DE

EN

Julien
Wissen

- Blogbeiträge

Julien Moritz bringt seit Oktober 2023 frischen Wind in das SEO Team der internetwarriors. Mit seinem großen Interesse für Online Marketing und seiner Leidenschaft für SEO Strategien unterstützt er Unternehmen dabei, ihre digitale Präsenz zu verbessern. Seine zielstrebige und lösungsorientierte Arbeitsweise ermöglicht es den Kunden der internetwarriors ihre Ziele zu erreichen.

Julien
Wissen

- Blogbeiträge

Julien Moritz bringt seit Oktober 2023 frischen Wind in das SEO Team der internetwarriors. Mit seinem großen Interesse für Online Marketing und seiner Leidenschaft für SEO Strategien unterstützt er Unternehmen dabei, ihre digitale Präsenz zu verbessern. Seine zielstrebige und lösungsorientierte Arbeitsweise ermöglicht es den Kunden der internetwarriors ihre Ziele zu erreichen.

Julien
Wissen

- Blogbeiträge

Julien Moritz bringt seit Oktober 2023 frischen Wind in das SEO Team der internetwarriors. Mit seinem großen Interesse für Online Marketing und seiner Leidenschaft für SEO Strategien unterstützt er Unternehmen dabei, ihre digitale Präsenz zu verbessern. Seine zielstrebige und lösungsorientierte Arbeitsweise ermöglicht es den Kunden der internetwarriors ihre Ziele zu erreichen.

Alle Kategorien

SEO

SEA

Social Media

Webanalyse

Growth Marketing

Künstliche Intelligenz

Success Stories

Inside internetwarriors

Content gezielt für Prompts optimieren mit dem Query Fan-Out Prinzip

13.02.2026

Julien

Moritz

Kategorie:

SEO

Beitragsbanner des Artikels Query Fan-Out

Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Claude oder Gemini verändern gerade grundlegend, wie Inhalte gefunden, bewertet und genutzt werden. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur über klassische Suchanfragen, sondern zunehmend über Prompts, die Nutzer*innen in KI-Systeme eingeben.  Ein aktuell häufig genanntes Prinzip, um den eigenen Content dahingehend zu optimieren, ist das sogenannte Query Fan-Out Prinzip. Doch was bedeutet das speziell für deinen Content? In diesem Artikel erfährst du, wie ChatGPT & Co. Anfragen im Hintergrund zerlegen und wie du deinen Content so aufbauen kannst, dass er für LLMs relevant, verständlich und zitierfähig ist.  Das Wichtigste in Kürze  LLMs erzeugen aus einem Prompt mehrere Suchanfragen gleichzeitig (Query Fan-Out).  Diese Queries laufen oft parallel auf Deutsch und Englisch.  Inhalte werden anhand von Themen, Entitäten, Begriffen und Synonymen bewertet.  In wenigen Schritten kannst du selbst analysieren, welche Queries ChatGPT nutzt. Wir zeigen dir hier, wie es geht.  Daraus lassen sich konkrete Anforderungen für deinen Content-Aufbau ableiten.  Was ist Query Fan-Out? Query Fan-Out beschreibt den Prozess, bei dem ein LLM aus einem einzelnen Prompt mehrere Unterfragen erzeugt. Ein Prompt wird also in mehrere Anfragen aufgefächert. Diese Vielzahl an Anfragen nennt man Fan-Out, weil sich eine Anfrage wie ein Fächer in viele einzelne Queries aufteilt. Im Hintergrund schickt das System also simultan verschiedene Suchanfragen an den Index (z. B. Bing oder Google). Erst aus der Synthese der ausgewählten Ergebnisse baut die KI die finale Antwort zusammen.  Wie man dies ganz einfach selbst für einen Prompt untersucht, sehen wir uns in einer Schritt-für-Schritt Anleitung an.  Warum ist Query Fan-Out so wichtig?  Dein Content hat das Ziel, gefunden zu werden. Heute werden allerdings immer häufiger Large Language Models genutzt. Dadurch ändern sich die Anforderungen an deinen Content, damit er weiterhin in den Google Suchergebnissen auftaucht aber auch von möglichst vielen LLMs zur Antwortgenerierung genutzt wird.  Je besser deine Inhalte zu den erzeugten Queries passen, desto wahrscheinlicher wird er von LLMs auch tatsächlich als Quelle verwendet.  Schritt-für-Schritt Anleitung: Welche Queries werden von ChatGPT erstellt?  Anhand eines Beispiel-Prompts in ChatGPT lässt sich sehr gut erkennen, wie diese Queries aussehen. Das kannst du ganz einfach für deine eigenen Prompts nachmachen und dahingehend deinen Content optimieren.  Schritt 1: Entwicklertools öffnen  Öffne ChatGPT im Browser  Gib einen Prompt ein und sende ihn ab  Rechtsklick irgendwo im Interface  „Untersuchen“ auswählen  Schritt 2: Netzwerk-Tab filtern & Chat-ID suchen  Wechsle in den Tab „Netzwerk“  Filtere nach Fetch / XHR  Kopiere die Chat-ID aus dem letzten Teil der URL  Füge sie in das Suchfeld ein  Lade die Seite neu Schritt 3: Netzwerk-Request auswählen  Klicke auf den Netzwerk-Request mit der Chat-ID im Namen  Wechsle in den Reiter „Antwort“ Schritt 4: Queries finden  Suche nach dem Begriff „queries“  Nun siehst du konkrete Suchanfragen, die ChatGPT für die Websuche nutzt  Meistens auf Deutsch und Englisch  Schritt 5: Auswertung der Anfragen Folgender Prompt wurde eingegeben:  “Ich möchte meinen Fernseher an die Wand hängen. Welcher Sitzabstand wird für einen 65 Zoll großen OLED Fernseher empfohlen? Ich suche eine schwenkbare Wandhalterung, die besonders hochwertig und sicher ist. Vergleiche aktuelle Modelle und schlage mir die besten vor!” ChatGPT nutzt zwei Sub-Queries in der Websuche, um passende Inhalte zu finden:  1. DE: “ schwenkbare Wandhalterung 65 Zoll Fernseher Empfehlungen Wandhalterung TV 65\" schwenkbar” 1. EN: “ best full motion TV wall mount for 65 inch TVs review high quality”   2. DE: “Empfohlener Sitzabstand 65 Zoll Fernseher Abstand OLED TV Sitzabstand”   2. EN: “what is recommended viewing distance for 65 inch TV”   Aus diesen Anfragen sucht ChatGPT nach passenden Quellen und generiert anschließend folgende Antwort, mit Quellenangabe:  Nun solltest du dir die Queries und auch die genutzten Quellen genau anschauen. Welche Content-Typen werden zitiert?  Das genutzte Beispiel zeigt klar, dass es ein Informations-Cluster und ein Vergleichs-Cluster gibt. Es werden unterschiedliche Quellen für diese Cluster genutzt. Um für diesen Prompt optimal gefunden zu werden, benötigst du auf der einen Seite einen informativen Artikel zum Thema “Empfohlener Sitzabstand zum Fernseher” . Aus der Anfrage von ChatGPT lässt sich ableiten, dass die Unterthemen: TV-Größe in Zoll und Display-Arten (z.B. OLED) behandelt werden sollten. Außerdem sollte das Synonym TV Sitzabstand im Content vorkommen, am besten in einer H2. Die Produkt-Auswahl stammt von anderen Artikeln. Demnach sollten deine Produkte in möglichst vielen Vergleichsartikeln (auf externen Websites) zum Thema “Beste TV-Wandhalterung” vorkommen, damit sie hier präsentiert werden können. Zusätzlich greift ChatGPT auf die Websites der Hersteller zu. Mit dem eigenen Content auf Produkt- und Kategorieseiten können die Antworten von LLMs beeinflusst werden. Überlege dir also klar, was dein Produkt oder deine Dienstleistung ausmacht und wie du dich von Mitbewerbern abhebst. Denn genau diese Vorteile können Nutzer*innen aus dem KI-Chat auf deine eigene Website bringen.  Außerdem kann es auch von Vorteil sein, eigene Vergleichsartikel zu veröffentlichen. Darin solltest du natürlich deine eigene Brand stark präsentieren, aber auch Mitbewerber und ihre Vorteile erwähnen.  LLMs wissen, dass die Informationsdichte im englischsprachigen Netz oft höher ist. Eigene Inhalte zu übersetzen kann somit von großem Vorteil sein und für eine höhere Sichtbarkeit bei ChatGPT und Co. Sorgen.  Strategien zur Optimierung für das Query Fan-Out Prinzip  Was bedeutet das Query Fan-Out Prinzip für den eigenen Content? Du brauchst eine SEO-Strategie, die auch im Zeitalter von generativer KI funktioniert. Dafür haben wir fünf Tipps, die du direkt umsetzen kannst.  1. Ganzheitliche Themencluster statt Keyword-Fokus  Das Google Query Fan-Out Verhalten zeigt, dass Themen in ihrer Gesamtheit erfassen wollen. LLMs teilen einen Prompt in mehrere thematische Cluster mit unterschiedlichem Intent auf, etwa Informations-, Vergleichs- oder Produkt-Queries.  Informativer Content sollte ganzheitlich aufgebaut sein. Inhalte sollten nicht nur „Was“-Frage beantworten, sondern auch das „Wie“, „Warum“ und „Was sind die Alternativen?“. Nutze dabei gezielt Synonyme und verwandte Entitäten. Wenn du über „TV-Wandhalterungen“ schreibst, müssen z.B. auch Begriffe wie „VESA“, „Schwenkbar“ und „OLED-Fernseher“ fallen.  2. Direkte Antworten  Schreibe präzise Definitionen und direkte Antworten auf Nutzer*innenfragen an den Anfang deiner Absätze . Eine KI, die eine schnelle Antwort auf eine Sub-Query sucht, zitiert eher den Text, der eine klare Antwort liefert: „Der ideale Sitzabstand für einen 65 Zoll OLED-TV beträgt etwa 2,50 bis 2,80 Meter.“ Vermeide dabei unnötige Füllsätze, nur um Keywords einzubinden.  Weiterführende und umfangreiche Informationen unter Berücksichtigung sekundärer Keywords kannst du danach platzieren.  3. Strukturierte Daten  LLMs arbeiten ressourcensparend und lieben Struktur. Wenn eine KI einen Preisvergleich oder eine technische Analyse durchführt, greift sie bevorzugt auf Daten in Schema.org ausgezeichneten Informationen zurück. Verwende Strukturiere Daten im Format JSON-LD, um beispielsweise Produkte, FAQs und Rezensionen maschinenlesbar zu machen.  4. International sichtbaren Content mitdenken  Oft generieren Large Language Models automatisch englischsprachige Queries, selbst wenn Prompts auf Deutsch geschrieben werden. Daher wird es umso wichtiger, international sichtbaren Content aufzubauen, selbst wenn die eigene Zielgruppe deutschsprachig ist. Du solltest deine Kerninhalte auch in englischer Sprache zur Verfügung stellen.  5. “Externe” Sichtbarkeit aufbauen  Transaktionale Anfragen, wie “Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis TV-Wandhalterung 2026”, werden mithilfe von Vergleichs-Content und Nutzer*innen-Rezensionen beantwortet. Wer mit seiner Marke in LLMs sichtbar sein will, muss sich eine Bekanntheit aufbauen. Content-Partnerschaften mit Magazinen oder Kooperationen mit Influencern, die unabhängige Berichte und Produktvergleiche veröffentlichen, sind ein großer Hebel. Es geht nicht mehr nur im klassische Backlinks, die für Autorität sorgen, sondern um Nennungen der Marke im relevanten Kontext auf möglichst vielen Plattformen. Das können eigene Artikel von Magazinen, Mitbewerbern, Online-Händlern aber auch UGC-Content auf YouTube, Reddit und Co . sein. Fazit: SEO & GEO vereint  Query Fan-Out macht sichtbar, wie LLMs Inhalte finden und bewerten. Wenn du deinen Content so aufbaust, dass er mehrere Fragen gleichzeitig beantwortet, thematisch vollständig ist und relevante Entitäten sowie Synonyme berücksichtigt, optimierst du nicht nur für klassische Suchmaschinen, sondern gezielt für KI-Systeme. Genau dort entsteht aktuell eine neue Form von Sichtbarkeit. Die Optimierung für das Query Fan-Out Prinzip ist kein „Nice-to-have“ mehr, sondern das neue Fundament für digitale Sichtbarkeit. Indem du verstehst, wie LLMs Anfragen zerlegen, kannst du Inhalte erstellen, die nicht nur gefunden, sondern als vertrauenswürdige Quelle zitiert werden.  Wenn du dabei Unterstützung brauchst oder deinen Content gezielt für LLMs optimieren möchtest, kann dich unser SEO / GEO -Team gerne beraten. Kontaktiere uns jetzt!

Local SEO & KI-Sichtbarkeit: Die wichtigsten Maßnahmen für deine GEO-Strategie

20.10.2025

Julien

Moritz

Kategorie:

SEO

Banner für einen Blogbeitrag: Smatphone mit offener ChatGpt aplication

Die Suchwelt verändert sich rasant. KI und LLMs wie ChatGPT oder Google AI Mode beeinflussen, wie Unternehmen gefunden werden. Wer regional sichtbar bleiben will, muss seine Strategie anpassen und wichtige Maßnahmen für local GEO und SEO kennen. Besonders für die Sichtbarkeit lokaler Unternehmen sind diese Maßnahmen entscheidend für eine komplexe Strategie, die lokales SEO und GEO optimal verbindet. Das Wichtigste auf einem Blick Die Kombination aus local SEO und GEO-Inhalten ist heute entscheidend für maximale Sichtbarkeit.  Unternehmensprofil, Bewertungen, Offpage-Maßnahmen und eine gute technische Grundlage sind die Basis für lokale Auffindbarkeit. KI und LLMs verändern die Suchwelt: Inhalte müssen maschinenlesbar, semantisch und entlang der Customer Journey strukturiert werden. Gezielter Linkaufbau und KI-optimierte Inhalte sind die wichtigsten Maßnahmen. Mit einem Prompt-Monitoring und neuen KPIs wird nachhaltiger Erfolg messbar. Prompt Datenbank aufbauen – unsere Matrix Ein zentraler Erfolgsfaktor für lokale SEO und KI-Sichtbarkeit ist die gezielte Ausrichtung der Inhalte entlang der Customer Journey. Warum ist das relevant? Nutzer befinden sich in unterschiedlichen Phasen ihrer Entscheidungsfindung und stellen jeweils andere Anforderungen an die Inhalte, die sie konsumieren. Wer seine Content-Strategie darauf abstimmt, sorgt dafür, dass die eigene Marke in KI-generierten Antworten erwähnt wird oder die Website als Quelle für die Antworten genutzt wird.  Für die Erstellung dieser Prompt-Datenbank haben wir eine Matrix entwickelt. Wer seine Inhalte entlang dieser Matrix ausrichtet, spricht Nutzer gezielt in jeder Phase der Customer Journey an und steigert nachhaltig die Sichtbarkeit.  Zu Beginn steht die Discovery & Awareness-Phase . Hier suchen Nutzer nach allgemeinem Wissen, möchten ein Problem verstehen oder eine Lösung kennenlernen. Unternehmen sollten in dieser Phase ihre Autorität zeigen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen anbieten und eigene Lösungen präsentieren.  In der Consideration-Phase vergleichen Nutzer verschiedene Angebote und wägen Vorteile ab. Hier gilt es, Vertrauen aufzubauen, die Stärken des eigenen Angebots hervorzuheben und Produkte im Vergleich positiv darzustellen.  Die Decision-Phase ist geprägt von einer klaren Kaufabsicht. Inhalte sollten hier einen direkten Handlungsaufruf enthalten und den Nutzer zur gewünschten Transaktion führen.  Schließlich gibt es noch die KI-spezifischen Intents . Nutzer geben gezielt Befehle oder möchten automatisierte Prozesse anstoßen. In dieser Phase ist es wichtig, die eigene Marke in den Kontext solcher automatisierten Abläufe zu bringen und Lösungen für spezifische Aufgaben bereitzustellen.  Um die Prompts zu erstellen, können relevante SEO-Keywords als gute Grundlage genutzt werden. So stellst du sicher, dass die SEO und GEO-Strategie Hand in Hand gehen. Die erstellte Prompt-Datenbank sollte anschließend in ein Monitoring-Tool hinzugefügt werden, um einen Überblick der aktuellen Sichtbarkeit in KI und Suchmaschinen zu erhalten. Daraus ergeben sich dann Maßnahmen, um bestehenden Content zu überarbeiten und Potenziale für neue Inhalte. Local GEO und SEO: Was heute wirklich zählt SEO und KI-Sichtbarkeit sind heute besonders wichtig für lokale Unternehmen. Wer bei local GEO und SEO die richtigen Maßnahmen umsetzt, bleibt für potenzielle Kunden und KI-Systeme dauerhaft präsent. Inhalte maschinenlesbar strukturieren Eine saubere und strukturierte technische Umsetzung ist für die Sichtbarkeit von lokalen Unternehmen im digitalen Raum unverzichtbar. Damit Suchmaschinen und KI-Modelle Inhalte optimal erfassen und ausspielen können, sollte die Website mit sauberem HTML und semantischen Tags wie <article> und <section> aufgebaut werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, spezielle Markups wie FAQ- oder HowTo-Strukturen zu nutzen, um Informationen für Suchmaschinen und KI noch besser zugänglich zu machen. Die folgende GEO-Formel hat sich bewährt: Relevante Nutzerfragen werden als Überschrift (H2) formuliert. Direkt darunter folgt eine präzise und verständliche Antwort. Im Anschluss werden weiterführende Informationen angeboten, die das Thema vertiefen oder zusätzliche Aspekte beleuchten. Diese klare Struktur hilft nicht nur den Nutzern, sondern sorgt auch dafür, dass Suchmaschinen und KI-Systeme die Inhalte besser interpretieren und ausspielen können. Lokal relevante Inhalte erstellen Besonders wirkungsvoll sind stadtbezogene Case Studies, Kundenberichte, lokale Events sowie die Einbindung von Wahrzeichen und Stadtteilen. Solche Inhalte schaffen nicht nur Nähe zur Zielgruppe, sondern unterstreichen die lokale Kompetenz und Präsenz des Unternehmens.  Ein weiterer zentraler Aspekt ist die regelmäßige Verwendung von lokalen Keywords (Leistung + Stadt) in den Website-Texten. Dadurch wird eine klare Verknüpfung zwischen Standort und angebotener Dienstleistung hergestellt, was die SEO- und LLM-Sichtbarkeit verbessert.  Der Content sollte verschiedene Nutzerintentionen entlang der Customer Journey abdecken (siehe Prompt Matrix). So werden potenzielle Kunden in jeder Phase gezielt angesprochen und begleitet. Es ist wichtig, echte Nutzerfragen in die Inhalte zu integrieren. Indem häufig gestellte Fragen direkt beantwortet werden, erhöht sich die Relevanz der Website für Suchmaschinen und KI-Modelle. „Alte“ Grundlagen für local SEO auch für local GEO beachten  Ein vollständiges Unternehmensprofil bei Google und Bing ist die Grundlage für eine starke lokale Präsenz. Je mehr Informationen hinterlegt sind, desto besser können Suchmaschinen und KI-Modelle das Unternehmen einordnen und ausspielen. Ebenso wichtig ist es, aktiv für Kundenfeedback zu sorgen und Bewertungen zu sammeln. Positive Rückmeldungen stärken die Glaubwürdigkeit und wirken sich direkt auf die lokale Sichtbarkeit in AI, LLMs und Suchmaschinen aus.  Darüber hinaus sollte das Unternehmen in relevante Branchenverzeichnisse eingetragen werden, um die Auffindbarkeit und Reichweite weiter zu erhöhen. Ergänzend dazu sorgt gezielter branded Traffic über Social Media für ein gesundes Signal an Suchmaschinen und KI-Systeme. Die aktive Kommunikation und Interaktion auf sozialen Plattformen schafft zusätzliche Glaubwürdigkeit und unterstützt die lokale Sichtbarkeit nachhaltig. Linkaufbau in Zeiten von KI  Sprachmodelle durchsuchen und vergleichen in der Regel nicht eigenständig einzelne Dienstleistungen oder Produkte. Stattdessen greifen sie meist auf Vergleichsseiten, Nutzerberichte und ähnliche Quellen zurück, um Empfehlungen auszusprechen. Genau hier liegt eine wertvolle Chance für Unternehmen: Wer gezielt Backlinks auf solchen Plattformen aufbaut, erhöht die Wahrscheinlichkeit, in KI-generierten Antworten und Empfehlungen berücksichtigt zu werden. So lässt sich die AI-Sichtbarkeit in LLMs gezielt stärken und gleichzeitig wird durch qualitative Backlinks die Relevanz der Website für Suchmaschinen erhöht.  Die Plattformen lassen sich durch das ausgewählte Tool mit eingerichtetem Monitoring der Prompts identifizieren und priorisieren. Dabei gilt Qualität vor Quantität: Beiträge, die bereits häufig von LLMs zitiert werden, sind wertvoller als von KI selten genutzte Artikel. Bestehenden Content für echte Nutzerfragen optimieren Wenn deine Domain bereits in den organischen Suchergebnissen sichtbar ist, lohnt es sich, den Content gezielt für echte Nutzerfragen zu optimieren. Solche Fragen lassen sich beispielsweise mit der Google Search Console identifizieren, indem man nach Suchanfragen filtert, die typische Fragewörter enthalten. Wir nutzen beispielsweise folgenden Regex-Filter: Abbildung 1: Regex-Filter in der Google Search Console   Abbildung 2: Suchanfragen mit dem Regex-Filter in der Google Search Console   Wichtig ist, diese Fragen klar und hilfreich direkt unter einer H2-Überschrift zu beantworten. So wird der Content nicht nur für Nutzer attraktiver, sondern auch für Suchmaschinen und KI-Modelle besser verständlich.  Solltest du bereits einen Chatbot auf der Website haben, können die hier gestellten Fragen ebenfalls ein guter Indikator sein, dass diese auch oft an ChatGPT & Co. gestellt werden. Also lohnt es sich auch diese Fragen bereits im Content zu beantworten, um als Quelle von LLMs genutzt zu werden und damit die Sichtbarkeit in AI auszubauen. Neue GEO-KPIs etablieren  Auch wenn klassische SEO-Kennzahlen wie die Steigerung der Klicks oder des Traffics lange Zeit im Mittelpunkt standen, sind sie heute nicht mehr allein ausschlaggebend. Viele Unternehmen verzeichnen Rückgänge beim Suchmaschinen-Traffic, da KI-Modelle und LLMs zunehmend Antworten direkt ausspielen und Nutzer seltener auf die Website klicken. Der Traffic aus LLMs kann diese Einbußen meist nicht vollständig ausgleichen. Allerdings zeigt sich, dass die Qualität dieses Traffics oft deutlich höher ist und die Conversion Rate steigt.  Um die Sichtbarkeit lokaler Unternehmen  und den Erfolg der eigenen Maßnahmen dennoch gezielt zu messen, empfiehlt es sich, bewährte SEO-KPIs mit spezifischen GEO-KPIs zu kombinieren. Dazu zählen zum Beispiel die Brand Mention Rate, also wie häufig die eigene Marke in wichtigen Prompts genannt wird (z.B. über 40%), die AI Platform Coverage, also die Präsenz auf mehreren relevanten LLMs (z.B. mehr als fünf), sowie der Brand Search Uplift, der den Anstieg der Marken-Suchanfragen nach umfassenden GEO-Maßnahmen misst (z.B. über 25%). So entsteht ein ganzheitliches Bild, das sowohl die Reichweite als auch die Qualität der Sichtbarkeit in klassischen Suchmaschinen und KI-basierten Systemen abbildet.  Fazit: Lokale Sichtbarkeit in LLMs und Suchmaschinen  Die lokale Sichtbarkeit von Unternehmen in LLMs und klassischen Suchmaschinen wird heute maßgeblich durch die intelligente Kombination von SEO und GEO-Strategien bestimmt. Wer die wichtigsten Maßnahmen umsetzt bleibt sowohl in Suchmaschinen als auch in KI-basierten Systemen präsent. Die Anforderungen an Unternehmen verändern sich durch die rasante Entwicklung von KI und LLMs: Es reicht nicht mehr, nur für Google zu optimieren. Entscheidend ist, die eigene Marke und Angebote auch in KI-generierten Antworten und Empfehlungen sichtbar zu machen. Wer jetzt handelt und seine Strategie ganzheitlich ausrichtet, sichert sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil in der lokalen Suche.  Hier findest du die passende Checkliste zum Thema FAQ - Häufig gestellte Fragen Wie kann ich herausfinden, ob mein lokales Unternehmen in KI-generierten Antworten bereits sichtbar ist? Um die Sichtbarkeit in KI-Antworten zu prüfen, empfiehlt es sich ein Prompt-Monitoring mit spezialisierten Tools einzurichten. Diese zeigen, ob und wie oft die eigene Marke oder Website in Antworten von LLMs wie ChatGPT oder Google AI Mode genannt wird oder sie als Quelle herangezogen wird. Welche Rolle spielen strukturierte Daten für die KI-Sichtbarkeit? Strukturierte Daten helfen KI-Modellen, Inhalte besser zu verstehen und korrekt auszuspielen. Sie sind besonders wichtig, um als Quelle für KI-Antworten berücksichtigt zu werden und sollten daher konsequent eingesetzt werden. Sind KI-optimierte Inhalte auch für klassische Suchmaschinen relevant? Ja, Inhalte, die für KI-Modelle optimiert sind – etwa durch semantische Struktur, FAQ-Markup und die Beantwortung echter Nutzerfragen – werden auch von klassischen Suchmaschinen besser verstanden und ausgespielt. Wir empfehlen für Prompts zu optimieren, die auf wichtigen SEO-Keywords basieren. So lässt sich local SEO und GEO optimal kombinieren. Wie oft sollte ich meine Inhalte aktualisieren, um für Suchmaschinen und LLMs relevant zu bleiben? Die Such- und KI-Landschaft entwickelt sich schnell. Es empfiehlt sich, die Prompt-Datenbank und dazu die wichtigsten Inhalte mindestens quartalsweise zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren, um neue Trends und Nutzerfragen frühzeitig zu adressieren. Der Zeitraum kann allerdings variieren und hängt davon ab, wie dynamisch sich die Branche weiterentwickelt. Welche Fehler sollte ich bei der lokalen Suchmaschinen- und KI-Optimierung vermeiden? Häufige Fehler sind unvollständige Unternehmensprofile, fehlende lokale Keywords, technische Strukturen, die auf JavaScript basieren und clientseitig gerendert werden, keine Integration von Nutzerfragen und das Vernachlässigen von Monitoring und KPIs.

SEO Keywords finden und Keywordstrategie erstellen

30.07.2025

Julien

Moritz

Kategorie:

SEO

Lupe zeigt in Großbild den BEgriff Keywords

Keywords sind schon von Beginn an eine wichtige Grundlage der Suchmaschinenoptimierung. Doch ihre Rolle hat sich geändert, ebenso wie wir sie verwenden, nicht zuletzt durch die steigende Dominanz von künstlicher Intelligenz (KI oder AI). Wir sind davon überzeugt, dass Keywords noch immer sehr wichtig sind, darum erfährst du in diesem Leitfaden, wie du Keywords findest, worauf es bei der Auswahl von Keywords ankommt, welche Tools du nutzen kannst und wie du Keywords optimal im SEO verwendest. Was sind Keywords? Als Keywords oder Schlüsselwörter bezeichnen wir in der Suchmaschinenoptimierung Begriffe oder Phrasen, die User*innen in Suchmaschinen eingeben, um Antworten, Informationen, Inhalte oder Produkte zu finden. Diese Begriffe verwenden wir auf Websites in bestimmten Elementen, um die Wahrscheinlichkeit auf gute Positionen in den Suchergebnissen zu erhöhen. Im SEA (z.B. Google Paid im Gegensatz zu SEO = Google Organic) bieten wir auf Keywords, um für diese Begriffe Anzeigen in den Suchergebnissen zu schalten. Um das Thema anschaulicher zu machen, erklären wir alle Punkte in diesem Blogpost an einem bestimmten Thema, einem fiktiven Fahrrad-Online Shop oder Fahrradladen mit Website, also dem Thema “Fahrrad” oder “Fahrrad kaufen”. Die Grafik zeigt einen kleinen Ausschnitt der verschiedenen relevanten verwandten Keywords zum Thema: Arten von Keywords Wir unterscheiden zwischen unterschiedlichen Arten von Keywords. Diese Unterscheidung spielt eine Rolle in der strategischen Ausrichtung unseres Contents und der Priorität, die wir diesen Keywords geben. Nach Länge: Short Head & Long Tail Keywords Ganz grob gibt es zwei verschiedene Arten von Keywords, die sich nach ihrer Länge definieren: Short Head Keywords sind kurze, sehr allgemeine Begriffe, die im Allgemeinen ein sehr hohes Suchvolumen haben, aber auch entsprechend hohe Konkurrenz. Die Intention hinter diesen Keywords ist nicht eindeutig. Am Beispiel: “Fahrrad” ist ein Short Head Keyword, hinter dem die Suche nach Informationen stehen kann z.B. (welche Arten von Fahrrädern gibt es?), aber auch eine Kaufabsicht oder sogar die Suche nach Bildern. Long Tail Keywords dagegen sind längere, spezifische Phrasen oder Fragen. Je nach Thema sind Suchvolumen und Wettbewerb dahinter deutlich geringer, die Intention ist im Allgemeinen eindeutiger. Am Beispiel: “beste E-Bikes 2025” oder “gebrauchtes Kinderfahrrad günstig kaufen” oder “wie flicke ich einen Fahrradreifen?” Daneben kann man “ Mid Tail Keywords ” definieren, die zwischen diesen beiden Arten von Keywords liegen. Nach Intention: Information, Navigation oder Transaktion? Eine weitere wichtige Einteilung der Keywords ist die Intention, die hinter der Suchanfrage steht: Informationsbezogene Keywords deuten auf die Suche nach Informationen hin. Diese können der Beginn der User Journey sein, der erste Schritt auf dem Weg zum Kauf. Am Beispiel: “Trekkingrad vs. City Bike” oder “Was beachten beim Fahrradkauf?” Navigations-Keywords weisen auf die Suche nach einer bestimmten Marke, einer bestimmten Website oder einem bestimmten Produkt hin. Am Beispiel: “Decathlon Fahrräder” oder “Cube E-Bikes”. Transaktionsbezogene Keywords zeigen eine Kaufabsicht. User*innen sind auf der Suche nach einem Online-Shop oder einer Kaufmöglichkeit vor Ort. Am Beispiel: “Trekkingrad kaufen” oder ”Gravel Bikes bestellen”. Neben diesen Einteilungen gibt es weitere Eigenschaften von Keywords, zum Beispiel das Suchvolumen (wie häufig wird der Begriff pro Monat gesucht?) oder die von vielen SEO-Tools berechnete “Keyword Difficulty” (die Schwierigkeit, für dieses Keyword in den Suchergebnissen unter Top-Positionen zu ranken). Warum sind Keywords in der Suchmaschinenoptimierung wichtig? Keywords verraten uns, welche Begriffe (und Themen) viel gesucht werden. Um die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen für relevante Keywords zu verbessern, verwenden wir diese Begriffe auf den jeweiligen Seiten. So zeigen wir Suchmaschinen, dass eine Seite (URL) für ein bestimmtes Thema und die dazugehörigen Begriffe relevant ist. Wir recherchieren und analysieren Keywords also als Basis der Content-Optimierung - um zu wissen, wie und worauf wir optimieren. Welche Bedeutung haben Keywords in Zeiten von AI? Sind Keywords in Zeiten von AI überhaupt noch wichtig? Dafür holen wir etwas aus und machen eine kleine Reise in die SEO-Geschichte. Die Rolle und Bedeutung von Keywords hat sich über die letzten Jahrzehnte stetig verändert: Während noch vor etwa 20 Jahren Keywords möglichst in ihrer exakten Form verwendet werden mussten, um gut zu ranken, entwickelte sich Googles Sprachverständnis über die folgenden Jahre weiter. Es wurden verschiedene grammatikalische Formen, Einzahl und Mehrzahl als identische Begriffe erkannt. Ebenso der Zusammenhang zwischen Synonymen und verwandten Begriffen - es ging um Semantik statt exakter Keyword-Übereinstimmung. In reinen Keywords denken wir in der Suchmaschinenoptimierung schon seit vielen Jahren nicht mehr. Stattdessen optimieren wir auf Themen-Cluster, hinter denen natürlich Keywords stehen. Noch immer werden Keywords als Basis verwendet, der Zusammenhang dahinter ist jedoch deutlich wichtiger geworden. Ein Zeichen dafür ist, dass Google nicht selten für Suchanfragen Websites ausspielt, die auf ein Synonym optimiert wurden - Google erkennt also, dass Begriffe dasselbe bedeuten. Neben den Clustern ist ein weiterer Begriff wichtig geworden: die Entität. Als Entität bezeichnet man ein eindeutig identifizierbares Objekt oder Konzept, zum Beispiel eine Person, ein Ort, ein Prozess. Ein Hinweis darauf, was Google als Entität identifiziert, ist unter anderem der Knowledge Graph in den Suchergebnissen oder Vorschläge für Themen oder Konzepte. Hier zu sehen am Beispiel “Pedelec”: Diese Zusammenhänge zwischen Themen bzw. Begriffen spielen auch für AI SEO eine Rolle. Keywords sind noch lange nicht tot, sie erfüllen auch in Zeiten von AI noch einen wichtigen Zweck: Die Keywordanalyse hilft dir dabei zu verstehen, welche Begriffe deine (potenziellen) Kund*innen verwenden - und dieselbe Sprache zu sprechen wie deine Zielgruppe. Keywords, besonders “long tail Keywords” wie Fragen, helfen dir dabei, die Intentionen und Probleme deiner Zielgruppe besser zu verstehen und entsprechenden Content anzubieten. Auch hinter Entitäten und Themen-Clustern stehen Keywords, sie werden nur nicht mehr so strikt verwendet wie noch vor Jahren. Wichtiger ist es, das Thema umfassend und für Kund*innen zufriedenstellend abzudecken, den Intent zu treffen und sich vor User*innen und Suchmaschinen als Autorität zu präsentieren. Keywordanalyse - Keywords finden in 3 Schritten Wie finden wir Keywords für unsere Keyword- und Content-Strategie? Je nach Ressourcen und vorhandener Zeit sowie Thema kann eine Keywordanalyse eine aufwändige Aufgabe sein. Je allgemeiner das Thema ist, desto ausführlicher wird die Analyse und umso mehr Unterthemen und Keyword Cluster finden sich. Einfacher ist es, für eine einzelne Seite und ein sehr spezifisches Thema Keywords zu recherchieren. 1. Brainstorming Idealerweise kennst du dich in deinem Thema gut aus, für das du Keywords finden möchtest. Der erste Schritt ist immer ein grobes Brainstorming, bei dem du alle Unterthemen, Begriffe und Fragen zu deinem Thema notierst. Damit hast du eine erste Grundlage für deine Analyse, auf der du aufbauen kannst. Wenn du Keywords für eine gesamte Website recherchieren möchtest, denk z.B. an diese Begriffe: Deinen Markennamen (je nach Bekanntheit kann auch hinter einem Markennamen ein relevantes Suchvolumen stecken) Deine Branche (z.B. Fahrrad Online Shop) Kategorien (z.B. E-Bikes, City Bikes, Mountainbikes, Rennräder, Kinderfahrräder, Fahrräder für Senioren, Zubehör, usw.) Marken (z.B. Cube Ebike, Bergamont Fahrrad) Produkte oder Dienstleistungen (konkrete Produktnamen von Bestsellern, z.B. cube kathmandu hybrid pro 750) Fragen, die häufig zu Produkten oder Kategorien gestellt werden (z.B. welches Fahrrad für den Arbeitsweg) 2. Keywords auf der Website analysieren Wenn du bereits eine Website oder einen Online Shop hast, solltest du einen Status quo ermitteln: für welche Begriffe wirst du bereits (gut) gefunden, über welche Begriffe bekommst du Klicks und Impressionen? Dafür analysiert du die Begriffe, die du im Leistungsbericht in der Google Search Console findest, und über die du viele Impressionen oder viele Klicks bekommst und fügst sie deiner Brainstorming-Liste hinzu. Wenn du Zugriff auf ein professionelles SEO-Tool hast, findest du hier alle Keywords, für die deine Domain eine Position in den Top 100 hat. Du kannst diese Keywords nach Suchvolumen oder Positionen filtern und diese Liste exportieren. So findest du heraus, wo es bereits Potenzial gibt, auf das du mit einer Optimierung aufbauen kannst. Besonders interessant sind hier die sogenannten “Schwellen-Keywords” - Keywords, die an der “Schwelle” zu einem bestimmten Bereich stehen. Meistens meint man damit -  je nach Definition - Keywords zwischen 11 und 20, die kurz vor den Top 10 stehen, oder Keywords ab Position 4 oder 6, die an der Schwelle zu den Top 5 oder Top 3 stehen. 3. Keywordrecherche Nachdem du jetzt wahrscheinlich bereits eine lange Liste an Keywords zusammen hast, geht es an die Recherche weiterer Begriffe. Dafür steht eine Vielzahl an Quellen und Tools zur Verfügung. Wenn du eine besonders ausführliche Recherche durchführen möchtest, kannst du alle Tools verwenden, aber du kannst dich auch auf einige davon beschränken, wenn du durch diese eine ausreichende Anzahl an Keywords identifiziert hast. Tools für die Keywordrecherche Die schlechte Nachricht vorab: Gute Keywordtools, mit denen du effektiv arbeiten kannst, sind immer kostenpflichtig. Kostenfreie Varianten schränken im Allgemeinen die Anzahl an Ergebnissen oder Abfragen pro Tag ein. Du musst jedes Keyword einzeln eingeben, statt eine Liste an Begriffen zu analysieren und die Filter- und Export-Möglichkeiten sind meistens eingeschränkt oder nicht vorhanden. Professionelle SEO-Tools bringen in der Regel ein Keyword Tool mit, in dem du zu deinen eingegebenen Begriffen wichtige Informationen bekommst, wie das monatliche Suchvolumen, sowie verwandte Begriffe, die du clustern und weiter analysieren kannst. Zu den bekanntesten Tools gehören: Semrush, Ahrefs, Sistrix, Surfer SEO oder der KWfinder von Mangools. Kostenfreie, eingeschränkte Möglichkeiten bekommst du zum Beispiel über Ubersuggest oder Answerthepublic. Beide Tools bieten eine Bezahlversion sowie kostenfreie Recherche-Optionen. Eine Besonderheit von answerthepublic ist der Fokus auf long tail Keywords. Wenn du Anzeigen in Google Ads schaltest, kannst du den Google Keyword Planer verwenden, der dir zu jedem Keyword das Suchvolumen, den CPC und den Wettbewerb ausgibt. Weitere Quellen, um Keywords zu finden Neben den klassischen Keyword Tools steht dir eine ganze Reihe weiterer Quellen zur Verfügung, über die du Keywords finden kannst. Dazu gehören: Google Suggest: Begriffe, die Google bei Eingabe von Begriffen in den Suchschlitz vorschlägt Google verwandte Begriffe unter den Suchergebnissen Google Trends: Entwicklung des Interesses über die Zeit, allerdings nur für viel gesuchte Begriffe Fragen in den Google Suchergebnissen Social Media Hashtags auf relevanten Plattformen wie Instagram, TikTok, Pinterest usw. YouTube Autosuggest: Vorgeschlagene Begriffe bei Eingabe eines Worts in der Suche Themen auf Plattformen mit User-generated Content wie Reddit Synonym-Wörterbücher wie Woxikon Diese Screenshots gehören alle dazu, schaut man ob ihr alle verwenden wollt oder nur einige und wie ihr das darstellen wollt: Google Suggest: Google Trends: YouTube Suggest: Woxikon: Google Fragen: Leute suchen auch in Google: Keyword Gaps Eine sehr wertvolle Analyse ist die sogenannte “Keyword Gap Analyse”, bei der du deine Website oder deinen Online Shop mit einem oder mehreren relevanten Wettbewerbern vergleichst. Hierbei sind nicht nur direkte Wettbewerber relevant (in unserem Beispiel andere Fahrrad Online Shops), sondern alle Websites, die für dein Thema in den Suchergebnissen präsent sind (beispielsweise auch ein Online Magazin für Fahrräder). Mit Hilfe eines professionellen Keyword Tools können die Domains verglichen werden, und du erhältst eine Liste an Keywords, für die deine Wettbewerber bereits in den Suchergebnissen ranken, deine Domain allerdings noch nicht. Hieraus ergeben sich Chancen, die Website oder den Shop zu erweitern, zum Beispiel um neue Unterkategorien oder neue Blogposts. Keywordstrategie erstellen Was fängst du jetzt mit den vielen Keywords an, die du über die verschiedenen Quellen gefunden hast? Der erste Schritt ist immer, diese Keywords thematisch zu clustern, um einen besseren Überblick zu bekommen. Diese Cluster können sich zum Beispiel an der Struktur in deinem Online Shop und der Seitenart orientieren: Startseiten-Keywords (allgemeinste Begriffe und Brand, z.B. Fahrrad Online Shop) Kategorien (z.B. Mountainbikes, Rennräder, Kinderräder, usw.) Unterkategorien (z.B. 16 Zoll Fahrräder, Dirtbikes, Klappräder, usw.) Produkt-Keywords (z.B. Cube Agree c62, Bergamot Sponsor Tour S, usw.) Ratgeber-Keywords (z.B. Was beachten beim Fahrradkauf, Was ist ein Trekkingrad, Nabenschaltung einstellen usw.) FAQ -Keywords (z.B. Welche Rahmenhöhe für das Fahrrad, Wie lange hält ein Ebike Akku, usw.) Was macht ein gutes Keyword aus? Aus der großen Anzahl an Keywords, die du recherchiert und geclustert hast, wirst du nicht alle verwenden können. Daher ist es wichtig, diese Keywords zu bewerten und zu priorisieren. Dafür sind verschiedene Kriterien wichtig, die Priorisierung hängt auch von deinen strategischen Zielen und deiner Branche ab: Die Relevanz: alle Keywords müssen für dein Unternehmen relevant sein (wenn du zum Beispiel keine Rennräder verkaufst, ist das Keyword “Rennrad kaufen” irrelevant) Das Suchvolumen: ein höheres Suchvolumen bedeutet eine höhere Traffic-Wahrscheinlichkeit. Für Nischen-Branchen ist das Suchvolumen jedoch nicht der entscheidende Faktor. Ein passenderes Keyword mit geringerem Suchvolumen kann wertvoller sein als ein allgemeineres mit hohem Suchvolumen. Es gilt, die optimale Balance zu finden. Die Intention hinter dem Keyword: Die Absicht hinter der Suchanfrage muss immer zu dem passen, was User*innen auf der Seite vorfinden. Keywords mit einer Kaufabsicht (z.B. “Mountainbike kaufen”) sind für ein reines Online Magazin weniger wichtig als Informations-Keywords. Die Conversionwahrscheinlichkeit: Für einen Online Shop sind Keywords mit einem Bezug zum Kauf besonders wertvoll, da sie wahrscheinlicher zu einer Conversion führen als Informations-Keywords. Je spezifischer der Begriff (zum Beispiel ein Produktname), desto höher ist die Chance, dass jemand kauft. Bei Keywords für Blogartikel entfällt dieser Punkt meistens. Die Wettbewerbssituation: Keywords mit einem hohen Wettbewerb (für das viele große Domains ranken, die bereits lange am Markt sind und sich Trust und Autorität aufbauen konnten) können für neue Domains oder kleinere Websites im ersten Schritt eine zu große Herausforderung sein. Es kann Jahre dauern, für hoch kompetitive Keywords gut zu ranken. Stattdessen können Keywords mit geringerem Wettbewerb schneller Ergebnisse erzielen. Eventuelle bereits bestehende Rankings : Es ist im Allgemeinen einfacher, Keywords zu verbessern, für die es bereits ein Ranking gibt, als für vollkommen neue Keywords gefunden zu werden. Dies gilt besonders für Keywords in Schwellen-Positionen. Zusammengefasst: ein gutes Keyword Besitzt eine hohe Relevanz für dein Unternehmen Hat ein relevantes Suchvolumen Deckt die passende Intention ab Besitzt eine hohe Conversionwahrscheinlichkeit Hat einen niedrigen bis mittleren Wettbewerb Weist ggf. bereits Rankings auf, die verbessert werden können. Für die Einschätzung und Priorisierung von Keywords und die Erstellung einer Keywordstrategie gibt es keinen Blueprint, der auf jede Branche und jedes Unternehmen anwendbar ist. Es erfordert zum einen Erfahrung und zum anderen eine allgemeine Unternehmens- und Marketingstrategie, an der die Keywordstrategie angepasst wird. Wir können dir daher an dieser Stelle nur Anregungen geben, unterstützen dich aber gern bei der Erstellung einer professionellen Keywordstrategie! Keyword Mapping Der wichtigste Schritt in der Keywordstrategie ist die Erstellung eines sogenannten Keyword Mappings. Dabei werden Keywords zu Zielseiten zugeordnet (bereits bestehende Seiten oder neu geplante Seiten). Wichtig ist: Für jedes wichtige Keyword wird genau eine Seite definiert, die dafür ranken soll Jeder wichtigen Seite wird ein Keyword Set aus 1-2 Haupt-Keywords und mehreren Neben-Keywords zugeordnet Diese Aufstellung verhindert zum einen, dass mehrere Seiten um dasselbe Keyword konkurrieren (die Folge kann sein, dass keine der beiden Seiten rankt, wenn Google sich unsicher ist, welches die relevantere Seite ist - die sogenannte “Kannibalisierung”). Zum anderen kannst du so identifizieren, für welche wichtigen Keywords es noch keine passende Zielseite gibt. Auf der Basis dieses Keyword Mappings kannst du anschließend deinen Content planen und optimieren. Content Strategie Haben wir die Keywords den passenden, bereits existierenden oder neuen Seiten zugeordnet, können wir daraus einen Redaktionsplan erstellen, in den alle Themen aufgenommen werden, zu denen wir Seiten optimieren oder neue Texte erstellen müssen. Am Beispiel Fahrrad könnte das diese Texte und Seiten umfassen: Kinderfahrräder : die Kategorieseite Kinder wird um einem Ratgeber, einem Produktvergleich und einer Kaufberatung ergänzt. Fahrrad kaufen unter 500 Euro : entweder eine Kategorieseite oder Filterseite mit den passenden Kriterien oder ein Blogpost mit einem Produktvergleich Bestes Fahrrad für Anfänger : Blogpost mit einem Produktvergleich und einer Kaufberatung Fahrrad mit Nabenschaltung kaufen : die passende Kategorieseite wird um relevanten Content ergänzt (Vergleich Nabenschaltung und Kettenschaltung, Vorteile der Nabenschaltung, beliebteste Fahrräder mit Nabenschaltung, usw.) Was beachten beim Fahrradkauf : Ratgeberartikel für den Blog mit einem Überblick über unterschiedliche Fahrradarten, Kriterien für den Kauf (Einsatz, Größe, Features, usw.), Onlinekauf vs. Vor Ort Kauf usw. Fahrrad kaufen in #Stadt : Landing Page des eigenen lokalen Ladengeschäfts mit Überblick über das Sortiment, Adresse, Maps, Öffnungszeiten usw. Keywords verwenden Die Verwendung von Keywords könnte einen weiteren langen Artikel füllen, daher möchten wir dir an dieser Stelle nur einen Überblick über die wichtigsten Elemente auf einer Website oder in einem Online Shop geben, in denen du Keywords verwenden solltest: In den Metadaten (Seitentitel/Title Tag und Meta Description/Seitenbeschreibung) In den Headlines (Überschriften) Im Text In Dateinamen von Bildern und Bildbeschreibungen In internen Links Achtung: Keyword Stuffing vermeiden! Einer der größten Fehler bei der Verwendung deiner recherchierten Keywords ist es, dieselben Keywords zu oft zu wiederholen. Wenn dein Text unnatürlich klingt, weil du ihn mit zu vielen identischen oder ähnlichen Begriffen gefüllt hast, dann wird ihn niemand lesen wollen und Suchmaschinen ihn wahrscheinlich als “Keyword Stuffing” bewerten. Achte darauf, dass du Content immer für User*innen schreibst. Verwende Synonyme und verwandte Begriffe und vemeide reine Aufzählungen von Keywords oder sogar die grammatikalisch falsche Verwendung von Begriffen, nur um ein Keyword exakt abzudecken. Im Vordergrund steht, relevante hilfreiche Inhalte für deine Zielgruppe bereitzustellen, in denen du die relevanten Keywords auf natürliche Weise verwendest! SEO vs. SEA Keywords Von einer effektiven SEO-Keywordstrategie profitieren auch Paid Kanäle. Zwischen SEO und SEA (insbesondere Google Ads) können viele Synergieeffekte entstehen, zum Beispiel indem dieselben Keywords für die organische Optimierung und bezahlte Anzeigen verwendet werden und du mit deiner Website zwei Positionen in den Suchergebnissen belegst: eine bezahlte und eine unbezahlte. Eine Keyword- und Content-Strategie für die Suchmaschinenoptimierung kann auch im Bereich SEA genutzt werden SEA kann außerdem gut dafür genutzt werden, in A/B Tests Anzeigentexte und CTAs (Call-to-Actions) zu testen, die in den Metadaten (Seitentitel und Meta-Description) verwendet werden können. Ebenso hilft die inhaltliche Optimierung von Seiten und die Verwendung der meistgesuchten Keywords auch für SEA - zum Beispiel um den Quality Score zu verbessern und niedrige Klickpreise zu bezahlen. Für den besten Nutzen lassen sich die Erkenntnisse beider Kanäle kombinieren - weshalb du als Unternehmen sehr davon profitierst, wenn SEO und SEO in einer Hand liegen. Bei den internetwarriors haben wir übrigens sowohl langjährige SEO- als auch SEA-Expertise im Team! Eine passgenaue Keyword- & Content-Strategie für dich Die richtigen Keywords zu finden und daraus eine effektive Strategie abzuleiten, die zu deinen Unternehmenszielen passt, kann eine Herausforderung sein. Die SEO-Expert*innen der internetwarriors unterstützen dich gern dabei. Wir analysieren deine Website, deine Branche und deine Potenziale, recherchieren die passenden Keywords und erstellen daraus eine individuelle Content-Strategie für dich. Gern helfen wir dir auch dabei, den Content zu optimieren oder neuen Content zu erstellen oder schulen dich und dein Team darin, wie Keywords effektiv verwendet werden - auch in Zeiten von AI.

FAQ erstellen und SEO Rankings der Website verbessern

14.05.2025

Julien

Moritz

Kategorie:

SEO

Beitragsbanner mit Hintergrund und Titel

FAQs auf einer Website einzubinden hat viele Vorteile. Sie können beispielsweise den Kundendienst entlasten, die Conversion erhöhen oder die Sichtbarkeit in den unbezahlten Suchergebnissen verbessern. Welche Möglichkeiten es gibt, eine FAQ Seite zu erstellen, wie diese für SEO optimiert werden können und welche Bedeutung sie in Zeiten von KI haben, erklärt dieser Artikel im Detail. Was versteht man unter FAQ?  FAQ ist kurz für “frequently asked questions” und kann als “häufig gestellte Fragen” übersetzt werden. Konkret werden die wichtigsten Informationen zu einem Thema gesammelt und in Form von Fragen aufbereitet. Das können häufig auftretende Probleme sein oder die meistgestellten Fragen. Weit verbreitet sind FAQ im Bereich Software oder anderen technischen Themen, sie können jedoch für jedes Themengebiet und jede Branche sinnvoll eingesetzt werden.  Eines der Ziele von FAQ ist es, Fragen von Kaufinteressierten auf einfachem Weg zu beantworten und damit den Kundendienst zu entlasten. Wurde bereits ein Kauf getätigt und es treten Probleme auf, vermeidet der FAQ-Bereich, dass sich die Serviceabteilungt mit denselben, einfach zu beantwortenden Fragen beschäftigen muss. Ein gut aufbereiteter FAQ-Bereich bringt damit sowohl für User*innen als auch für Unternehmen Vorteile. Was bringen FAQ für SEO?  Zunächst: Jede Art von relevantem optimiertem Content ist für die Suchmaschinenoptimierung positiv. Mit FAQ hast du die Möglichkeit, zusammengesetzte Keywords und Phrasen (long tail keywords) abzudecken, die zum Beispiel die Produktbeschreibung nicht beantwortet. Deine Website wird für Fragen gefunden, die User*innen zu einem Thema stellen, beispielsweise zu deinen Produkten oder Dienstleistungen.  Gleichzeitig erhöhst du in Googles Bewertung deine Autorität in deinem Themengebiet, da du viel relevanten hochwertigen Content bietest. Eine höhere Autorität bedeutet höheren Trust und damit eine bessere Chance auch für umkämpfte Begriffe in den unbezahlten Suchergebnissen gefunden zu werden. Die zunehmende Nutzung von Voice Search und KI-basierte Chatbots, inzwischen auch die AI Overviews in Googles Suchergebnissen, haben die Art beeinflusst, wie gesucht wird. Long Tail Suchanfragen, also ganze Sätze oder Fragen, haben an Bedeutung gewonnen. FAQs sind eine Antwort auf diese Entwicklungen und können dazu beitragen, auch in Zeiten von KI sichtbar zu bleiben. FAQ als Rich Snippet in den Suchergebnissen Vielleicht erinnerst du dich noch daran, dass Google für Websites teilweise direkt in den Suchergebnissen Fragen aus den FAQs als Ergänzung einspielte (als sogenanntes “Rich Snippet”). Im Herbst 2023 gab Google bekannt , diese Art von Rich Snippets stark einzuschränken und nur noch für “bekannte, verlässliche Behörden- und Gesundheitswebsites” anzuzeigen. Für SEO sind FAQ trotzdem noch immer wertvoll, wenn sie auch keine Rich Snippets mehr erzeugen. Bringen FAQs in Zeiten künstlicher Intelligenz einen Vorteil? KI-Tools und die im ersten Quartal 2025 von Google in Deutschland eingeführten AI Overviews stellen die SEO-Branche vor neue Herausforderungen. Auswertungen aus den USA, wo die KI-Einbindung schon länger in Google präsent ist, und erste Beobachtungen aus Deutschland zeigen, wie die AI Overviews die Klickrate auf die organischen Ergebnisse verringern. Um weiter prominent in den Suchergebnissen im sichtbaren Bereich vertreten zu sein, ist daher die Frage: Wie können Websites in den AI Overviews als Quelle angezeigt werden, um hier mögliche Klicks zu generieren? Das Thema ist komplex, an dieser Stelle widmen wir uns daher nur der Frage: Lässt sich die Sichtbarkeit in den AI Overviews durch FAQ verbessern? Um eine Chance zu haben, in Googles AI Overviews zu erscheinen, sind viele verschiedene Faktoren relevant. Dazu gehört zum Beispiel: Content gut strukturieren Google dabei helfen, den Content zu verstehen, z.B. durch strukturierte Daten und Contentformatierung (z.B. Bullet Points) Ein Thema in der Tiefe zu behandeln Fragen beantworten Fokus auf Usability Autorität zeigen FAQs können hierbei helfen, die Sichtbarkeit zu verbessern und als Quelle gelistet zu werden - allerdings ist dies noch kein Garant für viele Klicks. Es kann kurzfristig auch eine Strategie sein, vor allem auf die (stetig sinkende Anzahl an) Keywords und Themen zu optimieren, für die noch keine AI Overviews in Google ausgespielt werden. FAQs und GEO - Optimierung für KI-basierte Chatbots Auch KI-basierte Chatbots wie ChatGPT oder Perplexity sind darauf angewiesen, Informationen auf der Website zu verstehen und einordnen zu können. Die Grundlage für die Contentoptimierung ist auch hier, deine Zielgruppe und ihre Bedürfnisse zu verstehen und Content dafür bereit zustellen. Der Schlüssel ist eine Bandbreite an unterschiedlichen Contentarten, die unterschiedliche Arten von Anfragen und Intentionen beantworten.  FAQ-Content ermöglicht es, Fragen auf natürliche Weise zu beantworten, die User*innen in KI-Tools eingeben. Das Ziel ist es, in natürlicher Sprache präzise Antworten zu geben, ähnlich einer Konversation. Stell dir dafür zum Beispiel vor, dass Du mit einer Interessentin im Gespräch bist, die dir Fragen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung stellt. Eine gute Struktur der Antworten durch Listen, Aufzählungen und Zwischenüberschriften (bei langen Antworten) und die Auszeichnung mit strukturierten Daten hilft den Tools, die Inhalte zu verstehen. Und grundsätzlich gilt: die beste Strategie ist derzeit noch immer, eine Kombination aus Optimierung für KI-basierte Tools und klassischer Suchmaschinenoptimierung. Verbessern FAQs auf der Website die Sichtbarkeit für Voice Search? In der Sprachsuche werden häufiger Fragen eingegeben als in der textbasierten Suche. Relevante Fragen in der FAQ-Sektion zu beantworten, kann also auch hier einen Vorteil bringen. Neben vielen weiteren Faktoren wie einer mobilfreundlichen Website, ist es auch für die Voice Search Optimierung wichtig, Fragen und Antworten natürlich zu formulieren. Es kommt also nicht nur darauf an, relevante FAQs einzubinden, sondern auch in welcher Sprache diese verfasst werden (Alltagssprache). Welche Möglichkeiten gibt es, FAQ in eine Website einzubinden?  Je nachdem, was das Ziel der FAQs ist, bieten sich unterschiedliche Lösungen an, diese auf der Website einzubinden. Im Folgenden die Wichtigsten davon und ihre Vor- und Nachteile. Eigene FAQ-Seite  Die erste Möglichkeit ist, eine einzelne lange FAQ-Seite zu erstellen, die alle wichtigen Fragen gesammelt auflistet. Zur besseren Übersicht wird im Layout hierfür häufig ein Akkordeon-Element verwendet, in dem User die Antworten auf einzelne Fragen auf- und zuklappen können.  Vorteile Einfach einzurichten und zu betreuen Auch einfache Fragen, die in einem Satz beantwortet werden können, sind kein Problem für SEO Nachteile Rankt selten für (umkämpfte) Begriffe, da unterschiedliche Themen auf einer Seite behandelt werden und damit der Fokus fehlt Weniger Möglichkeiten für eine gute interne Verlinkung zwischen einzelnen Fragen SEO-gerechte Einrichtung Jede Frage als Sub Headline Korrekte Headline-Struktur verwenden Wenn technisch möglich, Inhaltsverzeichnis oben auf der Seite mit Sprungmarken zu einzelnen Fragen Wo passend, Verlinkung passender Produkte oder Dienstleistungen aus den FAQ-Texten Implementierung strukturierter Daten (siehe unten) FAQ-Bereich auf der Seite Eine Alternative mit mehr SEO-Potenzial ist ein eigenständiger FAQ-Bereich auf der Website an Stelle einer einzelnen Seite. Eine Übersichtsseite mit allen Fragen verlinkt auf die Unterseiten mit den Antworten auf die Fragen. Bei einer großen Anzahl an Fragen können diese zur besseren Übersicht thematisch gegliedert werden. Am Beispiel E-Bike könnten die Kategorien lauten: Allgemeine Fragen, Marken, Modelle, Akku, Wartung und Reparatur. Vorteile Höhere Chance für Keywords gefunden zu werden Gezieltere Optimierung auf Keywords möglich, da längere Texte erstellt werden und auf eine größere Anzahl an Keywords optimiert werden können. Bessere Usability, da kein Navigieren auf einer langen Seite notwendig Nachteile Mehr Aufwand in der Pflege, da viele einzelne Seiten erstellt werden Einzelne FAQs benötigen mehr Content, um keinen “Thin Content” zu erzeugen. SEO-gerechte Einrichtung Übersichtsseite mit Teasern und Links zu FAQ-Detailseiten mit den einzelnen Fragen Detailseiten mit korrekter Headline-Struktur (Frage als h1 Headline) Detailseiten müssen eigenständige komplette Seiten sein, die Navigation, Footer usw. enthalten (keine Lösungen wie iframes) Mindestmenge an Content (falls es dennoch Fragen mit sehr kurzen Antworten gibt, kann es sinnvoll sein, diese von der Indexierung auszuschließen) Querverlinkung zwischen ähnlichen FAQs Bei Verwendung von Kategorien: Breadcrumb-Navigation für eine einfache Navigation zurück zur Oberkategorie oder zur FAQ-Übersichtsseite Links auf relevante Produktseiten oder Dienstleistungen Implementierung strukturierter Daten (siehe unten) FAQ-Sektion auf Leistungsseiten oder Produktseiten Auch Produkt- oder Leistungsseiten profitieren von einer FAQ-Sektion. Vor allem wenn es sich um sehr spezifische Fragen zu einem bestimmten Produkt handelt, sind diese auf der Produktseite gut aufgehoben. Sie können hier dabei helfen, Vorbehalte gegen einen Kauf abzubauen oder Fragen beantworten, mit denen sich andernfalls der Kundendienst beschäftigen würde. Im schlimmsten Fall springen User ab, wenn sie keine Antwort auf ihre Frage finden, und kaufen das Produkt bei der Konkurrenz. Sinnvolle und relevante FAQs können damit die Conversion Rate erhöhen. Vorteile Erweitert den Content auf diesen Seiten um sinnvolle und relevante Phrasen und Begriffe Fragen können in den Suchergebnissen unter “Weitere Fragen” erscheinen und von dieser Stelle Traffic auf die Produkt- oder Leistungsseite ziehen. Nachteile Für Keywordkombinationen mit hohem Wettbewerb, auf die einzelne FAQs optimiert sind, besteht eine deutlich geringere Chance zu ranken als wenn diese als eigenständige Seiten erstellt werden. SEO-gerechte Einrichtung FAQ-Sektion mit Überschrift Einzelne Fragen als Headlines (korrekte Headline-Struktur beachten) Idealerweise unique FAQ verwenden - nicht dieselbe Frage und Antwort 1:1 auf mehreren Seiten einbinden Implementierung strukturierter Daten (siehe unten) FAQ als Blogposts Wenn das CMS keinen eigenständigen FAQ-Bereich zulässt, ist eine Möglichkeit, FAQs in Form von Blogposts einzubinden. In jedem Blogpost wird eine Frage beantwortet, für die Keywords mit ausreichend Suchvolumen definiert wurden. Alternativ können FAQs auch Blogposts zu einem Thema ergänzen, indem die wichtigsten Fragen als Bestandteil des Blogposts beantwortet werden. Gerade für informationsbezogene Keywords (die wichtigste Intention der Suchenden ist es, Informationen zu erhalten) kann dies eine sinnvolle Lösung sein. Vorteile Einfache Pflege Gute Chance gefunden zu werden Nachteile Einzelne FAQs benötigen ein Mindestmaß an Content Gehen in der Website möglicherweise unter (schlechtere Usability) SEO-gerechte Einrichtung Korrekte Headlinestruktur Mindestmenge an Content Querverlinkung zwischen ähnlichen FAQs/Blogposts Links auf relevante Produktseiten oder Dienstleistungen Um die FAQ prominenter auf der Website zu platzieren, könnte FAQ als Kategorie im Blog angelegt und diese Kategorieseite verlinkt werden. Implementierung strukturierter Daten (siehe unten) Die SEO-freundliche Einbindung von FAQ-Sektionen Um FAQ zu erstellen, die sowohl für User*innen als auch für Suchmaschinen optimiert sind, sind auch das Layout und die technische Einbindung wichtig. Eine weit verbreitete Methode sind Akkordeons, in denen nur die Frage sichtbar ist und die Antworten jeweils aufgeklappt werden können. Diese Sektionen nehmen nicht viel Platz ein und sind für Besucher*innen der Seite übersichtlich. Doch wie bewertet Google Content, der nicht direkt sichtbar ist, sondern erst aufgeklappt werden muss? Sind Akkordeon-Elemente für die FAQs SEO-freundlich? Die erste Frage ist, wie wurde das Akkordeon technisch umgesetzt? Sind die eingeklappten Inhalte im Quelltext zu sehen oder werden sie erst nach dem Klick geladen? Aus SEO-Perspektive ist es wichtig, dass aller relevanter Content im Quelltext verfügbar ist und keine Aktion erfordert. Zum Beispiel ist daher die Einklappfunktion mit Hilfe von CSS sinnvoller als eine JavaScript-Aktion, die das Anzeigen des Contents auslöst. Und wie steht es um die Inhalte selbst? Traditionell wertet Google Content höher, wenn dieser direkt sichtbar ist. Durch den Fokus auf mobile hat sich diese Bewertung jedoch etwas verschoben. “Versteckte” weil eingeklappte Inhalte sind aus Usability-Gründen für mobile Seiten eine legitime Lösung, Übersichtlichkeit zu wahren. Google selbst sagt dazu schon seit Jahren , dass alle Informationen im HTML ausgelesen und berücksichtigt werden, auch wenn diese in Akkordeons oder Tabs ”versteckt” werden. Verschiedene Studien (zum Beispiel von Searchpilot aus dem Jahr 2020) legen nahe, dass direkt sichtbarer Content besser performt als “versteckter” Content. Wichtige Inhalte sollten daher möglichst immer ohne zusätzlichen Klick sichtbar sein. Für FAQ-Sektionen auf Seiten sind Akkordeons allerdings noch immer eine wichtige Möglichkeit, Content übersichtlich zu gestalten. Alternativen zum Akkordeon für FAQs Akkordeons sind natürlich nicht die einzige Möglichkeit, FAQs einzubinden, ohne dass User*innen durch lange Textblöcke scrollen müssen. Tabs sind ein weiteres Mittel, es bleibt allerdings der Faktor, dass “versteckter Content” möglicherweise schlechter rankt.  Eine Alternative dazu ist, die FAQs als Fließtext einzubinden, aber ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken hinzuzufügen, damit Besucher*innen die gesuchte Frage schnell finden. FAQ für die Suchmaschinen optimieren - 3 weitere Tipps Oben haben wir dir bereits Hinweise für einen SEO-gerechten Aufbau der verschiedenen Arten von FAQ-Seiten und die technische Einbindung gegeben. Wir möchten dir drei zusätzliche Tipps mitgeben, um aus deinen FAQ das Beste herauszuholen. Relevante Fragen finden Hast du deinen FAQ-Bereich so eingerichtet, dass jede Frage als einzelne Seite eingerichtet wurde, empfehlen wir, mit einer Keywordanalyse Unterthemen oder Fragen zu recherchieren, die von Interesse sind. Hast du bereits Fragen gesammelt, die du aus der Praxis als relevant kennst, weil beispielsweise der Kundendienst diese regelmäßig gestellt bekommt, hilft die Keywordanalyse, diese Fragen mit den Worten zu beschreiben, die deine Zielgruppe verwendet. Das Ziel ist es also, Begriffe bzw. Phrasen zu identifizieren, die häufig gesucht werden. Diese Quellen kannst du für die Keywordanalyse und die Identifikation von Fragen verwenden: Kostenpflichtige Keywordtools Kostenfreie Keywordtools (zum Beispiel answerthepublic) Google Suchergebnisse: Google Suggest (Vorschläge von Google bei der Eingabe von Begriffen in die Suche), Fragen in der Googlesuche, verwandte Begriffe unter den Suchergebnissen Google Trends SEO-Tools, die Keywords der Wettbewerber anzeigen Die eigenen Analysetools, vor allem die Google Search Console, die dir anzeigt, zu welchen Themen und Fragen du bereits eine gewisse Sichtbarkeit hast. Die seiteninterne Suche Social Media Kommentare und Plattformen wie Reddit Screenshot aus den SERPs - Beispiel E-Bikes Am Beispiel “E-Bikes” kann zum Beispiel diese unvollständige Liste an allgemeinen Themen und Fragen identifiziert werden: Welches E-Bike ist zu empfehlen? (Frage in den Google-Suchergebnissen) Wie viel Watt sollte ein guter E-Bike Motor haben? (Frage in den Google-Suchergebnissen) Wie viel kostet ein gutes E-Bike? (Frage in den Google-Suchergebnissen) Welches E-Bike passt zu mir? (Keywordtool in SEMrush) Wie lange hält ein E-Bike Akku? (Keywordtool in SEMrush) Wer repariert E-Bikes? (answerthepublic) Wie E-Bike Akku aufladen? (answerthepublic) FAQ Markups verwenden Sofern dein CMS dies zulässt, empfiehlt sich die Einbindung strukturierter Daten , die Google dabei helfen, Content zu interpretieren und einzuordnen. Im Fall der FAQ sorgt das Markup FAQPage dafür, dass Google erkennt, was Frage und was Antwort ist und diesen Content als FAQ einordnen kann. Detaillierte Erklärungen finden sich bei Google sowie auf der Seite von schema.org zur FAQPage und QAPage . Überprüft werden können die strukturierten Daten in Googles Tool “Rich Results Test” Das Tool zeigt an, welche Markups eingebunden wurden und ob diese Fehler aufweisen. Am Beispiel der Seite testberichte.de sehen wir im Google-Tool, dass das FAQ-Markup verwendet wurde: Wichtig: Nach Googles Aussage darf dieselbe Frage und Antwort nicht mehrfach mit einem Markup ausgezeichnet werden. Aus SEO-Gründen ist es ohnehin optimal, unique FAQs zu erstellen, wenn du zum Beispiel auf Produktseiten FAQs einbindest. Solltest du trotzdem auf unterschiedlichen Seiten identische FAQs einbinden, sollten diese laut Google nur auf einer dieser Seiten mit Markups versehen werden, da du andernfalls gegen ihre Richtlinien verstößt. Interne Verlinkung optimieren Einer der größten Vorteile eines FAQ-Bereichs auf der Website ist neben der Generierung von relevantem Content die Möglichkeit, die interne Verlinkung zu verbessern. Verlinkst du verwandte Seiten innerhalb deiner Website oder deines Online Shops untereinander, stärkt dies die verlinkte Seite und hilft außerdem User*innen, neue Inhalte zu finden und länger auf deiner Website zu bleiben. Überlege dir daher bei jeder einzelnen Frage, ob es sinnvolle Produkte, Dienstleistungen, Blogposts, andere FAQs oder andere Seiten gibt, die du aus dem Text verlinken kannst. Für eine gute interne Verlinkung verwendest du einen aussagekräftigen Linktext an Stelle eines allgemeinen Textes wie beispielsweise “hier mehr lesen”. Um passende Links zu identifizieren, ist es auch sinnvoll, nach Erstellung des FAQ-Textes die Frage zu stellen: was ist der sinnvollste nächste Schritt für User*innen, die diese Frage stellen und diesen Content gelesen haben? Ist es eine Produktseite? Schließen sich üblicherweise weitere Fragen an? Ist die Antwort auf die Frage, deine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen? Alternativen und Ergänzungen zu FAQ FAQ-Bereiche und -Seiten sind nicht die einzige Möglichkeit, den regulären Content sinnvoll zu erweitern. Eine gut durchdachte SEO Strategie berücksichtigt alle Arten von Content, um die Sichtbarkeit für Keywordkombinationen und verwandte Keywords zu erhöhen. Eine wirkungsvolle Strategie sind Glossare, die Fachbegriffe erklären. Eine Anwendung kann sein, verschiedene Materialien, Schnitte oder Bauformen zu einem Produkt gegenüberzustellen und so eine weitere Entscheidungshilfe für Kund*innen bereitzustellen. Idealo bindet auf Kategorieseiten statt eines FAQ Bereichs eine Glossar-Sektion ein, in der relevante Begriffe zur Kategorie erklärt werden. Best Practice - Beispiele für gelungene FAQ-Seiten Es gibt im Internet sehr viele Beispiele für gut durchdachte FAQ-Seiten, die sinnvoll strukturiert wurden und sinnvolle Fragen zum jeweiligen Thema beantworten. Jede Branche, jede Zielgruppe und jedes Unternehmen sind individuell, aber es kann dennoch helfen, sich als Anregung Best Practice Beispiele anzusehen. Darum haben wir dir hier einige FAQ-Bereiche und FAQ-Seiten zusammengestellt, die wir gelungen finden: Samsung Technische Geräte sind ein gutes Beispiel für Produkte, zu denen vor einer Kaufentscheidung viele Fragen gestellt werden. Gerade die hochpreisigen jährlich neu erscheinenden Modelle von großen Unternehmen wie Samsung und Apple mit ihren technischen Details bieten hier viel Potenzial für Erklärungen und Hilfe bei der Produktwahl. Samsung beantwortet auf der Seite mit der Produktvorstellung in der FAQ-Sektion die wichtigsten Fragen. Auf der Produktseite im Shop dagegen werden vor allem kaufbezogene Fragen beantwortet. Hier findet sich eine Mischung aus generischen Fragen und spezifischen Fragen und Antworten. In der ersten Antwort ist zu sehen, wie die allgemeine Frage auf das Produkt bezogen beantwortet wurde. Booking.com Ein FAQ-Bereich muss nicht unbedingt “FAQ” benannt werden. Booking.com nennt ihn “Schnelle Hilfe” und untergliedert die Fragen nach ihrem Thema. Oben auf der Seite wurden Sprungmarken eingebunden, die es ermöglichen, direkt zur gewünschten Kategorie zu springen und nicht lange scrollen zu müssen. Avocadostore Auch der Avocadostore gliedert den FAQ-Bereich nach Themen und schlägt außerdem auf der FAQ-Übersicht direkt Fragen vor, die vermutlich besonders häufig gestellt werden. Dies erspart User*innen mit diesen Fragen einen Klick, ohne die Übersichtlichkeit durch die Kategorisierung zu verlieren. Zalando Zalando verwendet ebenfalls Kategorien, die über eine Navigation jederzeit ansteuerbar sind, sodass User*innen leicht zwischen FAQ-Sektionen hin- und her-springen können. Content Optimierung von FAQ bis Blog mit den internetwarriors Möchtest du deine organische Sichtbarkeit durch optimierten Content verbessern? Unser erfahrenes SEO-Team kennt alle Tricks und Werkzeuge, um besser bei Google gefunden zu werden. Wir analysieren deinen Content , unterstützen dich bei der Optimierung oder liefern dir relevanten optimierten Content für deine Website oder deinen Online Shop. Das können FAQ-Texte sein, aber zum Beispiel auch Produktbeschreibungen oder Blogposts. Sprich uns einfach an, wir erstellen dir gern ein unverbindliches individuelles Angebot !

