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Inside internetwarriors
Google Ad Grants: Pro-Bono Projekt „Stiftung House of One“
24.04.2020

Katharina
Pfetsch
Kategorie:
SEA

Eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee unter einem Dach. Nicht nur einfach zum Anschauen, sondern als richtig gelebte Institutionen. Geht sowas? [caption id="attachment_25443" align="aligncenter" width="540"] Abb. 1: So soll das Projekt „House of One“ nach der Fertigstellung aussehen. Es beherbergt eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche.[/caption] Die Stiftung „House of One“ sagt: klar. Einen gemeinsamen Begegnungsraum schaffen für einen Dialog zwischen Religionen, Menschen und Ideen: Das ist das Ziel der Stiftung „House Of One“, die mit dem Bau eines Gebäudes in Berlin ein weltweit einzigartiges Friedensprojekt startet. Zum ersten Mal kommen drei Gemeinden des Christentums, des Islams und des Judentums zusammen, um ein gemeinsames Gebets- und Lehrhaus zu errichten. In den Augen der internetwarriors ein mehr als unterstützenswertes Projekt, denn auch bei uns legen wir hohen Wert auf Diversität und interkulturellen Dialog. Daher unterstützen wir seit 2019 die Stiftung „House of One“ bei ihrem Vorhaben als Pro-Bono Fall und bieten unsere Kompetenz im Online Marketing als Unterstützung. Mithilfe von Google Ad Grants und Schulungen helfen die internetwarriors Stiftungen und anderen gemeinnützigen Projekten Reichweite zu generieren und deren Angebot ausbauen zu können. Was verbirgt sich genau hinter “House of One”? „House of One“ ist eine spendenbasierte Stiftung, die einen langfristigen und konstanten interreligiösen Dialog durch das Errichten eines Gebäudes ermöglichen möchte. Dieses Gebäude beherbergt eine Moschee, eine Kirche und eine Synagoge. Alle drei Gebetshäuser können nur über einen gemeinsamen Vorraum erreicht werden. Hier kann unmittelbar ein Austausch in Form von Gesprächen entstehen; die Religionen kommen sich also nicht nur physisch, sondern auch im Geiste näher. Dabei sollen nicht nur Personen wie Gläubige der drei Religionen erreicht werden, die hier ihren Glauben praktizieren. Jede und jeder ist herzlich dazu eingeladen, sich an diesem Ort auszutauschen, die Gebetsräume zu besuchen, sich zu informieren und in Kontakt miteinander zu treten. Sich ein eigenes Bild zu machen und von der Diversität der Religionen und Kulturen inspirieren zu lassen, tragen doch alle drei Religionen dieselben Werte wie Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Gemeinschaft in sich. Das gegenseitige Helfen ist ein weiteres Kernelement, das verbindet. Abseits von politischen Geschehnissen soll ein neutraler Ort geschaffen werden, der ein unverfängliches und offenes Kennenlernen sowie Begegnen ermöglicht. Außerdem wird Religion sichtbar und erlebbar: Ein Ansprechpartner aller Religionen wird jederzeit anzutreffen sein und für Fragen und Anliegen zur Verfügung stehen. Daher ist das House of One nicht nur für die interkulturelle Kommunikation enorm wichtig, sondern auch erste Anlaufstelle bei Fragen zu religiösen Themen. Das „House of One“ stellt also einen Knotenpunkt zwischen Gläubigen, Interessierten, Medien und Gemeindemitglieder*innen da. Google Ad Grants und Pro-Bono Unterstützung der internetwarriors 2019 starteten die internetwarriors mit der Pro-Bono Unterstützung für das Projekt. Gemeinsam wurde die Option des Google Ad Grants Programmes besprochen. Das Google Ad Grants Programm ermöglicht Vereinen, gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen ein kostenloses Werbekonto bei Google zu eröffnen, bei dem die monatlichen Kosten von Google übernommen werden. Es müssen bestimmte Vorgaben und Richtlinien bei der Erstellung und Nutzung des Kontos eingehalten werden. Zudem müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Mehr zu diesem Thema finden Sie in diesem Blogartikel . Insbesondere bei spendenbasierter Finanzierung der Projekte können Organisationen mit wenig Personal jede Unterstützung bei der Beratung, beim Aufzeigen der Möglichkeiten und bei der Umsetzung der Marketingstrategien gebrauchen. Oft ist gerade für das Marketing wenig bis kein Budget vorhanden und dieses kann aufgrund fehlender Kapazitäten nur spärlich betrieben werden. Internetwarriors greift genau an dieser Stelle ein und unterstützt durch Branchenwissen die Projekte bei ihren Vorhaben. Trotz großzügiger Spenden von Bund und Land sowie Einzelspender*innen ist das Projekt auf die Zuwendung durch zusätzliche Spenden von Privatpersonen angewiesen. Durch Google Ad Grants sollen daher auch weitere Spender*innen weltweit gefunden werden. Momentan spendeten bereits Einzelpersonen aus über 60 Länder für den Bau. Möglich sind Spenden bereits ab 10 Euro, für die ein symbolischer Stein erworben wird. Mehr Informationen zu Spendenmöglichkeiten finden Sie auf der Webseite von „House of One“. Inwieweit können kostenlose Anzeigen von Google Ad Grants das Projekt unterstützen? Primär möchte die Stiftung ihre Reichweite ausbauen, um die Botschaft des Projektes zu verbreiten und größere Aufmerksamkeit zu erlangen. Die kostenlosen Anzeigen von Google Ad Grants bieten hier die perfekte Grundlage, da ein bestimmtes Budget pro Monat frei zur Verfügung steht. Das Interesse von Nutzer*innen kann geweckt werden und die Stiftung über das Projekt und die Absichten dahinter aufklären. [caption id="attachment_25445" align="aligncenter" width="540"] Abb.2: Mögliche Ziele von Google Ad Grants Kampagnen, die durch kostenlose Anzeigen erreicht werden können.[/caption] Doch natürlich ist die Stiftung auch auf Spenden zur Finanzierung des Baus angewiesen, wofür die kostenlosen Anzeigen mithilfe von Google Ad Grants ebenfalls genutzt werden. Das Angebot von Google wird gut angenommen und ist laut Kerstin Krupp, Pressesprecherin der Stiftung, eine „tolle Sache“. Pro-Bono Betreuung: Zusammenarbeit mit den internetwarriors Die Pro-Bono Betreuung mit der jahrelangen Expertise der internetwarriors empfand Kerstin Krupp als sehr angenehm. Durch das persönliche Anliegen am Erfolg des Projektes beschloss internetwarriors das Projekt Pro-Bono zu übernehmen und neben dem Erstellen des Kontos auch eine kostenfreie Schulung für die Stiftung anzubieten, damit diese auch langfristig von den Vorteilen des Programmes mit den kostenlosen Anzeigen profitieren kann. Natürlich sind wie bei herkömmlichen Google Ads Konten auch bei der Nutzung von Google Ad Grants einige Dinge zu beachten und Entwicklungen einzuschätzen sowie auszuwerten. Dieses Wissen mitzuteilen ist eines der Ziele der Schulungen. Auch von unserer Seite aus hat die Zusammenarbeit sehr viel Spaß bereitet. Die gemeinsame Arbeit an Projekten wie diesem, das die Integration von Kulturen und den Austausch von Religionen sowie deren Anhänger*innen fördert, sehen wir als wichtigen Bestandteil an der Gemeinschaft und bieten unsere Dienste daher gerne Pro-Bono an. Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung des Projektes und auf eine zukünftige Zusammenarbeit. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Frau Krupp von der Stiftung für das kurze Interview und die lieben Worte bedanken. Wir wünschen dem Projekt alles Gute für die Zukunft. Was wir für Sie tun können Wollen Sie mehr über das Projekt erfahren oder sind Sie selbst auf der Suche nach einer Betreuung oder Beratung für Ihr Projekt? Gerne können Sie uns hier kontaktieren und wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten der Betreuung für Stiftungen und gemeinnützige Projekte auf. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
Das Prinzip der Vertikalisierung im Online Marketing: Wenn der Hersteller auf den Kunden trifft
31.05.2019

Katharina
Pfetsch
Kategorie:
Growth Marketing

Inhaltsverzeichnis Vertikalisierung der Hersteller – wieso? Der Handel boomt, die Nachfrage und Kauflust der Konsumenten wachsen stetig, der Zugang und die Nachfrage zu Produkten ist größer als je zuvor. Da machen Hersteller sicherlich höchste Gewinne und Umsätze und haben rosige Zeiten, sollte man meinen. Dass man jedoch mit konventionellen Betriebsführungsstilen und klassischer Arbeitsschrittteilung jedoch schnell vom Markt gedrängt werden kann, mussten einige Unternehmen in den letzten Jahren leider schmerzlich erfahren. Denn es ist überaus wichtig, nicht nur als reiner Hersteller aufzutreten, sondern auch seine Kunden persönlich kennenzulernen. Weshalb das so ist und welche Ursachen dazu geführt haben, zeigen wir im Folgenden auf. Doch keine Sorge, wir haben auch Lösungen für Sie parat. Was ist Vertikalisierung überhaupt? Vertikalisierung per se beschreibt die Integration vor- und nachgelagerter Stufen des Wertschöpfungsprozesses. Dies bedeutet, dass sich die zuvor klar getrennten Rollen und Zuständigkeiten von Hersteller und Händlern immer mehr überschneiden und Grenzen fließender werden. Die reine Aufteilung zwischen Hersteller und Weitergabe der Produkte an Vertriebspartner ist längst nicht mehr zeitgemäß, wobei die Digitalisierung eine Ursache unter vielen darstellt. Nicht nur wird die Außenpräsenz eines Herstellers zunehmend wichtiger, sondern auch die Kundenbindung sollte durch offene Strukturen gestärkt werden. Im (Online) Marketing wird dies vertikales Marketing genannt. Bei der Vertikalisierung werden Hersteller zu sogenannten vertikalisierenden Herstellern – das heißt, die Produkte werden nicht nur von einem Unternehmen hergestellt, sondern es ist auch dafür verantwortlich, zusätzlich das Interesse potentieller Kunden zu wecken, Kundenbindungen aufzubauen und zu stärken. Zudem kommt eine beratende Funktion vor und nach dem Kauf dazu bis hin zum möglichen Direktvertrieb – der Hersteller nimmt also einen maßgeblichen Part in der Wertschöpfungskette ein, je nachdem wie die Machtverhältnisse zwischen den Akteuren ausgeprägt sind. Diese Vertikalisierung der Prozesse kann dabei in beide Richtungen laufen, also nicht nur vom Hersteller aus Richtung Vertrieb, sondern auch von Händlern hin zu Herstellern. Aus dieser Situation heraus sollten sich Unternehmen mit der Thematik der Vertikalisierung beschäftigen. Die Rolle der Customer Life Journey und des Herstellers Wieso sich die Integration von Prozessen in der Wertschöpfungskette in das eigene Unternehmen nachhaltig lohnt, hat etwas mit der Customer Life Journey zu tun. Diese beschreibt, wie ein potentieller Kunde auf die Marke aufmerksam (gemacht) wird, sich bei diesem ein Interesse für ein Produkt als auch eine Kaufbereitschaft entwickelt und der Kunde anschließend über ein Produkt sich informiert. Diesem Prozess folgt der Kauf und der Kunde wird im Nachgang betreut, sodass er oder sie bestmöglich erneut als Bestandskunde auftritt. Deckt ein Unternehmen möglichst viele Schritte bei dieser Reise ab, so steigt der Customer Life Value: Die Wahrscheinlichkeit für eine Rückkehr des Kunden durch die aufgebaute Kundenbindung und eines erneuten Kaufes steigen. [caption id="attachment_24507" align="aligncenter" width="906"] Abb. 1: Customer Life Journey und Customer Life Value im AIDA-Modell.[/caption] Doch bereits beim Erstkauf ist der vorgelagerte Schritt der Kundenbindung enorm relevant: Je besser die Branding Strategie eines Unternehmens im Vorfeld ist und ein Markenaufbau stattfindet, desto eher entwickelt sich der potentielle Kunde in einen Käufer und entscheidet sich gegen ein Konkurrenzprodukt. Wer kennt es nicht: Man sucht nach einem bestimmten Produkt und steht eventuell schon im Laden. Ein letzter Griff zum Mobiltelefon, um sich zu vergewissern und zusätzliche Informationen einzuholen. Eine gute Branding Strategie und optimierte Online Präsenz können nun ausschlaggebend sein für den Kauf des Kunden. Wer hier bereits gut investiert hat als Hersteller, kann den Kauf für sich entscheiden. Dabei muss nicht zwingend der Direktvertrieb als Kanal gewählt worden sein, sondern auch beim Verkauf über Vertriebspartner gilt das gleiche Prinzip. Branding Strategie – Wieso und Wie Doch wie kann ein Hersteller einen Markenaufbau vorantreiben? Die richtige Branding Strategie ist entscheidend. Vertikalisierende Hersteller bieten Produktservices auf den eigenen Seiten an, die einen engen und einfachen Kundenkontakt ermöglichen, stellen hochwertiges Informationsmaterial zur Verfügung sowie Produktpräsentationen mit hoch qualitativen Fotos und Videos, Zoom-Funktionen und attraktiven Produktbeschreibungen. All diese Services bieten dem potentiellen Kunden ein positives Marken- und Einkaufserlebnis, auch bereits vorab des Kaufes. Die emotionale Bindung und der Aufbau von Vertrauen zwischen Hersteller und Kunde trägt maßgeblich zur Identifizierung und Markenbildung bei. Abb. 2.: Der Gitarrenhersteller Fender (FMIC) zeigt Informationen und Bildmaterial mit Zoom-Funktion auf der Webseite und bietet Informationsmöglichkeiten zu Lieferzeiten. Ein zweiter wichtiger Punkt und Nutzen, der durch ein gutes Branding und den daraus entstehenden Kundenkontakt entsteht, ist das direkte Kundenfeedback, welches generiert werden kann. Hersteller haben endlich die Möglichkeit, direkt ihren Kunden persönlich kennenzulernen, die Bedürfnisse besser zu verstehen und diese wertvollen Informationen nicht nur für Produktverbesserungen, sondern auch für zusätzliche Serviceleistungen zu nutzen. Dadurch kann das komplette Kauferlebnis nachhaltig verbessert und die Bindung zwischen Hersteller und Kunde gestärkt werden. Durch gezieltes Marketing wird dieser Prozess zusätzlich unterstützt. Der Effekt des Zugehens auf den Kunden zeigt sich außerdem in der Produktentwicklung: Hersteller können durch den engen Kundenkontakt auf Wünsche der Kunden unmittelbar eingehen. Spezifische und personalisierte Produkte sind meist das Ergebnis dessen, welche wiederum zu einer noch besseren Reputation Ihres Unternehmens führen. Abb. 3.: Beispiel für die Personalisierung eines Produktes für Kunden der Schnullermarke „NUK“. Durch die individuelle Gestaltung wird die Kundenbindung gestärkt und Kundennähe aufgebaut. Wenn Partner zu Konkurrenten werden Ob und inwieweit eine Vertikalisierung vorangetrieben werden kann, hängt sehr von der Branche und vom Händlernetzwerk ab, in welchem Sie Ihre Produkte vertreiben. Wie bereits erwähnt, kommt es hier zu Verschiebungen der Machtverhältnisse nicht nur zwischen den Händlern untereinander, sondern auch unter Herstellern und Händlern. Wo einst der Vertrieb über Großhändler von Statten ging, wird heute oftmals in E-Commerce Shops nicht nur direkt mit anderen Marken auf der Seite, sondern im ganzen Netz konkurriert. Dieser potentielle Umsatzverlust für die Hersteller lockt die Unternehmen in den Direktvertrieb zu starten, um dem enormen Wettbewerbsdruck Stand halten zu können. Doch Vorsicht, ein zu schnelles Handeln könnte fatal sein. Man sollte hier nicht vergessen, dass die Händler zu diesem Zeitpunkt durch langjährige Kundenbeziehungen, Kundenkontakt und Verkaufserfahrung die Bedürfnisse der Käufer sehr gut kennen – die Hersteller stehen hier meist anfangs in einer schlechteren Position. Daher ist es dringend zu raten, Schritte der Vertikalisierung mit den Vertriebspartnern, gerade bei der Überlegung eines eigenen Shops, offen darzulegen und zu besprechen, damit das Händlernetzwerk nicht hintergangen wird und wegbricht. Zudem ist durch die unterschiedlichen Budgets der einzelnen Händler eine alleinige Übernahme des Direktvertriebes durch den Hersteller meist nicht zu empfehlen. Der Aufbau des Direktvertriebes und damit die Positionierung als Konkurrent bei den Vertriebspartnern sollte daher gut geplant sein und erst erfolgen, wenn genügend Endkunden-Kontakt und Markenaufbau vorhanden ist. Viele Hersteller wollen bei der Vertikalisierung nicht als solches in den Direktvertrieb gehen, sondern bieten in Online Shops daher z. B. eigens hergestellte, spezielle Produktlinien oder Marken an, die exklusiv erworben werden können. Abb. 4: Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli AG bietet in seinem Online Shop limitierte Editionen online an und wird so zum Verkäufer im Direktvertrieb.[/caption] Neben dem Verkauf von ausgewählten Bestsellern oder limitierten Editionen ist eine weitere Möglichkeit das Präsentieren der Produkte mit der Option der Händlersuche. Hier unterstützt der Hersteller den Händler bei der Kundengewinnung. Das Resultat: Das Hauptaugenmerk liegt hier also nicht im Aufbau eines E-Commerce Shops, sondern im Markenaufbau und in der Entstehung einer engen Kundenbeziehung. Vorteile bringt dies nicht nur den Herstellern, sondern auch dem einzelnen Händler. Abb. 5: Der Kalenderhersteller „paperblanks“ bietet auf seiner Internetseite nicht nur die Möglichkeit, einzelne Produkte online zu erwerben, sondern auch die Händlersuche für weitere Produkte. Auch der Technikhersteller „Fujitsu Limited“ bietet auf seiner Webseite die Möglichkeit, sich genauer über Produkte zu informieren und stellt hierfür einen Kundenkontakt zur Verfügung. Als Hersteller kennt Fujitsu seine Produkte am besten; der Vertrieb geschieht hier dennoch weiterhin extern durch Partner. Auf der Webseite hat jedoch der Kunde die Möglichkeit, sich genau und zielführend beraten zu lassen. Abb. 6: Fujistu führt mit Produktbeschreibungen und Story Telling interessierte Kunden an das Produkt heran und zeigt damit, dass das Unternehmen die Bedürfnisse der Kunden versteht. Durch Produktvideos wird das Story Telling auf der Produktseite dann nochmals vertieft. Außerdem hat der Kunde alle nötigen Informationen gebündelt auf einen Blick wie z.B. Produktauszeichnungen, die Partnersuche, die Nummer des Kundenservices und technische Details. Beim darauffolgenden Besuch des Händlers wird die Kaufentscheidung voraussichtlich von einer Kaufintention des Käufers für die Marke Fujistu Limited geprägt sein. Abb. 7: Bestandteile der Webseite, welche auf den Kunden ausgerichtet sind. Währenddessen darf nicht vergessen werden, dass sich die Machtverhältnisse zweiseitig zwischen Hersteller und Händler verschieben. Die Vertikalisierung geht hierbei nicht nur von der Herstellerseite aus, sondern kann auch vom Händler erfolgen. Hieraus ergeben sich zwei Szenarios: 1. Hersteller als Händler Wie eben vorgestellt nehmen Hersteller mehr und mehr die Funktionen des Händlers ein und vertreiben unter Umständen einzelne Produktlinien beispielsweise im Direktvertrieb. 2. Händler als Hersteller Doch auch die Händler nutzen ihr gesammeltes Wissen über verkaufte Produkte und der Kundenprofile. Niemand kennt seine Kunden besser als der Händler: Durch jahrelangen Kundenservice und Aufbauen von Vertrauen in die Dienstleistungen verfügen Händler und ihre Netzwerke über einmalige Informationen. Sie kennen die Vorlieben und das Verhalten der Kunden und nutzen dieses Wissen nun zunehmend für sich: Sie bauen eigene Marken und Branding Strategien auf und es entstehen neue Produkte. Diese stehen dann in direkter Konkurrenz zu den etablierten Marken. Abb. 8: Eine kleine Auswahl der etablierten Eigenmarken des Drogeriehändlers dm – drogerie markt GmbH & Co. KG, welche der Konzern über die Jahre aufgebaut hat. Die angepassten Produktartikel und Marken sorgen bei manch etablierten Herstellerunternehmen für Aufruhr, da sie sich unter Umständen übergangen fühlen, frei nach dem Motto: „Wir entwickeln Produkte und ihr nutzt eure Reichweite, um günstigere, aber ähnliche Produkte auf den Markt zu bringen.“ Allerdings ist dies selten der Fall, da die Eigenmarken eigene Produktentwicklungen betreiben und unterstützen. Letztendlich liegt es sowohl an Herstellern als auch Händlern, neue Branding und Marketing Strategien zu entwickeln, zu nutzen und in Symbiose anstatt gegeneinander zu arbeiten. Was das mit Online Marketing speziell zu tun hat Wie bereits erwähnt informieren sich Nutzer zunehmend vorab vor Kauf oder direkt im Laden per Smartphone auf Seiten der Hersteller über die Produkte und suchen nach Bewertungen und Empfehlungen. Gleichzeitig werden gerade im Omni-Channel-Ansatz im Marketing auch in der Online Präsenz Ladenbesuche immer wichtiger, um Kunden in ihrer Kaufentscheidung zu stärken und an sich zu binden. Ein gutes Konzept und eine gute Strategie im Online Marketing, die all diese Faktoren berücksichtigen, helfen Unternehmen, mit umfassenden Informationen und Optionen wie guten Services und sicherem Auftreten direkt auf Kunden zuzugehen und von sich zu überzeugen. Das Einführen von Online Shops bzw. einer B2C Webseite hilft, langfristig seinen Platz in Mitte der Konkurrenz zu sichern. Durch das Pflegen der Kundenbeziehungen auf der eigenen Webseite können die Kunden mithilfe von Webanalyse untersucht werden, die wichtige Einblicke für die Produktentwicklung und Potentiale liefert. Entscheidet man sich für Online Werbung mit z.B. Google Ads, gibt es einige Punkte zu beachten. Wie entwickeln sich die KeyWord Preise für bestimmte generische Produkte? Kann ich hier mit meinem Budget mithalten? Als kleineres Unternehmen empfiehlt es sich, mit spezifischen Produkten wie Top Seller zu beginnen und auf Longtail Keywords zurückzugreifen, um das vorhandene Budget bestmöglich zu investieren und gute Positionen zu sichern. Mit Online Marketing wird bewusst in die Customer Life Journey der Nutzer eingegriffen. Dies muss langfristig durchdacht, umgesetzt und entwickelt werden, um die Loyalität der Kunden zu sichern. Eine gute Marketing Strategie der Vertikalisierung bringt das Unternehmen voran, während eine schlechte Strategie das Gegenteil bewirken kann. Ein wichtiger Faktor bei der Vertikalisierung ist nicht zuletzt die Erweiterung der Reichweite. Der Kundenstamm kann durch perfekt abgestimmte Branding Strategien im Online Marketing ausgebaut werden. Durch die zunehmende Digitalisierung des Marktes wird insbesondere das Online Marketing ein wichtiger Bestandteil, denn: Der Online Handel wächst um ca. 10% jährlich. Nutzen Sie diese Entwicklung für sich! Branding Strategie oder Performance Schwerpunkt: Wie kann ich am Prozess teilhaben? Je nach Ausgangslage ergeben sich unterschiedliche Strategien. Stehen Sie noch am Anfang Ihrer Online Präsenz und möchten Ihre Reichweite erhöhen? Oder besitzen Sie bereits einen Online Shop? 1. Reine Produkthersteller Für Produkthersteller, die bisher noch keine eigene Online Präsenz besitzen, ist der Aufbau einer benutzerfreundlichen Webseite zu empfehlen. Zusammen mit der richtigen Branding Strategie im Online Marketing kann Ihre Marke weiter aufgebaut werden und Reichweite ausgebaut werden. Im Zuge dessen kann ein Online-Direktvertrieb aufgebaut werden. 2. Hersteller mit Direktvertrieb mit Suche nach Markterschließung Hersteller mit eigenem Direktvertrieb sind ebenfalls auf der Suche nach neuen Märkten. Wie können Sie weitere Kunden mit Ihrem Direktvertrieb ansprechen und Neukunden gewinnen? Wie können Sie Ihr Angebot weiteren potentiellen Kunden nahebringen und Ihr Unternehmen voranbringen? Durch Händlernetzwerke, aber auch gezieltes Einsetzen der richtigen Marketing Strategie und Werbemöglichkeiten gelingt Ihnen die Markterschließung neuer Zielgruppen. 3. Hersteller mit Kundenkontakt und Vertrieb: Prozessoptimierung und Ausbau des Online Handels Falls Ihr Unternehmen Kunden bereits nicht nur als Marke und Hersteller, sondern auch im Direktvertrieb und Händler bekannt sind, helfen die richtigen Marketing Strategien, Prozesse zu optimieren und den Online Handel weiter auszubauen. Viele Faktoren müssen berücksichtigt werden und mit dem Einsatz neuester Techniken und Werbemöglichkeiten ergeben sich laufend neue Möglichkeiten, die eigene Position zu stärken und den Nutzern ein einmaliges Erlebnis anzubieten. Neue Strategien helfen nicht nur bei der Umsatzsteigerung, sondern zeigen auch neue Potentiale auf. Andere Branchen, andere Sitten Bei der Vertikalisierung von Märkten hängt vieles von der Branche ab, in der man sich befindet. Während einige Branchen schon etablierter sind im Online Geschäft, ziehen andere Branchen erst Schritt für Schritt allmählich nach. Sind Fashion und Elektro Brands mit knapp 50% Marktanteil im Online Handel bereits fest etabliert im Online Geschäft, zieht die Gesundheitsbranche mit einem Anteil von 6,2% erst langsam nach. Bei jedem Markteintritt müssen natürlich auch immer rechtliche Grundlagen und Hürden geprüft werden, die bei manchen Branchen erst überwunden werden müssen. Das Potential ist jedoch in allen Branchen vorhanden und der Markt nicht gesättigt. Abb. 9: Apple Inc. bietet spezielle Bildungsrabatte auf der Webseite an und nutzt dieses als USP für den eigenen Online Shop.[/caption] Gerade in umsatzstarken Branchen ist der Direktvertrieb der großen Unternehmen von Händlern meist toleriert. Ein gutes Beispiel ist der Technikkonzern und -gigant Apple Inc., der sich im eigenen Shop zum Teil mit speziellen Rabatten wie Bildungsrabatte besonders gut positionieren kann. Während einige Händler bei einer Vertikalisierung von weniger bekannten Marken (einzelne) Produkte unter Umständen bei schlechter Kommunikation zwischen Hersteller und Händler aus dem Vertrieb nehmen, wird bei prominenten Unternehmen der Direktvertrieb toleriert. Daher sind eine gute Bindung und offene Kommunikation zwischen Hersteller und Händler enorm wichtig. Abb. 10: Der Technikhersteller Apple Inc. bietet auf seiner Webseite Produkte direkt zum Kauf an. Apple geht auf den Kunden direkt ein und versteht die Bedürfnisse: Durch einen besonders benutzerfreundlichen und kurzen Funnel wird der Kauf erleichtert. Es gibt viele Möglichkeiten, durch Vertikalisierung sein Unternehmen neu zu positionieren und auszubauen. Neue Strategien, aktuelle Techniken und Angebote im Online Marketing helfen enorm, diese Ziele zu erreichen. Nutzen auch Sie Vertikalisierung für sich! Internetwarriors GmbH – Ihr Partner mit Fachkompetenz und branchenspezifischen Lösungen Die internetwarriors GmbH hat sich auf individuelle Customer Solutions für den Online Handel spezialisiert. Ganz egal, ob Sie sich gerade im Markenaufbau befinden, neue Märkte erschließen oder Ihren Umsatz mit Online Marketing steigern möchten – wir bieten eine auf Sie persönlich zugeschnittene Lösung an. Unsere jahrelange Branchenerfahrung hilft uns dabei, die passende Strategie für Sie und Ihr digitales Geschäftsmodell zu finden. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage .
E-Commerce Berlin Expo 2019: Nicht ohne die internetwarriors!
22.02.2019

