist eine Sache. Konsumentenverhalten eine andere. Aktuelle Studien von ECC Köln und Capgemini zeigen: Knapp 89 % der Befragten empfinden zu aufdringliche, scheinbar allwissende Ansprache als unangenehm und brechen den Kaufprozess umgehend ab. Wer das Gefühl erzeugt, digital belauert zu werden – etwa durch unaufgefordertes Einblenden von Rabatten für ein Produkt, über das der Nutzer kurz zuvor gesprochen hat – zerstört Markenvertrauen nachhaltig. Hyperpersonalisierung muss deshalb stets assistierend, diskret und mit unmittelbarem Mehrwert für den Kunden orchestriert werden. Das ist kein Widerspruch – es ist das Designprinzip. Was ist GEO (Generative Engine Optimization) – und warum kollabiert klassisches SEO? GEO (Generative Engine Optimization) ist der neue Industriestandard für digitale Sichtbarkeit in einer Welt, in der KI-Systeme die Suche dominieren. GEO optimiert Inhalte gezielt für die Retrieval-Systeme großer Sprachmodelle (LLMs) – damit Marken in den synthetisierten Antworten von ChatGPT, Google AI Mode oder Perplexity als verifizierte Primärquelle erscheinen, nicht nur in einer Linkliste. Wer Marketingbudgets weiterhin exklusiv für traditionelle SEO-Metriken wie Keyword-Dichten, starre Meta-Tags oder rein quantitativen Linkaufbau aufwendet, optimiert für ein Auslaufmodell des Internets. Der fundamentale Unterschied: Von der Linkliste zur synthetisierten Antwort Strategisches Kriterium Klassisches SEO GEO (Generative Engine Optimization) Zielmedien & Infrastruktur Traditionelle Suchschlitze (Google Core, Bing Core, Yahoo). Große Sprachmodelle (LLMs), konversationelle KI-Suchmaschinen, autonome Shopping-Agenten. Art des Nutzer-Inputs Fragmentierte Keywords (z. B. 'Premium Kaffeemaschine Test'). Komplexe, natürliche Sätze (z. B. 'Welcher Siebträger passt in eine schmale Küche und heizt unter 5 Minuten auf?'). Format der Ausgabe Fragmentierte Linklisten mit URLs, Anzeigen und Featured Snippets. Vollständig ausformulierte Direktantworten mit eingebetteten Quell-Zitaten. Zentrale Erfolgsmetriken Organische CTR, Keyword-Rankings Position 1–10, Impressions. Citation Share in KI-Antworten, Sentiment-Score innerhalb des LLM-Modells, Entity-Dominanz. Die vier GEO-Hebel für zukunftssichere Marken Um in der Ära des Agentic Commerce nicht in die digitale Unsichtbarkeit abzugleiten, müssen Unternehmen ihre Web-Inhalte und Produktdaten nach maschinenzentrierten Mustern aufbereiten. Diese vier Säulen bilden den Kern jeder erfolgreichen GEO-Strategie: Umfassendes Advanced Schema Markup: KI-Crawler benötigen standardisierte Datenformate, um Entitäten fehlerfrei zu mappen. Jedes Produkt muss mit verschachtelten Product-, Offer-, Brand-, Review- und Organisation, Schema-Auszeichnungen im Quelltext hinterlegt sein. Technische Spezifikationen, Materialzusammensetzungen, Herkunftsländer, Zertifizierungen und tagesaktuelle Lagerbestände müssen maschinenlesbar vorliegen – damit ein Einkaufsagent die logistische Machbarkeit einer Transaktion sofort verifizieren kann. Factual Authority statt Marketing-Floskeltext: Generative Answer Engines bevorzugen unumstößliche, empirisch überprüfbare Fakten. Werbliche Phrasen wie revolutionär oder unbeschreiblich wolkenweiches Laufgefühl werden von KI-RAG-Systemen ignoriert. GEO verlangt harte, strukturierte Evidenz: Zwischensohle aus E-TPU mit 4 mm Sprengung, 240 g in Größe 42, Obermaterial aus 80 % zertifiziert recyceltem Polyester-Gewebe. Ganzheitliches, plattformübergreifendes Rezensions-Management: KI-Suchsysteme scannen das gesamte digitale Ökosystem – Bewertungsportale, Verbraucherforen, Social-Media-Diskussionen, redaktionelle Testberichte. Der Sentiment-Score einer Marke innerhalb eines LLMs entscheidet, ob ein Produkt als Top-Empfehlung oder als Risikoauswahl ausgegeben wird. Zitierfähige, algorithmenfreundliche Content-Architekturen: Textinhalte auf Landingpages und Kategorieseiten müssen so strukturiert sein, dass KI-Modelle sie ohne großen Rechenaufwand fragmentarisch extrahieren können. Core-Statements direkt am Absatzanfang, HTML-Vergleichstabellen, logisch aufgebaute W-Fragen-Strukturen (FAQs mit klaren Antworten) – all das erleichtert es Crawlern, Ihre Inhalte direkt als Quelle auszuweisen. Fazit: GEO ist kein optionales Add-on zum SEO-Budget – es ist die neue Grundvoraussetzung für digitale Sichtbarkeit. Laut einer Studie der Princeton University und dem IIT Delhi erhöhen Statistiken mit Quellenangaben die LLM-Zitierwahrscheinlichkeit um bis zu 33 %. Was bremst den Mittelstand? Strukturelle Hürden bei der Umsetzung Trotz evidenter strategischer Vorteile zögern signifikante Teile des deutschen Mittelstands bei der konsequenten Implementierung von KI-Systemen und GEO-Strukturen. Diese Lähmung hat konkrete Ursachen: Der Investitionsstau: Modernisierung auf Eis Drastisch gestiegene Bau- und Finanzierungskosten haben viele Unternehmen in einen massiven Investitionsstau getrieben. Laut aktuellen KPMG-Daten zum deutschen Einzelhandel hat sich der durchschnittliche Komplettumbau-Zyklus für physische Ladengeschäfte auf 10,3 Jahre verlängert – im Lebensmitteleinzelhandel sogar auf historische 12 Jahre. Das inhärente Risiko: Wer aus betriebswirtschaftlicher Vorsicht auch die digitalen Transformationsbudgets einfriert, gerät in eine technologische Abwärtsspirale. Digitale Infrastrukturen altern 2026 nicht mehr in Dekaden, sondern in Monaten. Historisch gewachsene Datensilos In einer erschreckend hohen Zahl mittelständischer Unternehmen kommuniziert das ERP-System nicht in Echtzeit mit dem CRM. Das Onlineshop-Backend ist nicht synchronisiert mit den POS-Systemen der stationären Filialen. Für autonome KI-Einkaufsagenten, die auf millisekundenschnelle, synchrone Datenabfragen angewiesen sind, stellen solche Silo-Infrastrukturen ein unüberwindbares Hindernis dar – und führen zum sofortigen Ausschluss aus der algorithmischen Kaufauswahl. Regulatorische Verschärfungen durch den EU AI Act Mit dem vollständigen Greifen des EU AI Act in Kombination mit der DSGVO ist der Einsatz von Black-Box-Algorithmen im Marketing mit erheblichen Haftungsrisiken verbunden. Automatisierte Systeme für Dynamic Pricing oder personalisierte Rabattvergabe müssen transparent, auditierbar und diskriminierungsfrei sein. Mittelständische Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre MarTech-Infrastruktur die regulatorischen Vorgaben exakt erfüllt. Das Verkaufsflächen-Paradoxon: Stirbt der stationäre Handel wirklich? Wer aus dem Siegeszug des Agentic Commerce voreilig den vollständigen Tod des stationären Einzelhandels ableitet, erliegt einer Fehlinterpretation der Marktdaten. Die KPMG-Erhebungen offenbaren eine auf den ersten Blick widersprüchliche Anomalie: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die absolute Zahl der physischen Ladengeschäfte in Deutschland um 23,7 % auf rund 296.600 Standorte zurückgegangen – allein zuletzt schlossen bundesweit rund 4.900 Filialen. Trotz dieses Ladensterbens bleibt die kumulierte Gesamtverkaufsfläche mit rund 124,8 Millionen Quadratmetern absolut stabil. Diese Kennzahl beweist eine massive Marktkonzentration: Erfolgreiche Filialen werden physisch expandiert, weil sie eine neue strategische Funktion übernehmen müssen. Sie wandeln sich vom austauschbaren Point of Sale hin zu einem multifunktionalen Erlebnis-, Begegnungs- und Aufenthaltsraum – Retail+ –, der Gastronomie, Event-Konzepte, Co-Working-Bereiche und hochgradig personalisierte Fachberatung nahtlos miteinander verschmilzt. Die Kehrseite dieser Entwicklung: Bereits knapp jedes zweite deutsche Shopping-Center (47 %) kämpft mit einer strukturellen Leerstandsquote von über 5 % – im Vor-Corona-Jahr 2019 lag dieser Anteil bei nur 19 %. Zudem berichten 38 % der Centermanager von einer spürbaren Verschlechterung der Sicherheitslage im urbanen Umfeld. Intelligentes, KI-gestütztes Performance-Marketing nutzt First-Party-Daten, um Konsumenten online gezielt in physische Flagship-Stores zu lenken – weil eine tiefe, nachhaltige Markenbindung in einer rein digitalen Sphäre nachweislich nicht in gleicher Tiefe reproduzierbar ist. Fazit: Der physische Handel stirbt nicht – er transformiert sich. Die Flächen der Gewinner wachsen. Die Verlierer schließen. Entscheidend ist die Fähigkeit, digitale und physische Touchpoints nahtlos zu verzahnen. In drei Stufen zur KI-Exzellenz: Der Handlungsleitfaden für den Mittelstand Um den Wandel zum Agentic Commerce aktiv zu gestalten und maximale GEO-Sichtbarkeit zu generieren, sollten mittelständische Händler und Herstellermarken diese dreistufige Roadmap priorisieren: Stufe 1: Den Rollenwandel zum "AI Orchestrator" vollziehen Befreien Sie Ihre Marketing- und Content-Teams von manuellen Routineaufgaben wie dem Verfassen standardisierter Produktbeschreibungen oder dem manuellen Aufbau von Mailings. Etablieren Sie stattdessen die strategische Schlüsselrolle des AI Orchestrators. Die Kernaufgabe verlagert sich von der operativen Content-Kreation hin zur algorithmischen Steuerung, der Definition ethischer Leitplanken (Guardrails), der kontinuierlichen Performance-Überwachung und der Einspeisung von hochwertigem, proprietärem Datenmaterial. Stufe 2: Kompromisslose Etablierung einer Customer Data Platform (CDP) Brechen Sie historisch gewachsene Datensilos auf. Eine moderne CDP aggregiert sämtliche digitalen und analogen Interaktionspunkte eines Kunden – vom Klickverhalten im Onlineshop über Kundenservice-Interaktionen bis hin zu Transaktionsdaten an stationären Kassen. Erst wenn diese First-Party-Datenbasis in Echtzeit synchronisiert bereitsteht, können KI-Engines den Konsumenten situativ, hochgradig personalisiert und ohne "Creepy-Faktor" ansprechen. Stufe 3: Aufbau einer dedizierten GEO-Infrastruktur Stellen Sie Ihre Produktdaten-Infrastruktur von der Darstellung für menschliche Augen um auf primär maschinenlesbare Optimierung. Sichern Sie die semantisch logische Verknüpfung sämtlicher technischer Attribute über standardisierte Schema-Formate. Richten Sie Ihre Content-Marketing-Strategie konsequent auf die Beantwortung komplexer, relationaler Suchanfragen aus und etablieren Sie unanfechtbare Factual Authority in Ihrem Marktsegment. internetwarriors GmbH: Ihr zertifizierter Partner für GEO und Agentic Commerce Die tektonischen Verschiebungen der Handelslandschaft 2026 dulden keine strategischen Kompromisse mehr. Der Aufstieg autonomer KI-Einkaufsagenten, die räumliche Konsolidierung der Verkaufsflächen und der Wandel von SEO zu GEO zwingen den Mittelstand zu sofortigem, entschlossenem Handeln. Als spezialisierte, inhabergeführte Full-Service-Agentur für Online-Marketing begleiten wir mittelständische Händler und Herstellermarken Schritt für Schritt bei dieser Transformation – und verwandeln technologische Komplexität in nachhaltige, messbare Wettbewerbsvorteile: Ganzheitliche GEO- & AEO-Audits: Wir analysieren die Maschinengängigkeit Ihrer Datenstrukturen und optimieren Quelltexte und Datenfeeds gezielt so, dass Ihre Sortimente von ChatGPT, Google AI Mode und Perplexity als verifizierte Primärquelle zitiert werden. Skalierbare First-Party-Daten-Architekturen: Wir konzipieren, implementieren und überwachen DSGVO-konforme Customer Data Platforms, die das technische Fundament für rechtssichere Hyperpersonalisierung bilden. Hocheffizientes Omnichannel- & Performance-Marketing: Wir verknüpfen Ihre digitalen Kampagnen nahtlos mit Ihren physischen Standorten – durch datengetriebene Geomarketing-Strategien, die Kundenfrequenz und Customer Lifetime Value maximieren. Jetzt handeln – GEO-Erstgespräch sichern Sichern Sie sich den entscheidenden technologischen Vorsprung und machen Sie Ihre Marke unübersehbar für die Ära der KI-Agenten. Kontaktieren Sie die internetwarriors GmbH noch heute: www.internetwarriors.de | info@internetwarriors.de | +49 30 970 03 870 Quellen & Datengrundlagen bevh/BEYONDATA: Interaktiver Handel in Deutschland, Q1 2026, April 2026 (bevh.org) Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreisindex April 2026, Mai 2026 (destatis.de) HDE-Konsumbarometer Mai 2026, Handelsblatt Research Institute im Auftrag des HDE (einzelhandel.de/konsumbarometer) KPMG: Studie Handel Deutschland 2025/2026 (kpmg.de) ECC Köln / Capgemini: Verbraucherstimmung Hyperpersonalisierung 2026 Princeton University / IIT Delhi: GEO – Generative Engine Optimization (SSRN, 2023/2024) internetwarriors GmbH: GEO-Studienreihe, 240 Prompts, 12 Branchen, 5.317 URLs, Deutscher Markt, 2026 (internetwarriors.de/geo)
Strukturierte Daten für die KI-Suche
22.06.2026