Interne Verlinkung für SEO verbessern: Ein Leitfaden für eine erfolgreiche Strategie

06.08.2024

Julien

Moritz

Kategorie:

SEO

In der Welt der Suchmaschinenoptimierung gibt es zahlreiche Strategien und Techniken, um die Sichtbarkeit einer Website zu verbessern. Eine oft unterschätzte, aber äußerst wirksame Methode ist die Optimierung der internen Verlinkung. Interne Verlinkung in der SEO dient dazu, verschiedene Seiten innerhalb einer Website miteinander zu verbinden. Dies spielt eine entscheidende Rolle nicht nur für die Navigation und Benutzer*innenfreundlichkeit, sondern auch für die Verteilung des sogenannten „Link Juice“, der die Autorität und Relevanz der Seiten in den Augen der Suchmaschinen erhöht. In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du deine SEO-Strategie durch eine durchdachte und gezielte interne Verlinkung verbessern kannst. Lerne die besten Praktiken kennen, um sowohl deine Nutzer*innen als auch die Suchmaschinen zufriedenzustellen und letztendlich dein Ranking zu verbessern. Als Grundlage für das Konzept deiner internen Verlinkung lernst du in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du den Ist-Zustand analysierst und Potenziale erkennst. Definition und Bedeutung für SEO Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Hyperlinks: Interne Links sind Verknüpfungen, die von deiner Website zu einer Unterseite deiner Website führen. Sie helfen Nutzer*innen bei der Navigation durch deine Website und Suchmaschinen beim Verständnis der Struktur und Hierarchie deiner Website. Der Vorteil ist, dass du sie zu 100% selbst in der Hand hast. Externe Links hingegen führen von einer völlig anderen Domain auf deine Website oder umgekehrt. Sie können die Glaubwürdigkeit erhöhen. Hier hast du allerdings keine vollständige Kontrolle und bist von anderen Websites abhängig. In diesem Blogbeitrag werden wir uns nur mit der internen Verlinkung befassen. Ein wichtiger Begriff in dem Zusammenhang ist “Linkjuice”. Als Linkjuice wird die Stärke einer Seite bezeichnet. Sie setzt sich aus der Qualität und der Anzahl der eingehenden Links sowie der Verteilung auf einer Website zusammen. Dadurch hat die Startseite den meisten Linkjuice und kann diesen durch interne Links weitergeben. Links von Seiten, die als wichtiger angesehen werden, übertragen mehr Linkpower als Links von weniger wichtigen Seiten . Eine Seite gilt als wichtig, wenn viele andere wichtige Seiten auf sie verlinken. Dabei wird die sogenannte Linkpower nicht gleichmäßig verteilt. Wenn z.B. 100 interne Links vorhanden sind, bekommen diese nicht jeweils 1/100 Linkpower. Einige Links erhalten mehr, andere weniger Linkpower. Die Bedeutung für SEO ist vielfältig. Interne Links verbessern die Benutzer*innenerfahrung, indem sie den Besucher*innen helfen, leicht zu den gewünschten Informationen zu gelangen. Für Suchmaschinen sind interne Links ein Indikator dafür, welche Seiten auf deiner Website am wichtigsten sind. Seiten, die viele interne Links erhalten, werden als besonders relevant eingestuft und können in den Suchergebnissen höher ranken. Zudem erleichtern interne Links den Crawlern der Suchmaschinen das Durchsuchen und Indexieren deiner Website, was wiederum die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit deiner Inhalte verbessert. Bedeutung für Nutzer*innen Die Bedeutung von internen Links für SEO ist vielfältig. Sie verbessern die User*innenexperience, indem sie den Besucher*innen helfen, leicht zu den gewünschten Informationen zu gelangen. Innerhalb eines Textes werden beispielsweise andere Produkte oder Leistungen des Unternehmens verlinkt. Dadurch können die Nutzer*innen diese Seite direkt über den Link erreichen und müssen sich nicht erst in den Navigationsbereich der Seite umorientieren. Eine gut durchdachte interne Verlinkung für SEO kann dazu beitragen, die Verweildauer der Nutzer*innen auf deiner Seite zu erhöhen. Dies kann wiederum zu besseren Rankings in den Suchergebnissen führen, da Suchmaschinen das Nutzer*innenverhalten mit in die Bewertung einer Seite einbezieht. Bedeutung für Suchmaschinen Für Suchmaschinen sind interne Links ein Indikator dafür, welche Seiten auf deiner Website am wichtigsten sind. Seiten mit einem hohen Linkjuice werden als besonders relevant eingestuft und können in den Suchergebnissen höher ranken. Zudem erleichtern interne Links den Crawlern der Suchmaschinen das Durchsuchen und Indexieren deiner Website. Dies verbessert wiederum die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit deiner Inhalte. Gelegentlich hören wir die Idee, Links mit nofollow zu versehen, um Linkpower zu sparen. Davon raten wir allerdings ab. In diesem Fall wird dem Link zwar nicht gefolgt, er wird aber trotzdem als Link wahrgenommen. Bei der Berechnung der Linkpower wird dieser Link in der Gesamtzahl berücksichtigt. Konkrete Tipps für die Optimierung der internen Verlinkung Wir haben konkrete und praxisnahe Tipps, wie du die interne Verlinkung auf deiner Website für eine effizientere SEO verbessern kannst. Von der Identifikation sich besonders lohnender Seiten über die Auswahl der richtigen Ankertexte bis hin zur strategischen Platzierung der Links - diese Tipps helfen dir, das Potenzial deiner internen Verlinkung voll auszuschöpfen und deine SEO-Performance nachhaltig zu verbessern. 1. Mit Screaming Frog Seiten finden, die besonders von zusätzlichen internen Links profitieren Wie kannst du herausfinden, welche Seiten am meisten von zusätzlichen internen Links profitieren würden? Hier kommt Screaming Frog ins Spiel. Dieses leistungsstarke SEO-Tool ermöglicht es dir, gezielt nach Seiten zu suchen, die derzeit unterverlinkt sind und daher ein hohes Potenzial für zusätzliche interne Links haben. Gerade für Seiten, die bereits einen hohen Traffic haben und relativ schlecht verlinkt sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, durch zusätzliche Links die Sichtbarkeit und Relevanz in den Suchergebnissen zu erhöhen. Zunächst erstellst du eine API-Verknüpfung mit der Google Search Console : 1. Konfiguration → API-Zugang → Google Search Console 2. Anmelden und Domain auswählen → OK Abbildung 1: Screaming Frog Anleitung: API-Zugang einrichten Anschließend startest du den Crawl der Domain und beschränkst den Datensatz auf relevante Daten : 1. Intern → HTML 2. Folgende Spalten auswählen: Adresse, Meta Robots 1, Inlinks, Impressionen 3. Filtern: Meta Robots 1 → enthält nicht → “noindex” Abbildung 2: Screaming Frog Datensatz Ist der Crawl abgeschlossen, hast du hoffentlich eine übersichtliche Anzahl an Seiten. Jetzt ist das Verhältnis zwischen Inlinks und Impressionen relevant. Für eine Optimierung sind speziell die Seiten interessant, die viele Impressionen, aber wenig eingehende Links haben. Für diese Seiten ist es die Optimierung der internen Verlinkung eine tolle Möglichkeit, die Low Hanging Fruits (Schwellenkeywords) abzugreifen. Sollte die Anzahl an URLs zu unübersichtlich sein, kannst du dir die Daten abspeichern und mit Excel ein Diagramm erstellen. 2. Verwendung interner Links im Inhalt der Seite Bei der Verwendung von Links im Text ist besonders der sogenannte Ankertext (oder auch Anchortext / Linktext) wichtig. Du solltest keine Formulierungen wie “Hier klicken” oder “Mehr dazu” verwenden. Denn nicht nur Nutzer*innen sollen durch den Ankertext erfahren, was sie auf der verlinkten Seite erwartet, sondern auch Bots. Daher sollte der verlinkte Text möglichst dem Keyword der Zielseite entsprechen. Allerdings empfehlen wir, nicht bei jeder Verlinkung einer Seite immer 1:1 den gleichen Ankertext (das Keyword) zu verwenden, da das unnatürlich wirkt. Verwende bestenfalls Variationen und Synonyme, mal einzelne Wörter, Wortgruppen oder auch ganze Sätze in Verbindung mit Keywords. Wichtig ist auch die Positionierung des Links. Die höchste Bedeutung kommen dabei die Verlinkungen innerhalb eines Textes zu. Durch den Kontext wird sowohl den Nutzer*innen als auch den Bots signalisiert, in welchem Zusammenhang sich der Link befindet. Je weiter oben auf der Seite dieser platziert ist, desto wichtiger erscheint dieser. Natürlich können trotzdem Buttons verwendet werden, da sie sehr Nutzer*innenfreundlich sind. Achte auch hier auf einen guten Linktext. Außerdem können Bilder verlinkt werden. In diesem Fall ist die Verwendung des Alt-Attributs und eines guten Bildtitels besonders wichtig. Insbesondere der Alt-Text visualisiert den Bots, was auf den Bildern zu sehen ist und gibt Anzeichen, welchen Inhalt die Zielseite bietet. 3. Verwendung interner Links in der Navigation Die Navigation besteht vor allem aus dem Menü und dem Footer . Die Navigation ist von jeder Seite aus zu erreichen und damit sind auch die Links sind auf jeder Seite zu sehen. Vor allem die wichtigsten Seiten sollten im Menü verlinkt sein, da sie durch diese Platzierung viel Linkpower erhalten. Auch die Links im Footer sollten nicht vergessen werden. Allerdings ist er nicht dafür gemacht, unzählige Links zu enthalten. Seiten aus dem Menü ein zweites Mal im Footer zu verlinken, macht keinen Sinn. Zudem geben die Links wenig Linkjuice weiter, da sie weniger wahrscheinlich geklickt werden. Saisonale Seiten sollten mit etwas Vorlaufzeit intern gut verlinkt werden. Ist ein Thema erst in 5-6 Monaten relevant, kann die Zielseite im Footer verlinkt werden. Sie sollte 2-3 Monate vorher allerdings prominenter verlinkt werden, z.B. im Menü, auf der Startseite und aus relevantem Content heraus, um den Suchmaschinen zu zeigen, dass es sich aktuell um eine sehr wichtige Seite handelt. Wir empfehlen für eine einfache Navigation auch eine Breadcrumb zu integrieren. Die darin enthaltenen Links zeigen die hierarchische Tiefe der aktiven Seite auf und bieten den User*innen die Möglichkeit, in wenigen Klicks zur richtigen übergeordneten Seite zu gelangen. Dadurch ist sie sehr Nutzer*innenfreundlich und steigert zudem die Anzahl an internen Links der Domain. 4. Qualität vor Quantität Es gibt keine optimale Anzahl von internen Verlinkungen auf einer Website. Vielmehr ist es wichtig, dass die Verlinkungen relevant sind und Sinn machen . Beachtest du diesen Grundsatz, kannst du auch nicht zu viele interne Links auf einer Seite haben. Du kannst dir bei jedem Link die Frage stellen: Könnte die Seite interessant für die Nutzer*innen sein? Wenn das zutrifft, handelt es sich um einen guten und relevanten Link. Wenn du von Grund auf ein Konzept für die interne Verlinkung deiner Website erstellen möchtest, solltest du das sogenannte Siloing beachten. Dabei handelt es sich um die themenrelevante Verlinkung . Nach diesem Prinzip sollten Besucher*innen eines Onlineshops, die sich auf der Produktdetailseite eines Fußballschuhs befinden, keine Links zu Produkten aus den Kategorien „T-Shirts“ oder „Hosen“ angezeigt bekommen. Diese sind in diesem Fall wahrscheinlich nicht relevant. Stattdessen ist es sinnvoll, einen Link zu einem Fußballschuh einer anderen Marke anzubieten, da die Benutzer*innen offensichtlich an diesem Produkttyp interessiert sind. Die interne Verlinkung sollte daher auf die jeweilige Kategorie beschränkt sein, in der sich die Benutzer*innen gerade befinden, und nur auf die Startseiten der anderen Kategorien verweisen. Abbildung 3: Siloing - themenrelevante Verlinkung Interne Verlinkung & SEO: Fazit der internetwarriors Die Optimierung der internen Verlinkung ist eine wichtige, aber oft unterschätzte Methode zur Verbesserung der SEO-Strategie einer Website. Durch gezielte interne Verlinkung können sowohl die Benutzer*innenfreundlichkeit als auch die Sichtbarkeit und Relevanz der Seiten für Suchmaschinen erheblich verbessert werden. Eine gut durchdachte interne Verlinkung unterstützt die Navigation, verteilt Linkjuice effizient und hilft Suchmaschinen, die Struktur der Website besser zu verstehen. Praktische Tipps wie der Einsatz von Tools wie Screaming Frog, die richtige Auswahl und Platzierung von Ankertexten sowie eine qualitativ hochwertige und themenrelevante Verlinkung sind für den Erfolg unerlässlich. Insgesamt trägt eine optimierte interne Verlinkung zu einer längeren Verweildauer der Nutzer*innen und einem besseren Ranking in den Suchergebnissen bei. Gerne unterstützen wir dich bei der Ausarbeitung einer SEO-Strategie für die interne Verlinkung. Mit einer SEO-Analyse finden wir die Potenziale deiner Website, definieren Maßnahmen und können diese gemeinsam in einer SEO-Betreuung umsetzen. Kontaktiere uns jederzeit für ein unverbindliches Angebot! Hat dir der Blog gefallen? Jetzt weiterempfehlen! Facebook Twitter Telegram Linkedin Envelope Whatsapp

Website auf Barrierefreiheit prüfen - mit WAVE und Google Lighthouse

24.04.2024

Julien

Moritz

Kategorie:

SEO

Das Digitale-Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, das für 2025 geplant ist, markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung einer inklusiven digitalen Gesellschaft. Es zielt darauf ab, die Zugänglichkeit digitaler Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Dieses Gesetz baut auf den bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen zur Barrierefreiheit auf und erweitert diese, um den Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden. Grund genug zu überprüfen, ob Deine Website den Anforderungen entspricht. In diesem Artikel erfährst Du, wie du mit den Tools WAVE und Lighthouse kontrollierst, wo die Baustellen sind, welche Maßnahmen benötigt werden und bekommst einen guten Eindruck davon, was es bedeutet, seine Website nach den WCAG - AA Kriterien zu optimieren. Darum gehören die WCAGs dazu Ein zentraler Aspekt dieses Gesetzes ist die Einhaltung der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG), die von der World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt wurden. Die WCAGs dienen als international anerkannter Standard für die Barrierefreiheit von Webinhalten und sind in drei Konformitätsstufen unterteilt: A, AA und AAA. Diese Richtlinien bieten detaillierte Empfehlungen, wie digitale Inhalte gestaltet werden sollten, um sie für Personen mit einer Vielzahl von Behinderungen zugänglich zu machen, darunter Sehbehinderungen, Hörbehinderungen, motorische Einschränkungen und kognitive Beeinträchtigungen. Das Gesetz wird voraussichtlich Anforderungen enthalten, die sicherstellen, dass Websites, mobile Anwendungen und andere digitale Technologien den WCAG-Standards entsprechen. Dies bedeutet, dass Entwickler und Anbieter von digitalen Produkten und Dienstleistungen ihre Angebote so gestalten müssen, dass sie für alle Nutzer zugänglich sind, unabhängig von ihren körperlichen oder sensorischen Fähigkeiten. Zu den Schlüsselelementen der WCAG gehören die Gewährleistung der Bedienbarkeit durch Tastatur, die Bereitstellung von Alternativtexten für visuelle Inhalte, die Verbesserung der Nutzbarkeit und Verständlichkeit von Inhalten und die Kompatibilität mit assistierenden Technologien. Das Digitale-Barrierefreiheitsstärkungsgesetz wird weitreichende Auswirkungen auf den öffentlichen Sektor sowie auf Unternehmen haben, die digitale Produkte und Dienstleistungen für den deutschen Markt bereitstellen. Die Umsetzung der WCAG-Konformität wird nicht nur die digitale Inklusion fördern, sondern auch die Qualität und Zugänglichkeit von Online-Angeboten insgesamt verbessern. Barrierefreiheit mit Google Lighthouse messen Lighthouse ist ein Open-Source-Tool, das von Google entwickelt wurde, um die Qualität von Websites zu verbessern. Es ist sowohl für Entwickler*innen als auch für Webseitenbetreiber*innen eine wertvolle Ressource, um die Leistung, Zugänglichkeit, Best Practices für Webanwendungen und Suchmaschinenoptimierung (SEO) deiner Webseiten zu analysieren und zu optimieren. Barrierefreiheit und SEO haben Synergieeffekte, die nicht unterschätzt werden sollten, wenn eine Optimierung neben der Barrierefreiheit auch die Erhöhung der organischen Sichtbarkeit im Fokus haben sollte. Ein Whitepaper mit hilfreichen Checklisten sind bei uns zu finden. Im Folgenden werden die Installation, die Funktionsweise und die Messung der Barrierefreiheit mit Lighthouse erläutert. Lighthouse kann auf mehrere Arten installiert und genutzt werden: Lighthouse kann als Erweiterung im Google Chrome Browser installiert werden. Du kannst einfach den Chrome Web Store besuchen, nach Lighthouse suchen und es hinzufügen. Lighthouse ist auch direkt in den Chrome DevTools integriert. Um es zu nutzen, öffnest du einfach die DevTools in Chrome, navigierst zum Tab "Lighthouse" und startest die Analyse in Lighthouse. Die Website PageSpeed Insights wertet auch die Barrierefreiheit aus. Lighthouse führt eine Reihe von Tests durch, um verschiedene Aspekte einer Website zu bewerten. Die Ergebnisse dieser Tests werden in einem Bericht zusammengefasst, der nicht nur die Leistung der Seite anzeigt, sondern auch spezifische Empfehlungen zur Verbesserung bietet. Der Bericht ist in verschiedene Kategorien unterteilt: Kategorien, die in Lighthouse gemessen werden Messung der Barrierefreiheit mit dem Lighthouse Tool Die Barrierefreiheit wird von Lighthouse durch eine Reihe von automatisierten Tests sowie manuelle Prüfungsempfehlungen bewertet. Diese Tests umfassen: Kontrastverhältnisse: Überprüfung des Textkontrasts im Vergleich zum Hintergrund. Tastaturbedienbarkeit: Sicherstellung, dass alle interaktiven Elemente der Webseite mit der Tastatur erreichbar und nutzbar sind. Aria-Attribute: Einsatz von ARIA (Accessible Rich Internet Applications) Attributen zur Verbesserung der Zugänglichkeit für Screenreader und andere assistive Technologien. HTML-Strukturelemente: Verwendung korrekter HTML-Elemente zur Strukturierung von Inhalten und Navigationselementen. Klassische SEO Basics, wie Überschriftenstruktur, ALT-Attribute oder [lang] Angaben. Es ist wichtig zu beachten, dass trotz der umfassenden Tests durch Lighthouse eine vollständig barrierefreie Webseite nicht allein durch automatisierte Prüfungen sichergestellt werden kann. Die manuellen Prüfungsempfehlungen, die Lighthouse bieten, sind ein entscheidender Schritt, um Barrierefreiheit umfassend zu gewährleisten. In den Developer Tools von Google ist eine Bewertungshierarchie veröffentlicht, bei der einzelne Faktoren eine Gewichtung von 1 bis 10 mitbringen. Es ist von Vorteil, sich erst einmal auf die Maßnahmen zu konzentrieren, welche eine höhere Gewichtung haben - interessanterweise sind diese Faktoren auch eng mit SEO Maßnahmen verknüpft. Auszug der einzelnen Metriken und Gewichtungen Das Google Tool Lighthouse zeigt in Themen unterteilt die einzelnen Fehler zur Barrierefreiheit auf der Website an. Die Darstellung erfolgt in einem Akkordeon, somit ist eine Übersicht gewährleistet - siehe 1. Lighthouse bietet für die User*innen auch gleich die Möglichkeit, mehr Informationen zu den Fehlern anzeigen zu lassen. In diesem Beispiel wird nicht nur angezeigt, wie ein ALT-Attribut bei Bildern aussehen soll, sondern auch, wie er bestmöglich im Quellcode implementiert werden muss, damit er von den Suchmaschinen, aber auch von assistiven Technologien wie Screenreadern gelesen werden kann - siehe 2. Im letzten Teil werden konkret die Elemente angezeigt, bei denen der oben genannte Fehler auftritt. In Form eines Screenshots und einem Ausschnitt des Code-Snippets. Leider sind die Screenshots, die von dem Lighthouse Tool angezeigt werden, sehr undeutlich und auf den ersten Blick fällt es schwer, das Element auf der kompletten Website einzuordnen - siehe 3. Anzeige Fehler in Google Lighthouse Zusammenfassend ist Lighthouse ein mächtiges Tool, das Webentwickler*innen und Webseitenbetreiber*innen dabei hilft, ihre Websites zu analysieren und zu optimieren. Durch seine vielseitigen Installations- und Nutzungsmöglichkeiten sowie die detaillierten Berichte und Empfehlungen spielt Lighthouse eine wichtige Rolle in der modernen Webentwicklung, insbesondere im Bereich der Suchmaschinenoptimierung sind diese Werte ein wichtiger Indikator. Bisher gibt es von Google keine konkrete Aussage, dass die Barrierefreiheit einer Website ein Rankingfaktor ist. Jedoch werden viele Metriken bereits jetzt indirekt bewertet. Barrierefreie Websites werden immer wichtiger, daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis mögliche Indikatoren und Messungen auch in der Google Search Console zu finden sein werden. WAVE - Tool mit visueller Markierung von Barrierefreiheit Auch mit dem WAVE Tool kannst du deine Website ganz einfach und kostenlos auf Barrierefreiheit prüfen. Der Nachteil ist, dass es anders als das Lighthouse Tool nicht von Google selbst entwickelt wurde. Lighthouse bietet den Vorteil, dass die Ergebnisse direkt von Google stammen und eventuell ein größerer Indikator für das Ranking sind. WAVE wurde von der anerkannten Organisation WebAIM entwickelt und berücksichtigt ebenso die WCAG-Richtlinien. Die Ergebnisse der jeweiligen Tools sollten sich demnach nicht stark voneinander unterscheiden, wenn man eine Website auf Barrierefreiheit prüfen möchte. Aus diesem Grund steht für uns die übersichtliche Darstellung der Ergebnisse und die Handhabung des Tools im Vordergrund. Es gibt ebenso eine kostenpflichtige Variante. Die WAVE-API wird lokal installiert und kann deine gesamte Website analysieren. Wir stellen in diesem Artikel die kostenlose Version vor und gehen nicht weiter auf WAVE-API ein. WAVE bietet sowohl als Online-Version als auch als praktische Browser-Erweiterung für Chrome und Firefox die Möglichkeit, Webinhalte einfach und effizient zugänglich zu machen. Bei der Nutzung bleibt man visuell auf der Website (siehe Abbildung 4). Hinweise und Fehler der Zugänglichkeit zeigt das Tool anhand von kleinen Icons. Diese sofortige Rückmeldung ermöglicht es, Probleme schnell zu identifizieren und anzugehen. WAVE achtet besonders auf kritische Aspekte der Barrierefreiheit - von Alt-Attributen über die Beschriftung von Formularen bis hin zu Kontrastproblemen. Auch zeigt es auf, ob deine Webseite eine klare Struktur hat. Außerdem berücksichtigt das Tool WAVE mehrdeutige oder nicht beschreibende Links und die Verwendung von ARIA-Labels, die verwendet werden können, um Menschen mit Screenreadern ein optimales Erlebnis im Web zu bieten. Nutzung des WAVE Tools auf dem Google Store Fehleridentifikation Auf der linken Bildschirmseite gibt es ein Dashboard. Es dient zur Navigation und Darstellung der Elemente der Barrierefreiheit. Das Menü besteht aus sechs verschiedenen Abschnitten und ist intuitiv bedienbar. Neben der Zusammenfassung, wie viele Fehler und Kontrastfehler, Warnungen, Merkmale, Strukturelemente und ARIA-Verwendungen es gibt, werden diese im Reiter “Details” aufgelistet. Hier kannst du mit einem Klick direkt zur Ursache auf der Website springen. Unter “Reference” findest du eine detaillierte Beschreibung des Problems und wie du es beheben kannst (siehe Abbildung 5). Dashboard des WAVE Tools (Abschnitt 1 - 3) Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Styles auszuschalten oder den HTML-Code direkt an der passenden Stelle zu öffnen. So stellt das WAVE Tool sicher, dass jeder Fehler gefunden und identifiziert werden kann. Das Tool zur Prüfung von Websites auf Barrierefreiheit zeigt auch die Tab-Reihenfolge (Navigation mit der Tabulatortaste zu allen interaktiven Elementen - Links & Formularfelder). Es gibt eine Übersicht über den strukturellen Aufbau mit den Überschriften und bietet die Möglichkeit, Kontraste manuell zu überprüfen (siehe Abbildung 6). Das kann beispielsweise bei Kontrastverhältnissen auf relevanten Bildern wichtig sein, da das WAVE Tool diese nicht überprüft. In einigen Fällen, z.B. wenn der Text direkt im Bild enthalten ist, ist es auch wichtig, dass dieser von allen gelesen werden kann. Interpretation der Ergebnisse Die Fehler und Kontrastfehler sind meistens klare Verstöße gegen die WCAG-Richtlinien Level AA und sollten vor dem Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes behoben werden. Bei den Warnungen erkennt das WAVE Tool vermeintliche Barrieren bei der Nutzung, die nicht ganz so drastisch sind und nicht immer auf einer rechtlichen Grundlage basieren. Generell sollten allerdings alle Ergebnisse kritisch betrachtet und kontrolliert werden, bevor es in die Umsetzung geht. Bei der Nutzung von Features und ARIA-Labels handelt es sich um HTML-Elemente, die unter anderem dafür gedacht sind, barrierefreie Websites zu ermöglichen. Diese sollten allerdings richtig verwendet werden. Als Feature wird zum Beispiel ein vorhandenes Alt-Attribut eines Bildes gekennzeichnet. Die Qualität bzw. richtige Nutzung kann nicht vom WAVE Tool erfasst werden. Alt-Attribute sollten möglichst den Inhalt der Abbildung beschreiben, da sie von Screenreadern vorgelesen werden. Du musst also selbst prüfen, ob diese gut gewählt sind. Ein weiteres Beispiel sind die ARIA-Labels. Auch hier ist die korrekte Verwendung wichtig. Das WAVE Tool zeigt alle verwendeten Labels an. Sie können allerdings auch falsch verwendet werden und für mehr Barrieren sorgen. Um selbst zu prüfen, ob sie richtig verwendet werden, ist es sehr hilfreich, deine Website selbst mit einem Screenreader zu nutzen. Für Windows Geräte empfehlen wir den Screenreader NVDA . Dieser ist kostenlos zum Download verfügbar und man kann ihn einfach bedienen. Apple Geräte haben die Bedienungshilfe “VoiceOver” integriert. Die Tab-Reihenfolge sollte einer logischen Reihenfolge der Links folgen. Sie sollte visuell auf der Webseite von links nach rechts und von oben nach unten hochzählen. Ist dies nicht der Fall, muss der Code angepasst werden. Fazit - Lighthouse und WAVE Die Vorteile von Barrierefreiheit sind klar. Es ist eine Chance für Websitebetreiber*innen, die Usability zu verbessern und Inhalte für alle zugänglich zu machen. Gleichzeitig profitiert auch die Sichtbarkeit von einer barrierefreien Umsetzung. Aber welches Tool solltest du am besten nutzen, um deine Website auf Barrierefreiheit zu prüfen? Wir haben in diesem Blogartikel zwei Tools vorgestellt, Lighthouse und WAVE. Das sind unsere beiden Favoriten. Nutzbar sind beide als Browser Erweiterung oder direkt auf der jeweiligen Website. Lighthouse ist ein Google Tool und hat den Vorteil, dass die Ergebnisse eventuell schon bald direkt in das Ranking einfließen. Setzt man die Hinweise des Tools um, ist man aus SEO-Sicht gut beraten. Bei der Darstellung der Ergebnisse hat unserer Meinung nach ganz klar WAVE die Nase vorn. Die Fehler und Hinweise sind direkt auf der Seite sichtbar. Von einem Kontrast Checker über die Darstellung der Struktur bis hin zu der Möglichkeit, Styles zu deaktivieren, bietet das Tool WAVE vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Dabei ist es trotzdem übersichtlich und einfach zu bedienen. Die Fehler und Warnungen der beiden Tools sind nach unserer Erfahrung sehr ähnlich. Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass es sich um automatisierte Tools handelt. Die tatsächliche Beurteilung und das Verständnis von Barrieren erfordern menschliches Urteilsvermögen. Daher ist es empfehlenswert, die identifizierten Ergebnisse zusätzlich mit Screenreadern zu überprüfen, um ein realistisches Bild der Zugänglichkeit einer Website zu erhalten. Ein weiterer Aspekt ist, dass sie nur einzelne Seiten analysieren und nicht die gesamte Website. Das kann dazu führen, dass Probleme, die sich aus der Interaktion verschiedener Seiten ergeben, möglicherweise übersehen werden. Du brauchst Hilfe bei der Überprüfung und Umsetzung der Barrierefreiheit deiner Website ? Die warriors aus Berlin stehen dir gerne zur Verfügung. Schon am 28. Juni 2025 müssen alle betroffenen Websites barrierefrei sein. Bereite dich schon jetzt darauf vor und hebe dich von deinen Mitbewerber*innen ab! Du kannst uns jederzeit für ein unverbindliches Angebot kontaktieren.