Katharina
Pfetsch
Kategorie:
Inside internetwarriors

Abb. 1: Die internetwarriors GmbH auf der E-Commerce Berlin Expo 2019. Wird die E-Commerce Messe Expo in Berlin etwa bald die neue dmexco (zumindest innerhalb Berlins 😉)? Betrachtet man die Entwicklung der Ausstellerzahlen und Besucher, ist die E-Commerce Expo Berlin tatsächlich auf dem besten Weg dorthin. JETZT KONTAKT AUFNEHMEN Kaum ein Sektor ist progressiver als der E-Commerce, dessen B2C Umsatz alljährlich um ca. 10 Prozent steigt. Mit erwarteten Umsätzen im Jahr 2019 von bis zu 58,5 Milliarden Euro ist der Online Handel ein boomendes Geschäft. Kein Wunder, werden doch immer mehr Unternehmen, Start-Ups und Anbieter im E-Commerce (neu) entwickelt, gegründet und etabliert, die sich auf den Online Handel stützen. Um im Austausch zu bleiben und neue Strategien zu entwickeln, trafen sich zahlreiche Fachleute auch dieses Jahr auf der E-Commerce Messe „Expo Berlin“. Da dürfen wir, die internetwarriors GmbH, als erfolgreiche Online Marketing Agentur natürlich nicht fehlen. Über 150 Aussteller: Die Nachfrage wächst. Die Expo Berlin bot in diesem Jahr deutlich mehr Ausstellern und Besuchern Platz und Möglichkeiten, auf dem neuesten Stand im Online Marketing zu bleiben und sich über Entwicklungen und Trends auszutauschen. Über 150 Aussteller und mehr als 5.000 Besucher waren auf der Messe, um den Online Handel noch stärker auszubauen. In diesem Jahr war die Messe außerdem auf zwei Hallen ausgeweitet worden. Vier Bühnen boten genügend Platz für viele interessante Vorträge, die u.a. von etablierten Speakern der Unternehmen zalando, Google Inc., idealo Internet GmbH und Facebook Inc. gehalten wurden. So sprachen z.B. „Aircall“ Gründer Jonathan Anguelov und „CrossEngage“ Gründer Markus Wuebben in ihren Vorträgen über aktuelle Omnichannel Strategien , während der Digital Marketing Manager der Swatch Group SA Nuno Batista erfolgreiche Praktiken mithilfe Künstlicher Intelligenz im Online Handel darlegte. COO der HolidayPirates GmbH Christoph von Bülow referierte dagegen über Brandbuilding im Social Media Marketing . Die großzügige Networking Zone zwischen den einzelnen Messeständen konnte nach Vorträgen für individuelle Gespräche genutzt werden. Als Abwechslung gab es zwischen den Hallen ein DJ Pult mit hipper Musik und Kaffee für die Gespräche zwischendurch. [caption id="attachment_23431" align="aligncenter" width="1024"] Abb. 2: Unser aufgebauter Stand B3.2. der internetwarriors mit Luftballons auf der E-Commerce Expo Berlin.[/caption] Unser Stand B3.2. befand sich in Halle 1 der Station Berlin und zog viele Interessenten an. Auch wir durften uns über zahlreiche neue, aber auch etablierte E-Commerce Händler freuen, die Nachfrage an unseren Dienstleistungen und jahrelangen Erfahrung hatten. Online Marketing auf der Messe: Nachfrage und Angebot Den Großteil der Aussteller machten nicht nur Online-Händler, sondern auch Software Anbieter für Bezahlsysteme, Logistik oder Analysen aus. Dazwischen verbargen sich Aussteller aus dem Kommunikations- und Kundenservicesektor, aber auch E-Shop Plattformen. Die Mischung aus allen relevanten Themen des E-Commerce machte die Expo erneut zu einer der wichtigsten Treffpunkte für Angehörige des Online Handels, die auf der Suche nach neuen Lösungen und Angeboten waren. Als Spezialist im E-Commerce und hochqualifizierter Google Premier Partner konnte die internetwarriors GmbH bereits in kurzen Gesprächen Fragen der Interessenten klären und sie über grundlegende Möglichkeiten im Online Marketing aufklären. Denn: Was bringt eine gut ausgebaute Infrastruktur, eine kundenfreundliche Plattform und ein optimiertes Bezahlsysteme, wenn der Traffic fehlt? An dieser Stelle treten wir als Ihr kompetenter Partner mit jahrelanger Erfahrung auf und begleiten Sie beim Prozess der Markteinführung sowie bei der Entwicklung neuer Strategien, um Ihre Marktposition weiter auszubauen und zu stärken. Egal ob etablierter Marktführer oder ob Sie noch ganz am Anfang stehen: Neue Strategien im Online Marketing führen stets zu optimierten Ergebnissen und Vorteilen. Wir helfen Ihnen dabei, Ihre geschäftlichen Ziele zu erreichen – und das individuell auf Sie und die Bedürfnisse Ihrer Firma abgestimmt. Abb. 3: Ein Teil unseres Teams auf der E-Commerce Expo beriet am Stand Interessenten aus der ganzen E-Commerce Branche.[/caption] Wir als kompetentes Team und Google Premium Partner Award Finalist kennen uns bestens aus in Sachen Online Marketing Strategien. Individuelle und persönliche Beratung liegt uns am Herzen, weshalb uns das Kennenlernen auf der Messe besonders wichtig ist. Hier haben wir die Möglichkeit, bei einem persönlichen Gespräch die Optionen aufzuzeigen und die Möglichkeiten durchzugehen. Dabei gehen wir auf jeden Kunden spezifisch ein und finden die beste Lösung für Sie. Gerne sprechen wir mit Ihnen auch telefonisch über Ihre Ziele und Strategien. Was wir für Sie tun können als E-Commerce Spezialist Sie stehen mir Ihrer Marke und Ihrem Geschäft noch ganz am Anfang und benötigen Hilfe beim Aufbau Ihrer Marke? Besitzen Sie bereits ein E-Commerce Unternehmen, sind aber noch auf der Suche nach der richtigen Strategie und passenden Beratung? Kein Problem! Wir stehen nicht nur beim Geschäftsaufbau, sondern auch bei Online Marketing Strategien mit unserer jahrelangen Erfahrung beratend zur Seite. Gemeinsam stellen wir sicher, dass Ihr E-Commerce richtig aufgesetzt und im Internet gut erreichbar für Ihre Zielgruppe ist. Sichern Sie sich mit uns gemeinsam wichtige Marktanteile und tragen Sie zum Wachstum des Online Handels bei. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage .
Responsive Search Ads: Textanzeigen durch KI weiterentwickelt
27.09.2018