Nadine
Wolff
Kategorie:
SEO

Das Wichtigste in Kürze Strukturierte Daten entscheiden heute mit, ob KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity und die Google AI Overviews deine Marke als Quelle erkennen und zitieren. Den Vorsprung bringen nicht FAQPage und Product , sondern die kaum genutzten Typen – allen voran DefinedTerm und sameAs (Wikidata/Wikipedia). Schema ist ein Verstärker, kein Zauberschalter: Das Markup muss zum sichtbaren Inhalt passen. Die Nutzung von strukturierten Daten war jahrelang ausschließlich für Google ein Thema. Unter dem Oberbegriff “Markup für Rich Snippets” hat Google auch weiterhin noch seine eigenen Regeln im Umgang mit den strukturierten Daten auf eine Website. Mit dem Aufstieg von ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und Google AI Mode (und weitere) ist daraus etwas anderes geworden: die Infrastruktur, über die KI-Systeme deine Marke als Quelle erkennen, einordnen und zitieren. Die spannende Nachricht für den jetzigen Umgang mit strukturierten Daten: Die größten Hebel liegen nicht mehr bei den klassischen Implementierungen für FAQPage und Product (die nutzt inzwischen jeder), sondern bei den schema.org-Typen, die fast niemand einsetzt. Genau dort entsteht gerade ein Vorsprung. Vom Rich Snippet zur Entity-Infrastruktur Wer SEO macht, kennt strukturierte Daten als Mittel zum Zweck: Markup integrieren, Sternchen-Bewertungen und FAQ-Akkordeons in der Google-Suche raus. Dieser Job existiert weiter und ist weiterhin wichtig. Aber die eigentliche Verschiebung passiert eine Ebene tiefer. KI-Suchsysteme synthetisieren Antworten aus mehreren Quellen, statt zehn blaue Links auszuspielen. Damit eine Marke/Brand in dieser Antwort überhaupt auftaucht, muss das System verstehen: Was ist das hier? Welche Entität? Welche Fakten gehören dazu? Ist die Quelle vertrauenswürdig? Genau diese Fragen beantwortet sauber implementiertes Schema-Markup. Der Wendepunkt kam im März 2025. Innerhalb weniger Tage äußerten sich beide großen Player zur Rolle von Structured Data für ihre KI-Systeme: Fabrice Canel (Principal Product Manager bei Microsoft Bing) bestätigte auf der Bühne beim SMX München, dass Schema-Markup Microsofts LLMs beim Verstehen von Web-Inhalten hilft (Quelle LinkedIn ). Kurz darauf betonte Google beim Search Central Live in New York (20. März 2025), dass strukturierte Daten für ihre KI-Systeme wertvoll seien. (Quelle Search Engine Roundtable ). Damit war die jahrelange Debatte, ob KI-Systeme Schema „überhaupt nutzen", zumindest für die Such-getriebenen Systeme (Bing Copilot, Google AI Overviews und AI Mode) offiziell beantwortet. Die bekannten schema.org Typen. Das Pflichtprogramm Bevor es um die spannenden Typen geht, kurz das Fundament. Diese gehören auf jede ernstzunehmende Seite. Man könnte sogar so weit gehen, dass die Pflichttypen kein Wettbewerbsvorteil mehr sind, weil sie mittlerweile Standard sind. Organization / LocalBusiness: verankert die Marke als Entität Article: mit Autor, Publisher und Datum als Glaubwürdigkeits-Signale FAQPage: Frage-Antwort-Paare, die LLMs gern direkt als Antworten nutzen Product / Offer: für E-Commerce Bereiche HowTo und BreadcrumbList: Prozess-Content und Seitenhierarchie Die unterschätzten Typen. Hier entsteht der Vorsprung DefinedTerm und DefinedTermSet Ist das mit Abstand am meisten unterschätzte Markup. Wenn du nur einen Typ aus diesem Artikel mitnimmst, dann diesen. Kaum eine Seite setzt ihn ein, für KI-Systeme ist er aber besonders wertvoll. Der Aufwand ist meist gering, weil die Glossar-Inhalte ohnehin schon auf der Seite stehen. DefinedTerm macht aus deinem Glossar eine strukturierte Key-Value-Ressource: Begriff, Synonyme, Definition, URL. Statt Fließtext zu parsen, bekommt das KI-System ein sauberes „Dieser Begriff bedeutet exakt das". Für jede Marke mit Fachvokabular (z.B. in den Bereichen B2B, SaaS, Nischenprodukte) ist das ein direkter Hebel auf Definitionsfragen. Ein Beispiel der Nutzung in JSON-LD { "@context": " https://schema.org ", "@type": "DefinedTermSet", "name": "GEO-Glossar", "url": " https://www.internetwarriors.de/glossar ", "hasDefinedTerm": [ { "@type": "DefinedTerm", "name": "Generative Engine Optimization", "alternateName": "GEO", "description": "Die Optimierung von Inhalten für die Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews.", "url": " https://www.internetwarriors.de/glossar/geo ", "inDefinedTermSet": " https://www.internetwarriors.de/glossar " } ] } Die Struktur hat zwei Ebenen: ein Container und seine Einträge: Die äußere Ebene = das Glossar selbst ( DefinedTermSet ) @context: sagt jedem Parser „das Vokabular hier ist schema.org". Steht praktisch immer ganz oben. @type: "DefinedTermSet": die Ansage „Das hier ist eine Sammlung von Fachbegriffen", also ein Glossar. name / url : Name und Adresse genau dieser Glossar-Sammlung: hier deine Glossar-Übersichtsseite. Die innere Ebene = die einzelnen Einträge ( hasDefinedTerm ) hasDefinedTerm: die eckigen Klammern […] machen das zu einer Liste. Hier liegen alle einzelnen Begriffe drin: Im oben genannten Beispiel nur einer, du kannst aber beliebig viele aneinanderreihen (jeweils durch Komma getrennt). Jeder Eintrag in dieser Liste ist ein DefinedTerm mit: @type:"DefinedTerm" : „Das hier ist ein einzelner definierter Begriff." name : der Begriff selbst: „Generative Engine Optimization". alternateName : Synonyme oder Abkürzungen, in diesem Beispiel „GEO". Das ist sehr praktisch, weil so die verschiedenen Suchanfragen abgedeckt werden. description : die eigentliche Definition des Begriffs. Aus diesen Inhalten zieht sich die KI oft die Info url : die konkrete Detail-/Unterseite (oder ein Anker) für genau diesen Begriff. inDefinedTermSet : der Rückverweis auf das übergeordnete Glossar (dieselbe URL wie oben beim Set). Damit ist der Eintrag eindeutig dem Glossar zugeordnet. Das schließt den Kreis zwischen beiden Ebenen. sameAs – die unscheinbare Property mit der größten Wirkung sameAs ist technisch gesehen kein eigener Typ in schema.org, sondern eine Property und ausgerechnet die wird fast überall verschenkt. Die meisten Implementierungen verlinken zum Beispiel auf LinkedIn und gut ist. Der eigentliche Mehrwert liegt woanders: Wikidata und Wikipedia. Wikidata ist die kanonische Wissensbasis hinter Google, ChatGPT, Claude und Perplexity. Wer seine Entität dort verankert, klinkt sich genau in die Quelle ein, aus der diese Systeme ihr Weltwissen ziehen. Das ist der am besten belegbare Schritt überhaupt. Nicht zuletzt, weil er direkt am Knowledge Graph ansetzt, nicht an vagen LLM-Vermutungen. Ein Beispiel der Nutzung in JSON-LD { "@context": " https://schema.org ", "@type": "Organization", "name": "internetwarriors GmbH", "url": " https://www.internetwarriors.de ", "sameAs": [ " https://www.wikidata.org/wiki/Q ...", " https://de.wikipedia.org/wiki/ ...", " https://www.linkedin.com/company/internetwarriors ", " https://www.crunchbase.com/organization/ ..." ] } Dataset - Wenn du eigene Daten hast, zeig sie als Daten Hast du eigene Studien, Benchmarks, Marktzahlen oder Auswertungen? Dann signalisiere mit Dataset , dass es sich um originäre Daten handelt und nicht um nacherzählte Fakten. KI-Systeme bevorzugen Primärquellen, weil sie das Halluzinationsrisiko senken. Genau hier hebst du dich von der Masse der Sekundär-Content-Seiten ab. Infos und Beispiele zur Implementierung unter: https://schema.org/Dataset ItemList und ClaimReview – Struktur für einzigartige Aussagen Mit ItemList machst du Rankings, Vergleiche und Aufzählungen maschinenlesbar z.B. etwa für „beste X für Y"-Artikel, nach denen Nutzer vor einer Kaufentscheidung suchen. Statt eine Liste aus dem Fließtext herauslesen zu müssen, bekommt die Suchmaschine die Reihenfolge sauber serviert. ClaimReview zeichnet einzelne, überprüfte Aussagen aus, ursprünglich für Faktenchecks gedacht. Bei Google ist der Funktionsumfang inzwischen reduziert, deshalb keine Wunder erwarten. Wer aber klar kennzeichnen will, worauf eine Aussage beruht, liegt damit nicht falsch. Infos und Beispiele zur Implementierung unter: https://schema.org/ItemList und unter https://schema.org/ClaimReview Größten Effekte erzielen: Typen kombinieren statt einzeln einsetzen Der größte Fehler ist, auf einen einzelnen „magischen" Typ zu setzen. Analysen deuten konsistent in eine Richtung: Es ist die Kombination, die wirkt. Ein gestapelter Ansatz aus Arictle + FAQPage + BreadcrumbList + DefinedTerm + HowTo schlägt in der Praxis Seiten mit nur einem Schema-Typ deutlich. Aber auch hier muss man realistisch sein: Viel hilft nicht viel. Ehrlich bleiben: Schema ist ein Verstärker, kein Zauberschalter Ein Wort zur Einordnung, weil der Markt gerade von Heilsversprechen überquillt. Vieles, was als „340 % mehr KI-Zitate"-Statistik kursiert, ist nicht unabhängig belegt und stammt oft aus Quellen, die genau diese Leistung verkaufen. Google selbst stellt klar: Schema allein garantiert keine Aufnahme in AI Overviews. Und es gibt einen wichtigen technischen Vorbehalt: Tests zeigen, dass LLMs JSON-LD teilweise schlicht als zusätzlichen Text auf der Seite lesen und nicht zwingend als geparste Struktur. Das heißt im Klartext: Ein guter Teil der Wirkung kommt nicht vom Schema- Label , sondern daher, dass dich strukturierte Daten zwingen, deine Fakten sauber, eindeutig und maschinenlesbar abzulegen. Das Label hilft den such-basierten Systemen wie Bing oder Google, der saubere Inhalt hilft allen. Das ist keine Schwäche der Strategie, im Gegenteil. Es bedeutet nur: Markup ohne sauberen, übereinstimmenden Seiteninhalt bringt nichts. Beides muss zusammenpassen. Du bist dir nicht sicher, ob deine strukturierten Daten für die KI-Suche fit sind oder deine Marke in ChatGPT, Perplexity und den Google AI Overviews überhaupt auftaucht? Genau da setzen wir an. Die internetwarriors prüfen dein bestehendes Schema-Markup, verankern deine Marke als Entität (Stichwort Wikidata) und zeigen dir die Hebel, die bei dir den größten Unterschied machen. Jetzt kostenloses Erstgespräch vereinbaren. FAQ Welcher Schema-Typ bringt für GEO am meisten? Der am stärksten unterschätzte und zugleich am besten belegbare Hebel ist sameAs mit Verlinkung auf Wikidata und Wikipedia, dicht gefolgt von DefinedTerm für Fachvokabular. Der größte Gesamteffekt entsteht durch die Kombination mehrerer Typen. Reicht JSON-LD oder brauche ich Microdata? JSON-LD ist das von Google und allen großen Plattformen bevorzugte Format. Microdata und RDFa funktionieren, sind aber nicht empfehlenswert. Garantiert Schema die Sichtbarkeit in KI-Antworten? Nein. Schema ist ein Verstärker, kein Schalter. Es macht deine Marke und deine Fakten eindeutig. Die Aufnahme hängt zusätzlich von Content-Qualität, Autorität und Übereinstimmung von Markup und Seite ab. Wie prüfe ich, ob mein Markup korrekt ist? Mit Googles Rich Results Test und dem Schema.org-Validator. Beide zeigen dir Fehler und Warnungen an. Ungültiges Markup bringt keinen Nutzen. Der Test sollte also vor jedem Livegang stehen. Hier findest du die Verlinkungen zu den Tools
Display-Kampagnen werden eingestellt – Was das für deine Google Ads Strategie bedeutet
01.06.2026