Onlineshop - SEO Tipps für eine hohe Sichtbarkeit

11.03.2024

Julien

Moritz

Kategorie:

SEO

Ihre Produkte sind erstklassig, aber wie steht es um die Sichtbarkeit Ihres Onlineshops ? Auch die technische und inhaltliche Optimierung für Suchmaschinen spielt eine entscheidende Rolle. Wie kann das Einkaufserlebnis Ihrer Besucher*innen durch gezielte Maßnahmen im Bereich Onlineshop SEO verbessert werden? Von der effizienten Behebung von 404-Fehlern über die Bedeutung saisonaler Events, bis hin zur Gestaltung der Kategorie- und Produktseiten – wir geben wichtige SEO Tipps für verschiedene Aspekte, die Ihr Onlineshop-Ranking beeinflussen. 404-Fehler: besseres Einkaufserlebnis durch Onlineshop SEO Gibt es in Ihrem Shop interne Verlinkungen, die womöglich potentielle Besucher*innen auf eine leere oder gar nicht mehr existierende Seite führen? Dann sollten Sie schnellstmöglich handeln. Das Beheben von 404-Fehlern gehört zu den wichtigsten Maßnahmen einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops . Nichts ist ärgerlicher, als wenn Seitenbesucher*innen in den Suchergebnissen auf ein beworbenes Produkt klicken und eine Fehlermeldung erhalten. Das führt unweigerlich zur Frustration und wahrscheinlich verlassen diese Besucher*innen frühzeitig die Seite und kehren zu den Suchergebnissen zurück. Dadurch wird die Absprungrate erhöht. Dies kann als ein negatives Signal gewertet werden. Die Verweildauer auf einer Seite gilt als einer von zahlreichen Indikatoren für die Zufriedenheit mit einem Suchergebnis . Damit Ihnen dies nicht passiert und Sie Ihren Besucher*innen das beste Einkaufserlebnis bieten können, sollten Sie die Anzahl an nicht erreichbaren Seiten so gering wie möglich halten. fehlerhafte Verlinkungen identifizieren Überprüfen Sie manuell, ob Ihre wichtigsten Produkte noch erreichbar sind. Mithilfe der Search-Console können sie unter Einstellungen -> Crawling-Statistiken -> nach Antwort -> Nicht gefunden (404) alle fehlerhaften Seiten auflisten, die aktuell existieren oder zu einem früheren Zeitpunkt existiert haben. Bei der Auswertung sollten Sie deshalb vor allem auf das Datum achten. Sie finden außerdem die Information, von wo aus diese Seiten verlinkt werden. Aber auch externe Verlinkungen werden angezeigt, die womöglich auf eine falsche URL oder nicht mehr existierende URL verlinken. Gerade bei aktiven Online-Kampagnen ist es ärgerlich, wenn Besucher*innen auf eine Ziel-URL geleitet wird, die nicht mehr existiert. Abbildung 1: Auszug aus der Google Search Console - Nicht gefundene Seiten   404-Fehlerseite erstellen Sollten Nutzer*innen doch mal auf eine 404-Seite gelangen, gibt es die Möglichkeit, ihn oder sie auf der Website zu halten. Dafür sollten Sie eine optimierte 404-Fehlerseite erstellen. Diese wird angezeigt, wenn die eigentlich angeforderte Seite nicht verfügbar ist. Sie ist unverzichtbar für jeden Shop, der sehr gutes OnPage SEO betreiben möchte. Den Nutzer*innen sollte hier eine klare und benutzerfreundliche Erfahrung geboten werden. Ihm sollte mitgeteilt werden,dass die gewünschte Seite nicht gefunden werden kann, um Verwirrung zu vermeiden. Durch eine gut gestaltete 404-Fehlerseite haben Sie die Möglichkeit, auf andere relevante Inhalte Ihres Shops umzuleiten oder alternative Optionen anzubieten, wie beispielsweise beliebte Produkte. Eine benutzerfreundliche 404-Seite trägt zur Verbesserung der Nutzerzufriedenheit bei und hilft Ihnen, die Absprungrate zu reduzieren. Das führt letztendlich zu einer Verbesserung Ihres Onlineshop SEO Rankings . Ein Best Practice Beispiel sehen Sie auf folgender Abbildung:   Onlineshop Events - Relevanz für SEO Saisonale Events und Feiertage sind für Onlineshops besonders wichtig. Hier steckt eine Menge Verkaufspotential, welches nicht außer Acht gelassen werden sollte. Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung und Vorbereitung, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Zu den essentiellen Ereignissen des Jahres gehören beispielsweise: Weihnachten, Black Friday, Ostern und Einschulungen. Je nach Branche ist das Käuferverhalten unterschiedlich. Deshalb sollten Sie Ihre Zielgruppe analysieren und sich auf die wichtigsten Events konzentrieren, die für Ihren Onlineshop das größte Potential aufweisen. Damit Sie von diesen profitieren, sollte die Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops mindestens drei Monate vorher erfolgen. Optimieren Sie Ihren Content für passende Produkte, um rechtzeitig für wichtige Keywords in den Suchergebnissen platziert zu sein.   Saisonale Landingpages Durch die Erstellung von saisonalen Landingpages kann der Traffic auf Ihrer Website enorm gesteigert werden. Wir empfehlen die folgende Vorgehensweise: Zunächst ist eine Keywordanalyse wichtig, um für passende Suchanfragen zu ranken. Der Content auf der Seite sollte anhand der Keywords optimiert werden. Außerdem ist eine klare Zielsetzung sowie ein Call-to-Action-Element wesentlich. Die Zielseite sollte nach der Erstellung bestenfalls auf der Startseite auffällig verlinkt werden. Nach dem jeweiligen Event bleiben Ihre saisonalen Landingpages bestehen und indexiert, da diese unter Umständen auch zu traffic-starken Suchbegriffen gut platziert sind. So können Sie im darauffolgenden Jahr wieder von Ihnen profitieren, vorausgesetzt die Seiten waren auch weiterhin für Suchmaschinen-Crawler erreichbar. Auch externe Verlinkungen wie Shares, Likes etc. können auf die Seite zeigen, die sich positiv auf das Ranking auswirken. Schon bei der Erstellung von saisonalen URLs können Sie für einen späteren Ranking-Vorteil sorgen: Sie sollten in der URL keine Jahreszahl verwenden. So müssen Sie die Landingpages nur einmal erstellen und können Sie im nächsten Jahr wieder verwenden. Nachdem z.B. das Weihnachtsgeschäft vorbei ist, müssen Sie die Landingpages nicht mehr so prominent verlinken. Hier können Sie von einer passenden Themenseite verlinken, damit Suchmaschinen-Crawler die Seite weiterhin finden und ihre kompletten Rankings nicht verloren gehen. Mobiler Onlineshop: SEO Anpassungen Für viele Menschen wird das Smartphone bereits ständig für das Onlineshopping verwendet. Auch Google als führende Suchmaschine hat die Methode zur Indexierung diesbezüglich angepasst. Seit Oktober 2023 ist die Umstellung auf Mobile First abgeschlossen. Websites werden seitdem nur noch mit dem Googlebot für mobile Seiten gecrawlt. Um konkurrenzfähig zu bleiben, ist ein Onlineshop mit einer optimierten mobilen Ansicht daher unausweichlich. Auch die Anzahl der Absprünge und Kaufabbrüche können Sie dadurch gering halten. Um die Nutzerfreundlichkeit entscheidend zu erhöhen, sollten Sie folgende drei SEO Tipps berücksichtigen: Wir empfehlen ein Responsive Webdesign . Hier passen sich die Inhalte automatisch an die Bildschirmgröße an und werden entsprechend skaliert und angeordnet. So wird eine gute Lesbarkeit und Benutzerfreundlichkeit gewährleistet. Neben dem Design gehören für uns vor allem zwei technische Kriterien zu einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung, die für Onlineshops erfüllt werden sollten. Um Kaufabbrüche zu minimieren, sollten unbedingt die gängigen mobilen Zahlungssysteme angeboten werden. Dazu gehören z.B. PayPal, Apple Pay und Google Pay. Nichts ist ärgerlicher, als interessierte Besucher*innen, die den Kaufprozess abbrechen, weil die gewünschte Zahlungsmethode fehlt. Außerdem sollten Sie unbedingt Pop-up-Fenster vermeiden . Vor allem bei mobilen Versionen von Onlineshops führen diese zu längeren Ladezeiten, nicht bestandenen Core Web Vitals dadurch zu schlechteren Rankings in den Suchmaschinenergebnissen. Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops: Zusammenspiel von Crawlbarkeit und Nutzerfreundlichkeit Die wichtigste Voraussetzung für gutes Onpage SEO besteht darin, dass alle relevanten Inhalte der Domain sowohl für die Desktop als auch für die mobile Webseite vom Googlebot vollständig gecrawlt und indexiert werden können. Überprüfen Sie daher nochmal Ihre robots.txt auf mögliche Anweisungen, die gegebenenfalls bestimmte Verzeichnisse oder gar Produktseiten vom Crawlen durch Suchmaschinen ausschließen. Außerdem sollten sich sowohl Suchmaschinen-Bots als auch die Nutzer*innen Ihrer Website problemlos und sinnvoll intuitiv darauf navigieren können. Crawlern hilft dabei die Sitemap, die für ein effizientes Crawling ebenfalls optimiert sein sollte. Wie eine perfekte Sitemap aussieht, können Sie beispielsweise in unserem Blogbeitrag erfahren. Für die User*innen sollte die Linkstruktur so natürlich und nutzerfreundlich wie möglich gestaltet werden. Ein besonders wichtiger Aspekt ist die themenrelevante Verlinkung , die oft auch als Siloing bezeichnet wird (siehe Abbildung 3). Nach diesem Prinzip darf beispielsweise Besucher*innen eines Onlineshops, die sich auf der Produktdetailseite eines Fußballschuhs befinden, kein Link zu Produkten aus den Kategorien "T-Shirts" oder "Hosen" angezeigt werden. Diese sind in dieser Situation höchstwahrscheinlich nicht relevant. Stattdessen ist es sinnvoll, einen Link zu einem Fußballschuh einer anderen Marke bereitzustellen, da die Benutzer*innen offensichtlich an dieser Produktart interessiert ist. Die interne Verlinkung sollte daher auf die jeweilige Kategorie beschränkt sein, in der sich die Benutzer*innen gerade befindet, und nur auf die Startseiten der anderen Kategorien verweisen. Abbildung 3: Übersicht zur optimalen Verlinkung zwischen den Unterordnern einer URL OnPage SEO für Ihren Shop: Kategorie- und Produktseiten Bei der Content Optimierung Ihrer Seiten gibt es wichtige SEO Tipps zu beachten. Für einen Onlineshop ist es am besten, wenn die Kategorie- und Produktseiten für wichtige Keywords möglichst weit oben in den Suchergebnissen landen. Viele machen den Fehler, dass Kategorieseiten nur eine Auflistung der Produkte sind. Um eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops zu garantieren, muss auch individueller Content für diese Seiten geschrieben werden. Wir empfehlen 400-500 Wörter, wobei ein kürzerer Teil (ca. 50 Wörter) oberhalb der Produkte steht und der längere Text darunter. Die Qualität des Contents spielt dabei eine große Rolle. Google bewertet den Inhalt nach den E-E-A-T Kriterien. Die Abkürzung steht für Experience , Expertise , Authoritativeness und Trustworthiness . Achten Sie daher auch bei Kategorieseiten darauf, dass die Texte einen wichtigen Mehrwert für die Besucher*innen haben. Auch die einzelnen Produktseiten können Sie optimieren. Zum einen wird dadurch ein Ranking direkt für den Namen des Produktes wahrscheinlicher und zum anderen wird die Gefahr von Thin Content vermieden. Als Thin Content bezeichnet Google URLs mit geringer Qualität, wodurch Sie abgewertet werden und schlechter in den Suchergebnissen ranken. Auch bei doppelten Inhalten ist das der Fall. Bei ähnlichen Produkten ist es daher besonders wichtig, dass die Inhalte individuell sind. Aus diesem Grund sollten Sie auch nie die Beschreibungen des Herstellers verwenden. Falls andere Onlineshops auch die Zeit für eigene Inhalte sparen wollen, entstehen schnell Duplicate Content. Die bessere Alternative ist, dass Sie die Produkttexte fokussiert auf einige Keywords optimieren, für die Ihre Seite bestenfalls ranken soll. Die Lesbarkeit und Usability dürfen dadurch nicht beeinträchtigt werden. Um eine übersichtliche Produktseite zu schaffen, ist es wichtig, Bullet Points und Überschriften für eine gute Strukturierung zu verwenden. Eine strukturierte Seite ist in Bezug auf Onpage SEO sehr wichtig. In die H1-Überschrift sollte das primäre Keyword eingebaut werden. Fazit der SEO Tipps für Onlineshops Für Onlineshops ist SEO ausschlaggebend, wenn Sie eine langfristig hohe Anzahl an organischen Besucher*innen erreichen wollen. In der Welt des E-Commerce ist die Sichtbarkeit Ihres Onlineshops genauso wichtig wie die Qualität Ihrer Produkte. Unsere SEO Tipps reichen von der effizienten Behebung von 404-Fehlern bis zur Gestaltung von saisonalen Landingpages. Damit Ihr Onlineshop langfristig einen hohen Traffic verzeichnet, empfehlen wir auch die mobile Anpassung sowie die Gewährleistung von Crawlbarkeit und Nutzerfreundlichkeit. Implementieren Sie diese SEO Tipps, um langfristig erfolgreich im Internet zu verkaufen. Sehr gerne unterstützen wir Sie bei der Optimierung. Im Rahmen einer SEO Analyse finden unsere Expert*innen heraus, welches Potenzial in Ihrem Onlineshop steckt. Zusammen definierte Maßnahmen können wir daraufhin für Sie umsetzen, um maximalen Erfolg zu ermöglichen. Kontaktieren Sie uns jetzt ganz unverbindlich für ein Angebot oder wenn Sie weitere Fragen haben.

Unsere Medienpartnerschaft mit dem Rheinwerk Verlag

06.12.2023

Julien

Moritz

Kategorie:

Inside internetwarriors

Um mit den Anforderungen und Innovationen in der digitalen Welt mitzuhalten, ist eine kontinuierliche Weiterbildung für Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Ein Verständnis der neuesten Technologien ist auch für die Mitarbeiter der internetwarriors enorm wichtig. Daher sind wir stolz, eine Medienpartnerschaft mit dem Rheinwerk Verlag verkünden zu dürfen. Ein deutscher Fachverlag , der mit seiner qualitativen Bildungsliteratur eine entscheidende Rolle für digitale Themen bei der Vermittlung von Fähigkeiten und Informationen spielt. Das Angebot in der Wissensvermittlung umfasst längst nicht mehr nur Bücher. Welche Möglichkeiten für Weiterbildungen es von dem Rheinwerk Verlag gibt und welche Themen abgedeckt werden, erfahren Sie in diesem Artikel.     Abbildung 1: Logo Rheinwerk Verlag Upcoming Event: Rheinwerk Digital Marketing Camp 2024 Die nächste Fachkonferenz findet im kommenden Jahr statt. Vom 24. bis 26. April 2024 wird Düsseldorf zum Hotspot für alle, die sich für digitales Marketing begeistern. Der renommierte Rheinwerk Verlag lädt ein zum " Rheinwerk Digital Marketing Camp " – einer Online Marketing Konferenz, die nach fünf Jahren erstmals wieder live auf der Bühne präsentiert wird. In der modern ausgestatteten Jugendherberge Düsseldorf erwartet die Teilnehmer*innen eine geballte Ladung an Marketingwissen. Die dreitägige Veranstaltung beginnt mit einem Konferenztag und bietet im Anschluss zahlreiche Angebote für Workshops und Masterclasses , um an zwei weiteren Tagen direkt aus der Praxis zu lernen. Von Content-Marketing über Conversion-Optimierung, SEO, Social Media, Marketing Automation, Webanalyse bis hin zu künstlicher Intelligenz umfasst das Programm alle wichtigen Themen des digitalen Marketings.   Abbildung 2: Banner Digital Marketing Camp   Das Rheinwerk Digital Marketing Camp ist nicht nur eine Wissensplattform, sondern auch ein Ort der Vernetzung. Neben dem intensiven Lernen bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expert*innen der Branche gemeinsam über die aktuellen Trends und Herausforderungen zu diskutieren. Die besondere Mischung aus Lernen und Kennenlernen wird durch den „Camp“-Charakter in der Jugendherberge unterstrichen. Sie ist gut erreichbar und direkt am Rhein im Grünen gelegen. Ein Lagerfeuer, Tischtennisrunden und leckeres Essen bieten die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen. Noch bis zum 29.02.2024 gibt es einen Early-Bird-Rabatt auf die Tickets . Durch die verschiedenen Ticketkombinationen hat jeder die Möglichkeit, frei zwischen den Veranstaltungen zu wählen oder die gesamte Erfahrung an drei Tagen mitzunehmen. Zu den Highlights zählen inspirierende Vorträge renommierter Speaker wie Björn Tantau, Britta Behrens, Christian Solmecke, Markus Hövener, Petra Sammer, Felix Beilharz oder Andreas Berens.   Abbildung 3: Speaker der RDMC Andreas Berens   Unsere Top 3 Gründe, beim Camp 2024 dabei zu sein: 1) Umfangreich & qualitativ: Es werden alle Online-Marketing-Themen in geprüfter Rheinwerk Qualität angeboten. 2) Vernetzung mit Branchenexperten: Eine angenehme Atmosphäre in einer tollen Location sorgt für ein optimales Networking. 3) Individuelles Zeitmanagement: Ob Konferenztag, Tageskurse, 2 Tage Masterclasses oder das gesamte Paket: Jeder kann seine Teilnahme effektiv für sich selbst gestalten. Die beeindruckende Entwicklung des Verlags Der Rheinwerk Verlag kann auf eine beeindruckende Geschichte zurückblicken. 1999 unter dem Namen ‘ Galileo Press ‘ in Bonn gegründet, entwickelte sich das Unternehmen zum Vorreiter in der Vermittlung von IT-Wissen in Deutschland. Im Laufe der Jahre wurde das Angebot um Video-Trainings ergänzt, das Programm thematisch erweitert und die Bücher auch elektronisch zugänglich gemacht. Im Januar 2015 erfolgte die Umbenennung in Rheinwerk Verlag aus markenrechtlichen Gründen. Vier Jahre später veranstaltete das Unternehmen die Rheinwerk Online Marketing Konferenz sowie die Rheinwerk Social Media Marketing Days . Das umfassende Weiterbildungsangebot wurde durch Präsenz- und Online-Seminare erweitert und es folgten von 2021 bis 2023 weitere Konferenzen online. Im kommenden Jahr kehrt der Rheinwerk Verlag ins Geschäft der Präsenzveranstaltungen zurück. Das Digital Marketing Camp 2024 – ein Event, welches Experten und Wissbegierige für digitales Marketing auf keinen Fall verpassen sollten. Themen & Angebote – Vielfalt im Fokus Was den Rheinwerk Verlag besonders auszeichnet, ist die breite Palette an Themen, die er abdeckt. Die umfangreiche Sammlung von Büchern und E-Books richtet sich sowohl an Einsteiger*innen als auch an Expert*innen. In folgenden Themenbereichen kann somit jeder seinen digitalen Horizont erweitern: Online-Marketing Professional Computing SAP Grafik & Design Fotografie Computer & Office Die Qualität der Inhalte hat einen hohen Stellenwert. Die Fachautor*innen des Verlags sind Branchenkenner , die ihr Wissen verständlich und praxisnah vermitteln. Leser*innen können ihre Medien entweder einzeln kaufen oder ein monatliches Digitalabo abschließen, welche alle Bücher und E-Books der jeweiligen Kategorie beinhaltet. Neben der großen Auswahl an Themen gibt es auch eine Vielfalt an Angeboten. Es werden zusätzlich zu den Büchern und E-Books regelmäßig Seminare und Webinar-Reihen in Kooperation mit der heise Academy online bereitgestellt. Diese Vielfalt ermöglicht es Lernenden, ihren eigenen Lernweg zu wählen und sich flexibel weiterzuentwickeln. Zusätzlich finden große Fachkonferenzen statt, in denen Expert*innen der Branche gemeinsam zusammenkommen, Vorträge halten und über aktuelle Entwicklungen diskutieren. Fazit: internetwarriors x Rheinwerk In einer Zeit, in der lebenslanges Lernen immer wichtiger wird, ist der Rheinwerk Verlag ein Wegbereiter für die Zukunft der Bildung. Die Medienpartnerschaft mit dem Rheinwerk Verlag trägt dazu bei, die Reichweite von Bildungsinhalten zu erhöhen und auch unseren Leser*innen und Mitarbeiter*innen Zugang zu erstklassigem Wissen zu ermöglichen. Darüber hinaus dürfen neben den namenhaften Speakern auch wir unsere Expertise auf dem Rheinwerk Digital Marketing Camp 2024 teilen. Wenn Sie das nicht verpassen wollen, kommen Sie hier direkt zur offiziellen Website .   Abbildung 4: RDMC 2024 in Düsseldorf   Wir sind gespannt darauf, gemeinsam die Zukunft der digitalen Bildung zu gestalten und Menschen auf der ganzen Welt zu befähigen. Kontaktieren Sie uns gerne, um schon vor dem Event von uns zu hören.

Was Onlineshops vom E-Rezept-Boom der Versandapotheken lernen können

29.09.2026

Axel

Zawierucha

Kategorie:

SEO

Banner für einen Blogbeitrag über GEO, SEO und Google Ads: abstraktes Netzwerk aus verbundenen Datenknoten und binärem Code vor dunkelblauem Hintergrund als Symbolbild für KI Suche

Kurz zusammengefasst: Medikamente sind die am schnellsten wachsende Warengruppe im deutschen Onlinehandel: plus 13,9 Prozent auf 547 Millionen Euro im zweiten Quartal 2026. Stationäre Apotheken wuchsen im selben Zeitraum nominal um 3,2 Prozent. Der Treiber ist das E-Rezept, das seit Januar 2024 Pflicht ist. Versandapotheken gewinnen mit vier Dingen, die jeder Onlineshop übernehmen kann: sichtbares Vertrauen, einfacher Checkout trotz Regulierung, automatisierte Nachkäufe und die Verbindung von online und lokal.  Wenn mich jemand fragt, welche Branche im deutschen Onlinehandel gerade am meisten richtig macht, sage ich: die Versandapotheken. Das überrascht viele, weil kaum ein Markt so streng reguliert ist. Aber genau das macht ihn so lehrreich. Wer es schafft, verschreibungspflichtige Medikamente per Smartphone zu verkaufen, hat Probleme gelöst, die Händler in anderen Branchen oft gar nicht erst angehen.  Warum wachsen Versandapotheken so stark?   Weil das E-Rezept die größte Hürde beseitigt hat, die es beim Onlinekauf von Medikamenten gab: das Papierrezept, das man per Post einschicken musste. Seit dem 1. Januar 2024 ist das E-Rezept für gesetzlich Versicherte Pflicht, am 17. Oktober 2025 wurde das milliardste eingelöst.  Der Unterschied zwischen den Kanälen ist beachtlich. Online-Apotheken setzten im zweiten Quartal 2026 mit Medikamenten 547 Millionen Euro um, 13,9 Prozent mehr als im Vorjahr, laut bevh das stärkste Wachstum seit Einführung des E-Rezepts. Stationäre Apotheken wuchsen laut Destatis im selben Zeitraum nominal um 3,2 Prozent und real um 1,6 Prozent. Online wächst also mehr als viermal so schnell.  Welche Warengruppen wachsen online am stärksten?   Warengruppe   Online-Umsatz Q2 2026   Wachstum zum Vorjahr   Medikamente  547 Mio. €  +13,9 %  Drogerie  974 Mio. €  +11,7 %  DIY und Blumen  1.176 Mio. €  +10,9 %  Tierbedarf  641 Mio. €  +9,8 %  Lebensmittel  1.155 Mio. €  +8,9 %  Möbel, Lampen und Dekoration  1.366 Mio. €  minus 2,1 %  Quelle: bevh, Q2 2026   Das Muster ist klar. Was man regelmäßig braucht, wandert ins Netz. Bei großen Anschaffungen wie Möbeln halten sich die Leute zurück. Wer Versorgungsgüter verkauft, hat also gerade Rückenwind, muss aber auch damit rechnen, dass Kunden sehr genau vergleichen.  Wie bauen Versandapotheken Vertrauen auf?   Sie machen Vertrauen überprüfbar. Medikamente gehören für Google zur sensibelsten Kategorie, den sogenannten YMYL-Themen („Your Money or Your Life“). Dort bewertet Google Inhalte besonders streng nach Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit, abgekürzt E-E-A-T. Dieselben Signale nutzen KI-Systeme, wenn sie entscheiden, welche Gesundheitsquelle sie zitieren.  Versandapotheken müssen im Versandhandelsregister des BfArM eingetragen sein und auf jeder Seite, auf der sie Arzneimittel anbieten, das EU-Sicherheitslogo zeigen. Ein Klick darauf führt direkt zum Registereintrag. Dazu kommen Ratgeber, die von approbierten Apothekerinnen und Apothekern gezeichnet sind, und Hinweise auf mögliche Wechselwirkungen direkt im Bestellprozess.  Was andere Shops daraus lernen können: Zeigen Sie Prüfsiegel, Zertifikate, Herkunft und Expertennamen dort, wo die Kaufentscheidung fällt, nicht im Footer. Jede Aussage, die der Kunde selbst nachprüfen kann, senkt die Abbruchquote. Und sie erhöht die Chance, dass ChatGPT oder Google AI Mode Sie als verlässliche Quelle nennen.  Wie wird ein komplizierter Prozess einfach?   Die Apotheken haben den regulierten Ablauf in mehrere digitale Wege übersetzt. Online lässt sich ein E-Rezept über die App der gematik einlösen, über das CardLink-Verfahren in der App der Versandapotheke oder per Ausdruck mit Rezeptcode. Beim CardLink-Verfahren hält der Kunde seine Gesundheitskarte ans Smartphone, der Rest passiert im Hintergrund.  Im Lebensmittelhandel passiert gerade etwas Ähnliches beim Bezahlen. Rewe hat Bonus und Bezahlen seit Juli 2025 in einer App zusammengelegt, Edeka bietet Payback Pay, Lidl eine Bezahlfunktion in Lidl Plus. Bar bezahlt wird im LEH nur noch rund ein Drittel des Umsatzes, bei Discountern ist der Baranteil seit 2019 von 56 auf 35 Prozent gefallen.  Das Learning für jeden Shop ist simpel, wird aber erstaunlich selten umgesetzt: Jedes überflüssige Formularfeld kostet Umsatz. Wenn Apple Pay, Google Pay oder PayPal die Adresse ohnehin mitliefern, muss der Kunde sie nicht nochmal eintippen. Und wer Zahlung, Kundenkonto und Treueprogramm in einem Schritt bündelt, macht den nächsten Kauf leichter als den ersten.  Wie wird aus einem Einmalkauf ein Nachkauf?   Versandapotheken haben Routinekäufe systematisiert. Wer ein Dauermedikament braucht, bekommt rechtzeitig vor dem Aufbrauchen eine Erinnerung und bestellt mit einem Klick nach. Folgerezepte im selben Quartal gehen inzwischen ohne erneuten Praxisbesuch.  Das lässt sich auf viele Produkte übertragen. Bei Kosmetik, Tierfutter, Kaffee, Filtern oder Druckerpatronen kann man den Nachkaufzeitpunkt ziemlich genau ausrechnen: Packungsgröße geteilt durch den üblichen Verbrauch. Eine automatische Erinnerung per E-Mail oder App zum richtigen Zeitpunkt ist einer der wirksamsten Hebel für den Kundenwert, den ich kenne. Und dass Bindung sich lohnt, zeigt auch der Hello-Again-Loyalty-Report 2026: Nutzer von Treueprogrammen geben im Schnitt 30 Prozent mehr aus, 80 Prozent erwarten Vorteile, die sie sofort einlösen können.  Wie verbinden die Erfolgreichen online und lokal?   Rezept digital schicken, Medikament per Bote bekommen oder in der Apotheke um die Ecke abholen, das funktioniert, weil online und lokal sich ergänzen. Der Lebensmittelhandel geht denselben Weg. Rewe bietet Click & Collect in mehr als 2.000 Märkten an und erreicht mit Liefer- und Abholservice nach eigenen Angaben 98 Prozent der Haushalte. Seit März 2026 testet Rewe mit „Drive & Go“ die Übergabe direkt ans Auto in unter drei Minuten.  Für Händler mit Filialen heißt das: Zeigen Sie, was vor Ort verfügbar ist. Die Werkzeuge dafür sind ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, ein lokaler Inventarfeed im Google Merchant Center als Grundlage für Local Inventory Ads und strukturierte Daten für die Filialseiten. Wer akuten Bedarf hat, kauft beim, der sofort liefern kann.  Worauf Sie bei Gesundheitsthemen achten müssen   Ein Hinweis, der mir wichtig ist: Werbung für Arzneimittel und Gesundheitsaussagen unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz. Was bei Kaffeebohnen ein lockerer Werbespruch ist, kann bei Nahrungsergänzungsmitteln oder Medizinprodukten eine Abmahnung auslösen. Lassen Sie solche Aussagen vor der Veröffentlichung rechtlich prüfen.  Mein Fazit   Das E-Rezept hat die Versandapotheken zur am schnellsten wachsenden Warengruppe im deutschen Onlinehandel gemacht, mit einem Wachstum, das den stationären Kanal um das Vierfache übertrifft. Der Erfolg hat wenig mit Pharma zu tun und viel mit gutem E-Commerce: Vertrauen, das man nachprüfen kann, ein Checkout ohne Hürden, Nachkäufe, die fast von allein passieren, und die Verbindung von online und lokal. Jeder Onlineshop, der diese vier Dinge ernst nimmt, verbessert Conversion, Kundenbindung und seine Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Antworten zugleich.  Häufige Fragen   Wie löse ich ein E-Rezept bei einer Online-Apotheke ein?   Über die E-Rezept-App der gematik, über CardLink in der App der Versandapotheke oder per Ausdruck mit Rezeptcode. Das Einstecken der Gesundheitskarte funktioniert nur in der Apotheke vor Ort.  Woran erkenne ich eine legale Online-Apotheke?   Am EU-Sicherheitslogo. Ein Klick darauf muss zum Eintrag der Apotheke im Versandhandelsregister des BfArM führen.  Wie schnell wachsen Online-Apotheken im Vergleich zu stationären Apotheken?   Im zweiten Quartal 2026 wuchs der Online-Umsatz mit Medikamenten um 13,9 Prozent, stationäre Apotheken legten nominal um 3,2 Prozent zu.  Was bedeutet E-E-A-T für Shops außerhalb der Gesundheitsbranche?   Auch bei Produkten mit Bezug zu Sicherheit, Gesundheit oder Finanzen bewertet Google Expertise und Vertrauenswürdigkeit. Namentlich genannte Experten, Quellenangaben und Zertifikate stärken beides.  Sie wollen die Conversion Ihres Shops steigern und Ihre Sichtbarkeit auf E-E-A-T-Niveau bringen? Wir begleiten Sie bei Conversion-Optimierung, technischem SEO und GEO. Shop-Audit anfragen   Quellen: bevh, Pressemitteilung vom 06.07.2026; KPMG Retail Sales Monitor 3/2026 (auf Basis Destatis, EHI Retail Institute, Hello-Again-Loyalty-Report 2026); gematik, Meldung vom Oktober 2025; BfArM, EU-Sicherheitslogo; it-recht-kanzlei.de   

Marktplatz oder eigener Shop? Was D2C-Marken 2026 wirklich wissen müssen

29.09.2026

Axel

Zawierucha

Kategorie:

Growth Marketing

Banner für einen Blogbeitrag über GEO, SEO und Google Ads: abstraktes Netzwerk aus verbundenen Datenknoten und binärem Code vor dunkelblauem Hintergrund als Symbolbild für KI Suche

Kurz zusammengefasst: Online-Marktplätze setzten im zweiten Quartal 2026 11,5 Milliarden Euro um, das sind 54 Prozent des deutschen E-Commerce. Herstellerversender wuchsen mit 6,3 Prozent fast genauso schnell, klassische Onlineshops nur um 3,8 Prozent. Für die meisten Marken ist die Antwort deshalb nicht „entweder oder“: Der Marktplatz gewinnt Neukunden, der eigene Shop macht sie profitabel. Die unterschätzte Konkurrenz sitzt dabei nicht nur bei Amazon und Temu, sondern im Regal des Händlers, als Handelsmarke.  Die Frage, die ich von Markenherstellern gerade am häufigsten höre, lautet: Brauchen wir unseren eigenen Shop überhaupt noch? Meine Antwort ist ja. Aber nicht mehr für dieselbe Aufgabe wie vor fünf Jahren. Damals war der eigene Shop der Wachstumsmotor. Heute ist er der Ort, an dem aus Kunden Stammkunden werden. Das Wachstum kommt woanders her.  Wie verteilt sich der deutsche Onlinehandel?   Die Zahlen des bevh für das zweite Quartal 2026 sind ziemlich eindeutig:  Versendertyp   Umsatz Q2 2026   Wachstum zum Vorjahr   Online-Marktplätze  11,52 Mrd. €  +6,4 %  Herstellerversender (D2C)  742 Mio. €  +6,3 %  Klassische Onlineshops  6,06 Mrd. €  +3,8 %  Multichannel-Händler mit stationärem Ursprung  2,74 Mrd. €  +2,5 %  E-Commerce gesamt  21,19 Mrd. €  +5,1 %  Quelle: bevh, Q2 2026   Die interessanteste Zeile ist für mich nicht die erste, sondern die dritte. Marktplätze wachsen, das wissen alle. Aber Hersteller, die direkt verkaufen, wachsen fast genauso schnell. Wer unter Druck gerät, sind die klassischen Onlineshops ohne eigene Marke und ohne Plattformgröße. Die sitzen genau zwischen den Stühlen.  Dazu kommen die asiatischen Plattformen. Temu, Shein und AliExpress wachsen um mehr als 20 Prozent und machen inzwischen 5,3 Prozent des gesamten Onlineumsatzes aus, ein Jahr vorher waren es 4,9 Prozent. Im Online-Modehandel entfallen schon mehr als 16 Prozent aller Bestellungen auf sie. Vom neuen 3-Euro-Pauschalzoll auf Kleinsendungen seit 1. Juli 2026 erwartet der bevh wenig, weil die Anbieter längst eigene Lager in Europa aufbauen.  Im Modehandel sieht man die Verschiebung besonders deutlich. Die stationären Modehändler im TW-Testclub verloren im ersten Halbjahr 2026 4,0 Prozent Umsatz, die Online-Modeausgaben stiegen im selben Zeitraum um 4,0 Prozent. KPMG ordnet das nicht als reinen Kanalwechsel ein, sondern als Marktanteilsgewinn der Marktplätze.  Warum gewinnen die Marktplätze?   Aus drei Gründen, die ein einzelner Shop kaum ausgleichen kann. Der erste ist Bequemlichkeit: Die Zahlungsdaten sind hinterlegt, die Rückgabe läuft nach einem bekannten Muster, und bei schwacher Konsumstimmung registriert sich niemand gern in einem neuen Shop. Der zweite ist Technik: Große Plattformen investieren Milliarden in Empfehlungen und Preissteuerung. Der dritte ist Logistik: Lieferung am nächsten Tag setzt einen Standard, der im Eigenversand teuer wird.  Warum wachsen D2C-Marken trotzdem?   Weil eine starke Marke einen Grund liefert, direkt beim Hersteller zu kaufen. Das kann ein exklusives Produkt sein, eine Personalisierung, ein Abo oder einfach das Gefühl, beim Original zu kaufen. Wer diesen Grund hat, wächst auch gegen Amazon. Wer ihn nicht hat, verliert.  Warum ist die Handelsmarke die unterschätzte Konkurrenz?   Das ist für mich der Punkt, der in fast jeder D2C-Diskussion fehlt. Handelsmarken sind längst keine Billigalternative mehr. Ihr Umsatzanteil im Lebensmittelhandel stieg laut YouGov von 40 Prozent im Jahr 2021 auf 46 Prozent im Jahr 2025, das vierte Jahr in Folge. Premium-Handelsmarken wuchsen im selben Zeitraum von 4 auf 6 Prozent Marktanteil. Bei verpackten Bioprodukten liegt der Eigenmarkenanteil schon bei 67 Prozent.  Noch wichtiger ist die Wahrnehmung. Beim Vertrauen (71 Prozent), bei der Produktqualität (67 Prozent) und bei der Sortimentsbreite (66 Prozent) bewerten Verbraucher Handels- und Herstellermarken laut Ipsos und Lebensmittel Zeitung inzwischen gleichwertig. Stephan Fetsch von KPMG spricht von einer „Emanzipation der Handelsmarken als Marken sui generis“.  Für D2C-Marken heißt das: Ihr Wettbewerber ist nicht nur der Billiganbieter aus Fernost, sondern auch der Händler, der Ihre Kategorie kennt, Ihre Abverkaufsdaten sieht und schneller auf Trends reagiert als Sie. Qualität allein reicht als Argument nicht mehr. Sie brauchen etwas, das die Handelsmarke nicht kopieren kann, also Community, Herkunft, echte Innovation oder eine direkte Beziehung zum Kunden.  Wie teilen sich Marktplatz und eigener Shop die Arbeit?     Marktplatz   Eigener Shop   Aufgabe  Neukunden, Reichweite  Marge, Bindung, Markenerlebnis  Sortiment  Bestseller, Einstiegsprodukte  Exklusives, Bundles, Großpackungen  Daten  wenig Kundendaten  volle eigene Kundendaten  Werbung  Sponsored Products, Sponsored Brands  E-Mail, CRM, Community  Erlösmodell  Einzelkauf  Abo, Nachkauf, Treueprogramm  Welcher Kanal hat bei Ihnen Vorrang?   Das hängt am Sortiment. Wenn Ihre Produkte austauschbar und stark preisgetrieben sind, gehört der Schwerpunkt auf den Marktplatz, der eigene Shop ist dann vor allem Schaufenster. Wenn Ihre Produkte regelmäßig nachgekauft werden, lohnt sich der eigene Shop mit Abo besonders, online wachsen Drogerie mit 11,7 Prozent und Tierbedarf mit 9,8 Prozent. Wenn Ihre Produkte erklärungsbedürftig oder personalisierbar sind, verkauft der eigene Shop besser. Und wenn Sie in der Mode gegen asiatische Plattformen antreten, gewinnen Sie nicht über den Preis, sondern über Qualität, Nachhaltigkeit oder Service.  Wie rechne ich aus, welcher Kanal sich lohnt?   Mit dem Deckungsbeitrag pro Bestellung nach allen Kosten des Kanals. Also Nettoumsatz minus Wareneinsatz, Marktplatzgebühren, Werbung, Fulfillment und Retouren. Klingt banal, aber ich sehe erstaunlich oft Unternehmen, die den Marktplatz nur nach Umsatz bewerten und sich wundern, warum am Ende nichts übrig bleibt.  Für die Werbung auf Marktplätzen schaue ich auf den TACoS, also die Werbekosten im Verhältnis zum gesamten Umsatz inklusive der organischen Verkäufe. Der zeigt, ob Werbung auch den organischen Umsatz anschiebt. Im eigenen Shop gehört der Kundenwert über die ganze Lebensdauer dazu. Ein Abo-Kunde, der zwölfmal nachkauft, rechtfertigt ganz andere Akquisekosten als ein Einmalkäufer.  Was müssen Marken auf Marktplätzen besser machen?   Die Sichtbarkeit auf Amazon und Co. folgt eigenen Regeln, und die werden immer semantischer. Titel und Bulletpoints sollten Kaufkriterien und Nutzungssituationen beantworten, statt Keywords aneinanderzureihen. Die Attribute müssen vollständig gepflegt sein, weil Such- und KI-Assistenten danach filtern. A+-Content und Brand Store bauen die Marke auf. Und die Produktdaten sollten überall identisch sein, im Shop, auf dem Marktplatz und im Google Merchant Center.  Wie wird der eigene Shop zum Bindungskanal?   Der eigene Shop braucht einen Grund, den es auf keinem Marktplatz gibt. Exklusive Produkte, Personalisierung, ein Abo mit Preisvorteil oder ein Treueprogramm. Dass sich das rechnet, zeigen die Zahlen aus dem Lebensmittelhandel: Nutzer von Treueprogrammen geben dort im Schnitt 30 Prozent mehr aus. Ich würde Budget aus teurer Neukundenwerbung bewusst in E-Mail-Automatisierung, Nachkauf-Erinnerungen und Kundenbindung umschichten. Jeder Kunde, der vom Marktplatz in den eigenen Shop wechselt, verbessert Ihre Marge dauerhaft.  Mein Fazit   Marktplätze machen mehr als die Hälfte des deutschen Onlinehandels aus, und der HDE erwartet für 2026 ein weiteres Wachstum des Onlinehandels um 4,3 Prozent auf 96,3 Milliarden Euro. Auf Marktplätze zu verzichten, heißt für die meisten Marken, auf den größten Teil des Marktes zu verzichten. Gleichzeitig zeigen die Herstellerversender mit 6,3 Prozent Wachstum, dass starke Marken auch direkt verkaufen. Die profitabelste Strategie ist die Arbeitsteilung: Der Marktplatz gewinnt Kunden, der eigene Shop behält sie. Und wer das Wachstum der Handelsmarken ignoriert, wird sich in zwei Jahren wundern, wo die Regalplätze geblieben sind.  Häufige Fragen   Lohnt sich ein eigener Onlineshop 2026 noch?   Ja, wenn die Marke stark genug ist und das Sortiment Nachkäufe oder Personalisierung erlaubt. Klassische Onlineshops ohne eigene Marke wuchsen im zweiten Quartal 2026 nur um 3,8 Prozent.  Warum wächst der Onlinehandel je nach Quelle um 5,1 oder 6,4 Prozent?   Weil die Quellen unterschiedlich messen. Destatis erfasst die Umsätze der Unternehmen im Versand- und Onlinehandel und kommt für Q2 2026 auf plus 6,4 Prozent nominal und plus 5,4 Prozent real. Der bevh befragt 40.000 Verbraucher zu ihren Ausgaben und kommt auf plus 5,1 Prozent. Beide zeigen dasselbe: online wächst, stationär verliert real.  Wie stark sind Temu, Shein und AliExpress in Deutschland?   Laut bevh erzielen asiatische Plattformen 5,3 Prozent des deutschen Onlineumsatzes und mehr als 16 Prozent der Bestellungen im Online-Modehandel.  Was ist ein guter TACoS?   Das hängt von Marge und Kategorie ab. Wichtiger als der absolute Wert ist der Trend: Sinkt der TACoS bei steigendem Umsatz, schiebt Ihre Werbung das organische Wachstum an.  Sie wollen Marktplatz und eigenen Shop so aufstellen, dass beide Geld verdienen? Wir verbinden Marktplatz-Optimierung und Advertising mit Performance- und Retention-Strategie. Strategiegespräch vereinbaren   Quellen: bevh, Pressemitteilung vom 06.07.2026; KPMG Retail Sales Monitor 3/2026 (auf Basis Destatis, bevh, YouGov, Ipsos/Lebensmittel Zeitung Handelsmonitor 2026, TW-Testclub, Hello-Again-Loyalty-Report 2026, HDE) 