Katharina
Pfetsch
Kategorie:
SEA

Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen, im Englischen „Responsive Search Ads “ und deshalb oft als Abkürzung „RSA“ zu finden, sind die neueste Innovation von Google für Suchanzeigen . Bei den Responsive Search Ads handelt es sich um einen Anzeigentyp, der durch automatische Optimierung unter Einbeziehung von Künstlicher Intelligenz (KI) von Google optimiert wird und dem Nutzer angepasste und relevante Ergebnisse liefern soll. Diese neue Art von Anzeigen haben das Ziel, sowohl die Performance Leistung des Werbetreibenden als auch gleichzeitig die Nutzererfahrung nachhaltig zu steigern. Im Mai 2018 stellte Google Inc. erstmals seine neueste Form der Textanzeigen vor. Zurzeit befinden sie sich noch in der BETA Version auf der Google Ads Plattform, jedoch sollten RSA spätestens ab Ende des Jahres von allen Google Ads Nutzern genutzt werden können. Vorerst ist diese neue Anzeigenform folglich nur ausgewählten Werbetreibenden zugänglich. Darüber hinaus sind Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen auch in der neuesten Version des Google Ads Editor verfügbar. Was sind Responsive Search Ads? Schon im Aufbau lassen sich die Unterschiede von Responsive Search Ads zu bisherigen Erweiterten Textanzeigen (ETA) erkennen. Statt festen Textanzeigen setzen sich RSA aus einzelnen Textbausteinen zusammen. Diese werden dann bei einer erfolgreichen Auslieferung von Google nach Algorithmen zusammengefügt und eine individuelle Suchanzeige erstellt. Abb. 1: Beispiel für eine klassische Erweiterte Textanzeige. Abb. 2: Beispiel für den Aufbau einer Responsiv Search Ad Wie bisher auch bestehen Responsive Search Ads aus Anzeigentitel und Beschreibungen. Der Unterschied liegt jedoch in der Anzahl und Länge. Demnach gibt es statt zwei jetzt bis zu 15 Anzeigentitel mit je 30 Zeichen. Dazu kommen bis zu vier Beschreibungen (bisher nur zwei!), welche sogar bis zu 90 Zeichen anstatt 80 Zeichen zulassen. Diese Neuerung gibt Werbetreibenden mehr Freiraum in der Gestaltung ihrer Anzeigen. Eine weitere Innovation stellt das freie Kombinieren der einzelnen Textbausteine zueinander dar. Bei RSA werden von Google Ads jedes Mal erneut die Anzeigentitel neu kombiniert und mit einer neuen Version von zusammengebundenen Beschreibungen zusammen ausgespielt. Bei Erweiterten Textanzeigen sind diese stets fest miteinander verbunden und werden als fixierte, vom Werbetreibenden vorgefertigte Anzeige ausgespielt. Dieses neue Konzept zieht also eine Umstrukturierung von bisherigen Werbetexten nach sich und sollte unbedingt vom Ersteller berücksichtigt werden. Wieso eine Einbindung von Künstlicher Intelligenz bei Anzeigenformaten so wichtig ist Das enorme Potential, das Künstliche Intelligenz nicht nur im Marketing mit sich bringt, ist für Google Ads unverzichtbar geworden. Durch maschinelles Lernen werden Anzeigen nicht nur personalisierter und relevanter für den Nutzer, sondern überzeugen auch durch eine höhere Qualität und optimale Nutzererfahrung. Maschinelles Lernen hilft nach einer kurzen Lernphase, Anzeigen bestmöglich zu optimieren und dem Nutzer individuell zugeschnittene Anzeigen, die in seinem Interesse stehen, anzubieten. Hierdurch kann noch besser auf unterschiedliche Zielgruppen eingegangen werden und diese optimal und individuell angesprochen werden. Mithilfe Künstlicher Intelligenz kann Kreativität mit Effizienz vereint werden und dem Nutzer ein besseres Werbeerlebnis geboten werden. Durch diesen Effekt werden bis zu 15% mehr Klicks generiert, was sich letztendlich unmittelbar auf den Werbetreibenden auswirkt. Künstliche Intelligenz bringt also nicht nur dem Nutzer in Form von Individualisierung Vorteile. Werbende profitieren ebenso in Form von finanziellen Vorzügen (z.B. bessere Budgetplanung, geringere CPCs), wobei jedoch klar die Verbesserung einer nahen Kundenbindung besticht. Wie funktionieren Responsive Search Ads? Bei Responsive Search Ads werden die vorher erstellten Anzeigentitel und Beschreibungen automatisch von Google kombiniert. Auf diesem Wege können auf den Nutzer zugeschnittene Varianten angeboten und die beste Modifikation ausgespielt werden. Daher gilt das Verfahren als sehr nutzerfreundlich. Bei der Erstellung werden bis zu drei der 15 vorgefertigten Anzeigentitel ausgewählt und anschließend zwei der vier Beschreibungen hintereinander angezeigt. Durch dieses Verfahren wird die Zahl der über 43.000 Kombinationsmöglichkeiten enorm gesteigert und es erfolgt eine erhöhte Ausspielungswahrscheinlichkeit. Abb. 3: Aufteilung der Anzeigentitel und Beschreibungen bei der neuen Anzeigenform der Responsiven Search Ads Gut zu wissen: Was bei einer Verwendung von Responsive Search Ads berücksichtigt werden muss Bisher sind RSA leider noch nicht von allen Werbetreibende nutzbar, sondern befinden sich noch in der BETA Phase. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass diese bis zum Ende des Jahres für jeden Werbetreibenden zugänglich gemacht werden. Das heißt jedoch auch, dass Nutzer der BETA Version die Performance stets gründlich überprüfen sollten, da noch Daten zur Performance Verbesserung gesammelt werden müssen. Die Grundidee der RSA besteht darin, dem Nutzer durch Künstliche Intelligenz angepasste Anzeigen aufgrund seines bisherigen Nutzerverhaltens anzubieten, um dessen Nutzererfahrung nachhaltig zu steigern. Demnach werden aber auch zum Zwecke einer besseren Sichtbarkeit auf mobilen Endgeräten oder frequentierten Suchergebnisseiten (kurz: SERP) nicht der ganzen Anzeigenumfang ausgeliefert. Abb.4 : Beispiel einer RSA in der mobilen Vorschau Auch wenn nicht unter allen Umständen alle Anzeigentitel und Beschreibungen ausgeliefert werden, so sollten doch wichtige Teile einer Anzeige wie ein Call-To-Action in allen Auslieferungsoptionen vorhanden sein, um eine hohe Qualität der Anzeigen zu gewährleisten. Um dies zu bewerkstelligen, ist es möglich, Anzeigentitel und Beschreibungen fest zu fixieren. Dazu kann sowohl auf der Google Ads Oberfläche als auch im Google Ads Editor die Reihenfolge der Anzeigentitel und Beschreibungen festgelegt werden. Diese werden infolgedessen stets an dieser Position ausgespielt und ermöglich eine kleine Form der Kontrolle seitens des Werbetreibenden. Abb. 5: Ansicht der Erstellung von Responsiven Search Ads im Google Ads Editor mit der Option der Fixierung Diese Fixierung verhindert jedoch auch neue wichtige Erkenntnisse der Auslieferung. Durch das Ausspielen von Google können z.B. beliebte und interessante Textbausteine herausgefiltert werden, welche den Nutzer besonders ansprechen, um diese dann anschließend auch in ETAs zu inkludieren. Die Fixierung von einem Anzeigentitel kann außerdem zu einer Reduzierung um 75%, bei einer Fixierung von zwei Titeln sogar um eine Reduzierung um 99 % der Austestmöglichkeiten führen und so das maschinelle Erlenen durch KI erheblich einengen, worauf letzten Endes RSA basieren. Bei zu vielen Fixierungen muss also von Verlusten an Daten, welche zur Performance Verbesserung beitragen können, ausgegangen werden. Am Ende sollte die Empfehlung von Google berücksichtigt werden, Responsive Search Ads parallel zu Erweiterten Textanzeigen (ETAs) zu betreiben und sie eher als Zusatz zu verstehen. Dabei sollten pro Anzeigengruppe eine RSA und mindestens eine, bestenfalls drei ETAs eingesetzt werden. Überprüfen der RSA: Der Google „Ad Strength“ - Indikator Seit Anfang September führt Google Ads nach und nach den „Ad Strength“-Indikator ein, um Responsive Suchnetzwerk-Anzeige auszuwerten und erwartete Ergebnisse besser einschätzen zu können. Dies erfolgt durch eine Auswertung durch die Faktoren Relevanz, Quantität der Ausspielungen und Vielfalt der Textbausteine. Dabei wird im Gegensatz zum Qualitätsfaktor nicht auf eine numerische Bewertung von 1 bis 10, sondern auf eine Auswertung auf einer Skala von „poor“ bis „excellent“ zurückgegriffen. Zudem sollen Vorschauen der RSA-Anzeigen bald in der Google Ads Oberfläche möglich sein, um besser die Sicht des Nutzers nachvollziehen zu können und Optimierungen zu vollziehen. Abb. 6: Mithilfe des Google Ad-Strength Indikators kann die Qualität der RSA-Anzeigen verbessert werden Was sind unsere Tipps? Erfahren Sie hier die Best Practises Um Responsive Search Ads bestmöglich zu nutzen, haben wir Ihnen hier eine Liste an Tipps und Best Practices zusammengestellt. Wir empfehlen, mindestens fünf anstatt der erforderlichen drei Anzeigentitel einzustellen. Diese sollten sich jedoch in ihrer Qualität durch Diversität unterscheiden. Zusätzlich sollten in zwei dieser Titel ein Keyword enthalten sein. Probieren Sie unterschiedliche Längen der Anzeigentitel aus! Nutzen Sie nicht immer die volle Länge, da sonst auch eine Überforderung des Nutzers beim Leser entstehen kann. Achten Sie in den Beschreibungen auf unterschiedliche Inhalte, da sonst die Chance besteht, dass bei einer Kombination der Beschreibungen doppelte Informationen auftauchen und die Nutzererfahrung schwindet. Lieber sollte man darauf achten, unterschiedliche Aussagen bei den Beschreibungen bei einer Auslieferung zu garantieren, die je nach Ausspielung gut mit anderen Beschreibungsalternativen harmonieren. Redundante Informationen in Anzeigen führen zudem schließlich zu Einschränkungen im System von Google und werden im schlechtesten Fall nicht mehr ausgespielt. Lieber konzentrieren Sie sich auf verschiedene USPs, um den Kunden mit unterschiedlichen Vorteilen zu überzeugen. Responsive Search Ads verfügen dank ihrer Länge über einen großen optischen Umfang bei der Auslieferung. Infolgedessen wird mehr Aufmerksamkeit des Nutzers auf die Anzeige gelenkt. Nutzen Sie diese Aufmerksamkeit für sich! Vorsicht ist außerdem beim Umgang mit Call-To-Actions in den Beschreibungen geboten. Bei zu vielen Sonderzeichen wie etwa Ausrufezeichen etwa kann eine Auslieferung gefährdet sein. Zudem können zu viele Aufforderungen seitens der Anzeige einschüchternd auf den Nutzer als Käufer oder Interessierten Ihrer Anzeige wirken. Für weitere Richtlinien und Anleitungen zum Erstellen von Responsiven Suchnetzwerk-Anzeigen besuchen Sie die Google Ads Support Seite . Und wie sieht das Ganze in der Praxis aus? In der Praxis zeigt sich schnell, dass RSA Zeit brauchen, um sich einzuspielen und die passenden Daten an den Nutzer auszuspielen. Sobald ein Lerneffekt durch KI bei der Ausspielung geschieht, entwickeln sich wichtige KPIs erheblich in eine positive Richtung und dementsprechend können z.B. die Kosten pro einzelne Conversion nachhaltig gesenkt werden. Darüber hinaus lässt sich erkennen, dass die Absprungrate durch RSA sinkt. Eine größere Anzahl an nutzerrelevante Informationen, die in den RSA angezeigt werden, helfen dem Nutzer bei einer Entscheidung für einen weiterführenden Klick auf die Anzeige. Hierdurch kann infolgedessen von einer längeren Sitzungsdauer ausgegangen werden, da sich der Nutzer noch bewusster für die Anzeige entscheidet. Wie bereits erwähnt, sollten RSA unbedingt parallel zu ETAs genutzt werden, um eigene Entwicklungen zu erkennen und auszuwerten. Schon bald plant überdies Google auch ein Format für Responsive Display Ads, um das Konzept auch im Google Display Netzwerk anzuwenden. Bisher sind RSA zudem nur für ausgewählte Kunden und in der BETA-Version verfügbar. Auch wir konnten RSA schon bei unseren Kunden erfolgreich testen und Unterschiede zu ETAs feststellen. So können wir beispielsweise trotz kurzem Einsatz der RSA ebenfalls eine durch RSA hervorgerufene Steigerung der CTR von 5-15 % feststellen. Fazit: Anzeigenoptimierungen durch Künstliche Intelligenz: Der Google Trend zeigt sich nun anschaulicher denn je in Responsiven Search Ads. Das umfangreiche Potential dieser Anzeigen kombiniert mit Erweiterten Textanzeigen hilft Werbetreibenden, noch besser ihre Nutzer anzusprechen und deren Erfahrung im Netz zu steigern. Was können wir für Sie tun? Suchen Sie noch Unterstützung bei der Anzeigenoptimierung? Gerne beraten wir Sie zu dem Thema der Textanzeigenauslieferung und ihren Optionen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage .
Paid Landingpages – was muss man beachten? Tipps, Tricks etc.
29.04.2026

Josephine
Treuter
Kategorie:
SEA

Eine starke Anzeige ist nur die halbe Miete: Erst die richtige Landingpage entscheidet darüber, ob aus einem Klick auch wirklich eine Conversion wird. Wer in Google Ads, Meta oder LinkedIn investiert, sollte deshalb mindestens genauso viel Sorgfalt auf die Zielseite legen wie auf das Anzeigenmotiv. In diesem Artikel zeigen wir, was eine erfolgreiche Paid Landingpage ausmacht, welche Bausteine unverzichtbar sind und mit welchen Tipps und Tricks du das Beste aus deinen Kampagnen herausholst. Das Wichtigste in Kürze Eine Paid Landingpage (auch Conversion Page oder PPC Landing Page genannt) ist eine speziell für bezahlte Werbekampagnen erstellte Seite mit einem klaren Conversion-Ziel. Anders als eine klassische Webseite verzichtet sie auf ablenkende Navigation und fokussiert auf eine einzige Handlung, etwa einen Kauf, eine Anmeldung oder eine Lead-Generierung. Erfolgreiche Kampagnenseiten überzeugen mit klarer Headline, starkem USP, vertrauensbildenden Elementen und einem prominenten Call-to-Action. Mobile Optimierung, kurze Ladezeiten und ein konsistenter Message Match zwischen Anzeige und Landingpage entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. A/B-Testing und sauberes Tracking sind unverzichtbar, um die Performance kontinuierlich zu verbessern. Was ist eine Paid Landingpage? Eine Paid Landingpage, häufig auch als Kampagnenseite, Conversion Page oder PPC Landing Page bezeichnet, ist eine Webseite, die gezielt für eine bezahlte Werbekampagne entwickelt wurde. Anders als eine klassische Startseite verfolgt sie ein einziges Ziel: Besucher*innen, die über eine Google Ads-, Meta-, LinkedIn- oder andere Paid-Anzeige kommen, in Kund*innen oder Leads zu verwandeln. Der Zusatz „Paid" verweist dabei auf die Traffic-Quelle. Im Gegensatz zu organisch erreichten Nutzer*innen, die über Suchmaschinen, Social-Media-Posts oder Empfehlungen auf die Seite kommen, gelangen Besucher*innen hier ausschließlich über bezahlte Anzeigen auf die Landingpage. Jeder Klick kostet Geld und genau deshalb muss die Seite so konzipiert sein, dass dieser Klick möglichst zuverlässig in eine Handlung mündet. Der Unterschied zur klassischen Webseite Während eine Unternehmenswebsite viele Themen abdeckt und unterschiedliche Zielgruppen bedient, ist eine Landingpage minimalistisch und zielgerichtet. Es gibt keine Hauptnavigation, keine ablenkenden Links und keine überflüssigen Inhalte. Alles auf der Seite arbeitet auf einen einzigen Call-to-Action hin, sei es ein Kauf, das Ausfüllen eines Formulars oder ein Download. Auch in Sachen Erfolgsmessung unterscheiden sich beide Formate deutlich. Während eine Unternehmenswebsite an Kennzahlen wie Sitzungen, Verweildauer oder Seitenaufrufen gemessen wird, zählt bei einer Landingpage praktisch nur eine einzige Metrik: die Conversion-Rate. Jedes Element auf der Seite, vom Bildmotiv über die Headline bis zur Buttonbeschriftung, wird konsequent daran ausgerichtet. Warum braucht man eine eigene Landingpage für Paid-Kampagnen? Wer Anzeigen schaltet, zahlt für jeden Klick, unabhängig davon, ob daraus eine Conversion wird oder nicht. Schickt man Besucher*innen einfach auf die Startseite, geht oft viel Potenzial verloren: Die Botschaft der Anzeige wird nicht aufgegriffen, Nutzeri*nnen verlieren sich in der Navigation und springen ab. Eine dedizierte Lead Landingpage sorgt dafür, dass das Versprechen aus der Anzeige direkt eingelöst wird. Spezifische Kampagnenseiten erzielen in der Regel deutlich höhere Conversion-Raten als allgemeine Webseiten. Zusätzlich honorieren Werbeplattformen wie Google Ads die Relevanz mit besseren Qualitätsfaktoren, was wiederum die Klickpreise senkt und das Werbebudget effizienter macht. Die wichtigsten Bausteine einer erfolgreichen Landingpage Eine gute Conversion Page folgt einem klaren Aufbau. Diese Elemente sollten dabei nie fehlen: Klare Headline und überzeugender USP: Die Headline ist das Erste, was Besucher*innen sehen und sie entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie bleiben oder weiterklicken. Sie muss prägnant kommunizieren, welches Problem gelöst wird oder welcher Nutzen wartet. Direkt darunter konkretisiert eine Subheadline den Unique Selling Point. Überzeugende Visuals: Bilder und Videos transportieren Botschaften schneller als Text. Authentische Aufnahmen wirken stärker als austauschbare Stockfotos, und Produktvideos oder Erklärclips können die Conversion-Rate spürbar steigern. Ein prominenter Call-to-Action: Der CTA-Button ist das Herzstück jeder Kampagnenseite. Er sollte farblich hervorstechen, eindeutig formuliert sein („Jetzt kostenlos testen", „Beratungstermin sichern") und idealerweise mehrfach auf der Seite platziert werden, ohne aufdringlich zu wirken. Trust-Elemente einbauen: Vertrauen ist der entscheidende Faktor, besonders wenn die Marke neu für die Besucher*innen ist. Kundenstimmen, Bewertungen, Gütesiegel, bekannte Referenzlogos oder Auszeichnungen wirken Wunder. Auch transparente Angaben zu Datenschutz und Lieferbedingungen reduzieren Hemmschwellen. Mobile Optimierung und kurze Ladezeit: Über die Hälfte aller Paid-Klicks kommt heute von mobilen Geräten. Eine Landingpage muss auf dem Smartphone genauso gut funktionieren wie am Desktop. Ladezeiten über drei Sekunden führen zu massiven Absprüngen – jede zusätzliche Sekunde kann die Conversion-Rate um zweistellige Prozentwerte senken. Tipps & Tricks für mehr Conversions: Mit ein paar gezielten Stellschrauben lässt sich aus einer guten Landingpage eine richtig starke machen. Message Match: Anzeige und Landingpage müssen zusammenpassen: Wer in einer Anzeige eine kostenlose Demo verspricht, muss diese auch direkt auf der Landingpage prominent zeigen. Der sogenannte Message Match – also die inhaltliche und visuelle Übereinstimmung zwischen Anzeige und Zielseite – ist einer der größten Hebel für höhere Conversion-Raten. A/B-Testing als Pflichtprogramm: Selbst kleine Änderungen können große Wirkung haben: eine andere Headline, eine neue Buttonfarbe, ein anderes Bild. Mit A/B-Tests findest du heraus, welche Variante tatsächlich besser performt, statt dich auf das Bauchgefühl zu verlassen. Sauberes Tracking aufsetzen: Ohne valide Daten lässt sich nichts optimieren. Conversion-Tracking, Heatmaps und Session-Recordings zeigen, was auf der Seite funktioniert und wo Besucher*innen abspringen. Tools wie Google Tag Manager, GA4 oder Hotjar liefern dafür wertvolle Insights. Formulare so kurz wie möglich halten: Jedes zusätzliche Feld kostet Conversions. Frage nur ab, was wirklich gebraucht wird. Bei einer Lead Landing Page reichen oft Name, E-Mail-Adresse und ein, zwei spezifische Angaben für die spätere Qualifizierung. Häufige Fehler bei Kampagnenseiten vermeiden: Viele Unternehmen unterschätzen, wie schnell eine Landingpage scheitern kann. Klassische Stolperfallen sind: zu viel Text, unklare CTAs, fehlende mobile Optimierung, eine falsche Zielgruppenansprache oder Landingpages, die schlicht eine Kopie der Startseite sind. Auch fehlende Trust-Elemente oder unzureichende DSGVO-Hinweise wirken sich negativ aus. Ebenfalls problematisch: Paid-Kampagnen zu starten, ohne eine passende Zielseite vorzubereiten. Wer professionell wirken und sein Werbebudget nicht verbrennen möchte, sollte für jede Kampagne, oder zumindest für jede Hauptzielgruppe, eine eigene Seite aufsetzen. Fazit: Paid Landingpages sind kein Nice-to-have Eine durchdachte Landingpage ist der entscheidende Hebel zwischen Klick und Conversion. Sie spart Werbebudget, steigert die Performance deiner Kampagnen und sorgt für ein professionelles Markenerlebnis. Wer in Paid-Kanäle investiert, sollte deshalb mindestens genauso viel Aufmerksamkeit auf die Zielseite legen wie auf die Anzeige selbst, denn die beste Kampagne nützt nichts, wenn die Landingpage nicht überzeugt. Gleichzeitig ist eine Landingpage nie wirklich „fertig". Nutzer*innenverhalten, Plattform-Algorithmen und das Wettbewerbsumfeld verändern sich permanent, weshalb erfolgreiche Unternehmen ihre Kampagnenseiten als laufenden Optimierungsprozess begreifen. Wer von Anfang an strategisch denkt und Headline, Visuals, CTA, Trust-Elemente und Tracking sauber aufeinander abstimmt, macht aus teurem Traffic profitable Kund*innenbeziehungen und damit aus einer durchschnittlichen eine wirklich erfolgreiche Paid-Kampagne. FAQ Was ist der Unterschied zwischen einer Landingpage und einer Kampagnenseite? Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet. Eine Kampagnenseite ist eine spezifische Form der Landingpage, die für eine konkrete Marketingkampagne erstellt wird, etwa einen Produkt-Launch oder eine zeitlich begrenzte Aktion. Brauche ich für jede Anzeige eine eigene Landingpage? Idealerweise ja, zumindest pro Zielgruppe oder Angebot. Je relevanter die Seite zum Anzeigeninhalt passt, desto höher die Conversion-Rate und desto besser der Qualitätsfaktor auf Plattformen wie Google Ads. Wie lang sollte eine PPC Landing Page sein? Das hängt vom Angebot ab. Einfache Lead-Generierung kommt mit kurzen Seiten aus, erklärungsbedürftige Produkte oder hochpreisige Angebote benötigen mehr Inhalt, Argumente und Trust-Elemente. Wie messe ich den Erfolg einer Conversion Page? Über klar definierte KPIs wie Conversion-Rate, Cost-per-Conversion, Absprungrate und Verweildauer. Tools wie GA4, Google Ads und Heatmap-Software liefern die nötigen Daten für eine fundierte Bewertung.
AI Mode und AI Overview in Google Ads – Was ist zu beachten?
22.04.2026