Markus
Beck
Kategorie:
SEA

Das Wichtigste in Kürze Das Ende einer Ära: Google stellt eigenständige Display-Kampagnen als separaten Kampagnentyp ein. Die vollständige Migration zu Demand Gen wird bis 2027 abgeschlossen sein. GDN bleibt erhalten: Das Google Display Netzwerk (GDN) verschwindet nicht. Es fungiert künftig als reines Inventar-Placement innerhalb von Demand Gen und lässt sich bei Bedarf weiterhin exklusiv ansteuern. Ganzheitlicher Ansatz: Demand Gen bündelt das GDN, YouTube (In-Stream & Shorts), Discover, Gmail und Google Maps unter einem gemeinsamen technologischen Dach. Performance-Plus: Laut Google-Daten erzielen Werbetreibende, die das GDN über Demand Gen nutzen, im Schnitt ein ROI-Plus von 9,5 %. Handlungsbedarf: Google stellt ab Juni 2026 ein Upgrade-Tool bereit. Dennoch sollten Advertiser den Übergang proaktiv steuern, statt auf die automatische Migration zu warten. Wer in Google Ads seit Jahren auf klassische Display-Kampagnen setzt, muss jetzt umdenken: Google hat offiziell das Ende eigenständiger Display-Kampagnen angekündigt. Bis 2027 wird die Migration abgeschlossen sein. Alle Display-Aktivitäten ziehen fest in den 2023 eingeführten Kampagnentyp Demand Gen um. Dahinter steckt weit mehr als eine rein kosmetische Benennung. Es ist der finale Schritt einer strategischen Neuausrichtung: Weg von der starren, silobasierten Verwaltung einzelner Kanäle, hin zu einer KI-gestützten, plattformübergreifenden Aussteuerung visueller Assets. Die Timeline: Was passiert wann? Der Übergang erfolgt schrittweise, um Werbetreibenden ausreichend Zeit für Tests und Anpassungen zu geben: Ab Juni 2026: Google rollt schrittweise ein integriertes Migrations-Tool in den Accounts aus. Berechtigte Werbetreibende können bestehende Display-Kampagnen damit direkt in Demand Gen-Strukturen überführen. Im weiteren Verlauf: Die Funktion, komplett neue, eigenständige Display-Kampagnen anzulegen, wird deaktiviert. Updates und neue Features werden ab sofort ausschließlich für Demand Gen entwickelt. Bis 2027: Die Pipeline der automatischen Migration wird final abgeschlossen. Alle verbliebenen Display-Kampagnen werden von Google systemseitig umgestellt. Quelle: Google - https://blog.google/products/ads-commerce/google-display-ads-demand-gen/ Googles Begründung für diesen Schritt deckt sich mit der Realität im modernen E-Commerce: Nutzerpfade verlaufen längst nicht mehr linear. Potenzielle Kunden springen im Minutentakt zwischen YouTube-Shorts, den Discover-Feeds, Gmail und klassischen Blogs hin und her. Demand Gen wurde exakt dafür entwickelt, diese Touchpoints nativ miteinander zu verknüpfen. Was ist Demand Gen und was bleibt vom GDN? Kurz gesagt: Demand Gen ist darauf ausgelegt, aktiv Nachfrage zu generieren (Mid- und Upper-Funnel), anstatt nur bestehendes Suchvolumen abzugreifen. Die Anzeigen werden auf den reichweitenstärksten und visuell dominantesten Google-Oberflächen ausgespielt: YouTube, Discover, Gmail, Google Maps und das Google Display Netzwerk. Wichtige Entwarnung für Pure-Display-Strategien: Wer aus Budget- oder Branding-Gründen ausschließlich im Google Display Netzwerk (GDN) werben möchte, behält diese Kontrolle. Über erweiterte Kanalsteuerungen innerhalb von Demand Gen lässt sich die Ausspielung bei Bedarf auf das reine GDN begrenzen. Der Umzug bedeutet also keinen automatischen Zwang zur Videoproduktion oder zur Nutzung von YouTube, sondern bietet dies primär als Option an. Die zentralen Änderungen für Werbetreibende Die Konsolidierung bringt strukturelle Verschiebungen im täglichen Kampagnenmanagement mit sich: Algorithmus statt Mikromanagement Klassische Display-Kampagnen erlaubten oft ein sehr granulares, manuelles Targeting auf Placement- oder Anzeigengruppenebene. Demand Gen verlagert den Fokus: Die KI übernimmt einen Großteil der Echtzeit-Aussteuerung. Der Hebel für Advertiser verschiebt sich damit massiv von technischen Einstellungen hin zur strategischen Zielgruppen- und Creative-Bereitstellung. Markensicherheit und Ausschlüsse Ein kritischer Punkt bei jeder automatisierten Umstellung ist die Brand Safety. Google sichert zu, dass bestehende Content-Ausschlüsse und Brand-Safety-Einstellungen bei der Migration über das Tool berücksichtigt werden. Dennoch gilt: Nach dem Upgrade sollten alle Ausschlüsse manuell im neuen Setup validiert werden. Reporting und Datenlogik Die isolierte Reporting-Ebene für reine Display-Daten falls weg. Zwar lassen sich kanalspezifische Daten im Demand-Gen-Reporting weiterhin herausfiltern, die Attributions- und Auswertungslogik folgt jedoch dem ganzheitlichen Multi-Channel-Ansatz von Google. Quelle: Google - https://blog.google/products/ads-commerce/google-display-ads-demand-gen/ Lohnt sich der Wechsel? Ein Blick auf die Zahlen Die ersten von Google veröffentlichten Leistungsdaten zeigen positive Tendenzen: Werbetreibende erzielen durch die Nutzung des GDN innerhalb von Demand Gen im Schnitt 9,5 % mehr ROI. In einer globalen Fallstudie des Fooddelivery-Dienstes GoFood führte das kombinierte Setup zu einer Senkung des CPA um 24 % bei gleichzeitig 19 % mehr Conversions. Quelle: Google - https://blog.google/products/ads-commerce/google-display-ads-demand-gen/ Auch wenn herstellereigene Studien immer Idealbedingungen widerspiegeln, zeigt die Praxis: Demand Gen belohnt First-Party-Daten und hochwertige visuelle Assets. Wer über saubere Kundenlisten (Customer Match) und maßgeschneiderte Lookalike Audiences verfügt, wird durch die KI-gestützte Aussteuerung spürbare Performance-Vorteile sehen. Strategischer Fahrplan: Was du jetzt tun solltest Wer bis zur automatischen Zwangsmigration wartet, verschenkt wertvolle Optimierungszeit und verliert die Kontrolle über seine historische Datenbasis. Wir empfehlen folgende Schritte: Auditierung des Ist-Zustands: Analysiere deine aktuellen Display-Kampagnen. Welche dienen dem Retargeting, welche der reinen Brand Awareness? Diese Clusterung bestimmt dein späteres Demand-Gen-Setup. Zielgruppen-Infrastruktur stärken: Da Demand Gen stark auf Googles Audience Intelligence basiert, sollten Custom Segments, Customer Match und Lookalike-Strukturen fehlerfrei implementiert sein. Asset-Produktion hochfahren: Auch wenn statische Banner vorerst ausreichen, entfaltet Demand Gen sein volles Potenzial erst im Zusammenspiel mit Video (z. B. Shorts). Nutze die Zeit, um kurze, visuell starke Video-Assets aufzubauen. Parallele Testphasen starten: Setze frühzeitig eigene Demand Gen-Kampagnen parallel zu deinen Core-Display-Kampagnen auf, um Algorithmen anzulernen und direkte Performance-Vergleiche zu ziehen. Fazit Das Ende der eigenständigen Display-Kampagne markiert das Ende des manuellen Bannermanagements bei Google Ads. Doch das Google Display Netzwerk stirbt nicht, es zieht lediglich in ein moderneres, KI-getriebenes Ökosystem ein, das für die heutigen, fragmentierten Nutzerpfade deutlich besser gerüstet ist. Wer den Wechsel jetzt strategisch plant und seine Creatives anpasst, sichert sich frühzeitig einen spürbaren Wettbewerbsvorteil. Du benötigst Unterstützung bei der Migration oder willst deine Google Ads-Struktur zukunftssicher aufstellen? Kontaktiere unser Paid Ads-Team für eine datenbasierte Migrationsstrategie ohne Reichweitenverlust. FAQ – Häufige Fragen zur Display-Migration Wann genau werden Display-Kampagnen eingestellt? Der gesamte Prozess soll bis 2027 abgeschlossen sein. Ab Juni 2026 stellt Google ein Migrationstool im Interface bereit; im weiteren Verlauf wird das Erstellen neuer Standalone-Display-Kampagnen sukzessive deaktiviert. Sollte ich auf das automatische Google-Tool warten? Das Tool vereinfacht den technischen Übertrag von Budgets und Smart-Signals. Dennoch empfiehlt es sich, den Wechsel manuell oder eng begleitet zu steuern, um Zielgruppen-Setups und Creatives direkt an die veränderten Anforderungen von Demand Gen anzupassen. Kann ich in Demand Gen weiterhin ausschließlich im GDN werben? Ja, das ist möglich. Über die erweiterten Kanalsteuerungen (Channel Controls) lässt sich die Ausspielung gezielt auf das Google Display Netzwerk beschränken, sodass kein Zwang besteht, YouTube- oder Gmail-Inventar mitzubespielen. Was passiert mit meinen bisherigen Ausschlüssen und Zielgruppen? Beim Nutzen des offiziellen Upgrades werden bestehende Einstellungen und historische Signale in die neue Kampagnenstruktur übertragen. Eine manuelle Nachkontrolle der Brand-Safety-Vorgaben direkt nach dem Wechsel ist dennoch dringend ratsam. Lohnt sich Demand Gen bei kleinen Tagesbudgets? Ja, allerdings benötigen KI-gestützte Kampagnen wie Demand Gen eine gewisse Datenbasis, um die Lernphase zügig abzuschließen. Bei sehr kleinen Budgets sollte man der Lernphase mehr Zeit einräumen und die Performance nicht zu früh bewerten. Wo finde ich offizielle Informationen zur Umstellung? Aktuelle Updates, Best Practices und detaillierte Leitfäden zur Migration stellt Google kontinuierlich im offiziellen Google Ads Hilfe-Center sowie im Google Products Blog bereit.
Wie Onlinehändler ihre Kostenstruktur neu ausrichten sollten
28.05.2026