Retail Media im Supermarkt: Warum der Point of Sale gerade zum Performance-Kanal wird

24.09.2026

Axel

Zawierucha

Kategorie:

Growth Marketing

Banner für einen Blogbeitrag über GEO, SEO und Google Ads: abstraktes Netzwerk aus verbundenen Datenknoten und binärem Code vor dunkelblauem Hintergrund als Symbolbild für KI Suche

Kurz zusammengefasst: In-Store Retail Media verbindet Werbung im Markt mit echten Kassendaten aus Loyalty-Apps. Die Infrastruktur steht: Jede zehnte Kasse im Lebensmittelhandel ist eine Self-Checkout-Kasse, 91 Prozent der LEH-Händler nutzen elektronische Regaletiketten zumindest in Teilen. Seit 2025 ist der Loyalty-Markt neu verteilt, Edeka ist bei Payback, Rewe setzt auf die eigene App. Für Marken wird der Supermarkt damit messbar, aber nur, wer auf echte Mehrverkäufe schaut statt auf schöne ROAS-Zahlen, investiert sein Budget richtig.  Wenn ich mit Markenherstellern über Retail Media spreche, geht es fast immer um Amazon. Der Supermarkt um die Ecke taucht in diesen Gesprächen kaum auf, da gibt es Handzettel, Zweitplatzierung und Jahresgespräche. Ich halte das für einen Fehler. Die Zahlen aus dem aktuellen KPMG Retail Sales Monitor zeigen ziemlich deutlich, dass sich im Lebensmittelhandel gerade ein eigener Werbemarkt aufbaut.  Was ist In-Store Retail Media?   In-Store Retail Media ist Werbung, die ein Händler auf seinen eigenen Flächen im Markt verkauft und mit seinen Kundendaten aussteuert. Das sind Screens im Markt, Displays an der SB-Kasse, digitale Regaletiketten und vor allem personalisierte Coupons in der Händler-App.  Der Unterschied zur klassischen POS-Werbung liegt in der Messbarkeit. Bei einem Deckenhänger wusste niemand, ob er etwas verkauft hat. Wenn der Kunde dagegen an der Kasse seine App scannt, lässt sich die Werbung mit dem tatsächlichen Kauf verbinden. Damit funktioniert der Supermarkt plötzlich ähnlich wie ein Onlineshop.  Warum investieren die Händler jetzt so stark?   Weil das Kerngeschäft unter Druck steht und Werbeerlöse deutlich höhere Margen haben als Joghurt. Der stationäre Einzelhandel wuchs im zweiten Quartal 2026 nominal um 0,3 Prozent und verlor real 1,1 Prozent. In der HDE-Umfrage meldeten 69 Prozent der Handelsunternehmen rückläufige Gewinne im ersten Halbjahr.  Gleichzeitig wird um den Platz auf dem Smartphone der Kunden gekämpft, und das sieht man an den Werbebudgets. Rewe war 2025 mit knapp 620 Millionen Euro Bruttowerbeinvestitionen der größte werbungtreibende Händler Deutschlands, ein Plus von 21,2 Prozent. Dahinter folgen Lidl mit 527 Millionen und Kaufland mit 400,2 Millionen Euro. Allein im Januar 2025, zum Start von Rewe Bonus, stiegen die Rewe-Ausgaben um 114,2 Prozent. Wer so viel Geld in Kundenbindung steckt, will es über kurz oder lang über Werbung von Herstellern zurückholen.  Wie weit ist die Technik im Markt?   Weiter, als viele denken. Die Zahlen dazu:  Touchpoint   Verbreitung   SB-Kassen im LEH  rund 25.000, jede zehnte Kasse im LEH (10,2 %)  SB-Kassen im gesamten Einzelhandel  38.650, jede 18. Kasse  Wachstum SB-Kassen im LEH  von 9.600 (2023) auf 25.000 (2025)  Elektronische Regaletiketten im LEH  91 % der befragten Händler (57 % in allen Filialen, 24 % in ausgewählten, 10 % im Pilot)  Quellen: EHI Retail Institute, Stand August 2025; EHI Technologie-Trends 2025   Bei den digitalen Regaletiketten muss man allerdings ehrlich sein. Sie werden oft als das große neue Werbemedium verkauft. Tatsächlich zeigen sie laut KPMG noch überwiegend einfach den Preis an, Zusatzfunktionen werden kaum genutzt. Wohin es gehen kann, sieht man bei Co-op in Großbritannien: Kunden halten ihr Smartphone ans Etikett und landen direkt in der App mit dem Mitgliedspreis. Rewe nutzt die LEDs der Etiketten bisher vor allem, damit Mitarbeitende beim Kommissionieren von Abholbestellungen schneller die richtigen Artikel finden. Als buchbares Werbeformat ist das Regaletikett also noch Zukunftsmusik. Die messbaren Hebel liegen heute bei App-Coupons und Kampagnen mit Händlerdaten.  Wer hat die Kundendaten im Supermarkt?   Seit Anfang 2025 gibt es zwei Lager. Edeka und Netto sind zu Payback gewechselt, Rewe und Penny haben Payback verlassen und bauen eigene Programme auf. Laut einer Befragung von Workinghead und YouGov erreicht Payback eine Teilnahmequote von 67 Prozent, die Rewe App kommt auf 32 Prozent bei 52 Prozent Bekanntheit.  Ganz reibungslos läuft das bei keinem. Bei Edeka ging ein Jahr nach dem Start etwa 38 Prozent des Umsatzes über die Payback-Karte, in der Region Nord weniger als 30 Prozent. Rewe verbindet seit Juli 2025 Bonus und Bezahlen in einer App (Rewe Pay), Edeka bietet Payback Pay, Lidl hat eine Bezahlfunktion in Lidl Plus.  Und dann gibt es Aldi. Aldi Nord und Aldi Süd verzichten als einzige der großen Händler bewusst auf ein Bonusprogramm und haben das im Juli 2026 zur offiziellen Markenbotschaft gemacht. Sie warnen vor einer „Zweikassengesellschaft“, in der zahlt, wer keine App hat, mehr für dasselbe Produkt. Ich finde das als Positionierung ziemlich klug. Für Marken heißt es aber ganz nüchtern: Rund 35 Milliarden Euro LEH-Umsatz bei Aldi sind über Loyalty-Daten nicht erreichbar.  Warum sind Loyalty-Kunden für Marken so interessant?   Weil sie mehr ausgeben. Laut Hello-Again-Loyalty-Report 2026 geben Nutzer von Treueprogrammen im Schnitt 30 Prozent mehr aus als Kunden ohne Programm. 80 Prozent der Deutschen nutzen Bonus-Apps zumindest gelegentlich, 55 Prozent würden für ein Geschäft mit Programm sogar einen Umweg fahren. Wer diese Kunden gezielt ansprechen kann, erreicht die wertvollsten Käufer im Markt.  Was bringt Closed-Loop-Attribution wirklich?   Closed-Loop-Attribution verbindet einen Werbekontakt über dieselbe Kunden-ID mit einem späteren Kauf. Jemand sieht eine Anzeige in der App oder auf einer Nachrichtenseite, kauft zwei Tage später im Markt, scannt seine App, und in einem Data Clean Room werden beide Ereignisse pseudonymisiert zusammengeführt. Heraus kommt ein In-Store-ROAS.  Hier werde ich immer skeptisch. Ein hoher ROAS beweist nicht, dass die Werbung den Kauf ausgelöst hat. Wer ohnehin jede Woche Ihren Joghurt kauft, taucht natürlich auch im Bericht auf. Verlangen Sie deshalb von jedem Netzwerk einen Test mit Kontrollgruppe, die die Werbung nicht sieht. Erst der Vergleich zeigt, wie viel Sie wirklich zusätzlich verkauft haben. Wenn ein Netzwerk das nicht anbieten will, wäre ich vorsichtig.  Wie sollten Marken einsteigen?   Ich würde mit drei Dingen anfangen. Erstens Trade-Marketing und Performance-Marketing an einen Tisch holen, mit einem gemeinsamen Budget und gemeinsamen Zielen. Retail Media gehört in keine der beiden Schubladen allein. Zweitens mit einem Netzwerk und Produkten starten, die oft nachgekauft werden, dort sieht man Effekte am schnellsten. Drittens den Inkrementalitätstest schon vor Kampagnenstart vertraglich festhalten, inklusive Zugang zu den Daten.  Und beim Creative bitte nicht die TV-Idee verkleinern. Am Regal oder an der SB-Kasse haben Sie zwei Sekunden. Da braucht es ein Signal: Preisvorteil, Neuheit oder ein klarer Grund, warum gerade dieses Produkt.  Mein Fazit   Der Lebensmittelhandel hat in den letzten zwei Jahren die Infrastruktur für messbare POS-Werbung gebaut: 25.000 SB-Kassen, breit ausgerollte digitale Etiketten und Loyalty-Programme mit Millionen Nutzern. Die Händler haben 2025 so viel in Werbung investiert wie nie. Für Marken ist das die Chance, den Supermarkt endlich wie einen Performance-Kanal zu steuern. Die Voraussetzung ist, dass sie nach echten Mehrverkäufen fragen und sich nicht mit hübschen Dashboards zufriedengeben.  Häufige Fragen   Was kostet In-Store Retail Media?   Das hängt stark von Netzwerk, Format und Zielgruppe ab. Abgerechnet wird meist nach Reichweite, bei Coupons auch nach Einlösung.  Welche Marken profitieren am meisten?   FMCG-Marken mit hoher Wiederkaufrate und neue Produkte, bei denen es auf Probierkäufe ankommt.  Ist Closed-Loop-Attribution datenschutzkonform?   Seriöse Netzwerke arbeiten mit pseudonymisierten Daten in Data Clean Rooms auf Basis der Einwilligungen aus dem Loyalty-Programm. Lassen Sie sich das Verfahren vor dem Start dokumentieren.  Kann man bei Aldi Retail Media buchen?   Nicht auf Basis von Loyalty-Daten, weil Aldi bewusst kein Bonusprogramm betreibt.  Sie wollen Retail Media sauber in Ihren Media-Mix bringen? Wir helfen bei der Auswahl der Netzwerke, beim Setup und bei der Messung echter Mehrverkäufe. Beratungsgespräch vereinbaren   Quellen: KPMG Retail Sales Monitor 3/2026 (auf Basis EHI Retail Institute, Nielsen Media, Workinghead/YouGov, Hello-Again-Loyalty-Report 2026, HDE, Destatis); EHI Self-Checkout-Markterhebung 2025; EHI Technologie-Trends im Handel 2025       

KI-Einkaufsagenten im E-Commerce: Warum über Ihr Produkt entschieden wird, bevor jemand Ihren Shop sieht

24.09.2026

Axel

Zawierucha

Kategorie:

Growth Marketing

Banner für einen Blogbeitrag über GEO, SEO und Google Ads: abstraktes Netzwerk aus verbundenen Datenknoten und binärem Code vor dunkelblauem Hintergrund als Symbolbild für KI Suche

Kurz zusammengefasst: KI-Einkaufsagenten stellen in Deutschland heute Warenkörbe zusammen, den Kauf bestätigt fast immer noch der Mensch. Knuspr ist seit Juli 2026 mit einer eigenen App in ChatGPT vertreten, 31,2 Prozent der Onlinekunden haben laut bevh schon Chatbots nach Produkten gefragt. Der Wettbewerb findet deshalb nicht im Checkout statt, sondern bei der Frage, welches Produkt der Agent überhaupt vorschlägt. Und das entscheidet sich an Ihren Produktdaten.  Ich habe mir in den letzten Wochen genauer angeschaut, wie Knuspr seinen Online-Supermarkt in ChatGPT gebracht hat. Für mich ist das der spannendste Schritt im deutschen E-Commerce in diesem Jahr. Nicht, weil dort schon alle einkaufen, das tun sie nicht. Sondern weil man zum ersten Mal live sieht, wo die Kaufentscheidung künftig fällt: in einem Gespräch, lange bevor jemand eine Produktseite öffnet.  Was ist ein KI-Einkaufsagent?   Ein KI-Einkaufsagent ist eine Software auf Basis eines Sprachmodells, die eine Kaufabsicht in normaler Sprache entgegennimmt und daraus einen Warenkorb macht. Der Kunde sucht nicht mehr nach „Bio-Vollmilch laktosefrei 1 Liter“. Er sagt: „Ich brauche Essen für drei Tage, vier Personen, proteinreich, maximal 90 Euro.“ Den Rest erledigt der Agent. Er sucht, vergleicht, wählt aus.  Für Hersteller und Händler hat das eine unbequeme Konsequenz. Eine zweite Ergebnisseite gibt es nicht. Wer in den Daten des Agenten nicht auftaucht, kommt in dieser Kaufentscheidung schlicht nicht vor.  Was kann Knuspr heute schon?   Knuspr zeigt zwei Stufen, und der Unterschied ist wichtig. Im eigenen Shop kann die KI-Agentin Maia den kompletten Einkauf abwickeln, von der Produktauswahl bis zur Zahlung. In der ChatGPT-App, die über einen eigenen MCP-Server angebunden ist, stellt der Assistent Rezepte, Wochenpläne und Warenkörbe zusammen, sogar aus dem Foto eines handgeschriebenen Einkaufszettels. Bestellung und Zahlung laufen dort aber weiterhin über den Knuspr-Shop.  Das ist kein Zufall. Der voll agentische Kauf funktioniert bisher nur dort, wo Händler und Agent dieselbe Firma sind. Sobald ein fremdes System dazwischen sitzt, holt sich der Händler den Checkout zurück, und damit die Kundenbeziehung.  Kaufen KI-Agenten in Deutschland schon selbst ein?   Nein, jedenfalls nicht in der Breite. OpenAI hat den Kauf direkt in ChatGPT, Instant Checkout, im März 2026 wieder eingestellt. Googles Universal Commerce Protocol bietet einen Checkout in AI Mode und Gemini bisher nur Händlern in den USA an.  Die Verbraucher sind auch noch nicht so weit. In einer Sonderbefragung des bevh unter 2.500 Onlinekunden haben 31,2 Prozent schon mal Chatbots nach Produktempfehlungen gefragt. Aber nur 12,7 Prozent würden einer Empfehlung direkt folgen, ohne selbst nochmal zu suchen. Für 68,6 Prozent ist es völlig undenkbar, einem KI-Agenten ihre Zahlungsdaten zu geben.  Ich lese daraus Folgendes: Der Agent macht die Shortlist, der Mensch klickt auf „Kaufen“. Wer nicht auf dieser Shortlist steht, hat verloren, bevor der Kunde überhaupt in einen Shop schaut. Die Frage, ob KI selbst bezahlen darf, ist für Ihren Umsatz deshalb erstmal zweitrangig.  Warum trifft es Routinekäufe zuerst?   Weil KI-Assistenten genau die Entscheidungen übernehmen, auf die niemand Lust hat. Das Waschmittel, das Katzenfutter, der Wocheneinkauf. Genau diese Warengruppen wachsen online derzeit am stärksten:  Warengruppe   Online-Umsatz Q2 2026   Wachstum zum Vorjahr   Medikamente  547 Mio. €  +13,9 %  Drogerie  974 Mio. €  +11,7 %  Tierbedarf  641 Mio. €  +9,8 %  Lebensmittel  1.155 Mio. €  +8,9 %  E-Commerce gesamt  21,2 Mrd. €  +5,1 %  Quelle: bevh, Q2 2026   Dazu kommt der Preisdruck. Die Inflation lag im Juli 2026 bei 2,8 Prozent, Kraftstoffe waren im August 27,7 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Wer sparen muss, vergleicht mehr, und ein Assistent, der in Sekunden das günstigste passende Produkt findet, kommt da gerade recht.  Man sollte die Größenordnung trotzdem ehrlich einordnen. Der Online-Lebensmittelhandel kam 2025 auf 4,12 Milliarden Euro, das sind weniger als 2 Prozent des gesamten LEH-Umsatzes. Laut KPMG Consumer Snapshot nutzen 21 Prozent der Befragten Online-Lieferdienste, als wichtigste Gründe nennen sie Zeitersparnis und Bequemlichkeit. Das ist klein, aber es sind genau die Motive, die ein KI-Agent bedient. Deshalb schaue ich auf die Richtung, nicht auf das heutige Volumen.  Wie entscheidet ein KI-Agent, welches Produkt er vorschlägt?   Vereinfacht läuft es in fünf Schritten. Der Agent zerlegt zuerst die Anfrage in Bedingungen, also Budget, Personenzahl, Allergene, Ernährungsweise, Lieferzeit. Dann holt er sich über Feeds und Schnittstellen Preise und Verfügbarkeiten. Im dritten Schritt prüft er, ob die Produkteigenschaften zu den Bedingungen passen. Danach bildet er ein Ranking, und am Ende legt er einen Vorschlag in den Warenkorb.  Der kritische Moment ist Schritt drei. Wenn bei Ihrem Produkt das Attribut „laktosefrei“ nicht sauber hinterlegt ist, fliegt es raus, auch wenn es perfekt passen würde. Der Agent rät nicht, er filtert. Wer nicht maschinenlesbar ist, ist für ihn unsichtbar.  Welche Produktdaten braucht Ihr Sortiment?   Strukturierte Daten, die wirklich stimmen   Basis ist sauberes Product- und Offer-Markup nach Schema.org. Über die Pflichtfelder hinaus sind für Agenten vor allem Lieferzeit und Versandkosten (shippingDetails), Rückgabebedingungen (hasMerchantReturnPolicy), eindeutige Kennungen wie gtin und brand sowie Zertifikate über hasCertification wichtig. Alternativen und Zubehör lassen sich mit isSimilarTo und isAccessoryOrSparePartFor verknüpfen.  Ein Detail, das in vielen Anleitungen falsch steht: Die Schema.org-Properties nutrition und suitableForDiet gibt es nur für Rezepte und Menüeinträge, nicht für Produkte. Eigenschaften wie „vegan“, „glutenfrei“ oder Nährwerte gehören bei Produkten in additionalProperty und zusätzlich in den Produktfeed.  Die Attribute, nach denen Kunden heute fragen   Schauen Sie sich an, wo der Lebensmittelmarkt wächst, dann wissen Sie, welche Attribute zählen. Der Bio-Markt erreichte 2025 einen Rekord von 18,2 Milliarden Euro, bei einzelnen Online-Lieferdiensten liegt der Bio-Anteil bei bis zu 28 Prozent. Sportler- und Fitnessnahrung legte laut NielsenIQ um 44,7 Prozent zu, Proteinpulver sogar um 63 Prozent. Und wer vegan oder vegetarisch lebt, kauft fast doppelt so oft Lebensmittel online wie andere (25 zu 14 Prozent).  Das heißt ganz praktisch: Bio-Zertifikat, Proteingehalt pro Portion und „vegan“ müssen als strukturierte Daten vorliegen, nicht nur als Satz irgendwo in der Produktbeschreibung. Sonst fallen Sie genau bei den Kunden durch, die am häufigsten digital einkaufen.  Gleiche Daten auf allen Kanälen   Wenn im eigenen Shop 500 ml steht, auf Amazon 0,5 l mit anderer Zutatenliste und bei Open Food Facts noch die alte Rezeptur, dann weiß das Modell nicht mehr, wem es glauben soll. Es wird vorsichtig und empfiehlt im Zweifel ein anderes Produkt. Die Grundlage ist ein bereinigtes PIM-System, aus dem alle Kanäle gespeist werden. Das klingt nach Hausaufgabe, ist aber in unseren Projekten fast immer der größte Hebel.  Texte, die eine Situation beantworten   LLMs suchen nach Aussagen, die zu einer konkreten Frage passen. „Günstige vegane Hafermilch kaufen, bester Haferdrink online“ hilft dabei gar nicht. „Bio-Haferdrink aus deutschem Anbau, schäumt stabil bei 65 °C und flockt auch in säurehaltigem Espresso nicht aus“ dagegen schon. Der zweite Satz beantwortet die Frage eines Barista-Fans, der erste beantwortet gar nichts.  Was unterscheidet GEO von klassischem SEO?   Generative Engine Optimization, kurz GEO, sorgt dafür, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Google AI Mode Ihre Inhalte als Quelle nutzen und Ihre Produkte empfehlen. GEO ersetzt SEO nicht. Viele KI-Systeme greifen für aktuelle Informationen auf Suchindizes zurück, technisches SEO bleibt also das Fundament.    Klassisches SEO   GEO   Ziel  Ranking in den Suchergebnissen  Nennung in KI-Antworten  Messgröße  Rankings, Klicks  Erwähnungen, Zitierungen, Anteil in Prompts  Logik  Keywords  Absichten und Folgefragen  Wichtigste Daten  Seiteninhalte, Meta-Tags, Links  Strukturierte Daten, Feeds, konsistente Fakten  Was ich Shopbetreibern jetzt rate   Erstens: Messen Sie, wo Sie stehen. Nehmen Sie 30 bis 50 typische Kundenfragen und prüfen Sie, ob ChatGPT, Gemini, Perplexity und Google AI Mode Ihre Produkte nennen, und wen sie stattdessen nennen. Zweitens: Gehen Sie Ihre Top-Produkte durch und schauen Sie, welche kaufentscheidenden Attribute im Feed fehlen. Drittens: Bringen Sie Shop, Marktplätze und Datenbanken auf einen Stand. Viertens: Schreiben Sie die Texte Ihrer wichtigsten Produkte so um, dass sie konkrete Situationen beantworten. Und fünftens: Wiederholen Sie die Messung monatlich. KI-Antworten ändern sich schneller als Google-Rankings.  Einen eigenen MCP-Server wie Knuspr brauchen die meisten nicht. Ein vollständiger, täglich aktualisierter Produktfeed ist für 90 Prozent der Shops der richtige Anfang.  Was sagt unsere GEO-Studie dazu?   Für unsere GEO-Studie 2026 haben wir 240 Prompts aus zwölf Branchen in Google AI Mode und ChatGPT ausgewertet und 5.317 zitierte URLs analysiert. Das Ergebnis ist für Shopbetreiber eindeutig: Reine Produktdetailseiten reichen nicht aus. Sie machten im Google AI Mode lediglich 3,5 Prozent und bei ChatGPT 4,7 Prozent der zitierten Quellen aus. Am häufigsten griffen beide Systeme auf FAQ-, Hilfe- und How-to-Seiten zurück, gefolgt von Blogartikeln und Vergleichstabellen. Bei konkret kaufbezogenen Prompts steigt der Anteil der Produktdetailseiten zwar auf 5,3 Prozent im Google AI Mode und 7,8 Prozent bei ChatGPT. Trotzdem bevorzugen die Systeme auch hier Inhalte, die erklären, vergleichen und konkrete Entscheidungssituationen beantworten.   Für Shopbetreiber bedeutet das: Der Produktfeed liefert der KI die Fakten. Die Inhalte rund um das Produkt liefern ihr die Argumente für eine Empfehlung.  Mein Fazit   KI-Einkaufsagenten verändern den E-Commerce früher im Kaufprozess, als die meisten denken. Nicht beim Bezahlen, sondern bei der Auswahl. In Deutschland stellen Agenten heute Warenkörbe zusammen, der Kunde bestätigt im Shop. Welche Marke dabei vorgeschlagen wird, hängt an vollständigen, konsistenten und maschinenlesbaren Produktdaten. Wer ein Routinesortiment verkauft, sollte das nicht als Zukunftsthema behandeln, sondern als Aufgabe für dieses Quartal.  Häufige Fragen   Kaufen KI-Agenten in Deutschland schon selbstständig ein?   Nur innerhalb eigener Händler-Apps wie bei Knuspr Maia. Über ChatGPT schlagen Agenten Warenkörbe vor, den Kauf schließt der Kunde im Shop ab. Laut bevh würden nur 9 Prozent der Onlinekunden einem Agenten den autonomen Einkauf erlauben.  Brauche ich für GEO einen eigenen MCP-Server?   Für die meisten Shops nicht. Wichtiger sind vollständige Produktfeeds, korrektes Schema.org-Markup und einheitliche Daten auf allen Kanälen.  Wie messe ich meine Sichtbarkeit in KI-Antworten?   Mit einem festen Set typischer Kundenfragen, das Sie regelmäßig in mehreren KI-Systemen abfragen. Entscheidend sind Nennungen, Position und die zitierten Quellen im Vergleich zum Wettbewerb.  Ersetzt GEO die klassische Suchmaschinenoptimierung?   Nein. Viele KI-Systeme nutzen Suchindizes als Quelle. Technisches SEO bleibt die Grundlage, GEO baut darauf auf.  Sie wollen wissen, ob ChatGPT und Google AI Mode Ihre Produkte empfehlen? Wir messen Ihre KI-Sichtbarkeit und zeigen Ihnen, welche Daten fehlen. Potenzialanalyse anfragen   Weiterlesen: Agentic Commerce  https://internetwarriors.de/blog/bedeutung-agentic-commerce  , Retail Media am POS, Marktplatz oder eigener Shop?  Quellen: bevh, Pressemitteilung vom 06.07.2026; KPMG Retail Sales Monitor 3/2026 (auf Basis bevh, EHI, NielsenIQ, Arbeitskreis Biomarkt); KPMG Consumer Snapshot 03/2025; Destatis, Verbraucherpreise Juli und August 2026; neuhandeln.de vom 08.07.2026; shoptechblog.com vom 25.03.2026     

KI-Inhalte kennzeichnen: Was der AI Act von Marketingabteilungen verlangt

15.09.2026

Nelson

Wahrmann

Kategorie:

Künstliche Intelligenz

Banner für einen Blogbeitrag über GEO, SEO und Google Ads: abstraktes Netzwerk aus verbundenen Datenknoten und binärem Code vor dunkelblauem Hintergrund als Symbolbild für KI Suche