Markus
Beck
Kategorie:
SEA

Das Wichtigste in Kürze Google hat sich grundlegend verändert: Statt blauer Links dominieren KI-generierte Antworten die Suchergebnisseite – mit direkten Auswirkungen auf Google Ads. AI Overviews sind seit Frühjahr 2025 in Deutschland aktiv. Anzeigen können dort bereits oberhalb, unterhalb und teils innerhalb der KI-Antworten erscheinen. Ads direkt im Google AI Mode werden aktuell in den USA getestet und kommen bald auch nach Deutschland. Qualifiziert für diese neuen Platzierungen sind nur bestimmte Kampagnentypen – vor allem Broad Match, AI Max for Search, Performance Max und Shopping . Wer heute noch ausschließlich mit Exact Match oder starrer Kampagnenstruktur arbeitet, verliert in Zukunft Sichtbarkeit in genau den Momenten, die zählen. AI Max for Search ist derzeit das am schnellsten wachsende KI-Feature in Google Ads und zentraler Hebel für die neuen Placements. Wer jetzt seine Kampagnenstruktur, Datenqualität und Assets optimiert, sichert sich einen entscheidenden Vorsprung. Die Suche hat sich grundlegend verändert Wer heute bei Google sucht, bekommt immer öfter keine Liste von Links mehr, sondern eine direkte Antwort. Die Suchergebnisseite, an die sich Werbetreibende jahrelang gewöhnt hatten, sieht 2026 fundamental anders aus als noch vor zwei Jahren. Zwei Technologien treiben diesen Wandel: AI Overviews sind KI-generierte Zusammenfassungen, die seit dem Frühjahr 2025 auch in Deutschland aktiv sind. Sie erscheinen bei komplexeren oder informationalen Suchanfragen ganz oben auf der Seite und beantworten die Frage oft so vollständig, dass viele Nutzer*innen gar nicht mehr weiterscrollen. Das verändert, wo und wie Anzeigen wahrgenommen werden und welche überhaupt noch ausgespielt werden. Der Google AI Mode ist eine Stufe weiter gegangen. Seit Oktober 2025 in Deutschland verfügbar, handelt es sich dabei um eine eigenständige, konversationelle Suchoberfläche. Nutzer*innen tippen keine einzelnen Suchbegriffe mehr ein, sondern führen echte Dialoge, ähnlich wie mit einem KI-Assistenten. Die Absichten dahinter sind oft vielschichtiger, der Kontext komplexer. Für Google Ads-Werbetreibende bedeutet das: Der Weg zur richtigen Zielgruppe führt nicht mehr allein über präzise Keywords, sondern über das Verständnis von Absichten, Kontexten und Gesprächsverläufen. Die KI entscheidet und sie entscheidet auf Basis von Daten und Signalen, nicht von manuell gepflegten Keyword-Listen. Wo erscheinen Ads konkret – und welche Kampagnen sind qualifiziert? Das ist die praktischste Frage, die sich Werbetreibende stellen: Wo genau tauchen meine Anzeigen auf, und was muss ich dafür tun? In den AI Overviews Anzeigen können an drei Stellen rund um einen AI Overview auftauchen: oberhalb, unterhalb oder direkt innerhalb der KI-Antwort. Die Platzierung oberhalb und unterhalb ist bereits in allen Märkten verfügbar, in denen AI Overviews aktiv sind, also auch in Deutschland. Die Integration direkt in den Antworttext ist derzeit auf englischsprachige Märkte begrenzt. Wichtig zu verstehen: Es gibt keinen separaten Opt-in für diese Placements. Wer die richtigen Kampagnentypen nutzt und relevante Anzeigen hat, wird automatisch berücksichtigt. Genauso wenig lässt sich das Placement gezielt ausschließen. Google bewertet dabei sowohl die eigentliche Suchanfrage als auch den Inhalt der KI-generierten Antwort, um zu entscheiden, ob eine Anzeige passt. Das ist ein entscheidender Unterschied zur klassischen Keyword-Logik: Relevanz wird jetzt im Kontext der gesamten Antwort gemessen, nicht nur am einzelnen Suchbegriff. Im Google AI Mode Hier laufen aktuell Tests in den USA. Anzeigen erscheinen dort direkt in die Dialogantworten eingebettet – nicht als separate Blöcke, sondern als integrierter Bestandteil der KI-Antwort. Das ist ein noch engerer Kontext als bei den AI Overviews. Der globale Roll-out, auch für Deutschland, ist angekündigt, ein konkretes Datum steht noch aus. Welche Kampagnentypen sind überhaupt qualifiziert? Das ist der Punkt, an dem viele Advertiser*innen ins Stocken geraten. Nicht jede Kampagne wird automatisch in AI Overviews oder im AI Mode ausgespielt. Google hat klar definiert, welche Kampagnentypen dafür in Frage kommen: Search Ads mit Broad Match Keywords AI Max for Search Performance Max (PMax) Shopping Ads Kampagnen, die ausschließlich mit Exact Match oder Phrase Match arbeiten, sind für diese Placements nicht qualifiziert. Das ist eine strukturelle Weichenstellung: Wer heute noch auf hypergranulare Keyword-Strukturen setzt, verliert perspektivisch Impression Share in genau den Momenten, in denen Nutzer*innen am kaufbereitesten sind. AI Max for Search: Was steckt dahinter und warum ist es gerade so relevant? AI Max in Google Ads ist kein neuer Kampagnentyp, sondern ein Feature-Paket, das sich in bestehende Suchkampagnen integrieren lässt. Mit einem Klick in den Kampagneneinstellungen aktiviert, verändert es die Logik der Kampagne grundlegend. Konkret kombiniert AI Max zwei Ansätze: erstens die bekannte Broad Match Technologie, die Suchanfragen auch dann matcht, wenn die genaue Formulierung von den eingebuchten Keywords abweicht. Zweitens eine sogenannte keywordlose Aussteuerung – ähnlich wie früher bei Dynamic Search Ads, aber deutlich intelligenter. Die KI erkennt eigenständig, bei welchen Suchanfragen eine Anzeige thematisch relevant wäre, auch ohne hinterlegten Suchbegriff. Dazu kommen drei weitere Kernfunktionen: Automatische Textanpassung: Google generiert auf Basis bestehender Anzeigentitel, Beschreibungen und Landingpage-Inhalte neue Headlines und Descriptions – und wählt in Echtzeit die Kombination aus, die am besten zur jeweiligen Suchanfrage passt. Seit Februar 2026 sind dafür weltweit Text Guidelines für alle Werbetreibenden verfügbar: Dort lässt sich festlegen, welche Formulierungen die KI verwenden darf und welche nicht. URL-Erweiterung: Nutzer*innen werden automatisch auf die Seite der eigenen Website weitergeleitet, die zur Suchanfrage am besten passt – nicht zwingend auf die in der Kampagne hinterlegte URL. Bestimmte Seiten können vom System ausgeschlossen werden. Markensteuerung: Werbetreibende können definieren, bei welchen Marken Anzeigen erscheinen sollen und bei welchen nicht. Das ist besonders für Accounts relevant, die gezielt Wettbewerbs- oder Markenkampagnen steuern. Wann lohnt sich AI Max – und wann (noch) nicht? AI Max spielt seine Stärken vor allem in Accounts aus, die bereits ausreichend Conversion-Daten haben und breite Zielgruppen ansprechen. Im E-Commerce und bei B2C-Produkten mit hohem Suchvolumen sind die Ergebnisse erfahrungsgemäß am stärksten. In Nischenmärkten, bei sehr erklärungsbedürftigen B2B-Produkten oder Accounts mit wenigen täglichen Conversions sollte der Einstieg behutsamer erfolgen. Ein A/B-Test mit 50/50-Aufteilung zwischen der bestehenden Kampagne und der AI Max Version ist hier der sinnvollste erste Schritt. Was in jedem Fall gilt: Die Basis muss stimmen. Sauberes Conversion-Tracking, ein datengetriebenes Attributionsmodell und klare Conversion-Ziele im Account sind Pflicht. Wer AI Max ohne diese Grundlage aktiviert, überlässt der KI das Steuer ohne Karte und Kompass. Performance Max: Googles bevorzugter Kanal für AI Overviews Performance Max ist nicht neu, aber seine Rolle hat sich verschoben. Google betrachtet PMax zunehmend als das Hauptformat für die Ausspielung in KI-gesteuerten Oberflächen. Das liegt daran, dass PMax von Grund auf für datengetriebene, kanalübergreifende Aussteuerung gebaut wurde: Es liefert der KI Texte, Bilder, Videos und Audience Signals und überlässt ihr die optimale Kombination. Für Werbetreibende bedeutet das: Wer PMax bereits sauber aufgesetzt hat und regelmäßig Asset Groups pflegt, ist für AI Overviews und den AI Mode gut positioniert. Wer noch nicht damit arbeitet, sollte spätestens jetzt damit anfangen – mit klaren Zielvorgaben, ausreichend Assets und regelmäßiger Kontrolle der Suchbegriffe. Ein gutes Zeichen: PMax ist in den letzten Monaten deutlich transparenter geworden. Negative Keywords lassen sich inzwischen direkt hinzufügen, und das Channel-Reporting zeigt, welcher Kanal (Search, YouTube, Display, Gmail, Discover) welchen Beitrag zur Performance leistet – ohne zusätzliche Skripte oder Workarounds. Was das für die Kampagnenstruktur bedeutet Viele Accounts sind historisch gewachsen: strenge Match Type Trennung, Single Keyword Ad Groups, dutzende Anzeigengruppen für minimale Unterschiede. Das war einmal sinnvoll, um Kontrolle zu behalten. Heute arbeitet diese Struktur gegen die KI. Wer Daten auf zu viele Kampagnen aufteilt, liefert dem Algorithmus zu wenig Lernmaterial. Statt schnell Muster zu erkennen und zu optimieren, tritt er auf der Stelle. Der aktuelle Ansatz, der sich in der Praxis bewährt, sieht so aus: themenbasierte Kampagnen mit überschaubarer Anzahl an Keywords, Kombination aus Exact und Broad Match, Smart Bidding als Standard. Nicht maximal granular, sondern maximal datendicht. Das bedeutet nicht, die Kontrolle vollständig abzugeben. Negative Keywords, Audience Signals, Text Guidelines und regelmäßige Überprüfung der Suchanfragen sind weiterhin aktive Stellschrauben. Die Grundlage: Datenqualität entscheidet Hier wird ein Fehler gemacht, der sich durch fast alle Accounts zieht: Man diskutiert über Kampagnentypen und Features, bevor die Datenbasis stimmt. Dabei gilt: Garbage In, Garbage Out. Wer der KI schlechte Daten liefert, automatisiert nur sein Budget-Verbrennen. Server Side Tracking (SST) ist die Grundlage. Klassisches Browser-Tracking verliert durch Ad Blocker, Cookie-Beschränkungen und iOS-Updates zunehmend Daten. Server Side Tracking umgeht diese Hürden und liefert erfahrungsgemäß mindestens 12 % mehr verwertbare Datenpunkte – Signale, die Smart Bidding und AI Max für ihre Optimierung dringend brauchen. Darüber hinaus sollten Werbetreibende folgende Datenquellen aktiv nutzen: First-Party-Daten / Kundenlisten : Bestands- und Neukund innen lassen sich über Customer Match-Listen gezielt unterschiedlich bewerten. Im Bereich Neukundenakquise kann Smart Bidding dazu gebracht werden, Neukund innen höher zu gewichten – mit konkreten Auswirkungen auf die Gebotslogik. CRM-Daten (Offline Conversions) : Gerade im B2B macht es keinen Sinn, jeden Lead gleich zu gewichten. Wer CRM-Daten (z.B. aus HubSpot oder Salesforce) über Offline Conversions zurückspielt, gibt Google Ads das Signal, zwischen "schlecht" und "wertvoll" zu unterscheiden – und genau das ist die Voraussetzung für nachhaltig profitables Wachstum. Fazit: Jetzt handeln, bevor der Markt es tut Google Ads in 2026 ist ein datengetriebenes System, kein manuelles Tool. Die Frage ist nicht mehr, ob man AI Max, AI Overviews und moderne Trackingstrukturen einsetzt – sondern wann. Wer die Transformation jetzt aktiv gestaltet, sichert sich Sichtbarkeit in den Momenten, die wirklich zählen. Als erfahrene Google Ads Agentur begleiten wir dich durch genau diesen Prozess: von der Tracking-Infrastruktur über die Kampagnenstruktur bis hin zu AI Max und Performance Max. Jetzt Kontakt aufnehmen → FAQ Werden meine Google Ads automatisch in AI Overviews ausgespielt? Nicht automatisch. Ads erscheinen in AI Overviews, wenn die Anzeige sowohl zur Suchanfrage als auch zum Inhalt der KI-Antwort passt. Voraussetzung ist außerdem, dass du Broad Match, AI Max oder Performance Max verwendest. Was kostet Werbung im Google AI Mode mehr als klassische Search Ads? Es gibt kein separates Preismodell für AI Mode Ads. Das Auktionssystem von Google bleibt das gleiche – die Platzierung ergibt sich aus Relevanz, Qualitätsfaktor und Gebot. Kann ich meine Anzeigen aus AI Overviews ausschließen? Nein. Google bietet aktuell keine Möglichkeit, diese Placements gezielt zu deaktivieren. Bekomme ich separates Reporting für AI Overview Ads? Noch nicht vollständig. Aktuell werden Anzeigen in AI Overviews als "Top Ads" gewertet und erscheinen entsprechend in den Standardberichten. Ein dediziertes Segment-Reporting ist für die Zukunft angekündigt, aber noch nicht verfügbar. Wann kommen Ads im Google AI Mode auch nach Deutschland? Ein offizielles Datum gibt es noch nicht. Aktuell werden Ads im AI Mode in den USA getestet (Stand März 2026). Der internationale Roll-out ist angekündigt. Lohnt sich AI Max auch für kleinere Accounts? Das kommt auf den Einzelfall an. Grundsätzlich braucht AI Max eine solide Datenbasis – also ausreichend Conversions, sauberes Tracking und klare Ziele. Bei Accounts mit wenigen täglichen Conversions empfehlen wir zunächst einen kontrollierten A/B-Test, bevor die gesamte Kampagne umgestellt wird. Muss ich neue Kampagnen erstellen, um in AI Overviews zu erscheinen? Nein. Bestehende Kampagnen qualifizieren sich automatisch, sofern die richtigen Kampagnentypen und Match Types verwendet werden. Was ist der Unterschied zwischen AI Overviews und AI Mode? AI Overviews sind KI-Zusammenfassungen innerhalb der normalen Google-Suche. Der AI Mode ist eine eigene, konversationelle Suchoberfläche für komplexe, mehrstufige Anfragen – vergleichbar mit einem KI-Chatbot direkt in der Suche.
Agentic Commerce & Agentic Shopping 2026: Warum KI-Einkaufsagenten den Handel neu schreiben
30.03.2026