Alexander
Steireif
Kategorie:
Growth Marketing

Der Onlinehandel hat in den vergangenen Jahren eine dynamische und meist positive Entwicklung erlebt. Während der Pandemie erreichten viele Unternehmen ungewohnte Wachstumsschübe. Budgets wurden ausgeweitet, Prozesse beschleunigt und Strukturen aufgebaut, die dem damaligen Marktumfeld entsprachen. Heute im Jahr 2026 hat sich die Lage jedoch gewandelt. Das Umsatzwachstum ist rückläufig, gleichzeitig bestehen Fixkosten aus Wachstumsphasen fort. Besonders stark wirken sich dabei zwei Bereiche aus: Software und externe Dienstleistungen bzw. Agentur-Partnerschaften. In beiden Feldern wurden in den Boomjahren Entscheidungen getroffen, die aus damaliger Sicht sinnvoll erschienen, heute jedoch zu einer hohen und oft unnötig komplexen Kostenbasis führen. Software wurde lizenziert, erweitert und ergänzt. Agenturen wurden beauftragt, um Wachstum und Projekte voranzutreiben. 2026 zeigt sich, dass viele dieser Ausgaben neu bewertet werden müssen, nicht aus Sparzwang, sondern um Budgets wieder konsequent an Wirkung auszurichten. Genau hier liegt das größte Potenzial, Effizienz zu steigern und Investitionen gezielt dorthin zu lenken, wo sie spürbaren Business-Impact erzeugen. Dieser Beitrag untersucht, wie Unternehmen im E-Commerce durch die Optimierung ihrer Softwarelandschaft und durch klare Agenturstrukturen ihre Profitabilität nachhaltig verbessern können. Der Fokus liegt darauf, wie Transparenz entsteht, welche typischen Fehler auftreten und welche strategischen Maßnahmen die Budgeteffizienz dauerhaft steigern. Der Status Quo: Hohe Fixkosten, geringe Transparenz Viele Onlinehändler sehen sich heute mit einer Kostenstruktur konfrontiert, die in Wachstumsphasen entstanden ist, aber nicht mehr zum aktuellen Umsatzniveau passt. Was ursprünglich als Investition gedacht war, hat sich zu einem dauerhaften Fixkostenblock entwickelt. Besonders im Bereich Software wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Lösungen gekauft, lizenziert und implementiert. Der Grund lag häufig im Bedarf nach Geschwindigkeit und Flexibilität. Im Agenturumfeld ist eine ähnliche Entwicklung sichtbar. Strategische Partner wurden beauftragt, um Aufgaben auszulagern, Know-how zu ergänzen oder Projekte schneller umzusetzen. Die dadurch entstandenen Budgets waren im Kontext steigender Umsätze vertretbar. Heute treffen die gleichen Kosten oft auf eine völlig andere Marktrealität. Zwei Faktoren eint beide Bereiche: Es fehlt vielen Unternehmen an systematischer Transparenz. Es existiert kaum eine etablierte Routine für Kostenkontrolle und Vertragsmanagement. Ohne Übersicht wird optimiert, ohne zu wissen, welche Programme, Leistungen oder Verträge überhaupt aktiv, notwendig oder redundant sind. Dies führt dazu, dass Kosten über Jahre wachsen, ohne dass eine bewusste Entscheidung dahinter steht. Software als unterschätzter Kostentreiber Software ist zu einem der größten Fixkosten-Posten im E-Commerce geworden. Das liegt nicht an den grundsätzlichen Anforderungen des Onlinehandels, sondern an der Art, wie Software eingeführt, genutzt und verlängert wird. Studien zeigen, dass knapp die Hälfte aller Softwarelizenzen in Unternehmen ungenutzt bleibt. Die Kosten dafür sind enorm, denn Software-Anbieter setzen auf automatische Verlängerungen, Stufenmodelle und nutzerbasierte Preise. In der Praxis bedeutet das, dass für Funktionen gezahlt wird, die entweder nicht verwendet oder nur von wenigen Mitarbeitenden genutzt werden. Typische Ursachen für hohe Softwarekosten Ungeplante Tool-Expansion: Teams kaufen Tools für spezifische Aufgaben, ohne vorhandene Lösungen zu prüfen. So entstehen Überschneidungen, Dopplungen und isolierte Systeme. Überlizenzierung: Viele Unternehmen zahlen für mehr Nutzer als benötigt. Onboarding erfolgt schnell, Offboarding selten. Unklare Verantwortlichkeiten: Es gibt häufig keinen definierten Software-Verantwortlichen. Dadurch wird nicht geprüft, ob ein Tool seinen Zweck erfüllt oder ob der Preis noch angemessen ist. Automatische Verlängerungen: Viele SaaS-Verträge verlängern sich jährlich oder monatlich automatisch, oft zu höheren Preisen als im Vorjahr. Fehlende Konsolidierung: In Wachstumsphasen wurden Tools ergänzt statt ersetzt. Das führt zu Funktionsüberschneidungen, die kaum jemand wahrnimmt. Warum Softwarekosten so schwer zu reduzieren sind Software gilt vielen Unternehmen als „notwendig“. Selbst wenn der Nutzen gering ist, scheuen Teams eine Kündigung, weil sie vermeintlich wichtige Prozesse beeinträchtigt sehen. In Wahrheit sind viele Tools austauschbar oder lassen sich durch bestehende Systeme ersetzen. Zusätzlich spielt Bequemlichkeit eine Rolle. Eine Lizenz zu kündigen bedeutet, Prozesse zu prüfen, Alternativen zu evaluieren und Verantwortlichkeiten zu klären. Ohne klaren Prozess wird es daher oft aufgeschoben. Agentur-Partnerschaften strategisch optimieren Neben Software sind Agenturen der zweite zentrale Kostenblock, der 2026 stärker unter strategischer Betrachtung steht. Agenturleistungen decken ein breites Spektrum ab: Strategieentwicklung, Marketing, Content, Tracking, UX, SEO und viele weitere Bereiche. Der Boom der letzten Jahre führte dazu, dass Unternehmen mehrere Agenturen parallel beauftragten, häufig ohne zentrale Steuerung. Retainer wurden ausgebaut, Zusatzprojekte umgesetzt und Leistungsmodelle über Jahre fortgeführt, oft ohne regelmäßigen Abgleich zwischen Zielbild, Prioritäten und tatsächlichem Business-Impact. Zentrale Herausforderungen im Umgang mit Agenturen Fehlende Leistungs- und Erfolgskontrolle: Viele Unternehmen erhalten monatliche Berichte, ohne klare KPIs, Zieldefinitionen oder Erfolgsmessung. Leistungen werden umgesetzt, aber nicht konsequent bewertet. Unklare Aufgabenteilung: Nicht selten übernehmen mehrere Partner Aufgaben, die sich überschneiden. Das führt zu Doppelarbeit und unnötiger Komplexität. Pauschale Retainer ohne konkrete Leistung: Ein fixer Betrag wird gezahlt, unabhängig davon, ob Leistung und Umfang klar nachvollziehbar sind. Fehlende Struktur in der Steuerung: Ohne klare Prozesse, Ansprechpartner und Prioritäten entsteht operative Reibung, und damit indirekter Aufwand auf beiden Seiten. Hohe Wechselbarrieren: Unternehmen scheuen einen Partnerwechsel, weil sie Wissenstransfer, Reibungsverluste oder Verzögerungen fürchten. Dadurch bleiben ineffiziente Strukturen bestehen. Warum Agenturverträge neu ausgerichtet werden sollten Die Marktsituation hat sich gedreht. Budgets werden in vielen Unternehmen gezielter geplant und stärker an messbaren Ergebnissen ausgerichtet. Dadurch entsteht die Chance, Agenturmodelle neu zu gestalten: klarer in der Leistung, transparenter in der Steuerung und stärker an Wirkung orientiert. Unternehmen, die ihre Agentur-Partnerschaften strukturiert überprüfen, schaffen häufig klarere Leistungsdefinitionen, bessere Planbarkeit und eine effizientere Budgetverteilung, bei gleichbleibend hoher Qualität und besserer Ergebnisorientierung. Hebel zur Optimierung von Softwarekosten Eine systematische Optimierung der Softwarelandschaft beginnt mit einer vollständigen Bestandsaufnahme. Ziel ist eine klare Übersicht über alle bestehenden Lizenzen, Kosten, Funktionen und Nutzungsgrade. Schritte zur Budget-Effizienzsteigerung Software-Inventar erstellen: Alle Tools, Lizenzen, Preise, Vertragslaufzeiten und Nutzer erfassen. Ein aktuelles Inventar ist die Grundlage jeder Entscheidung. Nutzung prüfen: Welche Tools werden aktiv genutzt, welche nur selten, welche gar nicht. Tools mit geringer Nutzung gehören auf den Prüfstand. Funktionsüberschneidungen erkennen: Viele Tools bieten ähnliche Funktionen. Eine Konsolidierung senkt Kosten und reduziert Komplexität. Lizenzmodelle prüfen: Enterprise- oder Premiumtarife werden oft bezahlt, obwohl Basisversionen ausreichen. Verträge aktiv verhandeln: Viele Softwareanbieter bieten Rabatte auf Nachfrage an, besonders bei längeren Laufzeiten oder höherem Lizenzumfang. Alternative Anbieter evaluieren: Open-Source-Lösungen, modulare Systeme oder Anbieter mit flexibler Preisstruktur bieten Kostenvorteile. Hebel zur Optimierung von Agenturstrukturen Agenturen sollten genauso strukturiert betrachtet werden wie Software. Ein professionelles Partner- und Vertragsmanagement kann die Budgeteffizienz erheblich steigern, ohne die Qualität zu senken. Schritte zur Optimierung Leistungs- und Zielabgleich durchführen: Was wird tatsächlich geliefert, wie zahlt es auf die Unternehmensziele ein und wie lässt sich Wirkung messbar machen? Retainer strukturieren: Fixe Budgets sollten klare Leistungsblöcke enthalten, die nachvollziehbar, messbar und steuerbar sind. Vergütungsmodelle modernisieren: Statt starrer Tagessätze rücken 2026 zunehmend wertorientierte Modelle in den Fokus. Entscheidend ist nicht die bezahlte Anwesenheit, sondern der messbare Beitrag zur Zielerreichung. So entsteht eine faire, transparente Budgetlogik, mit klarer Verknüpfung zwischen Aufwand, Ergebnis und Wirkung. Doppelstrukturen reduzieren: Wenn zwei Partner ähnliche Aufgaben erfüllen, entstehen parallele Kosten. Eine klare Aufgabenteilung verbessert Effizienz und Kommunikation. Leistungsbasierte Modelle prüfen: Erfolgsabhängige Vergütung schafft Fokus auf Ergebnisse und erhöht die Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit. Verträge flexibel halten: Sinnvolle Laufzeiten und klare Kündigungsfristen sorgen für Agilität und verhindern langfristige Abhängigkeiten. Warum Transparenz der Schlüssel zu jeder Optimierung ist Transparenz ist die Voraussetzung für jede Form der Kostensteuerung. Unternehmen, die alle Verträge, Tools und Kostenstellen zentral dokumentieren, treffen bessere Entscheidungen. Transparenz führt automatisch zu höherer Effizienz, da Verantwortlichkeiten klar zugeordnet und Entscheidungen begründet werden müssen. Ein professionelles Vertrags- und Kostenmanagement umfasst: automatische Erinnerungen bei Kündigungsfristen regelmäßige Kosten-Reviews Verantwortliche pro Vertrag klare Entscheidungskriterien für Verlängerung oder Kündigung Ohne diese Struktur lassen sich selbst große Hebel nicht systematisch nutzen. Eine klare, regelmäßige Analyse zeigt schnell, wo Doppelstrukturen vorliegen, wo Abos in teuren Enterprise-Plänen laufen, obwohl die Nutzung deutlich darunter liegt, und wo Verträge seit Jahren unverändert durchlaufen. Unternehmen, die hier konsequent aufräumen, verbessern nicht nur ihre Kostenbasis, sondern schaffen auch ein stabileres technisches Setup. Denn weniger Tools bedeuten weniger Komplexität, weniger Schnittstellen und weniger Risiko in kritischen Prozessen. Mit zunehmender Transparenz verschiebt sich auch die Art der Entscheidungen. Es geht nicht mehr darum, Tools aus Gewohnheit weiterzuführen oder Agenturverträge aus Bequemlichkeit zu verlängern. Es geht darum, jede Investition an Wirkung zu messen: Welche Tools schaffen echten Wert und tragen zu Umsatz, Effizienz oder Sicherheit bei? Welche Partnerschaften sind strategisch notwendig und welche binden Budget, ohne die Organisation voranzubringen? Was erfolgreiche Unternehmen 2026 anders machen Erfolgreiche Händler setzen nicht auf kurzfristige Kürzungen, sondern auf strukturelle Optimierung. Statt einzelne Tools oder Partnerschaften isoliert zu beenden, entsteht ein langfristiges System, das Budgets dauerhaft kontrollierbar macht. Die wichtigsten Merkmale sind: klare Softwarearchitektur definierte Prozesse für Tool-Evaluierungen transparente Agentursteuerung regelmäßige Vertragsgespräche quartalsweise Kostenanalysen vollständige Dokumentation aller Ausgaben Diese Unternehmen steigern nicht nur ihre Budgeteffizienz, sondern erhöhen auch die operative Schlagkraft. Optimierung ist daher nicht per se negativ, sie sorgt für Fokus, Stabilität und bessere Ergebnisse. Fazit Der E-Commerce steht 2026 vor einer klaren Herausforderung: Viele Kostenstrukturen stammen aus Wachstumsphasen, passen aber nicht mehr zum aktuellen Marktumfeld. Softwarelandschaften und Agenturmodelle haben sich zu großen, oft unkontrollierten Fixkostenblöcken entwickelt. Genau in diesen Bereichen liegt das größte Potenzial, Profitabilität und Effizienz nachhaltig zu verbessern. Die Optimierung beginnt nicht mit pauschalen Kürzungen, sondern mit Transparenz und klaren Entscheidungsgrundlagen. Wer weiß, welche Tools genutzt werden, welche Partner welche Leistungen erbringen und welche Verträge wann enden, gewinnt Kontrolle. Wer zusätzlich konsolidiert, verhandelt und klare Prozesse etabliert, erzielt oft fünf- bis sechsstellige Effizienzgewinne pro Jahr, ohne operative Leistungsfähigkeit oder Qualität zu verlieren. Kostenprobleme entstehen selten über Nacht. Sie entstehen in kleinen Schritten: durch fehlende Kontrolle und durch Strukturen, die nicht aktiv gepflegt werden. Die Lösung besteht darin, die eigenen Systeme bewusst zu gestalten. Software und Agentur-Partnerschaften sind dabei die zentralen Stellschrauben. Unternehmen, die diese Bereiche 2026 konsequent angehen, schaffen sich einen klaren Vorteil. Sie erhöhen ihre Profitabilität, gewinnen Flexibilität und können Investitionen wieder dorthin lenken, wo sie Wirkung erzeugen. Genau das entscheidet in einem Markt, in dem Wachstum schwieriger geworden ist. Für alle Onlinehändler, die ihre Kostenstruktur nicht manuell verwalten möchten, haben wir unseren Service für Vertragsmanagement und -optimierung entwickelt. Wir schaffen Transparenz, setzen klare Prozesse auf und unterstützen bei Verhandlungen, damit Budgets planbar bleiben und gezielt dort wirken, wo sie Profitabilität und Wachstum stärken. Text über den Autor: Alexander Steireif ist Gründer und Geschäftsführer der Strategie- und Technologieberatung Alexander Steireif GmbH. Seit über 20 Jahren unterstützt er mittelständische Unternehmen dabei, ihren Vertrieb zu digitalisieren, leistungsfähige E Commerce Lösungen aufzubauen und klare Strategien für nachhaltiges digitales Wachstum zu entwickeln.
Paid Landingpages – was muss man beachten? Tipps, Tricks etc.
29.04.2026