Das Wichtigste in Kürze   Zwei Pflichten, zwei Adressaten: Die vieldiskutierte maschinenlesbare Markierungspflicht trifft primär die Anbieter von KI-Systemen (Art. 50 Abs. 2 KI-VO). Für Marketingabteilungen und Agenturen gilt als Betreiber die sichtbare Offenlegungspflicht nach Art. 50 Abs. 4.  Geltung ohne Übergangsfrist: Die Transparenzpflichten nach Artikel 50 gelten seit dem 2. August 2026. Eine Übergangsregelung bis zum 2. Dezember 2026 betrifft lediglich Altsysteme der Anbieter hinsichtlich der maschinenlesbaren Markierung – nicht deine Pflicht als Anwender.  Kontext entscheidet bei Bildern: Bild-, Video- und Audioinhalte müssen offengelegt werden, wenn sie bestehende Personen, Objekte, Orte oder Ereignisse darstellen bzw. ihnen ähneln und fälschlicherweise als authentisch wirken können. Bei rein fiktiven oder stilisierten Grafiken greift die Pflicht in der Regel nicht.  Redaktionsausnahme bei Texten: Typische Werbetexte, Produktbeschreibungen und Social-Media-Posts unterliegen nicht der Text-Offenlegungspflicht. Bei Texten zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse entfällt die Pflicht, sobald eine qualifizierte menschliche Prüfung und inhaltliche Verantwortungsübernahme stattgefunden hat.  Reales Risiko: Teure EU-Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro sind für Marketingverstöße unwahrscheinlich. Wesentlich akuter sind wettbewerbsrechtliche Abmahnungen nach dem UWG sowie Ablehnungen und Kontensperren im Google Merchant Center oder bei Google Ads.  Seit dem 2. August 2026 sind die Transparenzvorgaben aus Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung (Verordnung EU 2024/1689) verbindlich anwendbar. Im Marketingalltag prallen seither zwei extreme Haltungen aufeinander: Die einen verfallen in Aktionismus und wollen jeden KI-unterstützten Satz mit Warnhinweisen versehen; die anderen wiegen sich in Scheinsicherheit, weil sie die Pflichten fälschlicherweise allein bei Anbietern wie Google, OpenAI oder Anthropic verorten.  Beide Positionen gehen an der operativen Praxis vorbei. Als Agentur für datengetriebenes Online-Marketing begleiten wir tagtäglich Freigabeprozesse, Performance-Kampagnen und E-Commerce-Feeds. Aus dieser operativen Perspektive übersetzen wir Artikel 50 in klare, rechtssicher handhabbare Leitplanken für Marketer, E-Commerce-Verantwortliche und Content-Teams.  Hinweis zur Einordnung: Dieser Beitrag stellt eine strategische und fachliche Orientierung dar und ersetzt keine Rechtsberatung. Für komplexe Kampagnenszenarien oder unklare Bildrechte empfiehlt sich die Abstimmung mit einer spezialisierten Kanzlei.  Die Systematik von Artikel 50: Anbieter vs. Betreiber   Das grundlegende Missverständnis rührt daher, dass Artikel 50 der KI-Verordnung zwei vollkommen unterschiedliche Pflichten an zwei unterschiedliche Rollen adressiert. Wer die Begriffe „Anbieter“ (Provider) und „Betreiber“ (Deployer) verwechselt, zieht zwangsläufig falsche Schlüsse für das eigene Risikomanagement.  Kriterium   Artikel 50 Absatz 2 (Anbieter)   Artikel 50 Absatz 4 (Betreiber)      Wer ist betroffen?   Entwickler und Bereitsteller von KI-Systemen (z. B. Google, OpenAI, Anthropic, Midjourney).  Anwenderunternehmen, Marken, E-Commerce-Händler und Agenturen, die KI-Systeme einsetzen.  Was wird verlangt?   Maschinenlesbare Markierung der Ausgaben (z. B. SynthID, C2PA-Metadaten, statistische Text-Wasserzeichen).  Wahrnehmbare Offenlegung gegenüber den Personen, die mit dem Inhalt in Berührung kommen.  Geltungsbeginn & Fristen   Gilt seit 2. August 2026. Für Altsysteme (vor dem 2. August 2026 im Markt) gilt eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026.  Gilt unmittelbar seit dem 2. August 2026 – vollständig ohne Schon- oder Übergangsfrist.  Einfluss im Marketing   Passiert serverseitig beim Modellanbieter. Kann vom Anwender weder manuell gesetzt noch entfernt werden.  Erfordert operative Kennzeichnungsprozesse bei relevanten Bild-, Audio-, Video- und Fachtext-Inhalten.  Wichtig für Marketingleiter: Die häufig zitierte Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026 schützt dein Unternehmen nicht vor Offenlegungspflichten. Sie räumt den Softwareherstellern lediglich Zeit ein, ihre technischen Markierungsverfahren bei bereits veröffentlichten Modellen nachzurüsten. Die Pflicht für Betreiber, täuschende Medien offenzulegen, läuft längst.  Rollenverteilung: Wer haftet bei Agenturarbeit?   In der Praxis entstehen Werbemittel selten isoliert in einer Abteilung. Häufig konzipiert eine externe Kreativ- oder Performance-Agentur die Kampagne, während der Kunde das Budget freigibt und die Kampagnen über eigene oder Agentur-Accounts schaltet. Wer gilt hier als Betreiber?  Nach den Leitlinien der Europäischen Kommission kommt es maßgeblich darauf an, wer das KI-System unter eigener Verantwortung einsetzt und wer über den Einsatz der Technologie sowie die Verwendung der Ergebnisse maßgeblich entscheidet. Die reine Schaltung einer Anzeige oder der Rechnungsempfang sind nicht allein ausschlaggebend: Eigenständiger Agentureinsatz: Erhält die Agentur ein offenes Kreativbriefing und entscheidet intern eigenständig über den Einsatz generativer Bild-Tools, trägt sie als Betreiberin primär die operative Prüf- und Kennzeichnungspflicht für die erstellten Assets.  Vorgabe durch den Auftraggeber: Gibt der Kunde den Einsatz konkreter generativer Tools verbindlich vor oder liefert eigene KI-Assets an, liegt die Betreiberverantwortung primär auf Kundenseite.  Kollaborativer Workflow: Entwickeln beide Parteien die Kampagne partnerschaftlich, können beide Rollen Pflichten nach sich ziehen. Gesetzliche Betreiberrollen lassen sich durch Verträge zwar nicht einseitig gegenüber Behörden abbedingen, Verträge können aber Zuständigkeiten, Freigabeprozesse und Haftungsfreistellungen im Innenverhältnis verbindlich regeln.  Praxis-Musterklausel für Angebote und Verträge:   „Soweit im Rahmen der Leistungserbringung generative KI-Systeme zur Erstellung von Bild-, Video-, Audio- oder Textinhalten eingesetzt werden, stellt [Auftragnehmer/Auftraggeber] sicher, dass sämtliche gesetzlichen Kennzeichnungs- und Prüfpflichten gemäß Art. 50 KI-VO erfüllt werden. Freigaben kennzeichnungspflichtiger Werbemittel bedürfen vor Veröffentlichung der schriftlichen Bestätigung durch [Auftraggeber].“   Die materiellen Pflichten nach Absatz 4: Bilder vs. Texte   Artikel 50 Absatz 4 spaltet sich in zwei grundverschiedene Tatbestände auf. Während bei audiovisuellen Medien strenge Vorgaben gelten, enthält die Textregelung eine weitreichende Erleichterung für professionelle Redaktionen.  A. Bild-, Audio- und Videoinhalte: Die Authentizitätsfalle   Nach Art. 50 Abs. 4 Satz 1 müssen Betreiber offenlegen, wenn Bild-, Ton- oder Videoinhalte durch KI erzeugt oder manipuliert wurden und eine „bemerkenswerte Ähnlichkeit mit bestehenden Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen aufweisen und einer Person fälschlicherweise als authentisch oder wahrhaftig erscheinen würden“ (sogenannte Deepfakes).  Der Gesetzgeber meint damit weit mehr als manipulierte Politikervideos. Für das Marketing ergeben sich daraus drei Prüfkriterien:  Keine Redaktionsausnahme: Bei realistisch anmutenden Bildern entfällt die Kennzeichnungspflicht nicht dadurch, dass ein Art Director oder Marketingleiter das Bild geprüft und freigegeben hat. Das Bild bleibt bei Täuschungsgefahr offenlegungspflichtig.  Synthetische Werbegesichter: Wer vollsynthetische Models via Midjourney oder Flux generiert, die täuschend echt wie echte Kunden in einer Alltagsszene wirken, erzeugt beim Durchschnittsbetrachter den Eindruck einer realen Fotografie. Solche Motive sollten im Zweifel offengelegt werden, um UWG-Vorwürfen wegen Irreführung vorzubeugen.  Kunst- und Satire-Ausnahme läuft im Marketing leer: Art. 50 Abs. 4 Satz 2 sieht zwar eine abgemilderte Kennzeichnung für künstlerische, satirische oder fiktionale Werke vor. Die EU-Kommission und Aufsichtsbehörden stellen jedoch klar, dass reine kommerzielle Werbekampagnen diese Ausnahme in der Praxis kaum beanspruchen können.  B. Textinhalte: Öffentliches Interesse und Redaktionsprivileg   Für geschriebene Texte ist die Hürde für eine gesetzliche Pflicht ungleich höher. Die Offenlegungspflicht greift überhaupt nur dann, wenn ein Text veröffentlicht wird, um die Öffentlichkeit über eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse zu informieren (z. B. Gesundheit, Politik, Recht, gesellschaftliche Debatten).  Typische Marketingtexte – von Produktbeschreibungen über Leistungsseiten bis hin zu Social-Media-Captions – verfolgen einen primär kommerziellen Werbezweck. Sie erfüllen das Tatbestandsmerkmal der Information über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse in der Regel nicht. Selbst wenn ein Unternehmen zu einem gesellschaftlich relevanten Thema publiziert (z. B. Nachhaltigkeitsberichte oder Fachbeiträge), greift die entscheidende Rückausnahme: Wurde der Text einem Prozess der menschlichen Überprüfung oder redaktionellen Kontrolle unterzogen und trägt eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung, entfällt die Kennzeichnungspflicht vollständig.   Praxismatrix: 9 typische Fälle im Marketingalltag   Wie ordnen sich konkrete Marketing-Maßnahmen in dieses Gefüge ein? Die folgende Matrix gibt eine belastbare Orientierung für das Tagesgeschäft:  Marketing-Szenario   Pflicht?   Fachliche Begründung & Einordnung      Fotorealistisches KI-Bild in Social- oder Display-Ad   Ja   Wirkt auf den Betrachter wie eine reale Fotografie. Keine Redaktionsausnahme bei authentisch anmutenden Medien.  Synthetisches Bild eines real existierenden Produkts   Ja   Täuschungsgefahr über die reale Beschaffenheit; zusätzlich hohes Risiko von UWG-Abmahnungen bei abweichenden Merkmalen.  Erkennbar stilisierte Illustration / 3D-Icon / Cartoon   Nein   Keine Authentizitätstäuschung. Kein vernünftiger Betrachter hält eine Comic-Grafik für ein authentisches Dokumentarbild.  KI-generierte Produkttexte, Google Ads Copy, Captions   Nein   Reine kommerzielle Kommunikation, keine Information der Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse.  Fachlicher Blogbeitrag (redaktionell geprüft)   Nein   Selbst bei gesellschaftlicher Relevanz greift die Redaktionsausnahme, sofern ein Mensch Fakten geprüft und freigegeben hat.  Ungeprüfter KI-Text zu Gesundheit oder Regulierung   Ja   Thema von öffentlichem Interesse ohne menschliche Kontrollinstanz; fällt direkt unter die Kennzeichnungspflicht nach Abs. 4.  Interne Kundenpräsentation, Angebot, Pitch-Deck   Nein   Keine öffentliche Zugänglichmachung. Absatz 4 setzt eine Verbreitung gegenüber der Öffentlichkeit voraus.  Keynote / Öffentlicher Vortrag mit KI-Bildern   Differenziert   Folie/Vortrag an sich frei; fotorealistische Medien auf den Slides müssen jedoch als synthetisch gekennzeichnet werden.  Kundenservice-Chatbot auf der Website   Ja   Greift über Art. 50 Abs. 1: Nutzer müssen bei der ersten Interaktion wissen, dass sie mit einem KI-System interagieren.  Wie und wo kennzeichnen? Best Practice für Ads und Web   Der AI Act verlangt eine „klare und unterscheidbare“ Offenlegung spätestens im Moment des ersten Kontakts. Das Gesetz schreibt jedoch keine starre Formulierung und kein festes Grafiksymbol vor. Ein häufiger Irrtum besteht in der Annahme, man müsse zwingend einen auffälligen Schriftzug direkt in jedes Werbebild hineinrendern.  In der Praxis hängt die Lösung vom Ausspielungskanal ab:  Plattform-Labels in Google Ads & Social Ads nutzen: Google stellt in Google Ads, Display & Video 360 und im Campaign Manager Kennzeichnungsoptionen bereit. Wer diese Häkchen setzt, erfüllt die Informationspflicht, ohne gegen Googles eigene Richtlinien bezüglich störender Text-Overlays auf Werbebildern zu verstoßen. Auch Meta bietet entsprechende Dropdowns im Ad Manager.  Eingebettetes Label im Creative: Wird ein Bild außerhalb geschlossener Werbenetzwerke genutzt (z. B. direkt auf Landingpages, in herunterladbaren Whitepapern oder Pressegrafiken), empfiehlt sich ein diskretes, aber lesbares Label in der Bildecke (z. B. „KI-generiert“ oder „Synthetische Darstellung“). Das verhindert, dass der Hinweis bei Weiterverbreitung oder Screenshots verloren geht.  Formulierungen: Bewährt haben sich kurze, unmissverständliche Begriffe wie „KI-generiert“ bei vollsynthetischen Medien oder „Mit generativer KI bearbeitet“ bei partiellen Modifikationen.  E-Commerce & Google Merchant Center: Eigene Spielregeln   Online-Händler müssen sorgfältig zwischen den gesetzlichen Pflichten des AI Acts und den separaten Richtlinien von Plattformbetreibern unterscheiden. Google hat seine Produktdatenanforderungen unabhängig von der EU-Verordnung strukturiert und verlangt bei KI-Inhalten höchste Datenpräzision.  IPTC-Metadaten sind längst Standard: Google verlangt bereits seit Februar 2024, dass synthetische oder veränderte Produktbilder die IPTC-Eigenschaft DigitalSourceType (z. B. trainedAlgorithmicMedia) in den Dateimetadaten transportieren. Wer KI-Bilder ohne Metadaten oder gar mit herausgefilterten EXIF-Daten einspeist, riskiert Ablehnungen.  Strukturierte Feed-Attribute für Text: Für KI-generierte Titel und Produktbeschreibungen hält Google im Merchant Center gesonderte Attribute bereit. Händler sollten diese Auszeichnungen nutzen, um algorithmische Prüfungen reibungslos zu durchlaufen.  Kein Generalverbot, aber harte Konsistenzprüfung: Vollsynthetische Produktbilder führen nicht automatisch zur Kontosperre. Allerdings führen erhebliche Abweichungen zwischen dem Feed-Hauptbild und der tatsächlichen Landingpage, irreführende Produkteigenschaften oder unzulässige Werbetext-Overlays auf dem Bild zur sofortigen Ablehnung im Feed. Das geschäftliche Risiko sitzt im E-Commerce im Merchant Center – ein abgelehnter Feed stoppt Umsätze binnen Stunden.  Redaktionsprozesse pragmatisch dokumentieren   Die Redaktionsausnahme für Texte ist für Content-Marketing-Teams das wirksamste Instrument zur Vermeidung von Kennzeichnungsbannern. Sie funktioniert im Ernstfall jedoch nur, wenn die menschliche Prüfung im Zweifel plausibel nachgewiesen werden kann. Eine bloße Behauptung reicht bei behördlichen Nachfragen nicht aus.  Dafür bedarf es keiner bürokratischen Prüfinstanz. Es genügt ein schlanker, dokumentierter Audit-Trail im Redaktionssystem (z. B. in WordPress, HubSpot oder Jira):  Prüfende Person: Name oder Kürzel der verantwortlichen Fachredakteurin bzw. des Redakteurs.  Datum & Version: Zeitpunkt der finalen redaktionellen Freigabe.  Prüfschwerpunkte: Kurze Bestätigung, dass Fakten, Zahlen, rechtliche Verweise und Zitate unabhängig überprüft wurden.  Freigabestatus: Explizite Übernahme der inhaltlichen Verantwortung vor Veröffentlichung.  Ein einfaches Pflichtfeld im CMS („Redaktionell geprüft und freigegeben durch: [Name, Datum]“) schützt Redaktionsteams nachhaltig und dokumentiert die Einhaltung der gesetzlichen Kriterien.  Reale Risiken: UWG und Kontensperren schlagen EU-Bußgelder   Die im AI Act genannten Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes erzeugen Schlagzeilen, sind aber für kleinere Kennzeichnungsverstöße im Marketingalltag ein theoretisches Schreckgespenst. Aufsichtsbehörden richten ihren Fokus zunächst auf Hochrisiko-KI und systemische Risiken großer Tech-Plattformen.  Die echten operativen Gefahren für Marketingleiter liegen woanders:  Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen (§ 5 UWG): Verfälscht ein KI-generiertes Bild die Eigenschaften eines beworbenen Produkts oder täuscht über reale Kundenbewertungen und Anwendungsfälle hinweg, können Mitbewerber oder Abmahnverbände wegen Irreführung durch Unterlassen abmahnen. Abmahnungen sind schnell zugestellt, kostenintensiv und erzwingen strafbewehrte Unterlassungserklärungen.  Automatisierte Ablehnungen in Werbekonten: Plattformen wie Google oder Meta reagieren auf Richtlinienverstöße algorithmisch. Werden Feed-Bilder oder Anzeigen wegen unzulässiger Overlays oder fehlerhafter Metadaten gesperrt, steht die Performance-Maschine still.  Checkliste für Marketing- und Kampagnenleiter   Aktiven Medienbestand scannen: Laufende Display-, Social- und Website-Kampagnen auf fotorealistische KI-Bilder prüfen. Wo reale Personen, Produkte oder Szenen suggeriert werden, Kennzeichnungen nachrüsten.  Plattform-Features aktivieren: In Google Ads, Merchant Center und Social-Plattformen die vorgesehenen KI-Häkchen und Attribute aktivieren, statt Textmanuell in Grafiken zu stempeln.  Feed-Metadaten prüfen: Sicherstellen, dass das DAM- oder PIM-System IPTC-Metadaten (DigitalSourceType) bei synthetischen Produktbildern korrekt exportiert und nicht beim Web-Upload abstreift.  Redaktions-Workflow absichern: Ein kurzes Freigabefeld für Fachtexte im Redaktions-Tool einrichten, um den menschlichen Prüfprozess lückenlos belegen zu können.  Vertragsverhältnisse ordnen: Mit Agenturen und externen Dienstleistern schriftlich klären, wer für Kennzeichnungen und Metadaten-Compliance haftet und Freigaben dokumentiert.  Häufige Fragen (FAQ)   Muss jeder mit KI unterstützte Blogartikel gekennzeichnet werden?   Nein. Die Pflicht greift nur bei Texten, die über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren. Zudem entfällt sie vollständig, wenn ein Mensch den Beitrag redaktionell geprüft und die inhaltliche Verantwortung übernommen hat.  Reicht es, ein Label in die Bildunterschrift zu setzen?   Im redaktionellen Web-Kontext kann eine klare, unmittelbar zugeordnete Bildunterschrift gültig sein. Für geteilte Social-Media-Grafiken oder Anzeigen ist sie ungeeignet, da Unterschriften beim Teilen oder Einbinden verloren gehen. Hier sind Plattform-Labels oder dezente Hinweise auf der Grafik vorzuziehen.  Gilt die Übergangsfrist bis Dezember 2026 für unsere Werbekampagnen?   Nein. Der Aufschub bis zum 2. Dezember 2026 gilt ausschließlich für Altsysteme der Modellanbieter hinsichtlich der maschinenlesbaren Kennzeichnung. Die Offenlegungspflicht für Betreiber gilt seit dem 2. August 2026 ohne Übergangsfrist.  Fazit & nächste Schritte   Der AI Act ist für Marketingabteilungen kein Innovationskiller, verlangt aber ein Ende des unbedarften Umgangs mit synthetischen Assets. Bei Texten können Content-Teams durch saubere menschliche Qualitätssicherung völlig entspannt agieren. Bei fotorealistischen Bildern und Videos hingegen müssen Kennzeichnungsprozesse und Metadaten-Workflows jetzt sauber im Kampagnenmanagement verankert sein.  Möchtest du prüfen, ob deine Kampagnen, Produktdatenfeeds und Redaktionsprozesse rechtssicher und plattformkonform aufgestellt sind? Das Team von internetwarriors unterstützt dich bei der praktischen Auditierung und Optimierung deiner Content- und Werbestrategie.     

ChatGPT Ads in Deutschland: So funktioniert der neue Werbekanal

15.09.2026

Josephine

Treuter

Kategorie:

SEA

Banner für einen Blogbeitrag über GEO, SEO und Google Ads: abstraktes Netzwerk aus verbundenen Datenknoten und binärem Code vor dunkelblauem Hintergrund als Symbolbild für KI Suche

Das Wichtigste in Kürze   Seit dem 24. August 2026 werden ChatGPT Ads in Deutschland ausgespielt, im Rahmen einer Ausweitung auf 31 europäische Märkte.  Seit Ende August 2026 ist der Self-Service-Zugang im Ads Manager auch für europäische Werbetreibende offen.   Anzeigen sehen nur Nutzer*innen der Free- und Go-Tarife. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei, Konten von unter 18-Jährigen erhalten keine Anzeigen.  Statt Keywords hinterlegen Werbetreibende Kontexthinweise. Ausgeliefert wird nach Kontext und Absicht des laufenden Gesprächs.  Werbung in einem Chatfenster war lange ein Gedankenexperiment. Seit Ende August 2026 ist sie in Deutschland Realität: OpenAI spielt Anzeigen in ChatGPT aus, und Unternehmen können Kampagnen selbst im Ads Manager anlegen. Für Performance-Teams ist das der erste wirklich neue Werbekanal seit Jahren. Die Frage ist deshalb weniger, ob man ihn testet, sondern wie man ihn testet, ohne Budget in einem noch unfertigen System zu verbrennen.  Was ChatGPT Ads sind und wo sie erscheinen  ChatGPT Ads sind bezahlte Platzierungen innerhalb von ChatGPT. Sie erscheinen unterhalb einer Antwort, sind als Anzeige gekennzeichnet und optisch von der Antwort getrennt. Nach Angaben von OpenAI beeinflusst Werbung nicht, welche Antwort ChatGPT gibt. Eine Anzeige besteht aus Unternehmensname, Logo beziehungsweise Favicon, Titel, Anzeigentext, Bild und Landingpage. Empfohlen sind 16 bis 24 Zeichen für den Titel und 32 bis 48 Zeichen für den Text, Titel und Text sollten unterschiedliche Nutzenargumente liefern.  Der entscheidende Unterschied zu Google Ads liegt nicht im Format, sondern in der Situation. In der klassischen Suche tippen Menschen zwei bis vier Wörter. In ChatGPT beschreiben sie ihre Ausgangslage, ihre Anforderungen und ihre Bedenken. Die Anzeige landet damit mitten in einem laufenden Entscheidungsprozess.  Wen Sie damit erreichen, und wen nicht  Die Reichweitenzahlen zu ChatGPT sind beeindruckend, aber sie sind nicht die werblich erreichbare Zielgruppe. Anzeigen werden ausschließlich Nutzer*innen der kostenlosen Version und des Go-Tarifs ausgespielt. Wer Plus, Pro, Business, Enterprise oder Edu nutzt, sieht keine Werbung.  Das ist vor allem für B2B relevant: Wer ChatGPT über einen Firmenaccount nutzt, fällt aus der Zielgruppe heraus. Der Kanal ist im B2B damit eher ein zusätzlicher Touchpoint für Entscheider*innen, die privat oder mit einem kostenlosen Konto recherchieren, und kein Kanal, mit dem sich eine Zielgruppe vollständig abdecken lässt. Für B2C-Angebote ist die erreichbare Basis zum Start deutlich breiter.  Kontexthinweise statt Keywords  Exact-Match-Keywords gibt es bei ChatGPT Ads nicht. Auf Anzeigengruppenebene hinterlegen Werbetreibende sogenannte Kontexthinweise, die beschreiben, was ein Angebot leistet, wem es hilft und in welcher Situation es nützlich ist. OpenAI stellt ausdrücklich klar, dass diese Hinweise keine starren Targeting-Regeln sind. Ausgeliefert wird nach Gesprächskontext und Absicht, Anzeigeninhalt und Landingpage.  Praktisch heißt das: Ein Begriff wie Laufschuhe trägt wenig, ein Hinweis, der Bedarf und Nutzungssituation verbindet, trägt viel. Anzeigengruppen werden deshalb nach Bedürfnissen, Themen oder Produktkategorien geschnitten, nicht nach Keyword-Listen. Angebote mit unterschiedlichen Botschaften oder Landingpages gehören getrennt. Zusätzlich lassen sich Kampagnen auf die iOS-App, die Android-App oder die Webversion ausrichten, und es gibt geografisches Targeting, dessen Granularität je Markt variiert. Für lokale Kampagnen lohnt vor dem Start deshalb ein Blick in die Standortauswahl.  1. Übersicht Kampagnenmanager  Budget, Gebote und Abrechnung  OpenAI unterstützt drei Abrechnungslogiken: CPM für Reichweite, CPC für Traffic und oCPC, bei dem pro Klick abgerechnet, die Auslieferung aber auf ein Conversion-Ereignis optimiert wird. Für CPC-Kampagnen nennt OpenAI derzeit 3 bis 5 US-Dollar als empfohlenes Start-Maximalgebot, bei Euro-Konten liegt das Mindesttagesbudget bei 15 EUR pro Kampagne. Neben manuellen Höchstgeboten gibt es die automatische Strategie Maximize Results, die allerdings keine festen Effizienzziele wie Ziel-CPA oder Ziel-ROAS garantiert.  Für die Budgetplanung sind zwei Punkte wichtig. Erstens wird das Tagesbudget als Durchschnitt über sieben Tage behandelt: An einzelnen Tagen kann bis zum Doppelten ausgegeben werden, über den Sieben-Tage-Zeitraum maximal das Siebenfache. Zweitens ist das technische Mindestbudget kein sinnvolles Testbudget. Für eine belastbare Bewertung braucht es genug Impressionen, Klicks und möglichst Conversions.  Tracking und Datenschutz  Für die Messung stehen der OpenAI Pixel und eine Conversions API bereit, beide lassen sich kombinieren. Werden identische Conversions über beide Wege gesendet, sollte dieselbe Event-ID zur Deduplizierung genutzt werden. OpenAI hängt an Anzeigenklicks eine Click Reference namens oppref an die Landingpage-URL, die der Pixel in einem First-Party-Cookie speichern kann. Zusätzlich lassen sich UTM-Parameter setzen, damit der Traffic in der eigenen Webanalyse sichtbar wird. Das Reporting im Ads Manager zeigt unter anderem Impressionen, Klicks, Kosten, CTR, durchschnittlichen CPC und CPM sowie Conversions.  Werbetreibende erhalten keinen Zugriff auf Chats, Chatverläufe, Erinnerungen oder personenbezogene Daten, OpenAI stellt nur aggregierte Leistungsdaten bereit. Wer allerdings Pixel, Conversions API oder Advanced Matching einsetzt und dabei First-Party-Daten überträgt, muss die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen und die erforderlichen Einwilligungen selbst prüfen. Das gehört ins Setup und nicht auf die Liste der Dinge, die man später klärt.  Für welche Branchen der Kanal jetzt passt  OpenAI konzentriert sich in der Startphase auf Konsumgüter und Lifestyle, Haushaltswaren, lokale Dienstleistungen, Reisen und Erlebnisse sowie digitale Produkte und Bildungsangebote. Für E-Commerce ist der Kanal besonders interessant, weil produktfeedbasierte Kampagnen bereits unterstützt werden, inklusive Multi-Product Carousel und Reporting auf Ebene einzelner Produktkarten.  Ausgeschlossen ist dagegen mehr, als viele erwarten: Finanz- und Gesundheitsdienstleistungen sind außerhalb der USA derzeit nicht zulässig, ebenso Rechtsberatung. Einzelne Stellenangebote und einzelne Immobilienangebote dürfen nicht beworben werden, allgemeine Plattformen dagegen schon. Politische Werbung, Glücksspiel, Alkohol und Tabak sind ebenfalls ausgeschlossen. Ein Blick in die Werberichtlinien gehört deshalb an den Anfang der Planung.  So starten Sie einen kontrollierten Test  1. Ads-Manager-Konto anlegen und Unternehmensdaten, Abrechnung, Zahlungsmethode und Teamzugriffe einrichten.  2. Landingpages prüfen. OAI-AdsBot und OAI-SearchBot dürfen nicht blockiert sein, und die Seite sollte direkt zum Angebot führen, nicht auf die Startseite.  3. Kampagnen nach Bedürfnissen und Anwendungsfällen strukturieren und Kontexthinweise in natürlicher Sprache formulieren.  4. Mehrere klar unterscheidbare Creative-Varianten je Angebot vorbereiten.  5. Tracking vor dem Media-Start aufsetzen: Pixel oder Conversions API, UTM-Parameter und Consent-Prüfung.  6. Mit einem bewussten Lernbudget starten und nach Leads, Registrierungen oder Käufen bewerten, nicht nach Klicks.  Fazit: eigener Kanal mit eigener Logik  ChatGPT Ads sind kein Google Search im Chatfenster und kein Ersatz für bestehende Search-, Social- oder Shopping-Kampagnen. Sie sind ein eigener Kanal, in dem Situation und Bedarf die Planungsgröße sind. Gleichzeitig ist das System jung: Personalisierung fehlt im Europäischen Wirtschaftsraum, Deutschland-Benchmarks ebenfalls, und Funktionen kommen fast im Wochenrhythmus dazu. Genau darin liegt der Vorteil für früh Testende. Wer jetzt mit klaren Use Cases, sauberen Landingpages und belastbarem Tracking startet, baut Lernkurve auf, bevor der Wettbewerb den Kanal entdeckt. Sie möchten wissen, ob ChatGPT Ads zu Ihrem Geschäftsmodell passen? Wir bei internetwarriors begleiten den Kanal von der Strategie bis zum Conversion-Tracking. Sprechen Sie uns gerne an.  FAQ zu ChatGPT Ads in Deutschland  Seit wann gibt es ChatGPT Ads in Deutschland?  Seit dem 24. August 2026 werden Anzeigen in Deutschland ausgespielt. Den europäischen Rollout hatte OpenAI am 18. August angekündigt, der Self-Service-Zugang folgte Ende August.  Kann ich ChatGPT Ads selbst buchen?  Ja. Der Ads Manager steht europäischen Werbetreibenden im Self-Service zur Verfügung. Kampagnen lassen sich dort erstellen, verwalten und auswerten, inzwischen auch per natürlicher Sprache über ein Ads-Manager-Plugin in ChatGPT.  Was kosten ChatGPT Ads?  Abgerechnet wird per CPM, CPC oder oCPC. Für CPC empfiehlt OpenAI aktuell ein Start-Maximalgebot von 3 bis 5 US-Dollar, das Mindesttagesbudget liegt bei Euro-Konten bei 15 EUR pro Kampagne. Deutschland-spezifische Durchschnittswerte für CPC, CPM oder Conversion-Kosten liegen noch nicht vor.  Gibt es Keywords bei ChatGPT Ads?  Nicht im klassischen Sinn. Werbetreibende hinterlegen Kontexthinweise zu Themen, Bedürfnissen und Nutzungssituationen. Sie helfen beim Matching, garantieren aber keine Auslieferung bei bestimmten Wörtern.  Bekommen Werbetreibende Zugriff auf die Chats?  Nein. Chats, Chatverläufe, Erinnerungen und personenbezogene Details bleiben unzugänglich. OpenAI stellt ausschließlich aggregierte Leistungsdaten wie Impressionen und Klicks bereit. 

GEO, SEO und Google Ads: Warum die KI-Suche die Regeln für digitale Sichtbarkeit verändert

01.09.2026

Axel

Zawierucha

Kategorie:

SEO

Banner für einen Blogbeitrag über GEO, SEO und Google Ads: abstraktes Netzwerk aus verbundenen Datenknoten und binärem Code vor dunkelblauem Hintergrund als Symbolbild für KI Suche