Moritz
Klussmann
Kategorie:
Künstliche Intelligenz

Die Welt des Online-Marketings dreht sich heute schneller als je zuvor. Während wir bei den internetwarriors bereits seit 2001 für Klicks und Conversions kämpfen, erleben wir gerade den radikalsten Umbruch unserer Geschichte. Der Auslöser: Agentic Commerce . Wir befinden uns im Übergang von der reinen Informationssuche zur aufgabenorientierten Ausführung. Ein Nutzer fragt heute nicht mehr nur nach Produkten, er weist einen KI-Einkaufsagenten an, den gesamten Kaufprozess autonom abzuwickeln. In diesem Artikel zeige ich dir, warum das Scheitern von OpenAIs „Instant Checkout" kein Ende des Hypes ist, sondern der Startschuss für eine neue technische Infrastruktur, die du als Händler jetzt kennen musst. Der OpenAI-Pivot: Vom Warenkorb zur Discovery-Plattform Im März 2026 beendete OpenAI seinen „Instant Checkout" – und löste damit eine der meistdiskutierten Debatten im E-Commerce aus. Scheitern oder Strategie? Was wirklich hinter dem Pivot steckt und was er für Händler bedeutet, zeigen wir hier. Was war Instant Checkout? Im September 2025 startete OpenAI gemeinsam mit Stripe das Agentic Commerce Protocol (ACP) und damit den „Instant Checkout" in ChatGPT. Die Vision: Nutzer finden ein Produkt im Chat und kaufen es direkt, ohne die Plattform zu verlassen. Etsy, Walmart und Shopify waren die ersten Partner – Shopify-Präsident Harley Finkelstein nannte es eine „neue Frontier" für den Online-Handel. Warum der direkte Checkout scheiterte Anfang März 2026 zog OpenAI die Reißleine. Was von Kritikern als Scheitern des Agentic Commerce abgetan wird, ist bei genauerem Hinsehen ein strategischer Pivot, aus dem wir viel lernen können. OpenAI unterschätzte die immense Komplexität des globalen Handels. Drei Killer-Faktoren machten den direkten Kaufabschluss im Chatbot unmöglich: Die drei technischen Killer: 1. Fehlende Echtzeit-Synchronisation: Die Inventardaten von Millionen Händlern ließen sich nicht in der notwendigen Geschwindigkeit abgleichen – veraltete Preise und Bestände brachen das Nutzervertrauen sofort. 2. Compliance-Hürden: Es fehlte an Systemen zur automatisierten Berechnung regionaler Steuern (in den USA allein tausende lokale Tax Jurisdictions) und zur Einhaltung lokaler Gesetze wie der Preisangabenverordnung (PAngV) in Europa. 3. Betrugsprävention: Agentenbasierte Transaktionen erfordern völlig neue Sicherheitsarchitekturen, um automatisierten Missbrauch zu verhindern. Ein weiterer Faktor, der in der Berichterstattung kaum erwähnt wird: Der Rückzug kommt unmittelbar nach Amazons 50-Milliarden-Dollar-Investment in OpenAI. Amazon kontrolliert 40 Prozent des US-amerikanischen E-Commerce und baut mit Rufus ein eigenes KI-Shopping-Tool. Ob Zufall oder strategisches Kalkül – der Zeitpunkt ist bemerkenswert. 🟢 Update: 25. März 2026 OpenAI hat gleichzeitig mit dem Checkout-Rückzug ein komplett neues Shopping-Erlebnis gelauncht: visuelles Product-Browsing, Side-by-Side-Preisvergleiche und Image-Upload zur Produktsuche. Sieben große US-Retailer – darunter Target, Sephora, Nordstrom und Best Buy – sind bereits live via ACP. Walmart betreibt eine eigene In-ChatGPT-App mit Loyalty-Integration und nativem Walmart-Payment. Das ist kein Rückzug – das ist ein Pivot. Die neue Warrior-Realität: OpenAI fokussiert sich über das ACP primär auf Product Discovery . Der Checkout wandert zurück zum Händler – doch die Entscheidung, welcher Händler den Zuschlag erhält, trifft zunehmend der Agent. Agentic Shopping funktioniert – nur noch nicht im Westen Wer glaubt, das Scheitern von Instant Checkout beweise, dass Agentic Shopping ein Hype ist, macht einen kategorischen Denkfehler. Alibabas Qwen-App schließt bereits heute Food-Bestellungen, Reisebuchungen und Produktkäufe vollständig in einer einzigen Konversation ab – und das at scale. Der entscheidende Unterschied: Alibaba besitzt das KI-Modell, den Marketplace, die Zahlungsinfrastruktur und die Logistik aus einer Hand. OpenAI versuchte, dasselbe zu replizieren, ohne diesen Stack zu besitzen. Das war strukturell zum Scheitern verurteilt. Google UCP: Das neue Betriebssystem des Handels Während OpenAI korrigiert, schafft Google mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) Fakten. Im Gegensatz zu geschlossenen Systemen ist UCP ein offener Standard, der es KI-Agenten ermöglicht, direkt mit den Backends von Händlern zu kommunizieren – von der Discovery über den Checkout bis zum Post-Purchase-Management. Für dich als Händler bedeutet das: Dein Google Merchant Center (GMC) wird zur entscheidenden Schnittstelle für KI im E-Commerce . Google hat neue Attribute eingeführt, um deine Produkte maschinell lesbar zu machen: · product_faq – direkt aus dem Feed extrahierbare Fragen und Antworten für KI-Agenten · product_use_cases – spezifische Szenarien, in denen dein Produkt die beste Lösung bietet · native_commerce – ein Schalter, der signalisiert, ob dein Produkt für den autonomen Checkout bereit ist Der Vorteil für Deutschland: Google Merchant Center und Google AI Mode sind in DACH bereits aktiv. Händler, die ihren Feed jetzt optimieren, sichern sich einen echten Zeitvorsprung. SEO allein reicht nicht mehr: Willkommen im Zeitalter von GEO Unsere Analyse von deutschen E-Commerce-Shops zeigt ein eindeutiges Bild: Ein Top-Ranking in der klassischen Suche garantiert keine Sichtbarkeit in KI-Antworten. Über 60 Prozent der in KI-Übersichten verlinkten URLs rangieren nicht in den Top 50 der klassischen Google-Suche. Die Regeln haben sich geändert. Hier kommt Generative Engine Optimization (GEO) ins Spiel – die Disziplin, die Inhalte nicht für den menschlichen Klick, sondern für die Extraktion durch KI-Systeme optimiert. Informier dich jetzt über unsere Studie und erfahre mehr zu dem Thema! Merkmal Klassisches SEO Generative Engine Optimization (GEO) Zielgruppe Menschliche Nutzer KI-Agenten & Large Language Models Primärer KPI Klickrate (CTR) & Rankings Mention-Rate & Zitations-Autorität Inhaltslogik Keywords & Lesbarkeit Semantische Tiefe & Fakten-Dichte Technische Basis Crawlbarkeit & Ladegeschwindigkeit Strukturierte Daten & API-Anbindung Erfolgsmessung Google Search Console (Rankings) Brand Mentions in LLM-Antworten Warriors-Insight: In Deutschland erscheinen KI-Übersichten (AI Overviews) bereits bei 33 Prozent aller Suchanfragen. Wer jetzt nicht auf GEO setzt, wird für den „Agenten-Kunden" unsichtbar – bevor dieser überhaupt auf eine Website kommt. Strategisches Warriors-Wissen: Markenmacht und die 95:5-Regel Im Agentic Web zählt nicht mehr nur das Keyword, sondern die Autorität deiner Marke als „Entity" – also wie ein Large Language Model deine Marke kennt, einordnet und empfiehlt. Die 95:5-Regel im B2B Nur 5 Prozent deiner Zielgruppe sind aktuell kaufbereit (In-Market). Die restlichen 95 Prozent müssen durch Thought Leadership und Vertrauensaufbau langfristig erreicht werden. KI-Agenten bevorzugen Marken, die in den Wissensgraphen der Large Language Models als Experten-Entitäten verankert sind. Wer nur auf transaktionale Keywords optimiert, verliert die Mehrheit seiner potenziellen Kunden, bevor sie kaufbereit sind. Wenn du mehr dazu erfahren willst, lies dir hier unseren Artikel dazu durch! Preferred Sources: Die Demokratisierung des Algorithmus Google erlaubt Nutzern mittlerweile, ihre bevorzugten Quellen aktiv zu markieren. Diese „Preferred Sources" erhalten einen dauerhaften Sichtbarkeits-Boost – unabhängig von Algorithmus-Updates. Das verändert das Spiel fundamental: Vertrauen ist die neue Währung. Du musst Nutzer dazu bewegen, deine Marke aktiv als vertrauenswürdig zu wählen – nicht nur gut zu ranken. Checkliste: So machst du deinen Shop jetzt Agent-ready Für deutsche Händler gilt: Die Grundlagenarbeit beginnt heute, auch wenn vollautonomes Agentic Shopping in DACH noch 12–24 Monate entfernt ist. Produktdaten-Exzellenz im Merchant Center: Pflege GTINs, präzise Attribute und die neuen UCP-Felder (product_faq, product_use_cases). Ein lückenhafter Feed ist das größte KI-Sichtbarkeits-Hindernis, das du selbst kontrollieren kannst. Technische Infrastruktur für KI-Agenten: Implementiere eine llms.txt-Datei (das robots.txt für KI-Crawler) und nutze konsequent JSON-LD – speziell die Schemata Product, FAQPage und Article. Das sind die Signale, die KI-Agenten priorisiert auslesen. API-First-Strategie: Stelle sicher, dass Bestände und Preise in Millisekunden über Schnittstellen abrufbar sind. Veraltete Daten waren der Hauptgrund für OpenAIs Checkout-Scheitern – und der gleiche Fehler wird Händler teuer zu stehen kommen, sobald Agenten aktiv buchen. Semantische Anreicherung mit dem Query Fan-Out Prinzip: Beantworte die Fragen, die eine KI stellt, wenn sie Produkte im Auftrag eines Kunden vergleicht: Für welche Anwendungsfälle ist das Produkt optimal? Welche Alternativen gibt es? Was sind häufige Kaufhindernisse? Diese Tiefe unterscheidet gecitete von ignorierten Inhalten. GEO-Strategie und Markenautorität aufbauen: Sorge dafür, dass dein Shop als Experten-Entität in relevanten Kategorien wahrgenommen wird – in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode. Mehr dazu in unserem GEO-Audit → DACH-Compliance frühzeitig sichern: PAngV und DSGVO gelten auch für KI-vermittelte Käufe. Preisreduzierungen müssen den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenz ausweisen – und das muss maschinell auslesbar sein. Kläre das frühzeitig mit deinem Rechtsberater. Fazit: Werde zum Leader der neuen Ära Agentic Commerce ist kein Science-Fiction-Szenario mehr – es ist die technologische Realität von heute, noch im Aufbau, aber unaufhaltsam. Was OpenAI mit Instant Checkout begraben hat, ist ein spezifisches Business-Modell: der Chatbot als Transaktionsvermittler zwischen Händler und Kunde. Was lebt – und gerade stark beschleunigt – ist die zugrunde liegende Logik: KI-Einkaufsagenten übernehmen die Discovery, filtern Optionen, bereiten Kaufentscheidungen vor. Das passiert bereits, täglich, für Millionen von Nutzern. Die Frage für Händler ist nicht mehr ob , sondern ob sie sichtbar sind, wenn der Agent entscheidet . Die Unternehmen, die in zwei Jahren vorne liegen, sind nicht die mit dem größten Budget. Es sind die mit den besten Daten, der stärksten GEO-Präsenz und dem klarsten Verständnis dafür, wie Künstliche Intelligenz im E-Commerce als Hebel statt als Bedrohung genutzt wird. Häufige Fragen zu Agentic Commerce Was ist der Unterschied zwischen Agentic Commerce und klassischem E-Commerce? Klassischer E-Commerce folgt dem Prinzip Suchen & Klicken : Der Nutzer sucht aktiv, vergleicht manuell und kauft selbst. Agentic Commerce folgt dem Prinzip Fragen & Erledigen (Ask & Done) : Ein KI-Einkaufsagent übernimmt Produktsuche, Preisvergleich, Verfügbarkeitsprüfung und – sofern autorisiert – den Kaufabschluss vollständig autonom. Was ist Agentic Shopping? Agentic Shopping ist die praktische Ausprägung von Agentic Commerce: Der Nutzer formuliert ein konkretes Ziel – etwa „Bestelle Druckerpatrone XYZ zum Bestpreis bis morgen" – und ein KI-Einkaufsagent führt alle Schritte eigenständig aus: Suche, Vergleich, Kauf. Warum hat OpenAI Instant Checkout eingestellt? OpenAI scheiterte an drei technischen Hürden: fehlende Echtzeit-Inventarsynchronisation über Millionen Händler, keine Infrastruktur zur Steuererhebung und keine Betrugsprävention für agentenbasierte Transaktionen. OpenAI pivotiert nun auf Product Discovery – der Checkout bleibt beim Händler. Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO? SEO (Search Engine Optimization) optimiert Inhalte für den Google-Suchalgorithmus und menschliche Nutzer – das Ziel ist der Klick. GEO (Generative Engine Optimization) optimiert für KI-Systeme und Large Language Models, die Inhalte extrahieren und als direkte Antwort ausgeben – ohne dass der Nutzer auf eine Website klickt. Beide Disziplinen ergänzen sich und bauen aufeinander auf. Ist mein Shop rechtlich sicher für KI-Käufe in Deutschland? In der DACH-Region musst du besonders auf DSGVO und PAngV (Preisangabenverordnung) achten. Preisreduzierungen müssen immer den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenz ausweisen – auch maschinell auslesbar für KI-Agenten. Kläre das frühzeitig mit deinem Rechtsberater, bevor du dich für Agentic Commerce-Protokolle registrierst. Wann kommt Agentic Commerce nach Deutschland? ACP und der neue ChatGPT-Shopping-Hub sind aktuell US-first. Das Google Merchant Center und Google AI Mode sind aber bereits in DACH aktiv – KI-Übersichten erscheinen bereits bei 33 Prozent aller deutschen Suchanfragen. Experten gehen davon aus, dass KI-Agenten im europäischen E-Commerce in zwei bis drei Jahren einen Marktanteil von 20–30 Prozent erreichen könnten. Die Vorbereitung beginnt jetzt. Ist dein Shop bereit für KI-Einkaufsagenten? Wir analysieren deine GEO-Sichtbarkeit, deinen Produktfeed und zeigen dir, wo du gegenüber KI-Agenten heute unsichtbar bist – und wie du das änderst. Jetzt GEO-Analyse anfragen → Quellen & weiterführende Links: CNBC, März 2026: „OpenAI revamps shopping experience in ChatGPT after struggling with Instant Checkout" – cnbc.com Forrester Research: ConsumerVoices Market Research Survey, März 2026 Gartner: Bob Hetu, Analyst, gegenüber CNBC, März 2026 The Information, März 2026: Erstbericht zum Instant-Checkout-Rückzug OpenAI Blog, März 2026: Offizielles Statement zu Instant Checkout und neuem Shopping-Erlebnis Google: Universal Commerce Protocol – Ankündigung Januar 2026
Budget-Killer im Account: Unrentable Kampagnen sofort identifizieren und Google Ads optimieren
23.03.2026