Josephine
Treuter
Kategorie:
SEA

Eine starke Anzeige ist nur die halbe Miete: Erst die richtige Landingpage entscheidet darüber, ob aus einem Klick auch wirklich eine Conversion wird. Wer in Google Ads, Meta oder LinkedIn investiert, sollte deshalb mindestens genauso viel Sorgfalt auf die Zielseite legen wie auf das Anzeigenmotiv. In diesem Artikel zeigen wir, was eine erfolgreiche Paid Landingpage ausmacht, welche Bausteine unverzichtbar sind und mit welchen Tipps und Tricks du das Beste aus deinen Kampagnen herausholst. Das Wichtigste in Kürze Eine Paid Landingpage (auch Conversion Page oder PPC Landing Page genannt) ist eine speziell für bezahlte Werbekampagnen erstellte Seite mit einem klaren Conversion-Ziel. Anders als eine klassische Webseite verzichtet sie auf ablenkende Navigation und fokussiert auf eine einzige Handlung, etwa einen Kauf, eine Anmeldung oder eine Lead-Generierung. Erfolgreiche Kampagnenseiten überzeugen mit klarer Headline, starkem USP, vertrauensbildenden Elementen und einem prominenten Call-to-Action. Mobile Optimierung, kurze Ladezeiten und ein konsistenter Message Match zwischen Anzeige und Landingpage entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. A/B-Testing und sauberes Tracking sind unverzichtbar, um die Performance kontinuierlich zu verbessern. Was ist eine Paid Landingpage? Eine Paid Landingpage, häufig auch als Kampagnenseite, Conversion Page oder PPC Landing Page bezeichnet, ist eine Webseite, die gezielt für eine bezahlte Werbekampagne entwickelt wurde. Anders als eine klassische Startseite verfolgt sie ein einziges Ziel: Besucher*innen, die über eine Google Ads-, Meta-, LinkedIn- oder andere Paid-Anzeige kommen, in Kund*innen oder Leads zu verwandeln. Der Zusatz „Paid" verweist dabei auf die Traffic-Quelle. Im Gegensatz zu organisch erreichten Nutzer*innen, die über Suchmaschinen, Social-Media-Posts oder Empfehlungen auf die Seite kommen, gelangen Besucher*innen hier ausschließlich über bezahlte Anzeigen auf die Landingpage. Jeder Klick kostet Geld und genau deshalb muss die Seite so konzipiert sein, dass dieser Klick möglichst zuverlässig in eine Handlung mündet. Der Unterschied zur klassischen Webseite Während eine Unternehmenswebsite viele Themen abdeckt und unterschiedliche Zielgruppen bedient, ist eine Landingpage minimalistisch und zielgerichtet. Es gibt keine Hauptnavigation, keine ablenkenden Links und keine überflüssigen Inhalte. Alles auf der Seite arbeitet auf einen einzigen Call-to-Action hin, sei es ein Kauf, das Ausfüllen eines Formulars oder ein Download. Auch in Sachen Erfolgsmessung unterscheiden sich beide Formate deutlich. Während eine Unternehmenswebsite an Kennzahlen wie Sitzungen, Verweildauer oder Seitenaufrufen gemessen wird, zählt bei einer Landingpage praktisch nur eine einzige Metrik: die Conversion-Rate. Jedes Element auf der Seite, vom Bildmotiv über die Headline bis zur Buttonbeschriftung, wird konsequent daran ausgerichtet. Warum braucht man eine eigene Landingpage für Paid-Kampagnen? Wer Anzeigen schaltet, zahlt für jeden Klick, unabhängig davon, ob daraus eine Conversion wird oder nicht. Schickt man Besucher*innen einfach auf die Startseite, geht oft viel Potenzial verloren: Die Botschaft der Anzeige wird nicht aufgegriffen, Nutzeri*nnen verlieren sich in der Navigation und springen ab. Eine dedizierte Lead Landingpage sorgt dafür, dass das Versprechen aus der Anzeige direkt eingelöst wird. Spezifische Kampagnenseiten erzielen in der Regel deutlich höhere Conversion-Raten als allgemeine Webseiten. Zusätzlich honorieren Werbeplattformen wie Google Ads die Relevanz mit besseren Qualitätsfaktoren, was wiederum die Klickpreise senkt und das Werbebudget effizienter macht. Die wichtigsten Bausteine einer erfolgreichen Landingpage Eine gute Conversion Page folgt einem klaren Aufbau. Diese Elemente sollten dabei nie fehlen: Klare Headline und überzeugender USP: Die Headline ist das Erste, was Besucher*innen sehen und sie entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie bleiben oder weiterklicken. Sie muss prägnant kommunizieren, welches Problem gelöst wird oder welcher Nutzen wartet. Direkt darunter konkretisiert eine Subheadline den Unique Selling Point. Überzeugende Visuals: Bilder und Videos transportieren Botschaften schneller als Text. Authentische Aufnahmen wirken stärker als austauschbare Stockfotos, und Produktvideos oder Erklärclips können die Conversion-Rate spürbar steigern. Ein prominenter Call-to-Action: Der CTA-Button ist das Herzstück jeder Kampagnenseite. Er sollte farblich hervorstechen, eindeutig formuliert sein („Jetzt kostenlos testen", „Beratungstermin sichern") und idealerweise mehrfach auf der Seite platziert werden, ohne aufdringlich zu wirken. Trust-Elemente einbauen: Vertrauen ist der entscheidende Faktor, besonders wenn die Marke neu für die Besucher*innen ist. Kundenstimmen, Bewertungen, Gütesiegel, bekannte Referenzlogos oder Auszeichnungen wirken Wunder. Auch transparente Angaben zu Datenschutz und Lieferbedingungen reduzieren Hemmschwellen. Mobile Optimierung und kurze Ladezeit: Über die Hälfte aller Paid-Klicks kommt heute von mobilen Geräten. Eine Landingpage muss auf dem Smartphone genauso gut funktionieren wie am Desktop. Ladezeiten über drei Sekunden führen zu massiven Absprüngen – jede zusätzliche Sekunde kann die Conversion-Rate um zweistellige Prozentwerte senken. Tipps & Tricks für mehr Conversions: Mit ein paar gezielten Stellschrauben lässt sich aus einer guten Landingpage eine richtig starke machen. Message Match: Anzeige und Landingpage müssen zusammenpassen: Wer in einer Anzeige eine kostenlose Demo verspricht, muss diese auch direkt auf der Landingpage prominent zeigen. Der sogenannte Message Match – also die inhaltliche und visuelle Übereinstimmung zwischen Anzeige und Zielseite – ist einer der größten Hebel für höhere Conversion-Raten. A/B-Testing als Pflichtprogramm: Selbst kleine Änderungen können große Wirkung haben: eine andere Headline, eine neue Buttonfarbe, ein anderes Bild. Mit A/B-Tests findest du heraus, welche Variante tatsächlich besser performt, statt dich auf das Bauchgefühl zu verlassen. Sauberes Tracking aufsetzen: Ohne valide Daten lässt sich nichts optimieren. Conversion-Tracking, Heatmaps und Session-Recordings zeigen, was auf der Seite funktioniert und wo Besucher*innen abspringen. Tools wie Google Tag Manager, GA4 oder Hotjar liefern dafür wertvolle Insights. Formulare so kurz wie möglich halten: Jedes zusätzliche Feld kostet Conversions. Frage nur ab, was wirklich gebraucht wird. Bei einer Lead Landing Page reichen oft Name, E-Mail-Adresse und ein, zwei spezifische Angaben für die spätere Qualifizierung. Häufige Fehler bei Kampagnenseiten vermeiden: Viele Unternehmen unterschätzen, wie schnell eine Landingpage scheitern kann. Klassische Stolperfallen sind: zu viel Text, unklare CTAs, fehlende mobile Optimierung, eine falsche Zielgruppenansprache oder Landingpages, die schlicht eine Kopie der Startseite sind. Auch fehlende Trust-Elemente oder unzureichende DSGVO-Hinweise wirken sich negativ aus. Ebenfalls problematisch: Paid-Kampagnen zu starten, ohne eine passende Zielseite vorzubereiten. Wer professionell wirken und sein Werbebudget nicht verbrennen möchte, sollte für jede Kampagne, oder zumindest für jede Hauptzielgruppe, eine eigene Seite aufsetzen. Fazit: Paid Landingpages sind kein Nice-to-have Eine durchdachte Landingpage ist der entscheidende Hebel zwischen Klick und Conversion. Sie spart Werbebudget, steigert die Performance deiner Kampagnen und sorgt für ein professionelles Markenerlebnis. Wer in Paid-Kanäle investiert, sollte deshalb mindestens genauso viel Aufmerksamkeit auf die Zielseite legen wie auf die Anzeige selbst, denn die beste Kampagne nützt nichts, wenn die Landingpage nicht überzeugt. Gleichzeitig ist eine Landingpage nie wirklich „fertig". Nutzer*innenverhalten, Plattform-Algorithmen und das Wettbewerbsumfeld verändern sich permanent, weshalb erfolgreiche Unternehmen ihre Kampagnenseiten als laufenden Optimierungsprozess begreifen. Wer von Anfang an strategisch denkt und Headline, Visuals, CTA, Trust-Elemente und Tracking sauber aufeinander abstimmt, macht aus teurem Traffic profitable Kund*innenbeziehungen und damit aus einer durchschnittlichen eine wirklich erfolgreiche Paid-Kampagne. FAQ Was ist der Unterschied zwischen einer Landingpage und einer Kampagnenseite? Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet. Eine Kampagnenseite ist eine spezifische Form der Landingpage, die für eine konkrete Marketingkampagne erstellt wird, etwa einen Produkt-Launch oder eine zeitlich begrenzte Aktion. Brauche ich für jede Anzeige eine eigene Landingpage? Idealerweise ja, zumindest pro Zielgruppe oder Angebot. Je relevanter die Seite zum Anzeigeninhalt passt, desto höher die Conversion-Rate und desto besser der Qualitätsfaktor auf Plattformen wie Google Ads. Wie lang sollte eine PPC Landing Page sein? Das hängt vom Angebot ab. Einfache Lead-Generierung kommt mit kurzen Seiten aus, erklärungsbedürftige Produkte oder hochpreisige Angebote benötigen mehr Inhalt, Argumente und Trust-Elemente. Wie messe ich den Erfolg einer Conversion Page? Über klar definierte KPIs wie Conversion-Rate, Cost-per-Conversion, Absprungrate und Verweildauer. Tools wie GA4, Google Ads und Heatmap-Software liefern die nötigen Daten für eine fundierte Bewertung.
AI Mode und AI Overview in Google Ads – Was ist zu beachten?
22.04.2026