Google verwandelt die Suche zunehmend von einer Ergebnisliste in eine KI-gestützte Entscheidungsumgebung. Dadurch wachsen SEO, Generative Engine Optimization (GEO), Google Ads und Datenqualität zu einem gemeinsamen Search-Growth-System zusammen.  Was jetzt wichtig wird: Die Fakten auf einen Blick   Keine automatische KI-Sichtbarkeit durch SEO: Die Überschneidung zwischen klassischen SEO-Rankings und KI-zitierten Quellen fiel innerhalb von zwölf Monaten von 52 % auf unter 20 % ( internetwarriors GEO-Studie, Mai 2026 ) Gute Rankings sind kein Freifahrschein mehr.  Sichtbarkeit außerhalb der Top 50: 70–80 % der von KI-Systemen zitierten URLs stammen nicht aus den Google Top 50. Wer nur auf klassische Positionen schielt, bleibt in KI-Antworten oft unsichtbar.  Der Wandel zur Entscheidungsumgebung: 93 % der Sitzungen im Google AI Mode enden ohne Klick auf eine Website. Die KI-Antwort selbst wird zum Ort der Kaufentscheidung.  Google Ads wird KI-nativ: Seit Mai 2026 testet Google vier Gemini-basierte Anzeigenformate, die strukturierte Website- und Produktdaten voraussetzen. GEO-Readiness wird damit zur Performance-Voraussetzung für Paid Media.  Wer heute nach einem Produkt, einem Dienstleister oder einer Lösung sucht, bekommt immer seltener nur zehn blaue Links. Nutzer stellen komplexere Fragen, vergleichen Optionen direkt in der Suche und erwarten eine konkrete, verständliche Empfehlung. Mit AI Overviews, AI Mode und neuen Gemini-basierten Anzeigenformaten entwickelt Google Search sich stärker in Richtung Recherche-, Beratungs- und Kaufumgebung. Google selbst gibt an, dass 75 % der Nutzer mit dem AI Mode schneller und sicherer zu einer Entscheidung kommen (Quelle: Google Marketing Live, Mai 2026).  Für Unternehmen verändert das die Anforderung an digitale Sichtbarkeit grundlegend: Es reicht längst nicht mehr aus, ausschließlich für einzelne Keywords zu ranken oder Anzeigen stur auf eine Landingpage zu leiten. Marken müssen für Suchmaschinen, generative KI-Systeme und KI-gestützte Werbeformate gleichermaßen verständlich, vertrauenswürdig und anschlussfähig sein. Dabei ersetzt GEO das klassische SEO nicht. GEO erweitert SEO um eine entscheidende Dimension: die Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten, Quellenlisten, Empfehlungen und dialogischen Suchprozessen.  Was bedeutet GEO eigentlich konkret?   GEO steht für Generative Engine Optimization . Gemeint ist die gezielte Optimierung von Inhalten, Marken- und Produktinformationen für generative Such- und Antwortsysteme – etwa Google AI Mode, Google AI Overviews, ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini oder Microsoft Copilot.  Während klassische Suchmaschinenoptimierung vor allem darauf abzielt, Seiten für relevante Suchanfragen auffindbar zu machen und gute Rankings zu erzielen, stellt GEO eine Reihe neuer Kernfragen:  Wird eine Marke in einer KI-Antwort aktiv erwähnt?  Wird die eigene Website als Quelle verlinkt oder zitiert?  Versteht das System im Detail, welches Angebot ein Unternehmen hat?  Kann die KI klar erklären, für wen ein Produkt oder Service genau geeignet ist?  Werden Leistungen, Vorteile, Einschränkungen, Preise und Anwendungsfälle korrekt dargestellt?  Wird eine Marke bei Vergleichen, Empfehlungen und konkreten Kaufentscheidungen einbezogen?  GEO ist daher keineswegs einfach „SEO mit KI“. Es ist die Optimierung für eine neue Suchwelt, in der Systeme Informationen aus unterschiedlichsten Quellen autonom zusammenführen und daraus eine maßgeschneiderte Antwort, eine Auswahl oder eine Empfehlung erzeugen.  Warum GEO und SEO zwangsläufig zusammenrücken   Wichtig zu verstehen: Google trennt die generative Suche keineswegs vollständig von der bisherigen Infrastruktur. Nach Googles offiziellen Leitlinien basieren AI Overviews und AI Mode weiterhin auf den bewährten Suchsystemen, Qualitätsmechanismen und dem gewohnten Index von Google Search. Für komplexe Fragen nutzt Google unter anderem das sogenannte Query Fan-out : Das System erstellt parallel mehrere verwandte Suchanfragen, um verschiedene Aspekte eines Themas tiefgehend zu recherchieren und anschließend zu einer schlüssigen Antwort zusammenzuführen.  Google stellt zudem klar: Es braucht weder spezielle KI-Dateien noch neues Markup, um in diesen Funktionen zu erscheinen – entscheidend bleiben die etablierten SEO-Best-Practices (Quelle: Google Search Central, „AI Features and Your Website“, Stand Juli 2026).  Hierbei muss man berücksichtigen, dass generative Systeme auf zwei Ebenen arbeiten: der Live-Suche im Web (Retrieval-Augmented Generation / RAG) und dem antrainierten Modell-Wissen. Während saubere SEO-Strukturen primär den RAG-Prozess in Echtzeit füttern, prägt eine nachhaltige, vertrauenswürdige digitale Präsenz das dauerhafte Modell-Wissen der KI. Die Konsequenz ist eindeutig: Ohne solide SEO-Grundlage gibt es auch keine belastbare GEO-Grundlage.  Eine Website muss technisch zugänglich und fehlerfrei indexierbar sein. Inhalte müssen klar strukturiert, hilfreich, aktuell und eigenständig sein. Google empfiehlt ausdrücklich, bestehende SEO-Best-Practices kontinuierlich anzuwenden, statt auf isolierte „GEO-Hacks“ zu setzen.  SEO bleibt damit das Fundament für: Crawlability und fehlerfreie Indexierbarkeit  Technische Qualität und gute Page Experience  Eine klare Seiten- und Informationsarchitektur  Relevante Inhalte entlang der realen Suchintention  Interne Verlinkung und den Aufbau von Themenautorität  Strukturierte Produkt-, Organisations- und lokale Informationen  Vertrauenswürdigkeit, belegte Expertise und Aktualität  GEO baut auf diesem Fundament auf. Es ergänzt die Optimierung um die Frage, ob Inhalte so präzise, belastbar und differenziert formuliert sind, dass ein generatives System sie fehlerfrei als passende Informationsquelle, als Beleg oder als direkte Empfehlung einsetzen kann.  SEO und GEO: Gleiche Basis, anderes Ergebnis   Auch wenn SEO und GEO eng miteinander verbunden sind, führen sie keineswegs zu denselben Ergebnissen. Eine Spitzenposition in den organischen SERPs ist keine Garantie dafür, dass eine Seite auch in AI Overviews, im AI Mode oder in externen KI-Suchen zitiert wird. Generative Systeme setzen Antworten nicht aus einem einzelnen Ranking zusammen: Sie analysieren Teilfragen, werten unterschiedliche Quellen aus, berücksichtigen Entitäten, bewerten die Aktualität und liefern eine Antwort mit möglichst hoher Informationsdichte.  Wie weit die Ergebnisse inzwischen auseinanderlaufen, zeigt die dritte Ausgabe unserer internetwarriors GEO-Studie (Mai 2026; 240 Prompts in 12 Branchen, 5.317 ausgewertete URLs in Google AI Mode und ChatGPT): Die Überschneidung zwischen klassischen SEO-Rankings und KI-zitierten Quellen fiel innerhalb von zwölf Monaten von 52 % auf unter 20 %. Zugleich stammen 70–80 % der von KI-Systemen zitierten URLs nicht aus den Google Top 50. SEO- und GEO-Sichtbarkeit sind damit messbar zwei verschiedene Spielfelder – auf derselben technischen Basis.  Merkmal   SEO   GEO   Fokus   Optimiert für feste Rankings und kontinuierlichen organischen Traffic  Optimiert für Nennungen, Quellen, Empfehlungen und KI-Sichtbarkeit  Grundlage   Ausrichtung auf klassische Suchanfragen und Suchintentionen  Ausrichtung auf Prompts, Entscheidungsfragen und Gesprächskontexte  Primäres Ziel   Der Klick des Nutzers auf die eigene Website  Relevanz innerhalb der KI-Antwort und hochqualifizierte Weiterführung  KPIs / Messung   Rankings, Impressionen, Click-Through-Rate (CTR) und Sessions  Mentions, Citations, AI Visibility, Quellenanteil und AI-Referrals  Umgebung   Klassische SERPs (Suchergebnisseiten) als zentrale Umgebung  AI Overviews, AI Mode, Chatbots und agentische Suchprozesse  Die richtige Schlussfolgerung lautet hier keineswegs: „SEO funktioniert nicht mehr.“ Sie lautet vielmehr: SEO allein bildet nicht mehr die gesamte Suchsichtbarkeit ab.  Google Search wird zur Entscheidungsumgebung   Diese Veränderung wird besonders deutlich, wenn Nutzer keine kurzen Keywords mehr eingeben, sondern ihre komplexe Ausgangslage schildern. Statt nach „CRM Agentur Berlin“ zu suchen, lautet die Frage künftig eher:  „Welche CRM-Lösung eignet sich für eine wachsende B2B-Agentur in Deutschland, die Projektmanagement, Vertrieb, DSGVO und Microsoft Teams verbinden möchte?“   Eine klassische Suchmaschine liefert dazu eine Liste aus Links, Anzeigen und Vergleichsportalen. Eine generative Suche versucht dagegen, die Anforderungen im Kern zu verstehen, Teilaspekte zu recherchieren, Optionen einzuordnen und eine verständliche Vorauswahl zu liefern. Die Konsequenz ist messbar: Laut unserer GEO-Studie (Mai 2026) enden 93 % der Sitzungen im Google AI Mode ohne Klick auf eine Website . Die Antwort selbst wird zum Ort der Entscheidung – und die Frage lautet nicht mehr nur, ob eine Marke gefunden wird, sondern ob sie in dieser Antwort überhaupt vorkommt.  Für Unternehmen wird dadurch entscheidend, ob die eigene Website präzise Antworten auf tiefergehende Fragen bietet:  Für welche exakte Zielgruppe ist unser Angebot geeignet?  Welches konkrete Problem lösen wir nachhaltig?  Welche technischen oder organisatorischen Voraussetzungen gelten?  Welche Integrationen, Funktionen oder Leistungsgrenzen gibt es?  Wie genau unterscheiden wir uns von marktrelevanten Alternativen?  Welche echten Beispiele, Kundenfälle, Reviews oder fachlichen Belege gibt es?  Was kostet das Angebot transparent und wie funktioniert die Einführung?  Je präziser, belastbarer und konsistenter diese Informationen im Web verteilt sind, desto besser kann ein KI-System die Marke verstehen und in den passenden Kontext setzen.  Von Keywords zu Prompts und Intents   Keywords bleiben für SEO und Google Ads selbstverständlich relevant. Sie bilden weiterhin einen Teil der Nachfrage ab und helfen dabei, Themen, Suchvolumen und kommerzielle Intentionen zu analysieren. Aber die Customer Journey wird breiter. Die KI-Suche macht aus einer kurzen Anfrage häufig eine logische Kette von Recherche-, Vergleichs- und Entscheidungsfragen. Unternehmen sollten deshalb nicht nur Keyword-Cluster entwickeln, sondern auch Prompt- und Intent-Cluster aufbauen.  Klassische Keywords   Generative Fragen und Prompts   SEO Agentur Berlin  Welche SEO-Agentur passt zu einem B2B-Unternehmen mit komplexen Produkten?  Google Ads Agentur  Wie kann ich Google Ads effizient skalieren, wenn mein Tracking unvollständig ist?  GEO Agentur  Wie wird eine Marke in Google AI Mode und ChatGPT sichtbarer?  SEO Audit  Welche technischen und inhaltlichen Probleme verhindern KI-Sichtbarkeit?  Performance Marketing Beratung  Wie verbinde ich Paid Media, SEO und CRM-Daten für bessere Lead-Qualität?  Der Unterschied ist strategisch wichtig: Keywords beschreiben meist nur ein grobes Thema. Generative Fragen enthalten dagegen die konkrete Situation, individuelle Einschränkungen, Zielgruppen, Probleme, Auswahlkriterien und das gewünschte Ergebnis. Content, der nur ein Keyword stur wiederholt, reicht dafür schlicht nicht mehr aus. Gefragt sind Inhalte, die fundierte Entscheidungen unterstützen.  Was GEO-optimierte Inhalte wirklich auszeichnet   GEO-Optimierung bedeutet keineswegs, KI-Texte für KI-Systeme zu schreiben. Es bedeutet auch nicht, künstliche Absätze zu bauen, jedes Detail krampfhaft in FAQ-Form zu pressen oder eine Datei wie llms.txt als vermeintlichen Wundertrick misszuverstehen. Als technisches Mapping für KI-Crawler ist eine solche Datei im Markdown-Format durchaus sinnvoll – sie ersetzt jedoch keine inhaltliche Substanz. Google rät ausdrücklich davon ab, auf kurzfristige Tricks für generative Funktionen zu setzen. Im Vordergrund stehen einzigartige, nützliche Inhalte, die echten Menschen helfen. GEO-optimierte Inhalte zeichnen sich durch fünf prägende Eigenschaften aus:  1. Klare Antworten auf konkrete Fragen   Statt allgemein über ein Thema zu schwadronieren, beantworten gute Inhalte klar definierte Fragen. Eine B2B-Seite sollte beispielsweise nicht nur erklären, dass sie „ganzheitliches Online Marketing“ anbietet. Sie sollte transparent aufschlüsseln:  Welche exakten Leistungen umfasst die Zusammenarbeit?  Für welche Phasen und Unternehmensgrößen ist das Angebot geeignet?  Wie sehen die typischen Meilensteine und Projektphasen aus?  Welche Daten und Ressourcen werden kundenseitig benötigt?  2. Nachvollziehbare Fakten und Belege   Generative Systeme brauchen Informationen, die sie eindeutig einordnen und validieren können. Dazu gehören belastbare Produktdaten, konkrete Leistungsbeschreibungen, transparente Prozesse, Fachwissen, Studien, Cases und Kundenstimmen. Der Effekt ist quantifizierbar: Eine Untersuchung von Princeton University und IIT Delhi zeigt, dass Statistiken die Sichtbarkeit in generativen Antworten um rund 17 % erhöhen, Zitate und saubere Quellenangaben um bis zu 33 % (Aggarwal et al., „GEO: Generative Engine Optimization“, 2024). Je weniger eine Website mit austauschbaren Marketingfloskeln arbeitet, desto besser. Aussagen wie „führend“ oder „maßgeschneidert“ helfen nur dann, wenn sie durch Fakten untermauert werden.  3. Eindeutige Entitäten und Validierung   Eine KI muss fehlerfrei erkennen können, wer ein Unternehmen ist, was es anbietet und wie Leistungen, Personen und Themen zusammenhängen. Die Implementierung von strukturierten Daten (Schema.org) mit präzisen sameAs-Verknüpfungen (z. B. zu offiziellen Handelsregistern, Wikidata oder etablierten Branchenprofilen) bildet hierbei das Herzstück. Sie ermöglicht es dem Google Knowledge Graph und generativen Modellen, die Entität der eigenen Marke zweifelsfrei zu validieren. Angaben zu Unternehmensname, Portfolio, Branchenfokus und Expertenprofilen sollten zudem über das Google Business Profile, Medienbeiträge und Partnerseiten hinweg konsistent gepflegt werden.  4. Struktur, die Menschen und Systeme verstehen   Klare Überschriften, logische Abschnitte, Tabellen, Vergleiche und präzise Zusammenfassungen helfen Nutzern ebenso wie Suchsystemen. LLMs zerlegen Seiten in einzelne Abschnitte (Chunks) und zitieren bevorzugt Passagen, die ohne Kontext verständlich sind. Eine Leistungsseite sollte daher nicht nur aus einem emotionalen Intro und einem Kontaktformular bestehen, sondern das Angebot greifbar und in eigenständig lesbaren Abschnitten erklären.  5. Kontinuierliche Aktualität und Pflege   Gerade bei Preisen, Produktfunktionen, gesetzlichen Vorgaben oder technischen Integrationen beschädigen veraltete Angaben die digitale Glaubwürdigkeit. Aktualität zahlt direkt auf die Zitierwahrscheinlichkeit ein: Inhalte, die jünger als drei Monate sind oder kürzlich aktualisiert wurden, werden von KI-Systemen deutlich häufiger zitiert. GEO ist deshalb kein einmaliges Content-Projekt, sondern ein laufender Prozess aus Monitoring, Optimierung und Qualitätskontrolle – inklusive sichtbarer Aktualisierungsdaten und datierter Aussagen bei zeitsensitiven Themen.  Warum Google Ads KI-nativer werden muss   Google entwickelt nicht nur die organische Suche weiter, auch die Werbeformate verändern sich grundlegend. Auf der Google Marketing Live am 20. Mai 2026 hat Google vier neue, Gemini-basierte Anzeigenformate für die Suche vorgestellt: Conversational Discovery Ads , Highlighted Answers , AI-powered Shopping Ads und den Business Agent for Leads . Diese Formate sind darauf ausgelegt, Nutzer direkt in einer KI-gestützten Recherche- oder Entscheidungssituation abzuholen (Quelle: Google, „A new generation of ads for the AI era of Search“, 20. Mai 2026).  Bei Conversational Discovery Ads erstellt Gemini die Anzeigen-Kreation dynamisch passend zur konkreten, komplexen Frage eines Nutzers – statt ein statisches Asset auszuliefern. Highlighted Answers ermöglichen es, dass hochwertige Anzeigen direkt in einer durch den AI Mode erzeugten Empfehlungsliste erscheinen; beide Formate tragen ein „Sponsored“-Label und werden von einem unabhängig durch Gemini erstellten Erklärtext begleitet. Bei AI-powered Shopping Ads wählt Gemini passende Produkte aus den Inventardaten aus und erklärt, warum ein Produkt für die jeweilige Situation geeignet ist. Beim Business Agent for Leads interagieren Nutzer direkt mit einem Marken-Agenten, der Fragen auf Basis der hinterlegten Unternehmenswebsite beantwortet – anstelle eines statischen Lead-Formulars.  Stand Juli 2026 werden Conversational Discovery Ads und Highlighted Answers in den USA auf Mobile und Desktop getestet. AI-powered Shopping Ads sollen im Laufe des Jahres folgen, der Business Agent for Leads befindet sich in den USA in der Open Beta. Ein europäischer Rollout ist absehbar – und Unternehmen, deren Daten- und Content-Basis dann steht, verschaffen sich einen klaren Vorsprung.  Von der Landingpage zur Wissensbasis   In der klassischen Paid-Search-Logik ist die Website vor allem das Ziel nach dem Klick. In einer KI-nativen Suchumgebung wird die Website zu weit mehr: Sie wird zur zentralen Wissensbasis, Datenquelle und zum entscheidenden Vertrauensbeleg vor dem finalen Conversion-Ziel.  Wenn ein KI-System eine Anzeige inhaltlich einordnet, Produktvorteile erklärt oder eine Nutzerfrage in einem Brand-Dialog beantwortet, braucht es belastbare Informationen. Diese Daten stammen je nach Werbeformat aus unterschiedlichen Quellen:  Website-Inhalten und strukturierten Leistungsseiten  Detaillierten Produkt- und Serviceinformationen  Vollständigen Merchant-Center-Feeds (Preise, Verfügbarkeit, Varianten)  Häufigen Fragen (FAQ) und validen Support-Inhalten  Google Business Profile und externen Rezensionen  First-Party-Conversion-Signalen und CRM-Daten  Eine schwache oder widersprüchliche Website verhindert nicht die rein technische Schaltung von Google Ads. Sie führt jedoch dazu, dass Anzeigen in KI-basierten Formaten weniger gut erklärbar, weniger relevant und letztlich weniger konversionsstark ausgespielt werden.  Wird GEO zur Voraussetzung für Google Ads?   Die kurze Antwort lautet: Nicht als technische Pflicht, aber als zunehmend kritische Performance-Voraussetzung. Google wird Unternehmen nicht von der Anzeigenauktion ausschließen, nur weil deren Website nicht nach einem GEO-Framework optimiert ist. Werbekonten, Kampagnen und Gebote bleiben eigenständige Faktoren. Aber je stärker Werbung in KI-generierte Antworten und Gesprächsverläufe integriert wird, desto wichtiger werden die qualitativen Signale, die durch strategisches GEO geschaffen werden.  Theoretische Aussage   Realistische Einordnung   „Ohne GEO kann künftig niemand mehr Google Ads schalten.“  Zu weitgehend und technisch schlicht falsch.  „Eine Website muss in ChatGPT oder AI Mode zitiert werden, damit Google Ads funktioniert.“  Nicht belegt. Paid-Systeme laufen über eigene Auktionen.  „GEO-Readiness verbessert die Ausgangslage für KI-native Paid-Formate.“  Plausibel und strategisch hochrelevant – die neuen Formate arbeiten mit Website- und Produktdaten.  „Gute Daten, strukturierte Inhalte und valide Markeninformationen erhöhen die Anschlussfähigkeit von Ads.“  Direkt aus Googles neuen, agentischen Ad-Formaten ableitbar.  Der entscheidende Unterschied lautet deshalb: GEO ist kein technisches Zugangsticket zur klassischen Google-Ads-Auktion. GEO-Readiness wird jedoch zum Qualitätsfundament für Paid Media in KI-geführten Entscheidungsprozessen – denn Gemini kann nur erklären und empfehlen, was in strukturierten Daten und Inhalten eindeutig beschrieben ist.  Was GEO-Readiness für Paid Media bedeutet   Für Paid-Teams reicht es künftig nicht mehr aus, ausschließlich Kampagnenstrukturen, Keywords, Gebote und reine Anzeigentexte zu optimieren. Diese Punkte bleiben relevant, werden aber um Daten- und Wissensqualität auf der Zielseite ergänzt:  Vollständige Angebots- und Produktdaten: Google kann KI-gestützt nur ausspielen, was im Feed oder auf der Seite eindeutig beschrieben ist. Saubere Produktfeeds, strukturierte Preise, Verfügbarkeiten und präzise dokumentierte Leistungspakete sind Pflicht.  Landingpages mit echter Entscheidungshilfe: Eine KI-gestützte Anzeige weckt das initiale Interesse. Die Landingpage muss dieses Interesse inhaltlich weiterführen und Fragen nach Relevanz, Problemlösungskompetenz und Abgrenzung zu Alternativen direkt beantworten.  First-Party-Daten und Conversion-Qualität: KI-basierte Kampagnen brauchen belastbare Signale. Entscheidend sind nicht mehr nur Klicks, sondern die tatsächliche Qualität der Leads. Hierzu zählen consent-konformes Tracking, Enhanced Conversions, saubere CRM-Integrationen und der regelmäßige Offline-Conversion-Import. Je besser diese Datenbasis ist, desto präziser optimiert das automatisierte Bidding auf wertvolle Geschäftsresultate statt auf oberflächliche Interaktionen.  Klare Marken- und Vertrauenssignale: Wenn Nutzer KI-Systeme nach Empfehlungen fragen, gewinnen Marken, die nachweisbar vertrauenswürdig sind. Fachliche Expertise, verifizierte Autorenprofile, Case Studies, Kundenbewertungen und Digital-PR-Erwähnungen auf Autoritätsseiten stärken die Markenwahrnehmung und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer KI-Empfehlung messbar.  Ein Praxisbeispiel: KI-Suche und B2B-Lead-Generierung   Ein Unternehmen sucht über den Google AI Mode nach einer Lösung: „Welche Agentur kann uns helfen, SEO, Google Ads und Conversion-Tracking für ein erklärungsbedürftiges B2B-Produkt zusammenzuführen?“   In einer klassischen Suchumgebung würde Google dazu Standard-Anzeigen und organische Treffer ausspielen. Die Entscheidung fiele überwiegend nach dem ersten Klick auf die Websites. In einer KI-geführten Umgebung prüft die Suchmaschine im Hintergrund zusätzlich: Welche Agenturen bieten diese Kombination nachweislich an? Gibt es strukturierte Fachinhalte, die diese Zusammenhänge valide erklären? Werden Zielgruppen und Projektmodelle exakt beschrieben? Gibt es verifizierbare Cases?  Eine Anzeige kann die initiale Sichtbarkeit einkaufen. Wenn die Website aber nur generische Floskeln enthält, fehlt der KI die Datengrundlage für eine überzeugende Einordnung und Empfehlung im Chatverlauf. Das Ergebnis: Paid läuft technisch zwar durch, aber die Marke verliert in der entscheidenden Recherchephase der KI-Suche an Boden. In einer Umgebung, in der 93 % der Sitzungen ohne Klick enden, wird genau diese Phase zum Nadelöhr.  Die neue Einheit: Search Growth   Für vorausschauende Unternehmen ist es erforderlich, SEO, GEO, Paid Media und Analytics nicht mehr als getrennte Silos zu betrachten. Stattdessen entsteht ein integriertes Gesamtsystem: das Search-Growth-System .  Disziplin   Spezifische Funktion in der KI-Suche   SEO   Sorgt für technische Zugänglichkeit, saubere Indexierung, fundamentale Relevanz und organische Auffindbarkeit.  GEO   Maximiert die Wahrscheinlichkeit von Nennungen, korrekten Zitationen und direkten Empfehlungen in generativen Antworten.  Content   Liefert konkrete, tiefgehende und belegbare Antworten auf komplexe menschliche Entscheidungsfragen.  Paid Media   Aktiviert, testet und skaliert die Nachfrage gezielt in den kommerziell relevanten Momenten.  Digital PR & Brand   Stärken die digitale Reputation, die personelle Expertise und externe, vom Modell antrainierte Vertrauenssignale.  Data & Measurement   Macht die tatsächliche Wirkung, Datenqualität und die wirtschaftliche Performance messbar.  CRO   Übersetzt generierte Sichtbarkeit und initiales Interesse nahtlos in qualifizierte Leads, Abschlüsse oder Anfragen.  Diese ganzheitliche Denkweise ist besonders für das B2B-Umfeld mit seinen langen, beratungsintensiven Kaufentscheidungen und komplexen Anforderungsprofilen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.  Wie Unternehmen GEO messbar machen   GEO darf nicht aus punktuellen Screenshots oder vereinzelten Prompt-Tests bestehen. Generative Antworten variieren je nach Zeitpunkt, Standort, Sprachmodell und Nutzerkontext. Eine belastbare Erfolgsmessung erfordert eine kontinuierliche, datenbasierte Analyse. Ein professionelles Monitoring-Framework – wie es unserer GEO-Studie (240 Prompts, 12 Branchen, drei Erhebungswellen) zugrunde liegt – kombiniert folgende Ebenen:  Anteil der relevanten Fokus-Prompts, bei denen die eigene Marke valide erwähnt wird  Anteil der Prompts, bei denen die Marke aktiv empfohlen wird  Anteil der KI-Antworten mit direkt verlinkter oder zitierter Unternehmensquelle  Analyse genannter Wettbewerber und der inhaltlichen Tonalität der Marken-Einordnung  Entwicklung des AI-Referral-Traffics und dessen spezifischer Conversion-Qualität  Die Entwicklung von gezielten Brand Searches  Organische Sichtbarkeit und AI-Feature-Impressionen in der Google Search Console  Auf der Google-Seite wird die Messbarkeit konkret: Seit dem 3. Juni 2026 stellt Google dedizierte Search Generative AI Performance Reports in der Search Console bereit. Sie weisen erstmals separat aus, wie oft URLs in AI Overviews, AI Mode und den generativen Funktionen von Discover erschienen sind – mit Daten ab dem 18. Mai 2026, aufgeschlüsselt nach Seiten, Ländern und Geräten. Klick-, CTR- und Query-Daten fehlen in der ersten Version noch; der Rollout startet phasenweise, beginnend in Großbritannien (Quelle: Google Search Central Blog, 3. Juni 2026). Damit wird GEO Schritt für Schritt in den Standard-Tools messbar.  Die GEO-Checkliste für die Praxis   Wer seine digitale Präsenz für die KI-Suche und künftige Werbeformate zukunftssicher aufstellen möchte, sollte diese vier Kernbereiche systematisch optimieren:  1. Technische Grundlage   Können alle strategisch wichtigen Seiten uneingeschränkt gecrawlt und indexiert werden?  Ist die interne Verlinkung logisch, konsistent und thematisch nachvollziehbar?  Sind strukturierte Daten (Schema.org) flächendeckend, fehlerfrei und semantisch korrekt implementiert?  2. Content und Angebot   Existieren dedizierte, tiefgehende Seiten für Leistungen, Produkte, Zielgruppen und spezifische Use Cases?  Werden komplexe Fragen entlang der gesamten Customer Journey präzise beantwortet?  Sind alle Inhalte konkret, originell, frei von leeren Marketingfloskeln und fachlich belegt?  Enthalten zentrale Seiten Zahlen, Studien oder Belege, die eine KI zitieren kann?  3. Entitäten und Vertrauen   Sind Markenname, Produkte, Key-Personen und Standorte im Netz konsistent bezeichnet?  Werden externe Bewertungen, Zertifizierungen, Fachpublikationen und relevante Medien-Erwähnungen aktiv gepflegt?  Sind sameAs-Verknüpfungen im Quelltext hinterlegt, um der KI die Entitäten-Validierung zu erleichtern?  4. Paid und Datenqualität Sind Datenfeeds (z. B. Merchant Center) oder Service-Strukturdaten vollständig und aktuell?  Fließen hochqualifizierte CRM- oder Offline-Daten stabil in die Kampagnensteuerung zurück?  Sind Landingpages auf die Beantwortung von komplexen Nutzerfragen und realen Beratungssituationen vorbereitet?  Fazit und Ausblick: GEO ersetzt SEO nicht – es macht Suchsichtbarkeit vollständig   Die Zukunft der digitalen Reichweite lautet nicht „SEO oder GEO“. Sie lautet auch nicht „organisch oder Paid“. Die entscheidende Frage ist, ob eine Marke in einer KI-geführten Customer Journey im Kern verstanden, als glaubwürdig eingeordnet und zum passenden Zeitpunkt sichtbar wird – in einer Suche, in der sich nur noch unter 20 % der KI-zitierten Quellen mit den klassischen Rankings überschneiden und 93 % der AI-Mode-Sitzungen ohne Klick enden.  SEO bleibt dafür unverzichtbar: Es schafft die technische und qualitative Basis für jede Form der digitalen Auffindbarkeit. GEO erweitert diese Basis um die gezielte Sichtbarkeit in generativen Antworten, strukturierten Quellenlisten und personalisierten Empfehlungen. Paid Media sorgt dafür, dass Unternehmen die Nachfrage in den entscheidenden Momenten skaliert aktivieren können. Tracking und First-Party-Daten machen messbar, welche Hebel den geschäftlichen Erfolg tatsächlich treiben.  Wer SEO, GEO und Google Ads im Unternehmen weiterhin strikt getrennt plant, verschenkt massiv Potenzial. Wer sie als verzahntes Search-Growth-System versteht und steuert, schafft das Fundament für nachhaltige Sichtbarkeit, Vertrauen und messbare Performance in der Ära der KI-Suche. 

KI-ROI 2026 im Faktencheck: Was Googles Studie zeigt und was sie verschweigt

05.08.2026

Axel

Zawierucha

Kategorie:

Künstliche Intelligenz

banner mit einem Laptop, einem symbolischen Ki Finger und dem titel des Blogartikels

Das Wichtigste in Kürze: Google Cloud meldet in der Studie "From token-maxxing to ROI" (2026), dass 84 % der Unternehmen steigende finanzielle Erträge aus KI sehen. Unabhängige Analysen widersprechen: Laut McKinsey erreichen nur 6 % der Unternehmen einen EBIT-Beitrag von mehr als 5 % durch KI, laut MIT liefern 95 % der KI-Piloten keinen messbaren Gewinneffekt.  Ich habe die neue Google-Cloud-Studie am Wochenende komplett gelesen, alle Seiten, inklusive Fußnoten. Und ich sage es direkt: Die Zahlen sind beeindruckend, die Fallbeispiele sind stark, und trotzdem hatte ich beim Lesen dieses Gefühl, das ich aus 25 Jahren Agenturgeschäft kenne. Wenn eine Studie zu glatt aussieht, lohnt sich der Blick auf den Absender.  Der Absender ist hier Google Cloud, also einer der größten Verkäufer von genau der Infrastruktur, deren Erfolg die Studie belegt. Das macht die Studie nicht wertlos, im Gegenteil, sie ist eine der besten Quellen für die Denkweise von Entscheidern weltweit. Aber sie erzählt nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte steht bei McKinsey, Gartner, IBM und BCG, und die klingt deutlich nüchterner. Beides zusammen ergibt erst das Bild, das Sie für Ihre Budgetentscheidung brauchen.  Was verspricht die Google-Cloud-Studie 2026?   Die Studie "From token-maxxing to ROI: A reality check for enterprise AI" basiert auf einer Befragung von 2.403 Führungskräften weltweit, durchgeführt mit der National Research Group, ausgewertet wurden 297.782 Datenpunkte. Die Kernbotschaft: Die Experimentierphase ist vorbei, KI liefert messbaren Return on Investment.   Die zentralen Zahlen aus dem Report:  86 % der befragten Führungskräfte stimmen zu, dass KI kosteneffizientes Wachstum ermöglicht, also Umsatz oder Output steigert, ohne dass die Betriebskosten proportional mitwachsen.  84 % berichten von stetig steigenden oder sich beschleunigenden finanziellen Erträgen aus ihren KI-Initiativen. Die obersten 26 % mit beschleunigten Erträgen nennt Google "AI ROI Leaders".  94 % geben an, dass KI-Agenten sowohl zu Kosteneinsparungen als auch zu Umsatzwachstum beitragen.  97 % planen, ihr KI-Budget im kommenden Jahr weiter zu erhöhen.  55 % nennen schnellere strategische Entscheidungen als messbaren Effekt, damit löst dieser Wert die reine Produktivität als wichtigste Erfolgsgröße ab.  Fallbeispiele von Best Buy, PayPal, Tata Steel und Coca-Cola untermauern das Narrativ, alle umgesetzt auf Google-Plattformen wie Gemini Enterprise. Und wer bis zur letzten Seite liest, findet dort den entscheidenden Hinweis auf die Motivation des Verfassers. Der Report endet mit einem Button: "Contact Sales".  Warum rechnet Google anders als McKinsey, Gartner und IBM?   Die Diskrepanz zwischen der Google-Studie und unabhängigen Analysen hat drei Ursachen, und keine davon ist ein Skandal. Man muss sie nur kennen, um die Zahlen richtig einzuordnen.  1. Kommerzielle Interessen des Absenders   Google Cloud ist kein Forschungsinstitut, sondern verkauft Rechenleistung, Datenplattformen und KI-Modelle. Jeder KI-Agent, jede Abfrage und jeder verarbeitete Token erzeugt laufende Umsätze. Eine Studie, die Investitionsdruck bei Vorständen aufbaut und Budgetbedenken abräumt, ist in diesem Kontext ein Vertriebsinstrument. Der abschließende "Contact Sales"-Button macht daraus auch kein Geheimnis.  2. Wahrnehmung statt Bilanz   Google fragt nach Zustimmung zu Aussagen, also nach der subjektiven Einschätzung von Managern. Wenn 86 % zustimmen, dass KI kosteneffizientes Wachstum ermöglicht, misst das Erwartung und Überzeugung, nicht den auditierten EBIT-Beitrag. McKinsey, Gartner und IBM arbeiten näher an der Bilanz: Sie erheben Implementierungsquoten, Projektabbrüche und den tatsächlichen Ergebnisbeitrag in der Gewinn- und Verlustrechnung. Beide Messungen sind legitim, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen.  3. Der Scheinwerfer auf den Vorreitern   Google stellt die obersten 26 % der Befragten ins Zentrum der Argumentation, die "AI ROI Leaders" mit klaren Entscheidungsstrukturen, verpflichtenden Schulungsprogrammen und tief integrierten Systemen. Das ist analytisch sauber gemacht, verschiebt aber die Wahrnehmung. Was als Marktrealität gelesen wird, ist das Best-Case-Szenario einer hochentwickelten Minderheit.  Was sagen die unabhängigen Zahlen zum KI-ROI 2026?   Stellt man die Google-Aussagen den Ergebnissen unabhängiger Analysten gegenüber, wird die Lücke zwischen Marketing-Narrativ und Unternehmensrealität deutlich sichtbar:  Kriterium   Google Cloud Studie 2026   Unabhängige Analysen 2025/2026   Kernthese  KI ist in Produktion angekommen, 86 % der Führungskräfte sehen kosteneffizientes Wachstum  Große Lücke zwischen Nutzung und Ertrag, rund zwei Drittel kommen über die Pilotphase nicht hinaus (McKinsey)  ROI-Quote  84 % melden stetig steigende oder sich beschleunigende Erträge  Nur 6 % erreichen einen EBIT-Beitrag von über 5 % (McKinsey), nur 25 % der Initiativen liefern den erwarteten ROI (IBM)  KI-Agenten  94 % schreiben Agenten Kosteneinsparungen und Umsatzbeiträge zu  Nur 16 % haben KI unternehmensweit skaliert (IBM), über 40 % der Agentic-Projekte werden bis Ende 2027 abgebrochen (Gartner-Prognose)  Projektstatus  Vom Piloten in den Regelbetrieb, Fokus auf Entscheidungstempo  95 % der Piloten ohne messbaren Gewinneffekt (MIT), 42 % der Unternehmen brachen 2025 den Großteil ihrer KI-Projekte ab (S&P Global)  Messbarkeit  Subjektive Einschätzung der Befragten genügt als Beleg  Nur 29 % können ihren KI-ROI verlässlich beziffern (IBM), nur 28 % der Use Cases in IT-Betrieb erfüllen die ROI-Erwartung voll (Gartner)  Kosten  "Token-Effizienz" als gelöstes Thema  Agenten brauchen 5 bis 30 Mal mehr Tokens pro Aufgabe, mindestens 50 % der GenAI-Projekte überziehen bis 2028 ihr Budget (Gartner)  Die Piloten-Falle ist real   Während Google den flächendeckenden Produktivbetrieb reklamiert, zeigt McKinseys State of AI Survey vom November 2025 ein anderes Bild: 88 % der Unternehmen nutzen KI in mindestens einer Funktion, aber rund zwei Drittel haben die Skalierung über Pilot- und Experimentierphasen hinaus nicht geschafft. Das MIT kam 2025 zu dem viel zitierten Befund, dass 95 % der GenAI-Piloten keinen messbaren Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung liefern. Und S&P Global stellte fest, dass 42 % der Unternehmen 2025 den Großteil ihrer KI-Projekte abgebrochen haben, mehr als doppelt so viele wie im Jahr davor.  Das Märchen vom breiten EBIT-Beitrag Google meldet, dass 84 % der Unternehmen steigende Erträge sehen. McKinsey misst dagegen: Nur 39 % der Unternehmen können überhaupt einen EBIT-Effekt auf Unternehmensebene ihrer KI zuordnen, und bei den meisten davon liegt er unter 5 %. Gerade einmal 6 % qualifizieren sich als High Performer mit einem EBIT-Beitrag von mehr als 5 %. Die IBM CEO Study unter 2.000 CEOs bestätigt das Muster von der anderen Seite: Nur 25 % der KI-Initiativen haben den erwarteten ROI geliefert, nur 16 % sind unternehmensweit skaliert.  KI-Agenten: hohe Erwartung, frühe Lernkurve   94 % der Google-Befragten schreiben Agenten finanzielle Beiträge zu. Gartner prognostizierte dagegen schon im Juni 2025, dass über 40 % der Agentic-AI-Projekte bis Ende 2027 abgebrochen werden, wegen eskalierender Kosten, unklarem Geschäftswert oder unzureichender Risikokontrollen. Viele als Agenten vermarktete Produkte sind laut Gartner zudem kaum mehr als klassische Bots, das Phänomen hat sogar einen Namen bekommen: Agent Washing. Die Technologie ist prominent, aber die breite Masse steht am Anfang der Lernkurve, nicht am Ende.  Die Token-Kostenfalle   Google titelt "From token-maxxing to ROI" und erklärt Token-Effizienz zur gelösten Plattformfrage. Die Gartner-Daten zeigen das Gegenteil: Agentische Modelle benötigen 5 bis 30 Mal mehr Tokens pro Aufgabe als ein klassischer GenAI-Chatbot, und bis 2028 werden mindestens 50 % der GenAI-Projekte ihre budgetierten Kosten überschreiten, vor allem wegen schlechter Architekturentscheidungen und fehlender Betriebserfahrung. Gartner empfiehlt Entscheidern inzwischen, den ROI beim Vierfachen der heutigen Kosten zu modellieren. Der laute Ruf nach ROI ist in vielen Unternehmen deshalb kein Erfolgszeichen, sondern ein Hilferuf der CFOs nach Kostenkontrolle.  Worauf sollten Entscheider bei KI-Studien achten?   Absender prüfen. Wer profitiert vom Ergebnis? Eine Anbieterstudie misst Vertrauen und Erwartung, eine unabhängige Analyse misst Bilanzen. Googles 86 % und McKinseys 6 % widersprechen sich nicht, sie messen schlicht Unterschiedliches.  Weiche Ersatz-KPIs hinterfragen. Schnellere Entscheidungen, höhere Nutzungsraten, gefühlte Produktivität: All das sind Indikatoren, aber keine Deckungsbeiträge. Wenn der wichtigste Erfolgsnachweis einer KI-Initiative ein weicher KPI ist, ist die Ertragslage meist ungeklärt.  Die Erwartungslücke ernst nehmen. Laut BCG AI Radar 2026 erwarten rund 90 % der CEOs, dass KI-Agenten noch 2026 messbaren ROI liefern, und die Hälfte der CEOs glaubt, dass ihre Jobstabilität davon abhängt, KI richtig hinzubekommen. Gleichzeitig liefern laut IBM nur 25 % der Initiativen den erwarteten Return. Diese Lücke erzeugt Druck, und Druck erzeugt schlechte Projektentscheidungen.  Betriebskosten von Anfang an modellieren. KI verursacht bei jeder Nutzung Kosten, anders als klassische Software. Wer Agenten plant, sollte den Token-Verbrauch pro Geschäftsergebnis kalkulieren, nicht pro Abfrage, und Kostenlimits vor dem Go-live definieren.  Wie realisieren Unternehmen den echten KI-ROI?   Heißt das alles, dass KI-Investitionen sinnlos sind? Keineswegs. In einem Punkt trifft die Google-Studie die Realität exakt: Die Kluft zwischen Unternehmen, die KI strategisch verankern, und jenen, die an der Oberfläche kratzen, wächst schnell. McKinseys High Performer sind selten, aber sie existieren, und ihre Muster sind gut dokumentiert. Vier Punkte entscheiden aus unserer Erfahrung darüber, auf welcher Seite der Kluft ein Unternehmen landet:  Harte Anwendungsfälle statt pauschalem Rollout. Nicht "KI für alle", sondern konkrete Flaschenhälse in Marketing, Vertrieb oder Service identifizieren und dort einen einzigen Use Case messbar produktiv machen, bevor skaliert wird.  Datenbasis vor KI-Ambition. Kein Agent liefert verlässliche Ergebnisse auf einem unvollständigen CRM oder ERP. Data Governance kommt vor KI-Governance, das ist unbequem, aber nicht verhandelbar.  ROI-Metriken vor dem Start festlegen. Bearbeitungszeit pro Lead, eingesparte Dienstleisterkosten, Conversion-Effekte: Wer erst nach dem Rollout misst, kann Erfolg nicht mehr von Zufall unterscheiden. Genau daran scheitert laut IBM die Mehrheit, nur 29 % können ihren KI-ROI heute verlässlich beziffern.  Schulung fest in Rollen verankern. Hier hat Google recht: Die ROI Leaders unterscheiden sich messbar dadurch, dass kontinuierliche KI-Weiterbildung verpflichtender Teil der Rollenprofile ist, 38 % gegenüber 18 % im restlichen Feld.  Fazit   Die Google-Cloud-Studie 2026 zeigt präzise, wie die weltweite Management-Elite über KI denkt und wohin die Erwartungen laufen. Sie beschreibt Potenzial und Wunscheffekt. Die Bilanzrealität sieht 2026 anders aus: 6 % echte High Performer bei McKinsey, 25 % erfüllte ROI-Erwartungen bei IBM, 95 % wirkungslose Piloten laut MIT.  Wer beide Perspektiven kennt, trifft die besseren Entscheidungen. Erfolgreiche KI-Integration braucht keinen Aktionismus, sondern harte Anwendungsfälle, saubere Daten, vorab definierte ROI-Metriken und Kostenkontrolle vom ersten Tag an.  Häufige Fragen zum KI-ROI 2026   Wie viele Unternehmen erzielen 2026 tatsächlich messbaren ROI mit KI?   Je nach Messmethode zwischen 6 % und 28 %. McKinsey zählt 6 % High Performer mit einem EBIT-Beitrag über 5 %, IBM berichtet, dass 25 % der KI-Initiativen den erwarteten ROI geliefert haben, und Gartner ermittelte im IT-Betrieb 28 % Use Cases, die ihre ROI-Erwartung voll erfüllen. Anbieterstudien wie die von Google Cloud kommen auf deutlich höhere Werte, weil sie subjektive Einschätzungen statt Bilanzeffekte messen.  Warum scheitern so viele KI-Projekte an der Skalierung?   Die häufigsten Ursachen sind mangelnde Datenqualität, fehlende Integration in bestehende Systeme, unklare Zuständigkeiten und unterschätzte Betriebskosten. Gartner prognostiziert, dass über 40 % der Agentic-AI-Projekte bis Ende 2027 abgebrochen werden, und dass mindestens 50 % der GenAI-Projekte bis 2028 ihr Budget überziehen. Das Problem liegt selten am Modell, fast immer an Daten, Prozessen und Governance.  Sind Anbieterstudien wie die von Google Cloud wertlos?   Nein. Sie sind hervorragende Quellen für Stimmung, Prioritäten und Best Practices der Vorreiter, und die Handlungsempfehlungen der Google-Studie zu Entscheidungsstrukturen und Schulung sind fundiert. Wertlos werden sie erst, wenn man ihre Zustimmungswerte unkritisch als Marktrealität liest. Die Faustregel: Anbieterstudien zeigen, was möglich ist, unabhängige Analysen zeigen, was üblich ist. 