Karina
Nikolova
Kategorie:
SEA

Einer der Hauptunterschiede zwischen SEA und SEO ist die Zeit. Während SEO-Maßnahmen Zeit benötigen, um Wachstum und Leistungsverbesserungen zu zeigen, erfordern bezahlte Kampagnen schnelle Maßnahmen, da jede Verzögerung Geld kostet. Selbst wenn deine Kampagnen oberflächlich gesehen richtig eingerichtet sind, kann man sich nicht auf Hoffnung und ein gutes Bauchgefühl verlassen, wenn sie keine profitablen Ergebnisse liefern. Im folgenden Artikel demonstriere ich dir drei Anzeichen, an denen du unrentable Kampagnen auf den ersten Blick erkennen kannst und was dahinterstehen kann. Zusätzlich zeige ich dir konkret, wie du deine Google Ads Kampagnen in diesen Fällen optimieren solltest. Bevor wir jedoch dazu kommen, gibt es drei Punkte, die eine schnelle Erklärung für die schlechte Performance liefern können. Wenn deine Kampagnen trotz dieser Faktoren immer noch schlecht abschneiden, solltest du einen anderen Ansatz wählen, um die Zahlen zu verbessern und die Google Ads CPC’s zu senken. Dein Tracking funktioniert nicht Es ist ein häufig unterschätztes Problem: Unerwartete Änderungen auf deiner Website, wie die Erstellung neuer Landingpages oder die Migration zu anderen Datenplattformen, können dein Tracking durcheinanderbringen. Das kann dazu führen, dass deine Kampagnen 0 Conversions anzeigen. Der beste Fall wäre, dass die Google Ads-Manager im Voraus über solche geplanten Änderungen informiert sind, aber in der Realität ist das nicht immer der Fall. Ein Beispiel: Einmal hat ein Kunde von mir einen CPA-Button entfernt, den wir als ein Soft-Conversion-Ziel gemessen hatten. Meine Kampagnen begannen deutlich zu schwächeln und ich musste schnell eine Lösung finden, um die Google Ads Kosten zu senken. Im Endeffekt konnten wir keine Conversions sehen, weil es buchstäblich keine Conversion-Aktion auf der Website gab, die Conversions in Google Ads hätte auslösen können. Tipp: Überprüfe regelmäßig, ob dein Tracking korrekt funktioniert. Ohne ein funktionierendes Tracking kannst du deine Google Ads nicht optimieren. Es ist immer noch möglich, dass Conversions generiert werden, aber sie landen nicht in Google Ads, sondern nur im Backend. Sobald die Tracking-Probleme behoben sind, könnte deine Kampagne wieder gut laufen. Deine Kampagne befindet sich noch in der Lernphase Bezahlte Kampagnen brauchen Geduld, obwohl wir alle schnellstmöglich gute Ergebnisse sehen wollen. Das würde unsere Expertise beweisen und uns helfen, die Google Ads Kampagnen weiter zu optimieren und zu skalieren. Allerdings können neue Kampagnen nicht immer Wunder bewirken, da der Algorithmus Zeit benötigt, um zu lernen und die Leistung zu verbessern. Normalerweise dauert die offizielle Lernphase bis zu vier Wochen. Je nach Geschäftsmodell kann dieser Prozess auch kürzer sein, da je schneller die Kampagne Conversions generiert, desto schneller lernt der Algorithmus. Diese Entwicklung ist jedoch nicht immer garantiert. Zum Beispiel nimmt die durchschnittliche Customer Journey im B2B-Bereich allgemein mehr Zeit in Anspruch. Zusätzlich umfasst sie oft mehrere Touchpoints, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Tipp : Sei geduldig während der Lernphase. Dein Hauptziel ist nicht klar Unrealistische Erwartungen führen meist zu Enttäuschungen - nicht nur im Leben, sondern auch bei Google Ads. Wenn die Marketing Ziele vage sind, werden auch keine klaren Ergebnisse folgen. Wenn die Ziele klar sind, aber man nicht weiß, welche Kampagnentypen dafür geeignet sind, werden die Zahlen auch enttäuschen. Wenn du z.B. mit Display- oder Video-Anzeigen arbeitest, solltest du nicht automatisch erwarten, viele hochqualitative Leads zu erhalten. Und nicht, weil dein Setup falsch ist, sondern weil diese Kampagnentypen andere Ziele verfolgen. Sie sollen die Bekanntheit deines Produkts steigern und die frühe Phase der Kundenreise abdecken. Darüber hinaus sind die Anzeigenformate auf dieses Ziel abgestimmt - denk an überspringbare Anzeigen auf YouTube. Sie sind da, um deine Marke zu fördern und eine Botschaft zu übermitteln. Es ist jedoch nicht realistisch, gute Leads von ihnen zu erwarten, da sie, wie der Name schon sagt, wahrscheinlich übersprungen werden, ohne dass der Kunde eine weitere Aktion durchführt. Wenn deine Shopping-Kampagnen jedoch wochenlang keine Ergebnisse liefern, ist das zumindest alarmierend. Tipp : Definiere klare Zielvorgaben für jede Phase des Funnels und wähle die passenden Kampagnentypen aus. Nur so kannst du deine Google Ads Kampagnen effektiv optimieren. There is a Budget-Killer in the House Aber kommen wir zurück zu den drei klaren Anzeichen dafür, dass sich ein Budget-Killer in deinem Konto befindet: Kampagnen mit Traffic, aber ohne Conversions Steigende CPAs Sinkender ROAS Wenn dein Ziel Conversions sind und du keine oder immer weniger davon siehst, liegt ein Problem vor. Insbesondere, wenn dein Tracking funktioniert und die Lernphase abgeschlossen ist. Wenn die Kampagne dennoch nicht die gewünschten Conversions liefert, wirkt sich das nicht nur auf deine KPIs aus, sondern auch auf die Leistung deiner automatisierten Gebotsstrategien. Wenn du zum Beispiel auf tCPA oder tROAS optimierst, werden sinkende Conversions zu einem höheren CPA, einem niedrigeren ROAS und insgesamt zu Einschränkungen der Gebotsstrategien führen. Hier findest du eine Liste von Faktoren, die den Rückgang der Conversions erklären könnten, den du beobachtest. Dazu gehören: Landingpage – Jede Änderung, die die Benutzererfahrung verschlechtert, kann die Conversion-Rate sowie die Absprungrate negativ beeinflussen. Wettbewerb - Gerade im E-Commerce kann die Konkurrenz durch günstigere Preise die Conversion-Anzahl sowie die Conversion-Rate beeinträchtigen. Saisonalität - Wenn dein Geschäft während bestimmter Perioden signifikante Rückgänge erlebt, solltest du deine Marketingstrategie entsprechend anpassen. Irrelevanter Traffic - Achte darauf, dass deine Anzeigen nicht für irrelevante Suchanfragen erscheinen, um die Google Ads Kosten für schlechten Traffic zu senken. Dadurch lassen sich häufig auch die Google Ads CPC senken. Fehlerhaftes Targeting – Ein vernünftiges Kampagnensetup ist das A und O in Google Ads. Allerdings kann es sein, dass trotz optimalen Kampagnensetups bestimmte Zielgruppen oder Keywords weniger gut performen als erwartet. Aus diesem Grund sollst du das Targeting deiner Google Ads Kampagnen schnell optimieren, wenn die erwünschten Ergebnisse nicht da sind. Google Ads-Kampagnen sind nicht statisch. Das, was heute gut funktioniert, kann morgen schlecht abschneiden. Als Marketing-Manager*in solltest du das Geschäftsmodell und die Ziele genau verstehen, die passenden Kampagnentypen auswählen, KPIs festlegen und realistische Erwartungen setzen. Der Rest liegt in einer flexiblen und intelligenten Google Ads-Optimierung. Darüber hinaus geht deine Aufgabe über Google Ads hinaus, da die Gesamtleistung von vielen anderen Faktoren beeinflusst wird, die oben beschrieben wurden. Beispielsweise können dramatische politische oder wirtschaftliche Entwicklungen die gleichen negativen Auswirkungen haben wie eine schlecht optimierte Kampagne. Deine Google Ads-Expertise sollte Hand in Hand mit einer gründlichen Marktanalyse gehen, damit du das Gesamtbild siehst und die richtigen Maßnahmen ergreifen kannst. Wenn du dabei Unterstützung brauchst oder deine bestehenden Kampagnen skalieren möchtest, kann dich unser SEA-Team gerne beraten. Kontaktiere uns jetzt!
AI Traffic in Google Analytics erkennen und richtig analysieren
09.03.2026

Nadine
Wolff
Kategorie:
SEO

Seitdem Large Language Models (kurz LLMs) im Alltag angekommen sind und Nutzer*innen verstärkt KI-Tools wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Perplexity nutzen, entsteht eine komplett neue Traffic-Quelle. Für Websitebetreiber und Marketing-Verantwortliche stellt sich zunehmend die Frage, wie viele User tatsächlich über Verlinkungen und Empfehlungen dieser LLMs auf die eigene Website gelangen und wie groß der Anteil dieses KI-generierten Traffics am Gesamtbesucher-Aufkommen ist. Dieser Traffic, nennen wir ihn “AI Traffic”, wird in Google Analytics nicht automatisch angezeigt. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du AI Traffic in GA4 finden, messen und bewerten kannst. Gleichzeitig erfährst du, welche Rückschlüsse du daraus für deine Maßnahmenplanung ableiten kannst und warum die AI-Sichtbarkeit in Zukunft genauso relevant wie klassische Suchmaschinen-Rankings sein wird. Was genau ist AI Traffic und wie setzt er sich zusammen? Der Begriff AI Traffic bezeichnet alle Seitenbesuche, die aus KI-Systemen und generativen Suchmaschinen entstehen. Hier einige Beispiele, woher der Traffic kommen könnte: Traffic aus ChatGPT/GPT Search Traffic von Perplexity Traffic aus KI-integrierten Browsern (z.B.: Microsoft Edge mit dem integrierten Copilot) Kopierte Links, die Nutzer*innen aus KI-Antworten heraus klicken AI Traffic kann aktiv durch Nutzer*innen entstehen, wenn sie Links aus einer KI-Antwort anklicken. Zusätzlich gibt es passiven Traffic, wenn KI Systeme Seiten crawlen, um Inhalte für ihre Modelle aufzubereiten. AI Traffic in GA4 erkennen: Die wichtigsten Methoden 1. Referrer erkennen (z. B. ChatGPT Traffic) Wenn ein User einen Link aus einer KI-Antwort anklickt, schickt der Browser automatisch einen sogenannten Referrer mit. Diese Info gibt an, von welcher Seite der User kommt. In GA4 taucht diese Angabe im Reiter “neu generierter Traffic” dann als “Referral” auf, zum Beispiel mit der Quelle perplexity oder claude. Abbildung 1: KI Traffic über einen Referrer 2. UTM Tracking ChatGPT hängt seit einiger Zeit automatisch “?utm_source=chatgpt.com” an Links an, die es in Antworten ausgibt. Das bedeutet, dass dieser AI Traffic in Google Analytics nicht als Referral, sondern als eigene Quelle mit UTM-Kennzeichnung auftaucht – und damit leichter und sauberer identifizierbar ist als reiner Referral-Traffic. Perplexity oder andere KI-Systeme machen das allerdings nicht zwingend. Dieser Traffic ist oftmals nur über den Referrer erkennbar. AI Traffic in GA4 - Explorative Datenanalyse sichtbar machen Die explorative Datenanalyse in GA4 bietet die flexibelste Möglichkeit, AI Traffic gezielt auszuwerten. Anders als in den Standard-Berichten kannst du hier eigene Dimensionen, Filter und Segmente frei kombinieren. Dafür erstellst du eine neue leere Datenanalyse, fügst eine Dimension und auf Wunsch eine oder mehrere Messwerte hinzu: Dimension --> Sitzung – Quelle/Medium Messwerte --> Sitzungen Abbildung 2: Explorative Datenanalyse Um ausschließlich den Traffic aus KI-Plattformen zu sehen, legst du jetzt einen Filter mit einem regulären Ausdruck (Regex) an. Dieser Filter sorgt dafür, dass nur Sessions angezeigt werden, deren Quelle eine der genannten KI-Plattformen ist. Abbildung 3: Beispiel für ein Regex, der die verschiedenen KI-Systeme filtert Das Ergebnis zeigt dir – wie im Beispiel oben – eine aufgeschlüsselte Tabelle nach Quelle und Medium. Dabei fällt auf, dass ChatGPT in zwei Varianten auftaucht: einmal als “chatgpt.com / referral” und einmal mit UTM-Kennzeichnung als “chatgpt.com / (not set)”. Das liegt daran, dass ChatGPT nicht bei jedem Link konsistent den UTM-Parameter anhängt. Es empfiehlt sich daher, beide Einträge bei der Auswertung zusammen zu betrachten. Was du in GA4 siehst – und was es bedeutet Wenn du den AI Traffic in GA4 isoliert hast, stehen dir im Wesentlichen drei verschiedene Kennzahlen zur Verfügung: Größe & Entwicklung: Wie viele Sessions entstehen über KI-Plattformen? Wie entwickelt sich das im Zeitverlauf? Ein wachsender Wert zeigt, dass deine Inhalte zunehmend von LLMs als Quelle empfohlen werden. Das wiederum ist ein direktes Signal für deine AI-Sichtbarkeit. Verlinkungen : Welche Seiten werden verlinkt? Welche deiner Unterseiten tauchen als Landingpages auf? Dieser Messwert zeigt dir, welche Inhalte die LLMs als relevant genug einstufen, um sie zu empfehlen. Das sind deine stärksten Inhalte im KI-Kontext. Nutzerverhalten: Verweildauer, Absprungrate und Engagement-Rate des AI Traffics im Vergleich zu anderen Kanälen geben Aufschluss darüber, ob der verlinkte Content auch zur Erwartungshaltung der Nutzer*innen passt. Hohe Absprungraten können dagegen bedeuten, dass die verlinkte Seite nicht das liefert, was die KI-Antwort versprochen hat. Was du aus dem AI Traffic in GA4 ableiten kannst Die Landingpages (mit dem AI Traffic) sind dein direktes Feedback darüber, welche Inhalte die LLMs als zitierwürdig einstufen. Schau dir an, welche Gemeinsamkeiten diese Seiten haben: Sind es eher erklärende Ratgeberartikel? Detaillierte Anleitungen? Definitionen? Diese Muster zeigen dir, welches Content-Format LLMs bevorzugen – und das kannst du gezielt für neue Inhalte nutzen! Content-Lücken identifizieren Verschaffe dir einen Überblick darüber, über welche Themen dein AI Traffic kommt, und vergleiche sie mit deinem gesamten Content-Angebot. Gibt es Themenfelder, zu denen du zwar Traffic bekommst, aber nur wenige oder dünne Inhalte hast? Das sind deine Content-Lücken – also Bereiche, in denen LLMs dich bereits als relevante Quelle wahrnehmen, du aber noch nicht das volle Potenzial ausschöpfst. Content gezielt für LLMs optimieren (GEO) Generative Engine Optimization, kurz GEO, ist das Pendant zu klassischer SEO – nur eben für KI-Systeme. Konkret geht es darum, Inhalte so zu strukturieren, dass LLMs sie leicht verarbeiten und zitieren können. Dazu gehören klare, präzise Antworten auf spezifische Fragen, gut strukturierte Abschnitte mit eindeutigen Überschriften sowie eine vertrauenswürdige, quellenbasierte Sprache. Seiten, die bereits AI Traffic bekommen, sind dabei dein bester Ausgangspunkt – sie funktionieren offensichtlich schon, und gezielte Optimierung kann ihre Sichtbarkeit in LLM-Antworten weiter steigern. Fazit: AI Traffic wird ein strategischer Erfolgsfaktor AI Traffic in GA4 zu erkennen ist möglich, aber nur mit den richtigen Methoden. Wer die AI-Sichtbarkeit versteht und sauber trackt, erhält wertvolle Insights über die Relevanz und Zukunftsfähigkeit der eigenen Inhalte. Für Unternehmen bedeutet das eine neue Verantwortung bei Content Erstellung und technischer Optimierung. Wenn du Unterstützung bei Tracking, SEO/GEO oder der AI Content Strategie benötigst, melde dich gerne bei uns. Unser Team hilft dir, KI-Sichtbarkeit messbar zu machen und deine Maßnahmen datenbasiert auszurichten. Jetzt Kontakt aufnehmen! FAQ Was ist der Unterschied zwischen AI Traffic und Bot Traffic? Bot Traffic stammt von klassischen Crawlern, während AI Traffic aus KI-Systemen und echten Nutzern in KI-Oberflächen resultiert. Wird AI Traffic in GA4 automatisch markiert? Nicht vollständig. Einige Systeme werden erkannt, vieles muss allerdings über Segmente oder Referrer herausgefiltert werden. Welche KI-Plattformen sollte ich in GA4 tracken? Die wichtigsten Quellen sind aktuell ChatGPT, Perplexity, Claude, Gemini und Microsoft Copilot. ChatGPT ist dabei in der Regel die größte Quelle, da es automatisch UTM-Parameter setzt und damit am saubersten in GA4 erkennbar ist. Lohnt sich die Auswertung von AI Traffic, wenn das Volumen noch gering ist? Eindeutige Antwort: Ja! Wer jetzt beginnt, AI Traffic zu messen und zu verstehen, baut einen Vorsprung auf, bevor dieser Kanal für die Branche zum Standard wird. Ähnlich wie bei SEO in den frühen 2000er Jahren gilt: Wer früh dabei ist, profitiert langfristig.
Content gezielt für Prompts optimieren mit dem Query Fan-Out Prinzip
13.02.2026