Markus
Beck
Kategorie:
SEA

Das Wichtigste in Kürze Google hat sich grundlegend verändert: Statt blauer Links dominieren KI-generierte Antworten die Suchergebnisseite – mit direkten Auswirkungen auf Google Ads. AI Overviews sind seit Frühjahr 2025 in Deutschland aktiv. Anzeigen können dort bereits oberhalb, unterhalb und teils innerhalb der KI-Antworten erscheinen. Ads direkt im Google AI Mode werden aktuell in den USA getestet und kommen bald auch nach Deutschland. Qualifiziert für diese neuen Platzierungen sind nur bestimmte Kampagnentypen – vor allem Broad Match, AI Max for Search, Performance Max und Shopping . Wer heute noch ausschließlich mit Exact Match oder starrer Kampagnenstruktur arbeitet, verliert in Zukunft Sichtbarkeit in genau den Momenten, die zählen. AI Max for Search ist derzeit das am schnellsten wachsende KI-Feature in Google Ads und zentraler Hebel für die neuen Placements. Wer jetzt seine Kampagnenstruktur, Datenqualität und Assets optimiert, sichert sich einen entscheidenden Vorsprung. Die Suche hat sich grundlegend verändert Wer heute bei Google sucht, bekommt immer öfter keine Liste von Links mehr, sondern eine direkte Antwort. Die Suchergebnisseite, an die sich Werbetreibende jahrelang gewöhnt hatten, sieht 2026 fundamental anders aus als noch vor zwei Jahren. Zwei Technologien treiben diesen Wandel: AI Overviews sind KI-generierte Zusammenfassungen, die seit dem Frühjahr 2025 auch in Deutschland aktiv sind. Sie erscheinen bei komplexeren oder informationalen Suchanfragen ganz oben auf der Seite und beantworten die Frage oft so vollständig, dass viele Nutzer*innen gar nicht mehr weiterscrollen. Das verändert, wo und wie Anzeigen wahrgenommen werden und welche überhaupt noch ausgespielt werden. Der Google AI Mode ist eine Stufe weiter gegangen. Seit Oktober 2025 in Deutschland verfügbar, handelt es sich dabei um eine eigenständige, konversationelle Suchoberfläche. Nutzer*innen tippen keine einzelnen Suchbegriffe mehr ein, sondern führen echte Dialoge, ähnlich wie mit einem KI-Assistenten. Die Absichten dahinter sind oft vielschichtiger, der Kontext komplexer. Für Google Ads-Werbetreibende bedeutet das: Der Weg zur richtigen Zielgruppe führt nicht mehr allein über präzise Keywords, sondern über das Verständnis von Absichten, Kontexten und Gesprächsverläufen. Die KI entscheidet und sie entscheidet auf Basis von Daten und Signalen, nicht von manuell gepflegten Keyword-Listen. Wo erscheinen Ads konkret – und welche Kampagnen sind qualifiziert? Das ist die praktischste Frage, die sich Werbetreibende stellen: Wo genau tauchen meine Anzeigen auf, und was muss ich dafür tun? In den AI Overviews Anzeigen können an drei Stellen rund um einen AI Overview auftauchen: oberhalb, unterhalb oder direkt innerhalb der KI-Antwort. Die Platzierung oberhalb und unterhalb ist bereits in allen Märkten verfügbar, in denen AI Overviews aktiv sind, also auch in Deutschland. Die Integration direkt in den Antworttext ist derzeit auf englischsprachige Märkte begrenzt. Wichtig zu verstehen: Es gibt keinen separaten Opt-in für diese Placements. Wer die richtigen Kampagnentypen nutzt und relevante Anzeigen hat, wird automatisch berücksichtigt. Genauso wenig lässt sich das Placement gezielt ausschließen. Google bewertet dabei sowohl die eigentliche Suchanfrage als auch den Inhalt der KI-generierten Antwort, um zu entscheiden, ob eine Anzeige passt. Das ist ein entscheidender Unterschied zur klassischen Keyword-Logik: Relevanz wird jetzt im Kontext der gesamten Antwort gemessen, nicht nur am einzelnen Suchbegriff. Im Google AI Mode Hier laufen aktuell Tests in den USA. Anzeigen erscheinen dort direkt in die Dialogantworten eingebettet – nicht als separate Blöcke, sondern als integrierter Bestandteil der KI-Antwort. Das ist ein noch engerer Kontext als bei den AI Overviews. Der globale Roll-out, auch für Deutschland, ist angekündigt, ein konkretes Datum steht noch aus. Welche Kampagnentypen sind überhaupt qualifiziert? Das ist der Punkt, an dem viele Advertiser*innen ins Stocken geraten. Nicht jede Kampagne wird automatisch in AI Overviews oder im AI Mode ausgespielt. Google hat klar definiert, welche Kampagnentypen dafür in Frage kommen: Search Ads mit Broad Match Keywords AI Max for Search Performance Max (PMax) Shopping Ads Kampagnen, die ausschließlich mit Exact Match oder Phrase Match arbeiten, sind für diese Placements nicht qualifiziert. Das ist eine strukturelle Weichenstellung: Wer heute noch auf hypergranulare Keyword-Strukturen setzt, verliert perspektivisch Impression Share in genau den Momenten, in denen Nutzer*innen am kaufbereitesten sind. AI Max for Search: Was steckt dahinter und warum ist es gerade so relevant? AI Max in Google Ads ist kein neuer Kampagnentyp, sondern ein Feature-Paket, das sich in bestehende Suchkampagnen integrieren lässt. Mit einem Klick in den Kampagneneinstellungen aktiviert, verändert es die Logik der Kampagne grundlegend. Konkret kombiniert AI Max zwei Ansätze: erstens die bekannte Broad Match Technologie, die Suchanfragen auch dann matcht, wenn die genaue Formulierung von den eingebuchten Keywords abweicht. Zweitens eine sogenannte keywordlose Aussteuerung – ähnlich wie früher bei Dynamic Search Ads, aber deutlich intelligenter. Die KI erkennt eigenständig, bei welchen Suchanfragen eine Anzeige thematisch relevant wäre, auch ohne hinterlegten Suchbegriff. Dazu kommen drei weitere Kernfunktionen: Automatische Textanpassung: Google generiert auf Basis bestehender Anzeigentitel, Beschreibungen und Landingpage-Inhalte neue Headlines und Descriptions – und wählt in Echtzeit die Kombination aus, die am besten zur jeweiligen Suchanfrage passt. Seit Februar 2026 sind dafür weltweit Text Guidelines für alle Werbetreibenden verfügbar: Dort lässt sich festlegen, welche Formulierungen die KI verwenden darf und welche nicht. URL-Erweiterung: Nutzer*innen werden automatisch auf die Seite der eigenen Website weitergeleitet, die zur Suchanfrage am besten passt – nicht zwingend auf die in der Kampagne hinterlegte URL. Bestimmte Seiten können vom System ausgeschlossen werden. Markensteuerung: Werbetreibende können definieren, bei welchen Marken Anzeigen erscheinen sollen und bei welchen nicht. Das ist besonders für Accounts relevant, die gezielt Wettbewerbs- oder Markenkampagnen steuern. Wann lohnt sich AI Max – und wann (noch) nicht? AI Max spielt seine Stärken vor allem in Accounts aus, die bereits ausreichend Conversion-Daten haben und breite Zielgruppen ansprechen. Im E-Commerce und bei B2C-Produkten mit hohem Suchvolumen sind die Ergebnisse erfahrungsgemäß am stärksten. In Nischenmärkten, bei sehr erklärungsbedürftigen B2B-Produkten oder Accounts mit wenigen täglichen Conversions sollte der Einstieg behutsamer erfolgen. Ein A/B-Test mit 50/50-Aufteilung zwischen der bestehenden Kampagne und der AI Max Version ist hier der sinnvollste erste Schritt. Was in jedem Fall gilt: Die Basis muss stimmen. Sauberes Conversion-Tracking, ein datengetriebenes Attributionsmodell und klare Conversion-Ziele im Account sind Pflicht. Wer AI Max ohne diese Grundlage aktiviert, überlässt der KI das Steuer ohne Karte und Kompass. Performance Max: Googles bevorzugter Kanal für AI Overviews Performance Max ist nicht neu, aber seine Rolle hat sich verschoben. Google betrachtet PMax zunehmend als das Hauptformat für die Ausspielung in KI-gesteuerten Oberflächen. Das liegt daran, dass PMax von Grund auf für datengetriebene, kanalübergreifende Aussteuerung gebaut wurde: Es liefert der KI Texte, Bilder, Videos und Audience Signals und überlässt ihr die optimale Kombination. Für Werbetreibende bedeutet das: Wer PMax bereits sauber aufgesetzt hat und regelmäßig Asset Groups pflegt, ist für AI Overviews und den AI Mode gut positioniert. Wer noch nicht damit arbeitet, sollte spätestens jetzt damit anfangen – mit klaren Zielvorgaben, ausreichend Assets und regelmäßiger Kontrolle der Suchbegriffe. Ein gutes Zeichen: PMax ist in den letzten Monaten deutlich transparenter geworden. Negative Keywords lassen sich inzwischen direkt hinzufügen, und das Channel-Reporting zeigt, welcher Kanal (Search, YouTube, Display, Gmail, Discover) welchen Beitrag zur Performance leistet – ohne zusätzliche Skripte oder Workarounds. Was das für die Kampagnenstruktur bedeutet Viele Accounts sind historisch gewachsen: strenge Match Type Trennung, Single Keyword Ad Groups, dutzende Anzeigengruppen für minimale Unterschiede. Das war einmal sinnvoll, um Kontrolle zu behalten. Heute arbeitet diese Struktur gegen die KI. Wer Daten auf zu viele Kampagnen aufteilt, liefert dem Algorithmus zu wenig Lernmaterial. Statt schnell Muster zu erkennen und zu optimieren, tritt er auf der Stelle. Der aktuelle Ansatz, der sich in der Praxis bewährt, sieht so aus: themenbasierte Kampagnen mit überschaubarer Anzahl an Keywords, Kombination aus Exact und Broad Match, Smart Bidding als Standard. Nicht maximal granular, sondern maximal datendicht. Das bedeutet nicht, die Kontrolle vollständig abzugeben. Negative Keywords, Audience Signals, Text Guidelines und regelmäßige Überprüfung der Suchanfragen sind weiterhin aktive Stellschrauben. Die Grundlage: Datenqualität entscheidet Hier wird ein Fehler gemacht, der sich durch fast alle Accounts zieht: Man diskutiert über Kampagnentypen und Features, bevor die Datenbasis stimmt. Dabei gilt: Garbage In, Garbage Out. Wer der KI schlechte Daten liefert, automatisiert nur sein Budget-Verbrennen. Server Side Tracking (SST) ist die Grundlage. Klassisches Browser-Tracking verliert durch Ad Blocker, Cookie-Beschränkungen und iOS-Updates zunehmend Daten. Server Side Tracking umgeht diese Hürden und liefert erfahrungsgemäß mindestens 12 % mehr verwertbare Datenpunkte – Signale, die Smart Bidding und AI Max für ihre Optimierung dringend brauchen. Darüber hinaus sollten Werbetreibende folgende Datenquellen aktiv nutzen: First-Party-Daten / Kundenlisten : Bestands- und Neukund innen lassen sich über Customer Match-Listen gezielt unterschiedlich bewerten. Im Bereich Neukundenakquise kann Smart Bidding dazu gebracht werden, Neukund innen höher zu gewichten – mit konkreten Auswirkungen auf die Gebotslogik. CRM-Daten (Offline Conversions) : Gerade im B2B macht es keinen Sinn, jeden Lead gleich zu gewichten. Wer CRM-Daten (z.B. aus HubSpot oder Salesforce) über Offline Conversions zurückspielt, gibt Google Ads das Signal, zwischen "schlecht" und "wertvoll" zu unterscheiden – und genau das ist die Voraussetzung für nachhaltig profitables Wachstum. Fazit: Jetzt handeln, bevor der Markt es tut Google Ads in 2026 ist ein datengetriebenes System, kein manuelles Tool. Die Frage ist nicht mehr, ob man AI Max, AI Overviews und moderne Trackingstrukturen einsetzt – sondern wann. Wer die Transformation jetzt aktiv gestaltet, sichert sich Sichtbarkeit in den Momenten, die wirklich zählen. Als erfahrene Google Ads Agentur begleiten wir dich durch genau diesen Prozess: von der Tracking-Infrastruktur über die Kampagnenstruktur bis hin zu AI Max und Performance Max. Jetzt Kontakt aufnehmen → FAQ Werden meine Google Ads automatisch in AI Overviews ausgespielt? Nicht automatisch. Ads erscheinen in AI Overviews, wenn die Anzeige sowohl zur Suchanfrage als auch zum Inhalt der KI-Antwort passt. Voraussetzung ist außerdem, dass du Broad Match, AI Max oder Performance Max verwendest. Was kostet Werbung im Google AI Mode mehr als klassische Search Ads? Es gibt kein separates Preismodell für AI Mode Ads. Das Auktionssystem von Google bleibt das gleiche – die Platzierung ergibt sich aus Relevanz, Qualitätsfaktor und Gebot. Kann ich meine Anzeigen aus AI Overviews ausschließen? Nein. Google bietet aktuell keine Möglichkeit, diese Placements gezielt zu deaktivieren. Bekomme ich separates Reporting für AI Overview Ads? Noch nicht vollständig. Aktuell werden Anzeigen in AI Overviews als "Top Ads" gewertet und erscheinen entsprechend in den Standardberichten. Ein dediziertes Segment-Reporting ist für die Zukunft angekündigt, aber noch nicht verfügbar. Wann kommen Ads im Google AI Mode auch nach Deutschland? Ein offizielles Datum gibt es noch nicht. Aktuell werden Ads im AI Mode in den USA getestet (Stand März 2026). Der internationale Roll-out ist angekündigt. Lohnt sich AI Max auch für kleinere Accounts? Das kommt auf den Einzelfall an. Grundsätzlich braucht AI Max eine solide Datenbasis – also ausreichend Conversions, sauberes Tracking und klare Ziele. Bei Accounts mit wenigen täglichen Conversions empfehlen wir zunächst einen kontrollierten A/B-Test, bevor die gesamte Kampagne umgestellt wird. Muss ich neue Kampagnen erstellen, um in AI Overviews zu erscheinen? Nein. Bestehende Kampagnen qualifizieren sich automatisch, sofern die richtigen Kampagnentypen und Match Types verwendet werden. Was ist der Unterschied zwischen AI Overviews und AI Mode? AI Overviews sind KI-Zusammenfassungen innerhalb der normalen Google-Suche. Der AI Mode ist eine eigene, konversationelle Suchoberfläche für komplexe, mehrstufige Anfragen – vergleichbar mit einem KI-Chatbot direkt in der Suche.
Agentic Commerce & Agentic Shopping 2026: Warum KI-Einkaufsagenten den Handel neu schreiben
30.03.2026