Touchpoints neu denken: Wie LLMs die ersten Sekunden der Customer Journey übernehmen

27.07.2026

Josephine

Treuter

Kategorie:

Künstliche Intelligenz

banner mit einem Laptop, einem symbolischen Ki Finger und dem titel des Blogartikels

Das Wichtigste in Kürze : LLMs wie ChatGPT, Perplexity und der Google AI Mode werden zum ersten Kontaktpunkt mit einer Marke, noch vor dem klassischen Klick.  Klassische Attribution-Modelle sehen diesen Touchpoint nicht: Kein Klick, keine Session, kein Eintrag in Google Analytics.  KI-Antworten beeinflussen bereits 35 bis 40 % der B2B-Kaufentscheidungen, bleiben aber im Tracking der meisten Unternehmen komplett unsichtbar.  Die Kehrseite der Medaille: AI-Referral-Traffic konvertiert um bis zu 31 % besser als klassischer organischer Traffic.  Ein*e potenzielle*r Kund*in sucht nach einer neuen HR-Software. Nicht über Google, sondern direkt bei ChatGPT. Die Antwort kommt in Sekunden: drei Anbieter*innen, kurz verglichen, mit Empfehlung. Deine Marke taucht auf, oder eben nicht. Und was danach passiert, ist für dein Marketing-Team unsichtbar.  Genau diese Situation spielt sich täglich millionenfach ab. LLMs übernehmen die ersten Sekunden der Customer Journey. Und die meisten Unternehmen wissen nicht einmal, dass es passiert.  Dieser Artikel erklärt, warum klassische Attribution-Modelle an dieser Stelle brechen, warum das für die Conversion-Qualität aber auch eine Chance bedeutet und wie Unternehmen mit GEO sowohl Sichtbarkeit als auch Messbarkeit in KI-Systemen aufbauen können. Denn diese drei Dimensionen zusammenzudenken ist das, was im Markt bisher fehlt.  Der Touchpoint, den niemand trackt   Die klassische Customer Journey folgte einer messbaren Logik: Suchanfrage, Klick, Website-Besuch, Tracking. Attribution-Modelle bauten auf dieser Kette auf, First Click, Last Click, datengetrieben. Jeder Schritt hinterließ eine Spur. Diese Logik hat einen blinden Fleck bekommen. Laut aktuellen Analysen enden rund 60 % aller Google-Suchen ohne Klick - eine Zero-Click Customer Journey, die längst nicht mehr die Ausnahme ist. AI Overviews erscheinen bei fast 30 % aller Suchanfragen und sind damit ein fester Bestandteil der Customer Journey, noch bevor jemand eine Website besucht. ChatGPT verzeichnete im August 2025 bereits 800 Millionen wöchentlich aktive Nutzer*innen, Perplexity bearbeitete im Mai 2025 mehr Suchanfragen als im gesamten Jahr 2024 zusammen.  Was das konkret bedeutet: Kund*innen sammeln Informationen, bilden sich Meinungen und stellen erste Shortlists zusammen, komplett außerhalb eurer Messpunkte. Wenn jemand dann doch auf eine Website klickt, ist die Entscheidung oft schon halbfertig. Der erste Kontakt mit der Marke liegt dann schon Minuten oder Stunden zurück, in einer KI-Antwort, die kein Analytics-Tool je erfasst hat.  Klassischer Touchpoint vs. LLM-Touchpoint: Der direkte Vergleich   Die folgende Übersicht zeigt, warum LLM-Touchpoints in klassischen Tracking-Setups strukturell unsichtbar bleiben:  Merkmal   Klassischer Touchpoint (Klick)   LLM-Touchpoint (KI-Antwort)   Auslöser   Suchanfrage bei Google, Klick auf Suchergebnis oder Anzeige  Prompt an ChatGPT, Perplexity oder Google AI Mode  Datenspur   Session, Referrer, UTM-Parameter  Keine – die Empfehlung findet außerhalb der Website statt  Sichtbarkeit in Google Analytics   Vollständig erfasst (Quelle, Medium, Kampagne)  Nicht erfasst; Folgebesuche erscheinen als Direct-Traffic  Attribution   First Click, Last Click, datengetrieben – alle Modelle greifen  Kein Modell greift, der Auslöser bleibt unsichtbar  Einfluss auf die Shortlist   Nach dem Klick, auf der Website  Vor dem ersten trackbaren Kontakt, direkt in der KI-Antwort  Optimierungshebel   SEO: Rankings, Snippets, CTR  GEO: Zitierfähigkeit, Markenautorität, strukturierte Inhalte  Messbarkeit   Standard-Web-Analytics (GA4, Matomo)  Spezialisierte Tools wie Peec AI (Erwähnungen, Sentiment, Wettbewerbsvergleich)  Das Kernproblem, kurz gefasst:   Was nicht geklickt wird, erscheint nicht in Google Analytics. Was in einer KI-Antwort empfohlen wird, hinterlässt in klassischen Attribution-Modellen keine Spur. Das ist kein kleines Datenloch. Das ist der Anfang der Journey.  Warum das Tracking-Modell genau hier bricht   Aktuelle Studien zeigen, dass KI-Suchergebnisse, Chatbot-Gespräche und Sprachassistenten-Empfehlungen bereits 35 bis 40 % der B2B-Kaufentscheidungen beeinflussen. Dennoch erfassen die meisten Unternehmen diesen Kanal nicht, weil er strukturell keine Referral-Session erzeugt.  Das GEO-Messproblem ist dabei grundlegender als es zunächst scheint. Es gibt drei konkrete Bruchstellen im klassischen Attribution-Setup:  Zero-Click-Antworten erzeugen keine Referral-Session. Ein*e Kund*in, die ChatGPT fragt und dann direkt die Website aufruft, erscheint im Tracking als Direct-Traffic, nicht als AI-Referral.  Der Shortlist-Einfluss findet vor dem ersten trackbaren Touchpoint statt. Ob eine Marke überhaupt in die engere Wahl kommt, entscheidet sich in der KI-Antwort, Minuten bevor jemand googelt oder die URL direkt eingibt.  Laut der unserer GEO-Studie ranken nur 9,2 % der von ChatGPT zitierten Quellen in den Top 10 der Google-Suchergebnisse. SEO-Ranking und LLM-Sichtbarkeit sind also weitgehend entkoppelt. Das bedeutet: Wer ausschließlich SEO-KPIs misst, sieht nicht, wo die Journey wirklich beginnt. Und wer nicht sieht, wo die Journey beginnt, kann dort nicht optimieren.  Die Kehrseite: Warum AI-Traffic besser konvertiert   Bis hierher klingt die Entwicklung nach einem reinen Kontrollverlust. Aber die Datenlage zeigt etwas Interessantes: Der Traffic, der aus KI-Antworten kommt, ist qualitativ hochwertiger als klassischer organischer Traffic.  Laut Adobe Digital Insights konvertiert AI-Referral-Traffic um bis zu 31 % besser als klassischer SEO-Traffic. Das liegt an einem einfachen Mechanismus: KI-Antworten leisten eine Vorqualifizierung, die kein Suchergebnis bieten kann. Wer über eine Empfehlung in ChatGPT oder Perplexity auf eine Website kommt, hat bereits gezielt gefragt, eine strukturierte Antwort erhalten, Anbieter*innen verglichen und eine erste Entscheidung getroffen.  Kurz gesagt: Weniger Traffic, aber deutlich qualifizierterer Traffic. Weniger Besucher*innen, die sich zufällig verirren, mehr Besucher*innen mit konkreter Kaufabsicht.  B2B und B2C: Wo die Verschiebung besonders spürbar ist   B2B: Die stille Shortlist   Im B2B-Kontext ist die Veränderung besonders weitreichend. Entscheider*innen und Buying Committees recherchieren zunehmend anonym und KI-gestützt, bevor sie Kontakt aufnehmen. Fragen wie 'Welche ATS-Software eignet sich für mittelständische Unternehmen?' oder 'Welche SEO-Agentur hat Erfahrung im B2B-Bereich?' landen heute direkt bei ChatGPT. Die KI-Antwort entscheidet, wer auf die Longlist kommt, und wer nicht.  Das Verkaufszyklen-Problem: Wer in dieser Phase nicht präsent ist, kommt möglicherweise nie in die Evaluation. Nicht weil das Produkt schlechter ist, sondern weil die Marke in den Informationsstrukturen, auf die LLMs zugreifen, nicht ausreichend verankert ist.  B2C: Produktvergleich direkt in der KI   Im B2C-Bereich verlagert sich der klassische Vergleichsprozess. Fragen wie 'Welche TV-Wandhalterung ist für große Bildschirme geeignet?' oder 'Welche Krankenversicherung lohnt sich für Selbstständige?' werden zunehmend von LLMs beantwortet, mit konkreten Empfehlungen, ohne Umweg über Preisvergleichsseiten. Wer als Marke in diesen Antworten erscheint, gewinnt Relevanz genau im Entscheidungsmoment.  GEO: Sichtbarkeit und Messbarkeit zusammendenken   Hier liegt die entscheidende Lücke im Markt: Die meisten Artikel zu GEO erklären entweder das Problem (LLMs verändern die Journey) oder die Lösung technisch (so strukturierst du Content für LLMs). Was fehlt, ist die Verbindung zwischen Sichtbarkeit, Conversion-Qualität und konkreter Messbarkeit.  GEO (Generative Engine Optimization) ist die Praxis, Inhalte, Markenautorität und Reputationssignale so zu optimieren, dass sie in KI-generierten Antworten erscheinen. GEO-Touchpoints sind dabei keine bloße Ergänzung zur klassischen Journey, sondern deren neuer Anfang. Aber GEO ohne Messung ist wie SEO ohne Rankings. Man weiß nicht, ob es funktioniert.  Ein vollständiger GEO-Ansatz kombiniert deshalb drei Ebenen:  Sichtbarkeit aufbauen: Inhalte strukturieren, die LLMs leicht verarbeiten und zitieren können. Faktisch, klar, ohne Marketingfloskeln. Autorität über externe Quellen, Erwähnungen, strukturierte Daten und konsistente Markenbotschaften verankern. Conversion-Qualität verstehen: AI-Referral-Traffic separat auswerten. Welche Prompts führen zu welchem Traffic? Wie verhält sich dieser Traffic im Vergleich zu klassischem organischem Traffic? LLM-Sichtbarkeit messen: Mit Tools wie Peec AI lässt sich LLM-Sichtbarkeit messen: wie und wie häufig eine Marke in Antworten von ChatGPT, Perplexity und dem Google AI Mode erscheint, mit welchem Sentiment und im Vergleich zu Wettbewerber*innen. Das ist der Anfang eines Attribution-Modells, das auch den ersten Touchpoint abbildet.  Das Entscheidende: GEO-ROI ist strukturell schwerer zu messen als SEO, weil Zero-Click-Antworten keine Referral-Sessions erzeugen. Wer heute anfängt, Tracking-Frameworks aufzubauen, die auch KI-Touchpoints erfassen, sichert sich einen Datenvorteil, den Wettbewerber*innen mit großem Zeitvorsprung kaum noch aufholen können.  Fazit: Drei Fragen, die sich jedes Marketing-Team jetzt stellen sollte   Die Customer Journey beginnt neu. Nicht auf einer Suchergebnisseite, sondern in einem Gespräch mit einer KI. Für Marketing-Teams bedeutet das einen grundlegenden Perspektivwechsel: Wo beginnt unsere Journey wirklich? Nicht: Welcher Kanal bringt den ersten Klick? Sondern: In welcher KI-Antwort erscheint unsere Marke, bevor jemand sucht?  Was messen wir nicht? Welcher Teil unserer Entscheidungspipeline ist aktuell unsichtbar, weil er vor dem ersten trackbaren Touchpoint stattfindet?  Wie qualifiziert sind unsere Besucher*innen, wenn sie ankommen? Wenn AI-Referral-Traffic besser konvertiert, lohnt es sich, genau diese Gruppe zu identifizieren und gezielt anzusprechen.  Unternehmen, die jetzt in GEO und in die dazugehörige Messbarkeit investieren, bauen eine Grundlage auf, die mit jedem Monat wertvoller wird. Wer wartet, optimiert weiterhin für eine Journey, die ihre erste Station längst woanders hat.  Du möchtest wissen, wie sichtbar deine Marke heute in ChatGPT, Perplexity und dem Google AI Mode ist? Sprich uns an.  FAQ: Häufige Fragen zu LLMs, Touchpoints und GEO Was ist der Unterschied zwischen einem klassischen Touchpoint und einem LLM-Touchpoint?   Ein klassischer Touchpoint, etwa ein Klick auf ein Suchergebnis oder eine Anzeige, ist für Analytics-Tools sichtbar und hinterlässt eine nachvollziehbare Datenspur. Ein LLM-Touchpoint entsteht, wenn Nutzer*innen eine KI wie ChatGPT oder Perplexity befragen und dort eine Empfehlung erhalten, ohne danach auf eine Website zu klicken. Dieser Kontakt mit der Marke findet statt, ist aber in keinem klassischen Attribution-Modell erfasst.  Warum wird Attribution durch LLMs schwieriger?   Weil Zero-Click-KI-Antworten keine Referral-Session erzeugen. Wer über eine KI-Empfehlung direkt auf eine Website tippt, erscheint im Tracking als Direct-Traffic. Der eigentliche Auslöser, die KI-Antwort, bleibt unsichtbar. Das macht es strukturell schwieriger, dem richtigen Kanal den Anteil an einer Kaufentscheidung zuzuordnen.  Konvertiert AI-Referral-Traffic wirklich besser?   Ja, laut aktuellen Analysen (Adobe Digital Insights, Seer Interactive 2025) konvertiert Traffic aus KI-Empfehlungen um bis zu 31 % besser als klassischer organischer SEO-Traffic. Der Grund: KI-Antworten qualifizieren Nutzer*innen bereits vor dem ersten Klick. Wer über eine KI-Empfehlung kommt, hat eine konkrete Frage gestellt, eine strukturierte Antwort erhalten und eine erste Entscheidung getroffen.  Was ist GEO und warum reicht SEO allein nicht mehr aus?   GEO steht für Generative Engine Optimization und beschreibt alle Massnahmen, mit denen Unternehmen sicherstellen, dass ihre Inhalte und ihre Marke in KI-generierten Antworten sichtbar werden. Während SEO auf Rankings und Klicks optimiert, geht es bei GEO darum, als zitierfähige Quelle in Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder dem Google AI Mode wahrgenommen zu werden. Da laut der internetwarriors GEO-Studie 2026 nur 9,2 % der von ChatGPT zitierten Quellen in den Google Top 10 ranken, sind SEO-Ranking und LLM-Sichtbarkeit weitgehend entkoppelt.  Wie kann ich LLM-Sichtbarkeit messen?   Mit spezialisierten Tools wie Peec AI lässt sich systematisch erfassen, ob und wie häufig eine Marke in Antworten von ChatGPT, Perplexity, dem Google AI Mode und anderen LLMs erscheint, mit welchem Sentiment und im Vergleich zu Wettbewerber*innen. Klassische Web-Analytics-Tools bilden diesen Kanal nicht ab. Wer heute mit dem Aufbau eines GEO-Tracking-Frameworks beginnt, gewinnt eine Datenbasis, die mit der Zeit immer wertvoller wird. 

Performance Max Kampagnen: Erweiterte Strategien und Fallstricke 2026

13.07.2026

Yasser

Teilab

Kategorie:

SEA

banner mit einem bild mit diagrammen und dem titel des Blogartikels

Das Wichtigste in Kürze: Erweiterte Steuerung 2026: Performance Max ist dank kampagnenweiten Ausschlüssen, detaillierten Berichten zur Kanalleistung und granularen Asset-Metriken transparenter geworden, bleibt jedoch ein System, das enge Leitplanken benötigt.  Wirtschaftlichkeit vor Algorithmus: Budgets und Kampagnen-Splits sollten nicht nach rein optischen Kategorien, sondern nach harten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie Margen, Produktlebenszyklen (Evergreen vs. Longtail) oder Kundenwert erfolgen.  Wegweiser statt Targetings: Audience Signals, Suchthemen und Customer Match dienen der Google AI als Richtungsweiser und dürfen nicht als starres, exaktes Targeting missverstanden werden. Der Fokus muss auf hochwertigen First-Party-Daten liegen.  Vom ROAS zum POAS: Ein hoher ROAS kaschiert oft unprofitable Umsatzsegmente. Werbetreibende sollten über den Warenkorb-Datenimport den Profit on Ad Spend (POAS) als primäre Steuerungskennzahl etablieren.  Hybride Kontostrukturen: Standard Search (für exakten Brand-Schutz und präzisen Intent) sowie Standard Shopping (für granulare Produktsteuerung) behalten neben PMax ihre strategische Berechtigung.  Performance Max Kampagnen sind im Jahr 2026 längst nicht mehr die intransparente Blackbox, über die SEA-Manager*innen in den Anfangstagen geflucht haben. Google hat technologisch massiv nachgelegt und Werbetreibenden Werkzeuge an die Hand gegeben, die eine feingranulare Justierung ermöglichen. Dazu gehören kampagnenweite auszuschließende Keywords, optimierte Suchbegriffsberichte, transparente Berichte zur Kanalleistung, tiefe Asset-Metriken, segmentierbare Reports für Asset-Gruppen sowie erweiterte demografische Ausschlüsse und Gerätesteuerungen. Google-interne Daten belegen, dass mittlerweile über eine Million Werbetreibende PMax-Strukturen nutzen. Trotz dieser technologischen Reife bleibt ein grundlegendes Prinzip bestehen: Eine Performance Max Kampagne optimiert sich niemals von selbst im Sinne Ihres tatsächlichen Geschäftsmodells. Das System agiert rein opportunistisch auf Basis der Daten, die ihm zur Verfügung gestellt werden. Wenn ein unqualifiziertes, fehlerhaftes Kontaktformular als erfolgreiche Conversion gewertet wird, skaliert die künstliche Intelligenz exakt diese minderwertigen Lead-Quellen. Wenn teurer Brand-Traffic den Return on Ad Spend (ROAS) künstlich aufbläht, greift der Algorithmus diesen dankend ab, ohne echten inkrementellen Umsatz zu generieren. Für anspruchsvolle SEA-Manager*innen und Marketing-Entscheider*innen bedeutet das: Die Optimierung findet heute nicht mehr primär über manuelle Gebote statt, sondern über das strategische Datenmanagement, das präzise Setzen von Leitplanken und eine ehrliche Erfolgsmessung.  Budgetverteilung und Kanalleistung tiefgehend analysieren   Sobald eine Performance Max Kampagne Leistungseinbrüche zeigt, neigen viele Marktteilnehmer*innen dazu, sofort Modifikationen am Ziel-ROAS (tROAS) oder den Ziel-Kosten-pro-Conversion (tCPA) vorzunehmen. Dieser Hebel greift in der Praxis meist zu früh und bekämpft lediglich Symptome statt Ursachen. Der erste Analyseschritt muss zwingend der Budgetverteilung über die verschiedenen Netzwerke gelten.  Der dezidierte Bericht zur Kanalleistung legt offen, welche Budgetanteile in die Kanäle Search, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail, Maps oder zu den Suchnetzwerk-Partnern fließen. Obwohl dieser Bericht keine direkte, manuelle Budgetumschichtung erlaubt, macht er gefährliche Verschiebungen transparent. Wenn beispielsweise die Ausgaben im Display- oder YouTube-Netzwerk sprunghaft ansteigen und simultan die finale Lead-Qualität im Customer-Relationship-Management-System (CRM) einbricht, liegt die Ursache nicht in einer falschen Gebotshöhe. Vielmehr zieht die Kampagne minderwertige Klicks über visuelle Platzierungen an, weil das hinterlegte Conversion-Signal zu schwach oder zu leicht manipulierbar ist.  Im Rahmen einer tieferen Performance Max Optimierung müssen die Suchbegriffe konsequent analysiert und nach Gesamtkosten priorisiert werden. Häufig sind teure Suchanfragen ohne jegliche Conversion-Aktion deutlich aufschlussreicher als die historischen Gewinner. SEA-Manager*innen sollten systematisch unpassende Suchbegriffe identifizieren und ausschließen. Typische Negatives, die in fast jedem professionellen B2B- oder E-Commerce-Konto hinterlegt werden sollten, umfassen Begriffe wie: „Jobs“, „Karriere“, „Gehalt“, „Support“, „Login“, „kostenlos“, „Anleitung“, „PDF“, studentische Recherchen, irrelevante Mitbewerbernamen oder rein informative Suchphrasen ohne kommerzielle Absicht.  Strategische Kampagnenstruktur nach Wirtschaftlichkeit   Die Strukturierung von Performance Max Kampagnen folgt in vielen Konten rein optischen oder katalogbasierten Kriterien. Das ist ineffizient. Eine Aufteilung in separate Kampagnen ist ausschließlich dann gerechtfertigt, wenn dieser Split eine gezielte operative Steuerung ermöglicht – sei es durch differenzierte Budgets, spezifische Ziel-Gebote, voneinander abweichende Conversion-Ziele, Margenstrukturen, regionale Schwerpunktsetzungen oder strikte Brand-Regelwerke.  Segmentierungskriterium  Ansatz im E-Commerce  Ansatz in der Lead-Generierung     Wirtschaftlichkeit & Marge   Splits nach High-Margin (z. B. Eigenmarken) vs. Low-Margin (Handelsware). Fokus des Budgets auf Produkte mit echtem Ertrag.  Unterscheidung nach Customer Lifetime Value (CLV) oder Auftragsvolumen (z. B. Enterprise-Deals vs. KMU-Selbstbedienung).  Produkt- & Service-Dynamik   Trennung von Bestsellern (High-Performer), Saisonware, Neuheiten und sogenannten Zombie-SKUs (Produkte ohne Klicks).  Differenzierung zwischen margenstarken Kernleistungen und rein informativen Einstiegsangeboten (z. B. Whitepaper-Downloads).  Datenbasis (Custom Labels / CRM)   Steuerung über den Google Merchant Center Feed mittels definierter Custom Labels für Bestände und Margenklassen.  Steuerung über verifizierte Offline-Conversion-Daten (MQL, SQL) statt reiner Online-Formular-Absendungen.  Für die Lead-Generierung gilt exakt dasselbe ökonomische Prinzip. Die Segmentierung muss sich zwingend an der vertrieblichen Realität orientieren. Strukturieren Sie Ihre Asset-Gruppen oder Kampagnen niemals primär auf Basis von Zielgruppensignalen. Da diese Signale von Google lediglich als unverbindliche Empfehlung interpretiert werden, führt eine rein zielgruppenbasierte Kampagnentrennung fast immer zu internen Datenüberschneidungen und ineffizienter Budgetallokation.  Suchthemen, Audience Signals und Customer Match präzise ausrichten  Die Einführung von Suchthemen bietet eine hervorragende Option, der Google AI kontextuelles Wissen zu vermitteln. Dennoch dürfen Suchthemen keinesfalls mit klassischen Keyword-Match-Types verwechselt oder als vollständiger Ersatz für strukturierte Suchkampagnen betrachtet werden. Ihr strategischer Einsatzbereich liegt primär dort, wo das System auf zu geringe historische Daten zurückgreifen kann: bei der Markteinführung komplett neuer Produktlinien, bei hochkomplexen B2B-Nischenanwendungen, bei der gezielten Bewerbung von Wettbewerbsalternativen oder wenn die Landingpage aufgrund eines minimalistischen Designs zu wenig semantischen Textinhalt bietet.  Obwohl Google die Hinterlegung von bis zu 50 Suchthemen pro Asset-Gruppe erlaubt, sollte dieses Limit im Sinne einer präzisen Performance Max Optimierung niemals wahllos ausgereizt werden. Die Best Practice erfordert wenige, prägnante Themen, die strikt nach der Suchabsicht (Nutzer-Intent) gebündelt sind. Im Nachgang müssen die generierten Suchbegriffsberichte engmaschig kontrolliert werden, um Fehlleitungen des Algorithmus sofort zu unterbinden.  Analog dazu verhält es sich mit den Audience Signals. Sie stellen kein hartes, exklusives Targeting dar, sondern fungieren als initialer Katalysator für die Machine-Learning-Prozesse. Werbetreibende sollten hierbei konsequent auf First-Party-Daten (First-Party-Data) setzen. Die höchste Signalqualität erzielen Sie durch:  Aktuelle Customer-Match-Listen aus Ihrem CRM (Käufer*innen mit hohem Kundenwert).  Granulare Website-Besucher*innen (Warenkorbabbrecher*innen, wiederkehrende Nutzer*innen).  Spezifische App-Nutzerdaten oder qualifizierte Newsletter-Abonnent*innen.  Brand-Traffic isolieren und inkrementelles Wachstum sichern   Es ist eines der häufigsten Phänomene in der SEA-Praxis: Eine Performance Max Kampagne liefert auf dem Papier herausragende ROAS-Kennzahlen, doch das reale Unternehmenswachstum stagniert. Der Grund liegt in der unkontrollierten Abschöpfung bestehender Nachfrage. Das System neigt dazu, gezielt Marken-Suchanfragen (Brand-Traffic), bestehende Remarketing-Zielgruppen und ohnehin konvertierende Stammkund*innen zu bedienen, um die vorgegebenen Effizienzziele mühelos zu erreichen.  Zwar priorisiert Google identische Exact-Match-Keywords in regulären Suchkampagnen gegenüber einer parallelen PMax-Kampagne. Sobald die Suchkampagne jedoch in ein Budgetlimit läuft oder durch zu recht restriktive Einstellungen eingeschränkt wird, übernimmt PMax die Markenauktion. SEA-Manager*innen müssen daher in regelmäßigen Intervallen prüfen, welche Suchbegriffe innerhalb von PMax aktiv bedient werden und ob unerwünschte Kannibalisierungseffekte mit bestehenden Brand-, generischen oder Mitbewerber-Kampagnen auftreten.  Um echten, inkrementellen Umsatz zu forcieren, sollten Markenausschlüsse direkt in den Kampagneneinstellungen verankert werden. Für den E-Commerce stehen zudem spezialisierte Search-only-Markenausschlüsse zur Verfügung. Diese Funktion unterdrückt reine Textanzeigen für Markenbegriffe innerhalb von PMax, gestattet dem Algorithmus jedoch weiterhin die Ausspielung von visuellem Brand-Shopping, was in den meisten Fällen hochgradig profitabel ist.  Datenqualität im Feed und finale URLs optimieren   Speziell im Einzelhandel (Retail) ist Performance Max strukturell oft wesentlich näher an einer klassischen Shopping-Kampagne als an einer allumfassenden Multikanal-Kampagne. Bevor weitreichende Gebotsanpassungen vorgenommen werden, muss die absolute Datenqualität im Google Merchant Center sichergestellt sein. Die Optimierung von Produkttiteln, Produkttypen, GTINs, hochauflösendem Bildmaterial, korrekten Sale-Preisen, dem präzisen Lagerstatus und Custom Labels bildet das fundamentale Fundament.  Produkttitel dürfen nicht einfach aus den internen ERP-Systemen übernommen werden. Sie müssen zwingend jene Attribute abbilden, nach welchen Kund*innen aktiv suchen. Die optimale Strukturierung folgt meist dieser Logik: Marke + Produktart + Modellnummer + Material + Spezifikation (z. B. Größe, Farbe, Kompatibilität).  Ein oft übersehener Fallstrick liegt in der unkontrollierten Aktivierung der finalen URL-Erweiterung. Diese Funktion erlaubt es Google, die hinterlegte Zielseite durch eine vermeintlich relevantere URL Ihrer Website zu ersetzen und passende Text-Assets automatisch zu generieren. Bei einer hervorragend strukturierten, rein vertriebsorientierten Website-Architektur liefert dies exzellente Ergebnisse. Das Setup wird jedoch hochgradig ineffizient, wenn informative Blogartikel, Support-Dokumentationen, Karriere-Seiten oder allgemeine Ratgebertexte ungewollt in den Anzeigen-Pool rutschen. Solche URLs müssen konsequent über explizite Ausschlussregeln blockiert werden.  Bidding-Strategien an qualitative Conversion-Signale koppeln   Die Wahl der richtigen Gebotsstrategie bestimmt maßgeblich den Erfolg einer Kampagne. Im E-Commerce gilt die Strategie „Conversion-Wert maximieren“ in Kombination mit einem definierten Ziel-ROAS als der absolute Goldstandard – vorausgesetzt, die Umsatzwerte werden absolut fehlerfrei und ohne zeitliche Verzögerung an das Google-Ads-Konto übermittelt. Ein zu aggressiv gewählter Ziel-ROAS entzieht dem Algorithmus die notwendige Liquidität und würgt das Kampagnenvolumen ab. Ein zu niedrig angesetzter Zielwert generiert zwar massiven Umsatz, der jedoch unter Berücksichtigung aller Kosten auf Margenebene nicht mehr wirtschaftlich ist. Im B2B-Segment und bei der Lead-Generierung ist die exakte Definition der Conversion-Aktion sogar um ein Vielfaches wichtiger als die eigentliche Gebotsstrategie. Wer das bloße Absenden eines einfachen Kontaktformulars als primäre Conversion definiert, zwingt PMax dazu, exakt diese quantitativen Abschlüsse zu maximieren. Das Resultat sind häufig massenhafte Spam-Leads oder Kontakte ohne echtes Kaufinteresse. Die Lösung liegt in der Umstellung der Optimierung auf qualifizierte, tiefer im Funnel liegende Offline-Conversions via CRM-Import. Optimieren Sie auf:  Marketing Qualified Leads (MQL) nach erfolgreicher Erstprüfung.  Sales Qualified Leads (SQL) nach direktem Vertriebskontakt.  Generierte Pipeline-Opportunities oder finale „Closed-Won“-Vertragsabschlüsse.  Ein vermeintlich günstiger Cost-per-Lead (CPL), der im Vertrieb zu keinen messbaren Abschlüssen führt, stellt keinen Marketingerfolg dar, sondern füttert das Machine Learning mit unbrauchbarem Trainingsmaterial.  Inkrementalität mittels PMax-Experimenten validieren   Da Performance Max herausragend darin ist, bestehende Nachfragekanäle zu kanalisieren, darf die Bewertung niemals isoliert im Silo des Kampagnen-Dashboards erfolgen. SEA-Manager*innen müssen zwingend den realen Mehrwert (Inkrementalität) isolieren. Hierfür bieten sich die integrierten Performance-Max-Experimente an. Google stellt diese als wissenschaftliche A/B-Tests bereit, mit denen sich strategische Einstellungen, kreative Ausrichtungen oder komplett neue Kampagnen-Setups statistisch sauber miteinander vergleichen lassen. Spezifische Uplift-Tests messen zudem präzise den realen Zusatznutzen von PMax im direkten Vergleich zu bereits aktiven Search-, Video- und Display-Kampagnen. Für eine valide Umsetzung in der Marketingpraxis müssen folgende Grundregeln beachtet werden:  Keine Tests in Peak-Phasen: Führen Sie Experimente niemals während extremer saisonaler Schwankungen (z. B. Black Friday oder Weihnachtsgeschäft) durch.  Ein-Variablen-Prinzip: Verändern Sie niemals simultan den Feed, das Budget und die Gebotsstrategie innerhalb eines Testlaufes.  Ausreichend Laufzeit gewähren: Brechen Sie Experimente nicht nach wenigen Tagen ab; der Algorithmus benötigt eine adäquate Lern- und Konsolidierungsphase.  Das entscheidende Erfolgskriterium ist niemals der isolierte ROAS einer einzelnen Kampagne, sondern die Frage, ob der Gesamtumsatz, der Netto-Profit und die qualifizierte Sales-Pipeline des gesamten Unternehmens signifikant steigen.  Die Berechtigung von Standard Search und Standard Shopping   Trotz der Omnipräsenz von PMax im Jahr 2026 wäre es ein fataler strategischer Fehler, das gesamte Werbekonto auf diesen Kampagnentyp umzustellen. Traditionelle Kampagnenformate behalten ihre fundamentale Daseinsberechtigung in einer ausbalancierten Gesamtstrategie.  Klassische Standard-Suchkampagnen (Standard Search) sind nach wie vor unverzichtbar für eine lückenlose Brand Defense, die gezielte und aggressive Bewerbung von Mitbewerber-Keywords, rechtlich hochgradig regulierte Werbeaussagen sowie für spezifische B2B-Suchanfragen mit hoher Exaktheit. Über Exact-Match-Keywords stellen Sie sicher, dass die geschriebene Textanzeige perfekt mit der Suchabsicht des Nutzers korreliert – eine Präzision, die PMax systembedingt nicht garantieren kann.  Ebenso bleibt Standard Shopping ein extrem mächtiges Werkzeug für die taktische Produktsteuerung. Wenn es darum geht, gezielte Abverkäufe von Restposten zu realisieren, sogenannte Ladenhüter (Zombie-SKUs) mit gezieltem Budget anzuschieben, Lagerbestände zügig abzubauen oder zeitlich stark begrenzte Promotion-Aktionen für exklusive Artikelnummern durchzuführen, bietet Standard Shopping die erforderliche granulare Kontrolle auf Produktebene. In den erfolgreichsten Werbekonten des Jahres 2026 etabliert sich daher ein hybrides Kontomodell: PMax fungiert als skalierungsstarke Basis für die breite Marktabdeckung, während Search den hochqualitativen Intent sichert und Standard Shopping für die chirurgisch präzise Feed-Steuerung eingesetzt wird.  Der Paradigmenwechsel: Vom ROAS zum POAS (Profit on Ad Spend)   Der klassische Return on Ad Spend stößt im modernen E-Commerce zunehmend an seine Grenzen. Er ist eine reine Umsatzmetrik. Der ROAS suggeriert Erfolg, wo unter Umständen finanzielle Verluste entstehen, da er den realen Bruttogewinn vollständig ausblendet. Ein Produkt, das 200 € Umsatz bei einer Marge von 20 % generiert, ist betriebswirtschaftlich völlig anders zu bewerten als ein Produkt, das 200 € Umsatz bei einer Marge von 60 % erzielt. Ein rein umsatzbasiertes Bidding behandelt beide Szenarien vollkommen identisch.  An dieser Stelle setzt das concept des Profit on Ad Spend (POAS) an. Diese Kennzahl setzt den tatsächlichen erzielten Gewinn in Relation zu den investierten Werbeausgaben:  POAS = Bruttogewinn aus Werbeinvestition / Werbekosten   Um ein solches profitbasiertes Bidding in Performance Max zu implementieren, müssen detaillierte Warenkorbdaten sowie die exakten Herstellungskosten (COGS – Cost of Goods Sold) über das Google Merchant Center an Google Ads übermittelt werden. Da PMax naturgemäß darauf ausgerichtet ist, den maximalen Conversion-Wert innerhalb des Budgets zu realisieren, läuft das System ohne diesen Profit-Kontext Gefahr, margenschwache Bestseller massiv zu skalieren, während hochprofitable Produkte mangels anfänglichem Suchvolumen vernachlässigt werden. Ein hoher ROAS schützt somit nicht vor einer schwindenden Gesamtrentabilität.  Fazit: Leitplanken setzen und die AI kontrollieren   Performance Max präsentiert sich im Jahr 2026 als ein hochentwickeltes, exzellent steuerbares Marketing-Werkzeug. Die zentrale Aufgabe von SEA-Manager*innen und Marketing-Verantwortlichen besteht nicht mehr darin, jede einzelne Anzeigenauktion mühsam manuell nachzubauen. Ihre primäre Verantwortung liegt in der Definition glasklarer Leitplanken. Sie müssen definieren, in welchen Bereichen der Algorithmus lernen darf – und wo er rigoros blockiert wird. Wer Datenqualität, technologische Kontrollen und betriebswirtschaftliche Logiken wie den POAS intelligent miteinander verknüpft, transformiert Performance Max von einer unberechenbaren Blackbox in einen hochgradig profitablen Wachstumsmotor.  FAQ zu Performance Max Kampagnen 2026   Sollte PMax 2026 Standard Search vollständig ersetzen?   Nein. Performance Max ist hervorragend geeignet, um zusätzliche Reichweiten und inkrementelle Platzierungen zu erschließen. Es ersetzt jedoch keinesfalls dedizierte Suchkampagnen, bei denen Sie die absolute Kontrolle über Keywords, exakte Anzeigentexte und den Schutz Ihrer eigenen Marke benötigen.  Sind Audience Signals in PMax mit einem harten Targeting gleichzusetzen?   Nein. Audience Signals sind reine Orientierungshilfen für die Google AI, um die Lernphase zu beschleunigen. Sie schränken die Ausspielung nicht exklusiv ein. Um die Signalqualität zu maximieren, sollten Sie konsequent First-Party-Daten wie Customer-Match-Listen, CRM-Segmente und tiefe Webseiten-Interaktionen einspeisen.  Wann ist der Einsatz von PMax-Experimenten ratsam?   Der Einsatz ist immer dann dringend ratsam, wenn Sie die Inkrementalität Ihrer Kampagnen prüfen wollen. Experimente zeigen Ihnen schwarz auf weiß, ob PMax echten neuen Umsatz generiert oder lediglich Conversions verbucht, die ohnehin über Ihre organische Suche oder bestehende Search-Kampagnen eingelaufen wären.  Warum verliert der ROAS als primäre Kennzahl bei PMax an Bedeutung?   Weil der ROAS ausschließlich das Verhältnis von Umsatz zu Kosten misst. Da PMax autonom agiert, optimiert sie auf Umsatzvolumen. Wenn Ihr Sortiment unterschiedliche Margenstrukturen aufweist, führt dies oft dazu, dass unprofitable Produkte forciert werden. Der POAS (Profit on Ad Spend) ist hierbei die deutlich ehrlichere betriebswirtschaftliche Kennzahl.  In welchen Zyklen sollte eine Performance Max Optimierung stattfinden? Ein wöchentlicher Rhythmus empfiehlt sich für das Controlling des Kanal-Mixes, die Auswertung von Suchbegriffen, das Hinzufügen von Ausschlüssen sowie die Überprüfung der Zielseiten. Monatlich sollten umfassende Audits der Markenausschlüsse, Analysen der SKU-Konzentration, die Aktualisierung der Assets und der Abgleich mit den CRM-Daten erfolgen. 

Weitere Beiträge anzeigen