Julien
Moritz
Kategorie:
SEO

Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Claude oder Gemini verändern gerade grundlegend, wie Inhalte gefunden, bewertet und genutzt werden. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur über klassische Suchanfragen, sondern zunehmend über Prompts, die Nutzer*innen in KI-Systeme eingeben. Ein aktuell häufig genanntes Prinzip, um den eigenen Content dahingehend zu optimieren, ist das sogenannte Query Fan-Out Prinzip. Doch was bedeutet das speziell für deinen Content? In diesem Artikel erfährst du, wie ChatGPT & Co. Anfragen im Hintergrund zerlegen und wie du deinen Content so aufbauen kannst, dass er für LLMs relevant, verständlich und zitierfähig ist. Das Wichtigste in Kürze LLMs erzeugen aus einem Prompt mehrere Suchanfragen gleichzeitig (Query Fan-Out). Diese Queries laufen oft parallel auf Deutsch und Englisch. Inhalte werden anhand von Themen, Entitäten, Begriffen und Synonymen bewertet. In wenigen Schritten kannst du selbst analysieren, welche Queries ChatGPT nutzt. Wir zeigen dir hier, wie es geht. Daraus lassen sich konkrete Anforderungen für deinen Content-Aufbau ableiten. Was ist Query Fan-Out? Query Fan-Out beschreibt den Prozess, bei dem ein LLM aus einem einzelnen Prompt mehrere Unterfragen erzeugt. Ein Prompt wird also in mehrere Anfragen aufgefächert. Diese Vielzahl an Anfragen nennt man Fan-Out, weil sich eine Anfrage wie ein Fächer in viele einzelne Queries aufteilt. Im Hintergrund schickt das System also simultan verschiedene Suchanfragen an den Index (z. B. Bing oder Google). Erst aus der Synthese der ausgewählten Ergebnisse baut die KI die finale Antwort zusammen. Wie man dies ganz einfach selbst für einen Prompt untersucht, sehen wir uns in einer Schritt-für-Schritt Anleitung an. Warum ist Query Fan-Out so wichtig? Dein Content hat das Ziel, gefunden zu werden. Heute werden allerdings immer häufiger Large Language Models genutzt. Dadurch ändern sich die Anforderungen an deinen Content, damit er weiterhin in den Google Suchergebnissen auftaucht aber auch von möglichst vielen LLMs zur Antwortgenerierung genutzt wird. Je besser deine Inhalte zu den erzeugten Queries passen, desto wahrscheinlicher wird er von LLMs auch tatsächlich als Quelle verwendet. Schritt-für-Schritt Anleitung: Welche Queries werden von ChatGPT erstellt? Anhand eines Beispiel-Prompts in ChatGPT lässt sich sehr gut erkennen, wie diese Queries aussehen. Das kannst du ganz einfach für deine eigenen Prompts nachmachen und dahingehend deinen Content optimieren. Schritt 1: Entwicklertools öffnen Öffne ChatGPT im Browser Gib einen Prompt ein und sende ihn ab Rechtsklick irgendwo im Interface „Untersuchen“ auswählen Schritt 2: Netzwerk-Tab filtern & Chat-ID suchen Wechsle in den Tab „Netzwerk“ Filtere nach Fetch / XHR Kopiere die Chat-ID aus dem letzten Teil der URL Füge sie in das Suchfeld ein Lade die Seite neu Schritt 3: Netzwerk-Request auswählen Klicke auf den Netzwerk-Request mit der Chat-ID im Namen Wechsle in den Reiter „Antwort“ Schritt 4: Queries finden Suche nach dem Begriff „queries“ Nun siehst du konkrete Suchanfragen, die ChatGPT für die Websuche nutzt Meistens auf Deutsch und Englisch Schritt 5: Auswertung der Anfragen Folgender Prompt wurde eingegeben: “Ich möchte meinen Fernseher an die Wand hängen. Welcher Sitzabstand wird für einen 65 Zoll großen OLED Fernseher empfohlen? Ich suche eine schwenkbare Wandhalterung, die besonders hochwertig und sicher ist. Vergleiche aktuelle Modelle und schlage mir die besten vor!” ChatGPT nutzt zwei Sub-Queries in der Websuche, um passende Inhalte zu finden: 1. DE: “ schwenkbare Wandhalterung 65 Zoll Fernseher Empfehlungen Wandhalterung TV 65\" schwenkbar” 1. EN: “ best full motion TV wall mount for 65 inch TVs review high quality” 2. DE: “Empfohlener Sitzabstand 65 Zoll Fernseher Abstand OLED TV Sitzabstand” 2. EN: “what is recommended viewing distance for 65 inch TV” Aus diesen Anfragen sucht ChatGPT nach passenden Quellen und generiert anschließend folgende Antwort, mit Quellenangabe: Nun solltest du dir die Queries und auch die genutzten Quellen genau anschauen. Welche Content-Typen werden zitiert? Das genutzte Beispiel zeigt klar, dass es ein Informations-Cluster und ein Vergleichs-Cluster gibt. Es werden unterschiedliche Quellen für diese Cluster genutzt. Um für diesen Prompt optimal gefunden zu werden, benötigst du auf der einen Seite einen informativen Artikel zum Thema “Empfohlener Sitzabstand zum Fernseher” . Aus der Anfrage von ChatGPT lässt sich ableiten, dass die Unterthemen: TV-Größe in Zoll und Display-Arten (z.B. OLED) behandelt werden sollten. Außerdem sollte das Synonym TV Sitzabstand im Content vorkommen, am besten in einer H2. Die Produkt-Auswahl stammt von anderen Artikeln. Demnach sollten deine Produkte in möglichst vielen Vergleichsartikeln (auf externen Websites) zum Thema “Beste TV-Wandhalterung” vorkommen, damit sie hier präsentiert werden können. Zusätzlich greift ChatGPT auf die Websites der Hersteller zu. Mit dem eigenen Content auf Produkt- und Kategorieseiten können die Antworten von LLMs beeinflusst werden. Überlege dir also klar, was dein Produkt oder deine Dienstleistung ausmacht und wie du dich von Mitbewerbern abhebst. Denn genau diese Vorteile können Nutzer*innen aus dem KI-Chat auf deine eigene Website bringen. Außerdem kann es auch von Vorteil sein, eigene Vergleichsartikel zu veröffentlichen. Darin solltest du natürlich deine eigene Brand stark präsentieren, aber auch Mitbewerber und ihre Vorteile erwähnen. LLMs wissen, dass die Informationsdichte im englischsprachigen Netz oft höher ist. Eigene Inhalte zu übersetzen kann somit von großem Vorteil sein und für eine höhere Sichtbarkeit bei ChatGPT und Co. Sorgen. Strategien zur Optimierung für das Query Fan-Out Prinzip Was bedeutet das Query Fan-Out Prinzip für den eigenen Content? Du brauchst eine SEO-Strategie, die auch im Zeitalter von generativer KI funktioniert. Dafür haben wir fünf Tipps, die du direkt umsetzen kannst. 1. Ganzheitliche Themencluster statt Keyword-Fokus Das Google Query Fan-Out Verhalten zeigt, dass Themen in ihrer Gesamtheit erfassen wollen. LLMs teilen einen Prompt in mehrere thematische Cluster mit unterschiedlichem Intent auf, etwa Informations-, Vergleichs- oder Produkt-Queries. Informativer Content sollte ganzheitlich aufgebaut sein. Inhalte sollten nicht nur „Was“-Frage beantworten, sondern auch das „Wie“, „Warum“ und „Was sind die Alternativen?“. Nutze dabei gezielt Synonyme und verwandte Entitäten. Wenn du über „TV-Wandhalterungen“ schreibst, müssen z.B. auch Begriffe wie „VESA“, „Schwenkbar“ und „OLED-Fernseher“ fallen. 2. Direkte Antworten Schreibe präzise Definitionen und direkte Antworten auf Nutzer*innenfragen an den Anfang deiner Absätze . Eine KI, die eine schnelle Antwort auf eine Sub-Query sucht, zitiert eher den Text, der eine klare Antwort liefert: „Der ideale Sitzabstand für einen 65 Zoll OLED-TV beträgt etwa 2,50 bis 2,80 Meter.“ Vermeide dabei unnötige Füllsätze, nur um Keywords einzubinden. Weiterführende und umfangreiche Informationen unter Berücksichtigung sekundärer Keywords kannst du danach platzieren. 3. Strukturierte Daten LLMs arbeiten ressourcensparend und lieben Struktur. Wenn eine KI einen Preisvergleich oder eine technische Analyse durchführt, greift sie bevorzugt auf Daten in Schema.org ausgezeichneten Informationen zurück. Verwende Strukturiere Daten im Format JSON-LD, um beispielsweise Produkte, FAQs und Rezensionen maschinenlesbar zu machen. 4. International sichtbaren Content mitdenken Oft generieren Large Language Models automatisch englischsprachige Queries, selbst wenn Prompts auf Deutsch geschrieben werden. Daher wird es umso wichtiger, international sichtbaren Content aufzubauen, selbst wenn die eigene Zielgruppe deutschsprachig ist. Du solltest deine Kerninhalte auch in englischer Sprache zur Verfügung stellen. 5. “Externe” Sichtbarkeit aufbauen Transaktionale Anfragen, wie “Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis TV-Wandhalterung 2026”, werden mithilfe von Vergleichs-Content und Nutzer*innen-Rezensionen beantwortet. Wer mit seiner Marke in LLMs sichtbar sein will, muss sich eine Bekanntheit aufbauen. Content-Partnerschaften mit Magazinen oder Kooperationen mit Influencern, die unabhängige Berichte und Produktvergleiche veröffentlichen, sind ein großer Hebel. Es geht nicht mehr nur im klassische Backlinks, die für Autorität sorgen, sondern um Nennungen der Marke im relevanten Kontext auf möglichst vielen Plattformen. Das können eigene Artikel von Magazinen, Mitbewerbern, Online-Händlern aber auch UGC-Content auf YouTube, Reddit und Co . sein. Fazit: SEO & GEO vereint Query Fan-Out macht sichtbar, wie LLMs Inhalte finden und bewerten. Wenn du deinen Content so aufbaust, dass er mehrere Fragen gleichzeitig beantwortet, thematisch vollständig ist und relevante Entitäten sowie Synonyme berücksichtigt, optimierst du nicht nur für klassische Suchmaschinen, sondern gezielt für KI-Systeme. Genau dort entsteht aktuell eine neue Form von Sichtbarkeit. Die Optimierung für das Query Fan-Out Prinzip ist kein „Nice-to-have“ mehr, sondern das neue Fundament für digitale Sichtbarkeit. Indem du verstehst, wie LLMs Anfragen zerlegen, kannst du Inhalte erstellen, die nicht nur gefunden, sondern als vertrauenswürdige Quelle zitiert werden. Wenn du dabei Unterstützung brauchst oder deinen Content gezielt für LLMs optimieren möchtest, kann dich unser SEO / GEO -Team gerne beraten. Kontaktiere uns jetzt!
ChatGPT für Ad-Copy: Wie aus strategischen Entscheidungen messbare Performance wird
30.01.2026

Yasser
Teilab
Kategorie:
SEA

Gute Anzeigen entstehen selten aus einem plötzlichen Geistesblitz oder aus reinem kreativen Chaos. In der Welt des Performance-Marketings sind sie das Ergebnis eines rigorosen Prozesses: Klare Entscheidungen, saubere Hypothesen und die unermüdliche Bereitschaft, diese im Markt gegen die Realität der Daten zu testen. Genau an diesem Punkt wird ChatGPT für Ad-Copy entweder zu einem hochwirksamen Präzisionswerkzeug oder zu einer reinen Textproduktionsmaschine, die lediglich digitales Rauschen erzeugt. Die KI entscheidet nicht über den Erfolg einer Kampagne. Sie legt lediglich gnadenlos offen, wie strukturiert das eigene Marketingdenken tatsächlich ist. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du ChatGPT von einer „Schreibhilfe“ in ein strategisches Performance-Tool verwandelst, das deine Google Ads und Meta Ads auf ein neues Level hebt. Genau diese strategische Herangehensweise setzen wir bei den internetwarriors täglich in Google Ads und Meta Ads um – datengetrieben, testbasiert und skalierbar. Buche jetzt einen Termin bei uns! Das Paradoxon der KI-Textproduktion: Warum mehr Content nicht automatisch mehr Erfolg bedeutet Ad-Copy war schon immer ein Testproblem. Marketer formulieren Annahmen, bringen diese live und lassen die Zahlen entscheiden. Das eigentliche Limit lag bisher nie im Tracking oder in der Auswertung, sondern in der operativen Kapazität. Jede neue Anzeige, jeder neue „Angle“ kostete Zeit in der Konzeption, Abstimmung und Erstellung. ChatGPT hat dieses Limit gesprengt. Ein neuer Einstieg oder eine alternative Tonalität lässt sich heute in Sekunden entwickeln. Doch genau hier liegt die Falle: Wer ChatGPT falsch einsetzt, skaliert lediglich mittelmäßig. Der Shift im Arbeitsalltag: • Früher: Der Engpass war das Schreiben (Copywriting). • Heute: Der Engpass ist das Denken (Strategie & Psychologie). ChatGPT denkt nicht strategisch. Es entscheidet nicht, welche Botschaft im Markt relevant ist. Wenn Anzeigen zuvor nicht funktioniert haben, wird ChatGPT dieses Problem nicht lösen – es wird das Scheitern lediglich beschleunigen, indem es mehr schlechte Anzeigen in kürzerer Zeit produziert. Die Vorarbeit: Ad-Copy beginnt nicht im Prompt, sondern in der Zuspitzung Ein Großteil der als „generisch“ empfundenen KI-Texte ist nicht auf das Modell zurückzuführen, sondern auf ein schwaches Briefing. Bevor du den ersten Prompt in das Chat-Fenster tippst, muss eine zentrale Frage beantwortet sein: Warum sollte die Zielgruppe genau jetzt klicken? Die Psychologie des Klicks Menschen klicken nicht auf Anzeigen, weil ein Produkt „innovativ“ oder „marktführend“ ist. Sie klicken, weil sie eine Transformation erwarten. ChatGPT ist hervorragend darin, eine klar definierte Idee in Varianten zu übersetzen, aber es ist ungeeignet, diese Idee selbst zu finden. Was du definieren musst, bevor du ChatGPT nutzt: Der spezifische Schmerzpunkt: Welches konkrete Problem raubt deinem Kunden den Schlaf? (Nicht: „Er braucht Software“, sondern: „Er hat Angst vor Datenverlust“) Der funktionale Nutzen: Was verbessert sich sofort? (Zeitersparnis, Risikoreduktion, Statusgewinn) Die Einwandvorbehandlung: Welcher Gedanke hindert den Kunden am Klick? („Zu teuer“, „Zu kompliziert“, „Keine Zeit für den Wechsel“) Denken in „Angles“: Das Framework für hochkonvertierende Ads Wer ChatGPT für Ad-Copy nutzt, sollte aufhören, nach „Texten“ zu fragen, und beginnen, in Angles zu denken. Ein Angle ist eine bewusste Entscheidung für eine psychologische Perspektive Angle-Typ Fokus Beispiel (Projektmanagement-Tool) Effizienz Zeitersparnis & Fokus „Gewinne 5 Stunden pro Woche zurück.“ Sicherheit Fehlervermeidung & Kontrolle „Nie wieder eine Deadline verpassen.“ Einfachheit Geringe Hürde & Usability „In 2 Minuten eingerichtet. Ohne Training.“ Social Proof Vertrauen & Benchmarking „Warum 500+ Agenturen gewechselt haben.“ Die Regel: Ein Angle entspricht immer genau einer Hypothese. Erst wenn der Angle feststeht, lassen wir ChatGPT die Varianten formulieren. Angles zu definieren, zu testen und systematisch zu skalieren ist kein Kreativ-, sondern ein Strategieproblem. Wenn du wissen willst, wie wir solche Hypothesen in performante Kampagnen übersetzen, erfahre jetzt mehr über unsere Arbeitsweise! ChatGPT für Google Ads: Responsive Search Ads (RSA) meistern In Google Ads spielt die KI ihre Stärken besonders bei den Responsive Search Ads aus. Diese Anzeigenform lebt von der Kombination verschiedener Bausteine. Der häufigste Fehler? 15 Headlines zu erstellen, die alle fast dasselbe sagen. Das Baustein-Prinzip Effektive RSA-Copy entsteht, wenn jede Headline eine klare Funktion erfüllt. Wir nutzen ChatGPT, um diese Funktionen gezielt zu bedienen: • Funktion A: Problembeschreibung. (z.B. „Mühsame Excel-Listen?“) • Funktion B: Nutzenversprechen. (z.B. „Automatisches Reporting auf Knopfdruck“) • Funktion C: Vertrauenssignal. (z.B. „Testsieger 2024“) • Funktion D: Call-to-Action. (z.B. „Jetzt Demo anfordern“) Strategischer Prompt-Tipp für Google Ads: "Erstelle für das Produkt [X] insgesamt 10 Headlines für eine Google Search Ad. Wichtig: Erstelle 3 Headlines, die ein Problem adressieren, 3 Headlines, die einen Vorteil nennen und 4 Headlines mit einem starken CTA. Jede Headline darf maximal 30 Zeichen lang sein. Vermeide Wiederholungen." Meta Ads: Der Kampf um den „Scroll-Stop“ Im Meta-Umfeld (Facebook & Instagram) ist die Aufmerksamkeitsspanne minimal. Der erste Satz – der Hook – entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. ChatGPT als Hook-Generator Statt komplette Anzeigen generieren zu lassen, ist es effektiver, ChatGPT ausschließlich für die Entwicklung von Einstiegen zu nutzen. Ein starker Hook muss den Nutzer aus seiner passiven Scroll-Trance reißen. Drei Hook-Formate, die du mit ChatGPT testen solltest: Die provokante Frage : „Wusste dein Team heute Morgen wirklich, was oberste Priorität hat?“ Die „Statistik“-Aussage : „78% aller Projekte scheitern an schlechter Kommunikation – so verhinderst du es.“ Das „Negative Framing“ : „Hör auf, Zeit in Meetings zu verschwenden, die auch eine E-Mail hätten sein können.“ Wichtig : Auch wenn ChatGPT die Texte liefert, bleibt die manuelle Prüfung der Werberichtlinien (besonders bei sensiblen Themen wie Finanzen oder Gesundheit) unverzichtbar. Praxis-Guide: So briefst du ChatGPT wie ein Profi Um Ergebnisse zu erhalten, die nicht nach „Roboter“ klingen, brauchst du ein strukturiertes Briefing-Framework. Wir bei den internetwarriors nutzen oft folgendes Schema: Schritt 1: Die Rollenzuweisung Beginne immer damit, der KI eine Identität zu geben. "Du bist ein erfahrener Performance-Marketer und Conversion-Copywriter. Dein Ziel ist es, Texte zu schreiben, die nicht nur informieren, sondern eine Handlung (Klick/Kauf) auslösen." Schritt 2: Der Kontext-Input Füttere die KI mit harten Fakten: • Zielgruppe: Konkrete Persona (z.B. „Geschäftsführer kleiner Agenturen, 30-50 Jahre, gestresst“) • Angebot: Was ist das unwiderstehliche Angebot? • Einwand: Was ist das größte Bedenken der Kunden? • Tonfall: z.B. „Direkt, professionell, ohne Marketing-Floskeln“ Schritt 3: Die Iteration Gib dich nie mit dem ersten Ergebnis zufrieden. Nutze Befehle wie: • "Schreibe das Ganze kürzer und prägnanter." • "Entferne alle Adjektive wie 'revolutionär' oder 'einzigartig'." • "Formuliere Angle 2 für eine Zielgruppe um, die sehr preissensibel ist." Der „Warriors-Check“: Die 5 häufigsten Fehler bei KI-Ads Damit deine Performance-Kampagnen nicht im Mittelmaß versinken, solltest du folgende Fehler vermeiden: Zu viel Vertrauen in die Fakten: ChatGPT halluziniert manchmal. Prüfe USPs und Daten immer manuell. Fehlende Brand-Voice: Wenn die KI zu sehr nach „Verkäufer“ klingt, verlierst du das Vertrauen deiner Zielgruppe. Justiere den Tonfall nach. Ignorieren der Plattform-Logik: Ein Text, der auf LinkedIn funktioniert, wird auf Instagram kläglich scheitern. Passe die Formate an. Kein A/B-Testing: Viele Marketer nutzen KI, um eine perfekte Anzeige zu finden. Das Ziel sollte aber sein, fünf radikal unterschiedliche Ansätze zu finden und diese gegeneinander zu testen. Marketing-Bullshit-Bingo: Wörter wie „ganzheitlich“, „synergetisch“ oder „innovativ“ sind Klick-Killer. Weise die KI an, diese Wörter zu streichen. Ausblick: Die Zukunft der Ad-Creation Wir bewegen uns auf eine Ära zu, in der die KI nicht nur den Text, sondern auch das Bild und das Video in Echtzeit an den einzelnen Nutzer anpasst. Doch auch in dieser Welt bleibt eine Konstante bestehen: Die Strategie schlägt das Tool. Wer heute lernt, ChatGPT als Partner für die Hypothesenbildung und Angles-Entwicklung zu nutzen, wird einen uneinholbaren Vorsprung haben. Es geht nicht darum, schneller zu schreiben – es geht darum, schneller zu lernen, was im Markt funktioniert. Fazit: ChatGPT ist dein Hebel, nicht dein Ersatz Wenn ChatGPT in deinem Setup bislang vor allem dazu diente, „schnell mal einen Text“ zu erstellen, bleibt ein Großteil des Potenzials ungenutzt. Der entscheidende Hebel liegt in der systematischen Verzahnung von psychologischem Know-how, sauberer Struktur und der Schnelligkeit der KI. Genau hier setzen wir als internetwarriors an. Als Spezialisten für Google Ads und Meta Ads helfen wir Unternehmen dabei: • Ad-Copy-Prozesse strategisch aufzubauen. • KI sinnvoll und datengetrieben in Kampagnen zu integrieren. • Skalierbare Setups zu entwickeln, die nicht auf Zufall, sondern auf validierten Hypothesen basieren. Willst du ChatGPT nicht nur als Schreibmaschine, sondern als echtes Performance-Werkzeug einsetzen? Wir unterstützen dich dabei, deine Botschaften so zuzuspitzen, dass sie nicht nur gesehen werden, sondern konvertieren. Melde dich bei uns für eine unverbindliche Analyse deiner aktuellen Kampagnen! Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt – aber mit dem strategischen Verstand eines Warriors kuratiert.
2026 und das Zeitalter der Agentic Search - Wenn Kunden keine Menschen mehr sind
14.01.2026