Moritz
Klussmann
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Die Welt des Online-Marketings dreht sich heute schneller als je zuvor. Während wir bei den internetwarriors bereits seit 2001 für Klicks und Conversions kämpfen, erleben wir gerade den radikalsten Umbruch unserer Geschichte. Der Auslöser: Agentic Commerce . Wir befinden uns im Übergang von der reinen Informationssuche zur aufgabenorientierten Ausführung. Ein Nutzer fragt heute nicht mehr nur nach Produkten, er weist einen KI-Einkaufsagenten an, den gesamten Kaufprozess autonom abzuwickeln. In diesem Artikel zeige ich dir, warum das Scheitern von OpenAIs „Instant Checkout" kein Ende des Hypes ist, sondern der Startschuss für eine neue technische Infrastruktur, die du als Händler jetzt kennen musst. Der OpenAI-Pivot: Vom Warenkorb zur Discovery-Plattform Im März 2026 beendete OpenAI seinen „Instant Checkout" – und löste damit eine der meistdiskutierten Debatten im E-Commerce aus. Scheitern oder Strategie? Was wirklich hinter dem Pivot steckt und was er für Händler bedeutet, zeigen wir hier. Was war Instant Checkout? Im September 2025 startete OpenAI gemeinsam mit Stripe das Agentic Commerce Protocol (ACP) und damit den „Instant Checkout" in ChatGPT. Die Vision: Nutzer finden ein Produkt im Chat und kaufen es direkt, ohne die Plattform zu verlassen. Etsy, Walmart und Shopify waren die ersten Partner – Shopify-Präsident Harley Finkelstein nannte es eine „neue Frontier" für den Online-Handel. Warum der direkte Checkout scheiterte Anfang März 2026 zog OpenAI die Reißleine. Was von Kritikern als Scheitern des Agentic Commerce abgetan wird, ist bei genauerem Hinsehen ein strategischer Pivot, aus dem wir viel lernen können. OpenAI unterschätzte die immense Komplexität des globalen Handels. Drei Killer-Faktoren machten den direkten Kaufabschluss im Chatbot unmöglich: Die drei technischen Killer: 1. Fehlende Echtzeit-Synchronisation: Die Inventardaten von Millionen Händlern ließen sich nicht in der notwendigen Geschwindigkeit abgleichen – veraltete Preise und Bestände brachen das Nutzervertrauen sofort. 2. Compliance-Hürden: Es fehlte an Systemen zur automatisierten Berechnung regionaler Steuern (in den USA allein tausende lokale Tax Jurisdictions) und zur Einhaltung lokaler Gesetze wie der Preisangabenverordnung (PAngV) in Europa. 3. Betrugsprävention: Agentenbasierte Transaktionen erfordern völlig neue Sicherheitsarchitekturen, um automatisierten Missbrauch zu verhindern. Ein weiterer Faktor, der in der Berichterstattung kaum erwähnt wird: Der Rückzug kommt unmittelbar nach Amazons 50-Milliarden-Dollar-Investment in OpenAI. Amazon kontrolliert 40 Prozent des US-amerikanischen E-Commerce und baut mit Rufus ein eigenes KI-Shopping-Tool. Ob Zufall oder strategisches Kalkül – der Zeitpunkt ist bemerkenswert. 🟢 Update: 25. März 2026 OpenAI hat gleichzeitig mit dem Checkout-Rückzug ein komplett neues Shopping-Erlebnis gelauncht: visuelles Product-Browsing, Side-by-Side-Preisvergleiche und Image-Upload zur Produktsuche. Sieben große US-Retailer – darunter Target, Sephora, Nordstrom und Best Buy – sind bereits live via ACP. Walmart betreibt eine eigene In-ChatGPT-App mit Loyalty-Integration und nativem Walmart-Payment. Das ist kein Rückzug – das ist ein Pivot. Die neue Warrior-Realität: OpenAI fokussiert sich über das ACP primär auf Product Discovery . Der Checkout wandert zurück zum Händler – doch die Entscheidung, welcher Händler den Zuschlag erhält, trifft zunehmend der Agent. Agentic Shopping funktioniert – nur noch nicht im Westen Wer glaubt, das Scheitern von Instant Checkout beweise, dass Agentic Shopping ein Hype ist, macht einen kategorischen Denkfehler. Alibabas Qwen-App schließt bereits heute Food-Bestellungen, Reisebuchungen und Produktkäufe vollständig in einer einzigen Konversation ab – und das at scale. Der entscheidende Unterschied: Alibaba besitzt das KI-Modell, den Marketplace, die Zahlungsinfrastruktur und die Logistik aus einer Hand. OpenAI versuchte, dasselbe zu replizieren, ohne diesen Stack zu besitzen. Das war strukturell zum Scheitern verurteilt. Google UCP: Das neue Betriebssystem des Handels Während OpenAI korrigiert, schafft Google mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) Fakten. Im Gegensatz zu geschlossenen Systemen ist UCP ein offener Standard, der es KI-Agenten ermöglicht, direkt mit den Backends von Händlern zu kommunizieren – von der Discovery über den Checkout bis zum Post-Purchase-Management. Für dich als Händler bedeutet das: Dein Google Merchant Center (GMC) wird zur entscheidenden Schnittstelle für KI im E-Commerce . Google hat neue Attribute eingeführt, um deine Produkte maschinell lesbar zu machen: · product_faq – direkt aus dem Feed extrahierbare Fragen und Antworten für KI-Agenten · product_use_cases – spezifische Szenarien, in denen dein Produkt die beste Lösung bietet · native_commerce – ein Schalter, der signalisiert, ob dein Produkt für den autonomen Checkout bereit ist Der Vorteil für Deutschland: Google Merchant Center und Google AI Mode sind in DACH bereits aktiv. Händler, die ihren Feed jetzt optimieren, sichern sich einen echten Zeitvorsprung. SEO allein reicht nicht mehr: Willkommen im Zeitalter von GEO Unsere Analyse von deutschen E-Commerce-Shops zeigt ein eindeutiges Bild: Ein Top-Ranking in der klassischen Suche garantiert keine Sichtbarkeit in KI-Antworten. Über 60 Prozent der in KI-Übersichten verlinkten URLs rangieren nicht in den Top 50 der klassischen Google-Suche. Die Regeln haben sich geändert. Hier kommt Generative Engine Optimization (GEO) ins Spiel – die Disziplin, die Inhalte nicht für den menschlichen Klick, sondern für die Extraktion durch KI-Systeme optimiert. Informier dich jetzt über unsere Studie und erfahre mehr zu dem Thema! Merkmal Klassisches SEO Generative Engine Optimization (GEO) Zielgruppe Menschliche Nutzer KI-Agenten & Large Language Models Primärer KPI Klickrate (CTR) & Rankings Mention-Rate & Zitations-Autorität Inhaltslogik Keywords & Lesbarkeit Semantische Tiefe & Fakten-Dichte Technische Basis Crawlbarkeit & Ladegeschwindigkeit Strukturierte Daten & API-Anbindung Erfolgsmessung Google Search Console (Rankings) Brand Mentions in LLM-Antworten Warriors-Insight: In Deutschland erscheinen KI-Übersichten (AI Overviews) bereits bei 33 Prozent aller Suchanfragen. Wer jetzt nicht auf GEO setzt, wird für den „Agenten-Kunden" unsichtbar – bevor dieser überhaupt auf eine Website kommt. Strategisches Warriors-Wissen: Markenmacht und die 95:5-Regel Im Agentic Web zählt nicht mehr nur das Keyword, sondern die Autorität deiner Marke als „Entity" – also wie ein Large Language Model deine Marke kennt, einordnet und empfiehlt. Die 95:5-Regel im B2B Nur 5 Prozent deiner Zielgruppe sind aktuell kaufbereit (In-Market). Die restlichen 95 Prozent müssen durch Thought Leadership und Vertrauensaufbau langfristig erreicht werden. KI-Agenten bevorzugen Marken, die in den Wissensgraphen der Large Language Models als Experten-Entitäten verankert sind. Wer nur auf transaktionale Keywords optimiert, verliert die Mehrheit seiner potenziellen Kunden, bevor sie kaufbereit sind. Wenn du mehr dazu erfahren willst, lies dir hier unseren Artikel dazu durch! Preferred Sources: Die Demokratisierung des Algorithmus Google erlaubt Nutzern mittlerweile, ihre bevorzugten Quellen aktiv zu markieren. Diese „Preferred Sources" erhalten einen dauerhaften Sichtbarkeits-Boost – unabhängig von Algorithmus-Updates. Das verändert das Spiel fundamental: Vertrauen ist die neue Währung. Du musst Nutzer dazu bewegen, deine Marke aktiv als vertrauenswürdig zu wählen – nicht nur gut zu ranken. Checkliste: So machst du deinen Shop jetzt Agent-ready Für deutsche Händler gilt: Die Grundlagenarbeit beginnt heute, auch wenn vollautonomes Agentic Shopping in DACH noch 12–24 Monate entfernt ist. Produktdaten-Exzellenz im Merchant Center: Pflege GTINs, präzise Attribute und die neuen UCP-Felder (product_faq, product_use_cases). Ein lückenhafter Feed ist das größte KI-Sichtbarkeits-Hindernis, das du selbst kontrollieren kannst. Technische Infrastruktur für KI-Agenten: Implementiere eine llms.txt-Datei (das robots.txt für KI-Crawler) und nutze konsequent JSON-LD – speziell die Schemata Product, FAQPage und Article. Das sind die Signale, die KI-Agenten priorisiert auslesen. API-First-Strategie: Stelle sicher, dass Bestände und Preise in Millisekunden über Schnittstellen abrufbar sind. Veraltete Daten waren der Hauptgrund für OpenAIs Checkout-Scheitern – und der gleiche Fehler wird Händler teuer zu stehen kommen, sobald Agenten aktiv buchen. Semantische Anreicherung mit dem Query Fan-Out Prinzip: Beantworte die Fragen, die eine KI stellt, wenn sie Produkte im Auftrag eines Kunden vergleicht: Für welche Anwendungsfälle ist das Produkt optimal? Welche Alternativen gibt es? Was sind häufige Kaufhindernisse? Diese Tiefe unterscheidet gecitete von ignorierten Inhalten. GEO-Strategie und Markenautorität aufbauen: Sorge dafür, dass dein Shop als Experten-Entität in relevanten Kategorien wahrgenommen wird – in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode. Mehr dazu in unserem GEO-Audit → DACH-Compliance frühzeitig sichern: PAngV und DSGVO gelten auch für KI-vermittelte Käufe. Preisreduzierungen müssen den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenz ausweisen – und das muss maschinell auslesbar sein. Kläre das frühzeitig mit deinem Rechtsberater. Fazit: Werde zum Leader der neuen Ära Agentic Commerce ist kein Science-Fiction-Szenario mehr – es ist die technologische Realität von heute, noch im Aufbau, aber unaufhaltsam. Was OpenAI mit Instant Checkout begraben hat, ist ein spezifisches Business-Modell: der Chatbot als Transaktionsvermittler zwischen Händler und Kunde. Was lebt – und gerade stark beschleunigt – ist die zugrunde liegende Logik: KI-Einkaufsagenten übernehmen die Discovery, filtern Optionen, bereiten Kaufentscheidungen vor. Das passiert bereits, täglich, für Millionen von Nutzern. Die Frage für Händler ist nicht mehr ob , sondern ob sie sichtbar sind, wenn der Agent entscheidet . Die Unternehmen, die in zwei Jahren vorne liegen, sind nicht die mit dem größten Budget. Es sind die mit den besten Daten, der stärksten GEO-Präsenz und dem klarsten Verständnis dafür, wie Künstliche Intelligenz im E-Commerce als Hebel statt als Bedrohung genutzt wird. Häufige Fragen zu Agentic Commerce Was ist der Unterschied zwischen Agentic Commerce und klassischem E-Commerce? Klassischer E-Commerce folgt dem Prinzip Suchen & Klicken : Der Nutzer sucht aktiv, vergleicht manuell und kauft selbst. Agentic Commerce folgt dem Prinzip Fragen & Erledigen (Ask & Done) : Ein KI-Einkaufsagent übernimmt Produktsuche, Preisvergleich, Verfügbarkeitsprüfung und – sofern autorisiert – den Kaufabschluss vollständig autonom. Was ist Agentic Shopping? Agentic Shopping ist die praktische Ausprägung von Agentic Commerce: Der Nutzer formuliert ein konkretes Ziel – etwa „Bestelle Druckerpatrone XYZ zum Bestpreis bis morgen" – und ein KI-Einkaufsagent führt alle Schritte eigenständig aus: Suche, Vergleich, Kauf. Warum hat OpenAI Instant Checkout eingestellt? OpenAI scheiterte an drei technischen Hürden: fehlende Echtzeit-Inventarsynchronisation über Millionen Händler, keine Infrastruktur zur Steuererhebung und keine Betrugsprävention für agentenbasierte Transaktionen. OpenAI pivotiert nun auf Product Discovery – der Checkout bleibt beim Händler. Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO? SEO (Search Engine Optimization) optimiert Inhalte für den Google-Suchalgorithmus und menschliche Nutzer – das Ziel ist der Klick. GEO (Generative Engine Optimization) optimiert für KI-Systeme und Large Language Models, die Inhalte extrahieren und als direkte Antwort ausgeben – ohne dass der Nutzer auf eine Website klickt. Beide Disziplinen ergänzen sich und bauen aufeinander auf. Ist mein Shop rechtlich sicher für KI-Käufe in Deutschland? In der DACH-Region musst du besonders auf DSGVO und PAngV (Preisangabenverordnung) achten. Preisreduzierungen müssen immer den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenz ausweisen – auch maschinell auslesbar für KI-Agenten. Kläre das frühzeitig mit deinem Rechtsberater, bevor du dich für Agentic Commerce-Protokolle registrierst. Wann kommt Agentic Commerce nach Deutschland? ACP und der neue ChatGPT-Shopping-Hub sind aktuell US-first. Das Google Merchant Center und Google AI Mode sind aber bereits in DACH aktiv – KI-Übersichten erscheinen bereits bei 33 Prozent aller deutschen Suchanfragen. Experten gehen davon aus, dass KI-Agenten im europäischen E-Commerce in zwei bis drei Jahren einen Marktanteil von 20–30 Prozent erreichen könnten. Die Vorbereitung beginnt jetzt. Ist dein Shop bereit für KI-Einkaufsagenten? Wir analysieren deine GEO-Sichtbarkeit, deinen Produktfeed und zeigen dir, wo du gegenüber KI-Agenten heute unsichtbar bist – und wie du das änderst. Jetzt GEO-Analyse anfragen → Quellen & weiterführende Links: CNBC, März 2026: „OpenAI revamps shopping experience in ChatGPT after struggling with Instant Checkout" – cnbc.com Forrester Research: ConsumerVoices Market Research Survey, März 2026 Gartner: Bob Hetu, Analyst, gegenüber CNBC, März 2026 The Information, März 2026: Erstbericht zum Instant-Checkout-Rückzug OpenAI Blog, März 2026: Offizielles Statement zu Instant Checkout und neuem Shopping-Erlebnis Google: Universal Commerce Protocol – Ankündigung Januar 2026
Budget-Killer im Account: Unrentable Kampagnen sofort identifizieren und Google Ads optimieren
23.03.2026