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Growth Marketing

Hier findest du alle Teile unserer Blogserie: Teil 1 - Warum "Zero-Sum" ein Irrtum ist und die Suche gerade erst beginnt | findest du hier Teil 2 - Das "December 2025 Core Update" und wie man die Sichtbarkeit zurückgewinnt | findest du hier Teil 3 - Werben im Zeitalter der Konversation – Warum Keywords nicht mehr genügen | findest du hier ————— Blogserie: Die Transformation der Suche 2026 (Teil 4/4) Willkommen in der Zukunft. Oder besser gesagt: Willkommen in der Gegenwart des Jahres 2026. In den vorangegangenen Teilen haben wir den Traffic-Crash analysiert und die neuen Werbetools beleuchtet. Zum Abschluss dieser Serie wagen wir den Blick auf das, was gerade entsteht: Das "Agentic Web". Die größte Veränderung, die uns bevorsteht, ist nicht, wie Menschen suchen, sondern wer sucht. Wir erleben den Übergang von der Informationsbeschaffung zur Aufgaben-Erledigung. "Preferred Sources": Die Demokratisierung des Algorithmus Beginnen wir mit einer Technologie, die bereits da ist und SEO für immer verändern wird: "Preferred Sources". Ende 2025 rollte Google dieses Feature global aus. Nutzer*innen können nun aktiv Nachrichtenquellen und Publisher markieren (mit einem Stern), die sie bevorzugen. Warum ist das revolutionär? Bisher war SEO ein technischer Kampf gegen einen anonymen Algorithmus. Jetzt wird Brand Loyalty zum direkten Rankingfaktor. Wenn Nutzer*innen deiner Seite als "Preferred Source" markiert, erhalten deine Inhalte einen permanenten Boost in seinem Feed – völlig unabhängig davon, was das nächste Core Update sagt. Das bedeutet: Community > Keywords: Eine kleine, loyale Fanbasis ist wertvoller als breiter, volatiler Traffic. Trust als Metrik: Du musst deine Nutzer*innen aktiv dazu motivieren, deine Marke als bevorzugte Quelle zu wählen. Das ist der neue Newsletter-Signup. "Live with Search": Die Welt durch die Kamera sehen SEO war bisher textbasiert. Mit "Live with Search" wird es multimodal. Nutzer*innen können nun via Kamera und Sprache in Echtzeit mit Google interagieren. Ein Nutzer filmt ein Regal im Baumarkt und fragt: "Welcher dieser Dübel hält in einer Rigips-Wand?". Dank des neuen Gemini Native Audio Modells antwortet Google flüssig, wie ein menschlicher Berater im Ohr. Die Implikation für Marken: Ihre Produkte müssen visuell identifizierbar sein. Verpackungsdesign wird zu SEO. Und: deine Website muss Fragen beantworten, die man stellt, während man das Produkt ansieht, nicht nur, während man danach sucht. "Agentic Search": Vom Suchen zum Erledigen Der Begriff des Jahres 2026 lautet "Agentic Search". Ein KI-Agent (Agent) ist mehr als ein Chatbot. Ein Chatbot gibt Informationen. Ein Agent handelt. Suche 2024: "Zeig mir Flüge nach London." Agentic Search 2026: "Buche mir den günstigsten Flug nach London am Freitag, nimm meinen bevorzugten Sitzplatz am Gang und trag es in meinen Kalender ein." Experten prognostizieren, dass der Markt für KI-Agenten bis 2030 auf über 50 Milliarden Dollar explodieren wird. Für uns bei internetwarriors.de bedeutet das eine radikale Umstellung der "Search Everywhere Optimization" (SEO). Wenn dein "Besucher" ein Bot ist, braucht er kein schönes Design. Er braucht APIs, klare Schema.org-Strukturen und fehlerfreie Logik. Wir optimieren Websites nicht mehr nur für menschliche Augen, sondern für maschinelle Aktoren. Gemini in Translate: Der globale Wettbewerb Zu guter Letzt fällt die letzte Bastion: Die Sprachbarriere. Mit der Integration von Gemini in Google Translate werden Übersetzungen kontextsensitiv und kulturell nuanciert. Ein US-Shop kann dank Echtzeit-Übersetzung plötzlich den deutschen Markt bedienen, als wäre er lokal ansässig. Für deutsche Unternehmen bedeutet das: Der Wettbewerb wird global. Aber auch Ihre Chancen werden global. Fazit: Das Jahr der Entscheidung Die Transformation der Suche 2026 ist keine Bedrohung für diejenigen, die Qualität bieten. Redundante Informationen sterben aus (Dezember-Update). Transaktion und Expertise gewinnen (Liz Reid Theorie). Werbung wird intelligent und kontextbasiert (AI Max). Markenbindung schlägt Algorithmus (Preferred Sources). Bei internetwarriors sind wir bereit für diese Ära. Wir helfen dir, nicht nur gefunden zu werden, sondern gewählt zu werden – von Menschen und von Agenten. Lass uns gemeinsam deine Strategie für 2026 besprechen. Vereinbare jetzt einen Termin .
Werben im Zeitalter der Konversation – Warum Keywords nicht mehr genügen
13.01.2026

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Growth Marketing

Hier findest du alle Teile unserer Blogserie: Teil 1 - Warum "Zero-Sum" ein Irrtum ist und die Suche gerade erst beginnt | findest du hier Teil 2 - Das "December 2025 Core Update" und wie man die Sichtbarkeit zurückgewinnt | findest du hier Teil 4 - 2026 und das Zeitalter der Agentic Search - Wenn Kunden keine Menschen mehr sind | findest du hier ————— Blogserie: Die Transformation der Suche 2026 (Teil 3/4) In den ersten beiden Teilen dieser Serie haben wir die wirtschaftliche Theorie hinter Googles Transformation ("Expansionary Moment") und die brutale Realität des Dezember-Updates für SEOs analysiert. Doch während SEOs noch Wunden lecken, müssen SEA-Manager*innen (Search Engine Advertising) ihre Waffen neu schmieden. Das Jahr 2026 markiert das Ende der klassischen Keyword-Dominanz. Mit der Einführung von "AI Max for Search" und der Öffnung des "AI Mode" für Werbung hat Google die Spielregeln der Monetarisierung grundlegend geändert. Wer heute noch versucht, exakte Keywords ("Exact Match") gegen eine KI zu bieten, kämpft mit Pfeil und Bogen gegen Drohnen. In diesem Artikel dekonstruieren wir die neue Werbe-Infrastruktur und zeigen, wie du Anzeigen in einer Welt schaltest, in der Nutzer*innen nicht mehr suchen, sondern sich unterhalten. AI Max: Der "Intent Engine" ersetzt das Keyword Lange Zeit war "Performance Max" (PMax) das Allheilmittel für Googles Inventar. Doch für reine Suchkampagnen gab es eine Lücke. Diese wird nun durch "AI Max for Search" geschlossen, ein Tool, das Google als "One-Click Power-Up" vermarktet. Das Problem mit Keywords Stell dir vor, Nutzer*innen suchen: "Ich brauche ein Auto für 3 Kinder und einen Hund, das elektrisch fährt und unter 50.000 Euro kostet." Früher musstes du auf Kombinationen wie "Elektro SUV", "Familienauto günstig" oder "7-Sitzer" bieten. Es musste also geraten werden, was die Nutzer*innen eingeben. AI Max dreht dieses Prinzip um. Es analysiert nicht die Wörter (Strings), sondern die Absicht (Intent). Wie AI Max funktioniert AI Max nutzt deine Website und Ihre Assets als Basis. Wenn Nutzer*innen die oben genannte komplexe Anfrage stellt, versteht die KI den Kontext ("Familie + Platzbedarf + Budgetgrenze"). Sie scannt Ihre Landing Page, findet Ihr Modell "E-Family Van", generiert dynamisch eine passende Headline (z.B. "Der perfekte E-Van für Ihre 5-köpfige Familie") und spielt die Anzeige aus – selbst wenn du das Keyword "Hund" nie gebucht hast. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Beta-Tests zeigen eine Steigerung der Conversions um 27% bei ähnlichem CPA (Cost per Acquisition) im Vergleich zu reinen Keyword-Kampagnen. Strategischer Rat: Keywords werden zu bloßen "Signalen". Ihre Landing Page und Ihre Creative Assets (Bilder, Texte) werden zum eigentlichen Targeting. Wenn Ihre Landing Page die Frage nicht beantwortet, kann AI Max keine Anzeige generieren. Der "AI Mode": Anzeigen in der Unterhaltung Der "AI Mode" ist Googles Antwort auf ChatGPT und Perplexity – eine rein konversationelle Oberfläche, die komplexe, mehrstufige Anfragen bewältigt. Die entscheidende Frage für Advertiser war lange: Wo ist hier Platz für Werbung? Die Antwort lautet: Sponsored Responses . Integration statt Unterbrechung Im Gegensatz zur klassischen Suche, wo Anzeigen oft als Störfaktor wahrgenommen werden, integriert Google Anzeigen im AI Mode nahtlos in den Dialog. Szenario: Nutzer*innen planen eine Reise nach Tokio und fragt den AI Mode nach Hotels in der Nähe des Shibuya Crossing mit Pool. Werbung: Statt eines Banners erscheint Ihr Hotel als Teil der Antwort, markiert als "Gesponsert", inklusive Bild und direktem Buchungslink. Da Anfragen im AI Mode "2x bis 3x länger" sind als in der klassischen Suche, erhält der Algorithmus wesentlich mehr Kontextsignale. Das ermöglicht ein Targeting von bisher unerreichter Präzision. Ein Nutzer, der so spezifisch fragt, befindet sich tief im Funnel. Die Klickrate mag sinken, aber die Conversion-Rate steigt. Die neue Währung: Assets Um in AI Max und AI Mode stattzufinden, benötigst du "Rohmaterial". Die KI baut die Anzeige in Echtzeit zusammen. Das bedeutet für dich: Visuelle Exzellenz: Du brauchst hochwertige Bilder und Videos. AI Max priorisiert visuelle Elemente, um "Rich Cards" im Chat zu erstellen. Strukturierte Daten: Dein Produkt-Feed (Merchant Center) muss makellos sein. Die KI muss wissen, ob der Schuh "wasserdicht" ist, um ihn auf die Frage "Laufschuhe für Regen" ausspielen zu können. Broad Match + Smart Bidding: Dies ist die technische Voraussetzung. "Exact Match" schneidet dich von den neuen KI-Oberflächen ab. Du müsstest dem Algorithmus die Leine lassen (Broad Match), ihn aber über das Ziel (Smart Bidding auf ROAS/CPA) steuern. Fazit für Teil 3 Wir bewegen uns von einer "Search Engine" zu einer "Answer Engine". Werbung muss zur Antwort werden. Werbebanner sterben aus; hilfreiche, kontextsensitive Produktvorschläge übernehmen. Wird deine Keyword-Listen nicht weg, aber behandeln sie als das, was sie sind: Relikte aus einer Zeit, als wir noch in "Telegrafensprache" mit Maschinen sprachen. Benötigen Sie Hilfe bei der Umstellung auf AI Max? Das SEA-Team von internetwarriors auditiert Ihr Konto und macht es fit für 2026.
Das "December 2025 Core Update" und wie man die Sichtbarkeit zurückgewinnt
12.01.2026

Axel
Zawierucha
Kategorie:
Growth Marketing

Hier findest du alle Teile unserer Blogserie: Teil 1 - Warum "Zero-Sum" ein Irrtum ist und die Suche gerade erst beginnt | findest du hier Teil 3 - Werben im Zeitalter der Konversation – Warum Keywords nicht mehr genügen | findest du hier Teil 4 - 2026 und das Zeitalter der Agentic Search - Wenn Kunden keine Menschen mehr sind | findest du hier ————— Blogserie: Die Transformation der Suche 2026 (Teil 2/4) Während Liz Reid in Interviews die wirtschaftliche Stabilität der Google-Suche betonte, spielten sich in den Serverräumen und Marketingabteilungen weltweit Dramen ab. Das "December 2025 Core Update" wird als eines der volatilsten und härtesten Updates in die Geschichte eingehen. Es war nicht nur eine Korrektur; es war ein Systemwechsel. In diesem zweiten Teil analysieren wir die forensischen Daten des Updates, erklären, warum "Redundanz" das neue "Spam" ist, und zeigen dir mit dem neuen Feature "Preferred Sources" einen Ausweg aus der Abhängigkeit. Holiday Havoc: Das Timing des Schreckens Das Update begann am 11. Dezember 2025 um 9:25 Uhr PT und zog sich bis zum 1. Januar 2026 hin. Für E-Commerce und werbefinanzierte Publisher war dieses Timing – mitten im umsatzstärksten Quartal – der "Holiday Havoc". Die Auswirkungen waren brutal und sofort messbar: Traffic-Kollaps: Hunderte von Webseitenbetreibern meldeten Rückgänge der täglichen Besucherzahlen zwischen 70% und 85% . Discover ist tot (für viele): Besonders hart traf es Google Discover. Ein Publisher dokumentierte einen Rückgang der Impressionen um 98% innerhalb weniger Tage vor der offiziellen Ankündigung. Da Discover für viele News-Seiten mittlerweile bis zu zwei Drittel des Traffics ausmachte, kam dies einer Existenzbedrohung gleich. Volatilitäts-Index: Der SISTRIX Update Radar verzeichnete am Tag der Ankündigung einen Wert von 3.54 – ein massiver Ausschlag, der weit über normalen Schwankungen liegt. Die "Zweite Welle": Warum es zweimal weh tat Unsere Analysen bei internetwarriors zeigen ein ungewöhnliches Muster. Nach dem initialen Absturz am 11. Dezember gab es eine trügerische Ruhe, gefolgt von einer "Zweiten Welle" der Volatilität um den 20. Dezember. Wir interpretieren dies als zweistufigen Filterprozess: Phase 1 (Inhalt): Der Algorithmus scannte auf statische Qualitätsmerkmale und vor allem auf Redundanz. Phase 2 (User Signals): In der zweiten Welle wurden die Nutzerdaten der neuen AI Overviews ausgewertet. Seiten, die zwar noch rankten, aber im Vergleich zur KI-Antwort keine Klicks oder hohe Absprungraten generierten, wurden nachträglich abgewertet. Das neue Ranking-Gift: Redundanz Warum hat es so viele etablierte Seiten getroffen? Die Antwort liegt in der Natur der AI Overviews. Früher war eine Seite wertvoll, wenn sie Informationen gut zusammenfasste. Heute macht das die KI. Das Dezember-Update bestrafte Redundanz. Wenn Ihre Seite lediglich Fakten wiederholt, die im "Knowledge Graph" von Google bereits vorhanden sind (z.B. "Wie groß ist Liz Reid?"), ist Ihre Seite technisch überflüssig. Sie bieten keinen Mehrwert gegenüber der KI. Google hat seine "Helpful Content"-Signale nun fest in den Kern-Algorithmus integriert. "Helpful" bedeutet heute: Bietet diese Seite eine Perspektive, eine Erfahrung oder Daten, die die KI nicht halluzinieren oder aggregieren kann? Der Hoffnungsschimmer: "Preferred Sources" Doch Google nahm nicht nur, Google gab auch. Parallel zum Update und der Volatilität rollte Google das Feature "Preferred Sources" global aus. Dies ist vielleicht die wichtigste strategische Neuerung für 2026. Was ist es? Nutzer*innen können in den Sucheinstellungen oder direkt bei den "Top Stories" ihre bevorzugten Nachrichtenquellen markieren (durch einen Stern). Der Effekt: Inhalte dieser Quellen erhalten einen permanenten Ranking-Boost im persönlichen Feed der Nutzer*innen und erscheinen in einer eigenen Sektion "From your sources". Das ändert die Spielregeln der SEO fundamental. Bisher war SEO ein Kampf um den Algorithmus. Ab jetzt ist es auch ein Kampf um Brand Loyalty. Ein kleiner Nischen-Blog kann die großen Verlage ausstechen, wenn er eine loyale Community hat, die ihn aktiv als "Preferred Source" markiert. Wir sehen hier eine Demokratisierung des Algorithmus: Die Nutzer*innen entscheidet mit, wer rankt, nicht nur die KI. Ihre Überlebensstrategie für Q1 2026 Basierend auf diesen Daten empfehlen wir unseren Kund*innen folgende Sofortmaßnahmen: Redundanz-Audit: Überprüfe deinen Content. Wenn du einen Artikel hast, der von ChatGPT in 10 Sekunden genauso gut geschrieben werden könnte, lösche oder überarbeite ihn. Füge exklusive Daten, Expertenmeinungen oder Videos hinzu. Die "Star"-Kampagne: Starte Kampagnen, um die Nutzer*innen dazu zu bringen, dichals "Preferred Source" zu markieren. Erklären den User*innen, wie es geht. Das ist der neue Newsletter-Signup. Diversifizierung: Verlasse dich nicht allein auf Google Discover. Der 98%-Absturz zeigt, wie volatil dieser Kanal ist. Das Dezember-Update war schmerzhaft, aber es hat den Markt bereinigt. Wer jetzt noch steht, hat Substanz. Doch wie monetarisiert man diese Substanz in einer Welt, in der Keywords an Bedeutung verlieren? In Teil 3 unserer Serie tauchen wir tief in die neue Werbewelt von AI Max und AI Mode ein und zeigen dir, wie Anzeigen geschaltet werden, wenn keiner mehr sucht.
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