Karina
Nikolova
Kategorie:
SEA

Einer der Hauptunterschiede zwischen SEA und SEO ist die Zeit. Während SEO-Maßnahmen Zeit benötigen, um Wachstum und Leistungsverbesserungen zu zeigen, erfordern bezahlte Kampagnen schnelle Maßnahmen, da jede Verzögerung Geld kostet. Selbst wenn deine Kampagnen oberflächlich gesehen richtig eingerichtet sind, kann man sich nicht auf Hoffnung und ein gutes Bauchgefühl verlassen, wenn sie keine profitablen Ergebnisse liefern. Im folgenden Artikel demonstriere ich dir drei Anzeichen, an denen du unrentable Kampagnen auf den ersten Blick erkennen kannst und was dahinterstehen kann. Zusätzlich zeige ich dir konkret, wie du deine Google Ads Kampagnen in diesen Fällen optimieren solltest. Bevor wir jedoch dazu kommen, gibt es drei Punkte, die eine schnelle Erklärung für die schlechte Performance liefern können. Wenn deine Kampagnen trotz dieser Faktoren immer noch schlecht abschneiden, solltest du einen anderen Ansatz wählen, um die Zahlen zu verbessern und die Google Ads CPC’s zu senken. Dein Tracking funktioniert nicht Es ist ein häufig unterschätztes Problem: Unerwartete Änderungen auf deiner Website, wie die Erstellung neuer Landingpages oder die Migration zu anderen Datenplattformen, können dein Tracking durcheinanderbringen. Das kann dazu führen, dass deine Kampagnen 0 Conversions anzeigen. Der beste Fall wäre, dass die Google Ads-Manager im Voraus über solche geplanten Änderungen informiert sind, aber in der Realität ist das nicht immer der Fall. Ein Beispiel: Einmal hat ein Kunde von mir einen CPA-Button entfernt, den wir als ein Soft-Conversion-Ziel gemessen hatten. Meine Kampagnen begannen deutlich zu schwächeln und ich musste schnell eine Lösung finden, um die Google Ads Kosten zu senken. Im Endeffekt konnten wir keine Conversions sehen, weil es buchstäblich keine Conversion-Aktion auf der Website gab, die Conversions in Google Ads hätte auslösen können. Tipp: Überprüfe regelmäßig, ob dein Tracking korrekt funktioniert. Ohne ein funktionierendes Tracking kannst du deine Google Ads nicht optimieren. Es ist immer noch möglich, dass Conversions generiert werden, aber sie landen nicht in Google Ads, sondern nur im Backend. Sobald die Tracking-Probleme behoben sind, könnte deine Kampagne wieder gut laufen. Deine Kampagne befindet sich noch in der Lernphase Bezahlte Kampagnen brauchen Geduld, obwohl wir alle schnellstmöglich gute Ergebnisse sehen wollen. Das würde unsere Expertise beweisen und uns helfen, die Google Ads Kampagnen weiter zu optimieren und zu skalieren. Allerdings können neue Kampagnen nicht immer Wunder bewirken, da der Algorithmus Zeit benötigt, um zu lernen und die Leistung zu verbessern. Normalerweise dauert die offizielle Lernphase bis zu vier Wochen. Je nach Geschäftsmodell kann dieser Prozess auch kürzer sein, da je schneller die Kampagne Conversions generiert, desto schneller lernt der Algorithmus. Diese Entwicklung ist jedoch nicht immer garantiert. Zum Beispiel nimmt die durchschnittliche Customer Journey im B2B-Bereich allgemein mehr Zeit in Anspruch. Zusätzlich umfasst sie oft mehrere Touchpoints, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Tipp : Sei geduldig während der Lernphase. Dein Hauptziel ist nicht klar Unrealistische Erwartungen führen meist zu Enttäuschungen - nicht nur im Leben, sondern auch bei Google Ads. Wenn die Marketing Ziele vage sind, werden auch keine klaren Ergebnisse folgen. Wenn die Ziele klar sind, aber man nicht weiß, welche Kampagnentypen dafür geeignet sind, werden die Zahlen auch enttäuschen. Wenn du z.B. mit Display- oder Video-Anzeigen arbeitest, solltest du nicht automatisch erwarten, viele hochqualitative Leads zu erhalten. Und nicht, weil dein Setup falsch ist, sondern weil diese Kampagnentypen andere Ziele verfolgen. Sie sollen die Bekanntheit deines Produkts steigern und die frühe Phase der Kundenreise abdecken. Darüber hinaus sind die Anzeigenformate auf dieses Ziel abgestimmt - denk an überspringbare Anzeigen auf YouTube. Sie sind da, um deine Marke zu fördern und eine Botschaft zu übermitteln. Es ist jedoch nicht realistisch, gute Leads von ihnen zu erwarten, da sie, wie der Name schon sagt, wahrscheinlich übersprungen werden, ohne dass der Kunde eine weitere Aktion durchführt. Wenn deine Shopping-Kampagnen jedoch wochenlang keine Ergebnisse liefern, ist das zumindest alarmierend. Tipp : Definiere klare Zielvorgaben für jede Phase des Funnels und wähle die passenden Kampagnentypen aus. Nur so kannst du deine Google Ads Kampagnen effektiv optimieren. There is a Budget-Killer in the House Aber kommen wir zurück zu den drei klaren Anzeichen dafür, dass sich ein Budget-Killer in deinem Konto befindet: Kampagnen mit Traffic, aber ohne Conversions Steigende CPAs Sinkender ROAS Wenn dein Ziel Conversions sind und du keine oder immer weniger davon siehst, liegt ein Problem vor. Insbesondere, wenn dein Tracking funktioniert und die Lernphase abgeschlossen ist. Wenn die Kampagne dennoch nicht die gewünschten Conversions liefert, wirkt sich das nicht nur auf deine KPIs aus, sondern auch auf die Leistung deiner automatisierten Gebotsstrategien. Wenn du zum Beispiel auf tCPA oder tROAS optimierst, werden sinkende Conversions zu einem höheren CPA, einem niedrigeren ROAS und insgesamt zu Einschränkungen der Gebotsstrategien führen. Hier findest du eine Liste von Faktoren, die den Rückgang der Conversions erklären könnten, den du beobachtest. Dazu gehören: Landingpage – Jede Änderung, die die Benutzererfahrung verschlechtert, kann die Conversion-Rate sowie die Absprungrate negativ beeinflussen. Wettbewerb - Gerade im E-Commerce kann die Konkurrenz durch günstigere Preise die Conversion-Anzahl sowie die Conversion-Rate beeinträchtigen. Saisonalität - Wenn dein Geschäft während bestimmter Perioden signifikante Rückgänge erlebt, solltest du deine Marketingstrategie entsprechend anpassen. Irrelevanter Traffic - Achte darauf, dass deine Anzeigen nicht für irrelevante Suchanfragen erscheinen, um die Google Ads Kosten für schlechten Traffic zu senken. Dadurch lassen sich häufig auch die Google Ads CPC senken. Fehlerhaftes Targeting – Ein vernünftiges Kampagnensetup ist das A und O in Google Ads. Allerdings kann es sein, dass trotz optimalen Kampagnensetups bestimmte Zielgruppen oder Keywords weniger gut performen als erwartet. Aus diesem Grund sollst du das Targeting deiner Google Ads Kampagnen schnell optimieren, wenn die erwünschten Ergebnisse nicht da sind. Google Ads-Kampagnen sind nicht statisch. Das, was heute gut funktioniert, kann morgen schlecht abschneiden. Als Marketing-Manager*in solltest du das Geschäftsmodell und die Ziele genau verstehen, die passenden Kampagnentypen auswählen, KPIs festlegen und realistische Erwartungen setzen. Der Rest liegt in einer flexiblen und intelligenten Google Ads-Optimierung. Darüber hinaus geht deine Aufgabe über Google Ads hinaus, da die Gesamtleistung von vielen anderen Faktoren beeinflusst wird, die oben beschrieben wurden. Beispielsweise können dramatische politische oder wirtschaftliche Entwicklungen die gleichen negativen Auswirkungen haben wie eine schlecht optimierte Kampagne. Deine Google Ads-Expertise sollte Hand in Hand mit einer gründlichen Marktanalyse gehen, damit du das Gesamtbild siehst und die richtigen Maßnahmen ergreifen kannst. Wenn du dabei Unterstützung brauchst oder deine bestehenden Kampagnen skalieren möchtest, kann dich unser SEA-Team gerne beraten. Kontaktiere uns jetzt!
AI Traffic in Google Analytics erkennen und richtig analysieren
09.03.2026

Nadine
Wolff
Kategorie:
SEO

Seitdem Large Language Models (kurz LLMs) im Alltag angekommen sind und Nutzer*innen verstärkt KI-Tools wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Perplexity nutzen, entsteht eine komplett neue Traffic-Quelle. Für Websitebetreiber und Marketing-Verantwortliche stellt sich zunehmend die Frage, wie viele User tatsächlich über Verlinkungen und Empfehlungen dieser LLMs auf die eigene Website gelangen und wie groß der Anteil dieses KI-generierten Traffics am Gesamtbesucher-Aufkommen ist. Dieser Traffic, nennen wir ihn “AI Traffic”, wird in Google Analytics nicht automatisch angezeigt. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du AI Traffic in GA4 finden, messen und bewerten kannst. Gleichzeitig erfährst du, welche Rückschlüsse du daraus für deine Maßnahmenplanung ableiten kannst und warum die AI-Sichtbarkeit in Zukunft genauso relevant wie klassische Suchmaschinen-Rankings sein wird. Was genau ist AI Traffic und wie setzt er sich zusammen? Der Begriff AI Traffic bezeichnet alle Seitenbesuche, die aus KI-Systemen und generativen Suchmaschinen entstehen. Hier einige Beispiele, woher der Traffic kommen könnte: Traffic aus ChatGPT/GPT Search Traffic von Perplexity Traffic aus KI-integrierten Browsern (z.B.: Microsoft Edge mit dem integrierten Copilot) Kopierte Links, die Nutzer*innen aus KI-Antworten heraus klicken AI Traffic kann aktiv durch Nutzer*innen entstehen, wenn sie Links aus einer KI-Antwort anklicken. Zusätzlich gibt es passiven Traffic, wenn KI Systeme Seiten crawlen, um Inhalte für ihre Modelle aufzubereiten. AI Traffic in GA4 erkennen: Die wichtigsten Methoden 1. Referrer erkennen (z. B. ChatGPT Traffic) Wenn ein User einen Link aus einer KI-Antwort anklickt, schickt der Browser automatisch einen sogenannten Referrer mit. Diese Info gibt an, von welcher Seite der User kommt. In GA4 taucht diese Angabe im Reiter “neu generierter Traffic” dann als “Referral” auf, zum Beispiel mit der Quelle perplexity oder claude. Abbildung 1: KI Traffic über einen Referrer 2. UTM Tracking ChatGPT hängt seit einiger Zeit automatisch “?utm_source=chatgpt.com” an Links an, die es in Antworten ausgibt. Das bedeutet, dass dieser AI Traffic in Google Analytics nicht als Referral, sondern als eigene Quelle mit UTM-Kennzeichnung auftaucht – und damit leichter und sauberer identifizierbar ist als reiner Referral-Traffic. Perplexity oder andere KI-Systeme machen das allerdings nicht zwingend. Dieser Traffic ist oftmals nur über den Referrer erkennbar. AI Traffic in GA4 - Explorative Datenanalyse sichtbar machen Die explorative Datenanalyse in GA4 bietet die flexibelste Möglichkeit, AI Traffic gezielt auszuwerten. Anders als in den Standard-Berichten kannst du hier eigene Dimensionen, Filter und Segmente frei kombinieren. Dafür erstellst du eine neue leere Datenanalyse, fügst eine Dimension und auf Wunsch eine oder mehrere Messwerte hinzu: Dimension --> Sitzung – Quelle/Medium Messwerte --> Sitzungen Abbildung 2: Explorative Datenanalyse Um ausschließlich den Traffic aus KI-Plattformen zu sehen, legst du jetzt einen Filter mit einem regulären Ausdruck (Regex) an. Dieser Filter sorgt dafür, dass nur Sessions angezeigt werden, deren Quelle eine der genannten KI-Plattformen ist. Abbildung 3: Beispiel für ein Regex, der die verschiedenen KI-Systeme filtert Das Ergebnis zeigt dir – wie im Beispiel oben – eine aufgeschlüsselte Tabelle nach Quelle und Medium. Dabei fällt auf, dass ChatGPT in zwei Varianten auftaucht: einmal als “chatgpt.com / referral” und einmal mit UTM-Kennzeichnung als “chatgpt.com / (not set)”. Das liegt daran, dass ChatGPT nicht bei jedem Link konsistent den UTM-Parameter anhängt. Es empfiehlt sich daher, beide Einträge bei der Auswertung zusammen zu betrachten. Was du in GA4 siehst – und was es bedeutet Wenn du den AI Traffic in GA4 isoliert hast, stehen dir im Wesentlichen drei verschiedene Kennzahlen zur Verfügung: Größe & Entwicklung: Wie viele Sessions entstehen über KI-Plattformen? Wie entwickelt sich das im Zeitverlauf? Ein wachsender Wert zeigt, dass deine Inhalte zunehmend von LLMs als Quelle empfohlen werden. Das wiederum ist ein direktes Signal für deine AI-Sichtbarkeit. Verlinkungen : Welche Seiten werden verlinkt? Welche deiner Unterseiten tauchen als Landingpages auf? Dieser Messwert zeigt dir, welche Inhalte die LLMs als relevant genug einstufen, um sie zu empfehlen. Das sind deine stärksten Inhalte im KI-Kontext. Nutzerverhalten: Verweildauer, Absprungrate und Engagement-Rate des AI Traffics im Vergleich zu anderen Kanälen geben Aufschluss darüber, ob der verlinkte Content auch zur Erwartungshaltung der Nutzer*innen passt. Hohe Absprungraten können dagegen bedeuten, dass die verlinkte Seite nicht das liefert, was die KI-Antwort versprochen hat. Was du aus dem AI Traffic in GA4 ableiten kannst Die Landingpages (mit dem AI Traffic) sind dein direktes Feedback darüber, welche Inhalte die LLMs als zitierwürdig einstufen. Schau dir an, welche Gemeinsamkeiten diese Seiten haben: Sind es eher erklärende Ratgeberartikel? Detaillierte Anleitungen? Definitionen? Diese Muster zeigen dir, welches Content-Format LLMs bevorzugen – und das kannst du gezielt für neue Inhalte nutzen! Content-Lücken identifizieren Verschaffe dir einen Überblick darüber, über welche Themen dein AI Traffic kommt, und vergleiche sie mit deinem gesamten Content-Angebot. Gibt es Themenfelder, zu denen du zwar Traffic bekommst, aber nur wenige oder dünne Inhalte hast? Das sind deine Content-Lücken – also Bereiche, in denen LLMs dich bereits als relevante Quelle wahrnehmen, du aber noch nicht das volle Potenzial ausschöpfst. Content gezielt für LLMs optimieren (GEO) Generative Engine Optimization, kurz GEO, ist das Pendant zu klassischer SEO – nur eben für KI-Systeme. Konkret geht es darum, Inhalte so zu strukturieren, dass LLMs sie leicht verarbeiten und zitieren können. Dazu gehören klare, präzise Antworten auf spezifische Fragen, gut strukturierte Abschnitte mit eindeutigen Überschriften sowie eine vertrauenswürdige, quellenbasierte Sprache. Seiten, die bereits AI Traffic bekommen, sind dabei dein bester Ausgangspunkt – sie funktionieren offensichtlich schon, und gezielte Optimierung kann ihre Sichtbarkeit in LLM-Antworten weiter steigern. Fazit: AI Traffic wird ein strategischer Erfolgsfaktor AI Traffic in GA4 zu erkennen ist möglich, aber nur mit den richtigen Methoden. Wer die AI-Sichtbarkeit versteht und sauber trackt, erhält wertvolle Insights über die Relevanz und Zukunftsfähigkeit der eigenen Inhalte. Für Unternehmen bedeutet das eine neue Verantwortung bei Content Erstellung und technischer Optimierung. Wenn du Unterstützung bei Tracking, SEO/GEO oder der AI Content Strategie benötigst, melde dich gerne bei uns. Unser Team hilft dir, KI-Sichtbarkeit messbar zu machen und deine Maßnahmen datenbasiert auszurichten. Jetzt Kontakt aufnehmen! FAQ Was ist der Unterschied zwischen AI Traffic und Bot Traffic? Bot Traffic stammt von klassischen Crawlern, während AI Traffic aus KI-Systemen und echten Nutzern in KI-Oberflächen resultiert. Wird AI Traffic in GA4 automatisch markiert? Nicht vollständig. Einige Systeme werden erkannt, vieles muss allerdings über Segmente oder Referrer herausgefiltert werden. Welche KI-Plattformen sollte ich in GA4 tracken? Die wichtigsten Quellen sind aktuell ChatGPT, Perplexity, Claude, Gemini und Microsoft Copilot. ChatGPT ist dabei in der Regel die größte Quelle, da es automatisch UTM-Parameter setzt und damit am saubersten in GA4 erkennbar ist. Lohnt sich die Auswertung von AI Traffic, wenn das Volumen noch gering ist? Eindeutige Antwort: Ja! Wer jetzt beginnt, AI Traffic zu messen und zu verstehen, baut einen Vorsprung auf, bevor dieser Kanal für die Branche zum Standard wird. Ähnlich wie bei SEO in den frühen 2000er Jahren gilt: Wer früh dabei ist, profitiert langfristig.
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